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Gott sei Dank, das... |
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geschrieben am: 07.06.2005 um 15:20 Uhr
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Vergessen und Verzeihen beginnt. (zumindest bei den nicht-deutschen)
60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg hat das renommierte amerikanische Harris-Institut gemeinsam mit IMAS-International erhoben, wie Amerikaner und die westeuropäischen Partnern zu den Deutschen stehen. Kurz gesagt: Die Deutschen genießen inzwischen hohes Ansehen.
Das Ergebnis zeichnet ein durchwegs freundliches Bild von den Bewohnern der Bundesrepublik, in dem von bewusster Ablehnung kaum etwas zu verspüren ist. Vor allem die Franzosen äußerten sich vorteilhaft über ihre Nachbarn, aber auch Spanier, Italiener, Briten und US-Amerikaner begegnen den heutigen Deutschen mit einer bemerkenswert hohen Wertschätzung. Im Einzelnen lautet das Verhältnis zwischen guter und keiner guten Meinung zugunsten der Deutschen:
- bei den Franzosen 70:6%
- bei den Spaniern 65:5%
- bei den Italienern 60:14%
- bei den Briten 51:12%
- in den USA 46:8%
Die vergleichsweise distanzierte Haltung der Amerikaner erklärt sich vor allem durch einen in den USA gleichzeitig hohen Anteil von Personen, die keine konkrete Meinung besitzen und demgemäß mit "weder/noch" antworteten.
Fest steht, dass die bisweilen kolportierte Vorstellung vom "hässlichen" Deutschen im Bewusstsein der Amerikaner und Westeuropäer nur mehr ansatzweise zu finden ist. Dieser demoskopische Befund hat für die politische Praxis eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, denn er weist darauf hin, dass die Deutschen im internationalen Getriebe zweifellos selbstbewusster auftreten können, als es in den frühen Nachkriegs-Jahrzehnten der Fall war.
Bemerkenswert: Bei einer vorangegangenen IMAS-Erhebung im Jahr 1995 gab es mehr Hinweise auf familiäre Verluste im Krieg als in der aktuellen. Es besteht offenkundig eine Tendenz zum Vergessen der Opfer aus dem engsten Verwandtenkreis und damit ein abnehmendes Gefühl, mit der Vergangenheit verflochten zu sein.
Quelle: Kronen-Zeitung
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geschrieben am: 07.06.2005 um 21:43 Uhr
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in der dritten generation sind auch einige weggestorben und es wurden kaum die gleichen leute befragt.
zudem - tragen wir alle selbst bei zu der einschätzung von außen als volksgruppe über unser verhalten und unsere aussagen über andere.
sehen wir es mal so : deutschland war ein tätervolk, das sich gern verblenden ließ. die nächste generation hat verdrängt und alles auf eine handvoll schuldige geschoben. die dritte generation wiederum leugnet. die schreie der opfer ließ keine generation an sich heran. es wird noch lange dauern, bis das überarbeitet ist !
im zwischenmenschlichen bereich dürften diese umfragen ohnehin ungültig sein, sie verweisen lediglich auf vorurteile und sind damit schädlich. *anmerktz
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geschrieben am: 07.06.2005 um 21:45 Uhr
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| gott hat damit nix zu tun, lieber out. der hat übrigens die nächstenliebe - also fremden- und feindesliebe verordnet. wegen der nebenwirkungen berät sie gern der örtliche apotheker :-) |
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geschrieben am: 07.06.2005 um 21:53 Uhr
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regenbogen kronenzeitung- österreichisch, rechts, tendenziös, antisemitisch - meistgelesenes blatt in austria. bild-äquivalent
Link |
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geschrieben am: 07.06.2005 um 23:15 Uhr
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starchaser, nun... wenn man beispiele aus dem standard herausholt, eine zeitung die ungefähr die qualität hat wie jungle world oder ähnliche publikationen sollte man nicht mit steinen im glashaus werfen.
ja, und wikipedia ist auch so ein fundiertes medium... und weiteres der vergleich mit der bildzeitung ist unsachlich und übertrieben, davon kannst du dich selbst überzeugen in dem du eine kronen-zeitung kaufst.
eine frage ist rechts gleich schlecht, verlogen und uninformativ, als das zeugt nicht gerade von deinem demokratieverständnis...
