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Rechtschreibung Lästiges Thema?

Nutzer: Bayne
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geschrieben am: 24.11.2003    um 23:40 Uhr   
Oki, da ich selbst weis das meine Rechtschreibung verdammt mies is und ich ja auch ab und an drauf angesprochen werde dacht ich ma ich post ma was dazu.
Ich denk es gibt genügend die auch das problem haben und ebenso oft damit direkt andere finden die ihnen die vorhalten.
Doch hat man auch mal daran gedacht das manche:

a: nie die möglichkeit hatten das zu lernen!
b: es krankheiten gibt die das rechtfertigen
c: welche die nur auf ihrem zeugniss nen 2er schnitt haben
weil sie in deutsch auf 3-4-5 stehen und sonst überall
zwichen 1 bis 2.

Ich weis nicht, sicherlich kann man dran arbeiten aber manche sachen funktionieren einfach nicht immer wie man sie will.
Ich denk ich hab vieles versucht und tuh das selbst heute noch aber Deutsch war nie mein fach obwohl ich es perfekt spreche usw. irgentwo fehlt es immer an der groß und kleinschreibung wie allgemeiner wortbildung...und ich findŽs einfach nich gerecht das auf so einer schwäche rumgehackt wird, so ewig schlimm is es auch nicht immerhin versteht man immer was ich sagen will ^^
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 25.11.2003    um 00:07 Uhr   
Du kommst in keinem Fach auf eine 1, wenn das Schriftbild mies ist. Eine nicht ausreichende Rechtschreibung rechtfertigt das herabstufen der Arbeit um bis zu 3 Punkte, in härteren Fällen sogar mehr.

Es gibt Programme und Hilfsgruppen gegen Legasthenie, in den seltensten Fällen hat es wirklich krankhafte Ursachen. Wenn man nie die Möglichkeit hatte richtig schreiben zu lernen, dann gibt es mittlerweile genug Möglichkeiten, es nachzuholen.

Ich sehe es als ein Zeichen der Höflichkeit an, mich um eine korrekte Schreibweise zu bemühen. Einfach damit mein Gegenüber nicht beim lesen dauernd ins Stocken gerät. Texte die richtig geschrieben wurden, lassen sich nachweislich flüssiger und schneller lesen als solche mit Rechtschreibfehlern.

Ansonsten halte ich es mit dem alten Spruch: Wer's nicht kann, der soll es lassen. Es gibt mehr als nur die schriftliche Form der Kommunikation.

(zitat)immerhin versteht man immer was ich sagen will(/zitat)
Schön wäre es, aber mitunter muss ich wirklich Rätseln. Insbesondere Texte ohne jede Interpunktion sind manchmal schwer- bis unverständlich. Ein Satz endet. Es fehlt der Punkt. Ein neuer Satz beginnt. Kleingeschrieben. Solche Sätze muss ich ungefähr dreimal lesen, ehe ich ihre Zusammenhänge entschlüsselt habe. Genau wegen dieser Problematik wurde Anno dazumal eine einheitliche deutsche Rechtschreibung eingeführt. Um Missverständnisse zu vermeiden und den Lesekomfort zu beschleunigen.



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Nutzer: Bayne
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geschrieben am: 25.11.2003    um 00:31 Uhr   
In vielerlei Punkten hast du recht auch was die höfflichkeit angeht, doch, ich denke das mit dem Bild bei Klausuren usw. wird mehr auf das Gesammtbild gewertet sprich Schrift usw. und da liegt bei dem meistne ja nicht mal das problem.
Es ist mehr das wirklich ohne zweifel einfach die Rechtschreibung nicht das wie es aussieht.
Ich kenne soviele die eine Klasse Schrift haben aber in jedes 5te wort nen fehler hauen.
Und Glücklicherweise wird in Fächern wie BWl, VWL, Rechnungswesen, Recht, usw. nicht so auf die Rechtschreibung geachtet was mir dann doch die 1 sichert.
Es ist einfach das Fach Deutsch an sich und dort nicht die Grammatik oder das "Sich ausdrücken können", das "Verarbeiten von Testen" es ist einfach nur die Rechtschreibung und viele die es eben nicht so gut können wie du oder Angua oder sonstige andere, verstehen was ich meine und es is einfach nicht gerecht denen den fehler immer vor die nase zu hauen denkt euch dann doch mal was anderes aus auser sachen für die sie nichts können!!!
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Nutzer: Mallet
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geschrieben am: 25.11.2003    um 00:46 Uhr   
Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinoldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn
enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.
Link - die hessische Bergstrasse und der Wein....
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 25.11.2003    um 00:57 Uhr   
Mit Schriftbild meinte ich nicht die Schönschrift, das wurde bei mir zuletzt in der Grundschule benotet, später reichte es aus wenn die werten Pädagogen entziffern konnten, was ich da schmierte, sondern sowohl Rechtschreibung, als auch Grammatik und Zeichensetzung. Wenn es bei dir nicht so sein sollte, Glückwunsch und viel Spass, wenn später in der Bewerbung Tippfehler sind.

Sorry, aber ein halbwegs verständliches und korrektes Deutsch sollte wenigstens in den Grundlagen vorhanden sein.

Mallet, ich kenne die Studie, habe vor kurzem selbst auf den Ergebnissen aufgebaut, allerdings sind die alles andere als valide. Es kommt dabei auf die Häufigkeit der Wörter an. Je häufiger ein Wort im allgemeinen Sprachgebrauch vorkommt, desto leichter wird es erkannt bzw. richtig geraten. Die Fehleranfälligkeit solcher Verfahren ist enorm hoch.

