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geschrieben am: 13.12.2002 um 19:46 Uhr
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| Aus finanziellen Gesichtspunkten gesehen dürfte es doch auch nicht minder bekloppt sein, dann eine EU-Osterweiterung einzugehen!! Glaub nicht, daß die Türken finanziell schwächer sind wie z.B. Bulgarien, Polen oder Littaun! |
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geschrieben am: 13.12.2002 um 20:20 Uhr
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(zitat) Glaub nicht, daß die Türken finanziell schwächer sind wie z.B. Bulgarien, Polen oder Littaun!(/zitat)
Erste mal, die Türkei ist definitiv schwächer, wie z.b. Polen.
Da die Türkei im wesentlichen noch immer ein grosses Agrarland ist und relativ wenig Industrie hat, im gegensatz zu den Polen, die da ziemlich am aufholen sind.
Zu BG und LT kann ich zur Zeit nix sagen, weil nicht unbedingt mein Exportgebiet ist. Die Polen holen verdammt schnell auf, langsamer wie die Ungarn, aber sie sind einer der Vorzeige Staaten der ehemaligen Ostblockstaaten, in bezug auf Wirtschaftswachstum usw. Ich sehe täglich bei meinem Job, was alles nach Polen geschickt wird und was aus Polen rauskommt, so manchesmal würd ich gern den Warenwert in Bar auf der Hand haben, mit einem Monatsumsatz an Warenwert könnte man fast Niedersachsen Sanieren, von der Haushaltskrise.......
Ich hab nix dagegen, dass die Türkei irgendwann zur EU gehört, aber für mich erst realisierbar, wenn die Menschenrechte eingehalten werden und die Demokratiesierung noch besser wird.
Diese Probleme haben die EU Beitrittsländer nicht in Bezug auf Demokratie? und Wirtschaftswachtstum (bei den Menschenrechten bin ich nicht so firm??)
griez
Meno |
| Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare |
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geschrieben am: 16.12.2002 um 16:04 Uhr
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| im Moment siehts für die Türken ja erstmal sowieso schlecht aus, weil die EU sich scheinbar gegen die Türken sperrt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.12.2002 um 21:40 Uhr
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Meine lieben Herrn nochmal.....
Geht es denn den Beitrittskandidaten etwa darum, dass sie dann in der EU sind, besitzt sie etwa so viel Prestige?! Schön blauäugig..... Wieder einmal spielt das Geld die größte und meist auch einzige Rolle.
Zahlungen sollen im Jahr 2004 erhöht werden, da Polen sich mit den bisherigen Zahlungen nicht einverstanden gab, dafür haben wir (also die EU) einen Daumen auf der noch jungen Demokratie.... Und die Türkei, ach ja... denen geht es auch um nichts anderes....
~les~ |
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geschrieben am: 16.12.2002 um 22:07 Uhr
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lesi
richtig zuhören oder lesen bringt auch etwas, die Polen waren mit dem Gesamtbetrag nicht einverstanden, man hat sich jetzt darauf geeinigt, dass Sie wenn ich nicht irre 10Mio€ früher bekommen, aber die Gesamtsumme bleibt die gleiche und das Geld muss an die EU zurückgezahlt werden, das ist eine "Starthilfe" alle 10 Beitrittskandidaten müssen dieses Geld zurückzahlen, wenn ich mich jetzt nicht in den Jahreszahlen irre entweder ab 2007 oder 20013 das hab ich nicht mehr im Koppe
griez
Meno |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.12.2002 um 16:51 Uhr
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| Geld spielt doch auch in der Politik die wichtigste Rolle, oder nicht Les??? Warum ist denn die rot-grüne Koalition im Augenblick so unten durch bei der Bevölkerung??? Weil sie den Menschen das Geld wegnehmen will!! Ich denke, was sich die EU "Neulinge" vorallem erhoffen ist ein wirtschaftlicher Aufschwung in der EU und auch politische und wirtschaftliche Stabilität! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.12.2002 um 19:26 Uhr
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DIe neue türkische Regierung hat ja angekündigt, die Folter mit einer "Null-Toleranz-Politik" ernsthaft zu bekämpfen. Es wurde shcon bereits große Ursachenforschung der Folter betrieben. Bis 2004 jedenfalls wollen die Türken das Problem Folter gelöst bekommen.
