| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 21.12.2006 um 13:59 Uhr
|
|
Ich persönlich hätte den Bew. im Speisesaal belassen und dort versucht ihn wiederzubeleben. Oder halt, wenn noch möglich zumindest in einen Nebenraum zu bringen.
Diejenige Schwester, die Euch zum Bew. im Zimmer geführt hat, muss nicht die sein, die ihn aufs Zimmer gebracht hat ;-) Zum Transportweg: Rollstuhl + Fahrstuhl = komfortabler Weg in Richtung Zimmer.
Vielleicht ging das alles ja auch um einen Totenschein. Hausarzt im Urlaub? Missverständnis beim Telefonat mit der Leitstelle? Wenn es um den Totenschein ging, hätten sie lieber noch ein bischen warten sollen, um auch ganz sicher zu gehen.
Die fünf Kaffeeschlürfenden Schwestern, die in einem Zimmer beisammen hocken: Pause? Übergabe? Offenbar haben sie den Mann für tot gehalten, da muss dann auch nicht mehr das ganze Heim in Aufruhr sein und alle durcheinander wuseln.
Vielleicht war es ja auch noch eine junge Kollegin, die ihren ersten "Notfall" hatte. Handeln in Extremsituationen kann man theoretisch lernen, aber praktische Umsetzung muss man üben. Hierfür gibt es keine Puppen. Kann auch möglich sein, daß sie von einer Zeitarbeitsfirma war und nichtmal annähernd in das Haus und den dortigen Arbeitsanweisungen eingewiesen war.
Sicherlich war es nicht korrekt wie mit dem Mann umgegangen wurde, aber von einer Situation kann man nicht den ganzen Berufsstand der Altenpflegerin verteufeln.
Wie auch hier schon gesagt wurde: In jedem Beruf gibt es schwarze Schafe und wenn besagte Schwester ein Gewissen und ein bischen Intelligenz hat, dann wird ihr das bestimmt nicht nochmal passieren. Aus sowas kann man nur lernen.
Diskussionen zu Sterbehilfe und würdevolles Sterben sollten wir vielleicht in einem neuen Topic diskutieren. |
|
|
|
|
|
|
Top
|