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geschrieben am: 25.12.2002 um 13:00 Uhr
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im mittelalter war die ernährung nicht gut. die menschen hatten meistens gerade genug um nicht zu sterben. gut gebaut können sie gar nicht gewesen sein. fleisch gab es nur selten, kartoffeln, reis etc kamen erst in der frühen neuzeit nach europa (oder von welcher zeit redest du, wenn du von mittelalter sprichst?) das, was es im mittelalter gab, war haferbrei- morgens, mittags, abends. tut mir leid, aber gesund war das nicht. hart gearbeitet haben sie wohl, dass ist war. aber es stimmt nicht, dass sie früh gestorben sind. ok, über 80 wurden wohl wenige, aber 70 war ein alter, dass durchaus erreicht wurde. dass die durchschnittliche lebenserwartung so niedrig war, lag daran, dass so viele kinder vor ihrem 5. lebensjahr starben. und frauen starben häufig wohl im alter zwischen 25 und 40 (?) bei der geburt ihrer kinder.
aber mich wundert nur, dass so viele jugendliche(!) die schnauze voll haben vom leben und ernsthaft in erwägung ziehen sich umzubringen. das leben ist doch aufregend, ständig passiert was neues, unerwartetes, ständig trifft man neue, interessante menschen.
ich kannte einen, der war nach dem krieg 10 jahre in sibieren. gefangen. 10 ganze jahre. er kam mit den letzten gefangenen 1955 nach deutschland zurück. als er in den 80ern erfuhr, dass er krebs habe und nur noch ein halbes jahr zu leben, es sei denn er stelle seine ernährung um (kein fleisch), tränke keinen alkohol mehr und tränke eine gewisse teesorte, dann habe er noch 2 jahre zu leben. daraufhin erwiderte er:" die 2 jahre nehme ich noch mit"
und tatsächlich, er hat all das gemacht was die ärzte ihm sagten und starb wirklich erst 2 jahre später. und da fragte ich mich, ein mann der soviel durchgemacht und erlebt hat, wünscht er sich nicht den tod, die erlösung von den schlechten erinnerungen? nein, ausgerechnet er fand das leben toll und wollte noch 2 jahre länger leben.
ich verstehe nicht, wie man eine so schlechte lebenseinstellung haben kann wie viele jugendliche, nur weil sich die eltern getrennt haben oder ähnliches. ist doch blödsinn. dass leute sterben ist normal und gehört zum kreis des lebens dazu, wenn ein familienmitglied stirbt, ist das noch lange kein grund sich umzubringen. und so schlecht kann ein leben doch gar nicht sein, oder kann es das? spätestens wenn man erwachsen ist, hat man sein eigenes leben, ist unanbhängig von den eltern und kann das leben so gestalten wie man es sich wünscht. also kein grund schon mit 13 aufzugeben, nur weil einem das leben grad mal nicht gefällt.
außerdem denk ich, dass man eine gewisse verantwortung gegenüber freunden und der familie hat. die meisten die sich umbringen haben ja keine ahnung, was sie damit ihrer familie (und ihren freunden) antun.
früher im mittelalter, als da ein kind starb, wars eben pech. da hats niemanden interessiert weil die kindersterblichkeit sehr hoch war. die menschen konnten nicht trauern wie heute, denn dann wären sie daran zerbrochen. heute ist es eine tragödie wenn ein kind stirbt, denn es ist nicht üblich und schon gar nicht notwendig. |
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