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verweichlichte jugend, oder falsche gesellschaftsform?

Nutzer: mies_gelaunt
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geschrieben am: 22.12.2002    um 20:51 Uhr   
seit längerem beschäftigt mich die frage, was mit der jugend von heute los ist. viele 13jährige behaupten große probleme zu haben mit denen sie nicht fertig werden. viele fangen an sich zu ritzen oder versuchen sogar sich umzubringen. ich kann mir a) nicht vorstellen, dass man mit 13 schon solch große probleme haben kann, dass man keinen ausweg mehr weiß und b) dass das seit je her so war. ich möchte zunächst einmal klarstellen, dass 13 eine willkürlich gewählte zahl, ohne jegliche bedeutung ist.
ich frage mich, was in dieser gesellschaft falsch läuft, dass kinder das gefühl haben alleine mit ihren problemen zu sein bzw wie kinder darauf kommen wer weiß wie große probleme zu haben. ich denke, normalerweise ist 13 abgesehen von den schwierigkeiten der pubertät ein recht unbeschwertes alter. ich berücksichtige natürlich auch, dass es kinder gibt, denen etwas scheckliches zugestoßen ist, doch kann ich mir beim besten willens nicht vorstellen, dass es so viele sind. des weiteren denk ich, dass wirs mit deutschland recht gut getroffen haben, wenn ich da mal an andere länder (z.b. die der 3. welt denke) kann ich verstehen, wenn man als kind oder jugendlicher schon sehr verzweifelt ist. natürlich kommts auch immer auf die familienverhältnisse an. *hmm* ich kann mir nich vorstellen, dass ich die große ausnahme mit einer unbeschwerten kindheit bin.
was mir noch aufgefallen ist, sind die körperlichen gebrechen der jugendlichen. ich kenn kaum jmd in meinem alter (16) der nicht irgendein leiden hat. bei mir stellte sich z.b. letzten freitag heraus, dass ich einen bandscheibenvorfall habe. erklären kann ich ihn mir nicht. ich frage mich, ob die moderne gesellschaft vlt gar nicht gesund für den menschen ist. denn entweder jmd hat ein körperliches oder ein seeliches leiden, und das schon seit der jugend. ich kenne nahezu keinen, der von sich behaupten kann er sei gesund. stellt sich die jugend von heute nur an, ist sie zu empfindlich, oder ist es die gesellschaft, die die jugend kaputt macht?
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 22.12.2002    um 21:10 Uhr   
Ich würde mal sagen, daß es uns allen einfach nur zu gut geht, und wir dadurch undankbar geworden sind.
Noch nie zuvor verfügten Jugendliche über so viel Geld, noch nie konnten sie ihre Jugend derart frei und zwanglos verbringen.
Deshalb schaffen sie sich selbst Probleme durch das Markendiktat, Ritzen, Essstörungen oder Drogen, oder sie heben Allerweltssorgen in den Rang einer Katastrophe.
Daß sich 13jährige das Leben nehmen, weil ihnen die "Liebe des Lebens" nach 10 Tagen wieder davon lief, ist schon mehr als tragisch.
Es ist richtig; unsere Gesellschaft ist nicht sonderlich kinderfreundlich, aber die meisten Jugendlichen sollten mal zwei Wochen in Bangladesh das Leben eines Gleichaltrigen führen, dann wären sie nicht mehr zu Tode betrübt, nur weil sich ihre Lieblingsboygroup getrennt hat.

;-) Paccy

P.S. Und Rückenschmerzen haben alle, weil es in den Schulen nur diese billigen Einheits-Hartholzstühle gibt, auf denen NIEMAND bequem sitzen kann.
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Nutzer: daevas
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geschrieben am: 22.12.2002    um 21:19 Uhr   
ich würde es nicht verallgemeinern dass es der hier zu gut geht, nicht jeder hat geld im überschuss und kann sämtliche freiheiten genießen.
es stimmt schon dass viele jugendliche aus geltungsbedürnissen ritzen, etc., jedoch ist das von mensch zu mensch verschieden. auch viele kleine, eigentlich im einzelnen unbedeutende probleme können dazu führen, wenn sie sich ansammeln und man keine möglichkeit hat darüber zu sprechen.und manchma ist es auch so, dass man darüber redet aber die hilferufe nicht wahrgenommen werden
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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 22.12.2002    um 21:34 Uhr   
Gehen wir doch mal ganz von vorne an dieses Thema heran.
Was beschäftigt die Jugend von heute und was formt sie?

