Auf den Beitrag: (ID: 25360) sind "101" Antworten eingegangen (Gelesen: 4564 Mal).
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Nutzer: tjane
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geschrieben am: 12.10.1999    um 21:43 Uhr   
[i]ach wolga, die metapher ist doch einfach:
denke an alice im wunderland... alice behind the mirrors... und die welt hinter den spiegeln ist hier, im netz :-)
eins moecht ich mir aber bei aller dichtkunst nicht anmassen: "du lernst hier menschen von innen nach aussen kennen" sagte am anfang meiner chatzeit einmal jemand zu mir... und es ist wohl im chat fast so verbreitet, wie das zitat aus dem kleinen prinzen: "nur mit dem herzen sieht man gut, das wesentliche ist fuer die augen unsichtbar"
ein dank noch fuer dein verstaendnis gestern abend... :-)
und vielsag: ich kenne beide... dein rat mag gut sein, doch nicht fuer die reale welt...
im traumland kann ich mich halb noch im spiel schutzsuchend an die blanke ruestung des jungen ritters schmiegen
doch in der realen welt vergrab ich meine nase des nachts im bett im wolfsfell... und schlafe tief und ruhig
ich weiss, du meintest es nicht ganz genau so, doch das ist meine beste annaeherung daran :-)[/i]
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Nutzer: Vielsag
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geschrieben am: 12.10.1999    um 22:08 Uhr   
Nimm mich mit in deine Träume,
öffne weit die Tür dafür.
Neue, wundersame Räume
wirst du finden nur mit mir.
Sieh, was tief auf deinem Grunde
still sich dort verborgen hält,
manche nie erlebte Stunde
wird für dich zur neuen Welt.
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Nutzer: tjane
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geschrieben am: 13.10.1999    um 01:10 Uhr   
soviel sehnsucht?
ich kann nichts geben
ausser worten
und auch diese
nur begrenzt
und doch fuehl ich
jede sehnsucht
als schmerz
versagen meinerseits
wo hab ich gefehlt?
nicht ehrlich gesprochen?
wollte nie verletzen
nie... verletzen
meine trauer teilen
und meine froehlichkeit
meine traeume
mein hoffen und sehnen
manchmal leise
manchmal hinausgerufen
warum nur versteht keiner
was ich hier tue?
moechte meinen ritter anstrahlen
ist er doch nicht meiner
und empfaengt
mein laecheln nur hier
moechte meinen wolf umarmen
egal was wird
realitaet ist jenseits des chats
so oder so :-)
moechte auch
meinem kater durchs fell fahren
ihn hinter den ohren kraulen
und gemeinsam in die sterne blicken
moechte meine liebsten freundinnen
hier umarmen
weil sie mich nicht nur ertragen
sondern auch tragen, halten, fangen
hoffe, dies immer so zurueckgeben zu koennen
moechte allen lieben danken
die mich sehen
wie auch immer
mein ungeschminktes gesicht
moechte soviel geben
wie ich empfange...
und kann doch stets nur
einen teil zurueckgeben
bleibe also traeumend
realitaetsgebunden
immer nur tjane
mehr kann ich nicht sein
aber liebe ist enthalten :-)
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 13.10.1999    um 19:56 Uhr   
Gedankensplitter
die Augen
es sind immer die Augen, durch die sich unsere Seele über den anderen ergießt
zweifle ob Worte genügen, daß eigene Fühlen wiederzugeben und hab doch Gänsepelle bei einigen "vielsag" - vielfühl - Worten
Naseweis (1000 Gedanken auf einmal) es gibt sie, die nonverbale Kommunikation - ohne in irgendeinen Pseudoquatsch abzugleiten - du mußt es nur zulassen!
das Scheunentor aber Tjane, welches du hier öffnest, ist der große schwarze Schlund aus dem ein Teil deiner Lava fließt
es ist das Ventil des Vulkans in deiner Seele [meiner Seele! vielsags und Naseweisens Seele!?]
er wiegt schwer so in der Brust brennt und schnürt das Herz, das voll ist mit Träumen, Wünschen und Phantasien
der Strom der Worte mindert ein wenig den Druck und doch möchtest du (wir alle) explodieren
möchtest das Bersten des Gesteins hören
glühende Lavaströme sehen
den Gestank der Gase riechen
Schwefel+Salz auf der Zunge schmecken
und die Hitze endlich spüren
will sagen
Worte berühren oft stark
nachempfinden möglich
VERSTEHEN ????
