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Gedanken und andere Ungereimtheiten |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:11 Uhr
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auf dass die "wo ist denn eigentlich der Text ueber ..." Sucherei aufhoert, moege dies meine Textsammlung werden (bis cw den Thread zerschiesst...)
[Diese Nachricht wurde geaendert von: eshran (geaendert am: 01-08-00 & 14-05-07).] |
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TopZuletzt geändert am: 15.05.2007 um 10:09 Uhr von eshran
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:12 Uhr
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flüssiger Sonnenschein
...mal wieder Hunger und keine Lust zum Kochen,
im Lokal Essen zum Mitnehmen bestellt, drauf gewartet.
In den Eingang gestellt und verträumt nach draußen geblickt.
Plötzlich: ein Platzregen - kaum noch die andere Straßenseite zu sehen.
Ich blieb nicht lange alleine dort
Gäste wollten gehen, blieben stehen.
Manche holten Regenschirme raus,
andere zogen ihre Jacken über den Kopf.
Viele blieben kopfschüttelnd mit
genervten Mienen im Eingang stehen.
Ein Mann kam, blieb stehen, legte den Kopf schräg,
blickte nach oben, sagte:
"Wie schön - jede Menge flüssiger Sonnenschein"
und ging in den Regen hinaus.
Nach einigen Metern guckte er sich noch kurz um,
weil er mein Lachen gehört hatte,
lachte zurück und ging weiter.
Ein Kopf neben mir hielt kurz inne, sagte
"jetzt geht der doch bei Rot über die Ampel"
um dann heftigst weiterzuschütteln.
Als mein Essen kam, ging ich nach draußen,
blieb auf dem Weg stehen,
sah mit geschlossenen Augen nach oben,
und fühlte den Regen auf der Haut und
griff nach oben, um den Sonnenschein zu fangen.
Ob die Köpfe wohl noch immer dort schütteln?
(c) Eshran September 1999 |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:12 Uhr
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[b]JahresZeiten[/b]
Dem Herbst folgt der Winter, grausam und kalt
wird dieser kommen und töten alsbald
was Sonne und Wärme im Sommer geboren
vernichten, so ist's scheint's auf ewig verloren.
Und doch wird wieder ein Frühling kommen
der Glaube an Leben bricht unbenommen
neue Bahn sich wie Samen im Wald
formt Kälte und Dunkel zu neuer Gestalt.
Läßt was Leben vernichtet jenseits der Zeit
ist der Weg dorthin auch bisweilen sehr weit.
Tage voll Sonne, voller Wärme und Licht
in denen Hoffnung auf Leben aufbricht.
Doch kaum ward es Frühling, der Sommer ist nah
ein paar schöne Tage und schon wird gewahr
der nächste Herbst kommt und hinter ihm droht
wieder ein Winter mit Kälte und Tod.
Der Kreislauf des Jahres ist Teil der Natur
von zergangenen Zeiten bleibt stets eine Spur.
So kann auch der Menschen Sein und Empfinden
sich nie an nur ein Gefühl allein binden.
Nach Angst und Verzweiflung, Trauer und Leid
kommt Zeit voller Freude und Heiterkeit.
Wer den Tod sich gewünscht hat und das Leben gewählt
weiß, wieviel Freundschaft und Liebe zählt.
(c) Eshran Dez. 1999
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:14 Uhr
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eine Bahn in der Nacht
Gleis aus Zeitstrahl gemacht
Stationen der Vergangenheit
in vergessen geglaubter Zeit
Reales und Traum
die sonst kennen sich kaum
nicht zu trennen mehr sind
zugleich erwachsen und Kind
der Erwachsene sieht, betrachtet und denkt
doch werden Gefühle vom Kinde gelenkt
sinnloser Zweikampf ohne Ziel ohne Sieg
ein schon viel zu lange währender Krieg
Angst und Beklemmung von jenseits der Zeit
wieder erwachen durch heutigen Streit
begleitend Erinnerung von vergangenen Tagen
sich -seit langem verdrängt- ins Bewußtsein nun wagen
Haltsuchender Blick an Wand, Decke, Fenster
findet kaum Bannmittel gegen Gespenster
einzig das Schild - so unwichtig es sei:
"Sie fahren mit Wagen eins null zwei zwei"
Ein Mädchen steigt aus, zwei andere nicht
aber das fällt nun auch kaum noch ins Gewicht
und am Ende der Bank, deplaziert an dem Ort
einige Äste - wer lies sie wohl dort?
