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Nutzer: Gast_rawside
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geschrieben am: 11.08.1999    um 15:08 Uhr   
BLUT
schick deine kinder in den krieg zu kämpfen für den sieg,
den es nie gab, nie gibt, nie geben wird
du bist der schattenboxweltmeister der am ende nich kapiert dass er am schluss nur an sich selbst krepiert
du bis schwarz mal bist du weiss und manchmal bist du rot
doch du bist nur ein bisschen anders wünscht
du dir selbst den tod
freund hein holt seine ernte ein die du
grosszügig gewährst
weil du immer so verfährst
gib ihm dein blut
er will dein blut
BLUT!
du bist dein richter und dein henker
glaubst
du wärst ein grosser denker
stehst mit dem rücken an der wand
die kanone in der hand
schiesst auf dein eignes spiegelbild
hoffentlich triffst du es gut
denn wenn dich die zeit einholt
ertrinkst du in deinem blut
in deinem blut
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Nutzer: jeester
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geschrieben am: 11.08.1999    um 15:19 Uhr   
hi@all,
neue texte und song-lyrics sind ga gut und schön, aber ich habe momentan die alten meister wiederentdeckt. besonders "the raven" von edgar allen poe hat in letzter zeit meine aufmerksamkeit verdient. und da dieser klassiker einfach gut ist, und auf verschiedene weise zu interpretieren, will ich ihn hier noch mal zu rande bringen. leider habe ich momentan nur die originalversion, die deutsche werde ich mal nachreichen.
cu@all Jeester

Once upon a midnight dreary, while I pondrered, weak and weary,
Over many a quaint and curious volume of forgotton lore,
While I nodded nearly nappin, suddenly there came a tappin,
As of some one gently rappin, rappin at my chamber door.
"`tis some visitor," I muttered, " tapping at my chamber door-
Only this, and nothing more "
Ah, distrinctly I rememberit was in the bleak December,
And each seperate dying ember wrougth its ghost upon the floor.
Eagerly I wish the morror;-vainly I had tried to borrow
From my books surcease fo sorrow-sorrow for the lost Lenore-
For the rare and radiant maidden whom the angels name Lenore
Nameless here for evermore.
And the silken sad uncertain rusting of each purple curtain
Thrilled me-filled me with fantastic terrors neverfeld bevore;
So that now, to still the beating of my heart,I stood repeating
"`tis some visitor entreading entrance at my chamber door
Some late visitor entreating entrance at my chamber door
This is it, and nothing more."
Presently my soul grew stronger; hesitating then no longer,
"Sir", said i, or Madam, truly your forgivenens I implore;
But the fact is I was napping, and so genly you came rapping,
and so faintly you came tapping, tapping at my chamber door,
That I scarce was sure I heard you"-here I open wide the door;-
darknes there and nothing more.
Deep into that darknes peering, long I stood wondering, fearing,
Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before;
But the silende was unbroken, and the darknes gave no token,
And the only word they spoken was the whispered word "Lenore!"
Merely this, and nothing more.
Then into the chamberturning, all my soul within me burning,
Soon I heard again a tapping somewhat louder than before.
"Surely", I said, "surely that is something at my window lattice;
Let me see, then, what thereat is, and this mystery explore;-
Let my heard be still a moment and this mystery explore;-
"tis the wind, and nothing more.
Open here I flung the shutter, when, whith many I flirt and flutter,
In there steped a stately raven of the sanly days of yore;
Not the least obeisance made he; not an instand stopped or stayed he;
But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door
Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door-
Perched, and sat, and nothing more.
Than this ebony bird beguiling ma sad fancy into smilling,
By the grave and stern decorm of the countenance it wore,
"Through thy crest be shorn and shaven, thou," I said, "art sure no craven,
Ghastly grim and ancient raven wandering from the nightly shore-
Tell me what thy lonlly name is on the Night`s Plutonian shore!"
Quoth the raven," Nevermore!"
Much I marvelled this unglainly fowl to hear discourse so plainly,
Though its answer little meaning-little relevancy hore;
For we cannot help agreeing that no living human being
Ever yet was blessed with seeing bird above his chamber door-
Bird or beast upon the sculpured bust above his chamber door,
With such name as "Nevermore".
But the raven, sitting lonely on the placid bust, spoke only
That one word, as if his soul in that one word he did outpour.
Nothng farther then he uttered-not a feather then he fluttered
Till I scarcely more than muttered,"Other friends have flown before-
On the morrow he he will leave me, as my hope have flown before."
Quoth the raven," Nevermore!"
Stardled at the stillness broken b
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Nutzer: syxn
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geschrieben am: 11.08.1999    um 15:22 Uhr   

