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geschrieben am: 06.09.2001 um 23:15 Uhr
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| boah, und ich sitz hier in top, t-shirt, hemd und strickjacke eingemummelt, um der kälte zu trotzen! bringst du ein paar grade mit? wäre herzallerliebst *mitwimpernklimpert* |
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geschrieben am: 06.09.2001 um 23:23 Uhr
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wenn du dich 2wochen gedulden magst.. ansonsten haette ich eine camel-karte mit "wie geht es dir? hier ist es schoen" anzubieten, bezweifle allerdings, dass diese vor mir deutschland im herbst erreicht.
- aeh.. erzaehl mir mehr ueber - dich!
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geschrieben am: 07.09.2001 um 00:00 Uhr
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(zitat)Jean-Paul Sartre "Der Ekel"
An der Wand ist ein weißes Loch, der Spiegel. Das ist eine Falle. Ich weiß, daß ich mich fangen lassen werde. Da! Das graue Ding ist im Spiegel aufgetaucht. Ich trete näher und sehe es an, ich kann nicht mehr weggehen.
Das ist die Spiegelung meines Gesichtes. Oft, an diesen verpfuschten Tagen, sehe ich es lange an. Ich werde aus diesem Gesicht nicht schlau. Die der anderen haben einen Sinn. Meines nicht. Ich kann nicht einmal entscheiden, ob es schön oder häßlich ist. Ich denke, es ist häßlich, da man es mir gesagt hat. Aber das trifft mich nicht. Eigentlich bin ich sogar schockiert, daß man ihm derartige Eigenschaften zusprechen kann, so als wollte man einen Erdklumpen oder einen Felsblock schön oder häßlich nennen. [...]
Mein Blick wandert langsam, unwillig über diese Stirn, über diese Wangen: er trifft auf nichts festes, er versandet. Natürlich, da ist eine Nase, Augen, ein Mund, aber das alles hat keinen Sinn, nicht einmal einen menschlichen Ausdruck. [...] Meine Tante Bigeois sagte zu mir, als ich klein war: „Wenn Du zu lange in den Spiegel schaust, wirst Du einen Affen sehen.“ Ich muß wohl noch länger hineingeschaut haben: was ich sehe, ist noch weit unter dem Affen, an der Grenze der pflanzlichen Welt, auf dem Niveau der Polypen. Das lebt, ich bestreite es nicht, aber es ist nicht dieses Leben [...]
Jean-Paul Sartre, 1938(/zitat)
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geschrieben am: 07.09.2001 um 00:14 Uhr
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| ah, Link - feines stueck. |
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geschrieben am: 07.09.2001 um 02:21 Uhr
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ägüptn?? phhhhhhhh...
das ekel in dem fall. *grunz*
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| alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt. |
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geschrieben am: 30.09.2001 um 22:34 Uhr
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(zitat)[..]bichettes weinkrampf hatte ihn aber doch ueberrascht.
nicht vielleicht, dass er ihm etwas neues gewesen waere; was ihn, den scharfen beobachter und bis ins letzte misstrauischen kopf, stutzig gemacht hatte, war die fuer seinen blick unanzweifelbare feststellung gewesen, dass er etwas ungewolltes vor sich hatte, dass diese furchtbare erschuetterung zwingend war. und war sie zwingend, so war es ein zusammenbruch.[..] w.serner, "die tigerin"(/zitat)
1000dank, nachtgestalt :-) siehe Beitrag
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geschrieben am: 30.09.2001 um 23:54 Uhr
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gesang einer gefangenen amsel
fuer ludwig von ficker
dunkler odem im gruenen gezweig.
blaue blumchen umschweben das antlitz
des einsamen, den goldnen schritt
ersterbend unter dem oelbaum.
aufflattert mit trunknem flugel die nacht.
so leise blutet demut,
tau, der langsam tropft vom bluehenden dorn.
strahlender arme erbarmen
umfaengt ein brechendes herz.
g.trakl
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geschrieben am: 01.10.2001 um 00:26 Uhr
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hey, gefaellt mir. nur die letzte strophe ist schwach.
(zitat)herbstgedicht
die wiese
traegt feucht
meinen koerper
der phallus
des herbstes
ergiesst sich
mit letzter
sonnenkraft
die natur
erfuellt sich
in onanie und
letztendlich
im schlaf
einige aeste
tragen schon
knospen
D.M.Boche(/zitat)
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geschrieben am: 05.11.2001 um 14:24 Uhr
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gacela del amor imprevisto
niemand begriff den dunklen magnolien-
duft deines bauches.
niemand wußte, daß du zwischen den zaehnen
einen kolibri der liebe zu tode quaeltest.
tausend persische pferdchen schliefen
auf dem platz im mondlicht deiner stirn,
waehrend ich vier naechte lang deine
taille, feindin des schnees, umschlungen hielt.
zwischen gips und jasmin war dein blick
ein blasser zweig mit samen.
