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geschrieben am: 23.07.2005 um 18:07 Uhr
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also ich halte manches für ein problem, was ich hier lese.
wenn eltern froh sind, daß sie ihre kiddies wenigstens via handy erreichen, dann ist meines erachtens schon einiges schief gelaufen. selbiges gilt, wenn eltern froh sein können, daß die kiddies nicht jeden tach zugedröhnt mit was auch immer heimkommen. oder nicht polizeibekannt sind, dann hat das mit familie doch überhaupt nix mehr zu tun.
wenn es dann krass kommt, und die kinners trotz dr freiheiten die falsche laufbahn beschreiten, dann werden sie von diesen eltern meist sich selbst überlassen und abgestossen. die deutschen sind da recht rigoros - und auch sehr selbstgerecht in ihrem urteil.
wenn ich selbst nicht die kraft habe, mich gegen gruppenzwang erfolgreich zur wehr zu setzen, dann darf ich diese eigenschaft zuallerletzt von den eigenen kindern erwarten, welche in einer clique bekanntermaßen sehr wohl gruppenzwängen ausgesetzt sind. und sie wenden diesen ja auch an : "der und der darf das auch ..."
wenn ich kindern nicht vernünftig erklären kann, warum manche regeln gelten und warum manche dinge nicht gut für sie sind, dann liefere ich sie doch quasi ans messer. erzwinge ich die einhaltung mit gewalt, dann werden auch sie keine konflikte lösen können.
wenn ich ihnen bislang kein vorbild war und sie mit widersprüchen verwirrt habe ( ziggie schmauchend gegen das rauchen wettern ..), dann darf ich keine große einsicht in die notwendigkeit der aufgestellten regeln erwarten.
ein beispiel aus dem echten leben : da brüstet sich die mutter zweier kinder, die inzwischen um die 20 sind, ständig über die 68er-generation. sex und drogen war für sie dolle.
sie selbst, inzwischen 50, lebte bis heute von sozialhilfe, aufgebessert durch geld von männern, die sie bis vor 10 jahren noch mit ihrem körper begeistern konnte und etwas schwarzarbeit, wie boden schrubben und so zeuchs.
daß die schon mit 12 polizeibekannten kinder inzwischen voll in der drogenszene sind, kann sie nicht begfreifen. daß die arbeitslose tochter mit 18 ein kind bekam von einem arbeitslosen dreimal so altem arbeitslosen, versteht sie auch nicht. aber dafür ist ja der staat zuständig. sie hat ja nie was falsch gemacht und immer nur das beste gewollt und alles für die kiddies getan.
die kinder an sich sind recht liebe leute - keine frage- mit ein paar recht schrulligen ansichten.
und ich denke, die erfolgsstories aus dem eigenen leben greifen auch nicht so recht. erfahrungsgemäß gibt es doch rückblickend über die weitere laufbahn der einzelnen mitglieder einer clique nicht nur erfolge zu berichten. oder haben die älteren das anders erlebt ? und die strukturen in einer clique sind auch entscheidend, denn sie sozialisieren ja auch in eine gewisse richtung.
und was mir auch zu kurz kommt, das ist die leider oft vergessene tatsache, daß freiheiten auch mit pflichten zu tun haben. erst das gibt der diskussion doch erst den nötigen schmackes.
keine aufforderung zur totalen kontrolle und damit erziehung zur unfreiheit, sondern nur ein gegenstandpunkt wider zuviel laisser faire, welches oft desinteresse und unfähigkeit ausdrückt . und natürlich sollen kiddies mit gleichaltrigen auch freiräume haben, um "erwachsensein zu üben". sie müssen altersgerecht eigene erfahrungen sammeln, gefühle ausleben selbst probleme lösen. aber wenn schon, dann in einer halbwegs sicheren umgebung.
ich persönlich denke, daß zeitregelungen nicht pauschalisierbar sind. jedes kind ist anders und braucht wohl auch einen gewissen rahmen, der in seinen jeweiligen bezügen sich von anderen unterscheidet. so wie ein trainer mit seinem champ langsam dessen defizite erkennt, bespricht und aufarbeitet, damit dieser irgendwann im ring siegt.
auch gibt es gesetzliche regelungen wie das jugendschutzgesetz, die einzuhalten sind. kindern zu sagen, daß sie mir probleme bereiten, weil ich ihnen gewisse freiheiten lasse, sehe ich auch nicht gerade als toll an. das bedeutet doch letzten endes die anstiftung zur tat. wie soll so jemand später gesetze beachten ?
thiras sohnmann ist 14 - da greift voll das jugendschutzgesetz. egal, was jemand gut oder schlecht findet. und ganz offensichtlich ist der sohn ohne aufsicht auf der straße. denn ansonsten würde sie die anderen eltern kennen - zumindest vom kurzen gespräch bei der abholung. die vornamen der freunde gehört zu haben ist auchnicht gerade beruhigend. werden die kiddies einmal polizeilich aufgegriffen, dann sind die eltern voll in der pflicht. zu recht, sage ich mal.
also warum nicht die jungs mal zum essen einladen. oder mit ihnen und ihren eltern mal etwas essen gehen, was alle mögen - und wenns ne pizza ist ? |
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