Ich war ein Teenager, wütend, rasend, wild.
Jetzt tut es mir leid.

*aus dem Roman "Die Stunde der Schatten"
der Autor ..und andere Gedichtteile folgen noch
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 12.08.1999    um 00:00 Uhr   
[b]Millionen Legionen[/b]
ich werde die Tests bestehn` die mir das Leben stellt * suchend nach dem was mich am Leben hält * bin damit nicht allein - und werd` es nie mehr sein * weil mich zum ersten Mal seit langer Zeit Verbundenheit befreit * bin ich soweit fließ` in den Äther in den Kreis ohne Verräter * früher Schüler streck` ich mehr und mehr meine Fühler nach dir aus * komm hierher komm hierher * herzlich willkommen zuhaus * ich bin für dich da nein ich bin wegen dir hier * und für uns beide ist klar ham` wir ein Ziel im Visier * dann setz ich alles auf dich mein Schweiß mein Blut * meine Tränen meinen Mut bis hin zu Trauer und Wut * ich werde dir mein Leben geben weil`s nicht anders geht * forder` dich heraus mein Einsatz steht * und du findest in mir mit was ich mich verbunden hab` * einen Schatz den ich mein Leben lang gefunden hab * und mit jedem Satz bitt` ich benütz mich und stütz dich auf mich * mit dem Wissen aller Weisen dieser Welt beschütz ich dich * und wo ich bin stehen sie und wo ich geh gehen sie * ich hab sie hergebeten doch die wenigsten sehen sie * erst wenn wir erwachen werden wir zu Propheten * um als Kinder dieser Erde unser Erbe anzutreten * und ich rufe alle Superhelden alle großen Meister * alle Highlander alle Krieger alle guten Geister * alle Superfreaks und Auserwählte zu mir ins Hier * ich hab Millionen Legionen hinter mir * in den Wogen der Welt wählten wir die wildesten Wellen * bis hin zu innersten Quellen * erlebten Lebensstromschnellen und machten uns bereit * wurden Wellenreiter über die Zeit und blieben * Wächter der Wahrheit und Surfer des Sandwurms * wir zwei war`n die Augen des Sturms * wurden Herrscher der Schwingung und das als Nichtschwimmer * denn wir hatten es und halten es noch immer * und auch du Baby warst schon immer mein Kind * wir waren Liebende die ab und zu vor Liebe blind * umeinandertrieben und waren zu verschieden * als das es hätte jemals langweilig werden können * war`n zwei echt gute Spinner absolute Beginner * doch wir hatten es und halten es noch immer * streifen alle Ketten ab die sonst die Leichtigkeit besiegen * konnten fliegen ohne Flügel fliegen * und heute rufst du alle Superhelden alle großen Meister * alle Highlander alle Krieger alle guten Geister * alle Superfreaks und Auserwählten und mich ins Hier * du hast Millionen Legionen hinter dir * es war die Nacht der Vampire in der Stadt der wilden Tiere * sie ziehen mich zu sich wenn ich das Gleichgewicht verliere * geh ich unter und verschmelz` mit dieser Masse von Mutanten * alles seelenlose Wanderer und deren Artverwandten * und ich ringe zum Himmel daß die Stimmung hier umschwingt * heb` die Hände zu Gott oder wer immer da rumhängt * Herrscher über mein Leben dieser Thron gehört mir * denn ich wohn` und regier` hier * und dann erheb ich meine Feder zum Schutz gegen den Schmerz * der vom Schlachtfeld der Liebe zu mir rüberdringt * obwohl es scheint als ob hier jeder trübe Lieder singt * wasch ich mich rein von dem Schleim und betrete neues Land * dieser Junge steht am Rand und mit nichts in der Hand * ohne Angst in den Augen mit dem Rücken zur Wand * und dann ruft er alle Superhelden alle großen Meister * alle Highlander alle Krieger alle guten Geister * alle Superfreaks und Auserwählten und er ruft mich * er hat Millionen Legionen hinter sich
[i]Die fantastischen Vier[/i]
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Nutzer: Gast_bse20
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geschrieben am: 13.08.1999    um 02:54 Uhr   
ich hoffe ich hab das jetzt richtig verstanden mit den liedtexten.....
da hätte ich auch den ein oder anderen
zum anfang mal was melancholisches..bitte aber nicht als ernstzunehmende aufforderung verstehen
B.D.U. von WIZO