Erstens: GZSZ! So hat ein Familien-und Freundeskreis auszusehen, liebe Teens. RTL bildet schließlich nicht nur in der Talkshowzeit wo in dreiviertel der Sendungen über ein Schönheitsideal diskutiert wird. Ihr müsst gut ausehen um akzeptiert zu werden, kapiert?

Zweitens: Liebe ist cool. Wer von euch schonmal gesagt hat, dass er jemand liebt ist erwachsen! Und immer schön die Tage zählen.
"Äääh, *nasebohr* , ich bin mit Guido jetzt schon 3 Wochen 4 tage und 3,5 std. zusammen." (*kotz*)
Wenn euer Schwarm euch verletzt oder verläßt droht mit Suizid, das erzeugt Aufmerksamkeit und man kann sich trösten lassen ala Pretty Woman.

Drittens: Musik! Nichts geht über ein tolles Lied von Bro'Sis der den NoAngels. Wer will nicht so schnell so hoch kommen? Bravo sagt euch neben tollen Schminktipps (man muss ja akzeptiert werden) und einer Palette von Aufklärungen (Es schickt sich nicht mit 14 noch Jungfrau zu sein, liebe Jugend) genügend Infos über leute die ihr garnicht kennt und die euch dennoch mehr interessieren als die eigene Mutter. (Mütter sind doof, Väter auch, also was solls?Heaven must be missing an Angel.. tralalala)

Was ich damit sagen will: In einer Gesellschaft wo Medien und andere Einwirkungen die Jugend regelrecht die Reife aufzwingen, kann irgendwas nicht hinhauen.

Ich denke, das man der Jugend mal lieber einen Metallbaukasten in die Hand drücken sollte statt der Fernbedienung/Discogeld/Bravo.

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Nutzer: daevas
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geschrieben am: 22.12.2002    um 21:46 Uhr   
ich wurde zum großen teil auch vom fernseher erzogen und trotzdem zieh ich mir so einen mist wie gzsz nicht rein oder ritze weil ich noch keinen freund hatte.
jugendliche die wegen solch oberflächlichen dingen mit einem auto aggressivem verhalten reagieren, langweilen sich nur, wurden falsch erzogen oder befinden sich im falschem umfeld.finde ich zumindest
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Nutzer: Gast_nikita
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geschrieben am: 22.12.2002    um 21:46 Uhr   
ich glaube nicht, dass man von der jugend reife verlangt. im gegenteil, die jugend wird viel mehr behandelt wie babies. wie sonst ist es zu erklären, dass erst im 8. schuljahr richtig über sex aufgeklärt wird, aber 10jährige schon schwanger sind? es ist zwar schwer nachzuvollziehen, aber kinder werden immer früher (leider nur körperlich) reif. man darf nicht mit den alten maßstäben messen, sondern sich der zeit anpassen.
dennoch finde ich, dass es einer jungend was die freizeit betrifft oder den verpflichtungen, sowie der bildung, noch nie so gut ergangen ist, wie dieser. aber vlt macht ja genau das die jugend zu weicheiern.
zu den rückenschmerzen und den stühlen: guck dir mal die bänke aus dem 19. jahrhundert an, oder anfang 20.stes, die waren noch viel rückenunfreundlicher.
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Nutzer: Soifa
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geschrieben am: 24.12.2002    um 13:06 Uhr   
ja, es ist die gesellschaft die unsere jugend kaputt macht. und das alter ist dabei relativ. ich weiss nicht warum soviele menschen immer drauf rumreiten. zum beispiel wenn man im alter von 13 oder 14 seinen freund/freundin verliert. das kann genauso schmerzhaft sein wie wenn es mit sagen wir 20 passiert. unsere welt ist einfach total im arsch und wir werden mit der zeit einfach depressiver, weilŽs überhaupt keinen spass mehr macht zu leben.
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Nutzer: Gast_TheMisfit
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geschrieben am: 24.12.2002    um 13:47 Uhr   
ähm...bitte verallgemeinert hier nicht allzu sehr...ich bin 15 und kann wohl sagen, dass nichts von dem hier auf mich zu trifft/traff.