Augen-Blicke
miteinander Schweigen teilen
Worte fühlen
thats it!
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Nutzer: tjane
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geschrieben am: 13.10.1999    um 20:56 Uhr   
[i]bevor die zahl der missverstaendnisse weiter anschwillt und ich noch eines tages mit allen, die hier jemals schrieben, ein verhaeltnis angedichtet bekomme... ;-)[/i] Link
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Nutzer: tjane
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geschrieben am: 13.10.1999    um 21:00 Uhr   
[i]und noch einige sekunden ehrfurchtsvoll meinen ersten selbstgesetzten link betrachtend.. :-))[/i]
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"Autor"  
Nutzer: Vielsag
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geschrieben am: 13.10.1999    um 22:11 Uhr   
Angenommen, du wärest verliebt, nicht nur mal so, wie wenn man einen Schluck Wasser trinkt, wenn man gerade Durst hat, sondern richtig, wie mit einem Minenfeld in der Brust. Aber um deine Liebe zu erfahren, ist die Distanz zu groß. Was würdest du dann mit deiner Sehnsucht machen?
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"Autor"  
Nutzer: tjane
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geschrieben am: 13.10.1999    um 23:46 Uhr   
[i]ja... ich weiss... und doch bin ich kein kind, das zuendelt... begegne den rufen mit vernunft... nicht lieblos, das nicht, aber vernuenftig... verstehe nicht ganz, wie sehnsucht hier so stark werden kann.. buchstaben am bildschirm sind wir hier.. ich bin die letzte, die den menschen dahinter leugnen wuerde, und doch... liebe ist hier ein viel zu grosses wort, wenn es nur das netz und die ferne betrifft.. herzklopfen ja, das kenn ich nur zu gut... aber liebe?
fragend in schweigen versinkend... tjane[/i]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 15.10.1999    um 01:05 Uhr   
bin grad in Tipplaune
ein paar Tage später noch was - man war ich verliebt!!!
29.9.94
Ich lausche in die tiefe, ruhige Finsternis deines Zimmers, in der die Staubkörnchen, beglückt vom rasanten Luftwirbel deines Atems Purzelbaum schlagen, schließe die Augen und versuche dich zu hören. Ich konzentriere mich ganz darauf, alle Geräusche, die selbst in dieser Ruhe noch nachhallen, zu analysieren und herauszufiltern. Deinen Atem, meinen Atem, meinen Herzschlag, das kaum wahrnehmbare Rauschen der Blätter oder istŽs das behutsame Steicheln der alten Gemäuer durch altweibersommernachtswarmen Wind.
Hinten in der Ecke schimpft eine Spinnenmutter mit ihren Kindern, Silberfischen spielen Haschen im ehrwürdigen Filz des Kanapees, Ruß fällt im Ofen von der Decke aufŽs Rost, die Zeit tropft irgendwo aus der Wand - klatscht mir lautlos ins Gesicht, eine Blume schreit nach Wasser - das tut weh - doch ich will ihr jetzt nicht helfen. Hinfort mit all dem lautlosen Lärm. Ich will dich hören. Das Rascheln deines Haares, die Bewegung deiner Augäpfel unter den Lidern, den Puls noch in den letzten Blutäderchen deiner Lippen.
Flüstere ein Wort und lausche den Vibrationen deines Trommelfells, der Schwerstarbeit von Hammer, Amboß, Steigbügel, dem Entzücken der die Botschaft ins Kleinhirn geleitenden Synapsen, höre das Räderwerk deines Unterbewußtseins, das mein Flüstern in deinen Traum integriert. Höre wie die Spinnenmutter ihre Kinder heim ins Netz ruft, weil das plötzlich anschwellende Tönen deines Herzschlages ihre Vorsicht herausfordert, höre wie deine Lippen sich unter dem erhöhten Druck knospengleich aufwallen, höre das Rascheln deines Haares als du, geweckt durch ich-weiß-nicht-was deinen Kopf zu mir drehst, die Augen kurz öffnest, lächelst und augenblicklich zurücksinkst in einen wohl angenehmen Traum. Ich bleibe zurück. Um ein Lächeln reicher, um ein paar Tränen ärmer.