Mach Dir keine Hoffnung
es ist doch längst zu spät
Das sieht sogar ein Blinder,
daß es mit Dir zu ende geht.
Die Chancen sind vertan und
die Gelegenheit versäumt.
WerdŽ Dir drüber klar,
Du hast umsonst geträumt.
Alle Wege führŽn ins Dunkel
Keine Aussicht mehr auf Licht
Dieses Mal geht es zu Ende
Ein nächstes Mal gibt es nicht

Bring dich um - Bring dich um
denn du weißt doch ganz genau,
es schert sich eh keiner darum
Bring dich um - Bring dich um
und es ist Dir völlig klar
weiterleben wäre dumm

Die Wahrheit ist gemein
doch unabänderlich
es zeigt der Pfeil des Schicksals
geradewegs auf Dich
Es war nie Deine Schuld,
doch das ist jetzt egal
Wir alle müssen sterben
und Du hast keine Wahl.

Alle Wege fürŽn ins Dunkel.....


Ein sehr guter Freund von mir hatte vor ca. 3 Jahren dieses Lied leider ein wenig zu ernst genommen.

<--IN MEMORIES TO TOM!!-->


[Diese Nachricht wurde geändert von: bse20 (geändert am: 13-08-99).]

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Nutzer: suerte
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geschrieben am: 13.08.1999    um 15:24 Uhr   
einige lieder von [i]patent ochsner[/i]
vom schweizerdeutschen ins deutsche übersetzt

brücke
wir sind auf touren, sind unter dampf
werden immer schneller und schneller
tragen leichen in den keller
in den nächsten tagen pinseln wir uns den hungerbauch
wir schwafeln und brabbeln und laufen leer
nehmen das schwere leicht und das leichte schwer
werden bekeift und begrapscht
aber nicht mehr berührt
gehn einen schritt vorwärts und einen zurück
geben auf, geben an, und geben allen recht
haben so manches schon so oft gesagt
schauen nicht nach links und schauen nicht nach rechts
machen wellen und schlagen schaum
und sind meistens ein bisschen zu spät
leih mir einen traum und bau mir eine brücke
bring mir das feuer und das fieber zurück
nimm mich gefangen, lege mich in fesseln
leih mir einen traum und bau mir einen turm
mach ein gewitter und nimm mich im sturm
lass die katze aus dem sack
ich bin froh, bist du hier
wir machen uns aus dem staub
lange bevor wir ankommen
wir lassen alle sitzen und lassen alles stehen
halten nichts, versprechen viel
werden faul, werden feige
werden vielleicht noch etwas fieser
und gestörter und öder und blöder
mehr und mehr und mehr
randvoll mit gemischten gefühlen
gehn wir einen schritt vor und einen zurück
packen an, packen aus, packen's meistens nicht
und wärmen alte geschichten auf
eins zwei drei vier fünf sechs sieben
und irgendwo dazwischen
sind wir hängengeblieben
und morgen
beginnen wir wieder von vorne

