"Umfrage" "schulisches outfit" "Stimmen" "Prozent"
Schuluniformen halte ich für sinnvoll
2472.7%
Ich denke, daß Uniformen nix bringen
927.3%
Stimmen gesamt: 33, ergibt 100%
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schulisches outfit

Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 10.05.2006    um 00:48 Uhr   
schuluniformen - haben die vorteile oder nachteile ? und welche vorteile oder nachteile haben sie ? wer sollte sie dann produzieren ?
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 10.05.2006    um 15:48 Uhr   
Meiner Ansicht nach haben sie nur Vorteile.

1. Zum einen wird damit verhindert, rein aufgrund von Kleidung "Standesunterschiede" sichtbar werden zu lassen, d.h., der eine kann sich - besser seine Eltern - Designerklamotten leisten, der andere nicht. Was ja für das Ego der "benachteiligten" Kinder nicht unbedingt das Beste ist.

2. Wenn jeder die gleiche Kleidung trägt, sieht sich auch keiner mehr genötigt, dem anderen seine Kleidung "abzunehmen", wie es ja ständig passiert. Es ist kein Einzelfall, dass den Kids teuere Kleidung geklaut oder sogar förmlich vom Leib gerissen wird.

3. Wenn man in die höheren Klassen schaut, naja ... ob diese Kleidung zum Teil schulischen Ansprüchen Rechnung trägt sei dahingestellt. Halb nackt mag der Konzentration nicht unbedingt förderlich sein ...

4. Ich schätze, diese Kleidung wird von Stadt/Land/Bund in Auftrag gegeben. Diese wieder müssen öffentlich ausschreiben. Also wird diejenige Firma produzieren, die das billigste Angebot abgibt, was sich wiederum auf den Kaufpreis auswirkt.


Merlie
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 10.05.2006    um 17:38 Uhr   
Zitat von: starchaser
wer sollte sie dann produzieren ?
Natürlich werden sie als Kinderarbeit in dioxinverseuchten Bergwerken der Dritten Welt hergestellt.
  TopZuletzt geändert am: 11.05.2006 um 08:45 Uhr von Celeste_
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Nutzer: Shakira
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geschrieben am: 10.05.2006    um 22:02 Uhr   
hallo starilein,

also, hätte man mich damals in eine schuluniform gesteckt mit faltenröckchen, ich hätte keinen schritt mehr vor die tür gesetzt, geschweige dass ich in diesem zustand auch noch in die schule gegangen wäre. meine lila latzhose hätte ich niemals ausgezogen für soetwas *fg*

liebesgrüsse von shaki
Could we with ink the ocean fill and were the skies of parchment made, were every stalk on earth a quill and every man a scribe by trade. To write the love God above would drain the ocean dry, nor could the scroll contain the whole through stretched from sky to sky.
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Nutzer: Gast_Oldenburger
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geschrieben am: 10.05.2006    um 22:06 Uhr   
Weitere Vorteile:

Endlich wird den Zöglingen mal Zucht und Ordnung eingetrieben.

Schluss mit Molukken-Gangsterrap-Bullshit und Bodycount in da House. Einheitsschnitt fehlt auch noch.

Kopfschüttelnd

Oldi
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 10.05.2006    um 22:37 Uhr   
@ Celeste

Nun, ich denke mal nicht, dass es so weit kommen wird.

@ shakira

Wie war gleich wieder die Frage? ...
Wenn ich das so lese, fällt mir noch ein Punkt 5 ein:
Vielleicht ist so eine Uniform auch gut für den IQ??? grübel ....

@ Oldenburger

Muss man/frau das verstehen?


Merlie
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Nutzer: Shakira
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geschrieben am: 10.05.2006    um 22:42 Uhr   
@oldenburger
es lebe die zucht und die ordnung auf kosten der freiheit.

