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geschrieben am: 21.01.2003 um 12:42 Uhr
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Als sie ihres Weges an jener Taverne kommt und sich vom Rücken des freien schwarzen Hengstes gleiten lässt, welcher weder gesattelt noch gezäumt gewesen war, bemerkte sie schon die Söldner und ihre lustvollen Blicke. Mit einem nahezu hämischen Lachen während die Blicke der Söldner auf ihr ruhten, während sie darüber redeten, was man nicht alles mit einer wie ihr anstellen könne. Ein kühles, aber auch gequältes Lächeln, während sie sich noch einmal ihrem Hengst zuwendet, leise etwas zuwispert. Dann wendet auch sie sich der Taverne zu, wobei sie den Blick hebt, zu sehen, welch Taverne dies wohl war.
In eben jenem Momente spielten sich so viele Schreckensbilder vor ihren Augen ab, etwas was sie niemals vergessen würde. Wie ein Fluch lag es auf ihr, sah sie stets das Leben aus so vielen Augen weichen im letzten Atemzug, oder schmerzenden Todesschrei. Wie ein Schlag ins Gesicht zeigte sich ihr dieses Bild von schwarzem, nebelartigen Rauch. Was es wohl damit auf sich hatte? Warm pulsierte ihr Anhänger auf ihrer Brust. "Er" hatte ihr jene Vision zukommen lassen, was auch immer sie bedeuten sollte. Zieht ihre Kapuze nach jenen schrecklichen Bildern nur umso weiter ins GEsicht, auf dass man die Träne, welche nun ihre Wange hinablief, nicht sehen könne und beschreitet die Taverne durch die noch offenstehende Türe, während sie schon die harten Worte des Söldners vernahm, welcher scheinbar nicht bester Laune war und auch gewiss keinen Spaß verstand. "Setz dich an einen Tisch oder verschwinde!" vernahm sie, während er finster den Blick auf eine ihr Fremde Gestalt warf.
So vermag man augenscheinlich eine Gestalt in schwarzer Robe sehen, um ihrer Schultern einen eebnso schwarzen schweren Umhang geschwungen, wobei sie die Kapuze so tief im Gesicht trägt, dass man nicht mehr zu erkennen vermag als ihre feingeschwungenen, zarten Lippen. Ihr weinrotes Haar, welches so lang, das es bald den Boden berührt, hängt frei unter der Kapuze hervor, um mit jeden ihrer Bewegungen gleich mitzuschwingen. In ihrer Rechten hält sie einen schwarzen, in sich geschwungenen Naturstab, auf ihrer linken Schulter verharrt eine Krähe, deren Augen so tief scheinen, wie die Ewigkeit.
Und eben jene Gestalt hatte genug gesehen, um zu wissen, dass jene angespannte Situation nicht ausarten durfte im Stursinn. Langsamen Schrittes nähert sie sich dem Söldner, als sie den Blick zu ihm hebt, obgleich er jenen nicht erwiedern konnte, waren ihre Augen unter der Kapuze des Umhangs ja nicht zu sehen. Kurz regen sich stumm ihre Lippen, als sie mit ihrer Linken durch die Robe ihren Anhänger fasst, einen Gedanken in ihm zu wecken welcher ihm wie sein eigener scheinen sollte: Nimm Platz und widme dich dem Trunk und Spiele. Als sie offen mit weicher Stimme zu ihm spricht
MyLord, lasst ab von ihm und gesellt euch zu den anderen, es wird euch mehr Vergnügen bringen, als der eigenen Laune und den Frevel die Überhand gewinnen zu lassen.
worauf er sich entschließt sem Gedanken nachzukommen. Doch vermochte man nicht zu wissen, dass sie eine Art Zauber auf ihn wirkte, denn ruhig sollte der Tag beginne, welcher ohnehin schon so trüb und kalt gewesen war. Dann nickt sie jenem Fremden und der in der Nähe stehenden Lady mit schwarzem Haar, seicht zum Gruße und nimmt am freien Tische Platz, wo eben jene zuvor gesessen hatte, winkt den Schankwirt heran, bestellt sich einen Wein, der ihr gebracht wird, welchen sie auch sogleich bezahlt und blickt dann nachdenklicher Miene aus jenem benannten Fenster in die Ferne, was auch immer sie sehen würde. Die Gedanken an jene Vision ließen sie nicht los... Geändert am 21.01.2003 um 12:50 Uhr von Lady_Andariel |
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