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geschrieben am: 25.11.2003 um 12:58 Uhr
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(zitat)Rechtschreibung finde ich ziemlich egal, so lange man sofort weiß, was der andere meint. Darum geht es doch, oder nicht? Nicht um Regelfetischismus. Und Bayne, zumindest was du hier schreibst, ist sofort verständlich.(/zitat)
-Ich glaube, es gibt wohl keinen Beruf, in dem man nicht schriftlich korrespondieren muss. Und natürlich, es kommt drauf an, welchen Beruf man sich wünscht, aber ich glaube, wenn man in eine höhere Position will, dann ist eine Rechtschreibung, die unter aller Kritik ist, nicht gerade förderlich, denn immer hat man den Laptop nicht dabei, um mal schnell das Rechtschreibprogi drüberlaufen zu lassen.
Außerdem können dann auch Bedeutungsunterschiede entstehen...wie z.b bei Masse und Maße...oder er ist und er isst..etc.etc.
(zitat)Und nun zu kikira. Wieso sollte deine Freundin denn Goethe lesen? Weil Goethe noch keine Orthographie kannte? Und weil dadurch bewiesen ist, daß Rechtschreibung für sprachliche und künstlerische Erfolge gar nicht wichtig sein kann?(/zitat)
-Was damit gemeint war, ist, dass sie sich eines besseren Stils, einer Durchstrukturierung und auch einer besseren Rechtschreibung befleißigen soll, denn auch das Rechtschreibprogi erkennt nicht, ob nach einem Komma "das" oder "dass" stehen sollte, oder ob es Masse oder Maße heißen soll.
(zitat)Du hast recht, daß man Texte laut lesen sollte. Aber daß man dadurch jeden einzelnen Buchstaben einzeln erfaßt, glaube ich dir nicht. Höre dir selbst einmal beim Lesen oder Sprechen zu. Artikulierst du wirklich jeden Buchstaben einzeln?(/zitat)
-Ja, denke ich und zwar deswegen, weil ich aus dem Lateinischen weiß, dass man dann den Stamm der Worte im Text erkennt, wenn man zuvor die Vokabeln vom Deutschen ins Lateinische laut!!! gelernt hat. Und dort unterscheiden sich die einzelnen Wörter und ihre Bedeutung durch einen einzigen Buchstaben und ich weiß aus Erfahrung, dass man nur mit der Methode beginnt, den Ursprung der Wörter, wenn sie in einem anderen Modus stehen, zu erkennen.
(zitat)Ist es nicht auch viel wichtiger, ein Wort als ganzes, das heißt seine Bedeutung und Funktion zu erfassen, als eine Buchstabenkette? Ist es nicht wichtiger, daß "Gewissen" das moralische Fundament unseres Handeln ist, als daß es mit Doppel-s geschrieben wird?(/zitat)
-Es ging hier aber nicht um die Moral und Ethik, sondern lediglich um Rechtschreibung und ob Rechtschreibung wichtig ist oder nicht.
(zitat)Man sollte Schulkindern nicht Buchstaben lehren, sondern Gespräche.(/zitat)
- Also dann bist du der Meinung, dass zukünftige Generationen sich nicht mehr schriftlich verständigen sollen, sondern lediglich mündlich? Ich glaub, dass das ziemlich kontraproduktiv zur Entwicklung der modernen Kommunikationsmitteln stehen dürfte, hihi. Oder wie meinst du, sollten sich dann Leute via Internet unterhalten können?
kiki Geändert am 25.11.2003 um 13:01 Uhr von kikira |
| l'âme voit tout, mais le coeur n'aime pas croire |
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