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Nutzer: Sideshow_Bob
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geschrieben am: 20.08.2002    um 11:32 Uhr   
(zitat)(zitat)ich sag nur eins:

Es ist ZEIT für den WEchsel. 4 Jahre sind schon zu viel...(/zitat)



jeder tag ist zu viel, jeder(/zitat)
...was soll man auch schon in nur 4jahren erreichen?
kohl hat in seiner amtszeit(ausser die wiedervereinigung) auch net viel gebracht
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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 20.08.2002    um 12:26 Uhr   
die wiedervereinigung hat kohl nicht "erreicht" sondern konnte sie nur nicht, wie auch sonst niemand, verhindern. allerdings hat kohl damals das paradies versprochen "blühende gärten"..."niemandem wird es schlechter gehen" und hat mit solchen falschen versprechungen die wahl gewonnen.
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Nutzer: linné
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geschrieben am: 25.08.2002    um 22:05 Uhr   
Na Na...skeptisch waren die SPD, unsere europäischen Nachbarn, insbesondere Italien, Frankreich und England.
Den Deutschen einen Stubs gegeben haben eindeutig die Amis, ausgeschwitzt wurde das ganze dann in Gorbis Sauna.
Ich mag den Dicken nicht, aber das muss man ihm schon lassen. Selbstverständlich war die Wiedervereinigung nicht.


Linné
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Nutzer: chari
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geschrieben am: 11.09.2002    um 04:49 Uhr   

quelle: ASTA der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Juni 2002):

neues Niedersächsisches Hochschulgesetz:

am 15.06. beschloss der niedersächsische landtag hannover über ein neues niedersächsisches hochschulgesetz. es ist fest damit zu rechnen, dass der landtag dem gesetz zustimmt. in kraft treten wird das neue gesetz am 1.oktober 2002.
[...]
wissenschaftsminister thomas oppermann (spd) ist mächtig stolz auf sein gesetz (harrrharrrr). als seine hauptziele formulierte er:

1. die entstaatlichung der hochschulen über die förderung des wettbewerbes unter den hochschulen (und der mittelvergabe nach rein quantitativen leistungskriterien) und die überführung einzelner hochschulen in stiftungshochschulen.


2. die sog. "präzisierung von entscheidungsstrukturen", eine deutliche machtverlagerung in das präsidium der universität bzw. die dekanate der fakultäten (allen wird "unternehmerisches handeln" nahegelegt) bei gleichzeitiger entmachtung bzw. abschaffung universitärer gremien.


3. die verjüngung des akademischen nachwuchses über die einführung von jungprofessuren und sog. langzeitstudiengebühren.
was heißt das? was wird sich kronkret an der universität ändern?

die finanzierung der universitäten orientiert sich nur noch an "erbrachter leistung". dazu werden vom präsidium und dem bildungsministerium weitreichende langfristige zielvereinbarungen formuliert, sie betreffen z.b. die einrichtung & schließung von studiengängen, anzustrebende studierendenzahlen u.ä. (§1) zur überprüfung dieser "leistung" führt die uni regelmäßig interne evaluationen durch, dazu kommt alle sieben jahre eine externe evaluation(§5).

alle studiengänge bedürfen einer akkreditierung durch eine unabhängige einrichtung, z.b. die ZEvA (zentrale evaluationsagentur) in hannover.d.h., die entscheidung über die "leistungsfähigkeit" eines studienganges wird nicht mehr in der uni selbst getroffen.

studien- & prüfungsleistungen sollen mit einem leistungspunktesystem zählbar gemacht werden, d.h., die guten alten scheine werden wohl bald der vergangenheit angehören, ab dann wird in ECTS (european credit transfer system) gezählt. aus diesem grunde sollen prüfungen in zukunft auch generell studienbegleitend stattfinden. (§7)

[...] es werden studienguthaben eingeführt (nämlich regelstudienzeit plus vier semester). jedes weitere semester kostet 500 € studiengebühren. ($ 10/1)

[...] zusätzlich werden von allen studierenden entgelte erhoben für die nutzung von lehrnmitteln; das ministerium kann im einvernehmen mit dem finanzministerium sogar gebühren für die nutzung der bibliothek erheben (§ 10/3).

die einführung von mobilen speichermedien - also chipkarten - mit persönlichen daten zur zugangskontrolle, identitätsfeststellung,zeiterfassung,abrechnung oder bezahlung wird ausdrücklich erlaubt. außerdem dürfen sämtliche erfassten daten von studierenden "zur erfüllung der aufgaben der universität" und für die evaluation verwendet werden. das ministerium kann diese daten jederzeit einfordern (§13).
so im sinne von: ich weiß, was du im letzten semester alles getan hast ...gg...tztztz

auch die freie studiengangswahl wird in zukunft nicht mehr im vollen maße gegeben sein. zum master z.b. wird nur zugelassen, wer dafür besonders geeignet ist, z.b. einen sehr guten bachelor gemacht hat (§14).