Und um es noch einmal ganz klar zu sagen, da ich weiter oben persönlich angesprochen wurde: Wenn mich etwas stört, dann sage ich es, und ein katastrophales Schriftbild gepaart mit in sich sinnlosen Satzgebilden stört mich ganz gewaltig.
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Nutzer: Bayne
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geschrieben am: 25.11.2003    um 01:01 Uhr   
nee du wurdest net persönlich angesprochen =)

Net böse gemeint aber ich seh des mehr als allgemeines thema weist du ^^

ich glaub da gibts einige die was sagen wollen

Und zum Thema Bewerbungen, nun ja, ich denk die Schreiben die meisten mitem Computer und der weis bekanntlich wie was geschrieben wird, nur so nebenbei, also lass doch ma deine perönlichen andeutungen raus, kannst du net objektiv sein??? =)
Geändert am 25.11.2003 um 01:03 Uhr von Bayne
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Nutzer: Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 02:07 Uhr   
(zitat)Und zum Thema Bewerbungen, nun ja, ich denk die Schreiben die meisten mitem Computer und der weis bekanntlich wie was geschrieben wird, nur so nebenbei, also lass doch ma deine perönlichen andeutungen raus, kannst du net objektiv sein??? =)(/zitat)
Ach, kommen deine Forumbeiträge auf Steintafeln gemeißelt oder wie soll ich das verstehen? Du hast hier genauso die Möglichkeit deine Einträge per Word "absegnen" zu lassen, wie bei einer Bewerbung.

Meiner Erfahrung nach ist der Grund für eine katastrophale Rechtschreibung nur in den seltensten Fällen krankhaft bedingt. Das wird dann nur gerne als Ausrede hervorgehoben, wenn man peinlich auffällt.
Während der Bundeswehrzeit hatte ich Gelegenheit einige junge Leute (die meisten zwischen achtzehn und zwanzig Jahren) kennen zu lernen, die zu achtzig Prozent der deutschen Sprache nicht im Ansatz mächtig waren. Und damit meine ich keine Flüchtigkeitsfehler - wie ich sie auch fabriziere - sondern ganz gravierende Lücken. Erschreckend daran war, dass die meisten gerade erst von der (Berufs)Schule kamen.
Auf meine Frage hin, wieso die Rechtschreibung einiger Herren so übel war, bekam ich - neben einiger haarsträubenden Ausreden, die ich aber der Öffentlichkeit nicht zumuten will - die Antwort, dass es halt so ist. Komischerweise erinnert mich deine Begründung, Bayne, ganz fatal an die Aussagen meiner ehemaligen Kameraden. Und das lässt mich eigentlich nur einen Grund erkennen: die meisten sind ganz einfach faul.
Selbst ich als "Mathematik-Legastheniker" konnte und kann gewisse Dinge erlernen, damit ich nicht ganz auf dem Schlauch stehe. Ähnliches sollte ich dann wohl auch von anderen erwarten können, die eine Schreibschwäche haben, welche nicht durch Legasthenie zu begrünen ist.

Unterm Strich bleibt mir deshalb nur die Feststellung, dass es den meisten "Schreibschwächlingen" herzlich egal sein muss, wie grausig ihre Rechtschreibung ist. Wäre es ihnen wirklich so wichtig, dann würden sie jeden einzelnen Beitrag hier im Forum bis ins kleinste Detail nach Fehlern absuchen lassen. Aber da greift wieder der Punkt Faulheit.

Und jetzt gute Nacht! :-)
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 25.11.2003    um 08:00 Uhr   
Ich finde es mehr als nur wichtig, Rechtschreibung, Interpunktion und Grammatik zu beherrschen, weil man genau das in seinem weiteren Leben braucht. Ich studiere und hab viele Freunde, die ebenfalls studieren. Unter anderem eine Freundin, die gerne ihr Studium der Archäologie abschließen möchte, der aber schon zweimal die Diplomarbeit zurückgeschmissen wurde, einmal mit dem Satz: Lesen Sie Goethe, das andere Mal mit der Bemerkung, ihre Sätze wären unverständlich, nicht durchstrukturiert und der Aufbau würde gänzlich fehlen.
Ich denke, wäre ihr in der Schule schon mal das Messer angesetzt worden, dann wäre sie gezwungen gewesen, ihre Mankos entweder aufzuholen oder mit der Schule aufzuhören und hätte einen anderen Berufsweg eingeschlagen, der ihr nun ermöglichen würde, davon leben zu können. Nun hat sie Jahre mit einem Studium "verschwendet", das sie nicht nur aufgrund ihres schlechten Deutsch, sondern auch allgemein ihrer schlechten Allgemeinbildung, ihres ungenügenden Lernverhaltens und ihrer fehlenden Fertigkeit, System und fließenden Ablauf in ihre Arbeiten zu bringen, niemals ausüben wird können. Schuld ist das Schulsystem, wo die Meisten durch das Abi durchgeschoben werden.

