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Abtreibung? Wie, wann, warum oder garnicht?

Nutzer: Daimaju
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geschrieben am: 03.07.2006    um 23:00 Uhr   
Hihoi,
mich würde mal eure Meinug zur Sache Abteibung interessieren. Wollte ersr auf Outs Beitrag in "Bruno ist tot" antworten, doch dann hab ich mich entschienden nen neuen Beitrag aufzumachen.

Wo hört bei euch Abtreibung auf und wo fängt Mord an bzw. Sterbehilfe.

Daim
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Nutzer: Out
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geschrieben am: 04.07.2006    um 08:10 Uhr   
wer über seine möglichkeiten lebt muss für seine schulden grade stehen.

wer eine bank überfällt muss mit langjährigen strafen dafür zahlen.

wer einen verschuldeten autounfall verursacht muss für den schaden haften.

wer ficken kann, sollte verdammt doch einmal auch da die konsequenzen tragen und nicht auf billige ausreden bezügl. nichtleistbarkeit, familienprobleme und karriereknick rückgreifen und daraufhin ungeborenes leben töten.

es gibt verschiedenste möglichkeiten zur hilfe von verhütung über schwangerschaftsberatung zur babyklappe und anonymen geburt.

also ich bin für ein verbot von abtreibungen, außer in besonderen situationen (lebensrisiko für duie mutter, schwerste behinderungen des kindes, werdende mutter unter 14, vergewaltigungsschwagerschaften)
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Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 05.07.2006    um 01:56 Uhr   
Zitat von: Out
wer ficken kann, sollte verdammt doch einmal auch da die konsequenzen tragen und nicht auf billige ausreden bezügl. nichtleistbarkeit, familienprobleme und karriereknick rückgreifen und daraufhin ungeborenes leben töten.
daraufhin kann ich nur sagen ja, wer ficken kann egal wie jung sollte über die Möglichkeiten der Verhütung bescheid wissen. Aber leider wissen die 12 oder 14 Jährigen nicht wie sie verhüten sollen, weil sie der Ansicht sind einmal ist keinmal. Dies hat sich in letzten 30Jahren, seit es die "moderne" Aufklärung gibt nicht geändert.

gruss
Meno
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Nutzer: Out
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geschrieben am: 05.07.2006    um 07:35 Uhr   
unwissenheit schützt auch in diesem falle vor "strafe" (falls man bei einem kind es so nennen darf) nicht. menolly, es gibt auch in deutschland gewisse bevölkerungsgruppen die kann man trotz größter aufklärungskampagnen zu einem thema nicht erreichen, da sie nicht lesen, da sie keine fernsehnachrichten gucken oä. oder sich sonst irgendwie informieren bzw. weiterbilden, für diese leute muss für gewisse situation der staat denken und lenken.

daher gibt es für den interruptio keine ausrede, abtreibung ist mord und gehört dementsrpechend verfolgt bzw. bestraft.


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Nutzer: the_law
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geschrieben am: 05.07.2006    um 16:55 Uhr   
komisch,
ich glaube, dass wir dieses thema schon mal hatten, aber naja.
in punkto nummero eins, sind die eltern dran schuld.
in punkto nummero zwei, sind die eltern dran schuld.
in punkto nummero drei, sind die eltern dran schuld.
fünfklässlerinnen laufen wie nutten rum und blablablabla, bla, ist ne andere geschichte.
punkto ist: eltern müssen ihre kinder aufklären.

(zur information: dies sind nur dinge aus meiner sicht, die ich in deutschland erlebe)

zum bleistift:
minderjähre dürfen von den ELTERN aus sich bis nach mitternacht in discos aufhalten und da wundern sich die meisten, warum das kleine mädel gestern abend von 3 oder 5 ältere herren durchgenommen worden ist, wer der vater ist? niemand weiß es, das kleine mädel hatte ja so viel alk intus bis es unten wieder rauskam.

nochmal die Frage: Abtreibung? Wie, wann, warum oder garnicht?

Abtreibung? iiiiin diesem fall. nö, nein. das mädel ist doch selbst schuld. wer F x I x C x K x E x N kann, der... blabla ^^
naja, mal ernsthaft, wer treibt sein kind nicht ab, wenn es um die eigene zukunft geht?
ohne einen mann, ohne unterstützung, wäre es nicht sinnvoller das kind in der vergangenheit zu lassen? ist zwar schade um das ungeborene, aber ganz realistisch, lieber bin ich ungeboren, als eine HURE als mutter und einen ARSCH als vater zu haben *zwinker*

Wie ich glaub mit nem löffel oder so o.O
wann ich glaub bevor es anfängt mehr zu essen als du selbst o.O
warum ich glaub weil menschen, besonders in deutschland, immer nur solo bleiben wollen o.O
garnicht ich glaub manche haben es nicht getan und nun ist das kind erwachsen und muss zusehen, wie seine/ihre mutter die männer, wie ihre eigene unterwäsche wechselt o.O

lieber bin ich ungeboren, als all das mitzubekommen.

gez. Gesetz
Please mehr Aufmerksamkeit für diese armen Chatter, danke.