Und doch bilden diese seichten Gedanken
nur völlig unzureichende Schranken
und weicht auch Beherrschung und Anstand noch aus,
so sagt das Gefühl doch 'ich will hier raus!'
Oberflächliche Phrasen, die Worte mechanisch
Erinnerung stärker, zunehmend panisch
ich will hier nicht sein, nicht an Vergangenes denken
mühsam Vergessenem Aufmerksamkeit schenken
Das Schweigen zu brechen - ich schaffe es nicht
ein Abschiedsblick in ein jedes Gesicht
stumme Flucht hinaus in die Nacht
'verzeiht mir' habe ich noch gedacht
(c) Eshran März 2000 |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:15 Uhr
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[b]Ein Ahnen[/b]
das Träumen stellt Wissen ein Ahnen zur Seite
von innerem Frieden genährt durch die Zeit
verborgen in Tiefen doch ständig bereit
wird unendlich scheinendes Ringen um Weite
begrenzt durch die Mauer des eigenen Ich
die trügerisch leicht zu besiegen zeigt sich
und selbst in der Träume Gefilde bewacht noch
ein Cerberus standfest den Weg und das Ziel
nur Schatten der Ahnung als sei es ein Spiel
er streift leicht die Grenze zum Wissen und reicht doch
des Suchenden Hoffnung beginnt neu zu sein
ein sehnsüchtig Ahnen es ist nicht nur Schein
gedankliche Mühlsteine schwer und gebunden
das schwebende Denken in Kreise nur lenkt
und bangendes Zögern statt Freiheit verschenkt
des stetigen Streites kein Ende gefunden
solange die Suche an Mauern zerbricht
wird Dunkelheit herrschen umrandet von Licht
(c) Eshran Mai 2000 |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:16 Uhr
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[i]Träumen[/i]
träumend zwischen Welten stehen
wo Tage nur Minuten sind
sehend und zugleich doch blind
nicht real und doch geschehen
der Sonne Auf- und Untergang
mit Weg, Entfernung, Ort, Substanz
in zeit- und wesenlosem Tanz
bringt Ewigkeit ein Lobgesang
mit gleichem Rechte Udgard's Kind
auch dieses Reiche Heimat nennt
des Träumers Ängste gut wohl kennt
Verkörperung derselben sind
und Spott dem Zuflucht suchend Traum
den Schöpfer seiner selbst verlacht
aus lichtem Hoffen Dunkel macht
in virtuell realem Raum
wird Beberast den Weg bereiten
so ist der Träumer noch gefangen
doch weiß, er kann zum Ziel gelangen
von Dunkelheit zum Lichte schreiten
träumend zwischen Welten wandeln
die Teil nur seiner Selber sind
Furcht, Angst und Hoffen, Alter, Kind
all das geschaffen durch sei Handeln
(c) Eshran Juli 2000 |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:16 Uhr
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[b]Eines Flusses Erzählung[/b]
Einst vor eines Flusses Alter langer Zeit
als noch kein Mensch hier ward gesehen:
von Ufer zu Ufer mein Reich war weit
als Wächter mächtige Bäume stehen.
Einst träumende Kronen Sonne berührten
mir herbstlich ihre Blätter schenkten
unwissend den Atem der Ewigkeit spürten
und felsige Wände meinen Weg lenkten.
Dann kam der Mensch und nicht allein
wurden Bäume gefällt und Brücken gebaut
mißachtend die Natur nicht geschaut
und vernichtet das Ewig scheinende Sein.
Doch ist der Mensch so nichtig und klein
ein Punkt nur in der Zeit der Welt
fälschlich er sich für den Mittelpunkt hält
ist seine Bedeutung in Wahrheit nur Schein
So fließe ich wartend auf künftige Zeiten
beengter und kleiner als vor Euren Tagen
träumend von endlosen, ewigen Weiten
und darf nur diese Hoffnung wagen
In eines Flusses Alter langer Zeit
wird kein Mensch hier mehr gesehen:
von Ufer zu Ufer mein Reich wird weit
als Wächter wieder mächtige Bäume stehen.