Das Problem der Rechtschreibung beginnt schon damit, dass die meisten Eltern mit ihren Kindern kein korrektes Deutsch sprechen und später setzt sich das dann in der Volkschule fort, wo den Kindern das Lesen falsch beigebracht wird und auch die Liebe zum Lesen nicht geweckt wird. Anstatt die einzelnen Buchstaben zu erfassen, wird die Kinder gelehrt, das ganze Wort zu erfassen. So speichert nämlich das Gehirn nicht die einzelnen Buchstaben, sondern das ganze Wort, ohne dass man die Buchstaben und deren Abfolge registriert.
Um Rechtschreibung, Grammatik, Stil und Allgemeinbildung zu verbessern, hilft nur Lesen Lesen und wieder Lesen - und das laut! So ist man nämlich gezwungen, langsam zu lesen und die einzelnen Buchstaben zu erfassen.

kiki (die noch soooo viel dazu zu sagen hätte, aber jetzt mal aufhört, weil das sonst eh kein Schwein liest)
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Nutzer: emptyskies
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geschrieben am: 25.11.2003    um 12:00 Uhr   
Rechtschreibung finde ich ziemlich egal, so lange man sofort weiß, was der andere meint. Darum geht es doch, oder nicht? Nicht um Regelfetischismus. Und Bayne, zumindest was du hier schreibst, ist sofort verständlich.

Die anderen sollten aufpassen, daß sie nicht verschiedene Dinge durcheinander werfen. Satzbau ist wirklich wichtig. Wer seine Sprache nicht strukturieren kann, kann oft auch sein Denken nicht strukturieren. Aber das ist ein anderes Thema. Stil, Textaufbau und Allgemeinbildung sind dann wiederum andere Themen. Und zwar viel wichtigere als die Frage, ob es nun Ortografie oder Orthographie heißt.

Eine Einschränkung: Die Groß- und Kleinschreibung hat meines Erachtens nicht nur mit Rechtschreibung zu tun. Die Heraushebung von Substantiven ist eine Frage der Grammatik. Das Begreifen, daß "Mann" und "gehen" oder "blau" völlig verschiedene Begriffe sind, hat auch etwas mit einem strukturierten Denken zu tun.

Und nun zu kikira. Wieso sollte deine Freundin denn Goethe lesen? Weil Goethe noch keine Orthographie kannte? Und weil dadurch bewiesen ist, daß Rechtschreibung für sprachliche und künstlerische Erfolge gar nicht wichtig sein kann?

Du hast recht, daß man Texte laut lesen sollte. Aber daß man dadurch jeden einzelnen Buchstaben einzeln erfaßt, glaube ich dir nicht. Höre dir selbst einmal beim Lesen oder Sprechen zu. Artikulierst du wirklich jeden Buchstaben einzeln?

Ist es nicht auch viel wichtiger, ein Wort als ganzes, das heißt seine Bedeutung und Funktion zu erfassen, als eine Buchstabenkette? Ist es nicht wichtiger, daß "Gewissen" das moralische Fundament unseres Handeln ist, als daß es mit Doppel-s geschrieben wird?

Man sollte sich nicht zu lange auf der Buchstabenebene aufhalten. Und auch nicht auf der Wortebene. Was dort abläuft, ist doch nur Mittel zum Zweck. Sofern der Zweck erreicht wird, sind die Mittel (Rechtschreibregeln) egal. Und der Zweck, das sind der Text und das Gespräch. Man sollte Schulkindern nicht Buchstaben lehren, sondern Gespräche.
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Nutzer: Yazinda
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geschrieben am: 25.11.2003    um 12:44 Uhr   
so hallo estmal

ich hab mal so den beitrag gelesen und möchte mich dazu äußern.

sicher ist es oft nervig wenn die fehler überhand nehmen. aber ich selbst gehöre zu denjenigen die online nicht so sehr auf groß und kleinschreibung achten, es sei denn, ich will etwas hervor heben. warum ich das so mache? weil ich wärend der plays im wald immer mehr merken musste in den letzten 2,5jahren dass auch eschwindigkeit zählt und d spart zeit. ok, was ich persönlich reduzieren müsste sind meine buchstaben dreher. das weiß ich selber, dass die sehr oft schlimm sind. gerade wenn ich aufgeregt bin.

ansonsten... jemanden verurteilen wegen seiner rechtschreibfehler halte ich für unpassend. denn dennoch kann dahinter ein lieber mensch stecken.
und die sache mit dem punktabzug in arbeiten/klausuren durch rechtschreibfehler:
das ist nciht allen schulen vertreten. ich bin 12jahre zur schule gegangen und erst jetzt wo ich meine ausbildung begonnen habe, schreibe ich klausuren nach dem prinzip.

und ds letzte: CW ist nicht nur von deutschen besucht. hier gibt es einige die deutsch eigentlich nicht zu ihrer muttersprache zählen und dafür sind sie richtig gut finde ich.

so denn
yazi
Alles, was ich will, ist alles.
Alles, was ich geb, ist alles.
denn ich seh ein ziel vor mir, alles würd ich tun dafür
einfach alles, alles trau ich mir zu -
denn alles und noch mehr bist du
alles, was ich brauch, ist alles
alles geb ich auf, für alles
alles hat auf einmal sinn,
denn alles führt mich zu dir hin
einfach alles, einfach alles trau ich mir zu
denn alles auf der welt
bist du.
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 25.11.2003    um 12:58 Uhr   
(zitat)Rechtschreibung finde ich ziemlich egal, so lange man sofort weiß, was der andere meint. Darum geht es doch, oder nicht? Nicht um Regelfetischismus. Und Bayne, zumindest was du hier schreibst, ist sofort verständlich.(/zitat)

-Ich glaube, es gibt wohl keinen Beruf, in dem man nicht schriftlich korrespondieren muss. Und natürlich, es kommt drauf an, welchen Beruf man sich wünscht, aber ich glaube, wenn man in eine höhere Position will, dann ist eine Rechtschreibung, die unter aller Kritik ist, nicht gerade förderlich, denn immer hat man den Laptop nicht dabei, um mal schnell das Rechtschreibprogi drüberlaufen zu lassen.
Außerdem können dann auch Bedeutungsunterschiede entstehen...wie z.b bei Masse und Maße...oder er ist und er isst..etc.etc.

