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Das könnte jeden Tag passieren ...

Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 25.04.2000    um 15:54 Uhr   
Er haßte diese samstagmorgenlichen Einkaufstrips, jeden Samstag das gleiche Spiel, jeden Samstag der Kampf um einen Parkplatz, der Kampf um das letzte Croissant, das wahrscheinlich noch vom Vortag war, das Geschiebe durch die schmalen Gänge und das schier endlose warten an den Kassen. All das haßte er, doch wie jeden Samstag machte er sich auch heute auf, es hinter sich zu bringen und das mit soviel Würde wie nur irgend möglich, doch spätestens, wenn ihm auf der Treppe eine der Tüten reißen würde, dann würde ein gellender Schrei das Treppenhaus durchdringen, so schrill, das es selbst die Tauben auf dem Dach aufschrecken würde. Wie immer würde die alte Dame vom zweiten Stock ihren Kopf aus der Tür stecken und ihn vorwurfsvoll ansehen, den Kopf schütteln und sagen: "was schreien sie denn schon wieder, junger Mann, und das sie das wegwischen, wenn da mal nicht jemand hinfällt ..." wie immer würde er wortlos an ihr vorbeigehen, da er ansonsten Wörter in den Mund nehmen würde, die er spätestens bereuen würde, wenn beim nächsten Mal, wenn er mit Treppeaufwaschen dran wäre, der kränkelnde Hund der alten Dame just in dem Moment ein Bächlein produzieren würde, wenn er knieend auf den Stufen hockte. Also verbiß er sich jeglichen Kommentar, lächelte finster und versuchte mit seinen zwei Händen alles unter zu bringen, was vorher in der Tüte steckte. Dies funktionierte nie, doch er wurde nicht müde es jeden Samstag wieder zu versuchen, mit dem Erfolg, das im die Dose Ananas entglitt und sämzliche Stufen hinabkullerte, wie jeden Samstag, nur in der Variation, das es in der Vorwoche Sauerkraut war. Er verdrehte die Augen, legte all die eingekauften Sachen vor seine Haustür und begann die Stufen hinunterzugehen, um die Dose zu holen. Warum war nur dies ein Ritual welches er jedes Wochenende vollziehen mußte, gab es denn keine schöneren Erlebnisse, die es wert wären, solch eine quälende Wiederholung durchleben zu müssen.
Nun beim zweiten Aufstieg der Treppe und während er all die Dinge einsammelte, die er vorher unterwegs verloren hatte, bemerkte er plötzlich, nein wurde im plötzlich klar, dies war seine Prüfung des Lebens, dies war sein ganz persönliches Gewohnheitsgefängnis. Er mußte es nur schaffen, einmal nicht, wie immer Samstagsmorgens einkaufen zu gehen. Ja, der Gedanke setzte sich in ihm fest, ja, nächste Woche würde er ausschlafen, würde keinen Dosen hinterherrennen, keine Gedrängel und kein Ärger. Ja, in der nächsten Woche würde alles anders werden. Er war sich so sicher, daß ihm ein Lächeln über die Lippen huschte, einfach so und er genoß es. Pfeiffend sammelte er die restlichen Sachen auf und schob, nachdem er die Tür seiner Wohnung aufgeschlossen hatte, mit dem Fuß die Dinge in seine Wohnung, die er achtlos davor hatte liegen lassen. Und an diesem Samstag hatte er das erste mal Freude am auspacken der Lebensmittel ...
Und die Moral von der Geschicht, Dinge zu ändern oder es wenigstens versuchen oder wenigstens darüber nachzudenken, das man sie ändern könnte ... manchmal hilfts und man kann den Tag als solchen nutzen ...
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 25.04.2000    um 16:10 Uhr   
Ist es der Frühling, der uns den Himmel blauer erscheinen läßt
Ist es das Gezwitscher der Vögel, die unser Gemüt aufhellen
Ist es die Sonne, die nun wärmer scheint, die uns das Gefühl gibt glücklicher zu sein
Sind es die Blumen, die langsam ihre Blüten gen Himmel strecken, die uns ein Lächeln entlocken
Ist es dieser Neubeginn, der sich jedes Jahr vollzieht, der auch an uns nicht vorüber geht
Ist es der Frühling, der uns erahnen läßt, wer wir im letzten Sommer waren
Ungeachtet welche Sorgen wir im Herbst hatten und was der Winter aus uns machte
Ist es der Frühling, der uns dazu bringt, das unser Herz beim Anblick einer winzigen Wolke am blauen Himmel überzuspringen
Oder ist es einfach nur die Tatsache, daß man morgens im Auto die Heizung nicht mehr aufdrehen muß ...
