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geschrieben am: 17.02.2005 um 15:57 Uhr
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Theorie: Das argumentum ex negativo: Eine These ist zu widerlegen. Sie wird verneint. Trifft die Verneinung zu, ist die These widerlegt.
Praxis:
(A) These: Der Grund dafür, dass Chatter sich umbringen, ist, dass die virtuelle Welt verletzend ist.
Argument:
1. Prämisse: Chatter leben in der virtuellen Welt.
2. Prämisse: Die virtuelle Welt ist verletzend.
3. Prämisse: Wer verletzt ist, bingt sich um.
(C) Konklusion: Chatter bringen sich um.
Das argumentum ex negativo: Wenn (C) WAHR ist, dann ist FALSCH: (D) Chatter bringen sich NICHT um.
(D) ist WAHR. Dann ist (C) FALSCH. Dann ist nicht geeignet, (A) zu stützen.
Es wurde gezeigt, dass nicht geeignet ist, (A) zu stützen. |
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geschrieben am: 17.02.2005 um 18:26 Uhr
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nicht alle chatter begehen freitod, aber manche eben doch. es ist kaum die virtuelle welt, die ihnen vorrangig zu schaffen macht, sondern die reale. das hat die olle hexe doch im kopfbeitrag schon festgestellt.
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geschrieben am: 17.02.2005 um 18:43 Uhr
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| manche wiederum begehen gerne den virtuellen selbstmord (nick sterben lassen oder sowas) |
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geschrieben am: 17.02.2005 um 20:37 Uhr
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ich denke nicht, dass es ein chatphänomen ist, dass viele menschen in den freitod gehen .. das hat es schon immer gegeben - sei es aus persönlichen, religiösen oder politischen gründen ..
ich glaube auch nicht, dass chats oder internet generell als gründe anzuführen sind, dass immer mehr menschen ihrem leben ein frühes ende setzen .. vielmehr glaube ich, dass der druck, der auf jedem einzelnen lastet, immens hoch ist und letztendlich oftmals nackte existenzangst hinter diesen handlungen steckt ..
die, die darüber reden und somit ein "helft mir"-signal aussenden, haben tief im inneren noch hoffnung, dass sich alles zum guten wendet .. die, die es einfach stillschweigend tun, haben diese hoffnung einfach verloren oder sind den ewigen kampf einfach leid ..
internet und chats bieten lediglich ein breiteres publikum, an das man sich wenden kann .. die gefahr, im chat die heile welt zu suchen, ist nicht weg zu diskutieren .. und wenn dann, neben der bereits zerfallenen realität, auch diese rosa welt zerbricht, kann tatsächlich einiges passieren ..
dennoch würde ich den chat an sich nicht dafür verantwortlich machen .. die probleme dieser personen liegen tiefer und nicht in der virtualität begründet .. Geändert am 17.02.2005 um 20:38 Uhr von vulcania |
| ich bin verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was DU verstehst! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 18.02.2005 um 12:30 Uhr
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Ich selbst finde dieses Thema recht interesant. Oftmals möchte ich gerne wissen "Warum?" Menschen so etwas tun denn ich erlebte schon das selbe..(Forum: Poesie, Lyrics & Geschichten, Laina "~Dein letzter Athemzug~")
Nicht jeder tut es auf die selbe Art. Ich z.B. wusste zum Beispiel nichts von Problemen meiner (immernoch) besten Freundin. Und dann als sie mich zum Bahnhof brachte, der Zug bald kam fing sie einfach an zu erzählen. Von ihren Problemen, von ihrem Leid, und wie leid es ihr täte mich einfach in dieser Welt alleine zu lassen. Dann kam der Zug und sie sprang. Ich war leider zu jung von Anfang an zu begreifen was sie mir eigentlich sagen wollte, das sie Hilfe von mir wollte noch in diesem Moment. Aber als ich es begriffen hatte wurde sie gerade beigesetzt. Ob Chatter oder nicht, sie haben alle irgendwie einen Grund/ ein Motiv zu tun was sie tun. Manchmal erkennt man erst zu spät, manchmal rechtzeitig. Es ist nunmal sehr schmerzend. Ob man jetzt dabei ist, hinter her den Toten findet oder so davon erfährt. Ich hätte ihr folgen können, tat ich aber nicht. Es hat einen Grund das wir hier sind auch wenn ihn keiner weiss.
Vielleicht sitzt ja doch so ein weissbärtiger Gott zwischen den Wolcken, schaut auf seine Schäfchen herab und erfreut sich daran wenn wir lachen. Vielleicht sind wir wie ein Theaterstück für ihn oder eine Fernsehsendung. Vielleicht sind wir auch sein neustes Experiment und er wird nie müde uns all die Jahre zu zuschaun.
Es gibt keine konkrete Antwort auf diese Frage denn viele Handeln aus Gründen die uns noch nicht bewusst sind und viele handeln auch wiederum auf Art und Weisen die uns bewusst sind. Wir versuchen zu erklären was eigentlich ein/e Tote/r uns sagen sollte. Warum? "......"
Aber sie reden ja nicht mit uns. Es geht nicht. Und man kann auch wirklich nicht alle in eine Schublade stecken oder mehrere. Viele handeln aus Gefühlen. Aber nicht jedes Gefühl ist gleich. Ich würde gerne eines davon jetzt beschreiben aber wie sagte meine Lieblingszeichnerin Christina Plaka?
"Nicht mal tausend Worte genügen um nur ein kleines Gefühl zu beschreiben und wenn man es versucht dann ist es wahrscheinlich irgendwo falsch denn es gibt keine Worte für eine Beschreibung"
Irgendwo hat sie damit verdammt recht!
Zum Thema "Gesellschaft"..
