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Liebe - die gesellschaftliche Katastrophe |
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geschrieben am: 28.07.2002 um 23:25 Uhr
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Sagt mal, was ist eigtlich diese Liebe? Ist sie nicht so selbstbetrügerisch wie nichts anderes?
Wen liebe ich denn, wenn nicht mich? Liebe ich jemanden, liebe ich ihn meinentwegen. Bin ich ich gekränkt ist es meine Eitelkeit, die gekränkt ist.
Wie lange soll die Liebe dauern? Ewig, einen Moment, einen Sommer?
Ich weiß so wenig über die Liebe, was macht sie so schön? Beitrag wurde von Ice am 26.09.2002 um 16:50 Uhr aus dem Forum Fetish & more verschoben. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.07.2002 um 00:49 Uhr
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Hi Baader, ewig nicht gelesen...
Meiner Meinung nach kann Liebe selbstbetrügerisch sein - muss sie aber nicht.
Wenn du dich selbst nicht liebst (auf irgendeine Art und Weise, und sei es nur ein wenig) kannst du auch niemand anderes lieben - nicht wirklich und aus tiefstem Herzen.
Und die Frage, wie lange die Liebe dauern sollte... Also ich denke mal - die Liebe gibt es auch ohne mich, ohne dich - aber nicht ohne Menschen... Deswegen dauert sie ewig - egal, ob sie es sollte oder nicht.
Gruss Azze |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.07.2002 um 12:28 Uhr
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lieber baader,
manche menschen werden liebe nie fühlen, erleben, weil sie die liebe nicht wollen und dieses tiefe gefühl abblocken, sobald es zu nahe an sie herantritt...
in gedanken
nove |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.07.2002 um 14:32 Uhr
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WAS ES IST
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Erich Fried
...aber das alles kennst du ja sicher schon...nun kannst du auswählen was bei dir über die liebe gesiegt hat...
liebe grüsse indi Geändert am 29.07.2002 um 14:34 Uhr von indira |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 01:21 Uhr
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Lieber Azze,
ne ich glaube nicht, dass es am "Selberlieben" liegt. Es ist ein gesellschaftliches Problem. Wir glauben die Liebe sei ein universelles vorhandenes Gefühl, das immer schon dagewesen sei. Aber sie existiert nur in unseren Köpfen. Wir glauben sie sei da aber wir lassen sie erst entstehen - durch uns.
Was wir als "Liebe" bezeichnen meint allzuoft nur "Körper". Und das Gefühl befriedigt tatsächlich nur das empfindende Individum. Ich glaube nicht, dass es eine Befriedigung durch das Gefühl gibt, die beide "Liebenden" befriedigt.
Baader
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 01:26 Uhr
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Liebe Novecenta,
aber die Frage ist doch, ob es dieses Gefühl überhaupt in der Weise gibt, in der wir es deffiniert haben. Kann das Gefühl "Liebe" das tragen, was es von uns -als Gesellschaft- aufgetragen bekommt?
Gehe ich davon aus, dass dieses Gefühl kulturgeschichtlich künstlich entstand braucht man es nicht zulassen, da es nicht existent ist.
Baader |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 01:56 Uhr
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lieber baader,
ich denke nicht dass es ein "wir" gibt, die das gefühl der liebe definiert haben...es ist und wird immer ein subjektives gefühl bleiben und jeder wird dieses grosse wort "liebe" für sich anders definieren.....was für den einen schon liebe ist, muss es für den anderen noch nicht sein...
was bekommt denn die liebe deiner meinung nach gesellschaftlich aufgetragen und was macht dich so sicher dass sie immer daran scheitern wird?
In deinem letzten satz sehe ich ein widerspruch an sich....da etwas das kulturgeschichtlich entstand (also hier das gefühl liebe) nicht "künstlich" sein kann, sondern als "ursehnsucht" von generation zu generation weitergetragen wird...
gute nacht
nove Geändert am 30.07.2002 um 01:59 Uhr von novecenta |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 02:50 Uhr
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Moin lieber Baader,
um mal "klugzuscheißen" - gesellschaftliche Probleme entstehen durch uns, durch Menschen als kleinste Zelle der Gesellschaft. Und, obwohl anders ausgedrückt, meinen wir dasselbe - die Liebe als Gefühl existiert in vielen Menschen und wird erst durch Menschen zum Leben erweckt, was aber nicht heißt, daß du oder ich sie zwangsläufig fühlen, leben bzw. erleben müßten. Auf jeden Fall bin ich sicher, daß ich die Liebe nicht auf das Körperliche reduziere, wahrhafte Liebe ist viel mehr als das... Und ob du Liebe fühlen kannst, hat meiner Meinung nach nicht primär mit gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun - das subjektive Gefühl kannst du für dich empfinden und bewahren, wenn du es willst...
