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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 25.02.2005    um 09:26 Uhr   
sich wiedermal verneigt vor den Anwesenden und herzlich dankt

Juna ...weiss ich doch . Doch dieses Gedicht ist mir so durch mein wirres Haupt geschossen und musste einfach nieder geschrieben werde ^^

@Nucleus: Tja. Der sinn und zweck eigentlich sollte doch eher sein dass man etwas dagegen unternimmt und nicht tatenlos zuschaut !
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 26.02.2005    um 22:58 Uhr   
wenn der schmerz keinen namen hat, ist es grässlich - ein schönes bild für die heutige zeit, die sich hinter paragraphen und grauen institutionen verstecktm und damit unnahbar, unbe*greif*bar wird.
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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 01.03.2005    um 10:16 Uhr   
Schrei nach Liebe!

Ich sitze auf dem Dachboden. Es ist tiefste Nacht, doch ich konnte nicht schlafen. Ich wühle in altem Kram und bin erschrocken. Ich sitze auf dem kalten Fliesenboden und starre dem entgegen, was ich dort fand.....wie lange das schon her ist, ich kann es nicht fassen!
Ich nahm es heraus , heraus aus diesem löchrigen Karton und entstaubte es, bereits tief in meiner - unser Vergangenheit - versunken. Ich höre Musik doch nehme ich sie nicht wahr. Ich vernehme Stimmen, bekannte Stimmen, doch sie sind nicht real! Ich bin allein! Ich öffnete die Schlaufen, die unser beider Vergangenheiten fest aneinander gebunden hatten, all die Jahre lang. Ich öffnete die Schlaufen des blass-braunen Bändchens an diesem "Ding" und stieß die Tür der Vergangenheit auf.....
Tiefer, immer tiefer glitt ich hinein, war bereits zurück in dem was war....zurück in dem, was vergessen, verdrängt schien und nun in meinen Händen vor mir lag....angekommen! Ein Geheimnis, gelüftet nach vielen Jahren und verborgen unter dem dicken schwarzen Mantel des Schweigens!
Es ist ein Bündel, eine Sammlung alter Briefe und Fotos....Zeilen von dir und mir, Bilder, die eine offensichtlich glückliche Zeit widerspiegeln und doch zu trügen scheinen. Getrieben von einer inneren Stimme, die mit zittriger Zunge zu mir spricht, nehme ich mir diese Briefe, schaue mir all diese Bilder an, von deren Existenz ich nicht mehr wusste. Ich schwanke, denke nach, und Tränen laufen meinen Wangen hinab. Es sind Tränen, die ich nicht deuten kann und wie eiskaltes Wasser, mein Gesicht überfluten, bevor sie am Rande des Kinnes zu Eiszapfen erstarren. Ich habe Angst, mir ist kalt....ich fühle diese Stille trotz der Musik, spüre einen Schauer, der meinem Rücken ganz langsam hinunter rauscht ohne jemals unten ankommen zu wollen. Fasziniert und schockiert zugleich von dem, was ich lese, was ich sehe und nicht verstand, all die Jahre seit dem du fort bist....
Wut, rastlose Wut ließ die Angst in mir erlöschen und ich packte all das Zeug und las immer schneller, ohne zu wissen, wohin mich diese Reise in eine ungewisse Vergangenheit bringen würde und so saß ich dort auf dem Dachboden in tiefster sternenklarer Nacht und weine, tobe und verzweifle....
den Ende des Stapels erreicht!!

