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geschrieben am: 14.06.1999 um 09:57 Uhr
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Grüß Goth, Hallöchen und Moin @ll!
Tja, nu wird es ja langsam mal wieder interessant im forum... oder wurde, da ja schon einiges zur klärung unternommen wurde.
Trotzdem möchte ich mal wieder etwas loswerden. Da ich gerade in der letzten zeit nicht oft die gelegenheit hatte, mal wieder etwas zu surfen, werde ich auch ein paar tage zurückgreifen...
Zu Get-of-Fenris (Na, Werewolf Spieler?):
Generell vertragen sich "Gothic"(bzw. die "Szene") und metal natürlich ganz gut, auch wenn der metal einfluss ja erst in den letzten jahren wirklich stark geworden ist, wie grafkrolok schon sagte. Auch wenn ich gerade von den Gothic-Metal sachen der letzten jahre eine nicht unbedingt zu positive meinung habe...
Bin halt eher über den Punk beeinflusst worden und höre deshalb auch verstärkt sachen, die während der phase anfang bis mitte 80er entstanden sind.
Aber man ist ja tollerant....
Und das ist eine gute überleitung zu dem, was ich hauptsächlich loswerden will:
ES KOTZT MICH AN! Was? Die ewigen fragen: Wann ist man "wirklich schwarz"? Was bedeutet "Schwarz/Gruftie" sein? Werde ich aus der szene verstoßen wenn ich keinen rotwein mag, hin und wieder blaue jeans trage oder jemand das Scorpions album oder die kuchelrock DCD bei mir findet?
Tja... fragen über fragen und antworten, die nicht meine gefühle, sondern eher meinen magen durcheinander wirbeln. Ich habe jetzt lange genug mit der szene zu tun, daß ich genug müll durch meine gehörgänge kriechen spürte. Tolleranz, ist etwas, auf das ich inder szene bisher selten genug gestoßen bin. Viele mit denen ich bisher geredet habe, unter ihnen auffallend viel "JungGrufties", haben eine einstellung, die wohl eher als versnobt oder absolut arrogant und verbort bezeichnet werden muss. Wenn man bedenkt, daß die ganze "Gothic-Bewegung" immer noch ein randgruppe darstellt, kann und will ich einfach nicht verstehen, warum gerade hier so ein elitäres gehabe und ein so massiver proffilierungswahn herrscht. Kaum gibt es ein paar mehr "Grufties", müssen viele sofort anfangen, sich noch "schwärzer" zu geben um ja nicht in der masse unterzugehen und zu zeigen, wie toll und szeneerfahren sie sind. Und ausserdem die "gruftigsten" menschen überhaupt...
Und genauso ist es mit der "mentalen einstellung". Sicher spielt die stimmug, die ich auf veransraltungen geniesse und die ganze atmosphäre, die die musik und die menschen verbreiten eine wichtige rolle für mich und ich fühle mich einfach wohl, wenn ich auf einer party mit "gleichgesinnten" all dieses geniessen kann, aber ich würde niemals anfangen, eine gewisse mentale grundeinstellung von den leuten zu verlangen. Auch gerade was die religiöse einstellung betrifft. Wenn irgendwo jemand in jeans und hawaii-shirt auftaucht, um sich die musik zu geben, ist diese person für mich genauso willkommen wie jeder heftigst gestylte mensch... vielleicht sogar noch eher willkommen, weil er keine vorurteile der ganzen sache gegenüber hat, was man von vielen "schwarzen ja nicht gerade behaupten kann. Ich finde es teilweise sogar ziemlich lächerlich, wie einige szene-mitglieder rumrennen. Gerade wenn man nach kurzem gespräch herausbekommt, das ihr styling nur so krass ist, "weil daß ja muss, sonst ist man ja nicht richtig schwarz..." und nicht, weil sie sich damit wohl fühlen... WÜRG!
Ist es schon soweit, daß man auch in einer kleinen randgruppe uniformen braucht, um über haupt eine existens berechtigung zu haben?
Na, ich weiss nicht, ob mir da gefällt...
Aber irgendwie auch egal. Wenn die leute das brauchen, dann sollen sieŽs halt machen. Ich hab dann was zu lachen und kann mich weiterhin köstlich darüber belustigen, wie man angestarrt wird, wenn man es "wagt", mit bunten klamotten auf einer szene-verantstaltung aufzutauchen... es gibt halt leute, die sich selber viel zu ernst nehmen...
Und was die religiöse-einstellung angeht:
Willkommen lilly, viel spaß in der szene und verpetze uns nicht an die inquisition! Link |
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