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"Autor"  
Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 25.10.2005    um 18:32 Uhr   
hmmm, interessantes Thema hier...
eigentlich wollte ich gar nix sagen hier, aber ich bin ja selbst ein Betroffener im gewissen Sinne und somit kann ich auch zu diesem Thema meine Meinung äußern....
Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich habe zwei Berufe und arbeite momentan nicht das, wofür ich jahrelang hingebungsvoll gebüffelt habe... Was mache ich dabei falsch? Gar nix. Mangelnde Qualifikation? Auch nicht, im Gegenteil...manchmal kriege ich nicht den Job, weil ich überqualifiziert bin...
Was soll das denn? Flexibilität? Ja, wenn auch nur beschränkt. Habe keinen Führerschein, leider, weil ich es mir nich leisten kann. Aber flexibel genug, um öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu können...
Es reicht nicht aus, um an den Job heranzukommen, den man gelernt hat. Wohnung vor Ort? Schön wärs, und ich kann ja auch so gut überall gleichzeitig sein, abgesehen vom Papierkram und den Kosten, die da anfallen.
Arbeit vor Ort, schön wärs, wenn mal jemand auf die Idee käme in eine infrastruktursschwache Region investieren zu wollen... Dann hätte ich Arbeit vor Ort, in meinem Job, was ich gelernt hatte. Ist nicht.
Was kann man denn sonst tun, um seinen Job zu bekommen, ohne horrende Summen dafür ausgeben zu müssen, zwecks Umzug, oder Führerschein etc.? Was muss man noch tun, um seinen Job zu bekommen, ohne im Hintertreffen finanzielle Engpässe zu haben, denn im ersten Arbeitsmonat muss man ja einige "Opfer" bringen, bevor man sein erstes Geahlt bekommt.
Ich hatte vor kurzem so einen schönen Vollzeit-Job gehabt...
Der war nich vor Ort, den Job hatte ich auch nicht gelernt, musste auch auf meinen erstes Gehalt warten und hatte weniger als 100 € zum Leben im ersten Arbeitsmonat und ich sollte noch ne Monatskarte für die Bahn bezahlen....
Niemand interessierte sich dafür, dass ich auch essen und trinken muss, dass ich Miete zahlen muss, Strom, Versicherungen etc... Der erste Arbeitsmonat hatte mir mehr Geld gekostet, als das er eingebracht hat mit einem Grundgehalt von 512 € brutto...
Dann wurde es mir zuviel... ich hab um Hilfe geschrien bei den Behörden, aber es dauerte, bis meine Rufe erhört wurden... Mit der Zeit wurden die Belastungen so hoch, dass ich nicht mehr schlafen konnte, ich bekam Zahnschmerzen, meine Frau nörgelte, weil ich auf ihre Bedürfnisse auc nicht mehr eingehen konnte und die Behörden liessen sich mit ihrer Entscheidung Zeit... Toll, und mein Schuldenberg wuchs weiter...
Die Firma, wo ich beschäftigt war, machte mit mir nen Aufhebungsvertrag, weil sie mir ne "Chance" geben wollte...
haha, diese "Chance" hat mir jetzt zusätzlich noch ne Sanktion eingebracht, wo ich 90 € weniger Geld habe als zuvor... Tolle Chance...
jetzt habe ich nen anderen Job, auf Nebenjob-Basis.
Meine Hilferufe wurden erhört, aber zu spät... dennoch nutzen mir die Entscheidungen etwas... ich kann meine Miete jetzt wieder zahlen... *freu*
Was mit den anderen Schulden ist, die durch diese Sache entstanden sind, interessiert sich keine Sau... wie am Anfang...

Soviel zu Hartz IV und Co.

*prof*



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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.11.2005    um 17:34 Uhr   
restschuldbefreiung ?

zudem ein tip : brasilien sucht händeringend pc-fachkräfte und australien ein paar hunderttausend fachkräfte ;-)
Geändert am 16.11.2005 um 17:49 Uhr von starchaser
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