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 25.04.2000    um 16:28 Uhr   
Der kleine Körper flatterte im Wind, kaum fähig, die Richtung beizubehalten. Doch genau das gefiel dem kleinen Schmetterling. Es hatte etwas aufregendes, etwas abenteuerliches, nicht zu wissen, wo die Reise enden würde. Er fühlte sich so stark, obwohl er vom Wind hin und hergeworfen wurde. Er spürte wie seine kleinen Flügelchen gegen die Böen anflatterten, spürte den leichten Schmerz, wenn der Wind eine kleine Korrektur vornahm und seine Flügel in alle Richtungen drehte. Doch es gefiel ihm, er sah auf die Wiesen hinab, die nur unweit unter ihm an ihm vorbeizischten. Ein Lachen entwich seiner Kehle, ein Lachen das zwischen Hysterie und purem Vergnügen zu wechseln schien. Er fühlte sich um sovieles reicher als seine Brüder und Schwestern, die nun alle in ihren Blüten festsaßen, weil sie sich nicht trauten auch nur einen Fühler hinauszustrecken. Ihm gehörte der Himmel ganz alleine, er war es der sich traute, dem Wind zu trotzen, sich dem Wind anzuvertrauen. Nur er war in der Luft, genoß die Einsamkeit und genoß das Gefühl, daß sich in ihm auszubreiten begann. Ein Gefühl, das er wohl als Schwester der Angst betiteln würde, wenn ihn denn jemand gefragt hätte. Es war Neugier, es war Lust, es war grandios. Er wurde durch die Luft geworfen,
segelte nach unten und wurde wieder nach oben getragen. Der kleine Schmetterling jauchzte vor Freude an dieser Achterbahnfahrt.
Als der Wind schließlich nachlies und ihn freigab, da segelte er erschöpft aber unendlich glücklich auf eine Blume, trank von dem süßen nektar, der wohl in seinem ganzen Leben noch nie so herrlich geschmeckt hatte. Ein Grinsen lag auf seinem Gesicht, das er den rest des Tages nicht mehr lassen konnte. Und jedem Schmetterling, den er traf, erzählte er von seinem Flug des Windes.
Doch keiner traute es sich zu, ihm das nachzumachen, obwohl es wohl jeder der vielen kleinen Schmetterlinge wohl gerne einmal probieren würde, hatte doch nur dieser eine den Mut dazu aufgebracht. Und das machte ihn zu etwas ganz besonderem, obwohl er genauso war wie alle anderen ...
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Nutzer: Gast_hunter18
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geschrieben am: 27.04.2000    um 02:57 Uhr   
[i]nickt einfach nur, schaut Pala mal an, grinzt ein wenig, und reitet davon[/i]
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Nutzer: Gast_hunter18
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geschrieben am: 27.04.2000    um 03:00 Uhr   
[i]wobei das Grinzen mehr ein freudiges Lächeln ist, reitet zurück, knuddelt mal die Pala und reitet wieder davon[/i]
Dein Jäger
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 27.04.2000    um 11:04 Uhr   
[i]lächelt dem hunter mal zu ... und hat noch etwas mehr zu erzählen[/i]
Es begab sich zu einer Zeit, als der Himmel noch von solch strahlendem Blau war, das es fast schmerzte nach oben zu blicken. Das Leben in den Wäldern, die damals noch tief und unergründlich waren, war hart und meist grausam. Es galt zu überleben, was ohne Kampf, der sich jeden Tag vollzog, nicht möglich war. Sei es der Kampf um Beute zu machen oder Kampf nicht zur Beute zu werden.