(zitat)Und nun zu kikira. Wieso sollte deine Freundin denn Goethe lesen? Weil Goethe noch keine Orthographie kannte? Und weil dadurch bewiesen ist, daß Rechtschreibung für sprachliche und künstlerische Erfolge gar nicht wichtig sein kann?(/zitat)

-Was damit gemeint war, ist, dass sie sich eines besseren Stils, einer Durchstrukturierung und auch einer besseren Rechtschreibung befleißigen soll, denn auch das Rechtschreibprogi erkennt nicht, ob nach einem Komma "das" oder "dass" stehen sollte, oder ob es Masse oder Maße heißen soll.

(zitat)Du hast recht, daß man Texte laut lesen sollte. Aber daß man dadurch jeden einzelnen Buchstaben einzeln erfaßt, glaube ich dir nicht. Höre dir selbst einmal beim Lesen oder Sprechen zu. Artikulierst du wirklich jeden Buchstaben einzeln?(/zitat)

-Ja, denke ich und zwar deswegen, weil ich aus dem Lateinischen weiß, dass man dann den Stamm der Worte im Text erkennt, wenn man zuvor die Vokabeln vom Deutschen ins Lateinische laut!!! gelernt hat. Und dort unterscheiden sich die einzelnen Wörter und ihre Bedeutung durch einen einzigen Buchstaben und ich weiß aus Erfahrung, dass man nur mit der Methode beginnt, den Ursprung der Wörter, wenn sie in einem anderen Modus stehen, zu erkennen.

(zitat)Ist es nicht auch viel wichtiger, ein Wort als ganzes, das heißt seine Bedeutung und Funktion zu erfassen, als eine Buchstabenkette? Ist es nicht wichtiger, daß "Gewissen" das moralische Fundament unseres Handeln ist, als daß es mit Doppel-s geschrieben wird?(/zitat)

-Es ging hier aber nicht um die Moral und Ethik, sondern lediglich um Rechtschreibung und ob Rechtschreibung wichtig ist oder nicht.


(zitat)Man sollte Schulkindern nicht Buchstaben lehren, sondern Gespräche.(/zitat)

- Also dann bist du der Meinung, dass zukünftige Generationen sich nicht mehr schriftlich verständigen sollen, sondern lediglich mündlich? Ich glaub, dass das ziemlich kontraproduktiv zur Entwicklung der modernen Kommunikationsmitteln stehen dürfte, hihi. Oder wie meinst du, sollten sich dann Leute via Internet unterhalten können?

kiki
Geändert am 25.11.2003 um 13:01 Uhr von kikira
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:30 Uhr   
doch kiki ich lese es tu dir keinen zwangan zu diesem thema und in diesem forum zu schweigen wenn etwas aus dir heraus will und sollte
damit die die es interessiert, mich! z.b.
lesen können
scheinst zu wissen wo von du da redest. also bitte sag es dann auch .....
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:46 Uhr   
und die sache mit dem punktabzug in arbeiten/klausuren durch rechtschreibfehler:
das ist nicht allen schulen vertreten. ich bin 12jahre zur schule gegangen und erst jetzt wo ich meine ausbildung begonnen habe, schreibe ich klausuren nach dem prinzip.
__________________________________________________________

fänds nett wenn ein paar schüler die zur zeit auf dem gym oder realschule unterrichtet werden,mal aus ihren erfahrungen erzählen in welchem fach die lehrer gesamt oder nur einzelne, sehr auf die rechtschreibung achten und sie auch in die benotung mit einbeziehen.

und ob sich eure rechtschreibung in den jahrgängen in dennen man nicht mehr nur deutsch denkt und schreibt sondern englisch und französiche rechtschreibung mit einbezogen waren in die denkprozese beim schreiben ge- oder verbessert hat.

.....legastenie ist nicht legastenie.....es gibt viele gründe die dazu führen können warum jemand nicht immer alles richtig schreibt

mit dem urteil jemand ist im schreiben nicht perfekt und deshalb ....... spricht man im grunde auch sich selbst ein urteilaus

Polli
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Nutzer: Sneaky_Pie
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:53 Uhr   
(zitat)a: nie die möglichkeit hatten das zu lernen!(/zitat)
Gut, wenn jemand im Ausland aufgewachsen ist und deutsch lediglich als zweite, dritte, vierte Sprache gelernt hat- verzeihlich.
Aber in Deutschland? Wo jedes Kind nachweislich mindestens 9 (oder waren es 10?) Jahre die Schule besuchen muss? Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber Schreiben lernt man schon in der Grundschule, und da wurde- zumindest bei mir- verdammt stark auf die Rechtschreibung geachtet (oder was meinst du, wofür die niedlichen Diktate gut waren, mit denen man traktiert wurde?)
(zitat)b: es krankheiten gibt die das rechtfertigen(/zitat)
Legasthenie. Richtig. Wovon die meisten Leute, die mies schreiben, nicht betroffen sind. Und selbst bei dieser Krankheit gibt es gewisse Therapiemöglichkeiten, die das Schriftbild erheblich verbessern können.
(zitat)c: welche die nur auf ihrem zeugniss nen 2er schnitt haben
weil sie in deutsch auf 3-4-5 stehen und sonst überall
zwichen 1 bis 2.(/zitat)
Schön für diese Leute. Aber haben die Zensuren in Schulfächern irgendetwas damit zu tun, ob man sich um eine ordentliche Schrift bemüht? Abgesehen davon natürlich, dass die Klausuren, wie schon erwähnt, um bis zu drei Punkte herabgestuft werden können, wenn die sprachliche Gestaltung unter aller Sau ist (jedoch genauso um bis zu drei Punkte heraufgestuft, wenn sie außergewöhnlich gut ist- allein das ist schon ein Grund, sich um korrekte Rechtschreibung zu bemühen).
Wenn ich aber einen Text, zB hier im Forum, lese, und ich kann ihn schlicht und einfach nicht entziffern, dann ist es mir relativ egal, ob der Verfasser des Textes in Mathe gerade 15 Punkte hatte oder eine Auszeichnung in Sport. Zumindest, wenn andere Leute diesen Text lesen sollen, spricht es nur für eine gewisse Höflichkeit, ihnen dieses Lesen nicht noch zusätzlich schwerer zu machen.
(zitat)irgentwo fehlt es immer an der groß und kleinschreibung wie allgemeiner wortbildung(/zitat)
Übung macht den Meister.
(zitat)Rechtschreibung finde ich ziemlich egal, so lange man sofort weiß, was der andere meint.(/zitat)
Darum geht es mir. Mit mangelhafter Rechtschreibung weiß man oft eben nicht, was der andere meint.