und weiteres wenn man sich bei solche sachen nicht auf zahlen bzw. statistiken und umfragen (von renommierten firmen) berufen kann wie soll man dann eine diskussion mit hintergrund führen, oder glaubst du das imas wissentlich zahlen fälscht und lügt... ;-) |
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geschrieben am: 07.06.2005 um 23:27 Uhr
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achja, nur weil der standard die krone mal wegen antisemitismus verklagt hat ist sie deswegen gleich antisemitisch, noch dazu weil die klage nicht durchging...
also, starchaser du enttäuscht mich.
du akzeptierst keine andere meinungen, was dir nicht passt wischt du einfach weg, und wenn du dich nicht mehr raussiehst gibst du nur halbe wahrheiten von dir. ;-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.06.2005 um 23:32 Uhr
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hey star... hast du die Kronen-Zeitung einmal gelesen??? Oder beruht die Bild-Äquivalenz nur auf dem wikipedia-Artikel?? Ich habe beide gelesen, und ganz ehrlich... So sehr die Krone auch populistisch sein mag, auf das niveau einer bild-zeitung kann sie gar nicht sinken (wiewohl... wer weiß schon was die Zukunft bringt).
und wie gerade geschreiben... sie ist populistisch, ergo bedient sie sich der Volksmeinung, um die Auflage zu steigern. Die Kronen-Zeitung rechts zu nennen ist gewagt, wenn man nicht einen großen Teil des deutschen Volkes als rechts bezeichnen will. Ich spreche hier nicht von den extremen, zu denen ich meine Meinung bereits kundgetan hatte, ich rede hier von den CDU- oder FDP-Wählern, denn die Forderungen dieser Parteien lesen sich oft sehr ähnlich wie die Krone...
wow... das war wohl beinahe offtopic...
was das eigentliche thema betrifft... Es ist doch merkwürdig, dass Verbrechen, die vor einiger Zeit von anderen Leuten begangen wurden, noch heute zum Teil uns auf den Kopf fallen... wobei ich nicht denke, dass diese Verbrechen durch irgendwas zu entschuldigen wären... Geändert am 07.06.2005 um 23:38 Uhr von coke501(tm) |
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geschrieben am: 07.06.2005 um 23:49 Uhr
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(zitat)
was das eigentliche thema betrifft... Es ist doch merkwürdig, dass Verbrechen, die vor einiger Zeit von anderen Leuten begangen wurden, noch heute zum Teil uns auf den Kopf fallen... wobei ich nicht denke, dass diese Verbrechen durch irgendwas zu entschuldigen wären...(/zitat)
...ist auch verboten. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.06.2005 um 23:52 Uhr
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(zitat)(zitat)
was das eigentliche thema betrifft... Es ist doch merkwürdig, dass Verbrechen, die vor einiger Zeit von anderen Leuten begangen wurden, noch heute zum Teil uns auf den Kopf fallen... wobei ich nicht denke, dass diese Verbrechen durch irgendwas zu entschuldigen wären...(/zitat)
...ist auch verboten.(/zitat)
ähm..... ja genau... das verstehe ich jetzt... nicht... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.06.2005 um 01:48 Uhr
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Sorry, ich versteh den Hintergrund deiner Aussage nicht.
Was willst du uns damit sagen??
Das wir Deutschen wieder mehr auf die internationale Pauke hauen sollen?? Wenn ja in welchem Zusammenhang?
Was versteht der Autor unter "selbstbewusster auftreten"??
Ich erinnere in diesem Zusammenhang mal an die Haltung Deutschlands zum Irak Krieg....geht's noch selbstbewusster??Hä??
Wär nett du würdest es mal für Blonde wie mich erklären. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.06.2005 um 10:29 Uhr
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Die Haltung der Deutschen im Irak-Krieg hat mich stolz gemacht. Endlich getraute man sich, Rückrat zu haben.
Das wird sich wieder erledigen, wenn Frau Merkel ans Ruder kommt.
Schließlich fuhr sie während der Irak-Krise nach Amerika, um dort jemandem in den ... zu kriechen!
