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geschrieben am: 06.08.1999 um 14:12 Uhr
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na ihr lieben wie wärs ... ich eröffne hiermit RAWSIDES textdisskusionen!!!
also zum thema da ich gedichte und songtexte sammle (vorwiegend deutsche) wäre ich euch seeehr dankbar wenn ihr mir hier ein paar eurer Favoriten hinklatschen würdet!!!
natürlich bin ich auch sehr dankbar über leute die mit mir dann auch mal den ein oder anderen text auf herz und nieren auseinandernimmt um ihn genau zu verstehn!!
also SCHREIBT BALD UND CU IN CW!!! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 10:58 Uhr
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[b]Liebeslied[/b]
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt,wenn deineTiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
[i]Rainer Maria Rilke[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 11:05 Uhr
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[b]Vorgefühl[/b]
Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben.
Ich ahne die Winde, die kommen, und muß sie leben,
während die Dinge unten sich noch nicht rühren:
die Thüren schließen noch sanft, und in den Kaminen ist Stille;
die Fenster zittern noch nicht, und der Staub ist noch schwer.
Da weiß ich die Stürme schon und bin erregt wie das Meer.
Und breite mich aus und falle in mich hinein
und werfe mich ab und bin ganz allein
in dem großen Sturm.
[i]Rainer Maria Rilke[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 11:07 Uhr
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[b]Herbst[/b]
Die Blätter fallen, fallen wir von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh Dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
[i]Rainer Maria Rilke[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 11:13 Uhr
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[b]Sieben Septillionen Jahre[/b]
Sieben Septillionen Jahre
zählte ich die Meilensteine am Rande der Milchstrasse.
Sie endeten nicht.
Myriaden Aeonen
versank ich in die Wunder eines einzigen Thautröpfchens.
Es erschlossen sich immer neue.
Mein Herz erzitterte!
Selig ins Moos
streckte ich mich und wurde Erde.
Jetzt ranken Brombeeren
über mir,
auf einem sich wiegenden Schlehdornzweig
zwitschert ein Rotkehlchen.
Aus meiner Brust
springt ein fröhlich Quell,
aus meinem Schädel
wachsen Blumen.
[i]Arno Holz[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 11:21 Uhr
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[b]Ein Aas [/b]
Gedenke des Dinges, das wir sahen, meine Seele,
an jenem Sommermorgen, der so lieblich war:
an eines Weges Biegung lag schändlich
auf kieselübersätem Bett ein Aas;
Die Beine abgespreizt, gleich einem geilen Weib,
heiß seine Gifte schwitzend,
bot es schamlos lässig
den offnen Bauch voll übler Dünste dar.
Die Sonne strahlte auf diese Fäulnis nieder,
als gälte es, sie garzukochen
und hundertfach der mächtigen Natur,
was sie vereinigt hatte, zu erstatten;
Und der Himmel sah, wie prächtig das Gerippe
sich gleich einer Blume hob und auftat.
So stark war der Gestank,
daß du ohnmächtig ins Gras zu sinken drohtest.
Die Fliegen summten über diesem fauligen Bauch;
in schwarzen Bataillonen krochen die Maden aus
und quollen wie eine zähe Flüssigkeit
diese lebenden Fetzen entlang.
Das alles senkte sich und hob sich einer Woge gleich,
stob schillernd auf; es schien,
als ob der Leib, von ungewissem Hauch geschwellt,
vielfältig sich vermehrend lebte.
Und diese Welt ertönte von einer seltsamen Musik,
wie Wasserrieseln und wie Wind, oder wie das Korn,
das der Worfler mit rythmischer Gebärde
auf seiner Schwinge wirft und wendet.
Die Formen schwanden hin und waren bald nur noch ein Traum,
fast nicht erkennbar auf vergeßner Leinwand
ein Entwurf, den der Künstler
aus dem Gedächtnis nur vollendet.
Hinter den Felsen spähte unruhig eine Hündin
mit bösem Blick zu uns herüber,
lauernd auf den Augenblick,
wo sie dem Skelett den Fetzen wieder rauben könnte,
den sie fahren ließ.