* * *

scharlachrot
die ist filmreif, die szene dieser freitagnacht
der mond ist ein weisses rundes loch
und guckt aus der wäsche wie ich
hier bin ich lange, viel zu lange alleine gewesen
habe flaschen geleert in dem viel zu grossen bett
habe gesehen wie die welt sich drehte
nur nicht um mich
und jetzt bist du gekommen
gerade jetzt, als ich es nicht mehr erwartete
und siehst aus als ob es etwas zu gewinnen gäbe
im schlimmsten fall nur eine nacht
ich baue mir meine träume auf
rund um dich
und male sie scharlachrot an
ich brenne mir deinen namen
mitten in mein herz
könnte schwören dass ich ewig bleibe
- wenn uns nichts dazwischen kommt

* * *

hör mal
hör mal, hör mal wie das still ist
wenn du und ich beisammen sind
hör mal wie das still ist
das ist genau unsere melodie
in dieser welt in der alles laut und schrill ist
da bin ich froh, hör ich wenigstens dich
in dieser welt in der alles laut und schrill ist
da höre ich gern auf dich
nur schade hörst du mich jetzt nicht
schau, heute lieg ich blank
heute fallen meine mauern
du siehst durch mich durch wie durch glas
schau, ob du etwas findest
neben den geistern die da lauern
und diesen ängsten vor ich weiss nicht was
schau mich an, schau mich an mit diesen augen
die ich so oft vergessen habe
und dann siehst du wie ich auf dich stehe
nur schade bist du heut nicht da
komm, komm, komm, nimm mich in deine arme
und lass mich nichtmehr los
ich glaub von dir bekomm ich nie genug
komm, komm, komm, komm
und schick mal etwas rüber
von deiner kraft und deiner ruhe
in dieser welt voll trauriger gestalten
da denk ich irrsinnig oft an dich
und all die sprüche und das geleier
und gleichwohl bleibt alles beim alten
und gerade heut hab ich lust auf dich
und auch heute sehe ich dich nicht

* * *

seemanns wermut
nun ist der sommer vorbei
kaum ist es hell kommt schon wieder die nacht
habe einen knoten im taschentuch
ich vergesse dich nicht
schütte wermut in schwermut
ein wenig von diesem und ein wenig von jenem
besauf mich und leere mich aus
die ganze stadt hat den gilb
hockt vor dem fernseher und schläft
der grosse bahnhof ist zu
und wenn kein schwein weit und breit mitleid hat
musst du auch das noch selber machen
seit dem tag da ich endlich wegging von
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"Autor"  
Nutzer: Gast_rawside
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geschrieben am: 13.08.1999    um 21:52 Uhr   
- Im tiefen Rot -
hörst du die wölfe heulen
siehst du die wolken ziehn
hörst du die lämmer schreien
heute nacht
hörst du die winde flüstern
voll insgeheimer lust
begehrst du meine lippen
heute nacht
fühlst du die sinne schwinden
siehst du die welt sich drehn
den blitz in meinen augen
heute nacht
ich versank in deinen augen und ich trank aus deinem mund
ich ahnte nicht dass schon der morgen graute
sonne
im tiefen rot
sonne bringst mir den tod
ich ahnte nicht dass schon der morgen graute
mit spitzen zähnen schlägt die sonne in mein fleisch
im frühen morgenrot
mit greller sonnenmacht zerstört sie mein reich
ihre schönheit ist mein tod
hörst du die winde flüstern
voll insgeheimer lust
begehrst du meine lippen
heute nacht
ich versank in deinen augen udn ich trank aus
deinem mund
ich ahnte nicht dass schon der morgen graute
sonne
im tiefen rot
sonne
bringst mir den tod
ich ahnte nicht dass schon der morgen graute
hörst du die wölfe heulen
siehst du die wolken ziehn
hörst du die lämmer schreien
heute nacht
- Weissglut -
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"Autor"  
Nutzer: Telcontar
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geschrieben am: 14.08.1999    um 07:35 Uhr   
Die Geschichte von Thinúviel
Das Gras war grün, das Laub hing dicht,
Die Schierlingsdolden blühten breit,
Da huschte durch den Wald ein Licht
Wie Sternenglanz zur Erde fällt.
Tinúviel tanzte, Elbenmaid,
Zur Flöte, hold von Angesicht,
Von Sternen funkelte ihr Kleid
Und war ihr dunkles Haar erhellt.

