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Sind unsere Kinder....

Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 19.05.2005    um 20:21 Uhr   
...Versuchskaninchen? Manchmal scheint es mir so. Eher nehmen wir in unserem Staat ein totes Kind in Kauf, als dem Täter ein Recht auf Resozialisierung zu verweigern.

Der Fall „Ayla“ beweist es zum wiederholten Male.

Der Täter: Ein 37jähriger Mann, vorbestraft wegen Mord und mehrfachem Kindesmissbrauch. Nach 10 Jahren Haft vorzeitig entlassen.

Hiermit gratuliere ich denen zur Mittäterschaft, die für diese vorzeitige Haftentlassung verantwortlich sind.

Mir ist bewusst, dass wir dieses Thema hier schon oft hatten. Ich möchte hier auch keine Rufe nach Todesstrafe hören! Aber warum werden solche Menschen nicht bis an ihr Lebensende weggeschlossen?
Auch Kindesmissbrauch ohne Todesfolge ist für mich schon ein Grund, solche Kreaturen nicht mehr auf die Menschheit loszulassen.

Sorry, aber so etwas macht mich immer wieder wütend!


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Nutzer: Gast_destiny
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geschrieben am: 19.05.2005    um 20:51 Uhr   
Ich stimme dir ohne Einschränkung zu, Stille.

Wegsperren bis ans Lebensende ist die einzige für mich zufriedenstellende Handlung der deutschen Justiz.

Es wundert mich sehr, dass die deutsche Gesetzgebung nicht überarbeitet wird, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung eine ebensolche Bestrafung fordert.
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Nutzer: roteAllie
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geschrieben am: 19.05.2005    um 22:19 Uhr   
Ich stimm euch völlig zu. Ich kann es auch nicht verstehen, wie man solche Menschen wieder auf die Straße lassen kann. Wobei ich finde, das das gesamte Rechtssystem überarbeitet gehört, Körperverletzung in allen Arten wird meiner Meinung nach oft zu milde bestraft.
Ich habe übrigens mal irgendwo gelesen - ohne Gewähr - dass die Vergewaltigung einer Frau über 18 Jahren im "minderschwerem Fall" (Heißt das, dass sie danach noch Kinder bekommen kann) weniger hart bestraft wird als der Besitz von drei Pflanzen Marihuana. Da langt man sich echt an den Kopf...
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 19.05.2005    um 22:42 Uhr   
Gesetze hätten wir ja schon. Es hapert an denjenigen, die sie durchsetzen müssen. Da hat stille wohl schon ganz Recht. Ein Straftäter der als resozialisiert entlassen werden kann, kostet schon mal keine Kohle mehr. - Blöd nur, wenn der Typ sich gleich wieder über ein Kind her macht.
Ich bin der Meinung, das jeder, der sich an Kinder ran macht, immer mit dem Urteilszusatz der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld abgeurteilt werden sollte. Denn dann ist es wumpe, wieviele Jahre Knast er aufgebrummt bekommt, hinterher wander er in Sicherheitsverwahrung bis er staub ansetzt.
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube)
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Nutzer: Gast_spatz
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geschrieben am: 19.05.2005    um 23:08 Uhr   
dem allem habe ich nichts hinzuzufügen. es ist unfassbar, was passiert ist und was - zwangsläufig - wieder passieren wird. irgendwann, irgendwo.

und ich sehe es nochmal anders als mutter. da ist es dann nicht nur zorn und wut und unverständnis, da ist es dann auch die ganz extreme angst, dass dem eigenen kind so etwas passieren könnte. dass dieser wahnsinn ein bekanntes gesicht bekommen könnte.

schrecklich ...
und so egoistisch es ist, ich denke nur noch: meinem kind darf nichts passieren.
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Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 19.05.2005    um 23:46 Uhr   
Danke für eure Antworten!

@Spatz

Ich kenne diese Angst auch nur allzu gut! Sicher, man kann ein Kind durch alles mögliche verlieren (Krankheit, Unfall usw.) Aber ich glaube, zu wissen, daß das eigene Kind vorher noch Qualen gelitten hat; vergewaltigt und/oder sadistisch missbraucht wurde, ist für eine Mutter ein unerträglicher Gedanke. Und wenn ich an diese Mütter denke, die so etwas durchmachen müßen, geht mir das Vorleben und Schicksal dieser Täter am Arsch vorbei.