Im Übrigen geht es wohl auch um einen guten Gesamteindruck. Wenn jemand Rechtschreibfehler nach Grundschulart en masse in seinen Text haut, dann habe ich allerdings ein weniger gutes Bild von ihm, weil es mir schlicht proletenhaft vorkommt. Rechtschreibung zu lernen, ist kein Hexenwerk. Es macht kaum Arbeit, einen Text nach dem Schreiben kurz durchzusehen und etwaige Fehler zu korrigieren. Und eine Rechtschreibung, wie sie hier teilweise praktiziert wird, wirkt schlicht und einfach ungebildet (nein, was an sich ja noch nicht schlimm ist. Aber man kann es vermeiden).

Edit: Um auf Pollis Antwort einzugehen: Bei mir (Gymnasium) wurde in allen Fächern auf Rechtschreibung und Grammatik geachtet (und die Klausuren entsprechend besser oder schlechter benotet), nicht nur in Deutsch, sondern auch in Philosophie, Geschichte, Pädagogik, Biologie... in wirklich allen.
Geändert am 25.11.2003 um 13:57 Uhr von Sneaky_Pie
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geschrieben am: 25.11.2003    um 14:00 Uhr   
Man sollte Schulkindern nicht Buchstaben lehren, sondern Gespräche.

________________________________________________________

gewissermassen hast du mit der aussage recht. ich denke das manch ein schüler mit rechtschreibschwäche oder schwierigkeiten beim satzbau und somit z.b. beim schreiben von aussätzen probs. hat .. sicher leichter lernen würde und auch eher bereit dazu wäre an seiner schwäche zu arbeiten wenn es ihm über das sprechen vemittelt wird. je offter man ein wort gebraucht um so geläufiger ist es einem
auch und sicher schreibt man es dann auch mit lockererer g hand und somit wiederum eher fehlerfrei ....

sprechen und schreiben ist auch meiner meinung nach nicht jedes nur für sich eine art sich zu äussern und zu verständigen. und schon gar nicht wenns ums erste erlernen der schriftlichen sprache geht. nicht ohne grund haben die kinderinder ersten klasse z.b. silben klatschen sollen

.....Polli
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 25.11.2003    um 14:08 Uhr   
(zitat)aber ich selbst gehöre zu denjenigen die online nicht so sehr auf groß und kleinschreibung achten, es sei denn, ich will etwas hervor heben.(/zitat)

Richtig! Ich schreibe auch alles klein hier im Chat. Ich chatte seit April und seither schreibe ich hier alles klein. Aber mir ist aufgefallen, dass ich, wenn ich nun mit der Hand schreibe, versucht bin, auch automatisch alles klein zu schreiben. Ergo - ich muss mich nun konzentrieren, dass ich nicht Groß- und Kleinschreibung falsch mache, was natürlich bei einem Deutschstudium fatal sein kann. Was kann man nun daraus schließen? Wenn man sich angewöhnt, ständig im Dialekt oder wie hier in einer Chattersprache zu kommunizieren, dann fällt es einem schwer, sich wieder umzugewöhnen, wenn man wieder korrekt schreiben sollte.

(zitat)ansonsten... jemanden verurteilen wegen seiner rechtschreibfehler halte ich für unpassend. denn dennoch kann dahinter ein lieber mensch stecken.(/zitat)

Rechtschreibung hat doch nichts mit Charakter oder Moral zu tun? Ich glaube nicht, dass das hier jemand in Abrede stellt. AAAAAABER:
Im Beruf und in der Gesellschaft wird man daran gemessen, was man kann und was man zu leisten vermag. Und da ist gutes Deutsch und Rechtschreibung sicherlich ein Vorteil, den man anderen gegenüber hat. Vor allem in der jetzigen Zeit, wo die Arbeitslosenrate so derartig hoch ist, sollte man versuchen, soviel Kenntnisse wie möglich auszubauen, um seine Chancen auf einen guten Job zu erhöhen.

