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geschrieben am: 22.12.2002 um 22:04 Uhr
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Mal zu etwas anderem:
a) Wie alt ist die Durchschnittshexe?
Hinweise auf das Alter von Hexen lassen sich vielfach inden erhaltenen Prozeßquellen vorfinden. Sie weisen alle darauf hin, daß die typische Hexe eher eine alte Frau als eine junge ist. Bei Soldan/Heppe (Hexenprozesse) läßt sich dennoch kein Durchschnittsalter ermitteln.Vermutlich hilft hier das Werk von Preussler, der angibt, daß eine Hexe mit 127 Jahren noch nicht alt genug ist, um am Tanzvergnügen auf dem Blocksberg teilnehmen zu dürfen. Analog zum derzeit in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Jugendschutzgesetz bzw. den in diesem Zusammenhang einschlägigen Bestimmungen über das Mindestalter von Jugendlichen beim Besuch von Tanzveranstaltungen ist eine mittlere Lebenserwartung von Hexen mit ca. 575 Jahren anzusetzen - vorausgesetzt, daß nicht durch übereifrige Inquisitoren oder Steuerfahnder die Existenzgrundlagen in erheblicher Weise beeinträchtigt werden, was selbstverständlich nicht ohne Auswirkungen auf den statistischen Durchschnitt bei der Lebenserwartung ist.
b) Welche Haarfarbe hat diese, welche Utensilien führt sie gemeinhin mit sich
Entgegen landläufiger Meinung ist Hexe nicht gleich Hexe.Um noch einmal Preußler zu zitieren, gibt es Berghexen, Waldhexen, Sumpfhexen, Nebelhexen und Wetterhexen, Windhexen, Knusperhexen und Kräuterhexen. Die moderne Hexenforschung dürfte dem noch etliches an Sorten hinzuzusetzen haben. Eine eindeutige Aussage zur Haarfarbe läßt sich daher nicht machen. Die ersten bekannten praktizierenden Hexen stammen aus der vordavidischen Epoche des alten Israel (z. B. die Hexe von Endor). Es ist anzunehmen, daß sie sich in ihrer Haarfarbe nicht von der übrigen Bevölkerung unterschieden haben, in der vermutlich schwarze Haare vorherrschend waren. Andererseits ist die Hexe, die dem Germanicus bei seinemVorstoß nach Niedersachsen begegnete, eine frühe Vorform unserer derzeitigen Kanzlersgattin gewesen. Es ist nicht auszuschließen, daß das hartnäckig wiederkehrende Vorurteil, Hexen seien in aller Regel rothaarig, seine Begründung darin hat, daß weibliche Wesen bis auf den heutigen Tag den Hang verspüren, ihre schöne kastanienbraune oder honigblonde Haarfarbe in ein hennagefärbtes Einheitsrot umzuwandeln. Bezüglich der Utensilien, die eine Hexe mitzuführen pflegt, ist es ebenfalls nicht einfach, eine pauschale Antwort zu geben. Die Frage der Utensilien ist hier wesentlich abhängig vom Zweck. Das Signifikante hexischer Existenz ist dabei natürlich der Flug durch die Luft. Hierzu sind diverse Fortbewegungsmittel zu nennen. Ich zitiere aus der "Blocksberges Verrichtung oder ausführlicher geographischer Bericht/ von den hohen trefflich alt- und beruehmten Blocks=Berge ingleichen von der Hexenfahrt/ und Zauber-Sabbathe/ so auff solchen Berge die Unholden aus gantz Teutschland/ jährlich den 1.Maijin Sancte Walpurgis Nacht anstellen sollen ..." des Johannes Praetorius(Frankfurt 1669).
c) Gibt es geschichtliche Hinweise auf Hexen mit blonden Haupthaar und blauen Augen?
Es ist als eindeutig erwiesen anzusehen, daß unter den weiblichen Personen, die in den vergangenen Jahrhunderten wegen Hexerei rechtskräftig verurteilt worden sind, etliche blond und blauäugig gewesen sind. Gleiches gilt auch für verschiedene moderne Hexen (z.B. Hilfe - Meine Frau ist übersinnlich, Hollywood 1941). Allerdings gilt es in der seriösen Wissenschaft nicht als korrekt, daraus den Umkehrschluß zu ziehen. Nach der communis opinio der Hexenforschung ist die Tatsache, daß eine Frau blond ist, kein signifikanter Hinweis darauf, daß sie eine Hexe ist. Um herauszufinden, ob eine blonde Frau eine Hexe ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zunächst einmal ist es sinnvoll, durch Beobachtung Fakten zu sichern. So empfiehlt es sich z.B. ihre Wohnung zu beobachten, um festzustellen, ob sie sich des Nachts (vor allem in der Nacht vom 30.04. auf den 01.05.) nackt aus ihrem Schornstein schwebend auf einem der oben beschriebenen Geräte in die Lüfte hebt. Dies sollte einen hinreichenden Verdacht begründen. Sofern sich hier keine eindeutigen Beobachtungen machen lassen, läßt sich immer noch hoffen, daß durch das Empfangen zwischenmenschlicher Signale Klarheit geschaffen werden kann. Der Begriff "Hexe" ist nämlich erst in unserer heutigen Zeit allgemein gebräuchlich geworden. Frühere Jahrhundert (s. o. den Titel des Buches von Praetorius) sprachen dagegen von "Unholden".
(Quelle:IGL-Buch)
Nun ich stelle mir die HExe immer noch so vor:
Alt,Puckel,Rote Haare,Warze auf der Nase und eine Katze auf der Schulter ...
~Angel~
Geändert am 22.12.2002 um 22:08 Uhr von guardianAngel_ Geändert am 22.12.2002 um 22:18 Uhr von guardianAngel_ |
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