Nun starrte ich ins Leere, mit träumerischen Augen im Meer aus meinen eisigen Tränen gebadet, starrte ich zu Boden, an die Wand gegenüber, die dort völlig kahl wiederum mich anstarrte und Fragen stellte, die ich nicht hören wollte. Ich ließ den Stapel aus meinen Händen gleiten und kein realer Gedanke konnte mein Gehirn von den Bildern ablenken, die in meinem Kopf auf und ab sprangen. Ich spürte diesen Schmerz, den Schmerz, der vor Jahren mein Herz verließ, um mit dir zu gehen!
Erst jetzt verstand ich, konnte ich überhaupt erst begreifen, was dich davon getrieben hatte, als du zu deinen Flug ohne Fallschirm angesetzt hattest, um den Leiden auf dem Boden der Tatsachen ein Ende zu setzen und du hast es wahr gemacht.
Der letzte Brief, ein Brief von dir! Ein Brief mit dem schließenden Wort: „Adieu!“
Ich stand auf, sprintete die Treppen hinunter bis hinaus ins freie Feld, ich schrie und klammerte fest an mich, die Worte der Vergangenheit. Ich schrie, darum also bist du gegangen.....wenn du nur schon früher mit mir gesprochen hättest, wenn du mir doch nur vertraut hättest!!
Ich brach zusammen, ringte nach Atem und keine Worte vermochten mehr den Weg hinaus über meine Lippen zu finden, meinen trockenen Mund zu verlassen. Darum also bist du gegangen und hast dein Geheimnis mitgenommen auf deine Reise in die Unendlichkeit. Erst jetzt verstand ich, dass unsere Vergangenheit nur meine war und du eine ganz andere hattest. Erst jetzt verstand ich, dass dein Leben nicht dasselbe war, wie es mir schien. Erst jetzt verstand ich, was du entbehren musstest, wie du gefühlt hast und dass du längstegestorben warst an dem gebrochenen Herzen, um das niemand wusste. Du wolltest doch nur du sein, geliebt und niemand hatte ihn gehört all diese verzweifelten Jahre lang– deinen Schrei nach Liebe!!
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Nutzer: Junalina
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geschrieben am: 01.03.2005    um 20:31 Uhr   
Es scheint wer zu sein, den du mehr als nur geliebt hast...

Ich kann mich an eine Erzählung erinnern von dir.

Geht es vielleicht darum.

Ich frage mich, wenn dich jetzt diese Gedanken zerfressen, ob du wirklich wieder lieben kannst...

Die Juna
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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 01.03.2005    um 21:06 Uhr   
Zweifelsohne richtig die Aussage.
Aber: Wer lässt denn zu, dass die Jugend so wird?!
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 01.03.2005    um 23:11 Uhr   
man sagt, liebe habe auch mit loslassenkönnen zu tun ..
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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 02.03.2005    um 13:49 Uhr   
Mehr als "nur" geliebt?
Was wäre denn da die Steigerung von? Vergöttert?
- Nein, denn das wäre ein "abhängig machen" oder "besessen sein" und hat mit Liebe nichts mehr am Hut.
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: Junalina
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geschrieben am: 02.03.2005    um 20:25 Uhr   
Es kommt darauf an wie man es betrachtet Tom...

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Nutzer: _anima_
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geschrieben am: 03.03.2005    um 13:14 Uhr   
~Nothing is forever~
Nur die Gedanken daran, Erinnerungen, die in Texten, Bildern wiederzufinden sind...

kleinen Beitrag hereinschreibt....

~wechselnde Einsamkeit~

Einsamkeit macht sich breit,
fliege selbst durch Raum und Zeit.
Gedankenvoll, nur Dich im Sinn,
spüre ich, wie einsam ich doch bin.

Eine Welt dreht sich um mich,
an jeder Ecke seh ich Dich.
Bilder, zeitlos gehalten in meinen Händen,
Erinnerungen projeziert an meinen Wänden.

Wenn ich weiß, wie es dr ergeht,
weiß ich auch, wie es um uns steht.
Doch sollte es davon abhängig sein?
Vielleicht bin ich dann noch mehr allein.

Irgendwie muss sich etwas ändern,
sich etwas drehen...
sonst bleibt unsere Zeit letztendlich stehn....


Und sie blieb stehn...doch wie sagt man so schön, Zeit heilt alle Wunden..sacht lächelt und Odras eine Hand auf die Schulter legt ...Viel Glück...

~somewhere i belong~ _anima_ P.L.
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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 03.03.2005    um 14:13 Uhr   
EIN WEITERER TRAUM - MEIN TRAUM

Diese Vertrautheit,
die ich spürte,
als du plötzlich vor mir standest,
diese Vertrautheit,
als hätte ich dich schon eine Ewigkeit gekannt,
eben diese Vertrautheit
werde ich nie vergessen ...

Diese Wärme,
die von dir ausging,
diese Wärme,
die alles zu durchfluten schien,
diese Wärme,
die mich liebevoll umhüllte,
eben diese Wärme
werde ich nie vergessen ...

Diese Augen,
die mich sogleich in ihren magischen Bann zogen,
diese Augen,
in deren unendlichen ozeanblauen Tiefe ich versank,
diese Augen,
in denen ich die Zukunft, unsere Zukunft, sehen konnte,
diese Augen,
die mich alles um mich herum vergessen ließen,
eben diese Augen
werde ich nie vergessen ...

Diese Worte,
die du mir sanft ins Ohr hauchtest,
diese Worte,
die einen so lieblichen Klang hatten,
eben diese Worte
werde ich nie vergessen ...