Und höre nur noch das Zerbersten der salzigen Tropfen auf samtweicher Haut.

hach-schlaft alle schön
Kerze für euch-guts Nächtle
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Nutzer: tjane
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geschrieben am: 15.10.1999    um 01:08 Uhr   
[i]ja.. menschen, sind wir doch alle.. und wuensche... sind wuensche... hinausgeschickt in die nacht.. nie erwiedert, aber wenigstens hinausgeschickt...
werde nicht trauern, sondern weiterhin laecheln, zu meinem ritter, der dies nicht versteht, nicht verstehn kann, wohl - und wohl auch nicht liest... trotzdem...[/i]
ein laecheln,
in der nacht
du bist fort
wohin auch immer
ohne ein wort
es ist ok
es ist mein traum
es waer nur schoener gewesen
gemeinsam zu traeumen...
und doch
solange mein herz klopft
seh ich dein auge
denk ich, ein wenig,
du willst auch mein auge sehn
naehe ohne worte?
werde nun schweigen
es ist
wohl besser
so
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"Autor"  
Nutzer: tjane
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geschrieben am: 15.10.1999    um 01:14 Uhr   
[i]und trotzdem laechelnd... tjane[/i]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 15.10.1999    um 01:27 Uhr   
PS
Schweigewort zurück an Tjane
Kerze noch brennt
Kaffe duftet grad
und Hund guckt müde
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 15.10.1999    um 01:48 Uhr   
PPS
welch Ritter scheut sich sein Visier zu heben
zu schaun der Sehnsucht ins leidenschaftliche Aug
kalt der Stahl um seinen Körper
falscher Stolz am falschen Platz
dem Pferd muß frösteln- möcht Decken werfen
und - Lanzen brechen
lächelt auch-wup
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 15.10.1999    um 12:48 Uhr   
ach die Sehnsucht - sie ist überall
fand nen richtigen oldie in meinem Poesie-Album
06.08.94
Anfang August. Laue Sommernacht. Über Maulwurfshügel stolpernd in meinen Ausruhsessel mitten im Garten gelandet. Auf der Suche nach Sternschnuppen. Haben ja Hochkonjunktur jetzt, Ziel: Wünsche auf die Reise schicken.
Ich also rein in meinen fletzigen Stuhl, Bier auf, Katze auf den Bauch, Augen in die Höh.
Es ist schon eine etwas merkwürdige Art, Wünsche an die richtige Adresse zu senden, aber etwas Hoffnung bleibt, trotz des rationalen Unverständnisses.
Und nach nicht allzulanger Zeit schießt der erste Meteorit einen silbernen Pfeil in den Nachthimmel, tötet den großen Bären und gibt mir die Möglichkeit, ihm Geheimnisse anzuvertrauen. Und schon spuckt der Schwan ein feuriges Etwas auf die Milchstraße und dieses Etwas nimmt meinen nächsten Wunsch mit auf eine wohl endlose Reise. Als der dritte Meteorit in nur einem Augenblick eine wunderschön nachleuchtende Spur hervorzaubert, wundere ich mich noch vor dem Verlöschen der Spur, daß mein dritter Wunsch derselbe war wie der Zweite, der ja schon derselbe war wie der Erste. Da mußt ich erstmal einen langen Schluck aus der Flasche nehmen.
Irgendwas läuft wohl falsch. Hab ich mich hierhergesetzt um diesen einen Wunsch wenn nötig tausendmal zu wiederholen? Macht es Sinn, daß dieser eine Wunsch, spontan bei jeder Gelegenheit sich hervordrängelnd, primär mein Sein bestimmt?
Irgendwie gibts da ein Paradoxon.