[i](c) Eshran Jan. 2000Â [/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 07-07-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:17 Uhr
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[i]Hoffnung?[/i]
konzentrisch um sich selber drehend
der Sinne Vielfalt nicht erfaßt
und wie durch Mauern Zeit erlebend
von Teilen seiner selbst gehaßt
nicht fähig aus dem engen Kreise
gedanklicher Gefangenheit
zu brechen aus in jeglich' Weise
nur stumm ertragend irdisch Zeit
so bleibt war frei sein könnt auf ewig
gebunden an den eignen Fluch
nur klein und unscheinbar und wenig
statt es Unendlichkeiten such
der Geist ist durch der Ängste Fesseln
auf engem Raume fest bebannt
läßt sich von einer Furcht einkesseln
die nicht von außen ward gesandt
zwar träumend ob der Möglichkeiten
die vage er in Ferne sieht
und doch nie wagt sie zu ergreifen
jedwede Chance vorüberzieht
nur hoffend daß in fernen Tagen
Thanatos kommt und ihn befreit
den Schritt mag er nicht selber wagen
sein Freund allein bleibet die Zeit
[i](c) Eshran Juli 2000[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 09-07-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 13:27 Uhr
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Heute nacht
ich träumte davon, wieder jung zu sein
in einer Zeit zu leben ohne Krieg
keine Gebrechen, kein Hunger
ich träumte davon, Freunde zu haben
Menschen, denen ich vertraue
die mich verstehen
ich träumte davon, Arbeit zu haben
alle Chancen zu tun, was ich will
und das Leben noch vor mir
ich träumte davon, genug Geld zu besitzen
mir all die kleinen Wünsche zu erfüllen
die Geld zu erkaufen vermag
ich wachte auf und erkannte:
dies war kein Traum
sondern Realität
doch wird es dereinst einer sein
vermag ich nicht zu erkennen
was ich jetzt besitze
[i](c) Eshran Juli 2000[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 01-08-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.07.2000 um 22:05 Uhr
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Schön, von dir wieder etwas zu lesen.
Helfe dir mal beim nach oben hieven.
Gruß Sam
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 07-07-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.07.2000 um 20:03 Uhr
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Liebe
ist etwas, was in Filmen passiert
Gefühle
unter Kontrolle geglaubt
Hoffnungsschimmer
selbstironisch verspottet
ein Satz
durchbrach alle selbst errichteten Schranken
zerbrach, was ich verleugnet hatte
entdeckt um zerstört zu werden
Ent-Täuschung
rational betrachtet: danke für die Offenheit
wenn es nur nicht so verdammt weh tun würde
[i](c) Eshran 04. August 2000[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 05-08-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.07.2000 um 20:20 Uhr
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ich les wohl zwischen zeilen
zeilen
addier noch kurz
was ich so weiss
und laechel still,
erlaubt sei der vergleich:
der brei ist wohl
derzeiten noch zu heiss
doch dieses manko heilt gewiss
auch irgendwann - die zeit :-)
[i]und geht denn mal wieder zum mailen ueber [/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.2000 um 11:15 Uhr
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[b]Absurde Dialektik[/b]
Alles weggeräumt
was an Dich erinnert
und doch präsent
ein Teil von Dir
lebt in mir weiter
in Gedanken, Worten, Assoziationen
und tut weh
in dem kleinen Moment
zwischen zwei Atemzügen
mein Verstand unterhält sich mit dem Radio
'there is so much more to life than just you'
der Volumeregler übertönt das leise: [i]aber[/i]
mit überzeugender Logik
beweise ich meinem Gefühl
daß es nicht existiert
lächelnder Sieger
absurder Dialektik
Tränen als Synthese
[i](c) Eshran August 2000[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 08-08-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.2000 um 11:15 Uhr
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[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 08-08-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.2000 um 11:15 Uhr
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seelenlos häusernde Dunkelheit
humanoide Abstinenz der Großstadtanonymität
eine Laterne passiert lethargisch
Bundesbahn-Crescendo am Hauptbahnhof
dem Sprunggedanken ein zynisches Lächeln
überBRÜCKt und die Kreuzung ampelt rot
Die S-Bahn würgt hörbar und spuckt Menschen aus
eine Tageszeitung blickt wirbelnd ins Fenster
während eine gefallene Wolke sich aus Pfützen zu befreien sucht
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 27-09-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.2000 um 11:16 Uhr
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Â
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 12-08-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.08.2000 um 11:16 Uhr
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Traumreise
Wanderung gedanklicher Ziellosigkeit
im Gleichschritt mit Bewegung
visuelle Subjektivität spiegelt mentale Tunnelimpressionen
Impressionismus? Punkte ein neues Bild!
