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geschrieben am: 16.08.2005 um 20:33 Uhr
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(zitat)An der Definition von Glück ist oft abzulesen, was jemand im Moment nicht hat.(/zitat)
@chaserle: sicher wegen der um sich greifenden Zitatenfeindlichkeit hier im Forum hast du zu deiner treffenden Bemerkung das dazu gehörige Gedicht zu zitieren unterlassen. Als viel unsensiblere Natur (und auch weil die Stille glaub' ich gerade nicht in der Nähe ist) kann ich mich aber nicht so beherrschen und muß es hier doch noch anbringen:
Oft singt ein hohes Lied vom Weine,
das selbst der Kenner Ohr bestrickt,
ein Mann, dem nie geschwankt die Beine
und den nur dünnes Bier erquickt.
Und oft die Ängste dieser Welten
zertrümmernd freie Liebe singt
ein Mann, dem nachts der Gattin Schelten
sein Jüngstes in die Arme zwingt.
Und wer im Frührot erst die Kammer
betritt in treuer Freund Geleit,
der singt sonach in seinem Jammer
den Hymnus der Enthaltsamkeit.
Und mancher bis an die Gestirne
der Frauen Reinheit preisend hebt,
der in den Armen einer Dirne
soeben wild die Nacht durchlebt.
Moral besingt der satte Sünder,
der Darbende lobpreist Genuß.
Es ist von je des Herzens Künder
das Sehnen und der Überfluß.
(Anzengruber)
Geändert am 16.08.2005 um 22:06 Uhr von Fake |
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geschrieben am: 16.08.2005 um 20:38 Uhr
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(zitat)
"Denn vom Glück geliebt zu werden, gleicht kein ander Glück auf Erden". ( J. G. Herder )(/zitat)
...einmal vom Zitierfieber gepackt, muß ich den Herder doch noch gleich mit goetheanischer Poesie untermauern:
Freudvoll
und leidvoll,
gedankenvoll sein,
hangen
und bangen
in schwebender Pein.
Himmelhochjauchzend,
zum Tode betrübt,
glücklich allein
ist die Seele, die liebt!
......zu anderer Zeit stellt er jedoch - wesentlich ernüchterter - fest:
Denn unfühlend ist die Natur:
es leuchtet die Sonne
über Bös' und Gute
und dem Verbrecher glänzen
wie dem Besten
der Mond und die Sterne.
Wind und Ströme,
Donner und Hagel
rauschen ihren Weg
und ergreifen
vorübereilend
einen um den anderen.
Auch so das Glück
tappt unter die Menge:
faßt bald des Knaben
lockige Unschuld,
bald auch den kahlen
schuldigen Scheitel.
Geändert am 17.08.2005 um 08:44 Uhr von Fake |
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geschrieben am: 16.08.2005 um 20:41 Uhr
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jetzt ist aber gut hier! ;-)
Stille kann überall sein....auch manchmal ein kleines Stück Glück!
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geschrieben am: 16.08.2005 um 20:43 Uhr
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scheiße...erwischt :-0
schnellstens verduftet....... |
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geschrieben am: 16.08.2005 um 21:52 Uhr
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*gg
wollte nicht der gute mephisto fäustchen zum glück bringen, war dies nicht der grund des pakts mit dem teufel ? der höhepunkt war "wald und höhle", als er taumelt zwischen genuß und begierde.
und dann die erkenntnis :
(zitat)Du wärest Teufel genug, mein Glück mir nicht zu gönnen.[..]Nichts Abgeschmackters find ich auf der Welt. Als einen Teufel, der verzweifelt.(/zitat)
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geschrieben am: 16.08.2005 um 21:52 Uhr
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(zitat)Stille kann überall sein....auch manchmal ein kleines Stück Glück!(/zitat)
Also das Glück im Stillen? dann sicher in Großstädten nicht zu finden oder aber nur neugebackenen Müttern zugedacht.... oder eher Glück mit der Stillen?
dann gib mir bitte sofort deine addi/Telefonnr. ! Geändert am 16.08.2005 um 22:03 Uhr von Fake |
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geschrieben am: 16.08.2005 um 22:08 Uhr
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*lacht*
ich meinte doch eher "das Glück im Stillen* ;-)
die Stille,
die in einer Großstadt wohnt und trotzdem manchmal zur Ruhe kommt und das Glück findet...für einen kurzen Augenblick |
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geschrieben am: 16.08.2005 um 23:22 Uhr
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Städter
Nah wie Löcher eines Siebes stehn
Fenster beieinander, drängend fassen
Häuser sich so dicht an, dass die Straßen
Grau geschwollen wie Gewürgte sehn.
Ineinander dicht hineingehakt
Sitzen in den Trams die zwei Fassaden
Leute, wo die Blicke eng ausladen
Und Begierde ineinander ragt.
Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
Dass ein jeder teilnimmt, wenn ich weine,
Flüstern dringt hinüber wie Gegröle:
Und wie stumm in abgeschloßner Höhle
Unberührt und ungeschaut
Steht doch jeder fern und fühlt: alleine.
Alfred Wolfenstein
Geändert am 16.08.2005 um 23:23 Uhr von starchaser Geändert am 16.08.2005 um 23:23 Uhr von starchaser |
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geschrieben am: 17.08.2005 um 02:13 Uhr
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Sozusagen in der Fremde
Er saß in der großen Stadt Berlin
an einem kleinen Tisch.
Die Stadt war groß, auch ohne ihn.
Er war nicht nötig, wie es schien.
Und rund um ihn war Plüsch.
Die Leute saßen zum Greifen nah,
und er war doch allein.
Und in dem Spiegel, in den er sah,
saßen sie alle noch einmal da,
als müsste das so sein.
Der Saal war blaß vor lauter Licht.