@merlie
du weisst garnicht, wovon ich rede. also lass solche komentare dazu ;-)


*summt einen bestimmten titel von "the wall"*
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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 10.05.2006    um 22:47 Uhr   
@ Shakira

Richtig - hören ist hier etwas schwierig *lachen muss

Aber lesen kann ich ... :-)

Merlie
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Nutzer: Gast_Oldenburger
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geschrieben am: 10.05.2006    um 23:08 Uhr   
Vor allem aber:

Lebe die undurchdachte, willkürliche Antwort. Sie fällt umso drastischer aus, je weniger man/frau zwischen den Zeilen gelesen und nachvollzogen hat.

Redet ab jetzt nur noch Klartext. Argh


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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 10.05.2006    um 23:29 Uhr   
Keine sichtbaren Standesunterschiede aufgrund der Schuluniformen? Wäre soweit eigentlich eine gute Sache. Auf den _ersten_ Blick lässt sich die Einkommensklasse der Eltern aufgrunde der Klamotten am Schuleingang vllt. nicht ausmachen, aber Gemach, Kids entwickeln schnell Zweit- und Drittblicke: z.B, mit welchem Auto werden die Kinder zur Schule gebracht? Über Handys und den ganzen Rotz will ich erst gar nicht reden. Und dann die Berichte über (vermeintliche) Prestigeobjekte zuhause. In meiner ehemaligen Klasse gab es nicht wenige "pathologische Lügner" in dieser Hinsicht, aber wer mag es ihnen verdenken? Kurz, auch eine Schuluniform hilft dem Ego der Benachteiligten sicher nicht, höchstens dem der Eltern. Zustimmen kann ich in dem Punkt, dass sich der Reiz, eine Schuluniform zu klauen, in Grenzen halten dürfte...
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 11.05.2006    um 08:46 Uhr   
Ich halte Schuluniformen aus selbigen Gründen für sinnvoll, die Merlie bereits postuliert hat. Die hier bisher gemachten Gegenargumente halte ich für heiße Luft.
Weiterer Vorteil einer Schuluniform wäre die Identifikation mit der jeweiligen Schule.
Angenommen, jede Schule hätte einen eigene Identifikationsfaktor an der Uniform, ließe sich also erkennen, wer welche Schule besucht. Würde man diesen Effekt sinnvoll einsetzen, bildete sich schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler untereinander. Ließe man nun die Schulen in Leistungswettkämpfen gegeneinander antreten, (sportlich oder geistig) wäre das Resultat, dass es mehr lernwillige und sportwillige Schüler gäbe, die mit Spaß bei der Sache wären.
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
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Nutzer: Anie
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geschrieben am: 11.05.2006    um 10:39 Uhr   
Zitat von: Brass
Ich halte Schuluniformen aus selbigen Gründen für sinnvoll, die Merlie bereits postuliert hat. Die hier bisher gemachten Gegenargumente halte ich für heiße Luft.
Weiterer Vorteil einer Schuluniform wäre die Identifikation mit der jeweiligen Schule.
Angenommen, jede Schule hätte einen eigene Identifikationsfaktor an der Uniform, ließe sich also erkennen, wer welche Schule besucht. Würde man diesen Effekt sinnvoll einsetzen, bildete sich schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler untereinander. Ließe man nun die Schulen in Leistungswettkämpfen gegeneinander antreten, (sportlich oder geistig) wäre das Resultat, dass es mehr lernwillige und sportwillige Schüler gäbe, die mit Spaß bei der Sache wären.
Obwohl ich Schuluniformen durchaus auch für sinnvoll halte, hat Deine Argumentation auch eine Schattenseite, Brass.
Wenn jede Schule ihre eigene Schuluniform hat, kann das zwar dazu führen, dass daraus ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl resultiert, allerdings wäre dann vielleicht auch auf Schulwegen sofort erkennbar, wer denn welchen Schultyp besucht und welche Schule es exakt ist und vielleicht ist das Verlangen sich per Schuluniform zuordnen zu können dann nicht mehr so groß.
Denn wer möchte unter Umständen schon gerne ein "Du bist ja sowieso nur Hauptschüler!" etc. zu hören bekommen? Wobei das vermutlich noch einer der harmloseren Sprüche wäre.
Außerdem könnte auf diese Weise eine Rivalität zwischen Schulen gefördert werden, die bei den "richtigen" Schülern leicht ausufern kann und das sollte nun gerade auch nicht passieren, weder zwischen Schülern derselben Schule, noch zwischen Schülern unterschiedlicher Schulen.
Wenn also schon Schuluniform, dann bitte einigermaßen einheitlich oder zumindest so, dass der Identifikationsfaktor nicht zu offensichtlich zu Tage tritt.