Das Reh hob aufgeschreckt den Kopf, seine Ohren drehten sich in alle Richtungen, versuchten alle Geräusche einzufangen, sie zu deuten. nervös stampfte es mit seinen schlanken, braunen Beinen auf den Waldboden. Seine Augen durchsuchten den Wald. Starr vor Anspannung stand es da, lauschte, spähte, war sich der Gefahr bewußt, auch wenn es sie nicht wahrnehmen konnte. Es trat einen Schritt nach vorne, blieb stehen, lauschte, sog die schwere Waldluft ein. Ein scharfer Duft ließ das Reh zusammenzucken. Mit einem Ruck löste es sich aus seiner Starre und sprang mit einem mächtigen Satz ins Dickicht, gerade noch rechtzeitig um den Pranken der großen Katze zu entkommen. Der Puma setzte dem Reh noch einige Sprünge hinterher, doch der Überraschungsangriff war heute zwei Sekunden zu spät gekommen und so verlangsamte die Katze schließlich ihre Sprünge und kam schließlich hechelnd zum stehen, sah sich um und schlich schließlich im Dickicht davon, auf der Suche nach einer anderen Beute.
Und die Moral von der Geschicht ...
Wenn zu der Zeit am Morgen die Sonne aufging, mußte das langsamste Reh schneller laufen als die schnellste Katze.
Und die langsamste Katze schneller als das schnellste Reh.
Wenn in diesen Tagen die Sonne aufging, war es also vollkommen gleichgültig, als was du geboren wurdest, es war besser wenn du schnell rennen konntest ...
[i]sich grinsend wieder in ihren Steinkreis zurückzieht ...[/i]
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 27.04.2000    um 11:28 Uhr   
Liebe heißt Vertrauen zu schenken
heißt Vertrauen zu geben
Liebe ist der Sieg des Vertrauens über die Erfahrung
So sagt man jedenfalls ... beweisen kann ich dies nicht, will ich auch nicht mehr, denn es wäre ein Kampf gegen Windmühlen und den hat Don Quixote schon verloren, unsinnig ihn ein zweites Mal zu führen ...
[i]nachdenklich und unentschlossen vor dem Pergament kniet, es zerknüllt und achtlos in eine Ecke des Steinkreises wirft ...[/i]
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 27.04.2000    um 11:54 Uhr   
Eine kleine Träne rann an der Wange des Mädchens hinab
Hinterließ eine Spur und fiel schließlich zu Boden, zerbarst in einem stummen Schrei
Unaufhaltsam suchte sich schon die nächste Träne ihren Weg, immer wieder
Es war dunkel in der Seele des Mädchens, leer und einsam
Ihre Gedanken drehten sich nur um eines, um diesen einem Moment, der ihr Leben verändert hatte
Sie fragte sich, ob es ein guter Moment war, doch die Antwort konnte sie sich nicht geben
Es war dieser alles verändernde Moment, der sie nun weinen ließ, leise und allein
Immer wieder durchlebte sie diesen Moment, versuchte zu finden, was es war, versuchte zu suchen, an was es lag
Kreisende Gedanken um einen Moment, den sie nicht greifen konnte
War es das wert ? War es dieser kurze Moment wert, als sie empfand was es heißt zu lieben ?
Nein, denn wieder einmal war sie allein mit ihrer Liebe, wieder einmal war der Vogel der Zweisamkeit an ihr vorübergeflogen, wieder einmal blieb sie alleine zurück, wieder einmal wurde es dunkel um sie
Zu gut kannte sie diesen Zustand, als das sie sich dem hingeben durfte, es zulassen durfte, sich selbst so zu verletzen
Ihr Herz krampfte sich bei dem Gedanken an ihn zusammen, schien sich qualvoll dagegen zu sträuben, ihn zu vergessen
Doch sie wußte, sie würde es tun müssen, denn die Leere des Vergessens war besser als die Qual des Wissens, allein mit der Liebe zu sein
Und so nahm sie das Messer und schnitt sich ihr Herz heraus, besah es sich einen Moment, weinte eine Träne, die sich über ihr blutendes Herz ergoß ...
Wie lange würde sie es halten müssen, bis es nicht mehr schmerzte, auch wenn es nicht mehr in ihrer Brust schlug ...
Wann würde sie vergessen, wann würde ihre Seele den Wunsch aufgeben, dieser Moment wäre noch da, dieser Moment wäre greifbar.
Wann würde ihr Herz, das sie in Händen hielt aufhören, nach ihm zu schreien.
Wann würde sie aufhören, seine Augen zu sehen, wenn sie die ihren schloß ...
Sie schrie JETZT WILL ICH ES VERGESSEN, JETZT WILL ICH BLIND SEIN FÜR IHN, doch ihre Seele und das herausgerissene Herz flüsterten [i]Niemals[/i] und mit einem letzten Lächeln legte sie ihr Herz zu all ihren Erinnerungen ...