Einatmen-Ausatmen, Einatmen-Ausatmen, Einatmen-Ausatmen,... mf! HK! HS!
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Nutzer: Sneaky_Pie
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geschrieben am: 05.07.2006    um 20:45 Uhr   
Aha. Abtreibung ist Mord. Außer, wenn- und da gehen dann die Ausnahmen los.

Entweder, man stellt das Selbstbestimmungsrecht der Mutter über das Leben des Fötus. Dann aber auch konsequent; Frauen haben in jedem Fall die Entscheidungsfreiheit, ob sie ein Kind austragen oder nicht, ungeachtet ihrer Lage und ungeachtet dessen, ob ein Außenstehender die Entscheidung gerechtfertigt findet.

Oder man stellt das Lebenrecht des Fötus über das Selbstbestimmungsrecht der Mutter. Dann kann man aber auch keine Ausnahmen machen: wenn das Leben des Fötus wichtiger ist, dann ist es das in jedem Fall. Ungeachtet der Art und Weise seiner Zeugung (Vergewaltigung), ungeachtet seiner Beschaffenheit (Behinderung), ungeachtet der Lage der Mutter. All das hat mit dem Lebensrecht nämlich nichts zu tun.

Enhtweder-oder; aber mal bitte ohne dieses ganze lauwarme Wischiwaschi, ohne dieses "Also Abtreibung find ich zwar scheiße, aber wenn das Kind behindert ist..." Dann gesteht man Behinderten also kein Lebensrecht zu, aha, sehr toll!

Und wenn man schon der Meinung ist, dass es Situationen gibt, in denen es einer Frau nicht zugemutet werden kann, dann sollte man sich verdammt nochmal davor hüten, diese Situationen selbst bestimmen zu wollen! Das geht schlicht und einfach nicht. Dann sollte man ebenfalls konsequent sein- und die Entscheidung jeder Frau selbst überlassen.

Ich stehe auf der Pro-Choice-Seite. Abtreibung ist für mich kein Mord, sondern eine Gewissensentscheidung. Und das Thema besteht nicht aus Schwarz und Weiß, sondern aus Grauzonen.
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Nutzer: Out
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geschrieben am: 06.07.2006    um 09:44 Uhr   
Sneaky, es gibt auch bei dem tatbestand des mordes ausnahmen bzw. abstufungen(totschlag, kindstötung (?!) der mutter, notwehr, entschuldigender notstand, fahrlässige tötung) Ausnahmen, also konsequenz zu fordern wär im fall der abtreibung nicht angemessen.

denn bei einer vergewaltigungsschwangerschaft kann man bei besten gewissen von der frau nicht verlangen dass kind auszutragen -. außer sie will. wenn eine gesundheitlich gefährdung für die mutter bei einer geburt vorliegt sollte dies vom amtsarzt kontrolliert werden. das gleiche gilt auch für schwerst behinderte ungeborene, deren rückenmark, unterteil oä fehlt, oder wasserkopf oä endlichen haben, natürlich ist dies eine ethische frage, aber dafür könnte man noch verständnis aufbringen. den interruptio von müttern die noch unmündige minderjährige sind könnte man bei juristischer logik verstehen, da diese noch nicht "deliktsfähig" sind.

der mutter ein selbstbestimmungsrecht bei einem ungeborenen leben zu geben... diese meinung ist noch eine altlast der 68er generation und diese sollte man entsorgen. denn die selbstbestimmung des "eigenen" körpers hört dort auf wo dies schon zum territorium eines anderen lebens gehört.
  TopZuletzt geändert am: 06.07.2006 um 09:45 Uhr von Out
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Nutzer: Sneaky_Pie
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geschrieben am: 06.07.2006    um 13:32 Uhr   
Verstehe ich das recht- du gestehst einer Frau zwar kein Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper zu, erkennst aber an, dass es Situationen gibt, in denen es unangebracht wäre, von der Frau zu fordern, die Schwangerschaft auszutragen.

Und DU (als Mann!) kannst festlegen, um welche Situationen es sich im Einzelnen handelt?

Liegt dann der Schluß wirklich so fern, dass jede Frau anders auf eiine Schwangerschaft reagiert- und dass es Situationen gibt, die für dich, solltest du jemals als Frau wiedergeboren werden und schwanger werden, kein Problem darstellen würden, wohl aber für eine andere Frau? Dass es also unangemessen ist, definieren zu wollen, wann eine Frau eine Schwangerschaft auszutragen hat und wann sie gnädigerweise davon befreit werden darf?