Keine guten Aussichten, finde ich!
giulia |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.06.2005 um 17:43 Uhr
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Whoops, Deutschland hat eine eigene Meinung und die Amerikaner sind sowas von angepisst. Wobei angepisst hat sich ja eigentlich nur Herr Bush jun. gefühlt weil, ihm neben anderen Staaten Deutschland wiedersprochen hat....
seufz
Meno, die ausnahmsweise in dem Fall vom Schröder überrascht war |
| Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.06.2005 um 03:09 Uhr
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wie du dich gewiß erinnerst, zitierte ich den (immerhin gemäßigteren) standard eben um manche österreichische eigenheiten darzustellen.
natürlich hat die neue kronenzeitung NKZ ihren schlechten ruf, - das belegen die alljährlichen aussagen in den einschlägigen dissertationen, welche an der uni wien einzusehen sind.
die NKZ ist mit abstand spitzenreiter bezüglich abmahnungen von seiten des österreichischen presserats wegen mißachtung desselben sowie permanenten bruchs des ehrenkodex der österreichischen journalismus. seit waldheim fällt sie regelmäßig durch antisemitistische tonarten auf. ebenso fremdenfeindliche, völkische meinungen.
die ebenso holprigen wie politisch eindeutigen zwei- bis zehnzeiligen ergüße des hausdichters wolfs runden das bild einer einfallslosen, kauzigen kolumnistenprosa ab, der gewalttätig ins versmaß gepreßte inhalt strahlt weniger durch intelektuellen anspruch als mehr durch rabiate "politische" aussagen.
es gibt auch gerichtsurteile, zum beispiel von 97, welche "systematische Ausländerhetze" attestieren. kein wunder, wenn ausländer ohne großem genium bezeichnet werden als sozialschmarotzer. die linken und liberalen mehr oder minder intelektuellen (seit haider : gutmenschen ), die "linksfortschrittlichen, gackerlgrünen und klerikalen Kreise" also, werden attackiert als kryptokommunisten, humanitätsdilettanten, als altpapier bezeichnet. afrikaner sind drogendealer und die juden selbst schuld an der österreichischen ablehnung, da sie ja mit ihren forderungen nur den antisemitismus schüren. ironie der geschichte : vor dem letzten krieg war das haus unter jüdischer führung und deckte sozusagen einen austria-watergate auf.
häufig lesen wir von überfremdung. der begriff wurde geschaffen, um alle ausformungen in staat und sozialem negativ zu kennzeichnen, welche in richtung demokratisierung oder liberalisierung gehen.
die ach so konservative linie der ersten drei übersichtlich gehaltenen seiten straft der anzeigenteil dann lügen. auf seite fünf posiert der nackte oberkörper einer frau inmitten einträglicher inserate für prostituierte beider geschlechts. (rein rechnerisch ist die zeitung auf die einnahmen gar nicht angewiesen). der wissenschaftliche anteil ist gering gehalten und beschränkt sich auf die üblichen im jahresreigen aufgefrischten gesundheitlichen themen.
die zusammenfassung möge der text eines weiteren urteils von 82 liefern : "Der Vorwurf der Charakterlosigkeit ist dahin zu interpretieren, dass der vom Privatankläger (Herr Dichand, Herausgeber der Kronenzeitung) bestimmten Richtung der Zeitung eine für den Durchschnittsmenschen sehr schwer erträgliche Gesinnungslosigkeit, eine Doppelzüngigkeit, angelastet wird."
wien besteht halt nicht nur aus lippizaner, heurigen und heimeligen kaffeehäusern, sondern beherbergt auch die leser der kronenzeitung. und solche die den standard lesen mit der recht lustig gehaltenen rezension der kronenzeitung unter dem motto "Blattsalat". genußvoll seziert und mundgerecht zubereitet vom geschätzten traxler.
