Auf den Beitrag: (ID: 22866) sind "60" Antworten eingegangen (Gelesen: 3272 Mal).
"Autor"  
Nutzer: Yutaka
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.02.2003
Anzahl Nachrichten: 157

geschrieben am: 20.03.2003    um 16:43 Uhr   
In dem Fall bin ich der glasklaren Ansicht, dass du für den Krieg bist, Uziel...

Und dazu sage ich nur... Dieser Krieg is verdammter Schwachsinn!! Ich glaub in diesem Fall kann man auch klar sagen, dass ich gegen jeden bin der für den Krieg ist und gegen jeden, der so was andeutet!
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_tinkerbell
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1427

geschrieben am: 20.03.2003    um 17:08 Uhr   
und ich hab was gegen schwarz-weiß-Malerei....

Pauschal jeden zu verurteilen, der für den Krieg ist, ist genauso wenig berechtigt, wie jeden zu beschimpfen, der dagegen ist.

Ich bin auch nicht begeistert, daß es Krieg gibt...generell und im Irak besonders. Aber ich sehe auch kaum mehr ne Alternative.

Was allerdings völlig inakzeptabel ist, ist die Art und Weise, wie sich ein Land zum Weltenrichter aufschwingt, quasi im Vorbeigehen die UN zur Witzfigur abstempelt und mal eben ein Land "demokratisiert".

Der Krieg darf nur das letzte Mittel zur Abwehr einer Bedrohung vom Schlage Saddams sein. Das allerletze. George W. Bush sieht das leider etwas anders.

Auf der anderen Seite bitte ich all diejenigen, die jetzt wieder zu schreien anfangen, daß die Amis die eigentlich bösen sind, nachzudenken, was mit dem Begriff Appeacement-Politik schon so alles verbunden ist.

es ist nun mal nicht alles schwarz oder weiß....

tinker
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 20.03.2003    um 18:51 Uhr   
Danke tinker, daß Du es mal so klar herausstellst...

Niemand ist für einen Krieg oder freut sich darauf. Soviel steht mal fest. Aber manchmal bleibt er das letzte Mittel.
Und ich wiederhole es nochmal:
Dieser Krieg wurde nicht heute morgen begonnen, sondern er hat seit 1991 noch gar nicht ein Ende gefunden. Er wurde nur von G.W.B. wieder auf den Tisch gebracht. Unter der Regierung Clinton war das Problem genauso bekannt und man hatte auch dort die Kenntnis von dem Bestreben Saddam's sich wieder zu bewaffnen, auch mit B- und C-Waffen.

Der Fehler war 1991 zu glauben, einen Diktator von seinem Schlag mit demokratischen Mitteln bekehren zu können. Ich kann auch einem Neofaschisten der ein Asylheim angezündet hat weder mit Worten noch mit einem Gericht Demokratie und klares Denken beibringen.

Die Zurückhaltung von 1991 hat die Welt erst in die Misere gebracht, in der sie seit heute morgen 0330 ist. Das es ein Diktator geschafft hat, die gesamte westliche Welt und alte Bündnisse zu belasten und auseinander zu bringen, daß ist doch das eigentliche Problem. Und auch dieses Problem war es, was die Staaten der Kriegsgegner soweit von den USA weg gebracht hat, daß sie weder G.W.B. noch seine Falken im Zaum halten konnte.

Zu enfantterrible:
Die Unterstützung von Saddam durch die USA, die finanzielle Unterstützung des Unternehmers G.W.B. durch Osama Bin Laden ist keine Frage und keine Diskussion wert. Auch nicht das völkerrechtlich doch mehr als bedenkliche Vorgehen des US-Präsidenten momentan. Aber dazu habe ich weiter oben schon etwas geschrieben. Wer hat denn den Arsch in der Hose in dafür zur Rechenschaft zu ziehen?
Ich bin immer noch fest überzeugt, daß die Staaten der Kriegsgegner nicht aus humanitärer Überzeugung handeln (Offenen Rüstungsrechnungen, bestehende Öllieferung)...
Unter welchem Präsidenten und zu welcher Zeit auch immer Saddam unterstützt wurde, ändert aber leider nichts an seiner momentan Gefährlichkeit. Und der nahe Osten ist nunmal verdammt nah an unserer Haustüre... Erst das 3.Reich hat als Bündnisunterstützung der Japaner den USA den Krieg erklärt. Nicht umgekehrt... Das ändert auch nichts an der Tatsache, daß viele europäischen Staaten das Regiem lange unterstützt und H. Bestrebungen toleriert haben. Wieviel Leid wäre der Welt erspart worden, hätten sie sich zu einem Präventivschlag durchringen können. Ob es die UN-Resolution 1441 oder der Versailler Vertrag ist, es hinterläßt bei mir einen sehr faden Beigeschmack solchen Diktatoren Luft zum Handeln zu lassen.
Zu Deinem Argument der "Niederlage" in Afghanistan:
In der Presse des heutigen Tages untergegangen:
Die USA haben zeitgleich in Afghanistan eine Offensive gegen Al Quiada Kämpfer gestartet... Ich denke nicht, daß es hier nur um "Trophäensammeln" geht.

Zu Yutaka:
Ich kenne die Bilder eines Terrorregiems, ich kenne die Bilder des Krieges und ich kenne auch die Dankbarkeit eines, durch einen Präventivschlag, befreiten Volkes. Und zwar persönlich... Es heißt dennoch nicht, daß ein Krieg etwas Gutes ist. Auch nicht daß er wünschenswert ist. Aber die Spezies Mensch treibt immer wieder unaufhaltsam darauf zu. Und einen Krieg, wenn er denn nicht mehr zu vermeiden ist, in jedem Fall zu verhindern, daß spielt nur in die Hände des Diktators...