Mal davon ab, halte ich sweetys Gegenargumente nicht für heiße Luft, sondern für durchaus berechtigt, denn auch eine Schuluniform löst letztendlich das Problem, das damit bekämpft werden soll, nicht vollständig, denn sie bekämpft mehr oder weniger "nur" die Symptome und nicht das Grundübel.
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Nutzer: CarpeDiem1
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geschrieben am: 11.05.2006    um 17:57 Uhr   
Zitat von: starchaser
schuluniformen - haben die vorteile oder nachteile ? und welche vorteile oder nachteile haben sie ? wer sollte sie dann produzieren ?
Sach mal Chaser, Du Nase, wieviele kinder hast du eigentlich ....


aber ich seh schon...00:48 kurz vor dem komaschlaf...bist entschuldigt...lol
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 11.05.2006    um 23:09 Uhr   
@ Anie

Ich bin der Meinung, dass Deine Angeführten Argumente Probleme anschneiden, die durch eine richtige Handhabe durch die Lehrer in den Griff zu bekommen sein sollten.
Natürlich wird es zu Sticheleien kommen, aber das ist bis zu einem bestimmten Grad nicht unerwünscht, solange es zu keinen Diskreminierungen kommt.
Wenn Gymnasiasten oder Realschüler auf Hauptschülern rumhacken, muss natürlich aufgeklärt werden. Das sehe ich auch so.
Die Uniformen sollten schon die gleichen sein, unabhängig vom Schultyp. Aber jede Schule sollte einen eigenen Sticker o.Ä. haben.
Ich denke, wenn es zu einem gesunden Wettstreitsgedanken kommt, ist das der Entwicklung nicht abträglich.
Die Lehrer müssen das ganze natürlich sinnvoll aussteuern.

Zu sweetys Zweifeln...
Aus Sicht eines Schülers wiegen die natürlich schwer, ist mir klar. Allerdings sind es ja gerade die von ihr angesprochenen Problemchen, die es zu händeln gilt. Den Kids muss klar gemacht werden, dass ihr hemmungsloser Materialismus nicht zur Debatte steht in der Schule, sondern ihre Bildung.
Ich würde bei Härtefällen sogar so weit gehen, dass ich ein Handyverbot erwirken würde. Wenn die Kids in der Schule sind, sind sie jederzeit über das Schulsekretäriat erreichbar. Es gibt für mich kein einleuchtendes Argument für Handys oder Gameboys oder MP3 Player an Schulen.
Dass Kids auf dem Schulweg sicherer unterwegs wären, wenn sie ein Handy dabei haben, halte ich schlichtweg für ein Gerücht. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass Kinder trotz Handy entführt werden. - Traurig, aber es ist nunmal so.
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Nutzer: Gast_Leonora
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geschrieben am: 14.05.2006    um 13:13 Uhr   
Wir leben in einer Gesellschaft, die gerne nach außen trägt, was sie sich leisten kann. Manche zeigen das mit Klamotten, andere zeigen das mit Autos oder Urlaubsreisen, andere brauchen die Traumfigur, um mit sich und ihrer Umwelt ins Gleichgewicht zu kommen und sich gut zu fühlen.
Die Tatsache, dass es Kindern schon so wichtig ist, zu zeigen, was sie sind (wo doch noch in meiner Jugend der Satz: "Mehr sein als scheinen." Leitsatzt war) muss einem zu denken geben, da stimme voll zu.
Aber als Reaktion darauf Schuluniformen einzuführen oder sonstige Gleichmacherei anzustreben, halte ich für völlig kontraproduktiv. Wer es nötig hat, anzugeben, der macht das nicht nur, während er die Schulbank drückt - oder sollen die die Uniformen ganztägig tragen?