ich schließe mich allerdings all dem hier an...viele jugendlich heute haben tierisch große minderwertigkeitskomplexe und heulen wegen jeder kleinen sache rum (man siehe nur hier im chat wenn einer geht ...*buhuhu heul rotz schnief*)

joa, ansonst hab ich nichts hinzuzufügen


the misfit
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Nutzer: daevas
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geschrieben am: 24.12.2002    um 19:05 Uhr   
man kann nicht alles auf die gesellschaft scheiben, dann wäre jeder schult daran, wenn sich jem. im alter von 14 jahren umbringt oder autoagressiv handelt.
ich pers. kenn so viele denen es wirklich gut geht, die aber nur aus purem geltungsbedürfniss so handeln.viele schaffen sich diese probleme selbst indem sie sich irgendeinen mist einreden.und wenn die mädels sich ständig von klein auf lauter soapschrottserien ansehen ist es klar dass die irgendwann verblöden und auf dumme gedanken kommen und an dieser stelle sollte es auch einmal bei den eltern klicken. letztendlich trägt die gesellschaft einen kleinen teil dazu bei, für die eigenen handlungen ist man jedoch selbst verantwortlich.
Geändert am 24.12.2002 um 19:07 Uhr von Daevas
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Nutzer: GNI
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geschrieben am: 24.12.2002    um 22:46 Uhr   
Meiner meinung nach ist die Heutige Gesellschaft a)zu schnell lebig. b)ungesund.

Was die Jugend und ihre Probleme betrifft: beide Eltern arbeiten , keiner kümmert sich um sie wie sie es bräuchten...
sie werden Krank wegen ihrer ungesunden ernährung (Mc doof etc,.) außerdem ist der Menschliche Körper nicht mehr an dinge wie körperliche Arbeit gewohnt.

vergleichen wir doch mal mit dem schönen Mittelalter der Mensch lebte soweit es ihm möglich war gesund/ sie waren kräftig gebaut; lebten in Gemeinschaften, die Folgen waren das der Mensch gut leben konnte und was ist mit Heute? der Mensch lebt weder Gesund noch in Gemeinschaften wie Heute. und der Körper hat sich evolutions bedingt so verändert das wir net mehr "arbeiten" können wie damals....

Das sich sowas in der Jugend äußert is doch klar.. nur schade das man die Zeit nicht zurück drehen kann. (seuftz)
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Nutzer: daevas
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geschrieben am: 24.12.2002    um 22:55 Uhr   
im mittelalter sind die menschen auch nicht so sehr alt geworden, aufgrund dessen dass sie physisch stark geschwächt waren(und dies mehrfach sehr früh) oder erkrankten...
und was heißt ungesunde ernährung?keiner zwingt die jugend bei mcdonalds zu essen und wenn es nur einmal im monat vorkommt dass man dort speißt ist das auch nicht so schädlich.
ich weiß ja nicht, möchtest du rackern, wie man es im mittelalter getan hat???
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Nutzer: Feuerpfote
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geschrieben am: 24.12.2002    um 23:53 Uhr   
Ich muss zugeben: Ich bin 13 und von meiner Sicht aus... geht es mir schlecht... Ich bin körperlich gesund... aber seelisch weiß ich nicht was mit mir los ist... Mir geht es aus irgenteinem Grund nicht gut. Denke manchmal, nachts, wenn es (nach meiner schwankenden Meinung) nach der ruhigste ort ist... manchmal auch darüber nach, was los wäre wenn ich mich umbringen würde... ich sag das nicht einfach so... es ist so.... Würden meine Eltern weinen? Wer würde traurig sein? Was würde meine Klasse machen, wenn sie hört, dass ich mich umgebracht habe..? Was würde sich ändern im Leben der adneren? Was in meinem? Ich habe auch ein ziehmliches Problem mit irgenteiner "zwangskrankheit". eine art "pingeligkeit". Meine Freunde würden alle unseren Schulhof anpacken... ich nicht, weil ich sehe wie alle darauf "rotzen"... Ich fahre nicht gerne bus... wer saß dort schon alles? Obdachlose? Alkoholiker? Was weiß ich!
Liegt es daran, dass ich Einzelkind bin?