Das mußte ich jetzt mal so drastisch ausdrücken!
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 20.05.2005    um 18:51 Uhr   
am ergebnis ist nicht zu zweifeln - da ist etwas schiefgegangen. und ein toter mensch ist nichts, was anlaß gäbe, die schulter zu zucken.
aber stellt das wiederum das gesamte verfahren in frage ? nämlich den gedanken, jeder, der vom wege abgekommen ist, kann wieder auf den richtigen weg gebracht werden ?
ich bin mir sicher, würde die bestrafungsordnung nach ihren gedanken um- und durchgesetzt werden ( was ne menge dem staat und auch der familie eine ganze menge geld und kraft kostet, - das verstehen wir unter resozialisierung ), dann wären wiederholungen nicht die regel.
dies schließt nicht aus, daß es keine hoffnungslosen fälle gibt, also leute, die das leben abseits von gut und böse, unumkehrbar verinnerlicht haben. wobei es aufgabe der vorbilder wäre, die fehlenden hoffnung durch hoffnung zu kompensieren.

alternative wäre nur die einführung der todesstrafe, weil die kriminellen inzwischen die gefängnisse sprengen und nur geld kosten - vermutlich bis zu ihrem lebensende.

daß im übrigen die täter dieser deliktgruppe aus der nächsten umgebung der familie stammen, möchte ich den wütenden müttern gerne zur diskussion stellen. was lehrte doch hannibal lector seiner unfreiwilligen schülerin ?






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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 20.05.2005    um 18:55 Uhr   
und natürlich sind sie versuchskaninchen - der elter, des staates, der wirtschaftler, der mediziner, der pädagogen.
ihnen fehlt nur die lobby :-)
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 20.05.2005    um 21:18 Uhr   
Das alles ist ganz furchtbar. Und ich frage mich ehrlich gesagt auch immer wieder, was alles passieren muß, damit unsere Regierung endlich reagiert. Aber die ist ja leider nur damit beschäftigt, Gelder in die Kassen zu bringen. Ich meine, was zählt da schon ein Kind ....

Und dann die Psychologen. Ich meine, was hätten die noch zu tun, wenn es heißen würde, diese Menschen sind nicht therapierbar? Also brauchen sie Erfolge - auch wenns auf Kosten anderer ist. Und komischerweise werden die auch nie zur Rechenschaft gezogen, was mich ehrlich gesagt schon auch wundert. Ich meine, man könnte so was eigentlich als "Behilfe" bezeichnen.

Tja, es gäbe in der Hinsicht einiges zu korrigieren. Bleibt nur zu hoffen, daß es mal jemanden gibt, der das auch macht.