Selbstaufforderung, bewußter, fast wach
grauer Sonneneinfall gestreift streifend
Asphalt sagt meine Schuhsohle
falsch ge-Ort-et?
Bewußtsein
waldgesteuert
schutzsuchend
(be)freier(ter) auch gedanklich, nicht Teer
Linie Gedankenbahn zu gerade
Luft kühl Baum
gepunkteter Assoziativerfolg bekämpft durch Selbstzynismus
der feuchte Atem des Grases schmeckt hellblau
Laute zivilisationieren an mein Ohr
ungefährlich unfremd ungehörig unpassend unwichtig
Wolkenkontakt haftet Boden
Realität tet tee Tee?
Tee!
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 23-10-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.10.2000 um 18:34 Uhr
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geaendert im Mai 2007
7 Jahre spaeter
alte Gedanken
im Forum wiedergefunden
Welten dazwischen
doch manches blieb gleich |
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TopZuletzt geändert am: 28.07.2007 um 22:02 Uhr von eshran
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.10.2000 um 18:34 Uhr
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[b]Der Wunschbrunnen[/b]
Auf einer meiner Wanderungen
die mangels Ruhm noch nicht besungen
hab einen Brunnen ich gefunden
der Weg dorthin ist nun verschwunden
Kaum näherte ich dem Kunstwerk mich
erschreckte ich gar fürchterlich
als weit unten aus des Brunnens Tief
mich eine dröhnend Stimme rief
"ein Wunschbrunnen" fuhr es mir in den Sinn
und war gerissen völlig hin
doch um sicher zu gehen rief ich ihm zu
"Erfüllst denn wirklich Wünsche Du?"
die Antwort war laut, und dröhnt ungeheuer
riß Mörtel gar aus des Brunnens Gemäuer
doch leider versteh ich die Worte nicht
die jene Stimme zu mir spricht
mutig und hoffend, denk ich so vor mich hin
vielleicht versteht er, was ich hab im Sinn
und rufe -eingedenk, wie verkrampft meine Wade-
ihm zu, ich hätt' gerne ein Bade
Darauf beginnt ein mächtiges Grummeln
und ich höre die tiefe Stimme Brummeln
grelles Licht und dann seh ich -wie schade-
ab Boden herumkriechend nur eine Made
Da habe ich wohl, hab ich mir gedacht,
ein wenig genuschelt, aber es wär doch gelacht
wenn nicht der zweite Versuch einen Wunsch zu erfüllen
mir besser gelänge, ich muß nur laut brüllen
So stellte ich mich direkt vor den Schacht
und gab dabei auf morsche Steine gut acht
Dann schrie ich hinein, so laut es nur ging
"ein Bad in der Wanne er mir doch bring"
Und wiederum lärmt es und dröhnet und scheppert
ich halt die Ohren zu und gucke bedeppert
nachdem ein Lichtblitz war verpufft
steht eine Tanne, wo eben noch Luft
Und während ich diese entgeistert mir anseh
stell ich plötzlich fest, da tat mir was weh
und will gerade stöhnend nach meinem Kopfe greifen
als ich sehe im Gras vor mir den Reifen
"Ein Bad in der Wanne,
kein Rad in der Tanne!
DAS wollte ich, Du steindummes Rund!"
Getöse und Blitzschlag - vor mir steht ein Hund.
Ein wenig verwirrt zwar, doch wirkt er erfreut
und tut, wovor sich ein Mensch hätt' gescheut:
er läßt an der Tanne erleichtert sein Wasser.
Na macht nichts, dann ist sie halt jetzt etwas nasser.
Doch so leicht lasse ich mich nun nicht abschrecken
und wünsche mir lauthals viel Wasser mit Becken.
Kaum ausgesprochen, poltert's und blitzt's
so daß der Hund schnellstens wegflitzt.
Und um den Brunnen, die Tanne und mich
wuchsen dichteste Hecken fein säuberlich.
Noch immer kein Bad, nur Bäume und Laub
und jede Menge trockener Staub.
"Ach laß mich in Ruhe, Du Brunnensubstrat
Deine Hörfehler, die werden mir langsam zu fad!
Ob Du zaubern kannst, interessiert nicht die Bohne!"
Gepolter und Licht - wie kam ich in die Baumkrone?