Da irrte Beren durch den Wald,
Vom Berge kam er her allein,
Den Strom der Elben fand er bald
Und ging ihm voller Trauer nach.
Doch plötzlich sah er einen Schein
Von Licht im dunklen Waldgemach,
Von wehenden Schleiern einen Schein
Und goldene Funken tausendfach.

Da stürtz, beseelt von neuer Kraft,
Der Wanderer aus fernem Land
Tinúviel nach in Leidenschaft,
Er greift nach ihr mit Ungestüm.
Ein Mondstrahl bleibt ihm in der Hand,
Durchs Dickicht tanzt sie leicht dahin, Läßt ungestillt die Leidenschaft,
Und er muß einsam weiterziehen.

Wie oft vernimmt er flüchtigen Schritt
Von Füßen, leicht wie Lindenlaub,
Und unterirdische Musik
Verwehend wie ein sterbender Ton.
Mit Nebelrauch und Silberstaub
Des Rauhreifs naht des Winters Tritt,
Mit leisem Wispern Blatt um Blatt
FälltŽsaus der Buchen welker Kron.

Er sucht sie ewig, unverzagt,
Wo dicht der Blätterteppich liegt,
Bei Mond und Stern und wenn es tagt.
Ihr Schleier weht im Silberglanz,
So dreht sich schwerelos und fliegt
Tinúviel, die Elbenmagd,
Wie sich die Flocke wirbelnd wiegt
Dahin im Tanz, dahin im Tanz.

Als um der Winter, kehrte sie
Zurück und sang den Frühling wach
Mit Vogellied und Melodie
Des Regens auf vereistem Bach.
Die Sehnsucht trieb ihn wie noch nie
Zum Tanz, zu ihr, es lockte ihn,
Mit ihr so leicht dahinzuziehen.

Sie floh-er rief ihren Namen schnell,
Mit Elbenlaut rief er sie an:
Tinúviel!Tinúviel!
Da hielt sie ein im raschen Lauf,
Die Stimme schlug sie in den Bann.
Schon eilt er zu Tinúviel,
Da sah sie ihn verzaubertan:
Er fing sie in den Armen auf.

Und unter ihrem Schattenhaar
Sah Beren hell der Sternelicht
Gespiegelt in dem Augenpaar
Der Elbin, der unsterblichen.
Verfallen war sie dem Gericht.
Sie schlang die Arme wunderbar
Um ihn: Er sah ins Angesicht
Der elbischen Unverderblichen.

Lange trieb sie dann das Schiksal um
Durch Felsenklüfte und kalte Nacht,
Durch finstre Wälder, fremd und stumm,
Dann trennte sie das weite Meer.
Und dennoch war zuletzt die Nacht,
Gericht und Zeit der Prüfung um,
Vereinte sie des Schiksals Macht-
Und lange, lange ist es her.