Und ganz nebenbei: nein, ich sehe es keinesfalls so, dass eine Frau in puncto Abtreibung kein Sprachrecht hat. Es ist ihr Körper, um den es geht, der eine Veränderung durchmachen wird. Also kann sie auch entscheiden, ob sie diese Veränderung möchte. Das Lebensrecht des Fötus ist nach meiner Ansicht von untergeordneter Bedeutung gegenüber dem Lebensrecht der Frau, nicht zuletzt, weil der Abtreibungszeitraum in Deutschland so eng gesteckt ist, dass von einem eigenständigen Leben oder gar von einem Menschen keinesfalls die Rede sein kann.
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Nutzer: Out
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geschrieben am: 06.07.2006    um 14:16 Uhr   
ein ungeborenes kind ist schon träger von rechten ab der empfängnis, sprich der fötus ist quasi nicht mehr ihr körper, nur aufgrund der psychischen schwächer der frau ein ungeborenes absterben lassen ist doppelmoral, denn bei sex reagieren sie alle gleich und dies wollen sie alle genießen aber auf einmal bei einer schwangerschaft fällt den frauen auf, sie wären für ein kind psychisch nicht brauchbar. dabei ist sex eigentlich in seiner urform nur für die produktion einer schwangerschaft bestimmt.


einen irrtum will ich noch aufklären, das lebensrecht der mutter soll weiterhin über dem fötus liegen, deswegen sind viele für abtreibungen, wenn für die frau bei einer schwangerschaft lebensgefahr besteht.

meine höchstpersönliche ansicht ist einfach, dass in unserer spassgesellschaft eben passt das schöne zu genießen, das unangenehme (aber trotzdem bereichernde) einfach von sich wegzuschieben. die meisten frauen die abtreiben tun dies nur aus party- und karrieregeilheit und aus angst vor verantwortung, die sie schon bei der verhütung vergessen haben und dieser egoismus soll nicht gefördert werden nur weil dame "leben" möchte. die wenigsten frauen treiben ab aus allgemein verständlichen gründen.

natürlich sollen die männer der verantwortung auch nicht entschlüpfen, diese sollen sich finanziell beteiligen, vor allem wenn die beziehung beendet wurde, wenn dies nicht geht soll die allgemeinheit einspringen.

nun nocht etwas wo ich hoffe es kommt nicht falsch an, "legale" abtreibung in verbindung mit emanzipation ist eine "erfindung" aus der präpubertären revolution der 68er generation, dessen sinn die geringe natalität hat, die multikulti fördern sollte und weiters das deutschtum und die bürgerlich-traditionellen familien zerstören soll. mit der gleichzeitigen sexuellen revolution und mit der neuen erziehung von neuen politischen etablishments wurde es den menschen angenommen und für "richtig" angesehen. eine gewisse richtigkeit möchte ich dem ja nicht absprechen, aber emanzipation darf nicht nur aufgrund von kinderlosigkeit (in verbindung mit abtreibung) stattfinden sondern muss mit den beruflichen wünschen der frauen konform gehen (kindergeld, kindertagesstätten, höheres gesellschaftliches ansehen einer mutter etc.)
  TopZuletzt geändert am: 06.07.2006 um 14:18 Uhr von Out
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 15.07.2006    um 16:37 Uhr   
An dem Tag, an dem ungewollte Kinder sämtlichst von ihren Erzeugern großgezogen werden und nicht beinahe zwangsläufig bei den Müttern oder Großmüttern landen....an dem Tag haben Männer das Recht, den Mund aufzureißen und sich als Hüter der Moral aufzuspielen.
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Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 16.07.2006    um 00:56 Uhr   
Out,

schade das du kein Mädchen bist, aber macht ja nix du bist ein Mann, dem trotz Kindern die Welt offen steht, denn DU kümmerst dich ja nicht um deinen Nachwuchs dies tut ja deine Frau die am Herd steht und sich selber aufgibt damit du Erfolg haben kannst und sich um deine Kinder kümmert, die eines Tages vor dir stehen und fragen warum du von der Gleichberechtigung der Frauen redest aber deine Eigene ist vorm Herd verdummt und verstorben.

o.g.
Meno
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Nutzer: Minou
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geschrieben am: 19.07.2006    um 15:09 Uhr   
Zitat von: Celeste_
An dem Tag, an dem ungewollte Kinder sämtlichst von ihren Erzeugern großgezogen werden und nicht beinahe zwangsläufig bei den Müttern oder Großmüttern landen....an dem Tag haben Männer das Recht, den Mund aufzureißen und sich als Hüter der Moral aufzuspielen.
Komisch, ich bin gar kein Mann und trotzdem finde ich Abtreibung inakzeptabel. Wenn ich den Spruch "Mein Bauch gehört mir." nur höre, wird mir schon schlecht.. und wem bitte gehört das Leben des Kindes, das in dem Bauch wächst? Auch der Mutter, dass sie sich anmaßt darüber zu entscheiden, ob das Leben, das in ihrem Bauch wächst fortgeführt werden darf oder nicht?
Mit jemandem zu schlafen bedeutet auch Verantwortung, für sich selbst, für seinen Partner und auch für eine möglicher Weise ungeplante Schwangerschaft. Darüber sollte man vielleicht mal vorher nachdenken und zwar MIT männlichem Gegenpart. Jeder weiß, dass ungeplante Schwangerschaften auch bei Verhütung passieren können und wenn man keine Kinder will, sollte man sich vielleicht sterilisieren lassen oder wenn man von DEM Mann partout kein Kind will, dann sollte man vielleicht nicht mit ihm ins Bett gehen. Aber dann müsste man vielleicht mal einen Moment an jemand oder etwas anderes denken, als an sich selbst und seine "freie Entwicklung"..welch Zumutung.
Sex hat Konsequenzen, bzw. kann welche haben und wenn man "erwachsen" genug ist, mit jemandem ins Bett zu steigen, dann sollte man auch erwachsen genug sein, sich dessen bewusst zu sein und die möglichen Konsequenzen zu tragen.
Ach und im Übrigen: Ich finde es völlig daneben, einem Menschen eine eigene Meinung abzusprechen, weil er ein anderes Geschlecht hat. Auch ein Mann (und ich beziehe mich jetzt auf das allgemein gehaltene Posting) hat durchaus das Recht, eine Meinung zum Thema "Abtreibung" zu äußern, auch wenn er nicht derjenige ist, der ein Kind bekommen kann. Über die Wortwahl "Erzeuger" lass ich mich jetzt mal nicht weiter aus, nur eines: zum "Erzeugen" gehören immer noch zwei!