Ich denke, der Weg muss sein, das Selbstvertrauen der Kinder so zu stärken, dass Äußerlichkeiten egal werden. Und dass man mit Aldi-Turnschuhen jedem Adidas-Nike-Puma-wasweißichwas-Träger hocherhobenen Hauptes entgegentreten kann mit dem Gedanken: Wenn du sowas nötig hast, dann tust du mir leid.

So etwas lernt Kind nicht einfach so ... so etwas kann man Kind auch nicht erklären ... so etwas müssen wir ihnen vorleben.

Und in diesem Sinne ess ich jetzt erst mal einen Riesen-Eisbecher und schiele auf die dünne Mineralwasser-Trinkerin am Nebentisch mit einem Lächeln und einem innerlichen :-z ... denn nur für ein Gucci-Jäckchen muss ich auf nichts verzichten.


PS: noch schnell was zum Thema: Jeder Schule ihre Uniform
Find ich ganz schlimm - das hat sowas von indischem Kastendenken und sorgt mit Sicherheit nur für Konfrontation .... nachzulesen zum Beispiel in Kästners "Fliegendem Klassenzimmer".


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Nutzer: Merlie1
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geschrieben am: 14.05.2006    um 13:33 Uhr   
Hi Leo :-),

ich habe vor längerer Zeit mal einen Artikel einer Psychologin gelesen, die der Meinung ist, dass sich bereits Kinder im Kindergartenalter, spätestens aber im Schulalter, mehr nach Gleichaltrigen richten als nach dem Elternhaus. Ich weiß leider nicht mehr, wer es war ... *Alzheimer läßt grüssen *lacht

Nun jedenfalls hat mich dieser Artikel irgendwie überzeugt.

Um auf das Thema hier einzugehen denke ich, dass man den Kids vorleben kann was man möchte. Wenn sie in der Schule ausgegrenzt und gehänselt werden - und das werden sie! - wird das nicht fruchten. Denn sie verbringen viel Zeit dort und orientieren sich an den Gleichaltrigen. Sie möchten einfach auch dazugehören. Und in unserer konsumorientierten Gesellschaft fängt das eben bei Dingen wie Kleidung, Handy usw. an. Und um eben dieses konsumorientere Verhalten einzuschränken, finde ich nach wie vor eine Schuluniform gut. Im übrigen funktioniert das auch in anderen Ländern bestens.

Noch einen Punkt möchte ich anfügen. Und zwar den finanziellen. Wie wir ja alle wissen, gibt es viele Alleinerziehende, die nicht gerade in Geld schwimmen. Ich denke, dass es auf Dauer kostengünstiger ist immer wieder mal eine Schuluniform zu kaufen als ständig neue Kleidung.

@Brass
Ich bin absolut Deiner Meinung, was Handys anbelangt. Sie haben in der Schule nichts zu suchen.


Schönen Tag noch - Merlie

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Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 14.05.2006    um 15:30 Uhr   
Hallo Leonora,

ich kann mich Deiner Meinung nur voll und ganz anschließen. Sehr gut geschrieben!!Ich bin auch gegen Schuluniformen. Und erst recht gegen solche mit Schulemblem. Das wäre dann ja das gleiche in grün. Die Gefahr bestünde, daß sie nicht mehr aufgrund ihrer "schlechteren" Kleidung gehänselt oder diskriminiert werden, sondern aufgrund ihrer "schlechteren" Schulbildung.
Viel wichtiger wäre es doch den Kindern ein gutes Selbstwertgefühl zu vermitteln. Egal welche Schulform sie besuchen oder welche Kleidung sie tragen. Und scheinbar gelingt das vielen Eltern heute nicht mehr. Was ich persönlich sehr traurig finde.