Ich hab jetzt keinen Bock mehr was zu schreiben...

Feuerpfote
Geändert am 25.12.2002 um 00:04 Uhr von Feuerpfote
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Nutzer: mies_gelaunt
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geschrieben am: 25.12.2002    um 13:00 Uhr   
im mittelalter war die ernährung nicht gut. die menschen hatten meistens gerade genug um nicht zu sterben. gut gebaut können sie gar nicht gewesen sein. fleisch gab es nur selten, kartoffeln, reis etc kamen erst in der frühen neuzeit nach europa (oder von welcher zeit redest du, wenn du von mittelalter sprichst?) das, was es im mittelalter gab, war haferbrei- morgens, mittags, abends. tut mir leid, aber gesund war das nicht. hart gearbeitet haben sie wohl, dass ist war. aber es stimmt nicht, dass sie früh gestorben sind. ok, über 80 wurden wohl wenige, aber 70 war ein alter, dass durchaus erreicht wurde. dass die durchschnittliche lebenserwartung so niedrig war, lag daran, dass so viele kinder vor ihrem 5. lebensjahr starben. und frauen starben häufig wohl im alter zwischen 25 und 40 (?) bei der geburt ihrer kinder.

aber mich wundert nur, dass so viele jugendliche(!) die schnauze voll haben vom leben und ernsthaft in erwägung ziehen sich umzubringen. das leben ist doch aufregend, ständig passiert was neues, unerwartetes, ständig trifft man neue, interessante menschen.
ich kannte einen, der war nach dem krieg 10 jahre in sibieren. gefangen. 10 ganze jahre. er kam mit den letzten gefangenen 1955 nach deutschland zurück. als er in den 80ern erfuhr, dass er krebs habe und nur noch ein halbes jahr zu leben, es sei denn er stelle seine ernährung um (kein fleisch), tränke keinen alkohol mehr und tränke eine gewisse teesorte, dann habe er noch 2 jahre zu leben. daraufhin erwiderte er:" die 2 jahre nehme ich noch mit"
und tatsächlich, er hat all das gemacht was die ärzte ihm sagten und starb wirklich erst 2 jahre später. und da fragte ich mich, ein mann der soviel durchgemacht und erlebt hat, wünscht er sich nicht den tod, die erlösung von den schlechten erinnerungen? nein, ausgerechnet er fand das leben toll und wollte noch 2 jahre länger leben.

