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nach dem willen des volkes ..

Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 25.01.2004    um 10:50 Uhr   
zu anfang: ich setze den thread bewusst in dieses forum, weil es mit dem weltgeschehen nur am rande zu tun hat.

anlass hierzu gab mir folgender thread: siehe Beitrag

demokratie, was ist das heute eigentlich noch? vom grundprinzip eine traumhafte staatsform! nur existiert demokratie in der heutigen zeit noch? meiner ansicht nach ist das nur noch in ländern mit überschaubarer einwohnerzahl möglich.

der imaginäre lebenslauf einen politikers: in jungen jahren ein idealist, der etwas bewirken und bewegen will. durch seinen enthusiasmus und seinen ehrgeiz steigt er nach oben, stößt aber an erste grenzen, geht bezüglich seiner früheren vorstellungen erste kompromisse ein. ein vorgang, der sich wie eine spirale fortsetzt, die sich nach oben verjüngt, bis er an dem punkt angekommen ist, da er feststellt, dass seine hochtrabenden ideale nicht umsetzbar sind in diesem übermächtigen staatsapparat. er passt sich an und sucht nur noch seinen eigenen vorteil. wenn er dann alt ist, schaut er auf sein leben zurück und denkt: ich habe doch viel erreicht, mir geht es doch gut.

und das volk? das volk trabt alle vier jahre an die wahlurne in dem blinden glauben, dass jemand doch seine versprechen mal einhalten wird. das volk ist schon lange der illusion verfallen, noch in einer demokratie zu leben. dabei ist es ganz egal, welche der verschiedenen farben unseren bundestag bestimmt. unter dem strich kommt immer das gleiche heraus.

was also ist demokratie heute? und in welcher staatsform leben wir wirklich?

auf zum fröhlichen diskutieren.

V.
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Nutzer: welpe
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geschrieben am: 25.01.2004    um 11:54 Uhr   
>was also ist demokratie heute?

los, ossis! erklärt es mal vulci. :-)
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Nutzer: OLDFRITZ
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geschrieben am: 25.01.2004    um 11:58 Uhr   
Die Demokratie ist doch nichts anderes als die "Diktatur des Kapitals" oder haben arme was zu melden?

Axel
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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 25.01.2004    um 12:06 Uhr   
Das Volk?

Für den derzeitigen Zustand kann ich nur mit einem leicht abgewandelten Ibsen-Zitat antworten: Es gibt kein Volk, es gibt nur eine Bevölkerung.

sweety
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Nutzer: Zoppo
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geschrieben am: 25.01.2004    um 14:28 Uhr   
Was hat sich denn in unserer Demokratie in den letzten Jahrzenten geändert? Sind die Politiker, über die man sich allerortens beklagt, wirklich korruper und selbstsüchtiger geworden? Ich denke nicht.....sie waren nie anders. Wirklich geändert haben sich nicht die Politiker.....sondern wir Einwohner.

Machen wir uns doch nichts vor. Der Anteil der Bevölkerung, der sich überhaupt noch für politische Themen interessiert, ist doch verschwindend gering. Es gibt zwei recht eindeutige Indikatoren dafür: Da ist zum einen das Privatfernsehen, in dem kaum noch politische Sendungen ausgestrahlt werden. Aber das machen die Privatsender nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil die Einschaltquoten bei solchen Sendungen zu gering sind, so dass die Werbeplätze nicht lukrativ genug verkauft werden können. Und zum anderen ist da das Sterben des politischen Kabaretts. Politisches Kabarett lebt nunmal von Anspielungen, die aber ihrerseits ein bestimmtes politisches Wissen voraussetzen. Wo dieses Wissen nicht da ist, kann man keine Anspielungen mehr machen und wo man keine Anspielungen mehr machen kann, kann Kabarett sich nicht entfalten.

Demokratie lebt vom Wechselspiel zwischen Politikern und Beherrschten. Dass dieses nicht mehr stattfindet, ist nicht in erster Linie die Schuld der Politiker.