Und zu dem Kostenpunkt, den Merlie angesprochen hat:

Ich denke mit einer Schuluniform pro Kind kommt man nicht hin. Also bräuchte man eine zusätzliche zum Wechseln. Nebenbei aber natürlich auch noch normale Kleidung für die Freizeit.
Und dabei sollte man bedenken, wie schnell Kinder/Jugendliche oft aus den Sachen "herauswachsen". Es wäre durchaus denkbar, daß dadurch pro Schuljahr die Anschaffung von 4 Uniformen nötig wäre.

Das hätte bei mir zu Folge, daß ich noch mehr bei der Freizeitkleidung meines Sohnes sparen müßte. Er könnte also kleidungsmäßig noch weniger mithalten ;-)

  TopZuletzt geändert am: 14.05.2006 um 15:31 Uhr von zarteStille
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 15.05.2006    um 11:42 Uhr   
Also ich glaube fast, man hockt hier dem Irrglauben auf, bei den "Schuluniformen" würde es sich um solche handeln, die man z.B. aus England kennt. - Also eine komplette Garderobe. So weit ich weiß, ist das falsch. Es geht eigentlich nur um Shirts/Pullis, die einheitlich sind.
Zum Einen soll jede Schule für sich selbst entscheiden, ob es eine "Schulkleidung" geben soll oder nicht und zum Anderen würde die höchstens aus einem Shirt/Pulli bestehen.
Sinn und Zweck soll es nicht sein, den allgemeinen "Markenwahn" zu eliminieren, sondern allen Schülern ein "sittsames" Aussehen zu verpassen.

Ursächlich geht es um die Klamotten, mit denen sich Teenygirlis ausstaffieren, wenn sie zur Schule gehen. Sie erscheinen dort in Hüfthosen, Tangas, die deutlich sichtbar sind in diesen Hosen, bauchfreien Shirts oder Miniröcken. Zum Einen setzen sie sich dadurch unnötig Gefahren aus, die sie in diesem Alter noch gar nicht überreißen können, zum Anderen soll die Einführung von Schulkleidung ein gewisses Konfliktpotential aus den Familien nehmen. Dass sich viele Eltern bei ihren pubertären Kindern nicht mehr durchsetzen können, ist ja kein Geheimnis mehr.

Die Schulkleidung soll ab der 5. Klasse eingeführt werden. Die Schüler, die jetzt schon höhere Klassen besuchen, sind davon befreit. Wenn sie die Schulkleidung tragen wollen, ist das auf freiwilliger Basis. (gilt für Bayern)

Der pädagogische Hintergrund der Aktion ist, durch das Tragen von Schulkleidung eine höhere Identifizierung der Schüler mit ihrer Schule zu bekommen und sekundär soll durch das gleiche Aussehen die Konzentration auf den Unterricht fokussiert werden.

Es ist also ein Fakt, wenn es Schulkleidung gibt, wird die nicht für alle Schüler gleich sein.
Die Argumente, die hier vorgebracht wurden, dass soetwas zu Diskreminierungen führen könnte, halte ich für nicht fertig gedacht. Die Kids wissen doch eh, wer auf welche Schule geht.

Die Kosten würden sogar sinken. Wenn es günstige, da per Großeinkauf beschaffte, Schulkleidung ( Shirts/Pullis) gibt, die in der Wachstumsphase eben entsprechend groß gewählt werden könnte, würde die private Kleidung sogar länger halten, als bisher, da sie während der Schulzeit nicht getragen werden würde. Bei der Auswahl der Schulkleidung sollen die Elternbeiräte mit eingebunden werden.
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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 15.05.2006    um 17:39 Uhr   
Witzig.
Diejenigen hier die damals selbst ihre Freiheit wollten schreien nun lauthals nach einer Uniform.
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: inna
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geschrieben am: 15.05.2006    um 20:30 Uhr   
Ich hab mal an 'meiner' Schule (Gesamtschule in einem 'sozialen Brennpunkt') unter den Schülern rumgefragt.