- Und dennoch wirst du diesem Unrat gleichen,
diesem ganz durchseuchten Greuel,
Stern meiner Augen, Sonne meines ganzen Wesens,
mein Engel du und meine Leidenschaft!
Ja! derart wirst du sein, o Königin an Reiz und Anmut,
wenn, nach den Sterbesakramenten,
du unter Gras und fette Blumen dich betten wirst,
zu schimmeln zwischen dem Gebein.
Dann, o meine Schönste! sage dem Gewürm,
das küssend dich verspeisen wird,
daß ich die Form,
den göttlichen Gehalt bewahrte meiner Liebe,
die in dir zerfällt!
[i]Charles Baudelaire (Les fleurs du mal)[/i]
Ich habe mir erlaubt, eine andere Übersetzung dieses Gedichtes hier reinzusetzen - in dieser Version wurde zugunsten der Originaltreue auf ein Reimversuch verzichtet, was dem Werk von Baudelaire meines Erachtens um ein vielfaches gerechter wird.
*gruß* ABA
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 10-08-99).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 11:23 Uhr
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[b]Themenläden [/b]
Ein kleiner Floh hüpft durch sein Großhirn und schaut sich endlich selber zu. Ich kann das aber nicht aushalten, denkt er sich so. Was hat sich verändert in all dieser Zeit und wo? War ich dabei überhaupt, oder hab ich nur zugeschaut und bemerkt, wie beschäftigt ich war? Machen wir`s kurz, da hilft auch kein Selbstfindungskurs mehr - nach dem Vergessen. All diese Jahre. Mit manchen von ihnen hast du geschlafen, mit anderen nicht, ab und zu hast du gedacht, es ist auch ganz gut, daß das passiert, was passiert ist: Selbstbetrug. Immer hat sich irgendwas ergeben, und es gab immer genug zu bereden, es gibt Themen genug in deinem eigenen Leben, und wenn sie einmal ausgehen, gibt es Themenläden.
Hält dich das aus, was dich aufhält, gehörst du dazu, und wie hältst du das aus?
Zwischendurch, der Beschluß, wir sind doch eigentlich ganz froh, doch dann schaust du raus und erkennst: die Verhältnisse, die sind nicht so. Vielleicht bist du aber auch ganz gut darin, das nicht zu bemerken. Fließt da überhaupt noch Blut in deine Füße, in deinen kindischen Gerchtigkeitssinn. Immer Schwierigkeiten, immer gerade so zu schaffen, und so macht man sich auf Dauer halt zum Schwierigkeitenaffen, trifft befreundete Primaten in den Kneipen und im Garten - wartend. Auf die große Sause. Oder einfach nur, oder besser noch, die große Pause.
Hält dich das aus, was dich aufhält, gehörst du dazu, und wie hältst du das aus?
[i]Die Sterne / Posen[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 07-08-99).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 11:30 Uhr
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[b]Du bist die Ruh[/b]
Du bist die Ruh,
Der Friede mild,
Die Sehnsucht du,
Und was sie stillt.
Ich weihe dir
Voll Lust und Schmerz
Zur Wohnung hier
Mein Aug und Herz.
Kehr ein bei mir,
Und schließe du
Still hinter dir
Die Pforten zu.
Treib andern Schmerz
Aus dieser Brust.
Voll sei dies Herz
Von deiner Lust.
Dies Augenzelt
VOn Deinem Glanz
Allein erhellt,
O füll es ganz.
[i]Friedrich Rückert[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 11:33 Uhr
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[b]In uralten Seen[/b]
In uralten Seen
Hausen die traurigen Fische
Mit den Augen aus Furcht
Indessen die rosa Hügel rundum tanzen
Wie die Hügel der Bibel
Auf Schaumpferdchen schaukelt
Ein kleiner Wind -
Aus unseren uralten Augen
Lächelt es golden
Doch darunter haust eine traurige Furcht.
