Auf den Beitrag: (ID: 26799) sind "37" Antworten eingegangen (Gelesen: 2706 Mal).
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Nutzer: eshran
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geschrieben am: 14.05.2007    um 11:19 Uhr   

Sterne am Zeltdach
zum Greifen nahe
Lachen in den Augen

gefordert, ueberfordert
alles geben
ausgepowert

Irgendwann erreicht man einen Zustand,
in dem es einen nicht mehr verwundert,
wenn jemand Zeltheringe begiesst

Neue Kraft von geschenkten Gedichten
Mails oder Kaesesemmeln
oder einem Laecheln


(c) Eshran, 27.07.2007
  TopZuletzt geändert am: 27.07.2007 um 13:39 Uhr von eshran
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geschrieben am: 14.05.2007    um 11:19 Uhr   
Danke
fuer's Dasein wenn ich Dich brauche
fuer's nicht Dasein wenn ich Abstand und Alleinsein brauche
fuer zwei Arme in denen ich zuhause bin
fuer drei Buchstaben auf dem Handy
fuer das Ertragen von Unordnung und verrueckten Ideen
fuer Licht und Schatten, Ton und Stille
dafuer dass Du meine Traeume nicht scheitern laesst
Danke, dass es Dich gibt!


(c) Eshran, 28. Juli 2007
  TopZuletzt geändert am: 28.07.2007 um 22:01 Uhr von eshran
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geschrieben am: 03.09.2007    um 22:31 Uhr   
zuviele Gedanken
zuviele Erfahrungen
in zu kurzer Zeit
zu schnell die Aenderungen
zu wenig Zeit zu realisieren, was es mit mir macht
fuer Momente den Menschen gefunden, der ich sein moechte
vom Alltag fast wieder eingeholt

wunderbare Menschen kennengelernt
mich selber kennengelernt
auf dem richtigen Weg
'go where it hurts' sagte jemand
'wo die Angst liegt, da geht es lang' jemand anderes
wenn es nur nicht so schwer waere

im Versagen bestehen
im Verlieren gewinnen
im Geben bekommen
beim anderen sein um sich zu finden

(c) 03.09.2007
  TopZuletzt geändert am: 03.09.2007 um 22:33 Uhr von eshran
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geschrieben am: 03.09.2007    um 22:33 Uhr   
"gnothi seauton"


wer bin ich wirklich?
hinter dicken Mauern des Vergessens Neues entdecken
das gleichzeitig Altes ist
so alt wie ich selber
immer gewusst, nie erinnert
begraben wo niemand graebt
am wenigsten ich selber

immer naeher an der Oberflaeche
wie Nebelschwaden
fuehlbar doch nicht zu greifen
zu be-greifen

was ausser mir selber
hindert mich daran
die Wahrheit zu suchen
und warum hindere ich mich?

losgeloest von der Vergangenheit
unverwurzelt treibend
Ziele nur in mir selber verankern koennen
Fixpunkt suchend



(c) Eshran, 12.09.2007
  TopZuletzt geändert am: 12.09.2007 um 18:04 Uhr von eshran
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geschrieben am: 03.09.2007    um 22:34 Uhr   
verbales Kaleidoskop, 7 Wochen vor der Arbeitslosigkeit


"Du wirkst gluecklich"
verwunderte Worte in einem sterilen Buero
leise gesprochen, sie geHOEREN nicht in diese Welt

"Du bist zu jung fuer Arbeitslosigkeit, denk an Deine Rente"
wohlmeinende Ratschlaege? Oder Angst vor dem Leben?

"Ich habe Dich noch nie so oft lachen sehen"
Danke - diese Worte waren das schoenste Geburtstagsgeschenk

(c) Eshran April 2008
  TopZuletzt geändert am: 04.10.2008 um 13:32 Uhr von eshran
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geschrieben am: 15.10.2008    um 11:37 Uhr   
schlafen, träumen, wachen
Landschaften fliegen vorbei
perforiert von Bahnhöfen

der Zug wechselt die Richtung -
ich meinen Sitzplatz
gäbe es die Zeit nicht,
so säße ich meinem früheren ich gegenüber

woher und wohin wird bedeutungslos
verschwimmen im jetzt
beim Umsteigen komme ich später an als ich losfahre
die Gesetze von Raum und Zeit scheinen aufgehoben

"Sie sind aber schon lange unterwegs"
der Kommentar des Schaffners reißt mich in die Gegenwart
"und noch einen weiten Weg vor mir"
höre ich mich antworten

er konsultiert meinen Fahrschein
und nickt verständnisvoll lächelnd
ich denke an ein magisches Buch und ein Traktat über die Suche nach sich selbst
und nicke verständnisvoll lächelnd zurück

draussen wird es dunkel
die Scheibe reflektiert mein Gesicht
erleuchtete Fenster fliegen vorbei
wachen, träumen, schlafen

der Zug wird langsamer
vertraute Gebäude
graue Bahnsteig-Fliesen gleiten vorbei
ein letzter Ruck -
angekommen in einem anderen hier