ich verstehe nicht, wie man eine so schlechte lebenseinstellung haben kann wie viele jugendliche, nur weil sich die eltern getrennt haben oder ähnliches. ist doch blödsinn. dass leute sterben ist normal und gehört zum kreis des lebens dazu, wenn ein familienmitglied stirbt, ist das noch lange kein grund sich umzubringen. und so schlecht kann ein leben doch gar nicht sein, oder kann es das? spätestens wenn man erwachsen ist, hat man sein eigenes leben, ist unanbhängig von den eltern und kann das leben so gestalten wie man es sich wünscht. also kein grund schon mit 13 aufzugeben, nur weil einem das leben grad mal nicht gefällt.
außerdem denk ich, dass man eine gewisse verantwortung gegenüber freunden und der familie hat. die meisten die sich umbringen haben ja keine ahnung, was sie damit ihrer familie (und ihren freunden) antun.
früher im mittelalter, als da ein kind starb, wars eben pech. da hats niemanden interessiert weil die kindersterblichkeit sehr hoch war. die menschen konnten nicht trauern wie heute, denn dann wären sie daran zerbrochen. heute ist es eine tragödie wenn ein kind stirbt, denn es ist nicht üblich und schon gar nicht notwendig.
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Nutzer: daevas
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geschrieben am: 25.12.2002    um 14:22 Uhr   
dem kann ich mich nur anschließen
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Nutzer: TheDeathwalker
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geschrieben am: 25.12.2002    um 14:23 Uhr   
Hmm ich finde diese Worte doch recht... komisch. Sicher kann man viel vergleichen zu heute und früher und ich denke für alles gibt es eine Ursache oder einen Grund. Jeder Mensch besitzt eine Seele und somit Psyche und jeder Mensch hat mal Phasen oder Probleme mit der Psyche wo es einem nun mal schlecht geht.
Ich will das mal an meinem Beispiel erläutern und somit klar machen, das unsere Jugend, also nicht die ganze "verweichlicht" ist. Ich bekomme seit ich denken kann immer nur zu hören "du bist Fett, du bist scheiße" und anderes. Mit 7 hegte ich Selbstmordgedanken und wenn ich an diese Zeit zurück denke muss ich ehrlich sagen, das wir in einer scheiß verdammten Gesellschaft leben und diese baut sich immer mehr aus.
Im Kindergarten wurde ich nur gehenselt, weil ich eben recht dick (war). Das ging das bin hin über zur Schule, bis ich dann so weit unten war, das es extrem ins Gegenteil überschlug. Ich bin 16 Jahre jung und habe schon zwei Therapien hinter mir..... nicht weil ich verweichlicht bin, sondern auch weil die Gesellschaft dermaßen dumm ist. Das soll nun nicht heißen, das ich mich als Opfer sehe oder ähnliches, jeder ist nicht einfach und nur mit Toleranz und gutem Willen kann man was schaffen, und ich denke ein einzelner weiß das auch, aber wenn sich das mal so ansieht, mit den ganzen Cliquen und so. ... ist das doch recht traurig.
Da wundert es mich nicht das ein 13 jähriger schon Probleme hat und das sind meißt diese Probleme... der Gruppenzwang den man sich nicht anschließen will/kann.
Und nicht nur die Jugend leidet unter der Gesellschaft nein auch die Gesellschaft.
Geht mal nur auf das Verhalten der Menschen konzentriert durch die Stadt, danach schaudert es euch. Blicke sagen viel und manchmal ist es besser nicht zu wissen was andere denken.
Und ehrlich muss ich sagen: Früher gab es sicher weniger Fälle von psychischen Krankheiten aber etweder leiden die Menschen heute an mangelndem oder zu viel Selbstbewusstsein, es gibt kaum noch wenige die das gesunde Zwischenmaß besitzen......

Nur wir könnnen das ändern aber es wird nicht gehen da es zu viele gibt die es einfach nicht sehen wollen und ich bewundere die, die dieses Problem erkannt haben und sich nicht dem niederen Niveau der großen Gesellschaft hingeben und so wie es aussieht haben viele hier dieses Problem verstanden und das macht mich irgendwie glücklich....

Geht mal nur auf eure Umwelt konzentriert einen Tag durch das Leben, dann sehr ihr warum sich 13 jährige ritzen, 16 jährige Magersüchtig sind und manch erwachsener in einer Therapie sitzt weil er mit dem Alltag und der Gesellschaft nicht mehr fertig wird und dieses Alter geht immer weiter runter...