[Diese Nachricht wurde geändert von: impala° (geändert am: 27-04-00).]
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Nutzer: Gast_puc
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geschrieben am: 27.04.2000    um 13:21 Uhr   
[i]mit leuchtenden augen und aufgestütztem kinn den geschichten lauscht... und grinselt
sich in die warme decke namens gemütlichkeit kuschelt und seite für seite das buch der geschichten blättert...
...und im kerzenschein dem schmetterlig zuschaut, dem reh zuwinkt und dem kleinen kränklichem hund hinter den ohren krault[/i]
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 27.04.2000    um 13:40 Uhr   
[i]zu pucilein rüberzwinkert und ihn warnt, das der Hund zwar kränkelnd ist, aber doch recht hinterhältig sein kann ... [/i]


[Diese Nachricht wurde geändert von: impala° (geändert am: 27-04-00).]
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 27.04.2000    um 14:16 Uhr   
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>
»Du Tor!« erwiderte der Kleine zürnend. »Welch ein erbärmlicher Wunsch ist dies, gut tanzen zu können und Geld zum Spiel zu haben! Schämst du dich nicht, dummer Peter, dich selbst so um dein Glück zu betrügen? Was nützt es dir und deiner armen Mutter, wenn du tanzen kannst? Was nützt dir dein Geld, das nach deinem Wunsch nur für das Wirtshaus ist und wie das des elenden Tanzbodenkönigs dort bleibt? Dann hast du wieder die ganze Woche nichts und darbst wie zuvor. Noch einen Wunsch gebe ich dir frei; aber sieh dich vor, daß du vernünftiger wünschest!«
[i]Hauff[/i]
<HR></BLOCKQUOTE>
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Nutzer: Gast_puc
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geschrieben am: 27.04.2000    um 14:23 Uhr   
[i]zum tannhäuser blinkert[/i]
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 27.04.2000    um 15:00 Uhr   
Der Stein fiel polternd die Klippe hinab und blieb am Rande einer Senke liegen. Das mächtige schwarze Roß, welches droben auf dem Felsen thronte, stieß einen markerschütternden Schrei aus. Einen Schrei der so fremdartig war, so voller Kraft und Wildheit, das es wohl jeden Wanderer vertrieben hätte, wäre denn in diesem Land einer unterwegs gewesen.
Dieses Tal war das Reich dieses Wesens, halb Pferd, halb Vogel, erinnernd an Pegasus, den geflügelten Schimmel, einer längst vergessenen Sage. Doch dieses Geschöpf war mächtig, groß, schwarz und voller Wildheit. Es konnte nicht fliegen, seine schwarzen Schwingen konnten seinen Körper nicht in die Luft heben. Die Flügel lagen eng an seinem schwarzen, glänzenden Körper. Nur wenn er stieg und seinen Zorn in den Himmel schrie, dann breitete er sie aus und seine Silhuette war beeindruckend, beängstigend und doch wunderschön.