Merlie
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Nutzer: Sneaky_Pie
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geschrieben am: 20.05.2005    um 22:17 Uhr   
(zitat)Und dann die Psychologen. Ich meine, was hätten die noch zu tun, wenn es heißen würde, diese Menschen sind nicht therapierbar? Also brauchen sie Erfolge - auch wenns auf Kosten anderer ist. Und komischerweise werden die auch nie zur Rechenschaft gezogen, was mich ehrlich gesagt schon auch wundert. Ich meine, man könnte so was eigentlich als "Behilfe" bezeichnen.(/zitat) Es gibt nicht DEN Pädophilen, der auf jeden Fall untherapierbar ist. Auch unfähige Psychologen, die aus lauter Geldgier wahre Monster auf die Menschheit loslassen, sind eher selten. Pädophilie hat verschiedenste Ursachen, vgl. Tölle/Windgassen "Psychiatrie":(zitat)(...)Dabei handelt es sich nicht um eine diagnostisch einheitliche Gruppe, sondern um unterschiedliche Konstellationen und Bedingungen. Zum Teil sind es ausgesprochen unsichere, sozial und persönlich zu kurz gekommene Männer, die eine adäquate Partnerbeziehung nicht erreichen können und eine Triebbefriedigung bei Kindern suchen. Andererseita gibt es Männer im mittleren Lebensalter, die ein ganz unauffälliges Leben führen, scheinbar in einer eigenen intakten Familie aufgehoben sind, aber doch zur Pädophilie neigen. Nicht wenige padophile Männer stehen in pädagogischen Berufen und fallen dort durch ungewöhnliches Engagement auf; für sie scheint das Kind nicht nur sexuelles Objekt, sondern in seinem natürlichen, unerfahrenen und anständigen Dasein auch infantiles Wunschbild des eigenen Selbst zu sein. - Die Behandlungsergebnisse sind relativ günstig.
Des weiteren kommt Pädophilie bei Jugendlichen vor, die z.T. minderbegabt sind, oft aus zerrütteten Familien stammen und sozial isoliert sind; bei ihnen ist sexuelle Gewaltanwendung häufiger. Schließlich gehören die "unzüchtigen Handlungen" von Greisen an Kindern (Jungen oder Mädchen) hierher; oft handelt es sich um relativ harmloses Verhalten, das forensisch überbewertet wird (§ 176 StGB)"(/zitat)
Zudem möchte ich einfach mal einen Erfahrungsbericht weitergeben von jemandem, der als Arzt in der Psychiatrie gearbeitet hat. Der war alleine (!) für mehrere Stationen zuständig, alles in allem etwa 200 Patienten. Wie sollte da bitte eine ausführliche Bewertung der Patienten möglich sein? Da wurden dann Akten studiert und die Krankenschwestern nach dem Verhalten des Patienten gefragt, wenn es um eine mögliche Entlassung ging. Den Psychiatern und Psychotherapeuten den Schwarzen Peter zuzschieben finde ich ziemlich billig.
Geändert am 20.05.2005 um 22:24 Uhr von Sneaky_Pie
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 20.05.2005    um 22:38 Uhr   
Billig? Na, wer gibt denn die Beurteilungen ab? Ich meine, wenn es an Zeit mangelt, berechtigt das einen noch lange nicht, einfach ein "Zeitmangel-Gutachten" abzugeben und solche Verbrecher auf die Menschheit loszulassen. Ich finde es billig, sich solcher Ausreden zu bedienen. Wo bleibt eigentlich das Gewissen? Oder haben die erst gar keins?
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 20.05.2005    um 22:45 Uhr   
Nachtrag: Im übrigen interessiert mich auch eine psychologische Bewertung nicht. Weil wenn ich mir vorstelle, wie ein 6-jähriges Mädchen von einem 37-jährigen gequält und vergewaltigt wird (man bedenke allein die Anatomie) dann wirds mir übel. Und wenns nach mir ginge, würde ich diesen Typen am nächsten Baum aufhängen. Denn nach dem, was er gemacht hat, hat er sein eigenes Leben verwirkt. So einfach ist bzw. wäre das.

Noch etwas: Eine Freundin von mir wurde auch mit 7 Jahren vergewaltigt und fast zu Tode gequält. Mittlerweile ist die Frau 42. Sie hat Panikattacken und alles was dazugehört. Steht da auch irgendwo was geschrieben?
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Nutzer: Sneaky_Pie
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geschrieben am: 20.05.2005    um 23:33 Uhr   
(zitat)Nachtrag: Im übrigen interessiert mich auch eine psychologische Bewertung nicht.(/zitat)
Ah ja. Sehr seriös. Damit wäre die Diskussion ja beendet. (zitat)wenns nach mir ginge, würde ich diesen Typen am nächsten Baum aufhängen. Denn nach dem, was er gemacht hat, hat er sein eigenes Leben verwirkt. So einfach ist bzw. wäre das.(/zitat)
1. Gut, dass es nicht nach dir geht.
2. Nein, so einfach ist es gerade nicht. Das ist wieder die alte Diskussion über Todesstrafe oder -in deinem Beispiel- Lynchjustiz. Was beides glücklicherweise in Deutschland verboten ist.

Geändert am 21.05.2005 um 01:03 Uhr von Sneaky_Pie
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 21.05.2005    um 09:00 Uhr   
Tja, damit ist das Thema ja wohl wirklich beendet. Denn offenbar gehörst Du auch zu denen, die um jeden Preis resozialisieren, auch wenn der Preis vielleicht wieder ein Kind ist.
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Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 21.05.2005    um 10:59 Uhr   
Es handelt sich bei Pädophilen (die auffällig werden) zum größten Teil um erwachsene Menschen. Ich habe mich bisher noch nicht eingehend mit diesem Thema aus der Sicht des/der Pädophilen beschäftigt. Aber ich kann mir einfach denken, daß diese Neigung nicht von heute auf morgen auftritt und er/sie ganz spontan ein Kind missbraucht.

Ganz im Gegenteil. Bei der Planung des Missbrauchs sind sie oft sehr erfinderisch und einfallsreich. (In unserer Gegend gab es vor einiger Zeit mal einen, der sich als Polizist verkleidete um somit die Kinder davon zu überzeugen, daß sie ihm vertrauen können).
Wer so viel Energie dafür aufwenden kann, dem ist es auch zuzumuten, daß er bevor etwas geschieht, in der Lage ist, einen Arzt oder Psychiater aufzusuchen.