Ach und noch was: Ich finde einfach nur traurig, dass (eigene) Kinder offenbar eine so große Last sind, um nicht zu sagen eine Plage, dass es eine Katastrophe ist, sie selbst großziehen zu müssen. Zumindest klingt das "zwangsläufig bei den Müttern oder Großmüttern landen" irgendwie sehr danach. Ein Kind ist ein wunderbares Geschenk..schon mal drüber nachgedacht?
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Nutzer: Minou
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geschrieben am: 19.07.2006    um 15:26 Uhr   
Zitat von: Menolly
Out,

schade das du kein Mädchen bist, aber macht ja nix du bist ein Mann, dem trotz Kindern die Welt offen steht, denn DU kümmerst dich ja nicht um deinen Nachwuchs dies tut ja deine Frau die am Herd steht und sich selber aufgibt damit du Erfolg haben kannst und sich um deine Kinder kümmert, die eines Tages vor dir stehen und fragen warum du von der Gleichberechtigung der Frauen redest aber deine Eigene ist vorm Herd verdummt und verstorben.

o.g.
Meno
Danke, jetzt ist mir schlecht! :)

Das ist ein Schlag ins Gesicht all der Frauen, die ihre Familie lieben, die sich durchaus auch freiwillig entschieden haben zu Hause zu bleiben und die diese Arbeit gerne tun, denn oh Wunder: es IST Arbeit, es ist ein 24-Stunden-Job und es ist eine Herausforderung, eine Familie zu managen, auch wenn das anscheinend der ein oder andere nicht wahrhaben möchte und lieber als minderwetig betrachtet. Gerade Mütter, die zu Hause bleiben und dort arbeiten leisten auch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft.
Und noch ein Wunder: es soll tatsächlich Frauen geben, die ihren Kindern nicht dafür die Schuld geben, dass sie ja keine Karriere außerhäusig machen können und im Gegenteil gern für sie da sind den ganzen Tag und es soll auch Frauen geben, die dabei nicht verdummen, sondern durchaus über die Geschehnisse in der Welt informiert sind, sich für Neuerungen begeistern können und sich weiterbilden, vielleicht sogar mal sowas "Außergewöhnliches" (!) tun, wie Zeitungen und Bücher zu lesen, wie Nachrichten und Reportagen zu hören und zu sehen. Aber ich vergaß ja, das arme unterdrückte, dumme Hausmütterchen, das vom Mann unterjocht wird, von den Kinder behindert und ob der ganzen Hausarbeit völlig verblödet..

Das Selbstbewusstsein manch einer Frau muss ja verdammt mickrig sein, sein, wenn sie sich dermaßen über Arbeit und Karriere definieren muss, dass sie und anderen Frauen sich, sobald sie sich für einen anderen Weg entscheiden "selbst aufgeben".
Kinder sind etwas Tolles, eine Familie ist, etwas Schönes, niemand ist minderwertig und automatisch unglücklich "nur", weil er zu Hause bleibt und seine Kinder großzieht. Mal drüber nachgedacht? Ich habe nicht den Eindruck!
Ich find einfach nur traurig und überheblich, was ich da lesen musste und für mich ist das Geäußerte nichts anderes als -entschuldige bitte- dummes Schubladendenken.

Ach und noch was: Ich finde es toll eine Frau zu sein und dadurch unter anderem die Möglichkeit zu haben, Kinder zu bekommen und zu spüren, wie Leben in mir heranwächst. Ich betrachte es als Geschenk..
  TopZuletzt geändert am: 19.07.2006 um 15:29 Uhr von Minou
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 19.07.2006    um 23:02 Uhr   
@ Minou...Vomex hilft hervorragend gegen Übelkeit

Leider passiert hier wieder dasselbe, was so häufig bei Threads dieser Art geschieht: Die Frauen, die sich zuhause der Kindererziehung widmen, scheinen sich stande pedes auf den Schlips getreten zu fühlen und wehren sich mit Mutmaßungen und Allgemeinplätzen. Obwohl sie das doch gar nicht nötig haben. Niemand greift sie an...

Zur Klarstellung meiner Intension (wobei es mich eigentlich schon stört, dass ich mich dazu genötigt fühle, obwohl ich Privates gerne privat lasse)

Zitat:
Ach und noch was: Ich finde einfach nur traurig, dass (eigene) Kinder offenbar eine so große Last sind, um nicht zu sagen eine Plage, dass es eine Katastrophe ist, sie selbst großziehen zu müssen. Zumindest klingt das "zwangsläufig bei den Müttern oder Großmüttern landen" irgendwie sehr danach. Ein Kind ist ein wunderbares Geschenk..schon mal drüber nachgedacht?