[i]Yvan Goll[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 15:22 Uhr
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Kurt Tucholsky
Deine Welt
Trudele dahin! Verkehre bei Ingenieuren!
Lass dich als Redakteur von Staatsanwaelten verhoeren!
Sei eingeladen bei Snobs, die wichtigtuende Diplomaten
Schnurrend umschleichen, besonders die aus den kleinen Staaten!
Entflieh die Familie! Rutscht die soziale Leiter hinauf und hinab-:
es spielt sich alles unter zweihundert Menschen ab.
Wohn an der Weser, der Oder, der Weichsel, der Elbe-
deine Gesellschaft bleibt immer, immer diesselbe.
Immer dieselben Fahrt- und Leidensgenossen,
wie mit Gittern sind dir die andern Gaerten verschlossen.
Freunde sind Schicksal , aber nicht zu knapp.
Es spielt sich alles unter zweihundert Menschen ab.
Fahr nach Amerika! Wer steht im Hotel auf den Herrentoileten?
Rosenfeld. Und er spricht: "Was machen Sie in Manhattan?"
Flieh zu den eskimos, in des Eises kreischende Masse:
der Dicke im Pelz ist bestimmt ein Kind deiner Klasse.
Jag durch die Welt vom noerdlichen bis zum suedliche Kap-:
es spielt sich alles unter zweihundert Menschen ab.
Unsere Welt ist so klein. Dies musst du wissen:
Ganze Klassen und Voelker sind nur deines Lebens Kulissen;
du weist , dass sie sind. aber sei nicht verwundert:
du lebst ja doch nur inmitten deiner zweihundert.
Und hoerst du auch fremde Laender und Kontinente erklingen:
du kannst ja gar nicht aus deinem Kreise springen!
Von Stund an, wo sie dich pudern, bis zum gemieteten Grab
spielt sich alles und alles und alles unter zweihundert Menschen ab. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 15:24 Uhr
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Reiner Kunze
Die Liebe
Die liebe
ist eine wilde rose in uns
Sie schlaegt ihre wurzeln
in den augen,
wenn sie dem blick des geliebten begegnen
Sie schlaegt ihre wurzeln
in den wangen,
wenn sie den hauch des geliebten spueren
Sie schlaegt ihre wurzeln
in der haut des armes,
wenn ihn die hand des geliebten beruehrt
Sie schlaegt ihre wurzeln,
waechst wuchert
und eines abends
oder eines morgens
fuehlen wir nur:
sie verlangt raum in uns
Die liebe
ist eine wilde rose in uns,
unerfoerschbar vom verstand
und ihm nicht untertan
Aber der verstand
ist ein messer in uns
Der verstand
ist ein messer in uns,
zu schneiden der rose
durch hundert zweige
einen himmel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 15:29 Uhr
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Das berühmte Gefühl
Als ich zum ersten Male starb,
Ich weiß noch wie es war:
Ich starb so ganz für mich und es war still,
Das war zu Hamburg, im April,
Und ich war achtzehn Jahr.
Und als ich starb zum zweiten Mal,
Das sterben tat so weh.
Gar wenig hinterließ ich dir:
Mein klopfend Herz vor deiner Tür, Die Fussspur rot im Schnee.
Doch als ich starb zum dritten Mal,
Da schmerzte es nicht sehr
So altvertraut wie Bett und Brot
Und Kleid und Schuh war mir der Tod
Nun sterbe ich nicht mehr.
Mascha Kaleko |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 15:53 Uhr
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danke fuam, dass du dem guten beispiel von abalone gefolgt bis und mir auch mal was hierhingeschmissen hast!!!
da ich jetzt nicht viel zeit habe kann ich gerade keinen beitrag zu "meinem" gedichtskreis geben.... naja wie auch immer meine liste an texten wächst und wächst und ich danke allen mal dafür!!!
viel spass! cu in cw! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 15:58 Uhr
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ich möchte an dieser stelle auch nochmal an ein wichtiges thema im kontrovers hinweisen,
wo es um diese perversonamenschatter geht!!