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geschrieben am: 09.06.2005 um 03:10 Uhr
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und ich gestehe - ich mußte nun doch a bisserl über das zentralorgan östereichischer ressentiments herziehen, da dieses instrument wie die abwiegelei ganz offensichtlich zu deinem repertoire gehören, outie und ich einfach auf deine reaktion gespannt war. :-)
zum thema "populistisch" eine frage - wer war früher da, das ei oder das huhn, - die meinung im blatt oder die im volk ?
es war wohl das volk : nach der enteignung und übernahme startete das blatt recht liberal und fortschrittlich und stürzte ab wie ein nasser sack, da die auflagenstärke innerhalb von *tagen* von 170.000 auf 30.000 sank. seitdem publiziert das boulevardblatt in der heute bekannten form.
was an dem von out zitierten text fürwahr ärgern kann, ergibt sich erst aus der gesamtschau : nach dem elften september gab sich die kronenzeitung, na wollen wir milde sagen, schadenfroh gegen die usa ("ostküste"), während resteuropa sympathie mit den opfern bekundete. die gehässigen artikel von seinitz wird hier jedoch kaum jemand kennen, - sooo wichtig ist die NKZ nun doch nicht. grund genug, sich um das ansehen sorgen zu machen.
deshalb fasse ich den oben plazierten artikel als scheinheilig auf.
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geschrieben am: 09.06.2005 um 06:36 Uhr
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ah ja .. verzeihen .. frage: was muss man mir denn verzeihen? dass ich 22 jahre nach kriegsende als deutsche staatsbürgerin geboren wurde? .. jo, ein wirklich großes verbrechen ..
familiäre verluste? warum sollte es für mich ein verlust sein, wenn menschen starben, die ich nie kannte? .. sollte jemand so denken, so müsste er jeden toten in seiner ahnenreihe betrauern ..
vergessen? .. woran sollte ich mich erinnern? .. ich habe keinem etwas getan! .. richtiger wäre hier zu sagen: DU stehst mit in der verantwortung, dass in deiner generation niemals passieren kann, was in deinem land vor deiner zeit passierte, und damit du weißt, was es zu verhindern gilt, schau dir die regelmäßig wiederkehrenden dokus an ..
und letztendlich .. würde man jeden nachkommen eines verbrechers für dessen tun verantwortlich machen, so könnte kein einziger mensch auf dieser welt in frieden leben ..
es wird langsam zeit, dass die welt kapiert, dass die heutigen generationen in deutschland mit der kriegsgeneration nur eines gemeinsam haben .. die blutsverwandtschaft .. Geändert am 09.06.2005 um 06:37 Uhr von vulcania |
| ich bin verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was DU verstehst! |
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geschrieben am: 09.06.2005 um 10:45 Uhr
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womit ich vulkania vollkommen zustimmen muss... mit folgendem Zusatz:
(zitat)richtiger wäre hier zu sagen: DU stehst mit in der verantwortung, dass in deiner generation niemals passieren kann, was in deinem land vor deiner zeit passierte, und damit du weißt, was es zu verhindern gilt, schau dir die regelmäßig wiederkehrenden dokus an .. (/zitat)
noch richtiger wäre: JEDER MENSCH auf diesem Planeten steht in der Verantwortung, daß in seiner Generation niamals passiert, was in den betreffenden Ländern passiert ist...
Denn die Verantwortung der Vergangenheit gegenüber mag zwar eine scheinheilige sein, die Verantwortung der Gegenwart und Zukunft gegenüber wahrzunehmen, sollte jedoch Pflicht jedes Menschen sein... Geändert am 09.06.2005 um 10:46 Uhr von coke501(tm) |
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geschrieben am: 12.06.2005 um 21:35 Uhr
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verantwortung ist was schweres, - einigen wir uns darauf, daß jeder zeigen sollte, aus der vergangenheit gelernt zu haben ?
im übrigen dürfte obiger beitrag mit "deutschen" die österreichischen nachbarn meinen.
dazu ein nebengedanke : rechtlich gesehen bietet das vollständige geständnis eine art amnestie für den täter an. leugnet er und wird er dennoch überführt, so fällt die strafe entsprechend härter aus. gesteht er, und widerruft er später, dann besteht rechtlich kaum eine handhabe, trotz eindeutiger beweise, ihn nach abbüßen als einzeltäter dafür zu bestrafen. zumindest solange er sich niocht strafbar macht.
beim verhältnis ganzer völker besteht jedoch ein etwas größerer handlungsspielraum, der wirtschaftlich zu sehen ist.
obige statistik ist demnach im zusammenhang zu sehen mit der interessanten österreichischen auffassung, nicht in der endlösungsproblematik verwickelt gewesen zu sein.