(zitat)und die sache mit dem punktabzug in arbeiten/klausuren durch rechtschreibfehler:
das ist nciht allen schulen vertreten. ich bin 12jahre zur schule gegangen und erst jetzt wo ich meine ausbildung begonnen habe, schreibe ich klausuren nach dem prinzip.(/zitat)

Ja genau. Die Schule sollte auf das Leben vorbereiten. Tut sie das aber? Tut man sich denn nicht schwerer, wenn man plötzlich im Berufsleben mit einer ungewohnten Situation konfrontiert wird, die man doch bereits in der Schule gelernt haben sollte? Ich sehe ständig auf der Uni, wie Leute zu studieren beginnen und völlig aus allen Wolken fallen, weil der Unterschied zu dem, was in der Schule verlangt wurde, so derartig groß ist und auf der Uni aber das, was man sich in der Schule hätte aneignen sollen, vorausgesetzt wird. Diese Leute studieren ein, zwei Semester und müssen dann aufgeben, weil sie gar nicht wissen, wie man lernt, weil sie in der Schule nie ihr Hirn einsetzen mussten und weil sie völlig überfordert sind damit, mal mehr als 10 Seiten für eine Klausur lernen zu müssen.

Kiki
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 25.11.2003    um 14:46 Uhr   

Außerdem geb ich sneaky pie in allen punkten Recht.

und noch was:
Es gibt kaum noch jemanden, der gerne liest.
Die Ursache dafür, glaub ich, liegt darin, mit welchen Büchern Kinder konfrontiert werden. Ich weiß noch, dass ich die Kinderbücher, die damals in meiner Kindheit so propagiert wurden, stinklangweilig und öd fand. Die waren vielleicht zwar psychologisch wertvoll, aber sooooo zum Einschlafen. Bücher wie: Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel und wie die sonst noch alle hießen...die hab ich in die Ecke gepickt. Aber die Märchen- und Sagenbücher aus der Kindheit meiner Großeltern oder Eltern - die hab ich verschlungen.
Meine Schwester wollte zum Beispiel nie lesen und war daher in der Volkschule ganz schlecht in Deutsch, bis meine Mutter auf einen Trick kam: sie las ihr ein ganz spannendes Buch vor, und kurz, bevor sie zur spannendsten Stelle kam, hörte sie auf zu lesen. Meine Schwester war dann so gespannt darauf, wie es weitergeht, dass sie zu lesen begann. Und von da an hat sie dann ebenfalls Bücher verschlungen.
Und innerhalb von ein paar Monaten hatte sich ihre Rechtschreibung, ihr Stil und ihr Wortschatz so gebessert, dass sie keine Probleme mehr in Deutsch hatte.
Also gibt es Möglichkeiten und Wege, sein Deutsch zu verbessern. Die meisten wollen nur nicht oder hängen lieber vor der Glotze, mit dem Argument, wieso soll ich das Buch lesen, wenn ich mir eh den Film dazu anschauen kann. Bloß beim Fernsehen bekommt man schon alles vorgegeben. Beim Buchlesen regt man die Fantasie an, weil man sich dann ein eigenes Bild von den handelnden Personen macht, ihnen eigene Gesichter gibt, weil beim Lesen ein Bild im Kopf entsteht, dem Gefühle und Leben durch eigene Fantasie eingehaucht wird.
So...hihi..ich schreib da wieder Romane..
kiki
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geschrieben am: 25.11.2003    um 15:11 Uhr   
@kikira:

Meiner Beobachtung nach wird es stärker bewertet, ob jemand mündlich als ob jemand schriftlich kommunizieren kann. Tendenz steigend. Das heißt nicht, daß Rechtschreibung absolut egal ist. Sondern nur, daß es wirklich wichtigeres gibt. Und außerdem: Wenn jemand vor über fünf Jahren, das heißt vor der Rechtschreibreform, unmäßig viel Zeit und Kraft in das Trainieren der Orthographie gesteckt hat, guckt er jetzt dumm aus der Wäsche. Denn wenn er sich in weiteren 5 Jahren um eine Stelle bewirbt und das in der alten Rechtschreibung, könnte er rückständig wirken. Sein Rechtschreibtrainig war also umsonst.

Du hast recht mit den Bedeutungsunterschieden. Aber solche Fälle sind wirklich selten. In aller Regel zeigt sich aus dem Zusammenhang, was gemeint ist.

Daß du JEDEN Buchstaben EINZELN artikulierst, ist ein wenig übertrieben. Wenn du tatsächlich Schif-f-fahrt liest, dann stotterst du. In Wirklichkeit liest du Schifart oder wahrscheinlich Schifat. Das bedeutet: Du scheinst ein unzutreffendes Bild von den Wörtern zu haben. Vielleicht kein Regel- aber ein Buchstabenfetischismus? Es ist eben NICHT jeder einzelne Buchstabe wichtig (vor der Rechtschreibreform hieß es Schiffahrt und keiner hat sich beschwert), sondern das Wort als ganzes. Man sollte daher auch nicht die Buchstabenebene für die wichtigste halten, und so verstehe ich dich leider, obwohl ich dir in allen anderen Punkten gerne recht gebe.

Ich halte auch nicht die mündliche Verständigung für wichtiger als die schriftliche. Ich hätte besser schreiben sollen: Man sollte den Schulkindern nicht in erster Linie den Umgang mit Buchstaben lehren, sondern den Umgang mit Gesprächen und Texten. Denn Gesprächsführung und Textverständnis ergeben sich nicht von selbst aus den Buchstaben. Dazu gehört viel mehr. Und die Buchstaben sind nur EIN Mittel VON VIELEN zu diesem Zweck; sie sind NUR INSOFERN interessant, als sie diesem Zweck dienen oder ihm entgegen stehen.
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 25.11.2003    um 15:37 Uhr   
Wie weiter oben schon gesagt wurde: einige Wörter spricht man einfach anders aus, auch wenn man sie sehr ähnlich schreibt. Gestern habe ich im bus ein gespräch zwischen zwei Grundschulkindern mitbekommen, die sich gegenseitig ihre Hausaufgabe korrigiert haben: sie haben die Texte so vorgelesen wie geschrieben waren. Einer der beiden wurde da erst klar, wie katastrophal sich ihre Fehler lesen. Beispielsweise wurde aus 'Gewitter' 'Gewiter', was sich dann 'Gewieter' las. Oder aus 'ihn' ein 'in', was sich auch entsprechend las.