Diese Berührungen,
die sich auf meiner Haut so zärtlich anfühlten,
diese Berührungen,
die nie mehr enden sollten,
eben diese Berührungen
werde ich nie vergessen ...

Diesen Traum,
in dem ich so glücklich wie nie zuvor war,
diesen Traum,
der so wunderschön war,
diesen Traum,
der mich in eine andere Welt, in eine Welt mit dir an meiner Seite,
entführte,
diesen Traum,
in dem es nur uns beide gab,
eben diesen Traum
werde ich nie vergessen ...

(Extra nur für eine Person die ich Liebe)

@Anima : Wunderschönes Gedicht. Hatt mich sehr inspiriert. Danke !
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"Autor"  
Nutzer: Odras
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geschrieben am: 03.03.2005    um 14:15 Uhr   
INSEL DER TRÄUME

Wir laufen durch den warmen Sand
und ich halte zärtlich deine Hand.

Wir blicken in die weite Ferne
oder hinauf in das Funkeln der Sterne.

Am Feuer liegen wir zusammen,
und schauen in das Rot der Flammen.

So sitzen wir am weißen Strand,
und ritzen unsere Namen in den Sand.

Das Meer rauscht und die Sonne glimmt,
langsam im tiefen Ozean verschwinnt.

Wir liegen neben der noch warmen Glut,
ich spüre wie wohl es tut,

dass du mit mir auf der Insel bist-
auch wenn es nur im Traum so ist
Geändert am 09.03.2005 um 22:41 Uhr von Odras
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"Autor"  
Nutzer: Odras
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geschrieben am: 03.03.2005    um 14:15 Uhr   
NIMM MEINE HAND UND ICH....

NIMM MEINE HAND UND ICH ...

Nimm meine Hand,
und ich entführe Dich
auf eine lange Reise
in den siebten Himmel.
Schließe Deine Augen
und klettere mit mir hinauf
auf den Regenbogen,
auf einen Sonnenstrahl,
hinauf zu den Sternen,
ins endlose Universum.
Lass meine Hand nicht los,
sonst fällst Du hinaus.
Halte meine Hand,
und ich nehme Dich mit
in die Ferne der Endlosigkeit.
Immer weiter, immer höher...
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"Autor"  
Nutzer: KatCachet
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geschrieben am: 03.03.2005    um 18:28 Uhr   
Wunderbar!!!

*mehr dazu nicht zu sagen hat....sieh an ich weine...*
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 03.03.2005    um 19:44 Uhr   

zuerst unten im tal und neurig in den himmel hinaufschauen und dann geht es auffi, auffi, den watzmann hoch ! da erklimmt jemand ganz hohe gefielde !

schöne zeilen, odras
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"Autor"  
Nutzer: Odras
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geschrieben am: 03.03.2005    um 21:55 Uhr   
@ Junalina : Du bist und bleibst mein einziger Schatz !!!

@ Starchaser : Da siehst du mal wieder wie die Liebe einen bewegen kann ^^
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"Autor"  
Nutzer: _anima_
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geschrieben am: 04.03.2005    um 18:58 Uhr   
Das Glück war dir wohl schnell hold....freut mich für Dich, Odras...
schön geschriebene Gedichte....sacht lächelnd wieder davonschleicht

~somewhere you belong~
Gruß, _anima_ P.L.
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"Autor"  
Nutzer: Junalina
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geschrieben am: 04.03.2005    um 20:51 Uhr   
*grinst*
tja so kanns wohl gehn odilein!

*one more kiss could be the best thing one more lie could be the worst...-so shut up and kiss me dear*

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"Autor"  
Nutzer: Odras
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geschrieben am: 09.03.2005    um 13:27 Uhr   
Ein kleines Leben