ich wage zu behaupten, daß die umfrage nicht lautete : "viele österreicher leugnen neuerdings ihre, wissenschaftlich erwiesene, verstrickung in die progrome des zweiten weltkrieges und werden immer ausländerfeindlicher. mögen sie diese leute?"
korrektur : coke hatte recht .. Geändert am 13.06.2005 um 22:36 Uhr von starchaser |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.06.2005 um 13:30 Uhr
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star, es kann als wissenschaftlich erwiesen angesehen werden, dass ich österreicher bin. Und das, was du da schreibst, ist nun... wie soll ich sagen... verallgemeinernd, und schlussendlich auch beleidigend, jedem Österreicher gegenüber, der sich der Schuld bewusst ist, die dieses Land vor, im und nach dem zweiten Weltkrieg auf sich geladen hat. Und das ist nach wie vor die überwältigende Mehrheit.
Aber trotz alledem gibt es so etwas, wie die so genannte "Erbschuld" nicht, weswegen ich mich sicher nicht "schuldig" fühlen werde, und ich kann mich nur noch einmal selbst zitieren...
(zitat)JEDER MENSCH auf diesem Planeten steht in der Verantwortung, daß in seiner Generation niamals passiert, was in den betreffenden Ländern passiert ist... (/zitat)
oder von mir aus soll er auch nur zeigen, dass er aus der Vergangenheit gelernt hat, wenn es zu schwer scheint, Verantwortung zu übernehmen... |
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geschrieben am: 13.06.2005 um 22:35 Uhr
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mea culpa : du hast recht, die frage war zu allgemein und recht undifferenziert gefaßt. setzen wir also statt "die österreicher" "viele österreicher".
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geschrieben am: 14.06.2005 um 00:28 Uhr
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sagen wir: "einige Österreicher", und wir sind uns einig.
Nein, im ernst... Klar ist bei uns auch nicht alles Gold was glänzt, gerade jetzt wurde von einem Politiker wieder eine Kontroverse zu diesem Thema losgetreten, und jeder versucht, Kleingeld daraus zu machen... In die eine oder auch die andere Richtung.
Aber schlussendlich würde ich sagen, dass Österreicher nicht mehr oder weniger fremdenfeindlich und/oder nationalistisch eingestellt sind, als andere Volksgruppen... überall gibt es diese schwarzen schafe, und es wird sie auch immer geben... der Unterschied zu damals ist (und bleibt es hoffentlich auch), dass die schwarzen Schafe nicht plötzlich weiß werden...
Und das ist der Punkt, wo die Verantwortung ins Spiel kommt... Einer der vielen Gründe, und vielleicht auch einer der wichtigsten dieser Umwandlung von schwarz in weiß, war das Mitläufertum, dieses ewige keine-Verantwortung-übernehmen-wollen... Es gibt durchaus Dinge, bei denen es nicht reicht, wenn man sich dessen bewusst ist, dass etwas falsch läuft...
Und wenn jeder ein bisschen bereit wäre, Verantwortung zu übernehmen, besteht die Hoffnung, dass sich dieser Wahnsinn nicht wiederholt... Klar ist es hochgegriffen, und, wenn ich ehrlich bin, sehe ich die Menschheit nicht auf einer Ebene, auf der so etwas möglich wäre, aber träumen wird man wohl dürfen...
Wobei mir tatsächlich noch etwas zum Eingangsposting einfällt..
(zitat)Fest steht, dass die bisweilen kolportierte Vorstellung vom "hässlichen" Deutschen im Bewusstsein der Amerikaner und Westeuropäer nur mehr ansatzweise zu finden ist. Dieser demoskopische Befund hat für die politische Praxis eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, denn er weist darauf hin, dass die Deutschen im internationalen Getriebe zweifellos selbstbewusster auftreten können, als es in den frühen Nachkriegs-Jahrzehnten der Fall war. (/zitat)
Selbstbewusst ist ein Wort, dass bereits in einem anderem thread behandelt wurde... aber selbstbewusstsein schliesst in diesem Fall auch ein sich-seiner-Vergangenheit-bewusst-sein (man muss sich nicht schuldig fühlen, aber man sollte immer daran denken, wohin es führen kann, wenn man zwar selbstbewusst ist, aber keine Verantwortung übernehmen will) ein, und das sollte man nicht vergessen....