Zum Thema Schule und Noten: Eingeführt wurde due Benotung der Rechtschreibung in allen Fächern um die Jahrtausendwende rum, also entweder '99 oder '00. Bei uns lief es so, dass ein Halbjahr lang die Fehler nur angemerkt wurden und der Abzug zwar dabei stand, aber nicht in die Note einging. Ein halbes Jahr später stand er nicht nur dabei, sondern wurde wirklich angewandt. Andere Fächer sollten folgen. Es ist also durchaus möglich, dass es sich dabei um ein (in NRW) neues System handelt. Eine Aufwertung bei einer fehlerfreien Klausur ist leider nicht möglich. Allerdings wird ein sauberes Schriftbild und eine klar strukturierte Arbeit sicherlich positiv in die Meinung des Lehrers eingehen, es sind nun einmal nicht alle Fächer so objektiv zu bewerten wie Mathematik.

Das letzte Beispiel was ich bringen möchte bezieht sich auf einen Experimentalbericht im ersten Semester. Ich kriegte ihn mit der Anmerkung zurück, dass ich die Rechtschreibung und Zeichensetzung dringend überarbeiten müsste. Im Endeffekt bügelte ich 3 Tippfehler und 4 fehlende Kommas aus. Der Bericht hatte 13 Seiten.

Ob Rechtschreibung wichtig ist oder nicht, muss wohl jeder für sich selbst entscheidern. Was allerdings objektiv gesagt werden kann: im wirklichen leben wird sie an vielen Stellen verlangt.

Zur Groß- und Kleinschreibung: Ich habe mir seinerzeit im Chat die Groß- und Kleinschreibung abgewöhnt, damit ich schneller tippen kann. Seit mittlerweile 1œ Jahren, versuche ich sie mir wieder anzugewöhnen, da ich teilweise Probleme hatte, eine E-Mail, einen Bericht, einen Brief oder etwas ähnliches zu tippen, ohne jedes vierte Wort korrigieren zu müssen. Mittlerweile habe ich mein Zweinfinger Suchsystem so ausgfeilt, dass ich die Zeitersparnis nicht mehr brauche, ich bin auch so mehr als schnell genug. Ansonsten gibt es zu kleinen Preisen Programme, Bücher oder auch Kurse die das Zehnfingerschreiben lehren.
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Nutzer: Sneaky_Pie
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geschrieben am: 25.11.2003    um 16:15 Uhr   
(zitat)Eine Aufwertung bei einer fehlerfreien Klausur ist leider nicht möglich.(/zitat)
Ich weiß nicht genau, ob es allgemein tatsächlich nicht möglich ist, zumindest mein Philosophielehrer hat eine Klausur bei entsprechend außergewöhnlich guter Rechtschreibung und Struktur (im Prinzip also fast völliger Fehlerfreiheit, egal in welchem Bereich) sowie einer Überzeugung im sprachlich-stilistischen Bereich um bis zu drei Punkte aufgewertet (wiewohl zwei Punkte das Höchste war, was tatsächlich geschafft wurde ;-))
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geschrieben am: 25.11.2003    um 17:36 Uhr   
(zitat)Wie weiter oben schon gesagt wurde: einige Wörter spricht man einfach anders aus, auch wenn man sie sehr ähnlich schreibt. Gestern habe ich im bus ein gespräch zwischen zwei Grundschulkindern mitbekommen, die sich gegenseitig ihre Hausaufgabe korrigiert haben: sie haben die Texte so vorgelesen wie geschrieben waren. Einer der beiden wurde da erst klar, wie katastrophal sich ihre Fehler lesen. Beispielsweise wurde aus 'Gewitter' 'Gewiter', was sich dann 'Gewieter' las. Oder aus 'ihn' ein 'in', was sich auch entsprechend las.(/zitat)

Genau das meine ich. Wenn man laut liest, erkennt man, zu welcher Aussprache welche Silbenabfolge gehört. Es geht einem in Fleisch und Blut über, dass bei "Schiff" das i kurz gesprochen wird, weil danach doppel-f kommt, wohingegen bei schief nur ein f steht, weil der Vokal davor lang gesprochen wird. Daher ordnet man dann auch dem richtigen Aussprechen die richtige Rechtschreibung zu.
Daher find ichs auch so wichtig, wie Eltern mit ihren Kindern reden. Wie die korrekte Aussprache ist, denn dann tun sich die Kinder später in der Schule beim Buchstabieren auch leichter.