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Nutzer: Gast_nikita
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geschrieben am: 25.12.2002    um 15:30 Uhr   
muss man sich denn dem gruppenzwang hingeben?
ich meine gut, ich habe mit 13 mal an einer zigarette gezogen (ok, an mehreren) doch ich entschied, dass ichs nicht mag und habe nie das raucen angefangen. ich war auch noch nie betrunken, ich hab auch nicht vor es jemals dazu kommen zu lassen. egal was andere jugendliche darüber denken. alkohol ist zwar ne legale droge, doch die wirkung schreckt mich ab. es soll nicht heißen, dass ich nix trinke, aber in maßen, denn ich halte die droge für gefährlich. gruppen, die einen starken zwang in irgendeine richtung ausüben bleibe ich fern.
ich möchte mein eigenes leben führen ohne große einflüsse von außen. doch leider kann man nur als einsiedler von einflüssen verschont bleiben. denn die medien vermitteln immer gewisse eindrücke. aber das lenkt vlt zu sehr vom thema ab.
man darf nicht so viel auf das geben, was andere sagen. man muss für sich selbst herausarbeiten: wer bin ich? was ist für mich wichtig? was möchte ich erreichen?
man sollte sich nicht unbedingt zu herzen nehmen, was andere sagen, denn wer heute dein freund ist, kann morgen dein feind sein. ich sage nicht, dass man niemandem vertrauen soll, sondern einfach nur aufpassen, wem man vertraut. das ist oft nicht einfach. wichtig ist, dass man auf sich selbst hört und sich selbst treu ist.
in der theorie hab ich das gelernt. das habe ich für mich heruasgearbeitet. doch fällt es mir schwer das in die tat umzusetzen. ich bin überzeugt, ich werde es eines tages schaffen, doch es wird ein langer steiniger weg und ich werde viel geduld mit mir und meinen mitmenschen brauchen.
vlt ist das auch der falsche weg unserer westlichen gesellschaft: zeit ist geld. alles muss schnell gehen. das ist blödsinn. aus der ruhe kommt die kraft. man muss sich zeit nehmen und geduldig sein. man kann viel erwarten, doch nicht sofort.
jede gesellschaftsform hat seine vor- und nachteile. die östliche kultur ist eine ganz andere, doch macht sie die jugendlichen auch nicht glücklich. jeder muss seinen eigenen weg gehen und wenn er extrem von der norm abweicht, sollte man sich ein dickes fell zulegen.
aber ich gebe einen scheiß darauf, was fremde von mir denken. das tangiert mich schlichtweg nicht, denn sie kennen mich nicht. verurteilen sie mich, bevor sie mich richtig kennen, haben sie wohl kaum ein interesse daran mich kennenzulernen. dann sollen sie meinetwegen auch denken was sie wollen. mir ist nur wichtig was die leute die mich sehr gut (!) kennen über mich denken, aber bei denen brauch ich mich auch nicht zu rechtfertigen, denn sie verstehen mich.
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Nutzer: Feuerpfote
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geschrieben am: 25.12.2002    um 16:36 Uhr   
Nun... bei mir ist es so... Ich bin der jüngste in meienr Klasse, sehe von außen zwar dünn aus... aber im sportuntericht kann man schon meinen etwas dicken bauch sehen ;)... Aber alle anderen... fast alle sind dünn, haben ihren waschbrettbauch... und ich? ich habe meine "Zwangskrankheit" und meinen Bauch.... ich werde ge"hänselt" und was weiß ich... ich bin gut in der schule... werde desshalb als streber beschimpft, obwohl ich kein bisschen lerne (anderes thema "was" ein streber ist... ist wohlmöglich ansichtssache)... Aber ich versuche mich immerwieder von diesen anderen anderen wegzudrücken, den anderen die meinen sie wären die tollsten und könnten wunderbar rumprotzen! Sie fotographieren ihre "männlichkeit" und zeigen es in der schule rum... so bin ich nicht und so will ich auch nicht werden... wenn ich dann nach hause komme... mit meinen eltern kann ich über sowas irgentwie nicht reden... sie meinen es zwar immer... aber ich kann es einfach nicht... dann setzt ich mich an den computer und verziehe mit ich "meine" welt... in die welt in der ich, ich seihen kann... oder in die welt in der ich wer anderes seihen kann... wo ich mir "meine" welt im größten teil aussuchen kann... dort wo ich etwas bin. Am computer. und die meiste zeit verbringe ich sowieso im zauberwald... um einfach nur ruhe zu finden... spass... wo ich mein leben für kurze zeit vergessen kann...