Schätzungsweise gut die Hälfte fänden Schuluniformen gut, weil das weniger stressig wäre mit den Klamotten. Dagegen waren die, die sich sehr individuell kleiden (das trifft auf die oben erwähnten Tanga-Bauch-und-Busen-Raushäng-Mädels und die extrem-Arschhosen-Kettengebamsel-Jungen zu).

Meiner Meinung nach hätte es etwas Gutes, wenn Schüler auch an ihrer Kleidung einen Unterschied zwischen Schule und Freizeit erkennen würden - für einige ist Schule nur noch das, was üblerweise zwischen den Pausen stört ;-)

*inna
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.05.2006    um 19:53 Uhr   
die diskussion lebt nur von der frage, ob schüler uniform tragen sollen. streng genommen würde dies meines erachtens implizieren, daß dann auch lehrer uniformen tragen müßten.
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"Autor"  
Nutzer: Brass
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geschrieben am: 17.05.2006    um 07:52 Uhr   
Auch darüber wurde hier diskutiert. Man ist zu dem Schluss gekommen, dass es entweder eine differenzierte Schulkleidung für Lehrer geben wird, die sich also von derjenigen der Schüler unterscheidet, oder wenn es keine Schulkleidung für Lehrer gibt, sollen Sie ihr Outfit zumindest so anpassen, dass der Aufwertung der Schülerkleidung Rechnung getragen wird. - Also nicht mehr im Schlabberlook sondern in eleganter Kleidung zum Dienst erscheinen. - Wiederum in Bayern
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Nutzer: sieda
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geschrieben am: 22.05.2006    um 07:58 Uhr   
Ich habe in der Presse und in den Medien diese Sache verfolgt und ich muss zugeben so eine richtige Meinung für mich konnte ich noch nicht finden.
In Bayern gibt es ja schon ein paar Schulen die Versuche mit "Schuluniformen" machen. Wo übrigens auch die Lehrer die gleichen Shirts wie die Schüler anhaben.
Diese Versuche scheinen sehr gut zu laufen!!!
Ich denke es sollte die Wahl der Schüler sein.
Sie sollten entscheiden.
Es kommt sicher auch immer auf die Schule bzw. das Einzugsgebiet der Schulen an.
Wichtiger als eine Uniform an der Schule finde ich aber, seinem Kind Selbstbewusstsein mit ins Leben zu geben.
Sie sehen zu lassen "ICH BIN" egal wie ich gekleidet bin, was ich "habe" oder wo ich wohne.
Meinen Kindern habe ich solche Sachen, als sie ganz klein waren, mitgeben können, weil mir das sehr sehr wichtig war.
Meine zwei Söhne sind gerade kleidungstechnisch nie einem bestimmten "Trend" nachgerannt.
Für sie war es kein Problem, eine bestimmte Marke oder ein bestimmtes Trendteil nicht zu haben!
Als sie klein waren und wir einkaufen gingen, hatten sie die Wahl, einen Pulli von der "Marke" oder mehrere schöne Kleidungsstücke ohne Label.
Sie haben sich ganz leicht entscheiden können!
Den Fehler machen doch die Eltern!!!!!! Die Kids können da nichts dafür. Warum ist man als Vater oder Mutter nicht imstande, seinen Kindern mal was abzuschlagen bzw. den Kindern (und damit meine ich die kleinen Kinder, bei den großen ist es da meist schon zu spät) zu sagen, dass das Geld kostet und wo dieses Geld herkommt!