Geändert am 25.01.2004 um 14:29 Uhr von Zoppo

Geändert am 26.01.2004 um 05:54 Uhr von Zoppo
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Nutzer: Katzerin
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geschrieben am: 25.01.2004    um 23:45 Uhr   
im grunde ist das ganze doch ein teufelskreis. man interessiert sich nicht für politik, weil die ja eh machen was sie wollen, im gegenzug machen die alles, was sie wollen, weil sich keiner mehr dafür interessiert.

naja, ber bisher leben wir doch alle ganz gut, im staatssystem, oder? (ironisch...)

wach werden die leute doch erst, wenns ihnen ans geld geht.
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Nutzer: Lazor
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geschrieben am: 25.01.2004    um 23:57 Uhr   
demokratie hat schon bei den alten griechen nicht funktioniert... damals waren es die archonten, heute sind es die politiker (oder die illuminaten? ;), die die wirkliche macht haben...
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Nutzer: Mindriel
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geschrieben am: 26.01.2004    um 01:49 Uhr   
Hm.. hm.. hm.

Soll ich.. wirklich .. antworten..? *g*

Also.. auf dass man mich verurteilen möge ;-)

Demokratie spielt für mich keine große Rolle. Überhaupt, Politiker, und Vater Staat. Manches könnte man sich besser vorstellen, ohne zu wissen, ob es nicht noch ganz andere unbedachte Konsequenzen gäbe. Hat mal jemand darüber nachgedacht, was wirklich gut gemacht wird? In der Politik..? Ich nicht. aber ICH hab auch nicht darüber nachgedacht, was dort schlecht gemacht wird.
Klar, wir müssen uns nach Gesetzen richten, nach denen, die uns Vertreter geben, die wir gewählt haben. (Haben wir das? @Illuminaten ;-) ) Nur.. bedeuten die Gesetze, inklusive Steuern, Maut etc wirklich so viel für unser Leben? Ich denke nicht. Mein persönliches Leben besteht daraus, das beste aus dem zu machen, was sich mir bietet.
Wer nun annimmt, ich würde alles hinnehmen, liegt falsch, in kleinen Dingen ebenso wie in der Politik. Nur.. WENN mich etwas wirklich sehr stört, dann versuche ich es zu ändern. Bisher stört mich unsere Demokratie nicht so sehr, dass es ein Grund wäre, dort etwas ändern zu wollen.
Bevor hier Argumente kommen wie 'Was? aber die machen doch das und das.. und sollten doch.. und können nicht..
Denkt mal drüber nach. Wäre es nicht viel wichtiger, den Nachbarn zu trösten, dessen Frau gerade gestorben ist..? Einem alten Freund mal wieder einen Brief schreiben, den man schon ewig vor sich her schiebt? Den Garten mal wieder herzurichten, vielleicht nur um Leuten, die vorbeigehen eine Freude zu machen?
Das sind die Dinge, die ich ändern will. Meine Probleme, oder auch eigentlich nicht meine Probleme, sondern die anderer. Was interessiert mich die Staatsverschuldung, was interessiert mich der Mautmurks, was interessiert mich die Abschaffung von Bundeswehr/zivildienst? .. was interessiert mich Geld? Macht?
Achtet mal mehr auf die Menschen. Die, die euch umgeben, nicht die, die in der Zeitung stehen.

Meine (ein wenig utopistische *lächel*) Sicht der Welt.

Angenehme Träume,
Mindriel
~Seek the Truth in Dreams, if you can't find it there, it doesn't matter.~
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 26.01.2004    um 07:55 Uhr   
(zitat) Original Vulcania (...)was also ist demokratie heute? und in welcher staatsform leben wir wirklich?(...) (/zitat)

Demokratie heute ist eine immer geringer werdende Wahlbeteiligung, eine Veranstaltung, die bald nur noch hinter verschlossenen Türen stattfindet, weils Volk einfach nicht mehr versteht, was seine Rolle in einer solchen Staatsform ist. Die Gründe hierfür hat Zoppo bereits angerissen. Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte, dass der Grund für dieses politische Desintresse soziale Unfähigkeit und Verdummung der Bevölkerung ist. Die Konsequenz wird irgendwann sein, dass irgend eine extremistische politische Richtung die Überhand gewinnen wird und die Macht ergreifen wird. ... und dann wird es hier erst richtig gemütlich.