Er lebte in diesem dunklen Tal seit vielen Jahrzehnten schon, er war hier geboren und aufgewachsen, ihm war vor langer Zeit, dies Land übergeben worden. Darüber zu herrschen und darüber zu wachen. Nun da er reif an Weisheit und Klugheit war, stand er oft hier an diesem Abgrund und besah sich die Ferne seine Reiches. Finstere Täler, weite, karge Ebenen, ein Horizont der so tief hing, das man ihn fast berühren konnte. Ausgedörrte Bäume, deren Skelette in den Himmel ragten, standen an den Wegesrändern. Er sog die rauhe Luft durch seine Nüstern ein, warf den Kopf gen Himmel, durchschnitt mit seinem peitschenden Schweif die Luft. Seine Flügel breiteten sich langsam aus. Lange sah er hinab in das Tal, lange hefteten sich seine glühenden Augen auf einen Punkt, der weit in der Ebene lag. Er legte seine Schwingen sanft wieder an seinen Körper und wandte sich ab, ging mit erhobenem Haupt, den Weg hinab, den er gekommen war. Seine massigen Hufe, wirbelten bei jedem Schritt den roten Staub auf. Eine Stille lag über seinem Reich, die ihn beunruhigte, wenigstens die schwarzen Krähen sollten ihren Lärm nicht an sich halten. Diese lästigen kleinen Geister der Lüfte waren nie still, immer lärmten sie. Doch heute hörte er nichts, als seinen eigenen heißen Atem. Nichts als sein pochendendes wildes Herz. Er errinnerte sich an den Sonnenuntergang des Votages, wie die Sonne als rotglühender Ball in den Ebenen versank und welches Schauspiel die letzten Fetzen der Wolken ihm geboten hatten. Die Nacht war schnell gekommen, an dem Tag, der gerade mal wenige Stunden hinter ihm lag. Und diese Nacht schien ihm dunkler als alle vorigen, die er in seinem Leben gesehen hatte. Er wußte all dies hatte etwas zu bedeuten, würde Veränderungen nach sich ziehen, doch er wußte nicht was auf ihn zu kam, gerne hätte er die älteren gefragt, doch die waren fortgegangen, er war der einzige der geblieben war, der trotzig genug war, den Gewalten der Natur zu standzuhalten. Töricht hatten sie ihn genannt, doch das hatte ihn nicht gestört. Doch nun wo die Jahre ins Land gegangen waren und er sein Leben lebte, fragte er sich oft, was die anderen machten, wo waren sie hingegangen und warum war er geblieben. Das Land war damals noch grün und üppig gewesen, viele Tiere lebten in den Tälern, es war eine von Leben erblühende Landschaft gewesen, doch die Alten hatten die Veränderungen erkannt und waren fortgezogen, hatten das Land ihrer Vorfahren hinter sich gelassen. Doch er jung und wild wie er war, war geblieben, hatte getobt und geschrieen, das Land, sein Land nicht preiszugeben. Er schnaubte bei der Erinnerung. Es war lange her, das diese Wildheit in ihm brannte, es war lange her, das er ohne nachzudenken lospreschte. Heute würde er zu den Alten gehören, heute würde er Geschichten erzählen, prahlen und sich dadurch jünger fühlen. Doch er war allein in diesem sterbenden Reich. Er hatte es mitangesehen, wie das Land vor seinen Augen zerfiel, zerbrach, aufriß. Er hatte all die Tiere gehen sehen, nur er war geblieben, sich von den wenigen, spärlichen Gräsern ernährend. Und die schwarzen Krähen waren geblieben, die
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 28.04.2000    um 00:49 Uhr   
Wenn die Dunkelheit der Nacht uns einhüllt,
dann vergessen wir für einen Augenblick die Schmerzen des Tages
Lassen für einen Augenblick die Qual hinter uns, lassen uns treiben in den Wogen der Finsternis
Alles wird weicher, alles gleicht sich an, alles wird friedlicher, ruhiger
Fast besinnlich legt sich die Stille der Nacht über uns, bringt uns zur Ruhe
Die Nacht läßt uns unseren Geist finden, entläßt ihn für kurze Stunden in die Freiheit, ohne Fesseln, ohne Zwänge
In diesen Stunden sind wir alle gleich, nichts unterscheidet uns, nur die Tiefe unserer Seelen ...
Und wenn sich die Sonne über den Horizont schiebt und die Nacht vertreibt, dann verkriechen sich unsereins wieder in ihre kleinen Leben, die sie des Tages führen müssen ... ungeachtet dessen, was in der Nacht in ihren Köpfen spukt.
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 08.05.2000    um 11:59 Uhr   
[i]das auf einem Plakat gelesen hat, inmitten von umherirrenden Menschen, es fast übersehen hätte, doch einen Blick über ihre Schulter nach hinten warf und ein Lächeln spürte[/i]
FEINDE SIND FREUNDE DIE MAN NOCH NICHT KENNT
Sollten wir nicht alle einmal darüber nachdenken, das es jeder Mensch wert ist kennengelernt zu werden, bevor man ihn verurteilt und eine zweite Chance hat ein jeder verdient - immer (naja fast immer) [i]lächelt und sich wieder mal in ihren Steinkreis zurückzieht[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: impala° (geändert am: 08-05-00).]
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Nutzer: Gast_impala°
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geschrieben am: 09.05.2000    um 00:25 Uhr   
Da ist etwas in mir, das ich noch nicht kenne
Da ist etwas in mir, das mir in all den Jahren immer fremd geblieben ist
Da ist etwas in mir, das es vielleicht wert wäre frei gelassen zu werden
Da ist aber auch etwas in mir, das dies zu verhindern weiß - jeden Tag, jede Stunde.