Sie saß auf dem Baumstamm, der seit einiger Zeit dort lag. In seiner Rinde war noch gut das Herz mit ihren Initialen zu sehen. Damals hatte er sie für sie eingeritzt, damals als der Baum noch stand, seine Wurzeln ihm Halt gaben und versorgten, sowie die kleinen Zärtlichkeiten, Worte und Gesten und jede Aufmerksamkeit die Wurzeln und die Versorgung ihrer Liebe waren. Sie saß auf dem toten, kahlen Baumstamm. Seine Äste waren abgestorben, seine grünen Blätter waren schon lange braun gewesen und vom Wind davongetragen, genauso wie die lieben Worte und kleinen Aufmerksamkeiten, die zahlreichen Gespräche und Küsse mit der Zeit weniger wurden und die Zeit sie mit sich nahm. Sie dachte nach und suchte nach Fehlern, die sie in der Beziehung gemacht hatte, vielleicht. Aber sie fand keine. Ebensowenig wie sie einen Grund sah, warum der Baum gestorben war. Er schien immer gesund und kräftig und stark. Sie wunderte sich, sie überlegte, dachte weiter nach, stellte Fragen und suchte nach Antworten. Sie merkte nicht, wie die Zeit verging und wieder etwas mit sich nahm. Etwas von ihr. Ihre Sekunden, die Minuten und jede Stunde ihres noch so jungen Lebens. Jede Stunde, die sie hätte nutzen können um einen neuen Baum zu pflanzen, um einen neuen Menschen kennenzulernen. Jede ihrer Minuten stahl die Zeit. Das junge Mädchen merkte , dass sie mit ihrer Hilflosigkeit und Ratlosigkeit alleine war. Der Baum gab ihr keine Antwort, er war tot. Die Liebe war zu Schmerz, Wut und Angst verwandelt, aber letztendlich war auch sie einfach nur gestorben.
Wie sehr die Natur und Menschen doch miteinander verbunden schienen. Wie sehr dieser Baum doch ihr Schicksal teilte. Hier hatte alles begonnen. Und hier endetete sogar alles.
Sie wusste nicht, wie lange sie dort saß. Sie wusste nicht, wie oft sie den Weg zu diesem Baum fand und sie sich die Zeit nahm nachzudenken. Und sie wusste nicht, wie neben dem braunen, bloßen Stamm eine Knospe aus dem Boden ragte. Eine Knospe, die wuchs und ein Stiel wurde. Sie sah nicht, wie er wuchs und wie er Äste bekam. Sie bemerkte auch nicht, wie die ersten Blätter ein kleines Bäumchen aus ihm zu machen schienen. Sie merkte nur, dass etwas in ihr wuchs. Eine Sehnsucht nach dem Leben. Eine Sehsucht, die nicht stillen zu können schien. Der Schmerz wurde davongetragen, die Zeit nahm ihn mit. Und der Erdboden und der Wind, der Regen und die Sonnenstrahlen, die Zeit, nahmen sich immer ein wenig von dem toten Stamm. Aus dem abgestorbenen Holz, zog sich das kleine neue Lebewesen von Baum, die nötigen Nährstoffe und wuchs. Und ebenso wuchs in ihr der Hunger auf Neues, die Sehnsucht nach Glück, die Liebe zum Leben aus der Trauer und den Erinnerungen. Die Erinnerungen nährten die Sehnsucht, die Trauer die Freude. Der Schmerz nährte das Glück. Der Tod nährte das Leben.




freu mich über jede Kritik.
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Nutzer: Nucleus1
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geschrieben am: 09.03.2005    um 22:32 Uhr   
(zitat)
So sitzen wir am weißen Strand,
und ritzen unsere Namen in die Wand.
(/zitat)

Wieso nicht "in den Sand" ?
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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 09.03.2005    um 22:43 Uhr   
Fehler erkannt : Fehler verbannt.

Danke vielmals.
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"Autor"  
Nutzer: Odras
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geschrieben am: 09.03.2005    um 22:49 Uhr   
Das sterbende Herz