"So langsam wird es mir wirklich zu dumm
wärest doch statt stocktaub, Du lieber stumm.
Nun muß ich hinabklettern diesen vermaledeiten Stamm!
Und schon poltert's wieder - diesmal war's ein Lamm.
Nach mühsamem Klettern ich den Boden erreiche
"Nun glaub ja nicht, daß ich vor Dir weiche!"
Brüll' ich genervt in des Brunnens Richtung
Und das war das Ende der einstigen Lichtung.
Wo vor Sekunden noch Ebene war
bot nun ein Eichenwald sich dar
in seiner Mitte, wen wundert das
standen lauter Hecken und eine Tanne - sehr nass
Das Lamm blökt Protest, schaut mit Vorwurf mich an
als ob für die Bauminvasion ich etwas kann
der Hund ergänzt freudig den Lärm zum Duett
und ich, ich wünsche mir nur noch ein Bett.
Ich würde ja gerne fliehen von hier
doch als ich gehen will, dämmert es mir
daß der Weg, der vorher deutlich und klar
jetzt unter Eichen verborgen war
Voll Zweifel und Furcht, was geschehen wohl mag
ich kniend doch einen letzten Wunsch wag
"Lieber Brunnen", so sage ich, deutlich und klar
"bring bitte mich dorthin, wo gestern ich war."
Kein Lärm und kein Blitzschlag folgte dem Wort
nur eine Stimme ertönt an dem Ort
"Wie schön, daß Du endlich besinnst Dich der Sitte,
will man etwas haben, so sagt man BITTE"
Und während der Brunnen also dies sprach
wurde ich pl |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.10.2000 um 18:34 Uhr
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Die Ewigkeit
Außerhalb von Raum und Zeit
dort, da liegt die Ewigkeit
und denkt, wie einsam ich doch bin
wo bitte ist die EwigkeitIN?
Warum nur können alle Wesen
vom Menschen bis zum Hexenbesen
sich paaren und dabei vermehren
nur mir will man es stets verwehren
Der Mensch errechnete mit Logik
(und Hilfe von der Pädagogik)
die Summen aus Unendlichkeiten,
Geschwindikeiten und Gezeiten
Adam mit Eva, Noah und seine Arche
-es ist ja nicht einmal so, daß ich schnarche-
überall und weit und breit
sind alle Dinge stets zu zweit
nur ich seit Anbegin der Zeit
allein die Existenz bestreit
das sehe ich nun nicht mehr ein
ich will nicht länger einsam sein!
So ging die Ewigkeit zu Gott
und drohte ihm gar mit Boykott
der Schöpfung wenn nicht allzu bald
er einer Gefährtin gäbe Gestalt
Bedenkzeit bat der Herr sich aus
und fand sehr schnell dann auch heraus
daß er -es klingt vermessen-
dies bei der Schöpfung hat vergessen
so grübelte er -wie üblich sechs Tage-
intensiv nach über die Frage
welche Gefährtin der Ewigkeit er geben wollte
auf daß sie zufrieden in Zukunft sein sollte
Und während er so die Schöpfung durchsah
wurde ihm urplötzlich deutlich klar
wie selten zusammen Mann und Weib doch paßten
ja bei den Menschen sich zum Teil gar haßten
daraufhin rief er die Ewigkeit zu sich
und erklärt ihr vertraulich
als Partnerin der Ewigkeit
schon immer erkoren ward die Zeit
die Ewigkeit war völlig verzückt
begab sich zur Zeit sofort, höchst beglückt
erklärte dieser, daß ein Paar sie nun wären
doch die Zeit lies ungerne sich darüber belehren.
zwar mochte sie Ewigkeit schon lange
doch war es ihr auch ein wenig bange
und so unromantisch oben drein
einfach so versprochen zu sein
und seitdem und bis zum heutigen Tage
hoffen beide und streiten doch über die Lage
genau wie die Menschen und mit gleichem Ziel
spielen Ewigkeit und Zeit hier ihr Spiel
und wenn sie nicht gestorben sind
dann haben sie irgendwann ein Kind
denn im Gegensatz zu uns Menschen
unterliegen sie keinerlei zeitlichen GrenzenÂ
[i](c) Eshran November 2000[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: eshran (geändert am: 30-11-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.10.2000 um 18:35 Uhr
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10.05.07 nach einem Vereinstreffen
Wen macht es groesser
dass er andere kleiner macht?