Einen Besuch beim Arzt oder Psychiater kann sich hier in Deutschland finanziell jeder leisten. Selbsthilfegruppen werden sogar ganz unentgeltlich angeboten.

Man sieht also, daß der Pädophile jede Menge Möglichkeiten hat, sich vorher(!) helfen zu lassen.

Wenn er diese Möglichkeiten nicht in Anspruch nimmt, muß er eben mit den Konsequenzen leben.

Ist er allerdings so krank, daß ihm nachgewiesen werden kann, seine Situation vorher nicht erkannt zu haben, so sollte man ihm völlige Unzurechnungsfähigkeit attestieren und ihn in eine geschlossene Anstalt einweisen.

Es gibt für mich einfach keine Entschuldigung für diese Menschen. So oder so gehören sie hinter "Schloß und Riegel"; bis an ihr Lebensende.

die Stille
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Nutzer: olla
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geschrieben am: 21.05.2005    um 11:16 Uhr   
ich muß merlie recht geben - wer anderen leid zufügt, gehört entweder weggesperrt oder an die wand gestellt. ich bin ganz klar für die todesstrafe. dieser ganze resozialisierungsscheiß bei gewalttätern und mördern dient doch nur der selbstdarstellung der therapeuten und unserer "ach so menschlichen" gesinnung. zum kotzen isses!
andereseits kann man auch nicht jeden fall pauschalisieren. ich denke jetzt an die 15ährigen mädchen, die angeblich nachts um vier vergewaltigt worden sein sollen.....oder so ähnlich. hier sind ja wohl ganz eindeutig die eltern in der pflicht!!! wer seine kinder nachts mit wildfremden kerlen durch die gegend ziehen läßt, der gehört allerdings auch bestraft!
soviel dazu
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 21.05.2005    um 13:11 Uhr   
natürlich darf sich keiner seiner verantwortung entziehen durch verweis auf zeitdruck. gerade einem therapeuten sei die kenntnis der gefahren einer solch flapsigen arbeitsweise zu unterstellen. dann soll ers eine zeit so einteilen, daß er handfeste ergebnisse erzielt. ein paar gut resozialisierte wiegen mehr als viele im pfusch aus dem zylinder gezogene entlassene.

aber - werfen wir mal nen blick auf afrika. dort tobten ja vom westen gegenfinanzierte bürgerkriege. im endeffekt sind die kriege das ergebnis der westlichen kolonisierung, welche 500 jahre andauerte.

die jungen männer schlossen sich den heilversprechenden führern an oder wurden einfach gekidnappt und marodierten durchs land. mit allem was dazugehört : frauen wurden prinzipiell vergewaltigt, männern extremitäten abgehackt, kleine kinder getötet und schwangeren frauen bei lebendigem leibe das kind herausgerissen. nein, - das sind keine besonders schrecklichen einzelfälle sondern massenphänomene.
wir können feststellen : das waren monster, welche nachweislich großen spaß an ihrem tun hatten, und keine menschen. oder waren es doch menschen ?

nach auflösung der armeen ging es um die entwaffnung. den rebellen wurde also im mai 2001 eine ausbildung zu einem handwerksberuf angeboten, wenn sie ihre waffen abgeben. auf die gefühle der ohnehin gänzlich gebrochenen bevölkerung, welcher solche angebote nicht gemacht wurden, möchte ich gar nicht erst eingehen.
wie erklärt sich diese himmelschreiende ungerechtigkeit ? das große problem dahinter ist folgendes : die wohlgemerkt von den eigenen kindern geschändeten frauen und männer sind traumatisiert bis zum lebensende, also nicht arbeitsfähig. die männer wurden, wie gesagt, ohnehin systematisch zu krüppeln gemacht.
die einzig noch arbeitsfähige perspektive haben die unversehrten jungen männer, welche die greueltaten des bürgerkriegs ausübten. daß die täter letzten endes auch traumatisiert sind sowie den faktor aids übersehen wir mal einfach.

wirtschaft funktioniert jedoch so : ein handwerker produziert und muß das zeugs auch verkaufen, - also braucht er die restbevölkerung.
deshalb werden diese leute in der gesellschaft integriert. daß wir es hier mit monstern und opfern zu tun haben ( nein nein - nicht die schöne und das biest ..), macht die sache sehr heikel, - wut, rache, mord sind zu befürchten. das sehen wir ja an den obigen beiträgen, - wobei die schreiber nicht einmal persönlich betroffen sind.
hier haben die dortigen muslimischen und christlichen kirchen jedoch großartige arbeit geleistet. ohne den unbeirrbaren glauben an einen gott wäre das projekt sicher in gegengewalt umgeschlagen.

der versuch, ganze länder ohne zukunft zu vereinen. *das* sind die wirklich großen sozialen experimente, - deren ergebnis in weiter ferne liegt. und bei deren kenntnis manches problem, das wir haben, sehr klein erscheinen läßt.

