|
|
|
geschrieben am: 13.10.2002 um 13:43 Uhr
|
|
Skies betrachtet weiter ihr Kunstwerk, wobei auch ihre feinen Gesichtskonturen wieder erkalten. Sie benutzt Thaumaturgie, Pfad der Erschaffung und in ihren Händen erschein ein Kelch mit Blutwein, sanft umschlingt sie disesen mit ihren weissen, zierlichen, und schlanken Finger. Skies ließ sich mit kühler Eleganz und todesähnlicher Anmut nieder.
Ihre schlanken Beine überschlug sie mit ruhiger Brillanz. Sie blickte aufs Wasser, als sie noch das Kunstwerk mit ihren Kräften hielt. Plötzlich brach dieses zusammen und das Wasser war wieder ruhiger. Sie nippte verspielt an ihrem Blutwein, zog sich mit der Zungenspitze die wolllüstigen roten verführerischen Lippen nah, als sie dann leicht den Kopf schief legte, ihre Gesicht erkannte man nicht an, das sie nachdachte.
Ihre weissen glatten, makellosen Gesichtskonturen verzogen sich aber zu einer düsteren Unheil bringenden Maske, als sie dann mit der Hand ein paar Zeichen gab. Das Wasser bewegte sich wieder, und Skies formte wieder ein Bild..
Man erkannte in der Mitte so etwas wie einen Pavillon, welche geschmückt war mit schwarzen Rose, die Schattierungen waren so gearbeitet, aber ebenfalls erkannte man die blutigen Dornen, an welchen Blut klemmte, ab und zu Menschenstücke. So glitt ihr Blick weiter über das Bild. Man erkannte im Inneren eine junge Frau sitzend, sie war schön und wundervoll, sie schien Engels gleich, in weichen Marmor verewigt, wie Gott sie schuf, doch lag in ihren Augen die Glut des Unheilbarem. Ihre Lippen zeigten eindeutig ein finsteres Lächeln. Ihre Augen waren groß und schwarz, sie machten einen finsteren Eindruck, und sie saß auf einer schwarzen Marmorbank. Weiter im Bild konnte man erkennen, das ein Brunnen da war. Aus der Figur eines männlichen Engels drang durch die Augen ein Strom, blutroten Wassers. Die Umgebung schien verdorben, überall lagen männliche Wesen, zusammen gerollt, manchmal total verrückt gelegt, einfach, als wären sie etwas wie ein Teppich, und weisse nackte Frauen tanzen auf den Männern, manche schrieen, so sah es aus, vor Schmerzen auf. Die Frauen sahen elegant, dennoch wild aus, sie tanzen mit den Armen nach oben gestreckt. Der Himmel war aufgerissen, eine mächtige Hand streckte sich durch den Himmel, an welche Blut herab tropfte..
Skies senkte leicht den Kopf, und sie blickte mit den Augen hoch, deutlich könnte man sehen, wie etwas in diesen funkelt, es ist die Glut des Unheils.
~Nun der Tod, er ist etwas schönes. Verführerisch, erotisch, exotisch, wolllüstig, schmeichelnd, sinnlich, zärtlich, gob, mit härte, Gerechtigkeit, Zuneigung, und doch, alles dies macht ihn aus. Es ist schön, wie man sich dagegen wert, gegen sein Schicksal, es ist schön zu betrachten, wie der süße Schmerz in ihnen hoch kommt, wahrlich, es ist eine Augenweide, diese Angst, diese Panik zu spüren, wenn es von einem Besitz ergreift. Es ist ein Götzenbild für die Götter. Sie haben etwas geschaffen, um es von jemanden anderen wieder zunehmen.~
Skies sprach fast wie in Trance, als sie die schwarzen Augen schloß, welche die Glut in sich tragen, dieses Temperament dessen, was allen am meisten Angst macht. Sie lehnt sich zurück, sie wippt wieder mit ihrem Bein und nippt an ihrem Kelch, leise seufzend, erinnert sie sich an Schmerzen, so köstlich dieser Anblick, so warm dessen Blut. Ihre Gedanken verschlossen, für niemanden zugänglich und sie scheint ein zufriedenes Schmunzeln auf den Lippen zutragen..
Wild möchte ich bleiben wie ein frisches Lied ohne Fesseln mich erheben der Heiterkeit einer japanischen Morgenstunde entgegen in der nicht ein einziges Blattsich regt über Wasser Stein und Baum.
|
|
|
|
|