Gruss Azze |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 06:04 Uhr
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(zitat)lieber baader,
manche menschen werden liebe nie fühlen, erleben, weil sie die liebe nicht wollen und dieses tiefe gefühl abblocken, sobald es zu nahe an sie herantritt...
in gedanken
nove(/zitat)zu fühlen ist das eine .. liebe zu empfangen etwas ganz anderes ..
V., die mit sicherheit so schnell niemanden mehr an sich ranlässt |
| ich bin verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was DU verstehst! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 10:14 Uhr
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liebe ist ein gefühl der zärtlichkeit, des beschützenwollens. der anspruch, es muss liebe für immer sein, ist überzogen und eigentlich schon das ende der liebe.
liebe kennt keine "wenn und aber".
es stimmt, liebe kann man sich auch einreden. das ist aber nur scheinbar liebe und vielmehr ein verlangen - also, wieder ein anspruch und selbstverliebt.
nach meiner auffassung kann man keinen menschen lieben, den man nicht kennt, mit dem man nicht tag aus tag ein den alltag teilt. liebe entsteht, wächst zu einer tiefen zuneigung, zu einem innigen miteinander. dieses gegenseitige geben und nehmen, das immer wiederkehrt - DAS ist LIEBE! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 17:08 Uhr
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. Geändert am 09.08.2002 um 14:29 Uhr von Annabell33 |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.07.2002 um 16:16 Uhr
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<<< zensiert >>>
ich habe es dir dich schon einmal geschrieben ... auseinandersetzungen in dieser form habem im forum nichts zu suchen
wenn du lediglich darauf aus bist zu beleidigen, dann verkneif dir das posten lieber, dass spart mir ein bischen arbeit und dir das zensiert werden
danke
Ice
Geändert am 01.08.2002 um 04:16 Uhr von ice |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.07.2002 um 18:52 Uhr
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<<< zensiert >>>
Ice
Geändert am 01.08.2002 um 04:17 Uhr von ice |
| Link - die hessische Bergstrasse und der Wein.... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.07.2002 um 20:56 Uhr
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magicnomi...bitte laß in Zukunft derart bescheuerte, überflüssige und provozierende Bemerkungen....
sich grad grün ärgert
tinker |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.07.2002 um 23:27 Uhr
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Liebe Novecenta,
ja das Gefühl, das wir als Liebe bezeichnen ist sicher subjektiv, aber gerade darin liegt auch der Grund, der es nicht zu einem "Ur"-Bestandteil unserer Art macht. Anders als Angst zum Beispiel. Wir, also wir Meschen, haben es entstehen lassen, haben uns die Mischung gewählt, aus Trieb und Gewohnheit und haben es dann Liebe genannt.
Aber weißt Du was? Wenn jemand diese Mischung verspürt, die dann in der subjektiven Dosierung ganz individuell Liebe genannt wird ist es doch eigndlich egal was ist. Dann ist es schön und es wird genossen. Aber es ist wie ein Spiegelbild, es ist sichtbar (zu fühlen) aber nicht wirklich oder nicht wirklich da wo wir sind. Verstehst Du?
Grüße Baader |
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geschrieben am: 31.07.2002 um 23:33 Uhr
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Lieber Azze,
ja wir sind einer Meinung, was das gesellschaftliche angeht.
Doch mit der Liebe ansich gehst Du mir zu unkritisch um. Du ergibst Dich Ihr ja. So als sei sie da. Aber die Frage ist ja, ist sie da? Was machen wir dazu das es Liebe wird, ein uns so bestimmendes Gefühl. Da steckt doch was dahinter. Es ist ist bestimmt nicht nur da, um uns glücklich zu machen. das sieht mir, um es mal platt zu sagen, aus wie ein Verkaufstrick.
Grüße Baader |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.07.2002 um 23:35 Uhr
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(zitat)(zitat)lieber baader,
manche menschen werden liebe nie fühlen, erleben, weil sie die liebe nicht wollen und dieses tiefe gefühl abblocken, sobald es zu nahe an sie herantritt...
in gedanken
nove(/zitat)zu fühlen ist das eine .. liebe zu empfangen etwas ganz anderes ..
V., die mit sicherheit so schnell niemanden mehr an sich ranlässt(/zitat)
Ja das ist der Punkt warum schiebt man einen Riegl vor, wenn es ein so tolles Gefühl ist?