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 21.05.2005    um 13:25 Uhr   
OT : habs gefunden - es war nicht die sueddeutsche sondern die zeit !
verdammte bse :-)

für interessierte zum thema sei auf das beeindruckende dossier der zeit vom letzten jahr hingewiesen:
Link
ist ein guter einstiegspunkt
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 21.05.2005    um 15:46 Uhr   
Du kennst den Unterschied zwischen einem kleinen Mädchen und einer erwachsenen Frau nicht? Zum einen ist eine erwachsene Frau vom Körperbau her in der Lage, das zu verkraften und zum anderen weiß sie, worum es geht. Ein kleines Mädchen wir "zerrissen", weiß nicht, worum es geht, hat nur Angst und Panik. Und - das wichtigste - ist absolut nicht in der Lage, sich zu wehren.

Sorry, manche Gedankengänge kann ich nicht nachvollziehen, auch wenn ich mich noch so anstrenge.
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 21.05.2005    um 16:21 Uhr   
Normalerweise werden solche Täter dem Maßregelvollzug zugeführt.
Als überführter und verurteilter Kinderschänder ist es so gut wie unmöglich, jemals wieder in Freiheit zu kommen. Sicherung steht hier im Zweifel vor Behandlung.

Was mich immer ein bißchen wundert bei diesen Diskussionen, ist das Hochkochen der Volksseele. Fakt ist, dass aufgrund einer restriktiven Handhabung des §63 und §64 StGB die Zahl von derlei Verbrechen deutlich zurückgegangen ist. Die empfundene Gefährdung steigt aber anscheinlich.

Übrigens kommen in Deutschland deutlich mehr Kinder durch Fahrer unter Alkoholeinfluß oder solche, die mit überhöhter Geschwindigkeit fahren, zu Tode, als durch Mord von Psychopaten.
Ein Fahrer, der mit 40km/h zu schnell fährt, bekommt meistens ein Fahrverbot von 4 Wochen. Danach wird er dann wieder auf die Menschheit losgelassen.....Ist er nicht ein ebenso großes Gefahrenpotential?

Celestine

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Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 21.05.2005    um 19:04 Uhr   
Sicherlich hast du Recht, Celeste. Das Autofahren unter Alkohoeinfluß wird irgendwie immer noch zu milde bestraft. Meinetwegen könnten sie denjenigen auch Fahrverbot bis ans Lebensende erteilen.

Nun zu deiner Statistik und dem "Hochkochen der Volksseele":

Sicherlich ist es statistisch wahrscheinlicher, daß mein Kind bei einem Autounfall sterben kann. Und wenn ich ehrlich bin, wäre ich froh wenn im Falle einer Tötung meines Kindes sich diese Statistik bewahrheiten würde.

Im Falle eines Autounfälles wäre es nämlich entweder auf der Stelle tot oder würde sich bis zu seinem Tod in der Obhut von Menschen befinden, die im helfen möchten.

Den Tod durch die Hand eines Pädiphilen möchte ich mir hier nicht weiter vorstellen. Und auch nicht, was mein Kind durchmachen müßte, bis es endlich durch den Tod "erlöst" würde.
Diese Vorstellung, die wohl jeder für sich nachvollziehen kann, läßt wahrscheinlich die Emotionen so hochkochen.

Das Thema "Autofahren unter Alkoholeinfluß" ist bestimmt einen eigenen Beitrag wert.
Geändert am 21.05.2005 um 19:08 Uhr von zartestille

Geändert am 21.05.2005 um 19:09 Uhr von zartestille
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Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 21.05.2005    um 19:08 Uhr   
@starchaser

Was du hier geschrieben hast, ist sicherlich interessant und sehr lesenswert. Aber im Bezug zu diesem Thema doch etwas weit hergeholt, oder nicht? :-)
Es ging mir doch nur um die Frage, warum es hier in Deutschland so oft(?) Wiederholungstäter bei Kindesmissbrauch gibt.