so wie es aussieht bin ich scheinbar in dieser hinsicht alleine mit meiner meinung!!
wenn es aber jetzt doch mal einige interessiert schreibt mir eure meinung unter mein posting im kontrovers!!!
bis dann |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.08.1999 um 16:29 Uhr
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-13-
das schild Sackgasse
hab ich irgendwann
einfach wieder übersehn
vielleicht auch unbewusst
ich will nicht lügen, behaupten
ich hätte nicht gewusst,
dass ich ins Blaue
alles sehend,
nur nicht mich seh
überzeugt vom Elend dieser Welt
und keinen Rahmen findend
der mich aufrecht hält
der griff nach
Chemie und dem was sonst noch ruhe verspricht
hinterlässt keine spuren in dem, noch jungen
noch kindlichen Gesicht
aber der Vorstand hat Angst
das bisschen Seele zu verlieren
endgültig
oder umgekehrt
etwas in mir schreit
nach vergangenen tagen
als Zufriedenheit mein Gast noch Freunde mitgebracht hat
und wir zu Dritt das Leben einfach liebten
ich frage mich:
wird es wiedermal so sein? Dreizehn!
nicht nur eine phase
und dann wieder allein
gegen einen feind der in mir selber wohnt
der mich einnimmt, umführt
H2O
trag den Fluss den Berg hinauf
und zähl die Stunden die du brauchst
nur meine nicht, Zeit kommt zurück
Haut quillt auf
Zeit kommt zurück
denn morgens um halb Sieben in der Bahn darfst du nicht lächeln
lass die karte stecken Republik
doch Ungeschriebenes brechen
heisst Befehle nach belieben zu verbiegen,
doch konform zu sein,
bedeutet hier nun einmal alles.
keiner geht aus freien Stücken weiter als er muss,
den Blick ganz fest am Boden, ohne Reiz auch kein Entschluss
bleibt am Ende nur der Zustand wie er eigentlich immer war
"Unseren lieben Gefallenen Ehre, AMEN."
die Bewegung wird verlangsamt und die Kirche
bleibt im dorf
Heilig-einig; um des jungen Menschen Willen
wird Erklärung versagt,
gefragt danach, weil es doch schon immer so war
bleiben mienen kalt wie Eisen und hier lauert die Gefahr
Trag den Kopf wie wir
wir waren schon immer hier
Kreis
H2O
Flucht in mir
Gehört mein Kopf zu meinem Körper?
Geh zurück ins Meer!
Zimbabwe
Haken in Mündern, die aus Wahrheit Lügen machen
Worten vertraut, weil der Arzt doch einen Kittel trägt
Mengele schon tausendfach rehabilitiert
Tierversuche eingestellt
die Ergebnisse waren noch nie so gut, wie heute
als Exportgut aus der 3. Welt.
Wenn du versprichst
artig all' das einzunehmen,
was wir dir zu testen geben,
kannst du dir sicher sein
wenn auch deine glieder beben
Es ist gut! Für unser Leben
Gegner besänftigt, die Labore sind geschlossen
Profit verteilt,
die verfickte Industrie streicht nicht mal heimlich ein
um die Schuldenlast zu tragen,
die die Ausbeutung hinterlassen hat.
Werden freiwillig Gezwungene
der Pharmacie überstellt.
Zimbabwe
Mit der Taktik aus dem Lande aus dem Sinn,
da fährt man gut
Kolonien neu entdeckt und die Millionen fliessen nur
ist Wiedergutmachung passé
und Ausbeutung gewesen,
doch betrachtet man's aus der Sicht des Geldes, kann man es verstehen,
denn wenn Erklärung nicht gefragt ist,
wenn's den Leuten hier egal ist,
was da abgeht in der Welt,
dann bleibt anstatt ein Kopf nur Geld,
dann können sie machen was sie wollen,
kann die Maschine weiter rollen
und es fehlt nichts mehr dazu
Heute die und morgen DU!