Bei meinen Beiden war es dann so, dass sie sogar Trends gesetzt haben!!!!
Das sie nachgehamt wurden!

in diesem Sinne.....Eltern haften für ihre Kinder!! :-)




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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 27.05.2006    um 14:11 Uhr   
daß sweeties einwände keine heiße luft sind, sehen wir doch an anderen ländern. england ist das einzige land in europa, welches bekannt ist wegen seinen schuluniformen (durch welche auch die hohe soziale stellung des militärs erklärbar wird ). probleme hat die uniform nicht gelöst, sondern die sozialen zustände in stadt und land verschlimmert. amies einwürfe sind eigentlich kinderkram, wenn man sich die realen zustände z.B: nachmittags in london ansieht.
das wegfallen eines statussymbols bewirkt regelmäßig die verlagerung auf andere auffälligkeiten, wie sweety das schon sagte. interessanterweise fallen paradoxerweise laut buch "schulkleidung" genau in diesem punkt gerade schüler aus schwächeren familien negativ auf. das als minder wahrgenommene fehlende SEIN verschafft sich demnach mit aller gewalt (und das ist in der tat auch wörtlich zu verstehen) ausdruck durch den SCHEIN. paradox oder nur reaktion auf das eigene ausgesperrtsein ?

bewiesen scheint nur zu sein, daß uniformen das geschehen im klassenraum stärken und die kiddies mehr lernbereitschaft an den tag legen, weil sie (und auch der lehrkörper insbesundere in pubertierenden klassen ) weniger abgelenkt sind. uniformen wirken sich demnach förderlich auf die disziplin aus. falls oldenburger statt der begriffe "zucht und ordnung" das meint, was auch später im beruf unter "disziplin" und "werte" fällt, ist also zuzustimmen. im grunde genommen ist auch der schulische raum eine art von arbeitsplatz.
das recht der grundgesetzlich garantierten persönlichen entfaltung halte ich im übrigen für ein schwaches argument. bei der güterabwägung im vergleich zum recht auf bildung dürfte das letztere weitaus schwerer wiegen. und dieses recht ist sogar untermauert durch die pflicht zum schulbesuch und die staatliche fürsorgepflicht. wenn also die erziehung zur toleranz gestärkt wird, müssen persönliche interessen selbstredend zurücktreten.

oldenburgers ansatz hat demnach schon seine berechtigung. schüler von heute erleben jedoch nicht mehr die bedingungen von zeiten vor 20 jahren. von den schülern wird wesentlich mehr leistung gefordert, die administration sieht sich immer mehr zwängen ausgesetzt und gleichzeitig wurden die rahmenbedingungen keineswegs verbessert. (das zeigt sich schon daran, daß soziales und bildung immer noch zwei unvernetzte sektoren heutiger politik sind, - bis allein die zuständigkeiten geklärt sind, vergehen ein paar mannjahre). die schüler sind entweder allein (wenn die eltern arbeiten) oder in einem fragwürdigen umfeld (wenn sie es nicht tun und "ihre eigenen" probleme haben) (verzeiht die pauschalisierung !). warum sollten kinder dann diszipliniert und folgsam sein ? obendrein - maximal jeder dritte der heißen schulen findet einen ausbildungsplatz, - von einem echten job wollen wir erst gar nicht sprechen.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 27.05.2006    um 14:15 Uhr   
eventuell liegen ja hier die probleme zum allgemein beklagten mangelnden willen zur leistung, welcher den unterricht blockiert und manche klassen unbeschulbar macht.

die probleme gelten vor allem für meist städtische hauptschulen und gesamtschulen, in denen sich der nachwuchs sozial schwacher und bildungsfremder familien sammelt. ohne frage werden diese familien im moment noch ärmer und auch anderweitig marginalisiert oder einfach gegen die wand gedrückt. eine mögliche radikalisierung der benachteiligten aus der - oft auch berechtigten - frustration heraus wiederum kann die grundfesten einer demokratie mittelfristig erschüttern. es kommt ja nicht von ungefähr, daß die bundeswehr auch im lande eingesetzt werden soll.
die geschichte liefert genug hinweise, in denen unter dem vorwand "mehr sicherheit, mehr gleichberechtigung" erfolgreich weltweit die bürgerrechte immer mehr eingeschränkt wurden. denken wir nur an die folgen des anschlages auf new york.