(c) Eshran, 14. Oktober 2008
  TopZuletzt geändert am: 15.10.2008 um 11:46 Uhr von eshran
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geschrieben am: 15.10.2008    um 11:37 Uhr   

Aprilwetter in meiner Seele

Sonne, Regen, Schnee
Verkehrsstau und freier Parkplatz
Selbstzweifel und Lob eines Fremden
der Computer treibt mich zur Verzweiflung und zum Glücklichsein
Dieser Tag ist wie ein komprimiertes Leben

Und das nächste Mal
wenn ich verzweifeln möchte
einsam in der Menge bin
zurückkomme an diesen Ort
dunkle Gedanken in schwere Worte forme
der Tastatur mehr vertraue als menschlichen Ohren
dann lese ich hoffendlich diese Zeilen an mich selber:


Stell die Tastatur in die Badwanne
Leg eine klassische CD ein
Iß eine halbe Tafel Deiner Lieblingsschokolade
Denk an flüssigen Sonnenschein und moosbewachsene Steine
Und sag einem Menschen, was Du an ihm magst


© Eshran 11.03.2009
  TopZuletzt geändert am: 19.03.2009 um 20:15 Uhr von eshran
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geschrieben am: 15.10.2008    um 11:38 Uhr   
(grün)Manchmal bist Du wie ein Baum
stark verwurzelt, nichts wirft Dich um
mir für kurze Zeit ein schützendes Blätterdach bietend(/grün)

Manchmal bist Du wie ein Feuer
das wärmen
und zugleich verbrennen kann


Manchmal wie ein Vogel
frei im Wind
zu Orten fliegend die ich nie sehen werde


Begegnungen mit Dir wie eine Welle
alles überschlägt sich, wirbelt durcheinander
um danach weiterzufliessen, scheinbar wie zuvor



Würde ich mich drauf verlassen
so würde das Blätterdach nicht schützen
ich mich am Feuer verbrennen
sehnsüchtig dem Vogel hinterherblicken
und ertrinken


Ich weiss, ich muss eigene Wurzeln schlagen
das Feuer in mir bewahren
meinen Schwingen vertrauen
schwimmen lernen



© Eshran, Juli 2009
  TopZuletzt geändert am: 03.07.2009 um 16:20 Uhr von eshran
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geschrieben am: 15.10.2008    um 12:20 Uhr   
Eshran,

ich bin froh, dich gelesen zu haben,
wollte selbst einen Artikel verfassen,
beim Einstudieren zerfloss ich vor Selbstmitleid.
Deine Worte machten das überflüssig.

Danke an Dich
  Top
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Nutzer: eshran
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geschrieben am: 21.09.2009    um 15:48 Uhr   

Und dann gibt's da noch...
den kleinen Mann im Ohr.

griesgrämig-frustriert
mit kleinen, kalten Augen
und einem zynischen Grinsen im Gesicht

Er hat nichts zu tun,
deswegen hat er so viel Zeit,
unablässig Kommentare von sich zu geben:
"Du bist nicht gut genug"
"das klappt sowieso nicht"
"wer bist Du schon"
"das tut man nicht" und
"war doch klar, dass Du das nicht schaffst".

Ich kenne ihn viel zu lange und viel zu gut
weiss dass ich nichts auf diese Kommentare geben darf
und höre trotzdem immer wieder auf ihn

Habe versucht, ihn auszusetzen -
doch er findet zurück zu mir
Im Alkohol ertränken geht auch nicht -
er kann schwimmen
Nicht mal die Klospülung hilft -
der widerliche Kerl ist unverwüstlich.


© Eshran, 21.09.2009
  TopZuletzt geändert am: 21.09.2009 um 16:00 Uhr von eshran
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Nutzer: eshran
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geschrieben am: 21.09.2009    um 15:48 Uhr   
Lächelnd lesen, erinnern
staunend und schmunzelnd über den eigenen Weg
von damals bis jetzt


Der kleine Mann im Ohr hat das Konzept der Rente verstanden
nun verbringt er seine Tage in bunten Shorts auf einer Südsee-Insel
gelegentlich kommt er zurück
brummelt einige kritische Kommentare
bekommt eine Schüssel Haferschleim und einen Schaukelstuhl
sitzt brummelnd in der Ecke
merkt dass es auch ohne ihn geht
und reist wieder in die Südsee zurück

ich bin ihm dankbar für seine Ratschläge -
annehmen muss ich sie deswegen nicht,
sie stammen aus einer anderen Zeit


schmunzelnd den Text nach einem Vereinstreffen gelesen
er hätte von vorletzter Woche sein können
dieselben Themen, andere Namen

wie schwer es noch immer fällt
offen zu bleiben
in Gegenwart jener, deren Seele nicht offen ist
doch vielleicht...
in ein paar Jahren...
bei meinem nächsten Besuch hier...?

  TopZuletzt geändert am: 14.10.2013 um 17:33 Uhr von eshran
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geschrieben am: 21.09.2009    um 15:49 Uhr   
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