Ich habe darüber nachgedacht, als ich vor nunmehr 11 Jahren ein Pflegekind dauerhaft aufgenommen habe, das mit 1 1/2 Jahren bereits zum 3. Mal im Krankenhaus gelandet war, weil seine überforderte Mutter wiederholt dermaßen blöd "ausgerutscht" war, dass ihr Kind mit Würgemalen am Hals und Hämatomen im Gesicht per Polizei in die Klinik gebracht wurde. Einen unterstützenden Vater gab es nicht.

Ich habe auch darüber nachgedacht, als ich meinen ältesten Sohn adoptiert habe, weil seine 16 jährige Mutter (ach herrje....der Vater ist als unbekannt angegeben) mit der Behandlung seiner Behinderung nichts anfangen konnte.

Ich freue mich für jeden (mich eingeschlossen), der niemals die Entscheidung treffen mußte, ob er sich in der Lage sieht, einem kleinen Menschen die Fürsorge und Geborgenheit zu geben, die ihm zusteht. Und ich freue mich für die Menschen, die von Moral gleich zwei Ausführungen besitzen: die Moral, die verurteilt, wenn man beschließt, ein Kind nicht auszutragen und die Moral, die dann aufschreit, wenn alleingelassene Mütter mit ihrer Aufgabe nicht klarkommen. Doppelmoral ist etwas Feines - sie passt immer!
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Nutzer: Minou
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geschrieben am: 20.07.2006    um 00:06 Uhr   
@ Celeste_

Ich bin keine Frau, die sich zu Hause der Kindererziehung widmet, weil ich zumindest geplant erst nach meinem Studium eine Familie gründen und Kinder bekommen möchte mit meinem Partner, um deren Erziehung werde ich mich dann allerdings nach Möglichkeit auch persönlich widmen, unter anderem, weil ich Kinder liebe, weil ich möglichst ausgiebig sehen möchte, wie sie aufwachsen, weil ich persönlichen Einfluss darauf nehmen möchte, ihre Kindheit möglichst sorglos und froh zu gestalten und weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schön es ist, eine Mutter zu haben, die sich für mich und meinen Bruder entschieden hat, obwohl ihr auch eine hervorragende Karriere in ihrem Beruf offen gestanden hätte.
Wie gesagt, ich habe noch keine Kinder, aber dennoch bin ich mir im Klaren, dass für mich eine Abtreibung indiskutabel wäre, egal, ob ich jetzt schwanger wäre oder in 5 Jahren, egal, ob es mir finanziell nicht gut ginge oder nicht.
Und entschuldige mal bitte, ich könnte durchaus verstehen, dass sich eine Frau, die ihren Job zu Hause macht auf den Schlips getreten fühlt, wenn ihr wie von Menolly gesagt wird, sie hätte sich ja damit selbst aufgegeben und würde hinter'm Herd verdummen. Da stellt sich dann doch wohl irgendwo auch die Frage nach Ursache und Wirkung oder? Es ist einfach eine Herabwürdigung der Leistung, die diese Frauen bringen, die ungerechtfertigt ist und die, wie ich finde nicht einfach unkommentiert stehen gelassen werden sollte, denn nicht jeder denkt so.
Und wenn Sätze wie "An dem Tag, an dem ungewollte Kinder sämtlichst von ihren Erzeugern großgezogen werden und nicht beinahe zwangsläufig bei den Müttern oder Großmüttern landen....an dem Tag haben Männer das Recht, den Mund aufzureißen und sich als Hüter der Moral aufzuspielen." keine Verallgemeinerungen sind, dann weiß ich es ehrlich gesagt auch nicht.. Wie viele Väter zum Beispiel würden ihre Kinder denn gerne öfter sehen oder überhaupt sehen, sich um sie kümmern und dürfen es nicht, weil die Mutter es unterbindet und oft einfach nur ihre Probleme mit dem Vater auf dem Rücken der Kinder austrägt?

Und was bitte soll das Credo Deiner "Klarstellung" sein?
Ob und wie überfordert man mit einem Kind ist/sein wird, weiß man denke ich in den seltensten Fällen vorher und wenn man denn überfordert ist, warum kann man sich dann keine Hilfe holen, sowohl während als auch nach der Schwangerschaft? Was ist denn mit solchen Stiftungen wie "Mütter in Not" oder "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" oder dem Deutschen Kinderschutzbund e.V. oder mit diversen Möglichkeiten sich Erziehungsberatung, finanzielle Unterstützung und anderweitige Hilfe zu holen? Man muss da nicht allein durch, nicht, wenn man in einer finanziellen Notlage ist und auch nicht, wenn man alleine ist, ohne Vater und Familie und auch nicht, wenn man sich einfach überfordert fühlt mit der Situation.

