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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 19.08.2003    um 13:47 Uhr   
Na dann lass uns doch mal überlegen, wie Revolutionen bisher so abgelaufen sind....

Ein paar Leute (mal mehr, mal weniger) beschließen irgendwann ganz genau zu wissen, was für den Rest des Volkes gut ist. In diktatorischer Manier (denn dieser Rest wird gar nicht gefragt) versuchen die Revolutionäre die derzeitige Regierung (völlig egal, ob König, Kaiser oder Popanz) abzusetzen. Das Volk wird dann schon recht bald merken, wie hervorragend dies alles ist und wie viel besser es ihm gehen wird.
Im Normalfall hat derjenige, der gerade an der Macht ist, ganz entschieden etwas dagegen in die Wüste geschickt zu werden und tut einen Teufel, freiwillig zu gehen. Also muss man als Revolutionär ein kleines bisschen nachhelfen, ein wenig Gewalt anwenden, um ihn zu überzeugen, dass nun Ende mit seiner Herrschaft ist. Blöderweise gibt es immer noch eine Menge Leute, die im alten Regime ganz nett gelebt haben. Die partizipiert und sich vielleicht bereichert haben. Selbst wenn diese mit fliegenden Fahnen zum neuen System überlaufen würden, kann man ihnen ja eigentlich nicht so recht trauen. Sie könnten doch als Konterrevolutionäre im Verborgenen an der Rückkehr der alten Ordnung arbeiten. Also ist es am besten, sie mög-lichst schnell aus dem Verkehr zu ziehen. Jahrelanges Gefängnis ist nett – Rübe ab weitaus effektiver!

Nun könnte man annehmen, dass goldene Zeiten anbrechen. Das Volk könnte endlich am eigenen Leib die wunderbaren Neuerungen spüren und das Glück würde in die Hütten einzie-hen. Der neuerworbene Zustand ist jedoch immer und überall in Gefahr. Gegenrevolutionäre und alte Socken lauern ständig und warten nur darauf, ihr eigenes Süppchen zu kochen. Und ist da nicht noch Revolutionskollege XY, der irgendwie vom Weg abzukommen scheint und die Ideale verrät? Dem muss natürlich Einhalt geboten werden!
In der Geschichte der mir bekannten Revolutionen gab es dafür meistens schnell etablierte Geheimpolizeien. Die haben dann dafür gesorgt, dass die richtigen Leute auf die richtige Weise behandelt wurden.

Um die ganze Sache abzukürzen.....
Was hat am Ende das Volk davon?
Im günstigsten Falle – nichts! Dann werden die einen Herren durch die andern ersetzt.
Häufig jedoch – Spitzeleien, Willkür, Staatsterror und wirtschaftlichen Niedergang.

In diesem Sinne
Es lebe die Revolution!

Celestine

edit wg. komischer Zeichen
Geändert am 19.08.2003 um 13:48 Uhr von Celeste_
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Nutzer: sowasvonschlau
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geschrieben am: 19.08.2003    um 17:44 Uhr   
@rammsteiner
was meine argumentation immer umgehauen hat, vielleicht hast du ja ne antwort darauf:
Was machst du denn wenn 1/5 der Menschen gar keinen Kommunismus will, und erst recht keine Anarchie/Anarchismus?
Dann gehts denen ja auch mies wenn du sie zwingst.
Ich mein es gibt ja auch n Haufen Leute die einfach nur geil auf ihren BEsitz sind und denen der Rest eben egal ist.
Die kann man nur mit Gewalt davon abbringen, das bringt nur Unfrieden und Splittergruppen, friedlich kann man nicht, also was tun?
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Nutzer: Gast_Rammsteiner
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geschrieben am: 19.08.2003    um 22:11 Uhr   
@Celeste_:
Nun kommen wir also zur geschichtlichen Argumentation... Gut.
Die Geschichte hat uns gezeigt, dass bis jetzt alle Revolutionen Gewalt mit sich brachten und den Umsturz wenn dann nur mit Menschenleben bezahlen konnten. Die Geschichte zeigt uns viel und hat im eigentlichen Sinne für ihre Existenz einen Grund: daraus lernen. Fehler sind der wichtigste Teil in einem Lernprozess. Ich glaube niemand, der eine Revolution führt, die als Ziel eine bessere Welt hat, will diese selbst verschlechtern. Es ist klar, dass eine Revolution geplant und Jahrelang durchdacht ist. Klar ist also auch, das es kein 'internationales Patentrezept' gibt.
Heisst: der Verlauf einer Revolution ist nicht überall identisch oder ähnlich. Er ist also auch abhängig von der Zeit, der Gesellschaft und ihre Prägung vom System, welches im revolutionieredem Land an der Macht ist. Somit kann auch die Geschichte dir nicht gesagt haben, was im Falle des Falles passieren wird, denn sie zeigt nur das was war. Den nächsten Teil deiner Antwort habe ich mit dem folgenden Text an Sowasvonschlau auch beantwortet.

