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geschrieben am: 20.07.2006 um 00:06 Uhr
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@ Celeste_
Ich bin keine Frau, die sich zu Hause der Kindererziehung widmet, weil ich zumindest geplant erst nach meinem Studium eine Familie gründen und Kinder bekommen möchte mit meinem Partner, um deren Erziehung werde ich mich dann allerdings nach Möglichkeit auch persönlich widmen, unter anderem, weil ich Kinder liebe, weil ich möglichst ausgiebig sehen möchte, wie sie aufwachsen, weil ich persönlichen Einfluss darauf nehmen möchte, ihre Kindheit möglichst sorglos und froh zu gestalten und weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schön es ist, eine Mutter zu haben, die sich für mich und meinen Bruder entschieden hat, obwohl ihr auch eine hervorragende Karriere in ihrem Beruf offen gestanden hätte.
Wie gesagt, ich habe noch keine Kinder, aber dennoch bin ich mir im Klaren, dass für mich eine Abtreibung indiskutabel wäre, egal, ob ich jetzt schwanger wäre oder in 5 Jahren, egal, ob es mir finanziell nicht gut ginge oder nicht.
Und entschuldige mal bitte, ich könnte durchaus verstehen, dass sich eine Frau, die ihren Job zu Hause macht auf den Schlips getreten fühlt, wenn ihr wie von Menolly gesagt wird, sie hätte sich ja damit selbst aufgegeben und würde hinter'm Herd verdummen. Da stellt sich dann doch wohl irgendwo auch die Frage nach Ursache und Wirkung oder? Es ist einfach eine Herabwürdigung der Leistung, die diese Frauen bringen, die ungerechtfertigt ist und die, wie ich finde nicht einfach unkommentiert stehen gelassen werden sollte, denn nicht jeder denkt so.
Und wenn Sätze wie "An dem Tag, an dem ungewollte Kinder sämtlichst von ihren Erzeugern großgezogen werden und nicht beinahe zwangsläufig bei den Müttern oder Großmüttern landen....an dem Tag haben Männer das Recht, den Mund aufzureißen und sich als Hüter der Moral aufzuspielen." keine Verallgemeinerungen sind, dann weiß ich es ehrlich gesagt auch nicht.. Wie viele Väter zum Beispiel würden ihre Kinder denn gerne öfter sehen oder überhaupt sehen, sich um sie kümmern und dürfen es nicht, weil die Mutter es unterbindet und oft einfach nur ihre Probleme mit dem Vater auf dem Rücken der Kinder austrägt?
Und was bitte soll das Credo Deiner "Klarstellung" sein?
Ob und wie überfordert man mit einem Kind ist/sein wird, weiß man denke ich in den seltensten Fällen vorher und wenn man denn überfordert ist, warum kann man sich dann keine Hilfe holen, sowohl während als auch nach der Schwangerschaft? Was ist denn mit solchen Stiftungen wie "Mütter in Not" oder "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" oder dem Deutschen Kinderschutzbund e.V. oder mit diversen Möglichkeiten sich Erziehungsberatung, finanzielle Unterstützung und anderweitige Hilfe zu holen? Man muss da nicht allein durch, nicht, wenn man in einer finanziellen Notlage ist und auch nicht, wenn man alleine ist, ohne Vater und Familie und auch nicht, wenn man sich einfach überfordert fühlt mit der Situation.
Und ob Du es glaubst oder nicht... |
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