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.06.2005 um 22:28 Uhr
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| mit der verantwortung ist das so ne sache. dazu gehört auch die wiedergutmachung der geschädigten, von denen inzwischen viele gestorben sind und damit die rechtsansprüche erloschen. ein schelm, wer bei dieser strategie böses denkt.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.06.2005 um 23:57 Uhr
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die wiedergutmachungspolitik unserer Regierungen ist schon so ne sache, jedoch hab ich keine Lust, die jetzt auszudiskutieren...
Und was die Verantwortung betrifft... ich halte wenig von der Verantwortung der Vergangenheit gegenüber... nicht mal mein Vater war damals auf der Welt, und wie ich bereits sagte... ich kann wegen dem, was damals geschehen ist, keine schuld empfinden... Mitleid, Bestürzung, Trauer, ja, aber keine Schuld...
Ich rede hier nach wie vor von der Verantwortung der Zukunft und der Gegenwart gegenüber, und hier geht es weniger darum, Opfer zu entschädigen, sondern viel mehr darum, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt... sollte das gelingen, bräuchte man in Zukunft niemanden entschädigen (die Opfer von damals sollen natürlich entschädigt werden, auch wenn das Leid, dass sie erfahren haben wohl durch nichts wiedergutzumachen ist) ... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.06.2005 um 07:27 Uhr
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(zitat)mit der verantwortung ist das so ne sache. dazu gehört auch die wiedergutmachung der geschädigten, von denen inzwischen viele gestorben sind und damit die rechtsansprüche erloschen. ein schelm, wer bei dieser strategie böses denkt..(/zitat)
bezügl. österr. entschädigungen, da sollte man sich genauer informieren. die österr. regierung wollte schon länger die entschädigungen zahlen, aber mit rechtssicherheitsbekenntis, die durch amerikanische gerichte nicht gewährt wurde.
außerdem ohne österr. regierung und ohne friedmansche erpressung wär auch die österr. israelische kultusgemeinde in die pleite geschlittert. so geizig sind die österreicher nicht, nur sie gehen gegensatz zu uns deutschen nicht auf JEDE forderung von irgendwelchen jüdischen vereinigungen und teilweise einzelnen juden ein. - und dies ist die wahre gute strategie der österreicher. Geändert am 15.06.2005 um 07:28 Uhr von Out |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.06.2005 um 06:05 Uhr
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| du bist und bleibst ein schelm, out. würdest bitte zum thema rechtssicherheit die hintergründe dieser forderung darlegen ? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.06.2005 um 18:09 Uhr
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also wieder keine antwort, du schelm ;-)
oki, - ans werk :
österreich, das land metternichs und des führers, versucht bis heute, trotz aller historischen erkenntnisse, sich als opfer des nazideutschlands hinzustellen und wirft der restwelt vor, nicht eingegriffen zu haben, als austria "vergewaltigt" wurde. folgerichtig wollte austria, selbst opfer, keine entschädigungen an andere opfer zahlen. im gegenteil, österreich forderte 47 von deutschland "entschädigungszahlungen", was die allierten jedoch strikt unterbanden.
viele opfer wurden erst in den letzten jahren *symbolisch* entschädigt.
(dokumentationsarchiv des österreichischen widerstandes )
unerwähnt bleibt hier die tatsache, daß derjenige, welcher betriebe, häuser, wohnungen und gar wäsche von vertriebenen zum spottpreis erwarb, ganz genau wußte, was geschah, und dieses wissen für sich ausnutzte. auch in österreich hat niemand was gewußt ..*g
schon 48 war klar, daß die österreicher die deutsche taktik anwenden : wir ziehen das mißliebige verfahren in die länge. ( ungeniert ausgesprochen vom innenminister oskar helmer): das ziel : am schluß gibt es kaum mehr legitime forderungen, weil dann die antragsteller verstorben sind.
dies können wir an der immerhin 50-jährigen entwicklung der inzwischen sieben rückstellungsgesetzen ablesen. viele opfergruppen der 210.000 betroffenen ( 60.000 wurden ermordert, die anderen vertrieben ) wurden komplett ausgeschlossen. nur eigentum, welches sich noch eindeutig wiederfindet, soll zurückgegeben werden usw...
