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geschrieben am: 17.09.2004 um 23:14 Uhr
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(zitat)natürlich hat keiner danach gerufen und ist es tragisch. dennoch sollte niemand die klitzekleine tatsache übersehen, daß mit weniger einsatz mehr leuten geholfen werden könnte.(/zitat)
Weißt Du, wie viele Menschen Krebs haben? Kaum jemand, der davon unberührt bleibt...ob er es nun selbst hat oder ob es jemanden aus seiner Familie oder seinem Freundeskreis (und ihn damit auch indirekt) betrifft.
Ach ja, entschuldige, die unzähligen Menschen sollten wir vielleicht einfach sterben lassen, denn es kostet ja zu viel, ihnen zu helfen..
Mal davon ab und um Dir vorzuführen, wie "klug" Deine eigene Argumentation ist: Wenn Du denkst, man sollte ökonomisch helfen..dann sollte man die HIV-positiven ja vielleicht auch direkt mit den Krebskranken sterben lassen oder? Denn da gibt es ja keine Heilungschance...da kann man "nur" das Leben mit verlängern..Also weg damit?
In meinen Augen sollte man helfen, wo man kann..leider kann man nicht jedem einzelnen Menschen helfen, aber man sollte, wenn man denn hilft, dieses ohne Ansehen der Person tun..Kein Mensch ist mehr oder weniger wert, als der andere.
(zitat)dabei vertrete ich nicht mal die meinung von regierung, wirtschaft und militär. nämlich nur die zu erhalten, die später auch arbeits- und leistungsfähig sind...(/zitat)
Ach nicht? Was sonst? Die kosten zu viel und das dauerhaft..also einfach sterben lassen?
Weißt Du eigentlich, wieviel Angst ein Mensch davor haben kann, zu ersticken, wenn der Krebs (in dem Fall Hotchkin) ihm ohne die Therapie irgendwann die Luftröhre zudrücken würde?
Darauf warten zu müssen, dass es irgendwann passiert?
Weißt Du das? Ich denke nein.
(zitat)wertet das also bitte nicht als persönlichen angriff. von höherer warte aus betrachtet erachte ich meine worte als durchaus angemessen. daß betroffene dies aus der *persönlichen* warte heraus anders sehen, kann ich nicht nur akzeptieren sondern auch aus eigener erfahrung nachempfinden. (/zitat)
Von höherer Warte aus? Ach von einer höheren Warte aus, darf man Menschen also aussortieren? "Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen."? So liest sich Deine durchaus zweifelhafte und in meinen Augen mehr als unangemessene Argumentation jedenfalls.
Wenn Du das wirklich nachempfinden könntest, würdest Du nicht so reden.
(zitat)ob die diagnose krebs nun schicksal ist und uns etwas sagen will oder zivilisationskrankheit, das wird in einem prima buch behandelt, dessen titel mir grad nicht parat ist. daß umwelt und ernährungsgewohnheiten sehr stark mit der krankheit zu tun hat, zeigt sich doch daran, daß es immer noch landstriche gibt, in denen es die diagnose gar nicht gibt. ein beispiel wären die eskimos. auch der olle schweitzer war erstaunt, daß er in afrika keine entsprechende diagnose stellen konnte. heute sieht das - in afrika - mal wieder anders aus. (/zitat)
Bis heute ist wissenschaftlich nicht erwiesen, warum manche Menschen Krebs bekommen und andere nicht.
Inwieweit das mit der Vererbung zu tun hat oder mit Umweltgiften oder mit der Ernährung/Lebensweise.
Bei vielen Dingen weiß man heute, dass sie Krebsgefährdend sind, aber warum der einzelne Mensch genau daran leidet, lässt sich bis heute nicht belegen.
Deine Argumentation liest sich wie "Hey, Du lebst im falschen Land..also trägst Du mindestens eine Mitschuld, dass Du es hast."
Wenn man sich bewusst und freiwillig Dingen aussetzt, von denen man weiß, dass sie etwa Krebs verursachen könnten, bzw Dingen, die es wahrscheinlicher werden lassen, wie zum Beispiel rauchen, dann ist das nicht gut, das stimmt..aber ist man deshalb komplett selbst Schuld?
Wenn das stimmen würde, müssten eigentlich alle Raucher Lungenkrebs bekommen..Wieso ist das nicht der Fall?
Tut mir leid, aber ich kann Deine Argumentation/Deine Ansicht nicht nachvollziehen und ich habe auch kein Verständnis dafür.
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