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geschrieben am: 04.02.2003 um 22:34 Uhr
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„Es...“, beginnt sie leise stockend, als er ihr langsam wieder den Blick zuwendet. Doch als er dies tut, weicht sie ihm aus und so wendet auch er seinen Blick wieder ab, doch setzt er sich neben sie. „Ich habe das alles nicht gewollt.“, beginnt sie auf einmal leise zu wispern. Kurz plustert sich die schwarze Krähe auf, ihr Blick der schwarzen Augen ruhen auf den beiden Wesen am Grabe. Der Fremde unterdrückt es, zu ihr zu sehen, ein wenig wandert sein Blick vielleicht, nicht weit, und leise wartet er ab. „Es war alles meine Schuld!“ Dann nimmt sie ihre Hände vors Gesicht und beginnt bitterlich zu weinen. „Ich trage die Schuld an ihrem Tod.“, spricht sie weiter, obgleich man kaum zu erkennen mochte an wem die Schuld wirklich war. Sanft legt er mit einem Lächeln den Arm um sie: „Selbst wenn es so war. Ihr hattet Schuld, vielleicht. Doch ihr solltet die Schuld nicht mit euch tragen.“
So leise, das man es unter dem Schluchzen kaum zu hören vermag, fügt sie hinzu: „Wäre ich nicht gewesen, wären sie alle noch am leben.“ und ihre Stimme erstickt. „Wäre ich nicht gewesen, ...“, seine Worte werden leiser. „Es gibt keine Vorstellung was dann gewesen wäre. Aber so ist es nicht.“ „Ich wollte niemals das so etwas geschieht.“ Er nickt ihr: „Ich glaube euch, auch wenn ich nicht weiß, was geschehen ist.“ Ihre Krähe erhebt sich, um sich auf einem nahen Aste niederzulassen, ein lauter Krähenschrei entrinnt ihrer Kehle, um in der dunklen, nebligen Ferne zu verklingen, beinahe unheilvoll, würde Andariel sie jene schreckliche Bilder niemals vergessen. Der schwarz gefiederte Vogel rückt ein wenig näher zum Stamm, seine Blicke lassen nicht von den beiden ab. Der Fremde sinkt ein wenig zurück, sieht nach dem Aufschrei kurzeitig in Richtung der Krähe, doch wendet er den Blick dann wieder von ihr ab. Für jenen kurzen Moment schien es, als würde die Krähe mit ihren tiefschwarzen Augen dem Fremden bis auf den Grund der Seele sehen.
Fest umschließt sie mit ihrer Hand einen Stein welchen sie aufnahm. „Was bringt mir das Wissen, wenn ich es nicht zu nutzen weiß?“ noch fester fasst sie den Stein. Ein wenig Mut mischt sich zur Trauer. In einer schnelleren Bewegung erhebt sie sich, ein kleines Rinnsal von Blut fließt über die Finger ihrer Linken, so fest hielt sie ihn, nimmt ihn in ihre Rechte und wirft ihn mit gestautem Hass weit nach hinten. Der Fremde sieht dem Stein kurz nach, dann auf ihre Hand. Er lächelt und sieht zu der Rose auf dem Grab, nimmt jene vorsichtig auf und riecht daran, legt sie dann anschließend wieder zurück.
Ihre Hände hat sie Fäuste geballt, den Blick dem Steine nach in die Ferne gerichtet, war er schon längst im Nebel versunken und gelandet, während er ein Stück weiterrollte. Warum sie wütend war, wusste sie nicht. Er lächelt leise für sich und steht auf, sieht sie mit einem seltsamen Blicke in ihre Richtung. Noch ehe seine Stimme erklingt, gibt sie ihm Antwort ohne sich dem Fremden zuzuwenden: „Nein. Ich denke ich werde noch bleiben.“ Ihre Krähe erhebt sich und lässt sich auf ihrer Schulter nieder, mit einem erneuten lautem Kreischen, als die Gestalt des Fremden durchscheinend wird und verblasst. |
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