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geschrieben am: 27.07.2003 um 21:27 Uhr
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Die Demokratie in Deutschland ist nicht das schlechteste was einem Menschen antun kann. Zumindest nicht schlechter als andere Demokratien auf der Welt. Wir können, wenn wir wollen, ein geregeltes Leben haben. Keiner muss verhungern und alle können zivilisiert und behaglich leben in der BRD. Für soziale Absicherung ist gesorgt, Folter und Diktatur gibt es nicht, wir haben Stiftungen für die dritte Welt und engagieren uns für den Umweltschutz. Wer wird sich da beschweren, dass die Benzinpreise mal wieder steigen? Lange kein Grund inhaltslose Floskeln zu werfen...
Was stört also all diese kampfschwachen Pseudorevoluzzer?
- der beitragseinleitende Konsumwahn der Gesellschaft
- die dadurch entstehende Desintresse an Politik
Wie soll ein Volk regieren, wenns von Tuten und Blasen keine Ahnung hat? Sicher, es gibt den ein oder anderen Verein, die Gewerkschaften und Stiftungen denen wir beitreten dürfen um Laut zu geben und erhört zu werden. Ich glaube jedoch nicht, das ein je ein Verein ein Stock in den Speichen des Kapitalismus sein wird. 'Vereine' der Art gab es hierzulande ja schon. Doch endete dessen Handeln in Stammheim (bsp. für das aggressive Vorgehen des Staates bei der Infragestellung der Demokratie). -> Ich bin der Meinung, dass das Staat seine Transparenz vorbehält um in seinem profitausgelegten Handeln nicht volksgebunden zu sein.
- die Manipulation der Medien, gefördert und genutzt durch Wirtschaft und Politik
Politik und Wirtschaft bestimmen und nutzen sich gegenseitig. Die Politik gibt Grundlagen und Bestimmungen für die Wirtschaft. Politik stellt also die Weichen für das Vorgehen der Wirtschaft durch Gesetzgebungen, Bestimmungen, Beschlüsse, etc. Jedem ist wohl klar, dass das wirtschaftliche, wie auch das politische System in diesem Staat nicht einfach zu durchschauen ist -> keine grosse Transparenz bietet. Wie also kann ein 'politikfaules' Volk wie das deutsche aktiv mitmischen wenn es um die Durchsetzung von Reformen und Gesetzen geht? Ich mache dieser Demokratie nicht den Vorwurf zu kompliziert zu sein. Ich mache den obersten Demokraten den Vorwurf, ihr Volk absichtlich nicht genügend zu integrieren wenn es um Entscheidungen geht (siehe Euro-Einführung, Hartzplan, Gesundheitsreform, etc.). Aber warum soll sich ein Deutscher auch einmischen wenn es 'um sein Leben geht'? Denn: Wir können, wenn wir wollen, ein geregeltes Leben haben. Keiner muss verhungern und alle können zivilisiert und behaglich leben in der BRD. Für soziale Absicherung ist gesorgt, Folter und Diktatur gibt es nicht, wir haben Stiftungen für die dritte Welt und engagieren uns für den Umweltschutz. Wer wird sich da beschweren, dass die Benzinpreise mal wieder steigen? Die Medien sind fest eingebunden in Wirtschaft und Politik. Insgesamt ist jeder Teil der Wirtschaft auf eins ausgelegt: Profit. Jedes Handeln, jeder Gedanke und jeder Mitarbeiter muss dem Unternehmen Profit bringen. Alles andere ist unnütz, gar schädlich. Die Profitgier kommt aber nicht von ungefähr: Privatisierungen und dementsprechende Unternehmensdiktaturen sind Grund hierfür. Der daraus entstehende Konkurenzkampf wird aber nicht intern ausgetragen, nein. Schließlich geht es darum, der beste am Markt zu sein und sein Unternehmen nach ganz oben zu befördern um vernünftig Profit zu erlangen. Um zu profitieren müssen also Produkte und Dienste an den Verbraucher gebracht werden. Erst so macht der Wettbewerb ja einen Sinn. Wie die Verkaufstaktik aussieht wissen wir, wen wir uns aufmerksam umschauen. Der Kommerzdschungel mit all seinen Shoppingcentren, Werbeplakaten, Leuchtreklamen auf denen mit einem Bild das Gefühl der Sympathie gegenüber dem Produkt geweckt werden soll. Dies passiert durch viele, illusionsreiche Perspektiven die einen dazu anspornen, das zu erreichen, was gesellschaftlich anerkannt ist. Und das ist nunmal Wohlstand und Reichtum in der BRD.
- Die internationalen Zustände und das Nichtstun der westlichen, reichen, zivilisierten und 'weltverbessernden' Nationen.
Wenn man sich vor Augen hält, das Europa an genügend Ressourcen in einem Jahr verfügt um den Rest der Welt drei Jahre ausreichend mit Nahrung und Wasser zu versorgen, frage ich mich immer noch, warum es es sowas wie die dritte Welt gibt. Hierbei spielt es keine Rolle ob das Volk einer tyrannischen Diktatur unterliegt oder unterentwickelt ist. (Siehe Liberia, ein Staat geschaffen von den USA für damals überflüssige Sklaven. Heute, z.Z. eines Rebellenkrieges, alleine gelassen und auf Hilfe wartend. "Wir schicken zwar zwei Marineschiffe Hilfsgüter, aber unsere Hilfe bleibt begrenzt", so Bush.)
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