mit dem neuen gesetz wird auch der titel des juniorprofessoren/der juniorprofessorin geschaffen. diese müssen nicht habilitieren & werden auf vorschlag des fakultätsrates vom präsidium berufen.
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Nutzer: chari
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geschrieben am: 11.09.2002    um 05:40 Uhr   

diese müssen nicht habilitieren & werden auf vorschlag des fakultätenrates vom präsidiums berufen.sie werden für zunächst 3 jahre eingestellt,die beschäftigung kann verlängert werden, wenn die leistungen in lehre & forschung (lehrevaluation & auswärtige begutachtung) dies rechtfertigen. juniorprofessorInnen, die an der uni, an der sie ihr examen gemacht haben,angestellt sind,sind von der verlängerung sogar ausgenommen.(§§17/26)

das präsidium der uni bekommt sozusagen allmacht. es hat umfassende aufgaben,formuliert z.b. die zielvereinbarung,stellt den wirtschaftsplan auf,entscheidet über die mittelverteilung,& sogar über die errichtung & schließung von fakultäten & studiengängen (§33). das präsidium kann ProfessorInnen zur sicherstellung des lehrangebots verpflichten, in ALLEN studiengängen veranstaltungen durchzuführen (§ 20) was macht ein germanistik-/deutsch-professor in einer chemievorlesung ...loool ,außerdem entscheidet es darüber,ob eine berufung überhaupt ausgeschrieben wird,& hat berufungen immer die letzte entscheidung (§22). organe zur kontrolle des präsidiums gibt es nicht mehr. der senat (er hat 19,25 oder 31 mitglieder,je nach größer der uni) hat kaum befugnisse. er wählt den präsidenten (auf 6 bzw. 8 jahre). & kann ihn mit 2/3-mehrheit auch wieder abwählen. daneben nimmt der senat zu wichtigen entscheidungen stellung & verabschiedet die grundordnung. das konzil, bisher größtes gremium der uni, wird ganz abgeschafft (§32/34/36/37). als weiteres organ der hochschule wird ein hochschulrat eingerichtet,er berät präsidium & senat. seine 7 mitglieder dürfen nicht mitglieder der hochschule sein,3 werden vom ministerium gestellt, 4 vom senat. (§47).

in die dekanate der fakultäten ziehen neben den dekanen/dekaninnen sog. studiendekane/studiendekaninnen ein (§39). sie sind für das lehrangebot verantwortlich & sitzen den neu einzurichtenden kommission für lehre & studium (studienkommissionen) vor. in diesen kommissionen sind mindestens die hälfte der mitglieder studierende.sie hat allerding auch kaum macht, ist vom fakultätsrat vor entscheidungen zu studium,lehre & prüfungen lediglich anzuhören. die kommission schlägt dem fakltätsrat den/die studiendekanIn vor (§40).

mit 2/3-mehrheit kann der senat die überführung der uni in eine stiftungsuni , also in eine rechtsform außerhalb der trägerschaft des staates ,beschließen. ihre organe sind dann nur noch präsidium & stiftungsrat (§ 50).



unter www.harz.de/wolfgang.domroese/NHGaktuell.pdf kann man das gesamtwek in augenschein nehmen.


der ASTA der C.-v.-O.-universität hat sein bekanntwerden der planung für die umstrukturierungen diesen prozess kritisch begleitet. im rahmen der mitarbeit in der niedersächsischen landesastenkonferenz (lak) wurden wissenschaftsminister oppermann & dem zuständigen ausschuss des landtages mängel der entwurfsfassungen & eigene vorstellungen der studierenden unterbreitet. der ausschuss lobte zwar die ingaltlich fundierten vorschläge, ließ sie aber dennoch unberücksichtigt.

im ergebnis trägt das neue NHG ganz im sinne des ministeriums für wissenschaft & kultur der neoliberalen umgestaltung der gesellschaft geltung, indem die uni zu einem wirtschaftsunternehmen umgewandelt wird. unter dem schlagwort der autonomie der hochschulen werden die schon bisher nur unzureichenden demokratischen organe & rechte der hochschule wieder abgeschafft oder in ihren kompetenzen weitestgehend beschnitten.

Das NHG in dieser form wird vom AStA der oldenburger universität abgelehnt.




...tja, und das alles,obwohl die spd im letzten wahlkampf (1998) ganz anderes angekündigt hatte....mhm...


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Nutzer: chari
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geschrieben am: 11.09.2002    um 05:47 Uhr   

uuups...da is was schief gelaufen... sorry, aber is schö spät/früh ;-)


chari
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