Und ob Du es glaubst oder nicht...
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Nutzer: Minou
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geschrieben am: 20.07.2006    um 00:35 Uhr   
@ Celeste_²

Ich habe eine Freundin, die sich vor einiger Zeit mit ihrem damaligen Partner für eine Abtreibung entschieden hat. Ich habe ihr damals gesagt, dass für mich persönlich eine Abtreibung nicht in Frage käme, aber dass letzten Endes sie die Entscheidung treffen muss, gemeinsam mit dem werdenden Vater.
Ich hab damals viel mit ihr darüber gesprochen, mit ihr nach konkreten Lösungswegen gesucht und ihr meine tatkräfitge Hilfe und Unterstützung für ein Leben mit dem Kind angeboten. Sie hat abgetrieben und war anschließend ebenso eine Freundin für mich wie vorher..und das tatsächlich ganz ohne Verurteilungen..im Gegenteil, mit Traurigkeit und dem Versuch zu trösten von meiner Seite.
Irgendwann später hat sie mir mal gesagt, dass sie wehmütig und traurig an ihr "erstes Kind" zurückdenkt..eine Abtreibung ist für mich persönlich keine Lösung, eine Abtreibung ist für mich je nach Begründung Egoismus ("meine Lebensplanung/meine Karriere") oder ein Stück weit Fortlaufen vor der Verantwortung und Veränderung, die ein Kind mit sich brächte aus Angst oder Verzweiflung etc. ("Ich schaff das nicht. Das ist in meiner Lebenssituation nicht möglich.").
Ich persönlich möchte weder Egoismus kultivieren, noch bin ich ein Mensch der wegläuft vor Problemen und Verantwortung..und unter anderem daher kommt eine Abtreibung für mich nicht in Frage.
Für mich beginnt ein Leben bereits im Bauch der werdenden Mutter..und ich finde es schade um jedes verlorene Leben, egal ob ein Mensch im hohen Alter stirbt, der aber vielleicht wenigstens ein erfülltes Leben hatte oder ob er schon stirbt, bevor er überhaupt die Chance hatte sein Leben zu leben.

Ps: Was das Verurteilen angeht, so bin ich kein Freund davon, allerdings muss ich zugeben, dass mir zumindest dann die Galle hochkommt, wenn es sich um eine Motivation handelt, die mit Notlage/Überforderung/Angst etc. herzlich wenig zu tun hat..
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 20.07.2006    um 08:09 Uhr   
Na siehst du....das ist doch eine ganz andere Art zu diskutieren, als Angriffe wie "schon mal darüber nachgedacht?" :-)

Ich wehre mich einfach nur gegen Pauschalstatements, wie die, die out vom Stapel gelassen hat. Es mag Frauen geben, die leichtfertig mit einer Abtreibung umgehen - aber den meisten traue ich zu, sich eine dermaßen weitreichende Entscheidung nicht leicht zu machen. Wer in welcher persönlichen Not steckt, um sich für eine Abtreibung zu entscheiden, möchte ich niemals be- und schon gar nicht verurteilen.

Frauen, die dennoch diesen Weg wählen als charakterlose Emanzen hinzustellen, dient weder der Sache, nocht läßt sie einen Funken Menschlichkeit spüren.
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Nutzer: Out
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geschrieben am: 20.07.2006    um 19:02 Uhr   
Zitat von: Celeste_
Ich wehre mich einfach nur gegen Pauschalstatements, wie die, die out vom Stapel gelassen hat. Es mag Frauen geben, die leichtfertig mit einer Abtreibung umgehen - aber den meisten traue ich zu, sich eine dermaßen weitreichende Entscheidung nicht leicht zu machen. Wer in welcher persönlichen Not steckt, um sich für eine Abtreibung zu entscheiden, möchte ich niemals be- und schon gar nicht verurteilen.


dieser "Not" kann man sich auch durch babyklappe, adoptions- und pflegschaftsfreigabe und in vielen ländern legal durch anonyme geburt entledigen.

oder anders, wieviel not steckt hinter einen raubmord oä., aus reichtum und glückseligkeit begeht keiner so eine tat, aber er wird trotzdem dafür bestraft...
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 20.07.2006    um 21:37 Uhr   
Ohje, fällt es mir schwer bei deinem Geschreibsel nicht unverschämt zu werden, out.

Das "Not" nicht zwangsläufig "finanzielle Not" bedeutet, sei als Anregung für dich angemerkt.
Vielleicht hast du ja auch schon einmal das Wort "Engelmacherin" gehört. Die gab es, als jegliche Art von Abtreibung unter Strafe stand. Auch damals gab es Abtreibungen, nur unter unwürdigen, gefährlichen und haarsträubenden Umständen.

Aber wahrscheinlich hatten die betroffenen Mädels zu jenen Zeiten Samstag abends einfach nichts besseres vor und ließen sich darum mal eben mit einer Stricknadel im Unterleib herumstochern. Den etwas Betuchteren blieb ja immer noch die Reise nach Holland.
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 20.07.2006    um 22:11 Uhr   
Noch eine Anmerrkung zu Minou

Dich hat sicher zum großen Teil mein Ärger über gewisse Plattheiten hier getroffen.