Wünsche die man ausspricht erfüllen sich nicht - heiß es. Aber noch weniger erfüllen sie sich, wenn man sie in diesem Fall nicht ausspricht! Und hir beiß ich mich in den Schwanz. Was zu tun ist liegt doch auf der Hand.
Ich warte auf die vierte Sternschnuppe und bemühe mich, garnix mehr zu wünschen. Sehe sie im Kepheus kurz aufleuchten, schimpfe mich ein Arschloch, schlabbere mein Bier aus und stolpere, Maulwurfshügel zerstampend, zurück in die Wirklichkeit.
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Nutzer: Vielsag
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geschrieben am: 15.10.1999    um 14:42 Uhr   
DU

waschen
kann ich
morgens
mich später
wenn Du
mailbox
mich rufst

lesen buch
kann ich
immer noch
wenn Du
tastatur
meine finger
verlangst

essen
kann ich
nebenbei
suppe
wenn Du
bildschirm
mein Herz
berührst
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Nutzer: Vielsag
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geschrieben am: 16.10.1999    um 03:04 Uhr   
Wupi: Verbale Kommunikation bedingt taktile Kommunikation, also auch bacchantische Sommer:
Voll ist es, übervoll und schwülwarm, und es riecht nach Masse Mensch mit ihren unzähligen, individuellen Ausdünstungen in der kleinen, barähnlichen Diskothek, wo sie einander auch dann berühren, wenn dies nicht beabsichtigt ist. Musik und Licht lechzen nach Sinnlichkeit und verteilen Wirkung. Wiederholt haben wir schon miteinander getanzt, Du und ich, so daß es nunmehr keinen Platz mehr gibt zwischen uns beiden, weder zwischen unseren Gesichtern noch zwischen unseren Körpern, als wir uns wieder zur Musik bewegen und unser Schweiß sich zu vermischen beginnt. Deine Lippen, die ich plötzlich an meiner Ohrmuschel spüre, scheinen feuchtwarm, als sie mir zuflüstern: „Ich möchte dich überall küssen.“ Deine Stimme scheint ein wenig atemlos. Als ich mich spontan von Dir löse, wirkst Du überrascht, folgst mir aber vertrauensvoll, da ich Deine Hand ergreife und wir den Kampf durch die Menge aufnehmen, um nach draußen zu gelangen. Ein wenig klamm ist der Sand, den wir unter unseren Füßen fühlen, ein Strandkorb läßt sich schnell finden in diesen hellen nordischen Nächten, auch er ist ein wenig klamm, doch unsere Hitze macht es vergessen. Unsere gegenseitigen Küsse verlangen nach mehr Nacktheit, die leicht herzustellen ist, begünstigt durch sommerliche Kleidung. Was nun zählt, ist die uns lockende Reise, auf die wir uns rasch begeben, wechselnd unterwegs zwischen Zartheit und Gier, bis das weitere Drumherum nicht mehr existent zu sein scheint und wir das Geräusch der Wellen nicht mehr vernehmen.

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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 16.10.1999    um 21:28 Uhr   
vielsag
taktil zumindest in unserem Kulturkreis
und nonverbal??? - vielleicht nur die Frage, wie lange Dionysos mit am Tisch saß
aber Sand+Strand ist OK
Endlich. Ich stand auf dem Hügel meiner Begierden. Langer Marsch. Toller Ausblick. Liebliche Berge im Norden. Pinienwalddickicht im Süden. Und irgendwo eine Bucht, Ruhe verheißend. Ich war erschöpft, wollte nur ein wenig ausruhen, setzte mich hin und schlief ein. Träumte einen tollen Traum. Von Wasser, Feuer, Erde und Haut. Und vom Fliegen. Und hob ab. Fühlte mich wie Ikarus und tat die gleiche Dummheit. Flog zu dicht an die Sonne und verbrannte. Ich war tot. Und eine unheimlich anmutige Hand strich ein unheimlich totes Stück Nichts vom Hügel.
Und dann zog diese Hand den Slip wieder an, packte das Sonnenöl ein und strich noch einmal über die tausend millionen toter Sandkörnchen am Strand. Und das dabei entstehende Geräusch hatte etwas wehmütiges.