und leider ist das so... aber zum glück gibt es ja auch freunde... um all sowas durchzustehen... und würde jeder mensch tolerant sein... würde es auch solche probleme nicht geben. meine meinung... auch wenn der beitrag etwas vom thema abgekommen ist...
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"Autor"  
Nutzer: TheDeathwalker
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geschrieben am: 25.12.2002    um 17:32 Uhr   
stimmt wir sond ein wenig vom Thema weg und damit das nicht zu unübersichtlich wird, aber auch dieses ein Thema ist welches ernst genommen werden muss mache ich damit mal einen Thread auf....
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Nutzer: Niclara
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geschrieben am: 07.01.2003    um 18:56 Uhr   
...
Geändert am 22.01.2003 um 17:34 Uhr von Niclara
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"Autor"  
Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 07.01.2003    um 22:36 Uhr   
Hmmm, es gibt viele Urachen und viele Möglichkeiten....
Wenn ich mir die Kiddies ansehe, sehe ich drei "Gruppen" von Kiddies. Eine "Gruppe" die sich voll in die ach so geilen Klicken reinhängt und dort jeden Mist mitmachen und sich vom Gruppenzwang erschlagen lassen und dann nicht weiterwissen. Die zweite Gruppe wären die Kiddies, welche sich zwar mit den Klicken beschäftigen, aber sich dann doch lieber auf ihre Freunde berufen, wenn sie etwas unternehmen wollen.
In der dritten Gruppe sind diejenigen versammelt, die glauben sie währen dick, dumm usw usw und von der Aussenwelt (den Klicken insbesondere) darin bestärkt werden und somit noch weiter rausfallen.
Ein grosses Problem was ich sehe ist, dass a) beide Eltern arbeiten müssen um die Familie zu ernähren, es aber die Grossfamilie in dem Sinne nicht mehr gibt. b) Die bereitschaft in manchen sozialen Gruppen zur Gewalt gegenüber "schwächeren" extrem gross ist. (Dies Problem habe ich bei meinem Neffen kennengelernt)
Ich könnte davon noch jede Menge von mir geben..... aber es sollte für heute Ausreichen.

Ich selber war in meiner Pubertären Zeit ein Aussenseiter, weil ich keinen Bock hatte mich den "Ansprüchen" der Klasse in bezug auf Klamotten anzupassen und das war vor 20Jahren auch nix anders wie heute.

griez
Meno
Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare
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"Autor"  
Nutzer: Azze
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geschrieben am: 07.01.2003    um 22:48 Uhr   
(zitat)Ich denke, das man der Jugend mal lieber einen Metallbaukasten in die Hand drücken sollte statt der Fernbedienung/Discogeld/Bravo.(/zitat)
Hunnert Punkte Rammi.
(/zitat)ja, es ist die gesellschaft die unsere jugend kaputt macht.(/zitat)
Die böse Gesellschaft, die. Ich dachte immer, die setzt sich unter anderem auch aus uns zusammen ? ;-)
Mal im Ernst, es nützt wohl nicht viel, sich über vermeintlich Verantwortliche aufzuregen. Jeder, (fast) egal wie alt, hat die Chance, aus seinem Leben etwas zu machen. Dabei spielt die Erziehung natürlich eine große Rolle... aber ich wehre mich grundsätzlich gegen pauschale Aussagen á la "Da ist die Gesellschaft dran schuld, oder meine Eltern, oder Lehrer..."
Irgendwann muß sich jeder selbst an die Nase fassen und sich fragen, was er im Leben geschafft hat. Punkt.

