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geschrieben am: 20.11.2002 um 14:52 Uhr
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Da steht Sie wieder, ganz allein,
weiss nicht wohin, hat kein daheim.
Geht durch die Straßen,sucht nach dem Sinn,
doch die Straßen sind leer, weiß nicht wohin.
Hat keine Freunde, schon lang nicht mehr,
Familie hat Sie verlassen, sie fehlt ihr so sehr.
Sie wollten Sie nicht, weil Sie anders ist,
darum sind sie gegangen, haben sich einfach verpisst.
Jetzt fängt Sie von vorne an, jeden Tag,
sucht neue Menschen, jemanden der Sie mag.
Doch die Tage vergehen, die Straßen sind leer,
und an die große Liebe, glaubt Sie auch nicht mehr.
Geht zu der Kirche, geht in sie hinein,
Sie glaubt nicht an Gott, doch da ist Sie nicht allein.
Setzt sich in die Ecke, schaut zu Jesus rauf,
denkt:"er hat es geschafft", er blickt zu Mir auf.
Erfroren krümmt Sie sich zusammen,
die Hände zu einer Faust geballt,
an Ihrem Körper Prellungen, Schrammen,
die Sie sich zuzog, mit aller Gewalt.
Weinen muss Sie schon lange nicht mehr,
Ihr Blick vor Wut ganz gebannt,
doch Ihre Augen sind traurig und leer,
Sie hat die Wahrheit schon lange erkannt.
Jetzt steht Sie auf, weiß genau wohin,
Sie weiß, sein Leben hat so keinen Sinn,
Sie geht zu dem Dolch, der auf dem Boden liegt,
setzt dem Ganzen ein Ende und hat dadurch gesiegt.
Vielleicht gehtŽs Ihr jetzt besser,da wo Sie ist,
vielleicht fängt Sie erst jetzt an zu leben,
vielleicht gibt es doch jemanden, der Sie vermisst,
und konnte ihr die Liebe nur nicht geben.
Denn auf dem Friedhof steht Ihre Mutter,
die weinénd von ihr zurückblieb,
in der Hand hielt sie einen Abshiedsbrief,
den Sie ihr vor Jahren mal schrieb.
Sie hat sie verlassen, ohne ein Wort,
seine Mutter ließ Sie allein,
am nächsten Morgen war Sie einfach fort,
nichts ist so, wie es scheint.
AM |
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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