Es ist der Kampf zwischen diesen beiden Seiten, der mich jeden Tag dazu veranlasst mich dem Leben zu stellen, zu sehen, wo es hinführt ... zu sehen was daraus wird, oder auch nicht. Es ist die Neugier, die mich antreibt und das Wissen nichts zu verlieren, außer mich selbst ... doch versuche ich jede Sekunde mir selbst treu zu bleiben und so verringert sich die Gefahr, läßt mich mutiger werden und manchmal ... ja manchmal entringt mir das Leben ein Lachen, das so voller Freude ist, das es alle Tage der Not vergessen läßt und sei es auch nur für diese Sekunde. Sie wiegt mehr als alle Not, das sollte sie zumindest.
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 13.07.2000    um 00:28 Uhr   
hui mit neuem namen im eigenen thread - tolle sache ... [i]fg[/i]
Die Seele, dies zarte Gebilde
in uns, nie gesehen, nie erkannt
Zerbrechlich wie Glas
und kostbarer als jeder Edelstein
wird oft getreten, oft geschlagen
wird zum Schweigen verdammt
klein gehalten
aus Angst weggesperrt, ausgesperrt
Doch wer sind wir wenn wir unsere
Seele nicht hüten, nich auf sie aufpassen
wenn wir zulassen, das andere dieses
zarte, zerbrechliche Gebilde
mit Füßen treten ...
Ein Nichts sind wir dann
uns selbst entrissen, im Dunkel gefangen
Seelenlos und unglaublich einsam
Denn wir werden unserer Seele wegen geliebt
was sollte man lieben, wenn nicht die Seele, die eine Seele, die so einzigartig ist
die so wundervoll ist in ihrer ganz
eigenen, unvollkommenen Art
Immer sollten wir unsere kleine Seele hüten,
als wäre sie das wertvollste, was wir besitzen
denn das ist sie, dies kleine, zarte, zerbrechliche Gebilde
das sich Seele nennt
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Nutzer: marimba
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geschrieben am: 14.07.2000    um 16:05 Uhr   
an dieser wirklich unpassenden Stelle, impi mal zu sich hochzieht und mit ihr [i]dingsda[/i] macht.... fällt das wort gerade nicht ein.
sich fragt, ob das jetzt ein Mißbrauch von Abhängig-Beschäftigten war?
M.
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Nutzer: eshran
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geschrieben am: 17.07.2000    um 09:17 Uhr   
[i]auf die Fortsetzung von to be continued... wartet[/i]
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 21.07.2000    um 08:37 Uhr   
[i]erstmal das Marimbachen zu Boden knuddelt, weil ganz wehrhaft ist und garnicht abhängig ist und sich auch fragt was dingsda wohl ist ... lol - und zu eshram "das kommt noch"[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: impala (geändert am: 21-07-00).]
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 25.07.2000    um 14:29 Uhr   
siehste eshram ... wieder ein kleines Stückchen weiter, wenn auch nicht viel [i]lächeltentschuldigend, aber wenig zeit hat im moment[/i]
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 16.08.2000    um 13:29 Uhr   
Die Sonne scheint vom Himmel, dem blauen
Wolken, vom Wind zart umspielt, tanzen am Himmel, dem blauen
Vögel, stolz wie der Himmel selbst, ziehen majestätisch ihre Bahnen, gleiten auf den Böhen dahin, am Himmel, dem blauen
Doch wenn ich hoch schaue zum Himmel, dem blauen, dann erscheint er mir meist grau, öd und leer und ich frage mich immer öfter, warum ist das wohl so ....