flankiert wurden diese maßnahme durch recht kurzgehaltrene gültigkeit der maßnahmen. wer zu spät anträge für die nötigen verwaltungsverfahren einreicht, der war halt der dumme. die offensichtliche fehlende lernfähiigkeit bezüglich der eigenen vergangenheit, welche sich im umgang vom staat israel mit den nachbarn demonstriert, wird scheinheilig als weiteres argument benutzt. ( das hat ja nix mit begangenem unrecht zu tun ), klaro wird die wahrung des stabilitätspaktes auch als argument benannt . ach ja, - da die republik österreich zwischen 1938 und 1954 nicht existierte, können ihr die verbrechen wohl schlecht angehängt werden.
eins wundert mich ja nun wirklich. und zwar, daß in sachen rückzahlung nicht einfach in den täterländern ein gottesstaat auf moslemischer basis errichtet wurde. laut islamischer auffassung sind schuld und damit verantwortung nicht vererbbar . :-)) (je nach lesart, versteht sich ..) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.06.2005 um 18:16 Uhr
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die verarbeitung der rückerstattung verlief dabei erwartungsgemäß recht zögerlich :
österreich war auch nach 45 recht antisemitisch eingestellt. das lag daran, daß es da viele kriegsgewinnler gab, die das hab und gut der juden im zuge der "arisierung" zu nutzen wußten. das ging durch alle gesellschaftsschichten. die nicht deportierten oder gleich ins konzentrationslager verbrachten jüdischen mitbürger flüchteten nach wien. da wien einige kriegsschäden hatte, kam es gerade recht, daß im zuge der arisierung mal nebenbei 60.000 ( vergleiche zahlen oben ) komplett eingerichtete wohnungen und geschäfte frei wurden. diese wurden übrigens - dank des nationalrates- bis heute nicht zurückgegeben.
da austria sich selbst als opfer sieht, war das einfach nur eine verteilung jüdischen besitzes
auf die von bomben geschädigten volksgenossen. wer sollte diese sachzwänge auch nicht einsehen wollen ?
heitere anekdote : bruno kreisky, ein nach tschechoslowakei vertriebener jude, der es bis in die höchsten riegen der politik österreichs schaffte, wurde noch in den siebzigern öffentlich bespuckt wegen seiner abstammung. zu der zeit war der jung bundeskanzler der alpenrepublik.
trotzdem verkündete er fröhlich, in austria existiere kein antisemitismus mehr. und verteidigte mit aller macht die ehemaligen täter in NSDAP und SS (bruno kreisky, profil,1973)
selbst wenn bund, ländern oder gemeinden die ursprünglichen besitzer von was auch immer bekannt war und in dessen besitz, wurde das zeuchs nicht unbürokratisch zurückgegeben. nein, das opfer hatte eine holschuld. diese ist natürlich von glück abhängig : du mußt wissen, wo etwas von dir untergebracht ist. und natürlich ist es ein recht enormer finanzieller aufwand, erst einmal das verfahren selbst vorzufinanzieren. und natürlich müssen die drei f's (frist, formular,fälligkeit) stimmen..
wer an einzelheiten zur gängigen praxis interessiert ist, möge den bericht zum thoramantel lesen unter
Link
die opfer waren in austria seit jeher schlechter gestellt als hierzulande. eine eindeutige entschuldigung für die beteiligung österreichs an verfolgung und ermordung der jüdischen landsleute steht übrigens nach wie vor aus. hier ergibt sich die problematik der "rechtssicherheit". falls die entschuldigung endlich mal erfolgt, könnten nämlich die bislang erfolgreich ausgeschlossenen opfer und opfergruppen schadenersatz einfordern.
die rückerstattung klappte bis heute nicht, trotz massiven drucks der allierten.
zwar wurden inzwischen (aber erst 2003) knapp 250 millionen teuris an die opfer ausgezahlt , denen der besitz geraubt wurde. ursprünglich versprochen war ein vielfaches. wie in deutschland, so ist auch österreich nie zu seiner verantwortung und damit zum schadenersatz gestanden.
das geld wurde vom staat angewiesen, nicht von den kriegsgewinnern in industrie und handwerk. - obwohl die jungs das versprochen haben.
zum verhältnis : allein einer in wien vor zwei jahren angeleierten studie zur klärung der arisierungen wurde mit 500.000 teuris vorfinanziert (Link |
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