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"Autor"  
Nutzer: Gast_effi
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geschrieben am: 14.08.1999    um 17:39 Uhr   
Grabgesang ohne Musik
"Ich finde mich nicht ab, liebende Herzen in harten Grund gesperrt.
So ist es, so wird es sein, denn so war es, Zeit bricht den Stab:
Ins Dunkel gehn sie, die Weisen, die Lieben, hinuntergezerrt
Unter Lilien und Lorbeer; ich aber finde mich nicht ab.
Liebende, Denker, in den Boden mit euch.
Seid eins mit dem wahllosen Staub, der kein Wort
Fühlt oder weiß von den Euren, seid ihm gleich.
Ein Satz bleibt, eine Formel. Das Beste ist fort.
Die Antworten schnell und kühn, das Lachen, die Liebe, der Blicke Licht
vergangen. Sie nähren die Rosen. Anmutig, wie sie gefällt
Ist die Blüte. Voll Duft ist die Blüte. Ich weiß es. Ich billige nicht.
Kostbarer war in deinen Augen das Leuchten als alle Rosen der Welt.
Tief, tiefer als tief in das Dunkel der Gruft,
Sanft gehn sie, die Schönen, die Zarten, die Guten, ins Grab;
Die Klugen, die Heitren, die Starken gehn still, wenn es ruft.
Ich weiß es. Ich billige nicht. Und ich finde mich nicht ab."
(Edna St. Vincent Millay; "Grabgesang ohne Musik")
Sorry, ist nicht von einem deutschen Dichter, aber mein absoluter Favorit.
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"Autor"  
Nutzer: roses
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geschrieben am: 16.08.1999    um 09:19 Uhr   
Ich möchte Dir zwei Gedichte von Rainer Maria Rilke schreiben, die mir sehr gut gefallen.

+#Du musst das Leben nicht verstehen#+
Du mußt das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und laß dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken läßt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst die leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

+#Schlussstück#+
Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

lieben gruß roses

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"Autor"  
Nutzer: Gast_rawside
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geschrieben am: 31.08.1999    um 13:43 Uhr   
LEUTE SCHREIBT MAL WIEDER WAS!!!
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"Autor"  
Nutzer: eshran
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Anzahl Nachrichten: 526

geschrieben am: 31.08.1999    um 13:52 Uhr   
Imagination
Es ist vor gar nicht langer Zeit geschehen,
da träumte mir ein sonderbarer Traum.
Ich sah, was niemand vor mir je gesehen,
vor meinen Augen starben Zeit und Raum.
Und vor mir stand ein Tor, das ich durchschwebte,
Dann schritt ich durch ein gänzlich fremdes Land.
Dann schien mir, daß ich hier seit Jahren lebte,
Denn nichts von all dem schien mir unbekannt.
Was immer ich auch sah, ich kannt' es wieder,
Und all das Staunen macht' mich müd und lahm.
So legt' ich endlich mich zum Schlafen nieder,
und träumte von der Welt, aus der ich kam.
Als ich erwachte, kam mir ein Gedanke:
Zwei Seiten hat die Welt, den Tag, die Nacht.
Und das Bewußtsein bildet unsre Schranke,
verhindert uns den Traum, wenn wir erwacht.
Vielleicht sind all die Träume, die wir sehen,
die Wahrheit einer andern, fernen Welt.
Und das, was wir als Wirklichkeit verstehen,
ist nur, was sich ein andrer vorgestellt.
Mir war bewußt, indes ich solches träumte,
daß in der Wirklichkeit derweil etwas geschah.
Und oftmals frag ich mich, was ich versäumte,
in jener Nacht, als ich die Sonne sah.
(siehe "Link
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"Autor"  
Nutzer: Gast_rawside
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geschrieben am: 18.09.1999    um 10:29 Uhr   
so nun kommt der altmeister mal wieder vom baum gehüpft und schreibt mal wieder selber was!
Zu dritt bei hellem Tageslicht