Die Staatsform ist im Wandel begriffen. Denn unsere "nichtsnutzigen" Politiker haben Ihren Spaß daran, einen Sozialstaat so umzukrempeln, dass ein Haufen egoistischer Sozialhilfeschnorrer und Schwarzarbeiter nicht mehr ganz so einfach ans Volksvermögen kommen, wie es bisher der Fall war.

Dem Bürger wird nun mehr Selbstverantwortung zu Teil. Eigentlich ein Zugewinn an Freiheit. Doch diese Art der Freiheit, nämlich Verantwortung für sich selbst übernehmen, ist man nicht bereit zu übernehmen. Ergo sind die Politiker Schuld. -logo-

Brass
Geändert am 26.01.2004 um 07:56 Uhr von Brass

Geändert am 26.01.2004 um 07:57 Uhr von Brass

Geändert am 26.01.2004 um 07:58 Uhr von Brass

Geändert am 26.01.2004 um 07:59 Uhr von Brass
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube)
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 26.01.2004    um 08:10 Uhr   
Ich ziehe meinen Hut, Brass. Das hast du treffend formuliert :-)

Celestine
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Nutzer: Annabell35
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geschrieben am: 27.01.2004    um 10:52 Uhr   
Das mit dem politischen Wnadel seh ich auch so Brass.

Aber die Sozialhilfeschnorrer seh ich als alleinerziehende Mutter etwas anders ;o)
Für mich wird am falschen Ende gespart. Wenn Kinder von Sozi- Empängern nicht die Möglichkeit haben etwas aus ihrem Leben zu machen (dazu gehört nun mal auch der finanzielle Aspekt) werden sie (die meisten) genau dort "enden" wo ihre Eltern waren.

Ich kenne einige, die nicht das Geld für nen z.B. Fussballverein haben, diese Kinder lungern dann jeden Tag nach der Schule, die ganze Woche auf der Straße rum. Genau diese Eltern können sich auch mal keine Nachhilfe für die kinder leisten wenn es mal nötig ist, ergo wird der Schulabschluss schlechter usw.

Bestimmt ist das nicht immer so. Ich denke mir eben, klar müssen gerade Arbeitsloe und Sozi- Empfänger zu mehr Eigenverantwortung "erzogen" werden. Aber wenn sie es trotzdem nicht machen müssen die Kinder mit drunter leiden.


Anna
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Nutzer: cyberpit
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geschrieben am: 27.01.2004    um 11:07 Uhr   
möchte mal sehen was ihr tut wenn ihr an den fleischtöpfen sitzt
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Nutzer: OrioN
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geschrieben am: 27.01.2004    um 12:33 Uhr   
(zitat)möchte mal sehen was ihr tut wenn ihr an den fleischtöpfen sitzt (/zitat)

berechtigte frage, würde ich von mir ausgehen, ich glaube ich würde nicht den "weltverbesserer" spielen sondern mich auch am goldenen Kalb bediehnen...

*zugibtz*
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 27.01.2004    um 12:58 Uhr   
@ mods: bitte nichts löschen, was eurer meinung OT ist. dieser thread soll sich entwickeln. ausnahmen wären, sollten sie vorkommen, beleidigungen und beiträge von cv-lern. danke.

meine meinung zu unserem sozialsystem ist reichlich rassistisch. ich erinnere mich immer wieder daran, wie ich einen bekannten zum sozialamt begleitet. er war unverschuldet in eine miese situation geraten - arbeitgeber ging in konkurs, auf die schnelle kein neuer job, ersparnisse am ende, arbeitsamt fühlte sich nicht zuständig. und was sagt der typ hinter dem schreibtisch? "sie haben zu wenig Ü's im namen, sonst wäre es einfacher". ich dachte, mich haut es vom stuhl, als ich das hörte.