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 21.05.2005    um 22:05 Uhr   

dann hab ich was falsch gelesen :-)

Sind unsere Kinder.......Versuchskaninchen?

Aber warum werden solche Menschen nicht bis an ihr Lebensende weggeschlossen?
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"Autor"  
Nutzer: Senso
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geschrieben am: 03.06.2005    um 04:35 Uhr   

Kindesmißbrauch ist ein ganz, ganz schlimmes Thema.

Deswegen ist es gut, daß in den letzten zehn Jahren die Öffentlichkeit aufgewacht ist und sich um diesen Bereich kümmert. Nahezu jeder Fall ist mittlerweile in den Medien. Früher war das nicht so.

Tatsächlich nehmen die Fälle von Kindesmißbrauch seit den 30er Jahren in Deutschland (so habe ich neulich erst gelesen) kontinuierlich ab! Mich hat das überrascht, denn gefühlsmäßig hat man zur Zeit ja eher gegenteiligen Eindruck.

Aber leider ist es auch so, daß es JETZT erst Therapien für pädophil Veranlagte gibt, die prophylaktisch gedacht ist (also nicht erst dann einsetzt, wenn der Pädophile irgendwann zum Täter geworden ist und die Krankheit - so muß man das ja nennen - womöglich kaum mehr heilbar ist).


Wenn Euch aber das Leben von Kindern am Herzen liegt, solltet Ihr Euch nicht einseitig auf das Thema Kindesmißbrauch stürzen, als ob das die einzige schreckliche Todesart wäre, an denen Kinder tagtäglich sterben würden... da gibt es nämlich noch ein paar mehr.
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Nutzer: LieberDirk33
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geschrieben am: 06.06.2005    um 09:31 Uhr   
Mich wundert immer wieder, das einige Kommentare abgeben, die entweder selber nicht davon jemals in irgendeiner Art und Weise persönlich betroffen waren und auch Menschen Kommentare abgeben, die sich ab und zu im Chat über den Tod lustig machen, jedoch hier einen auf Ernst machen.

Gott sei Dank sind dies nicht alle.

Viele sprechen über den Täter und auch mal über das Opfer, aber hauptsächlich wird über den Täter, dessen Verfolgung, Strafe etc. gesprochen.
Wer fragt nach der Hilfestellung der Opfer? Wie ist der Beistand der Opfer? Ursache - Wirkungsprinzip !

Sicherlich ein brisantes Thema, zu dem viele verschiedene oder fast gleiche Ansichten haben.

Fakt ist, wir werden es nicht ändern, wir sind nicht das Gesetz, auch wenn wir glauben, durch Wahlen etwas verändern zu wollen, das Denken und Handeln der meisten Politiker und Politikerinnen ist im Laufe der Dienstzeit stark eingeschränkt und lässt eine offene Welt nicht mehr zu.

Viele Richter, ( ich kenne selber einige ), müssen manchmal im Laufe der Zeit nach "In Dubio pro reo" ( Im Zweifel für den Angeklagten ) handeln. Warum, ist mir selber in einigen Fällen unverständlich, jedoch ändern wir es trotz aller Maßnahmen, die wir vornehmen und vornehmen könnten, nicht.
"Nur die, die wirklich aufrecht stehen können, können nach oben schauen und werden die einzigen sein, die die Sterne sehen" ( Nostradamus )
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"Autor"  
Nutzer: SunShineLady67
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geschrieben am: 06.06.2005    um 20:56 Uhr   
von meiner freundin der ex-mann hat die (stief)tochter mißbraucht.. die 6 jährige war alleine mit dem stiefvater und das schwein hat es ausgenutzt..er ist dann plötzlich verschwunden als die kleine ihrer mutter alles erzählt hat.. die kleine ist seid dem sowas von ruhig und redet kaum noch..total verstört..

also die sollten solche triebtäter nicht auf unsere kosten therapieren.. sondern gleich kurzen prosses machen..
aber diese typen werden auch noch vom staat verhätschelt und eventuell als nicht zurechnungsfähig auch auf unsere kosten in einer klappse therapiert..und wenn sie wieder
raus kommen gibts bestimmt wieder ein opfer...

diese ganze rechtssystem ist der blanke hohn und wie ein schlag ins gesicht.. das solche typen irgendwann wieder auf die menschheit losgelassen werden..verstehe wer will..
ich jedenfalls nicht..


Geändert am 06.06.2005 um 21:01 Uhr von SunShineLady67
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