Es roch nach Parfüm und Gebäck.
Er blickte ernst von Gesicht zu Gesicht.
Was er da sah, gefiel ihm nicht.
Er schaute traurig weg.
Er strich das weiße Tischtuch glatt.
Und blickte in das Glas.
Fast hatte er das Leben satt.
Was wollte er in dieser Stadt,
in der er einsam saß?
Da stand er, in der Stadt Berlin,
auf von dem kleinen Tisch!
Keiner der Menschen kannte ihn.
Da fing er an, den Hut zu ziehn...
Not macht erfinderisch.
Erich Kästner |
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geschrieben am: 17.08.2005 um 18:23 Uhr
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(zitat)die in einer Großstadt wohnt und trotzdem manchmal zur Ruhe kommt und das Glück findet...für einen kurzen Augenblick(/zitat)
naja, das glück findet wohl eher den günstling, fortuna läßt sich nicht "finden".
aber das mit der ruhe halte ich für wichtig. |
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geschrieben am: 17.08.2005 um 22:30 Uhr
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glück ist für mich auch, erkennen zu können wann man aufrichtig geliebt wird und das auch annehmen können.
nur mal so einwirft
die ela
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.08.2005 um 23:06 Uhr
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| also das glück auch zu umarmen ? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.08.2005 um 23:34 Uhr
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| Elaria hat recht : Man kann sich auch einreden oder einreden lassen, unglücklich zu sein. |
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geschrieben am: 18.08.2005 um 15:12 Uhr
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genau das meinte ich. mir ging es lange so... ich hab schon regelrecht gründe "gesucht" um unglücklich zu sein und habe vor lauter unglück garnicht mehr gesehen was ich schönes hatte.
aber das ist jetzt zum glück anders ;)
die ela |
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geschrieben am: 18.08.2005 um 15:16 Uhr
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Jeder definiert "glücklich sein" ganz anders..
Ich denke mal, glücklich sein ist, wenn man das Leben genießt, sich von nichts unterkriegen lässt.. Wenn man mit Freunden, Familie usw. zusammen ist, und über alles reden kann.. und dass man vllt. noch Liebe spürt und geliebt wird ;)
Grüßle, die Windprinzessin |
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geschrieben am: 19.08.2005 um 18:46 Uhr
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| ein kämpferischer aspekt ! ;-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.08.2005 um 17:23 Uhr
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| nun ist das glück etwas näher und doch so fern....grübbel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.08.2005 um 19:07 Uhr
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! Geändert am 04.09.2005 um 22:26 Uhr von jashirah |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.08.2005 um 21:34 Uhr
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Ich würde sagen, glücklich ist man dann, wenn man sich umsieht und dabei bemerkt, dass man mit keinem anderen tauschen möchte - auch nicht mit irgendeinem Milliardär. ;)
Erst wenn man Neid hinter sich hat, dürfte man glücklich sein. Nun, das erreichen die wenigsten, am ehesten wohl noch Mönche oder Priester, he? Ob das jetzt der wahre Weg ist...
Ich war eh schon immer der Meinung, dass man das vollkommene Glück gar nicht erreichen kann und sogar nicht darf - weil allein das Streben danach uns am Leben hält. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.09.2005 um 23:35 Uhr
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(zitat)Nun, das erreichen die wenigsten, am ehesten wohl noch Mönche oder Priester, he? (/zitat)
das bezweifle ich. der grüngesichtige neid zerfetzt doch nur das ich. oder wie kommst du darauf ?
(zitat)Ich war eh schon immer der Meinung, dass man das vollkommene Glück gar nicht erreichen kann und sogar nicht darf - weil allein das Streben danach uns am Leben hält.(/zitat)
auweia - nach obiger these wären die glücklichen, bescheidenen mönche und priester hochgradig suizidgefährdet ..*g |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.09.2005 um 11:39 Uhr
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Bei den Mönchen und Priestern betone ich dann mal im Nachhinein das 'am ehesten'. Ich glaube wie gesagt nicht, dass man den Zustand überhaupt erreichen kann, auch weil das Vollkommene nicht existiert - allerhöchstens in Gott, aber über den bin ich immer noch dabei mir eine Meinung zu bilden...
Die Mönche (an den Priestern nach katholischer Religion hätte ich dann eigentlich auch schon wieder herumzumeckern...) üben sich ja regelrecht häufig schon von Kind an darin, zu verzeihen, keinen Neid zu zeigen und sich mit dem zufrieden zu geben, was sie haben - nämlich im Grunde genommen nur sich selbst. Vor allem distanzieren sie sich nicht von der Natur, wie das in der westlichen Welt oft der Fall ist.
Na ja, darüber könnte man noch lange diskutieren, das war im Grunde genommen gar nicht meine Absicht.
Glücklich machen könnte es mich auch nicht, sondern mir allerhöchstens einen Krümel von dem großen Kuchen geben, wenn man zu einer Antwort käme. ;)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.09.2005 um 12:12 Uhr
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Ich machs nach dem recht ausgeschweiftem Thread über dieses Thema mit meiner Meinung darüber kurz.Schaut auf mein About das ich seit vier Jahren hier in CW mit mir herumtrage.
LG Yantra |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2005 um 18:31 Uhr
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dann wäre die vollkommenheit das ziel, um glücklich zu sein ? @ iram
das halte ich für illusorisch, - soll aber auch keine ausrede sein im sinne von "wenn schon mies, dann richtig" ..*g |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2005 um 23:05 Uhr
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Boah Star du hast schon über 5000 mal im Forum gepostet, seh ich gerade..was für eine Statistik gg
LG Yantra |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2005 um 23:28 Uhr
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Ich hab letztens nen coolen Satz gelesen:
"Glück ist das Zusammentreffen von Phantasie und Realität!" |
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