in unserem "sozialstaat" werden zuviele mäuler gestopft, die gar kein anrecht darauf haben. ich muss mir nur das beispiel schweiz ansehen. verliert man als ausländer seinen job, so hat man 8 wochen zeit etwas neues zu suchen. ansonsten TSCHÜSS! geh nach hause!

würden wir das in unserem lande ebenso handhaben, könnten unsere wenigen sozialhilfeempfänger jeden tag filetsteak essen. aber das geht ja nicht, sonst zeigt man wieder mit erhobenem finger auf die bösen deutschen.

dass es sogenannte sozialschmarotzer gibt, daran sind wir doch selbst schuld. sätze wie "soll ich mich jeden tag aus den federn quälen, nur damit ich 100 euro mehr in der tasche habe? nö, da bleibe ich lieber liegen", sind an der tagesordnung.

menschen, die unverschuldet in diese situation geraten aber auch wieder raus wollen, sollte man eher unterstützen, als solche faulsäcke, die sich ein schlaues leben machen.

V., die auch nicht gern jeden morgen aufsteht aber lieber jobt als auf dem amt zu betteln
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Nutzer: jutta1
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geschrieben am: 27.01.2004    um 13:06 Uhr   
wow vulcania alle achtung ,du hast den nagel auf den kopf getroffen,dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen,naja sie wollen ja nun alles besser machen,jeder sozialhilfeempfänger muss ja nun jeden job annehmen,bin mal gespannt wie sich das entwickelt und was geschieht ,glaube das ja net so ganz,klar gibt es unverschuldete,aber ich kenne auch jede menge leute,die statt ihren faulen po mal zu heben,lieber sich im internet rumtreiben,aber was nützt das alles, wir können da reichlich wenig tun,ausser uns dumme sprüche anhören,wenn wir mal die meinung sagen...so long elke
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 27.01.2004    um 13:13 Uhr   
Warum kannst du nichts tun?

Wer hindert dich daran, heute in eine Partei einzutreten und etwas zu ändern? Wer hindert dich daran, selbst eine neue Partei zu gründen, um etwas zu ändern?

Ist es nicht besser eine Kerze anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern?

Nur.....es ist mit Initiative verbunden und mit Arbeit und es geht nicht von heute auf morgen.

In einer Demokratie hat JEDER die Möglichkeit politisch aktiv zu werden. Das ist es, was ich an dieser Staatsform so liebe. Herumlamentieren bringt keinen Schritt weiter.

Celestine

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Nutzer: jutta1
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geschrieben am: 27.01.2004    um 13:20 Uhr   
schmunzelt zu celeste,meinste nicht das einiges mehr dazu gehört einfach eine partei zu gründen???...genau da habert es schon,wer finanziert das??? ich gehöre seit jahren einer partei an und jammern tue ich mit sicherheit nicht,bin auch nicht arbeitslos noch stecke ich meinen kopf in den sand,siehste in der demokratie hat auch jeder das recht seine meinung zu sagen,genau das tat ich...lächelt elke
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Nutzer: cyberpit
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geschrieben am: 27.01.2004    um 13:28 Uhr   
wenn man steuern nicht nur den arbeitnehmern sondern auch den betrieben, konzernen ab einer bestimmten grösse auferlegen würden, wenn man genügend betriebsprüfer einstellen würde um steuersünder zu entlarven,
wenn man verschwender im öffentlichen dienst zur rechenschaft ziehen würde statt mit goldenem handschlag verabschieden würde ( siehe gerster). wenn man weniger bundesländer mit dem ganzen staatsapparat hätte, wenn man abgeordnete und politiker nicht so grosszügig versorgen würde, wenn man keine soldaten ins ausland schickt, wennn wenn wenn. diese kette lässt sich noch lange fortsetzen,

dann hätte man geld für arme, kranke, rentner, sozial schwache, ausbildung.

die deutschen sind nicht faul. unsere steuern werden nur verschwendet für unnütze dinge und für das wohlergehen einiger politiker und promis.

oder würdet ihr mir zujubeln wenn ich steuern hinterziehen würde nur weil ich nicht rennwagen fahren kann ?