Zu dritt be hellem Tageslicht standen sie um den Baum und sie öffneten ihre Gedanken und ihre Träume.
Sie hielten all die wünsche in ihren armen, von Liebe, von Abenteuern, von Helden und von Ungeheuern.
Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort!
Zu dritt bei heller Stromsparbirne sassen sie an den Schreibtischen und sie öffneten ihre Akten und Formulare. Sie hatten all das verfickte Geld auf ihren Banken,
keine Liebe, keine Abenteuer, nur die scheiss
Familie und Einkommenssteuer.
Sie waren immernoch zur falschen Zeit am falschen Ort!
by Voleander
UND IHR LAHMEN TRAHNTÜTEN SCHREIBT GEFÄLLIGST MAL WIEDER WAS!!! ZACKZACK!!!
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"Autor"  
Nutzer: mirs
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geschrieben am: 19.09.1999    um 00:29 Uhr   
Hi Ihrs,
so jetzt kommt auch mal ein kleines Gedicht von mir, ich hoffe es gefällt euch.
-Hoffnung-
Ein Wort, das bis in die Unendlichkeit reicht.
Du musst der Hoffnung verbieten, dass sie jemals von dir weicht.
Auch ich gebenicht auf zu hoffen, bleibt die Zukunft doch stets offen.
Vergiss niemlas den Sinn dieser Philosophie.
Sei sparsam in der Verwendung mit dem Wort "nie".
Der Verlust von Hoffnung bedeutet Verlust vom Leben.
Denn ohne Hoffnung würde es kein Leben geben!
Viele Grüsse von mirs
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"Autor"  
Nutzer: Gast_Apple
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Anzahl Nachrichten: 298

geschrieben am: 19.09.1999    um 17:49 Uhr   
Hoffnung
die Hoffnung ist ein warmes Licht
das Dunkelheit und Kaelte bricht
sie zu verlieren geschah schon viel und oft
und kehrt sie zurueck - so unverhofft
bringt sie noch viele and're mit
zu sagen, woher - das vermag kaum ein Mensch
nicht einmal der, der sie gespuert.
Sie kommt mit dem Regen,
kommt mit dem Sonnenschein
Hoffnung kommt nur selten allein
Berni, der Apfel
[b]________
hab heut schon genug gesagt, geschrieben
drum wuensch ich euch 'nen Tag ihr Lieben[/b]
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"Autor"  
Nutzer: Gast_rawside
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geschrieben am: 22.09.1999    um 13:43 Uhr   
*** morituri te salutant ***
wenn es dunkel wird, deutschland
wenn der abend fällt
erblicken wir das licht der welt
wir kommen aus den löchern
eine generation
lebt wie ratten im schatten der zivilisation
wenn es dunkel wird, deutschland
halten wir die wacht
wir halten das steuer in der langen kalten nacht
wir kriechen aus den löchern
jeden abend jede nacht
wir suchen unser glück bis das der neue tag erwacht
Deutschland!
die todgeweihten grüssen dich
Deutschland!
die todgeweihten grüssen dich
wir sind die schatten deiner seele
sind der kropf in deiner kehle
Deutschland!
peinlichkeit und recht auf dummheit
faul und stumpf und dumpf ist trumpf
alle laufen schritt für schritt laufen alle mit
tausend werbetrommeln tönen
alle laufen stück für stück
kollektiv im gleichen schritt
laufen alle mit
es tanzt der bär es lacht der saal hier wird euch was geboten
die welt gehört den zombies spiessern und idioten
wir geben euch den tag doch wir nehmen uns die nacht
wir leben in der dunkelheit in einer dunklen zeit
Deutschland!
die todgeweihten grüssen dich
Deutschland!
die todgeweihten grüssen dich
wir sind die schatten deiner seele
sind der kropf in deiner kehle
Deutschland!
die todgeweihten grüssen dich
Deutschland!
*by C.I.A - church of independent assholes
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