Auch wenn es die jetzige Regierung ernst meint, bleibt es nur zu hoffen, daß sich wirklich was ändert. Bisher hat jede Regierung versuchen wollen, die Folter in der Türkei abzuschaffen! Aber ich erhoffe mir durch den "EU-Druck" viel!! Geändert am 17.12.2002 um 19:47 Uhr von enfantterrible |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.12.2002 um 23:26 Uhr
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Wenn man andernseits die Türken von Seiten der EU abweist, würden wir die Türkei vielleicht vom Westen abstoßen und sie vielleicht weiter zum Islamismus drängen.
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Also über diesen Satz würde ich nochmal nachdenken.
Der Islam ist eine Religion und wenn du diesen Satz liest hört es sich abwertend an. |
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geschrieben am: 18.12.2002 um 21:19 Uhr
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Vielleicht sollte man Islamismus mit Fundamentalismus ersetzen?!
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.12.2002 um 10:58 Uhr
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(zitat)Vielleicht sollte man Islamismus mit Fundamentalismus ersetzen?!
(/zitat)
bitte was??? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.12.2002 um 12:23 Uhr
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Vielleicht sollte man den Unterschied zwischen Islam und Islamismus kennen. Der Islam ist eine Weltreligion. Islamismus heißt der Fanatismus, der mit allen Mitteln eine dogmatische Auslegung des Islams umsetzen, nein vielmehr brutal durchprügeln will, und dabei null Toleranz gegen Andersdenkende walten lässt. Es ist nichts Verkehrtes am Islam - aber am Islamismus eine ganze Menge. Deshalb hat enfantterrible mit der Formulierung (zitat)vom Westen abstoßen und sie vielleicht weiter zum Islamismus drängen(/zitat) Recht. Das ist keine Abwertung des Islam, sondern eine Warnung vor fanatischen Tendenzen zu dessen unmenschlicher Auslegung.
@topic: Natürlich wäre es schön, ein islamisches (nicht islamistisches) Land in unsere Staatengemeinschaft einzugliedern. Wir alle wissen, dass der Weg bis dahin noch weit ist.
- Kurdenproblem (Vorsicht Euphemismus)
- systematische Folter
- Diskriminierung der Frau
- fehlende Toleranz gegen Andersdenkende wie Christen
- teilweise fehlende Rechtstaatlichkeit
sind nur einige von vielen Problemen, die die türkische Gesellschaft erst mühselig in den Griff bekomen muss. Aber machen wir uns nichts vor: Der Grundstein für Politik ist, war immer, und wird immer sein: Die Wirtschaft. Wer also bereits von einer harmonischen Eingliederung der Türkei in die westliche Gemeinschaft träumt, sollte sich einmal über
- Inflation (45% jährlich)
- Staatsdefizit (über 50% des BIP)
- Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum, ...
informieren. (Die Zahlen sind aus dem Kopf, daher ohne Gewähr.) Die Wirtschaft der Türkei ist katastrophal. Bevor sie nicht stabil ist, brauchen wir über Aufnnahme gar nicht erst zu reden. Und ich sehe nicht ein, wieso für die Türkei sämtliche Prinzipien der EU über Bord geworfen werden sollten: Erst, sobald weitgehende politische und wirtschaftliche Stabilität existiert, kann über einen Beitritt geredet werden. Mit anderen Worten: Irgendwann vielleicht. Aber nicht jetzt. |
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geschrieben am: 21.12.2002 um 02:39 Uhr
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| Die Ost-Erweiterung, genauso wie ein möglicher betritt der Türkei machen mir Angst! |
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geschrieben am: 21.12.2002 um 12:17 Uhr
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@Randbemerkung Es wäre wirklich mal gut, einen islamischen Staat mit in unser "westliches Boot" zu holen. Das könnte die Annäherung zu islamischen Staaten doch sehr erleichtern!
@hexe Wieso hast du Angst??? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.12.2002 um 13:36 Uhr
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Das finde ich auch. Doch darf man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu gehen versuchen.
ERST politische und wirtschaftliche Stabilität
DANN Aufnahme in die Staatengemeinschaft.
Wenn in ein System labile Elemente eingeführt werden, wird das System selbst instabil.
Außerdem denke ich, dass ein klares "So lange ihr das Kurdenproblem usw. nicht gelöst habt, müsst ihr draußen bleiben" viel motivierender ist als ein "Lasst uns allen Problemen zum Trotz darüber reden". Dann sieht es nämlich so aus, als würden nicht die ganz klaren Aufnahmebedingungen der EU über die Erweiterung entscheiden, sondern Hinterzimmerrunden von geschlossenen Diplomaten-Gesellschaften. Dann würden die Türken mehr Einsatz in die Diplomatie stecken als in die Lösung ihrer inneren Probleme. |
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