Baader |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.07.2002 um 23:41 Uhr
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(zitat)(zitat)Liebe - die gesellschaftliche Katastrophe (/zitat)
(zitat)Nein! Vielmehr eine persönliche Katastrophe. Deswegen, weil wir krampfhaft versuchen uns an gesellschaftlich definierten Formen des Zusammenlebens zu halten. Tun wir dies nicht, werden wir als Aussenseiter abgestempelt...
Unsere Urahnen lebten in Symbiose mit sich und ihrer Umwelt, kannten Worte wie Monogamie, Ehe, Treue nicht. Ich würde mal sagen da war mehr ein Pflichtgefühl bzw. Ehrgefühl und Verantwortungsbewußtsein der "Familie" gegenüber vorhanden. Liebe definierten sie als "Überleben, Erhalt" der eigenen Art.
Heutzutage handelt jeder für sich, denkt jeder an erster Stelle an sein eigenes Wohlbefinden (seine eigene Befriedigung). Für's "Geben" wird eine Gegenleistung erwartet, daraus entsteht ein Pflichtgefühl. Das wiederum führt oft zu Missverständnissen.
Ich habe gar nichts gegen die heutige Form der Liebe, was mir noch mehr gefällt und sehr gut mit unserer heutigen Gesellschaft zu vereinbaren ist, ist "Liebe auf Zeit".
Ergo mehr Akzeptanz dafür, dass Menschen ihre eigenen Wege gehen sobald sie sich verändern. Irgendwo hier im Forum las ich den Satz "wahre Liebe gibt es nur einmal". Ich sage das empfindet man nur so, spätestens solange bis die nächste Liebe sich einstellt. Aber klar ist: eine Liebe ist nicht wie die andere, den jeder Mensch ist anders...
(/zitat)
Moin Mel,
das bedeutet aber wandel nach innen und außen. Ich meine damit Toleranz von anderen "Liebesentwürfen" und Überdenken der persönlcihen Liebesdeffinition. Bei letzterem ist die Gefahr doch riesengroß sich wieder in die üblichen Muster fallen zu lassen. Egal, wie man öffentlich liebt, wie es in einer / einem drin aussieht, das entspricht doch ganz schnell dem Schema F. Oder? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.08.2002 um 00:14 Uhr
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Unkritisch nein, ergeben ja... in gewisser Hinsicht. Und ich sagte ja schon, daß ich der Meinung bin, daß die Liebe DA IST - auch ohne uns. Hat vielleicht einen etwas mysteriösen Beigeschmack, aber so sehe ich das.
Schon öfter zitiert - aber immer wieder zutreffend und für mich die einzige Definition (leicht gekürzt)
(zitat)Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.
Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie, auch wenn ihre Stimme dich zerschmettern kann wie der Nordwind den Garten verwüstet.
Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So, wie sie dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
Steigt sie hinab zu deinen Wurzeln und erschüttert sie in ihrer Erdgebundenheit.
Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du weiss bist.
Sie knetet dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann weiht sie dich ihrem heiligen Feuer, damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.
All dies wird die Liebe mit dir machen, damit du die Geheimnisse deines Lebens kennenlernst und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.
Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst, dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken und vom Dreschboden der Liebe zu gehen
in die Welt ohne Jahreszeiten, wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen, und weinen, aber nicht all deine Tränen.
Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.
Liebe besitzt nicht noch lässt sie sich besitzen;
denn die Liebe genügt der Liebe.
Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken, denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf...
(/zitat)
Aus Khalil Gibran "Der Prophet"
Gruss Azze
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geschrieben am: 01.08.2002 um 18:59 Uhr
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(zitat)Liebe Novecenta,
ja das Gefühl, das wir als Liebe bezeichnen ist sicher subjektiv, aber gerade darin liegt auch der Grund, der es nicht zu einem "Ur"-Bestandteil unserer Art macht. Anders als Angst zum Beispiel. Wir, also wir Meschen, haben es entstehen lassen, haben uns die Mischung gewählt, aus Trieb und Gewohnheit und haben es dann Liebe genannt.
Aber weißt Du was? Wenn jemand diese Mischung verspürt, die dann in der subjektiven Dosierung ganz individuell Liebe genannt wird ist es doch eigndlich egal was ist. Dann ist es schön und es wird genossen. Aber es ist wie ein Spiegelbild, es ist sichtbar (zu fühlen) aber nicht wirklich oder nicht wirklich da wo wir sind. Verstehst Du?