Wären die Menschen tolleranter in Bezug zu anderen Leuten dann wäre es recht einfacher.
Kinder:
Hast du nicht das Spielzeug, ist deine Mutter keine Anwältin, ist dein Vater kein Zahnarzt, lebst du nicht in einem riesen Haus, schaust du nicht die Gummibärchen(oder irgendwas anderes)dann bist du doof und darfst dich in ne Ecke setzen mit deinen drei bauklötzchen spielen!
Jugend:
Einige Hip - Hopper stempeln Gruftis, etc. Eigentlich die ganze schwarze Szene als Satanisten ab. Dann werden sie nicht mehr geduldet. Sie werden gemoppt und weiss was ich nicht noch alles. Um sie so zu biegen wie sie es haben wollen. "Bist du nicht so wie wir dann musst du so werden denn sonst bist du ~Out~ weil WIR ~In~ und ~Cool~ sind!" Sie sind sich dann einfach zu fein mal "hinter" die schwarze Fasade zu sehen, den Menschen der hinter der vielen Schminke steckt kennen zu lernen und ihn lieben zu schätzen.
Alter:
Wie wird es wohl bei der etwas älteren Gesellschaft aus sehen?
Sie verstecken sich hinter Höflichkeitsfloskeln(wobei man sagen muss das es nicht nur bei den etwas älteren so ist), sehen die Welt mit ihren Augen, rennen vor Dingen weg die sie nicht mögen, weichen der Wahrheit aus weil sie weh tut. Sie wollen ihr großes Haus, ihr vieles Geld. Einige sind sich zu fein mal herab zu schaun, das Herz der anderen zu sehen, die Güte. Sie sehen blind weg. Dabei ist die Liebesgeschichte von Titanic ein sehr gutes Beispiel denn einige sind immer noch so. Sie wollen das ihre Kinder etwas großes werden, so wie sie. Sie sehen auf das Geld, einfach auf die Materiellen Dinge und nicht das was in dieser Welt eigentlich das wertvollste ist. Eltern sehen manchmal nicht was das eigene Kind haben will, nicht Schuhe, nicht Klamotten, nein. Liebe. In dem Fall sehen einige Eltern weg und dann einfach auf IHRE Bedürfnisse und nicht das ihrer Kinder.
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geschrieben am: 18.02.2005 um 12:32 Uhr
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Wie ich finde erschreckende Beispiele. Es ist nicht immer so aber meistens. Wer nicht das tut was die anderen wollen ist er/sie für die meisten einfach gestorben. Erfahrungen die ich und Kata schon machen durften.
Thema Chatter:
Die meisten Chatter werden einfach in die Welt des I-Nets mit herein gezogen. Durch die Frage "Kommst du morgen wieder?" Durch das Flehen "Och bleib doch länger" gewöhnt man sich bereits daran regelmäsig da zu sein und länger als geplant anwesend zu sein. In der ersten Zeit hält man sich zurück, alles in gewohnten Grenzen und dann bricht man irgendwann die Grenzen, ist ein Chatter geworden. Man glaubt "Diese Welt ist besser als die da drausen" und mit der Zeit versteckt man sich im Chat vor der grausamen Welt und wird sogar im Net verletzlich. Man wird von Leuten verletzt die man vielleicht noch nie gesehen hat und auch nie sehen wird. Diese Menschen am anderen Ende der Leitung werden auch verletzt von anderen die sie nicht mal kennen. Man kennt die Buchstaben, vielleicht die Stimme und die persöhnliche Schrift aber mehr auch nicht. Einige Chatter sind in der Realen Welt durch die Hölle gegangen und hoffen hier einen halt zu finden. Doch das ist der reinste Unfug und sie erkennen es zu spät. Wenn sie sehen "Keine Welt ist gut" dann denken sie vielleicht irgendwann an das "Leben nehmen" und tun es vielleicht auch.
Vor die nackte, harte Wahrheit gestellt zu werden tut weh. Man hat es bis her immer geschaft vor ihr weg zu laufen und weg zu sehen und wenn es dann mal soweit kommt das man mit ihr konfrontiert wird heulen wir uns meist die Augen aus. Einige gehen den falschen Weg, andere den richtigen. Doch ob richtig oder falsch liegt im Auge des Betrachters.
Es gibt viele Gründe, viele Meinungen. Bei einigen ist es nicht immer so wie es gesagt wurde. Meine Worte sind reine Beispiele für das was ich denke, erlebt habe etc., und nicht alle sind so wie ich es gesagt habe. Aber viele oder einige. Genau wegen diesen Leuten sind einige nicht mehr bereit das Spiel mit zu spielen und hören dann einfach auf.
verneigt sich und huscht schweigend davon
Eure Laina |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.03.2005 um 07:53 Uhr
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(zitat)Original sunkiller
denke mal tom hat recht. es ist schon ein armutszeugnis unserer gesellschaft. aber ich denke mal das es nicht unbedingt was mit ankündigung oder nicht zu tun hat wenn jemand den freitod wählt. der eine kündigt es an und verabschiedet sich vielleicht noch oder so und der andere macht es heimlich still und leise.
jeder wie er es für richtig bzw besser hält.(/zitat)
Und dann gibt es noch Leute wie den, den ich zitiere, die andere damit erpressen, sich umzubringen, indem sie ganz genau soviel Zeug schlucken, daß sie wissen, sie verrecken nicht, aber es macht sich ja jemand Sorgen um einen.
Himmel sei Dank sind das eher seltene Fälle, denn sowas grenzt schon an Kaltblütigkeit. Aber manche können eben nicht ohne auskommen.
J. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.03.2005 um 18:22 Uhr
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| polly...willst nen keks ? |
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