entsprechend sind aus bayern letztlich nur ein paar auf gut glück eingeleitete umstellungen aus jüngster zeit bekannt, deren folgen wissenschaftlich IMHO nicht erarbeitet sind. im übrigen zählen realschulen nicht zum echten brandherd. ohne mehr zuwendung den kiddies gegenüber und ernstnahme auch der staatlichen fürsorgeverantwortung werden sich die aktuellen und hausgemachten probleme jedoch nicht lösen. deshalb sind auch der deutsche lehrerverband und der deutsche philologenverband gegen diese maßnahme. sogenannte integrationsprobleme und der vielzitierte markenwahn hätten schließlich ganz andere wurzeln. eventuell aus minderwertigkeitsgefühlen, wie sieda anmerkte. soziale unterschiede sind nunmal nicht ausblendbar, - sie entsprechen dem westlichen system und sind allgegenwärtig. das wird sich nicht ändern durch schuluniformen, nicht durch das singen der nationalhymne zum stundenwechsel und nicht durch das anschließende gemeinsame gebet. die unterschiede werden also nur verkleidet. ganzjährig verordneter karneval, wie sweety schon anmerkte. in den usa ist das tragen von schmuck mancherorts verboten - wie weit soll das also gehen ?

somit erscheint es mir nicht sonderlich überdacht, wenn eine par ordre de mufti aufgedonnerte gemeinsame kleidung als königsweg verschrieben wird gegen soziale unterschiede. für zypries vorstoß dienten die burkas als anlaß. klar, die ausländer ..*g. brigitte scheint jedoch vergessen zu haben, daß burkas gar keine religiösen symbole sind, da die religion hierzulande gar nicht anerkannt wird. zudem sind burkas der ausdruck einer gegenläufigen politischen meinung - und beispiel des versagens der gesellschaft : "Damit beseitigen wir nicht nur die Burkas, sondern auch Probleme, die sich durch soziale Unterschiede ergeben". (winkt hier PISA ?) anstatt also jene unterschiede endlich mal anzugehen und nachhaltig (und selbstredend kostenintensiv) zu beseitigen, soll eine uniform nötige maßnahmen ersetzen. dieses konzept muß doch bei näherer betrachtung im sande verlaufen.
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 01.06.2006    um 20:37 Uhr   
Zitat
schüler von heute erleben jedoch nicht mehr die bedingungen von zeiten vor 20 jahren. von den schülern wird wesentlich mehr leistung gefordert,
Ende des Zitats

Wo? In Uganda? Sorry....als Mutter zweier schulpflichtiger Kinder (Gymnasium), kann ich mir an der Stelle das Lachen kaum verkneifen.

Die Bedingungen sind andere, da hast du recht. Es gibt Ablenkungen, Reizüberflutung und Konsumterror aufs Übelste....aber wesentlich mehr Leistung? Mir dreht sich der Magen um, wenn ich sehe, mit wie wenig Allgemeinbildung (von speziell Kultureller ganz zu schweigen) ein Abiturient heutzutage die Schule verläßt.

Die armen geknechteten Kinder sind es vor allem deshalb, weil ihr Kopf voll ist mit Zeug, das mit der Schule nur sehr peripher zu tun hat. Ein bißchen Beschränkung aufs Wesentliche täte Not...dann wäre es mit der Leistung auch durchaus einfacher.

Die drängende Frage: Was ziehe ich bloß morgen an? ist möglicherweise nur ein kleiner Teil des Problems....aber zumindest die Überlegung wert, ob man sich mit Schuluniformen nicht ein wenig Freiraum für die wichtigen Dinge des Lebens schafft.

Celestine
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