Ich möchte dich keinesfalls in deiner Meinung bestreiten. Den Rest kennst du per Post :-)
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Nutzer: Out
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geschrieben am: 20.07.2006    um 22:34 Uhr   
Zitat von: Celeste_
Ohje, fällt es mir schwer bei deinem Geschreibsel nicht unverschämt zu werden, out.

Das "Not" nicht zwangsläufig "finanzielle Not" bedeutet, sei als Anregung für dich angemerkt.
Vielleicht hast du ja auch schon einmal das Wort "Engelmacherin" gehört. Die gab es, als jegliche Art von Abtreibung unter Strafe stand. Auch damals gab es Abtreibungen, nur unter unwürdigen, gefährlichen und haarsträubenden Umständen.

Aber wahrscheinlich hatten die betroffenen Mädels zu jenen Zeiten Samstag abends einfach nichts besseres vor und ließen sich darum mal eben mit einer Stricknadel im Unterleib herumstochern. Den etwas Betuchteren blieb ja immer noch die Reise nach Holland.
also, "die engelmacherin" ist kein argument, denn damals hatten die frauen keine anderen möglichkeiten gehabt um sich des kindes zu "entledigen". heute gibt es sie und damit humanere möglichkeiten. außerdem war der gang zur engelmacherin kein massenphänomen wie heute der gang zur klinik, denn das damalige verbot rettete trotz der gefahr eines illegaler abtreibung viele ungeborene.

außerdem ist bei uns heute die uneheliche schwangerschaft keine schande mehr, abgesehen von einigen kulturellen bereicherungen aus dem islamischen kulturkreis.
  TopZuletzt geändert am: 20.07.2006 um 22:36 Uhr von Out
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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 21.07.2006    um 15:56 Uhr   
>>denn das damalige verbot rettete trotz der gefahr eines illegaler abtreibung viele ungeborene.<<
Falsch. Das damalige Verbot kostete unzählige Frauen ihre Gesundheit oder ihr Leben.

Natürlich ist "die Engelmacherin" ein Argument. Wenn eine Frau trotz aller gesundheitlichen Gefahren, die ihr sehr wohl bewusst waren, trotz der Gefahr, im Zuchthaus zu landen, trotz der gesellschaftlichen Ächtung, falls es bekannt würde, dennoch eine Abtreibung an sich vornehmen ließ - kannst du dann nicht im Mindesten nachvollziehen, wie verzweifelt diese Frau gewesen sein muss?

Das hat nicht unbedingt etwas mit finanziellen Hilfen oder der "Schande", ein uneheliches Kind zu bekommen, zu tun. Kinder sind etwas Wunderbares- wenn man sie haben möchte. Wenn sie absolut nicht in die Lebensplanung passen oder zum denkbar ungünstigsten Augenblick kommen, dann können sie auch ein Ruin und eine Belastung sein.

Ich für meinen Teil bin froh, dass mir die Möglichkeit der Abtreibung offen steht, wenn ich sie jemals benötigen sollte - auch wenn ich Vorsorge treffe, nicht in diese Situation zu kommen. Aber: kein Verhütungsmittel bietet 100% Sicherheit. Und sexuelle Enthaltsamkeit zu fordern, nur weil man -im Augenblick oder generell- kein Kind möchte, ist schlicht weltfremd und lebensfeindlich. Die Doktrin der katholischen Kirche, wenn ich nicht irre.

Jede Abtreibung hat eine Vorgeschichte. Meines Erachtens nach ist es ein Thema der Grauzonen - nicht von Schwarz und Weiß!
Aber die hohe Moral ist ja ein gar zu bequemer Standpunkt, als dass man mal absteigen und sich mit den unbequemen Realitäten des Lebens auseinandersetzen würde. Die sehen nämlich keineswegs so aus, dass, wenn Frau sich erstmal für ihr Kind entschieden hat, alles in einer rosaroten Rama-Familienfrühstücksidylle endet.
  TopZuletzt geändert am: 21.07.2006 um 15:58 Uhr von Scab
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Nutzer: _africola_
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geschrieben am: 01.08.2006    um 11:54 Uhr   
für mich gibt es lediglich zwei gründe die eine frau dazu berechtigen ihr ungeborenes kind abzutreiben und die wären für mich, wenn die mutter vergewaltigt worden ist oder wenn durch die geburt durch gesundheitliche gründe das leben der mutter, bzw, des kindes auf dem spiel steht.

alles andere ist für mich kein grund, denn wer kinder macht sollte auch die verantwortung dafür tragen können.
selbst eine behinderung ist für mich kein grund zur abtreitung. denn wer schon einmal mit behinderten zusammengearbeitet hat, weiß was für ein schönes leben und welch lebensfreude selbst schwerstmehrfachbehinderte ausstrahlen können...
grüße an einen und alle...grüße im namen der liebe
frieden sei mit DIR und guter wille ALLEN menschen!!!
  TopZuletzt geändert am: 01.08.2006 um 12:05 Uhr von _africola_
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geschrieben am: 30.08.2006    um 16:44 Uhr   
Zitat von: Out
wer über seine möglichkeiten lebt muss für seine schulden grade stehen.

wer eine bank überfällt muss mit langjährigen strafen dafür zahlen.

wer einen verschuldeten autounfall verursacht muss für den schaden haften.