@Sowasvonschlau:
Protestanten wären dann die, die auf die Weise des gestürtzten Systems wieder profitieren wollen und die revolutionären Vorsätze des Friedens über Bord werfen um zu unterdrücken. Und es gibt dann die, die sich dagegen wehren und eine Konterrevolution verhindern wollen um die erreichten Ideale zu schützen. Was ist falsch daran?
Der Traum von einer Menschheit in der jeder Mensch glücklich ist, ist Schaum. Fakt ist aber, das die Proportion der glücklichen und unglücklichen Menschen weltweit immer noch sehr ins Negative schwankt. Und das gilt es zu verändern.
Revolution heißt sich entwickeln und nie aufzuhören danach bestrebt zu sein. Und bitte laß diesen Weg endlos sein (und er wird menschlich endlos sein), denn ich hasse nichts mehr als diesen langweiligen Perfektionismus.

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Nutzer: KennyMcCormick
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geschrieben am: 23.05.2005    um 13:54 Uhr   
Ja denn Kommunismus.
Wenn man ihn richtig macht klappt er auch(wirkliche Abschaffung einer Klassengesellschaft, Volksherrschaft, Planwirtschaft ohne feste Arbeitszeit mit Tagesplan und vorallem Weltweit, scheiß auf die Amis die gehen im Alleingang sowieso unter)
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 23.05.2005    um 17:46 Uhr   
einige deiner zuordnungen sind wohl eher erdacht @ kenny

außerdem funktioniert kommunismus sehr wohl in kleinen gemeinschaften - wie würdest du sonst das *althergebrachte* klosterleben bezeichnen ?

das ewige schlechtreden der amerikaner ist ungehörig .. *ohren langziehtz

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Nutzer: Pall_Mall
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geschrieben am: 24.05.2005    um 18:26 Uhr   
Vergeßt die Revolution..... es gibt keine Bahnsteigkarten mehr.
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Nutzer: Graue
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geschrieben am: 31.05.2005    um 12:05 Uhr   
wir leben in keiner Demokratie, sondern in einer Diktatur des konsums.... (hab das mal gehört)


#mal so eingeworfen wird von Grauer
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Nutzer: Graue
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geschrieben am: 31.05.2005    um 12:06 Uhr   
wir leben in keiner Demokratie, sondern in einer Diktatur des konsums.... (hab das mal gehört)


#mal so eingeworfen wird von Grauer
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Nutzer: Graue
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geschrieben am: 31.05.2005    um 12:10 Uhr   
wir leben in keiner demokratie sondern in einer Dikatur des Konsums
#eingeworfen von GRaue
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 01.06.2005    um 00:33 Uhr   
irgendwie fehlt mir der nötige ernst - und die argumente ohnehin ;-)
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"Autor"  
Nutzer: au_mein_kopf
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geschrieben am: 12.06.2005    um 14:51 Uhr   
Ich will auch in deine Sekte.
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