| "Autor" |
Einige Sätze an Frau von Stein |
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geschrieben am: 18.04.2002 um 19:42 Uhr
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Man muß sich nur immer wieder an das Lebendige halten. Der "Geist" läßt uns oft im Stich, und selten ist er so viel wert wie das, was uns nur für ein wenig Liebe und Geduld die Natur gibt: mit einer Katze spielen, oder ein Feuer anzünden, oder den Wolken zusehen, das alles sind Quellen, an die man bloß zu klopfen braucht. :-)
(nicht von mir) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 18.04.2002 um 22:36 Uhr
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| ja da hast du recht....eigentlich ist das fühlen und spüren von allem um uns und in uns der wahre genuss..und macht das leben aus. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.04.2002 um 01:21 Uhr
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@ JWvonGoethe...
Vielleicht ist es deshalb so schön Deine Nähe zu fühlen, weil nicht von Liebe gesprochen wird, weil man nicht denkt, weil man nur gibt oder nimmt und sich weder verpflichtet noch gebunden fühlt.
Erst später beginnt das, was eine Liebe fest und tief, aber auch schmerzlich macht.
Ich umarme Dich
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.04.2002 um 21:53 Uhr
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verbeugt sich
Habt Dank für Eure schönen Worte.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.04.2002 um 23:01 Uhr
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Schaut zu Jw und spricht mit sanfter Stimme..
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer vom Meere strahlt.
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer in Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege der Staub sich hebt.
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen, wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne..
O wärst du da!
Ich umarme dich |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.04.2002 um 10:06 Uhr
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Schönste Tugend einer Seele,
Reinster Quell der Zärtlichkeit!
Mehr als Biron, als Pamele
Ideal und Seltenheit!
Wenn ein andres Feuer brennet,
Flieht dein zärtlich schwaches Licht;
Dich fühlt nur, wer dich kennet;
Wer dich kennt, der fühlt dich nicht. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.04.2002 um 18:09 Uhr
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Ich besänftge mein Herz, mit süßer Hoffnung ihm schmeichelnd.
Eng ist das Leben fürwahr, aber die Hoffnung ist weit.
Worte, mein lieber Goethe, sind der Mantel, der die Seele wärmet,
und Vertrauen heilt die Wunden, selbst in schwerer Zeit.
Ich umarme dich
Geändert am 20.04.2002 um 18:15 Uhr von CharlottevStein |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.04.2002 um 00:22 Uhr
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Stille Stunden gibts, da ranken
leicht sich um des Lebens Baum
Wünsche, Hoffnungen, Gedanken,
Bild um Bild und Traum um Traum
Stunden gibts, wo Stürme wüten
um den Stamm gar wild entfacht,
daß der Hoffnung junge Blüten
sterben müssen über Nacht.
Aber bald--schon morgen ranken
um den kahlen Lebensbaum
Wünsche, Hoffungen, Gedanken,
Bild um Bild sich, Traum um Traum. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.04.2002 um 00:30 Uhr
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Dir liegt auf Stirne, Mund und Hand
Der feine, zärtlich helle Lenz,
Der holde Zauber, den ich fand
Auf alten Bildern zu Florenz.
Du lebtest schon einmal vorzeit,
Du wunderschöne Maigestalt,
Als Flora im beblümten Kleid
Hat Botticelli dich gemalt.
Auch bist du jene, deren Gruß
Den jungen Dante übermannt,
Und unbewußt ist deinem Fuß
Der Weg durchs Paradies bekannt.
Wie eine weiße Wolke
Am hohen Himmel steht,
So weiß und schön und ferne
Bist du, Charlotte mir.
Die Wolke geht und wandert,
Kaum hast du ihrer acht,
Und doch durch deine Träume
Geht sie in dunkler Nacht.
Geht und erglänzt so silbern,
Daß fortan ohne Rast
Du nach der weißen Wolke
Ein süßes Heimweh hast.
(img) (/img) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.04.2002 um 00:30 Uhr
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Lieber Freund..
ich denke dir und bin in Gedanken bei dir denn..
Unsre Seelen bleiben freilich,
in platonischer Empfindung,
fest vereinigt, unzerstörbar
ist die geistige Verbindung.
Ja sogar im Trennungsfalle,
fänden sie leicht sich wieder;
denn die Seelen haben als Flügel,
schnelles Schmetterlingsgefieder;
Und dabei sind sie unsterblich,
und die Ewigkeit ist lange;
und wer Zeit hat und wer suchet
findet, was er auch verlange.
Ich umarme dich |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.04.2002 um 00:56 Uhr
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An JW..
Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,
nicht jede wird zur Frucht,
sie schimmern hell wie Rosenschaum
durch Blau und Wolkenflucht.
Wie Blüten gehn Gedanken auf,
hundert an jedem Tag - lass blühen!
Lass dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!
Es muss auch Spiel und Unschuld sein
und Blütenüberfluss,
sonst wär die Welt uns viel zu klein
und Leben kein Genuss.
Ich umarme dich und wünsche Dir eine erholsame Nachtruhe.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.04.2002 um 10:59 Uhr
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Lieber JW..