Grüße Baader(/zitat)
nein lieber baader...letzteres verstehe ich nicht...
wenn wir diese liebe fühlen,also unsere ganz persönliche subjektive dosierung, dann sind wir doch ganz da..ganz in uns....dann fühle ich mich mit meinen ursehnsüchten, dann bin ich ich und sehe mich auch, aber nicht nur in diesem spiegel..
alles liebe nove Geändert am 01.08.2002 um 19:00 Uhr von novecenta |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.08.2002 um 22:56 Uhr
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Mel, ja Liebe in ihrer ganzen Ausprägung, vieles, für das dieser Begriff benutzt wird, ist schön und gibt ein so gutetes Gefühl.
Es geht mir darum was wir aus der Liebe zwischen zwei Menschen gemacht haben. Damit meine ich das Gefühl, das so viel mit Innigkeit zu tun hat.
Grüße Baader |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.08.2002 um 23:07 Uhr
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(zitat)
nein lieber baader...letzteres verstehe ich nicht...
wenn wir diese liebe fühlen,also unsere ganz persönliche subjektive dosierung, dann sind wir doch ganz da..ganz in uns....dann fühle ich mich mit meinen ursehnsüchten, dann bin ich ich und sehe mich auch, aber nicht nur in diesem spiegel..
alles liebe nove(/zitat)
Na ich meine, damit, dass man das Gefühl genießt, man es da fühlt. Aber es ist nicht da nicht greifbar. Wie einen Spiegelbild, dass man auch da glaubt, man aber nicht weißt, was geschieht, man es aber sieht/fühlt.
liebe grüße baader |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.09.2002 um 14:56 Uhr
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(zitat)das gefühl liebe nicht "künstlich" sein kann, sondern als "ursehnsucht" von generation zu generation weitergetragen wird...
(/zitat)
passender kann man liebe gar nicht beschreiben. jedoch, wer liebt, liebt oft in erster linie sich selbst. diese liebe muss entfaltet werden, dann kann man andere menschen wirklich lieben, und zuletzt auch gott, wenn man denn an so was glaubt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.09.2002 um 17:52 Uhr
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Hallo Azze!
Dein Gedicht kommt mir sehr bekannt vor! Weil wir ganz genau Deiner Meinung sind, haben wir diesen Text als Krönung unseres Traugottesdienstes gewählt.
Liebe ist schwer zu definieren. Entweder man fühlt sie oder eben nicht. Es gibt mehr als genug Menschen, die man mag, aber nicht liebt. Und irgendwann trifft man vielleicht jemanden, bei dem man sich vorstellen kann, mit ihm (ihr) alt zu werden. Wenn dieses Gefühl auch im Alltag bestehen bleibt, alle Schwierigkeiten überlebt, die das Leben nun mal so mit sich bringt, man sich nicht vorstellen kann, auf die Suche nach jemand anderes zu gehen, dann ist das wohl Liebe. Und wenn es dem anderen dann auch so geht, ist die Beziehung perfekt!
In diesem Sinne: Ein Hoch auf CW als Ehestifter von
morning_star und Germanicus |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 18.09.2002 um 07:20 Uhr
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Na da gratulier ich Euch - und setze noch einen drauf:
Von der Ehe
Dann sprach Almitra abermals und sagte:
Und was ist mit der Ehe, Meister?
Und er antwortete und sprach:
Ihr wurdet zusammen geboren, und ihr werdet auf immer zusammen sein.
Ihr werdet zusammen sein, wenn die weißen Flügel des Todes Eure Tage scheiden.
Ja, ihr werdet selbst im stummen Gedenken Gottes zusammen sein.
Aber laßt Raum zwischen Euch.
Und laßt die Winde des Himmels zwischen Euch tanzen.
Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:
Laßt sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein.
Füllt einander den Becher, aber trinkt nicht aus einem Becher.
Gebt einander von eurem Brot, aber eßt nicht vom selben Laib.
Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich, aber laßt jeden von euch allein sein,
So wie die Saiten einer Laute allein sind und doch von der selben Musik erzittern.
Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut.
Denn nur die Hand des Lebens kann eure Herzen umfassen.
Und steht zusammen, doch nicht zu nah:
Denn die Säulen des Tempels stehen für sich,
Und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten des anderen.
aus Khalil Gibran „Der Prophet“
Gruss Azze
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.09.2002 um 15:58 Uhr
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@ xeena
bitte verschieben (wohinauchimmer), da...............
dieser artikel DEFINITIV NICHTS mit Fetisch zu tun hat! |
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