wer ficken kann, sollte verdammt doch einmal auch da die konsequenzen tragen und nicht auf billige ausreden bezügl. nichtleistbarkeit, familienprobleme und karriereknick rückgreifen und daraufhin ungeborenes leben töten.

es gibt verschiedenste möglichkeiten zur hilfe von verhütung über schwangerschaftsberatung zur babyklappe und anonymen geburt.

also ich bin für ein verbot von abtreibungen, außer in besonderen situationen (lebensrisiko für duie mutter, schwerste behinderungen des kindes, werdende mutter unter 14, vergewaltigungsschwagerschaften)
Da stimme ich Dir zu!!:-)
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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 04.09.2006    um 09:35 Uhr   
na sicher haben die frauen eigentlich gar kein recht, selbst über ihren bauch zu entscheiden. zumal die väter sich ja davon machen können, wenn sie nicht an ihrem nachwuchs interessiert sind ( wohl mehr als ein drittel aller getrennt lebenden väter zahlt keine alimente).
und lasst uns uns selbst preisen, wenn dann die daraus resultierende nachkommenschaft in armut leben darf, bedauerlicherweise immer hintenanstehen muß und ganz zuverlässig als neue hartz-4-empfänger zur verfügung stehen.
also, wenn schon gegen das recht der frauen auf abtreibung, sollte zumindest gleichzeitig soziale sicherheit für eben diese frauen, insbesondere aber deren nachwuchs gefordert werden. das reichlich plumpe stammtischgerede ist da eben nicht zielführend und wird in konsequenz vielleicht abteibungen verhindern, aber dafür nur mehr traurige kinder produzieren. aber um die gehts wohl auch gar nicht.
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Nutzer: Minou
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geschrieben am: 04.09.2006    um 20:20 Uhr   
Zitat von: tiroxxx
na sicher haben die frauen eigentlich gar kein recht, selbst über ihren bauch zu entscheiden. zumal die väter sich ja davon machen können, wenn sie nicht an ihrem nachwuchs interessiert sind ( wohl mehr als ein drittel aller getrennt lebenden väter zahlt keine alimente).
und lasst uns uns selbst preisen, wenn dann die daraus resultierende nachkommenschaft in armut leben darf, bedauerlicherweise immer hintenanstehen muß und ganz zuverlässig als neue hartz-4-empfänger zur verfügung stehen.
also, wenn schon gegen das recht der frauen auf abtreibung, sollte zumindest gleichzeitig soziale sicherheit für eben diese frauen, insbesondere aber deren nachwuchs gefordert werden. das reichlich plumpe stammtischgerede ist da eben nicht zielführend und wird in konsequenz vielleicht abteibungen verhindern, aber dafür nur mehr traurige kinder produzieren. aber um die gehts wohl auch gar nicht.
Und was ist nun die Essenz dieses Beitrages? Lieber tote Kinder als traurige?
Nur weil jemand Abtreibungen nicht gut heißt und dementsprechend argumentiert, impliziert das nicht im Mindesten, dass er a) das Verhalten von Vätern negiert oder gar löblich findet, die sich davor drücken zumindest finanzielle Verantwortung zu übernehmen für ihr Kind/ihre Kinder, dass er b) automatisch nicht für die Absicherung der Frauen ist, die allein dastehen mit ihrem Kind/ihren Kindern und dass er c) Kinderarmut als unerlässlichen und nicht weiter schlimmen Nebeneffekt abtut.
Natürlich ist es wichtig, dass den Menschen, egal ob es ein Vater oder eine Mutter ist, der/die allein dasteht jegliche Unterstützung zuteil wird, sei es eine finanzielle Hilfe oder die stundenweise Betreung der Kinder durch Hilfskräfte oder für den Anfang zum Beispiel die Erstausstattung oder sei es nur Rat und Trost oder Hilfe bei der Durchsetzung entsprechender Ansprüche.
Es GIBT Hilfe und Unterstützung, man muss sich nur bemerkbar machen an entsprechenden Stellen.
All das kann Kinderarmut nicht völlig beseitigen oder verhindern, so traurig das auch ist, aber ehrlich gesagt halte ich Abtreibung auch nicht für ein aprobates Mittel zur Verhinderung von Kinderarmut.
Es müsste insgesamt viel mehr getan werden für Kinder, für ihr alltägliches Leben, für ihre Erziehung, für ihre Bildung, für ihre Freizeit und es müsste mehr für die Eltern getan werden, damit sie zumindest in der Lage sind, ihren Kindern ein Leben ohne Armut zu ermöglichen, denn das ist leider bei vielen Kindern nicht der Fall.
Noch eines: Mütter entscheiden nicht nur über ihren Bauch, sondern auch über das Leben eines anderen Menschen, wenn sie sich dazu durchringen, sich für eine Abtreibung zu entscheiden.
Auch mal Partei nicht für den Bauch, sondern auch mal für den anderen Menschen, das ungeborene Leben zu ergreifen, das nicht für sich selbst sprechen kann, hat für mich herzlich wenig mit plumpem Stammtischgerede zu tun, es ist eine Herzensangelegenheit, zumindest für mich.
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