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geschrieben am: 08.04.2004 um 18:50 Uhr
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ihre finger fliegen über die tastatur, beinahe schon im minutentakt kommen seine mails an und ihr herz pocht wie wild. soviel, dass es auf einmal zu sagen gibt... doch keine möglichkeit sich wirklich auszutauschen, schulcomputer, kein chatprogramm erlaubt. er ist nämlich in einem internat, hat dort viele freunde gefunden, natürlich auch mädchen... ein stich in ihr herz.
sie sitzen in gemütlicher runde bei ihrem besten freund, spielen karten, trinken.. die stimmung ist ausgelassen und überschwenglich. ein berauschender abend unter freunden, was kann es schöneres geben? und doch schwenkt ihr blick immer wieder ab, dem computer zu, sich nach seinen mails sehnend. sie lacht viel und es geht ihr gut... beinahe denkt sie, sie wäre über ihn hinweg, doch vielleicht ist es nur die entfernung... sie fürchtet sich davor ihn wiederzusehen. doch all diese gedanken sind an diesem abend weit weit fort. seine mails sind kleine kicks... sekunden, die ihr herz rasen lassen. irgendwann ist es spät.. sehr spät und alle sind müde. nur sie nicht. um sie herum ist es still, nur noch das klappern der tastatur ist zu hören. irgendwie hat er es geschafft die computer zu überlisten und sie reden per chat miteinander. liebe worte werden ausgetauscht, worte, die ihr unter die haut gehn und sie mit einer feinen gänsehaut überziehen. sie fragt ihn wie es ihm geht und der bildschirm bleibt für lange zeit leer. sie fragt sich, ob es ihm wirklich gut geht, hätte er sonst nicht schon lange zurückgeschrieben? plötzlich taucht seine antwort auf, ein wort bloß, welches ihr herz stolpern lässt. schlecht. es geht ihm schlecht! mitleid überkommt sie. er sagt er fühle sich so verloren, so schrecklich allein. kein wahrer freund ist in seiner nähe, keiner der ihn zu trösten vermag. zitternd tippen ihre kalten finger tröstende worte, während sie merkt, dass sie blass wird. was schreibt er da? es verschwimmt vor ihren augen... er will schluss machen, denkt darüber nach. doch womit schluss? ihre beziehung ist beendet und jäh schießen böse ahnungen durch ihren kopf. schluss machen, womit? es bliebe bloß noch sein eigenes leben über... doch, nein! so ist er nicht... oder? doch! da steht es... ein messer, ein schnitt und langsam würde sein leben ihn verlassen. sie schluckt schwer. was soll sie sagen oder vielmehr schreiben? was schreibt man einem solchen menschen? er hat sie verlassen, ihr herz gebrochen und nunn will er sein eigenes leben wegschmeißen! nein.. das kann und will sie nicht zulassen. sie sagt er solle anrufen, irgendeinen versuch will sie unternehmen ihm zu zeigen, dass er alles ist, nur nich allein. plötzlich klingelt das telefon und sie erstarrt. es ist doch wohl nicht etwa... doch wer soll es sonst sein? es ist mitten in der nacht. zitternd greift sie zum hörer und meldet sich zögernd. oh gott, er ist es wirklich. wispernd flüstert sie leise worte, die anderen um sie herum schlafen. sie sagt ihm wie sehr sie ihn braucht und dass er sie nicht allein lassen soll. mit geschlossenen augen lauscht sie seiner stimme, die kleine schauer über ihre haut jagen. und auf einmal ist es ihr, als müsse ihr herz stehen bleiben, einfach aufhören zu schlagen. er sagt, wenn sie bloß bei ihm wäre, würde er die magischen drei worte sagen, sie in die arme schließen... tränen schießen ihr in die augen und die welt verschwimmt langsam. sie verlässt den raus, setzt sich nach draußen, auf irgendeine kalte steintreppe. er sagt die worte nicht. sie würde sie so gerne hören. obwohl... ihr verstand sagt ihr, dass diese worte gift für sie wären. sie hört sie nicht. um sie herum beginnt es zu dämmern...tageslicht blendet die verweinten augen. erschreckt stellt er fest, dass es selbst bei ihm schon spät ist... zeitverschiebung. der morgen dämmert herauf und das gespräch wird beendet. sie atmet tief durch und geht wieder rein....
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shadow_light .....licht in der dunkelheit.... |
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