Gruss Azze


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Nutzer: Gilthanas
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geschrieben am: 08.01.2003    um 13:10 Uhr   
korrekt azze !

alle jammern immer rum...die da sind alle schuld...ich kann doch nix dafür...nervnerv...

man sollte auch mal ein wenig selber an sich selbst arbeiten, anstatt alles immer auf äußere einflüsse zu schieben.

meine eltern haben sich auch getrennt als ich 13 war...na und ? deshalb bricht doch noch lange keine welt zusammen...nur ein teil davon. ich bin mit meiner mutter und meiner schweste aufgewachsen..mein mum arbeitete immer bis 17 uhr...auch kein problem. früher hing ich dann oft mit freunden !draußen! rum und wir haben uns in die wiesen seitlich der ruhr (fluß) verzogen und dort bis abends geplappert. am wochenende ne party und dann wieder schule und feundeskreis erweitern. das ging bis in die 11. klasse so. dann hatte ich keinen bock mehr und hab die schule geschmissen.viele haben da schon gedacht..was soll aus dem nur werden ??? dumme leute haben versucht mir druck zu geben...du mußt dies und jenes machen ! lmaa dachte ich mir nur. dann kam die entscheidung...bund oder zivi ??? habe mich lieber für den bund entschieden, 1. weil ich dachte..hey...das ist wie ein fereinlager mit zelten..und disziplin kriegste auch noch eingetrichtert...und 2. weil ich nicht so gern "essen auf rädern" oder z.b. im altenheim arbeiten wollte (ja...ich bin wenig gesellschaftsdienlich*kotz*dauerargument)nach meinen *hehe* 8 monaten bund hab ich meine ausbildung angefangen und die drei jahre schnell durchgezogen...gehe immernoch jedes we auf partyŽs und mache oft highlife mit. ich habe auch meine kleinen probleme (auch größere) aber jeder muß damit fertig werden !!!! rauche mir gerne abends einen joint. kümmere mich lieber um die probleme anderer als um meine eigenen.
es gibt sicherlich kindheiten die schwierig sind, aber das ist noch kein grund über selbstmord nachzudenken oder sich körperteile aufzuschneiden. sorry, aber solche leute. egal ob sie was dafür können oder nicht, haben von mir kein mitleid oder ähnliches zu erwarten. man muß nicht mit solchen sachen auf sich aufmerksam machen, sondern kann dies auch durch andere dinge tun.

aus einem kind das 13 ist, nur mit der mutter und schwester aufwächst, nach der 11. klasse die schule schmeisst, von einer party auf die nächste geht, leichte drogen nimmt, kann auch ein selbstständiger unternehmer werden...so wie ich(25) es bin.

S.P.Q.R.der Gilt...
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Nutzer: daevas
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geschrieben am: 08.01.2003    um 17:07 Uhr   

es gibt sicherlich kindheiten die schwierig sind, aber das ist noch kein grund über selbstmord nachzudenken oder sich körperteile aufzuschneiden.


bitte verallgemeinere dies doch nicht. jeder mensch ist verschieden und somit auch seine lebensgeschichte. jeder reagiert mit seiner art auf schicksalschläge und denkt anderst darüber.
außerdem gibt es menschen die das ritzen als ene art vorübergehende erlösung von ihren problemen ansehen.

dae
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Nutzer: Gilthanas
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geschrieben am: 08.01.2003    um 17:15 Uhr   
ich habe ja auch geschrieben das es sicherlich kindheiten gibt die schwierig sind, und net das alle mit schwieriger kindheit das machen.

das jeder mensch verschieden is weiß ich sehr gut, wollte ja auch niemanden persönlich angreifen. nur es geht auch anders, man muss nur den richtigen (subjektiv) weg finden.

sich in eine leere zu flüchten bringt, meiner meinung nach, überhaupt nichts. eine zeitlang braucht der mensch das ab und zu, aber man sollte es nicht zum dauerzutand werden lassen.

srz nochmal wenn sich jemand angegriffen oder verallgemeinert fühlen sollte !

S.P.Q.R.der Gilt...
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Nutzer: john_sinclairX
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geschrieben am: 08.01.2003    um 17:18 Uhr   
SEID IHR 13????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????
na also....

ich abba.....
Geändert am 08.01.2003 um 17:31 Uhr von john_sinclairX
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"Autor"  
Nutzer: daevas
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geschrieben am: 08.01.2003    um 17:37 Uhr   
um dies alles was hier schon geschrieben wurde zu erkennen muss man nicht 13 sein, des ganze herrscht schon seid langem.
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