Wenn ich auf dem Lager liege,
in Nacht und Kissen gehüllt,
schwebt vor meinen Augen,
die ganze Zeit dein Bild.
Wenn mir der stille Schlummer
geschlossen die Augen kaum,
so schleicht dein Bild sich leise,
hinein in meinen Traum.
Doch mit dem Traum des Morgens
zerinnt es nimmermehr;
ich trag dein Bild im Herzen
den ganzen Tag umher.
Ich umarme dich und wünsche dir einen friedlichen Tag |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.04.2002 um 00:11 Uhr
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In deinen Blicken wiegt sich der Frühling.
Rosengeflecht und ein Apfelzweig
Schaukeln ihn duftend einher.
Auf deiner Lippen Granat- und Marmorsitz
Streiten zehntausend Lerchen in süßem Tumult,
Wähnend sie säßen im Morgenrot.
Wo deine lieblich errötenden Füße schreiten,
Schlägt aus dem Boden ein holder Schwall von Musik
Und erstürmt sich den Himmel.
Wippend dem zierlichen Schmetterling gleich
Schreitest du tanzerhobenen Arms
Wie über schwankendes Seil.
Wenn deine tastenden Brüste den Atem der Gärten verspüren,
Heben und senken sie sich, zugespitzt,
In verworrnen Gedanken.
Zierlich ist deine Seele, dem Rotkehlchen gleich,
Und so ängstlich, dass sie bei plötzlichem Wort
Flatternd im Käfig sich stößt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.04.2002 um 11:34 Uhr
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Mein lieber Goethe..
Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist.
Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter
Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist.
Ich umarme Dich |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.05.2002 um 13:23 Uhr
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Morgen - was wird morgen sein?
Trauer, Sorge, wenig Freude,
Schweres Haupt, vergoßner Wein -
Du sollst leben, schönes Heute!
Ob die Zeit im schnellen Flug
Wandelt ihren ewigen Reigen,
Dieses Bechers voller Zug
Ist unwandelbar mein eigen.
Meiner losen Jugend Brand
Lodert hoch in diesen Tagen.
Tod, da hast du meine Hand,
Willst du mich zu zwingen wagen? ;-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.05.2002 um 11:46 Uhr
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Lieber JW..
Die vollkommene Liebe ist nicht die,
in der das eigene Ich nicht vorkommt,
sondern die,
in der das Ich im ausgewogenen Verhältnis zum Du steht.
Nicht die selbstlose Liebe ist das Ideal,
sondern die Liebe,
in der das Selbst und der Andere miteinander im Einklang stehen.
Die kostbarste Liebe ist nicht die,
die am meisten Überwindung kostet,
sondern diejenige,
die bei allem Loslassen und Geben den Liebenden reicher macht.
So ist auch die reine Liebe nicht eine Liebe,
die das eigene Glück gering schätzt,
sondern Glück,
das ohne Liebe nicht erklärbar wäre.
Ich umarme dich und wünsche dir, dass die Liebe von allem etwas für dich bereit hält.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.05.2002 um 12:00 Uhr
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Sie saßen und tranken am Teetisch,
Und sprachen von Liebe viel.
Die Herren, die waren ästhetisch,
Die Damen von zartem Gefühl.
"Die Liebe muß sein platonisch,"
Der dürre Hofrat sprach.
Die Hofrätin lächelt ironisch,
Und dennoch seufzet sie: "Ach!"
Der Domherr öffnet den Mund weit:
"Die Liebe sei nicht zu roh,
Sie schadet sonst der Gesundheit."
Das Fräulein lispelt: "Wieso?"
Die Gräfin spricht wehmütig
"Die Liebe ist eine Passion!"
Und präsentieret gütig
Die Tasse dem Herren Baron.
Am Tische war noch ein Plätzchen;
Mein Liebchen, da hast du gefehlt.
Du hättest so hübsch, mein Schätzchen,
Von deiner Liebe erzählt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.05.2002 um 18:10 Uhr
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An JW..
Einem Freund, dem wunderlichen,
wechseln seltsam die Gelüste,
als wir jüngst den Wald durchstrichen,
denkt ihr wohl, dass er mich küsste?
Meine Hand hielt er gefangen,
zog ein kleines scharfes Scherchen –
wärŽ ein Mensch des Wegs gegangen,
ihn erstaunte solches Pärchen.
Auf dem Stamm, da wir gesessen,
gegen alle Liebesregel
hat er Scherz und Kuss vergessen,
schnitt behutsam mir die Nägel.
Sprach: „So große gelbe Katzen
schuf Natur nicht treu und ehrlich,
haben Schwerter an den Tatzen,
und ihre Krallen sind gefährlich.“
Feilt und glättet drauf bedächtig,
und ich hielt und musste lachen,
denn das Werk gelang ihm prächtig,
könntŽ es selbst nicht besser machen.
Und ich dachte still das meine:
„Solche große gelbe Katzen,
wie ich dir, mein Freund erscheine,
können auch ohne Krallen kratzen.“ ;-)
Ich umarme Dich.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.05.2002 um 18:59 Uhr
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Was ist das für ein armer Tropf,
der Euch die Nägel schneidet?