Jeddem
we have the fun - you got the pressure
and we all want you to combat again
you have the rules - we rule the pressure
if you don't press the rules we combat again
should we look at the past to
see those things gonna last the
men stand deep in their shit and
this - one - brings - me - down - ja
tu parles de toi -tu parles de la pressure
puis tu me veux que je te comprends toujours
toi et ton règlements l les règles et toi
tu te trouve dans un trou avec ta merde
JEDDEM DIESES RECHT ZU GEBEN
- LEBBEN -
wir ham den spass - du hast die scheisse
and we all want you to combat against
die ganzen regeln - die du gemacht hast
wo jeder satz mit "ich" anfängt, bist du blöd!
hast du immernochnich geblickt
dass jeder nur sich selber fickt
ins |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.1999 um 00:55 Uhr
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Also vielen dank abalone!!!
aber irgendwie kommts mir so vor, als wären du und ich die einzigen die sich mal hinsetzen und nen text aufschreiben...
also hier ist mal einer von mir der liegt zwar schon hier rum aber egal:
Am Fenster
Einmal wissen, dieses bleibt für immer
Ist nicht Rausch der schon die Nacht verklagt
Ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer
Von dem Grau des Morgens längst verjagt
Einmal fassen, tief im Blute spüren
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Nicht die Stirne mehr am Fenster kühlen
Dran ein Nebel schwer vorüberstrich
Einmal fassen, tief im Blute spüren
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Klagt ein Vogel auch an mein Gefieder
Wenn ein Nebel schwer vorüberstrich
- hildegard maria rauchfuss
in szene gesetzt von Kapitulation B.o.N.n. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 10:30 Uhr
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ohne dich--------
ja du willst wissen
wie gern ich dich hab
ob ich noch gerne mit dir küsse
ob ich noch gerne mit dir zusammen bin
du fragst mich das
aber glauben tust dus mir nicht
darum sag ichs jetzt mit einem lied
wie ein schiff im nebel
ohne licht in der nacht
wie ein clown
der vergessen hat wie man lacht
so fühl ich mich, so fühl ich mich, ohne dich
wie ein vogel im sturm
wo nicht weiss wo er ist
mir geht es schlecht
wenn du nicht bei mir bist
so fühl ich mich, so fühl ich mich, ohne dich
ja du willst wissen
ob es noch schön ist für mich
ob ich dich vermisse
wenn du nicht da bist
das fragst du mich
aber glauben tust dus mir nicht
darum sag ichs jetzt mit einem lied
wie ein schiff.........
grüsse jennifer
[Diese Nachricht wurde geändert von: jennifer7 (geändert am: 10-08-99).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 13:14 Uhr
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Schoenes Gedicht!
Ist es von dir, jenni? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 15:20 Uhr
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hi guam
es ist ein lied von einem sänger den ich wirklich mag.
er hat solche texte die genau meinen gefühlen entsprechen und deshalb habe ich mich entschlossen dies mal hier reinzuschreiben.
freut mich wenn es dir gefällt.
ich liebe es.
hier noch ein zweites:
***wenn du am schlafen bist***
die uhr tickt leise vor sich hin
ich öffne die augen langsam
merke, dass ich nicht alleine bin
und das was ich sehe nimmt mir den atem
ein gesicht wie ein engel liegt neben mir
nicht dass es das erste mal wäre
du hast ja gesagt du hast mich gerne
und ich zweifle ja nicht an dir
nur daran zu glauben fällt mir schwer
du liegst da und weisst nicht wie gern ich dich hab...
und wenn unsere liebe auch nicht für immer ist
ich schau dir zu wie du schläfst
schreichle dein haar und hoffe es ist kein traum
hoffe es ist wahr
ich möchte nie mehr erwachen sollte ich am träumen sein
gut, dass du nicht weisst was ich machen würde für dich
ich würde für dich durchs feuer gehen
ich ginge für dich durch die hölle
nichts ist zu teuer für dich
ich werde immer für dich da sein
aber wissen musst du das nicht
schöner könnte erwachen gar nicht sein
als zu erwachen neben dir
und ich wünschte der moment würde nicht vorbeigehen
uh, das wünscht ich mir
habe jetzt schon ein wenig angst
dass du irgenwann gehen könntest
darum geniesse ich um so mehr
dass ich dich in meinen armen halte
und wie es weiter geht das sehen wir
du liegst da und weisst nicht wie gern ich dich hab...