NACHSATZ
"Dem glücklichen schlägt keine Stunde" sagte die Sanduhr und läßt in diesem Augenblick tausend toter Ichs durch den Schlund.
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"Autor"  
Nutzer: tjane
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geschrieben am: 16.10.1999    um 21:44 Uhr   
[i]ihr lieben.. ich bewundere eure konversation... aber koenntet ihr euch dazu einen eigenen thread aufmachen? sonst muss ich diesen wegen zu hoher kb-zahl verlassen und einen zweiten anfang starten, was ich im moment nur ungern taete... nicht nur, weil ich nen neuen link zur antwort-seite setzen muesste...
geduldig wartet, denn auch ritter sind manchmal im stress und nicht alle technik immer funktionsfaehig
laechelnd tjane[/i]
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Nutzer: tjane
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geschrieben am: 17.10.1999    um 01:32 Uhr   
alles gesagt...
wintersonne seh
abschied nun
schmerz
kein anfang mehr
zuviel
gesagt
hier
zuviel
nicht mehr
wers versteht
kann nicht mehr
doch
nachschick
an traeume glaub
zu ritter schau
kater umarm
wolf ankuschel
etwas lebt
fuer jetzt
lebt wohl
zeit fuer trauer
und selbst finden
nicht hier
leb doch in rw
cu@all tjane
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"Autor"  
Nutzer: eshran
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geschrieben am: 17.10.1999    um 01:51 Uhr   
es wird immer wieder einen Anfang geben
vielleicht nicht hier aber jetzt
vielleicht nicht jetzt aber hier
irgendwo irgendwann
und trotz allem.
Was real ist,
übersteht den Gegenwind in der Virtualität
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"Autor"  
Nutzer: tjane
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geschrieben am: 17.10.1999    um 02:21 Uhr   
eshran
weil ich weiss, was ich weiss, und du weisst, was du weisst..
danke :-)
mails gehen weiter, igel, paarhufer und andere waldbewohner ;-)
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"Autor"  
Nutzer: Vielsag
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geschrieben am: 17.10.1999    um 12:44 Uhr   
Nächte,
voll Sommerduft,
ohne Ziegen,
ohne Feta,
ohne Badeanzug,
ohne Touristen,
ohne Sachsen.
Vereint nur
durch eine
Olive,
von vibrierenden
Lippen
vierfach
gehalten,
von Theodorakis
zum Schwingen
gebracht:
Worte werden
Hände, die Fremde
nicht brauchen,
um in Hellas
zu versinken.
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"Autor"  
Nutzer: tjane
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geschrieben am: 18.10.1999    um 22:50 Uhr   
back again...
warum?
weil meine grippe sich in ihre bestandteile zerlegt
weil mein liebster mir heut mailte und im icq ne nachricht hinterliess
und anrief, als ich noch gar nicht mit ihm rechnete
weil ich ein dankesposting auf einen geburtstagsgruss bekam
und tee und kekse (still laechel zu xeeny)
weil ich meine finger hier nicht heraushalten kann
weil ich sehnsucht hab
weil...
die welt vielleicht wieder ein bisschen freundlicher ist, auch im realen leben
[i]kein gedicht, aber ein kleines zeichen dafuer, dass manche dinge schnell gehen, doch eher stunden als monate...
nicht geheilt aber wieder laechelnd
tjane[/i]
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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 19.10.1999    um 01:11 Uhr   
[i]nothing is real[/i]
und die Fragen die man anderen stellt, sind fast immer die Fragen, die man sich selbst stellt
warum?
weil ich Sehnsucht hab
wonach?
[i]und mich genausoschnell wieder leise rausschleich-doll grübelnd[/i]
-tiefenpsychologischst-wup

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"Autor"  
Nutzer: wupel
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geschrieben am: 19.10.1999    um 01:33 Uhr   
[b]zurück[/b]
warum?
die Frage zu finden auf die Antwort
die Antwort zu finden auf die Frage
die Frage zu finden auf die Antwort auf die Frage
KALEIDOSKOP
[i]looking trought the broken glass[/i]
Splitter einsammeln um - was zu tun?
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