Von Lust, scheint es, versteht er nichts
und wie man wohlig leidet.
Den nächsten Ausflug in den Wald,
den plant getrost mit mir,
ein Baumstamm lädt zu and'rem ein,
als zu der Nägel Zier.
Und hinterher im weichen Moos,
da läßt sich herrlich ruh'n.
Der 'Freund' in Ehren, bittesehr, doch:
Shoot him to the Moon! :-) Geändert am 10.05.2002 um 19:00 Uhr von JWvonGoethe |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.05.2002 um 18:50 Uhr
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Ach lieber Goethe..
Ich liebe jene ersten Zärtlichkeiten,
die halb noch Frage sind und halb schon Anvertraun,
weil hinter ihnen schon die andern Stunden schreiten,
die sich wie Pfeiler wuchtend in das Leben baun.
Ein Duft sind sie; des Blutes flüchtigste Berührung,
ein rascher Blick, ein Lächeln, eine leise Hand -
sie knistern schon wie rote Funken der Verführung
und stürzen Feuergarben in der Nächte Brand.
Und sind doch seltsam süß, weil sie im Spiel gegeben,
noch sanft und absichtslos und leise nur verwirrt,
wie Bäume, die dem Frühlingswind entgegenbeben,
der sie in seiner harten Faust zerbrechen wird.
Ich umarme dich liebevoll.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.05.2002 um 16:09 Uhr
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Euch, liebste Charlotte, vertrau ich mich gern an.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 09:59 Uhr
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Lieber Goethe..
Ach liebster Freund, habt ihr bedacht,
dass Liebe manchmal schlaflos macht?
Erst ließ die Sehnsucht mich nicht schlafen,
dann hielten Träume mich langŽ wach,
doch erst als beide aufeinander trafen,
in einer lauen Frühlingsnacht,
da war ich um die RuhŽ gebracht.
Ich umarme dich..
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2002 um 02:24 Uhr
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Ich möchte Dir so gerne
heut ein'ge Zeilen schreiben,
die handeln von Entfernung
und auch vom Sitzenbleiben.
Das Sitzenbleiben nun zuerst,
denn das ist ganz bequem.
Doch näher kommt man sich doch erst,
versucht man aufzustehn.
Heut bist Du weit und ferne mir,
das find' ich hundsgemein.
Sitz' hier für mich, trink' Wein und denk:
'wär' gern mit dir allein'
Obwohl, der Wein ist schlecht für mich,
das kann man wohl versteh'n.
Denn bringt er eines nur mit sich:
daß ich mich doppelt sehn'.
Nun sitz' ich hier und ärg're mich
ob der Entfernung sehr.
Wie schön könnt's sein wir beiden tränken
dieses Fläschlein leer. :-) Geändert am 30.05.2002 um 02:44 Uhr von JWvonGoethe |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.06.2002 um 15:52 Uhr
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Liebster Goethe, mir ist es ums Herz so kalt,
denn ich warte auf das Glück, in Eurer Gestalt...
Mit nackten Füßchen am Wegesrand,
die Augen still ins Weite gewandt,
saht ihr bei Ginster und Heide
das Mädchen im blauen Kleide?
Das Glück kommt nicht in mein armes Haus,
drum stell ich mich hier an den Weg heraus;
und kommt es zu Pferde, zu Fuße,
ich tret' ihm entgegen mit Gruße.
Es ziehen der Wanderer mancherlei
zu Pferd, zu Fuß, zu Wagen vorbei.
"Habt ihr mein Glück nicht gesehen?"
Da lassen sie lachend mich stehen.
Der Weg wird stille, der Weg wird leer,
kommt denn heute das Glück nicht mehr?
Die Sonne geht rötlich nieder,
mir erstarren im Wind die Glieder.
Der Regen klatscht mir ins Angesicht,
steh immer noch da, merke es nicht:
Vielleicht ist das Glück schon gekommen?
Hat die andere Straße genommen?
Die Füßchen wurzeln am Boden ein,
zu Blumen werden der Augen Schein,
fühl's und fühl's wie im Traume,
und stehŽ wartet am Wegessaume.
Ich umarme DÃch und hoffe, dass "das Glück" bald erscheint :-)
Geändert am 04.06.2002 um 15:55 Uhr von CharlottevStein |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.06.2002 um 13:51 Uhr
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Lieber Goethe...
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
in Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen
wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir; du seist auch noch so ferne,
du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O, wärst du da!
Ich umarme Dich zärtlich... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.07.2002 um 11:05 Uhr
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Hier bin ich doch, bin öfters hier
Manch' Mal unfassbar, doch stets bei Dir
Du bist mir näher noch als nah
Vertraut, wie mir kaum jemand war
Denk ich an Deinen weichen Mund
So bleib ich schlaflos Stund um Stund
Sehn mich nach Deiner Lippen Süße
Will mit Dir teilen tausend Küsse
Doch schließlich tut es mich betrüben
Muß in Geduld mich weiter üben |
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