Geändert am 27.01.2004 um 13:29 Uhr von cyberpit

Geändert am 27.01.2004 um 13:30 Uhr von cyberpit
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 27.01.2004    um 13:41 Uhr   
thema betrug: wenn jemand über einen längeren zeitraum immer wieder kleine beträge bei seiner firma unterschlägt und irgendwann erwischt wird, wird er für mindestens zwei jahren in den knast geschickt. wenn aber eine bürgermeisterin über jahre hinweg die stadtkasse als privates konto ansieht und tausende von euro für ihr privatvergnügen ausgibt, bekommt sie eine geldstrafe und wird weiterhin mit ihrem bürgermeistergehalt versorgt.

demokratie? muahahahahaha

V.
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Nutzer: Azze
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geschrieben am: 27.01.2004    um 17:08 Uhr   
Sowas verstehe ich auch nicht. Jeder normale Berufstätige, der sich finanziell relevante Ordnungswidrigkeiten zuschulde kommen lässt, wird mit aller Härte und Konsequenz verfolgt. Staatsdiener hingegen werden durch Beurlaubung aus der Schusslinie der öffentlichen Kritik genommen, bekommen Übergangsgelder, Abfindungen und fette Pensionen. Wenn ein Herr Gerster, dessen Qualifikation fachlich vorhanden sein mag, wogegen sein soziales Gerechtigkeitsempfinden und seine moralische Sensibilität knapp unter den momentan gemessenen Aussentemperaturen pendeln, Verfehlungen begeht, die letztendlich den Beitragszahler benachteiligen, und die Regierung solches Verhalten nicht nur nicht bestraft, sondern auch noch belohnt, sind wir von Berlusconis Mafiapolitik nicht mehr weit entfernt. Revolution !

Gruss Azze
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 27.01.2004    um 21:05 Uhr   
nennt mir eine, eine einzige staatsform, regierungsform, die über lange zeit funktioniert und in der man nur die kleinsten mängel findet.

ganz klar ist: nicht jeder kann zufrieden sein,
aber auch ganz klar ist: mit deutschlands politischer situation ist der großteil verdammt unzufrieden.
1. würd' ich gern mal wissen, wie groß ffm ohne ausländer wäre (z.b.)
2. versteh ich immernoch nicht, warum politiker so "dicke diäten" bekommen.
3. dürfen wir alles nicht auf die jetzige regierung schieben, durch den fall der mauer und den wiederaufbau ging halt viel geld etc. verloren. (war aber trotzdem größtenteils notwendig)


Let's pretend, happy end
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 27.01.2004    um 21:06 Uhr   
nennt mir eine, eine einzige staatsform, regierungsform, die über lange zeit funktioniert und in der man nur die kleinsten mängel findet.

ganz klar ist: nicht jeder kann zufrieden sein,
aber auch ganz klar ist: mit deutschlands politischer situation ist der großteil verdammt unzufrieden.
1. würd' ich gern mal wissen, wie groß ffm ohne ausländer wäre (z.b.)
2. versteh ich immernoch nicht, warum politiker so "dicke diäten" bekommen.
3. dürfen wir alles nicht auf die jetzige regierung schieben, durch den fall der mauer und den wiederaufbau ging halt viel geld etc. verloren. (war aber trotzdem größtenteils notwendig)


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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 27.01.2004    um 21:06 Uhr   
nennt mir eine, eine einzige staatsform, regierungsform, die über lange zeit funktioniert und in der man nur die kleinsten mängel findet.

ganz klar ist: nicht jeder kann zufrieden sein,
aber auch ganz klar ist: mit deutschlands politischer situation ist der großteil verdammt unzufrieden.
1. würd' ich gern mal wissen, wie groß ffm ohne ausländer wäre (z.b.)
2. versteh ich immernoch nicht, warum politiker so "dicke diäten" bekommen.
3. dürfen wir alles nicht auf die jetzige regierung schieben, durch den fall der mauer und den wiederaufbau ging halt viel geld etc. verloren. (war aber trotzdem größtenteils notwendig)


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Nutzer: Annabell35
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geschrieben am: 28.01.2004    um 08:56 Uhr   
Was Jutta angesprochen hat find ich super.
Unter mir wohnt ne Frau, sie ist so um die 45 Jahre alt, bekommt Sozialhilfe und geht dann ich glaube 60 Std. im Monat gemeinnützig arbeiten.
Sie sagt, dass sie glücklich drüber ist überhaupt arbeiten gehen zu können, denn in ihrem Alter nimmt sie keiner mehr...