jenny
[Diese Nachricht wurde geändert von: jennifer7 (geändert am: 10-08-99).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 17:35 Uhr
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ähm, jenni - wär`s zuviel verlangt, den namen zu nennen? is ja schön und gut, daß du diesen sänger unheimlich cool findest - vielleicht wollen andere ihn aber genauso gerne ins herz schließen
*ciao* ABA |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 18:08 Uhr
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Ich hab geträumt
Der Winter wär vorbei
Du warst hier
Und wir waren frei
Und die Morgensonne schien
Es gab keine Angst
Und nichts zu verlieren
Es war Friede bei den Menschen
Und unter den Tieren
Das war das "Paradies"
Der Traum ist aus
Aber ich werde alles geben
Das er Wirklichkeit wird
Ich hab geträumt
Der Krieg wär vorbei
Du warst hier
Und wir warn frei
Und die Morgensonne schien
Alle Türen waren offen
Die Gefängnisse leer
Es gab keine Wafen
Und keine Kriege mehr
Der Traum ist aus
Der Traum ist aus
Und ich werde alles geben
Daß er Wirklichkeit wird
Gibt es ein Land auf der Erde
Indem der Traum wirklichkeit ist
Ich weiss es wirklich nicht
Ich weiss nur eins
Und da bin ich sicher
Dieses Land ist es nicht
Der Traum ist ein Traum zu dieser Zeit
Doch nicht mehr lange
Mach dich bereit
Für den Kampf ums Paradies
Wir haben nichts zu verlieren
Außer unserer Angst
Es ist unsere Zukunft
Es ist unser Land
Gib mir Deine Liebe
Gib mir Deine Hand
Der Traum ist aus
Der Traum ist aus
Doch ich werde alles geben
Daß er Wirklichkeit wird.
#Ton Steine Scherben |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 21:55 Uhr
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huhu krsna !! danke für den text!!!
bitte mehr von ton steine scherben!!!
mehr mehr mehr mehr mehr mehr mehr mehr !!!
vor allem such ich das mit den hausbesetzern! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 22:02 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.08.1999 um 22:52 Uhr
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hi abalone das würde dir gar nichts bringen da der sänger hier in deutschland total unbekannt ist und du seine sprache sowieso nicht verstehen würdest. habe den text übersetzt.
sonst hätte ich das sicher erwähnt.
cu
jenny
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.08.1999 um 11:12 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.08.1999 um 13:22 Uhr
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hai jenni...
du bist echt ne harte nuß, wa? okay, wie geh ich jetzt vor ... also, ich zähl erstmal alle sprachen auf, die ich kann:
deutsch
englisch
französisch
lateinisch
italienisch (sehr fragmentarisch)
holländisch versteh ich auch grad noch so
so - wenn deine sprache jetzt net mit dabei war, könntest du mich schon fast mit deiner antwort überzeugt haben - aber nur fast! weil, ab und zu hör ich mir sogar armenische musik an - die kennt hier sicher kein schwein und verstehen tu ich sie auch nich - und doch, in kleinen verstaubten lädchen irgendwo in einer fast vergessenen gasse ergattert man dann doch ein seltenes schallplattenexemplar jener musikrichtung, die echt klasse sein kann. du siehst, ich laß nicht locker - sach doch schon den namen
außerdem - viele der hier rezitierten gedichte stammen von fremdländischen schöpfern - nicht jeder kennt sie - und doch sind wir so nett und schreiben den namen dazu ...
büdde, büdde, liebe jenni, tu du es doch auch ....
[i]die dich jetzt nie wieder in ruhe lassende[/i] ABA :-þ
[Diese Nachricht wurde geändert von: abalone (geändert am: 11-08-99).] |
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