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 16.08.2000    um 13:38 Uhr   
Die Zeit verging schleppend, als sie wartete, immer wieder hob sie den Blick an und spähte auf die Tür. Aber er kam nicht, noch nicht. Immer wieder zuckte sie zusammen, wenn sie die Tür hörte und immer wieder war es ein anderer. Tief atmete sie ein, um die Gedanken zu vertreiben, die Blicke der Kellnerin ignorierte sie stolz, doch innerlich litt sie mit jeder Sekunde die verstrich. Sie hatte schon so oft auf die Uhr gesehen, das sie sich nun kaum noch traute, denn sie wußte, der Zeiger hatte sich kaum bewegt. Angst stieg in ihr auf, als sie eine weitere Zigarette ausdrückte. Angst davor am Ende alleine zu sein. Doch sie verwarf diesen Gedanken. Lächerlich, dies war ja erst das erste Treffen, wie konnte sie jetzt schon an das unumgängliche Ende denken. Sie schüttelte den Kopf und mußte plötzlich lächeln. Nein, gleichgültig wann er kam, wenn er kam, dann würde sie die Zeit genießen, sie nutzen und nicht an sich vorüberziehen lassen, indem sie im Geiste alle Möglichkeiten des Endes durchspielte. Sie würde frei sein in dieser Zeit, würde es jauchzend genießen am Leben zu sein. Würde nicht darüber weinen, das er zu spät gekommen war. Nein, sie würde die Zeit nutzen - diesmal. Ein Lächeln lag auf ihrem Gesicht, als er plötzlich vor ihr stand ... sie ergriff seine Hand und zog ihn zu sich ...
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Nutzer: tge
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geschrieben am: 16.08.2000    um 14:23 Uhr   
[i]...stillschweigend auf die fortsetzung wartet....[/i]

[i]Handkuss und tiefe Verbeugung[/i]

TGE
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Nutzer: impala
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geschrieben am: 16.08.2000    um 14:32 Uhr   
[i]hier etwas das ich einem anderen thread fand, leider ist es schon wieder in vergessenheit geraten, drum setz ich es noch einmal hier rein, hat mich sehr getroffen, denn jedes wort ist wahr ...[/i]
Nur ganz langsam fühlt sie sich wohl,
wenn er sie in den Arm nimmt,
denn ihr ständiger Begleitr ist diese Angst,
die sie hemmt.
Sie braucht ihn doch so sehr,
trotzdem stößt sie ihn weg,
wenn er einen Stein aus der Mauer bricht
zu ihrem Kerkerversteck.
Sie hat Angst nur Berührung,
Angst, sich anzuvertrauen.
Angst vor Enttäuschung,
vor Gewalt - gegen Frauen.
Sie duldet die Umarmung,
und bleibt dabei allein,
das Streicheln ist wie Feuer
brennt neue Narben ein.
Angst, davon zu reden, wie es damals war,
denn Offenheit macht verletzbar,
ist Gefahr.
Sie ist ein anonymes Opfer,
sie schweigt alles in sich rein.
Als anonymes Opfer hat sie große Angst,
ihrem Schmerz laut wegzuschreien.
Gefängnismauern wachsen mit jeden bösen Traum
und ersticken ihre Zärtlichkeit
im liebesleeren Raum
Erinnerung zerfrißt die Seele und haßt den Leib,
und dann das Märchen von der Mitschuld,
ewig lockt das Weib.
Angst vor Zeigefingern,
vor Hinterrücks-Geschwätz,
vor der öffentlichen Meute,
die sensationsgeil - das Opfer hetzt.
Anonyme Opfer haben große Angst,
ihren Schmerz laut wegzuschreien.
Männer sind die Täter, rücksichtslos, gemein.
Manchmal ist es schwer, sich nicht zu schämen,
ein Mann zu sein.
Text: Hartmut Engler/Ingo Reidl
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"Autor"  
Nutzer: impala
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geschrieben am: 16.08.2000    um 14:49 Uhr   
[i]nickt zu dem laaaaaange nicht mehr gesehenen TGE und lächelt[/i]
Nichts gibt es zu erzählen von meinem Leben, was nicht ein jeder andere auch kennen würde.
Nichts was außergewöhnlich häßlich oder außergewöhnlich schön wäre.
Alles was ich erlebte, hat irgendein Mensch vor mir schon erlebt, vor mir gesehen, vor mir gefühlt, vor mir gedacht, vor mir gesagt.
Nichts was ich in meinem Leben tue ist neu.
Diese Erkenntnis tut weh, nicht wahr, denn sie macht uns alle ein wenig gleicher und nicht zu etwas völlig einzigartigem, obgleich wir das sind, doch im grunde sind wir uns alle so ähnlich, im grunde sind wir alle gleich. Ich fände es schön, wenn diese Erkenntnis nicht erschrecken würde, sondern wir stolz darauf wären ... aber dazu gehört wohl mehr als nur ein wenig Intellekt, schade eigentlich ...
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