ich suchte, als gabe fuer dich, in meiner brust
die elfenbeinbuchstaben, die ewig, ewig,
ewig bedeuten: garten meiner qual,
dein koerper fuer immer fluechtig,
das blut aus deinen adern in meinem mund,
dein mund schon lichtlos zu meinem tode.
federico garcÃa lorca
†††
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geschrieben am: 05.11.2001 um 14:57 Uhr
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kleine dichter, Große Dichter
kleine dichter Große Dichter
Große Dichter keine dichter |
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geschrieben am: 05.11.2001 um 15:11 Uhr
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geschrieben am: 06.11.2001 um 14:56 Uhr
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:-)
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| alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.11.2001 um 16:44 Uhr
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hey schnupperl- nicht, dass ich etwas gegen dein allumfassendes grinsen einzuwenden haette, nur zeig mir doch wenigstens eines der putzigen gruenen strahlemaennchen mit glaenzenden zaehnen - passt auch besser zu meinem teint.
can't eat as much as i wanna puke oder so.
btw, ich hadere mit mir selbst, ob ich dich nicht zum schnupperle machen soll, das kaeme dann dem bartos-hoeppner'schen schnuepperle soviel naeher, und schliesslich weihnachtet es doch sehr [..in den herzen und auf den lippen aller [menschen] dieser welt eine eisige oede]. mein virtueller dealer nahm gestern eine bestellung der sonetos del amor oscuro, der bluthochzeit und der "lyrik zum die-pulsadern-aufschneiden" entgegen und hat 2 dieser meisterwerke bereits auf den weg geschickt, meine erwartungen an diesen winter sind entsprechend hoch. -
*friede, freude und ein langes leben [wobei ich nicht sicher bin, ob dies nun eine verwuenschung im wirklichen sinne bedeutet]*, einen kalt-trockenen kuss ans dunkelkind und ein waidwunder blick,
te
[still wondering, if the missing letter was either intended or a failure] |
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geschrieben am: 06.11.2001 um 17:08 Uhr
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tigerchen, ich bin hundemüde und mir platzt gleich die birne. einem sadistischen anfall folgend schenke ich dir ein weiteres freundliches und liebes lächeln -> :-)
mit schnüpperle tust du mir keinen gefallen, das buch ist erst ab 6. andererseits könnte ich dich dafür knuddeln und knubbeln; oh nein, nicht etwa das fell zerzausen...
weihnachten... hmmmja, besinnungslose zeit der feuerzangenbowlen. wird wieder ausgesprochen nett in diesem jahr (denk dir hier nen sabbernden satan o.ä.)
des nachsatzes bezüglich tippe ich auf intention.
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| alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.11.2001 um 17:10 Uhr
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(zitat)aber das weiche innere
wird ihnen vorher entrissen
tot oder lebendig
[m.lobisch-delija](/zitat)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.11.2001 um 00:08 Uhr
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candy [ash, free all angels]
candy, such a joy to me
inner city nights, i cannot sleep
oh candy, sweetest remedy
only you can ease my troubled dreams
angel, all people are the same
caught up in bitterness and blame
oh candy, on dark and lonely days
i hear your voice whispering [whispering] my name
don't you know it's alright to be alone
you can make it on your own
don't you know it's alright to be alone
you can make it on your own
angel of the summer stars
i will always see you safe from harm
oh candy, we'll never be apart
night and day you're constant in my heart
don't you know it's alright to be alone
you can make it on your own
don't you know it's alright to be alone
you can make it on your own
oh candy, my dreams,
oh candy, my dreams
candy, my dreams,
oh candy
candy, purest driven snow
come to me, you are not alone
oh candy, you're everything to me
you and i will always be free
don't you know it's alright to be alone
you can make it on your own, yeah
don't you know it's alright to be alone
you can make it on your own
it's alright to be alone
don't you know it's alright to be alone [...]
ca-a-a-andy,..
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.11.2001 um 10:26 Uhr
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sweetheart
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| alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.11.2001 um 17:34 Uhr
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(zitat)fucked up beyond all repair.(/zitat)
busserl links, busserl rechts, busserl links.
unwetter [a.lichtenstein]
erstarrter mond steht waechsern,
weisser schatten,
gestorbnes gesicht,
ueber mir und der matten
erde.
wirft gruenes licht
wie ein gewand,
ein faltiges,
auf blaeuliches land.
aber vom rand
der stadt steigt sanft
wie fingerlose weiche hand
und furchtbar drohend wie tod
dunkel, namenlose ...
waechst hoeher her
ohne ton,
ein leeres, langsames meer –
erst war es nur wie eine muede
motte, die auf letzten haeusern kroch;
jetzt ist es ein schwarz blutendes loch.
hat schon
die stadt und den halben himmel verschuettet.
ach, waer ich geflohn.
nun ist es zu spaet.
mein kopf faellt in die
trostlosen haende.
am horizont ein schein wie ein schrei
kuendet
entsetzen und nahes ende.
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