Also nich nur auf die Regierung schimpfen, grad das mit der gemeinnützigen Arbeit ist super für die Leut die wirklich nichts mehr bekommen und von Sozi leben müssen.


Warum die so hohe Diäten bekommen is mir auch nicht klar Robin, erst recht nicht die Pensionen die ihnen nach ein paar Jahren schon zustehen.

Ich denke, da kommt wieder der Egoismus durch, würden wir vielleicht auch so machen. Wie heißt es doch so schön: "Jeder ist sich selbst der Nächste".


Anna

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"Autor"  
Nutzer: Zoppo
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geschrieben am: 28.01.2004    um 19:16 Uhr   
Zum Begriff "Sozialhilfeschmarotzer", der in dieser Diskussion fiel, sei folgendes ausgeführt:

Sicherlich gibt es den einen oder anderen, der auf Kosten der Allgemeinheit einen faulen Lenz schiebt, aber zwei Gesichtspunkte sollten hierbei doch berücksichtigt werden:

Ich denke, dass niemand gerne auf Dauer Sozialhilfeempfänger oder ähnliches ist. Mögen einzelne Personen auch Gegenteiliges äußern, letztlich nagt diese Situation doch arg am Selbstvertrauen.

Auch wenn es einzelnen Personen gelingen sollte, sich aus der sozialen Hängematte zu befreien, so darf doch nicht übersehen werden, dass sich dann gleichzeitig andere darin verheddern müssen. Die Anzahl der Arbeitsplätze ist nun mal begrenzt und die Arbeitslosen schaffen keine neuen Arbeitsplätze. Wie immer auch die innere Einstellung einzelner Menschen zur Arbeit sein mag, es ändert sich doch nichts daran, dass wir auch weiterhin –je nach angewendeter Statistik 4 – 7 Millionen Arbeitslose in diesem Land haben werden. Nun den Betroffenen die Schuld für diese Situation in die Schuhe schieben zu wollen, halte ich für verfehlt.

Was mich wundert, dass in der ganzen Diskussion – so auch hier in diesem Thread – nicht diejenigen, die die Arbeitsplätze abbauen oder diejenigen, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen, verantwortlich gemacht werden, sondern die leidtragenden Betroffenen selbst. Anders ausgedrückt: Diejenigen, die angeblich die Verantwortung für die wirtschaftliche Situation tragen (und sich auch entsprechend bezahlen lassen), bekommen Orden und hohe Gehälter, diejenigen, die tatsächlich die Suppe ausbaden müssen, werden beschimpft und man will ihnen darüber hinaus auch noch die kärglichen Unterstützungsleistungen kürzen. So ganz richtig kann das nicht sein.
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"Autor"  
Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 28.01.2004    um 22:23 Uhr   
ich stimme dir in allen punkten zu, zoppo. zwar glaube ich schon, dass es auch eine größere gruppe sein mag, die sich tatsächlich ausruht im sozialsystem. aber das bedeutet nicht, dass das system schlecht ist oder falsch, sondern nur, dass mehr kontrolle erforderlich ist.
ebenso wie z.b auch mehr steuerdetektive nach hinterzogener steuer suchen sollten, was weitere entlastung bringen würde.
das system an sich, schwächere zu unterstützen,halte ich für absolut notwendig. dessen mißbrauch zu bekämpfen, ist erforderlich, dessen abbau als "zugewinn an freiheit" zu verkaufen, halte ich für mindestens makaber.
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