@emptyskies:
Wenn ich das Wort Schifffahrt lese, dann spreche ich das nicht wie Schifahrt aus, denn das würde dann ja Skifahrt bedeuten. Schifffahrt wird so ausgesprochen, dass man eindeutig hört, dass da mal mindestens mehr als ein f stehen muss.
Und die Regel, dass vor der Rechtschreibreform kein Dreifachkonsonant stehen durfte, außer es folgt darauf ein Konsonant (wie bei Sauerstoffflasche), wurde ja nun vereinfacht, da die neue Regel besagt, dass man die einzelnen Worte einfach aneinanderfügt und falls dann ein Dreifachkonsonant vorkommt, dann wird der eben auch geschrieben ( wie bei Schiff + Fahrt = Schifffahrt..wohingegen man früher Schiffahrt schrieb).
Was aber nicht heißen soll, dass ich die neue Rechtschreibreform für gut erachte, sondern die ist genauso kompliziert wie die alte, nur eben anders geregelt.

kiki


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geschrieben am: 25.11.2003    um 18:13 Uhr   
(zitat)Nun hat sie Jahre mit einem Studium "verschwendet", das sie nicht nur aufgrund ihres schlechten Deutsch, sondern auch allgemein ihrer schlechten Allgemeinbildung, ihres ungenügenden Lernverhaltens und ihrer fehlenden Fertigkeit, System und fließenden Ablauf in ihre Arbeiten zu bringen, niemals ausüben wird können.

Schuld ist das Schulsystem, wo die Meisten durch das Abi durchgeschoben werden. (/zitat)

schuld ist nicht das schulsystem, das zugegebenermassen verdammt reformbeduerftig ist, sondern sie selbst. die grundbildung, die in den pflichtjahren vermittelt werden soll, kann nicht den natuerlichen menschenverstand ersetzen - und wenn sie ein jahr nach studienbeginnn noch nicht gemerkt hat, dass die anforderungen der universitaeten [in den meisten faellen] nicht mehr denen der schulzeit entsprechen, liegt es an ihr.
["eigenverantwortung" ist das stichwort - und im uebrigen heisst es "wird ausueben koennen". aber das nur am rande.]

dass gerade im fach "recht" [wo gibt's das als schulfach?] keinerlei wert auf korrekte rechtschreibung gelegt wird, kann ich mir kaum vorstellen, da es im rechtsverkehr *aeusserst* wichtig ist, sich konkret & eindeutig auszudruecken. zudem hat der schriftverkehr dort einen solch hohen stellenwert, dass die beherrschung der [deutschen] orthographie als selbstverstaendlich vorausgesetzt wird.
aber das mag von bundesland zu bundesland variieren..

#

bleibt zum thema "rechtschreibschwaeche" zu sagen, dass es mannigfaltige moeglichkeiten gibt, die eigenen faehigkeiten zu steigern und/oder die schwaeche gar zu beheben. dazu gehoeren bei kindern engagierte eltern, ab einem gewissen alter aber ist jeder fuer sich selbst verantwortlich & dafuer, wie er nach aussen hin wirkt.
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geschrieben am: 25.11.2003    um 18:42 Uhr   
Ist doch alles relativ. :-)
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geschrieben am: 25.11.2003    um 18:42 Uhr   
(zitat)Original von BayneIch denk ich hab vieles versucht und tuh das selbst heute noch(/zitat)
Was genau ist das denn?
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 25.11.2003    um 19:17 Uhr   
(zitat)
schuld ist nicht das schulsystem, das zugegebenermassen verdammt reformbeduerftig ist, sondern sie selbst. die grundbildung, die in den pflichtjahren vermittelt werden soll, kann nicht den natuerlichen menschenverstand ersetzen - und wenn sie ein jahr nach studienbeginnn noch nicht gemerkt hat, dass die anforderungen der universitaeten [in den meisten faellen] nicht mehr denen der schulzeit entsprechen, liegt es an ihr.
["eigenverantwortung" ist das stichwort - und im uebrigen heisst es "wird ausueben koennen". aber das nur am rande.](/zitat)

Das Schulsystem ist schuld. Denn der Trend geht dahin, dass nicht der Schüler seine Leistungen verbessern muss, um den Erfordernissen zu entsprechen, sondern die Notengebung an das Niveau der Schüler angeglichen wird, damit nicht so viele durchfallen.
Somit lernt der Schüler in der Schule, dass es nicht nötig ist, genau zu lernen oder selbstständig denken zu müssen, da es so auch geht und er durchkommt. Wer in dem Alter ist denn so eigenverantwortlich, dass er erkennt, dass er für sich selbst lernt??? Zudem weiß oder glaubt man in dem Alter gar nicht, dass auf der Uni oder in der Ausbildung und später natürlich im Beruf sehr wohl verlangt wird, selbstständig denken zu können, oder Querverbindungen ziehen zu können, oder auch eigenständig einen Lösungsansatz für etwaige Probleme zu finden...und im Übrigen heißt es "zugegebenermaßen" - und nicht "zugegebenermassen" - aber das nur am Rande.

die kichernde kiki

p.s. übrigens müsste es heißen: ausüben können wird - weil das ein Relativsatz war, also ein Nebensatz, in dem die Personalform an letzter Stelle stehen muss..wenn Du schon so i-pitzlig bist, hihi...
Geändert am 25.11.2003 um 19:20 Uhr von kikira

Geändert am 25.11.2003 um 19:56 Uhr von kikira
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Nutzer: tigresse
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geschrieben am: 25.11.2003    um 22:08 Uhr   
herrje - 2x verbessert & trotzdem noch so viele fehler?

im uebrigen bezog ich mich extra nicht [allein] auf die schulzeit, sondern auf die jahre, die deine freundin mit ihrem studium zugebracht hat. wenn ihr zum abschluss nur noch die diplomarbeit fehlt, muessen das ja einige sein - und wenn sie nach all den jahren noch immer nicht verstanden hat, dass sie sich vielleicht ein klitzekleines bisschen anstrengen sollte, dann ist ihr nicht zu helfen.
aber dann hat nicht ihre schulische vorbildung, sondern *sie* versagt.
[es auf die boesen lehrer & das miese system zu schieben, ist natuerlich verlockend. helfen wird's ihr vermutlich nicht. :tm:]
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