zahlloses Wissen durch stets neue Seminare
doch niemand lehrte Euch
kritisieren
loben
aufbauen
in all den Jahren, trotz all dem Wissen
unwissend
Die Zeit da dies wehtat ist vorueber
zu niedrig das Bestreben
zu gering wahres Wissen
zu eingefahren die Wege
als dass ich von Euch lernen wollte
wie ich zu sein habe
Doch eines lernte ich heute:
wie sehr ich mich anstrengen muss
um nicht irgendwann zu werden
wie ihr seid
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TopZuletzt geändert am: 10.05.2007 um 23:45 Uhr von eshran
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.10.2000 um 18:35 Uhr
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gepostet 15. März 2007
in memorandum 13. Dezember 2006
gedankensprung in die vergangenheit
ungewollt, unerwartet, nicht aufhaltbar
durch kleinigkeiten nur - eine bemerkung, ein blick, eine erinnerung
und plötzlich war vergangenheit lebendiger als gegenwart
verbale sprachlosigkeit
angesichts unbeherrschbarer gefühle
embryonale körpersprache
der tisch hat eine kerbe
hier müßte mal wieder gelüftet werden
ich lade dein foto aus dem internet herunter,
betrachte es
wieso hast du so tiefe spuren hinterlassen?
wir kennen uns kaum
(und werden wir irgendwann wieder miteinander reden?)
wann und warum haben deine worte so getroffen?
harmloser spott trifft auf alte wunden
ätzt sich langsam durch die zivilisierte oberfläche
und brennt im innern unaufhaltsam weiter
es tut schon weh nur an dich zu denken
dabei hätte jede(r) andere dieselben wunden treffen können
'dabei mag ich dich doch', flüstere ich leise dem Monitor zu
und lösche das foto von meiner festplatte |
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TopZuletzt geändert am: 09.05.2007 um 00:38 Uhr von eshran
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.10.2000 um 19:53 Uhr
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[i]mal schieben hilft....aber auch auf Nachschub hoffen tut....[/i]
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Top
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.05.2007 um 00:45 Uhr
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Neubeginn
*********
gedankenvoll treibend
im Meer der Moeglichkeiten und Aengste
frei zu sein
heisst einsam zu sein
keine Richtung vorgegeben zu bekommen
eigene Wege gehen
Aengste neu kennenzulernen
innerlich wegzutreiben
von denen die man liebt
keinem festen Ziel zu
doch ein Ziel im Herzen
auch wenn sonst niemand daran glaubt
nicht erklaeren zu koennen
was man sucht
die Massstaebe anderer
nicht zu akzeptieren
den eigenen Massstaeben nicht gerecht zu werden
verloren in den Unendlichkeiten offener Optionen
Freiheit als Grenze erleben
Enge der Realitaet
sich selber neu definieren
verlieren was Bedeutung hatte
gewinnen was Bedeutung hat
ein neuer Beginn |
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TopZuletzt geändert am: 09.05.2007 um 00:45 Uhr von eshran
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.05.2007 um 11:17 Uhr
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Wieviel Raum bleibt fuer Traeume? (11.05.07)
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Verstaendnislos hoeflich laechelndes Zuhoeren
wo ich von Moeglichkeiten traeume
verunsichert Unsicherheit so sehr
dass Freiheit zur Gefahr wird?
Wieviel Raum bleibt fuer Traeume und Hoffnungen
wenn die Gedanken kleben
an offensichtlich Machbarem
Erinnern meine Traeume Euch daran
dass es tief im Inneren mehr gibt
als Rentenversicherungsdiskussionen
und Statussymbole?
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TopZuletzt geändert am: 14.05.2007 um 11:18 Uhr von eshran
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.05.2007 um 11:18 Uhr
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Alltagsimpressionen (14.05.07)
Kaffeetassenfuellstand als sinkender Zeitmesser des Alltagsbueros
Tasten klappern - das gehoert zum Handwerk
fachvokabulierdende Gespraechsfetzen ueberfuellen den Raum
ein Fenster knirscht unerhoert leise mit den Schanieren
zielgerichtete Schritte passieren
die Kaffeemaschine kreischt
ein verlassenes Handy fordert Aufmerksamkeit
morsende Maeuse musizieren
begleitet von anachronistischem Kugelschreiberkratzen
in 26.200 Sekunden ist Feierabend |
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TopZuletzt geändert am: 27.07.2007 um 13:43 Uhr von eshran
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