„Ich lief so schnell ich konnte die Straße entlang. Die Straße war dunkel und fremd. Mein Herz hämmerte wild gegen meinen Brustkorb, als wollte es herausspringen um sich zu befreien. Ich wurde langsamer, blieb fast stehen. So viele Fragen brannten in meinem Kopf, so viele Fragen und keine Antworten. Tausend Scherben, die mein Kopf sprengen wollten. Egal wie man sie dreht und wendet, man kriegt sie nicht mehr zusammen, ohne das Narben zurück bleiben. Ich blieb stehen, wusste nicht wohin mit meinen Gedanken, ich brauchte Ordnung und Antworten, doch es war ein Chaos von Fragen. Warum? Wie lange schon? Wieso sie? Ich brauchte Luft, wusste nicht mehr wie ich atmen sollte, mein Hals war trocken und brannte, mein Magen zog sich zusammen, die Fragen verpassten ihm Tritte, heftige Tritte. Ich zitterte, ich zitterte am ganzen Körper, mir war kalt. Meine Augen wurden feucht, ich konnte nichts dagegen tun, ich wollte nicht weinen, nicht um dich, aber eine Träne löste sich und lief über meine Wange, der Wind machte sie kalt, so kalt. Sie erreichte mein Kinn und fiel herab. Ich konnte sie nicht aufhalten, ich konnte es nicht verhindern, und andere folgten ihr und diese Fragen, diese vielen Fragen... Ich presste meine Hände gegen meinen Kopf, ich wollte, dass sie ruhig sind, aber sie waren laut, sie waren so furchtbar laut. Ich versuchte zu atmen, doch es entstand ein schluchzen. Mein Herz wurde schneller und die Fragen lauter, die Scherben zersplitterten in tausend Einzelteile, meine Kehle schnürte sich zusammen, der Schmerz in meinem Magen schwand und wanderte zu meinem Herzen. Dort brannte er und stach wie tausend Stecknadeln. Ich sank auf die Knie und beugte mich nach vorne, meine Stirn berührte fast den Boden, er war kalt und nass. Es tat weh, mein Kopf, meine Kehle... mein Herz. Etwas in mir wollte heraus, wollte sich befreien, und ich ließ es zu, ich hatte doch keine Wahl! Ich ließ es heraus, den ganzen Schmerz, ich schrie, ich schrie vor Wut und Verzweiflung.....
Irgendwann hörte es auf. Ich konnte nicht mehr schreien, der Schmerz war weg, ich hatte ihm zugelassen, sich zu befreien. Aber nicht der Schmerz war gewesen, der sich befreit hatte, sondern die gequälte Liebe... Nicht der Schmerz war gegangen, sondern meine Gefühle, etwas zu mögen, sich zu freuen und...zu lieben! Als mir das klar wurde, wusste ich, dass nichts mehr so sein würde wie früher. Ich entwickelte rasende Wut und Hass auf alles, was mir mal etwas bedeutete... Als ich da so hockte und schrie....das war der Zeitpunkt, an dem mein Herz starb..."


Eure meinung auch noch gerne noch zu der ersten Geschichte ;)
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"Autor"  
Nutzer: Rej_ko
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geschrieben am: 10.03.2005    um 10:48 Uhr   
(zitat)Kann sein...Doch die Schatten legen sich immer mehr über die Augen der Menschheit und nur wenige vermögen klar zu sehen...(/zitat)

das ist wahr....viel zu wahr.....die letzten...sehen....apropos....mir fällt ein das is so wie bei (John) constantine......wir sehen was die menschheit nicht vermag zu sehen....nur das die alle abstumpfen.....und deswegen nichts sehen....*arg*...diese verdammte welt....dem untergang geweiht.....durch die arroganz...den stolz....und die respekt losigkeit für ihr eigenes leben....
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"Autor"  
Nutzer: Rej_ko
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geschrieben am: 10.03.2005    um 10:52 Uhr   
das ist wahr....viel zu wahr.....die letzten...sehen....apropos....mir fällt ein das is so wie bei (John) constantine......wir sehen was die menschheit nicht vermag zu sehen....nur das die alle abstumpfen.....und deswegen nichts sehen....*arg*...diese verdammte welt....dem untergang geweiht.....durch die arroganz...den stolz....und die respekt losigkeit für ihr eigenes leben....
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"Autor"  
Nutzer: KatCachet
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geschrieben am: 10.03.2005    um 20:35 Uhr   
Interessant, einfühlsam und nachzuvollziehen...

Sagen wir in diesen Momenten weiß ich, von welcher Wut du redest in diesen Momenten...Ich denke du weißt warum, doch weißt du auch, dass mein Herz liebt.....Wen weißt du auch..*smile*..... Und trotzdem ist es diese innere Wut....diese Wut und das Verlangen nach Rache...

Naja so long.....

Kat
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"Autor"  
Nutzer: Nucleus1
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geschrieben am: 10.03.2005    um 22:02 Uhr   
Auch auf die Gefahr hin, dass ich Dir mit meiner Besserwisserei auf den Nerv gehe Odras, ich schreib Dir das hier jetzt einfach mal.

Also:

Ich persönlich fände es besser, wenn Du hingingest und Deine Gedichte, Geschichten und Erzählungen nicht ganz so geballt in einem Thread unterbringen würdest, Du hast doch Zeit und Platz hier:)

Du schreibst hier mitunter richtig tolle Sachen und ich finde Du könntest ruhig etwas mehr Platz in diesem Channel hier für Deine Sachen beanspruchen.



Übrigens !

Danke für den beritzten Sand ;)
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