"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch !
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen :
Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will,
Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

Bertold Brecht (1898 - 1956) (Korrekt : Eugen Berthold Friedrich Brecht

Und Brecht war ein eindeutiger Gegner von bewaffneten Konflikten...


Nicht der Krieg ist hier die Misere, der steht schon seit 91 fest... Sondern die Aushebelung von internationalen Bündnissen (UNO & NATO) durch einen Falken und einen Diktator... Das ist die Tragödie...

Uziel

  Top
"Autor"  
Nutzer: Magicnomi_
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 08.11.2002
Anzahl Nachrichten: 9

geschrieben am: 20.03.2003    um 19:26 Uhr   
Hallo zusammen !
Also ich hab hier wirklich sehr viele Brilliante
Politische Statements über das Pro und Contra des
Irak Krieges gelesen.
Und da ich weder ein Hobby Politiker bin ,noch ein
Mitglied der Friedensbewegung ist es für mich
Otto Normalverbraucher ziemlich schwer sich ein Bild
oder eine Meinung darüber zu machen.
Aber eins ist mir klar:
Ich glaube nicht das wir eine solche Debatte auf dem
Marktplatz von Bagdad führen könnten.

Fakt ist :Saddam Hussein ist ein Blutrünstiger Tyrann der der in einem Atemzug mit Adol.Hi. oder Stalin gennant werden
sollte.

Fakt ist aber auch das George W Bush nichts anderes ist
als ein absoluter Machtmensch der vor allem Dingen die
Interressen der Amerikanischen Industrie vertritt.

Im Prinzip ist es doch so das man sich doch letzen Endes
zwischen zwei Übeln entscheiden muss.
Tja Politik kann manchmal ziemlich Scheisse sein.

Was also machen ?????????
Pro USA sein und damit Bush unterstützen ?
Oder nach Frieden schreien und damit Saddam Hussein unterstützen ?
Ehrlich gesagt ich weiss es nicht........

Das einzigste was ich weiss ist das es keinen Frieden gibt
wenn der Diktator von Bagdad weiter am leben bleibt.

Mfg
Nomi

Geändert am 20.03.2003 um 19:27 Uhr von Magicnomi_
  Top
"Autor"  
Nutzer: Bautzius
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.07.2001
Anzahl Nachrichten: 176

geschrieben am: 20.03.2003    um 20:12 Uhr   
(zitat)Das einzigste was ich weiss ist das es keinen Frieden gibt wenn der Diktator von Bagdad weiter am leben bleibt.
(/zitat)

Nur merkwürdig, daß wir bisher Frieden hatten. Auch impliziert dieses Satz, daß wenn Saddam tot wäre, sich alles in Wohlgefallen auflösen würde. Wollten nicht aber die das Völkerrecht mißachtenden Kriegsstaaten trotzdem den Irak überfallen.

Es geht nicht um Hussein, sondern um Öl und Macht in der Region. Nicht mehr und nicht weniger. Das die Türkei die Kurden abschlachtet juckt eigentlich keinen mehr.

Wann fallen die Bomben auf die Türkei. Sicher niemals.

BZ
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nucleus1
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 766

geschrieben am: 21.03.2003    um 01:28 Uhr   
@Magicnomi
Schöner Beitrag :-)



Siehste mal Wessnich, so hätte Dein Eröffnungsposting aussehen sollen, dann macht ein Beteiligung an solchen Threads auch Spass !




Zum Thema:

Nach Frieden kann man gar nicht laut genug schreien.
Die UN-Waffeninspekteure waren immer willens, den Irak friedlich zu entwaffnen.
Die Waffeninspekteure kreiden den Geheimdiensten der USA und Grossbritaniens nachhaltig an, dass nicht einmal sie über konkrete Ziele in Kenntnis gesetzt wurden.
Ziele, die als potentielle Waffenfabriken und Lagerstätten ausgemacht wurden.

Wurden Inspekteure hingerichtet, gefangengenommen oder manipuluiert ?

Nein, es lief alles genau in dem Tempo, in dem dieser Entwaffnungsprozess verlaufen musste, wenn man keine Informationen erhält.

Gab es vielleicht keine ?

Wieso waren unausgereifte Allsamut ??? Raketen wichtiger als die Scuds, von denen man wusste, das es sie dort gibt.

Die Resulutionen die die UN gegen den Irak aussprach, gaben alles her, aber wo wurde sich wirklich damit auseinandergesetzt ?
Die alte Resulotion, ich glaube die 448 war es, die sah eine Entwaffnung des Iraks vor und sie sah auch vor, das der Irak letztendlich einen Machtwechsel erführe.

Der vorangegangene Golfkrieg liegt nunmehr 12 Jahre zurück.

Erschreckend, das überhaupt noch Raketenmaterial vom Typ Scud verfügbar ist.

Wenn Waffeninspekteure nicht hinreichend informiert werden, obwohl angeblich Informationen vorliegen sollen, die die Arbeit erheblich hätten beschleunigen können, dann stimmt da etwas nicht.

Hier will jemand erobern, und da gibt es für mich keine Zweifel.

Deutschland wäre mit gegen den Irak gezogen, wenn es von Nöten gewesen wäre.
Das dort ein Diktator herrscht, der sein Volk unterdrückt ist klar.

Aber dann ist in erster Linie das Volk der Iraker gefragt, und ob es mit der Unterdrückung klarkommt.
Kommt einer damit nicht klar, dann wird er alles daran setzen seine Situation zu verändern.

Ich kann nur hoffen, dass der weitaus grössere Teil der irakischen Armee bereit ist das Handtuch zu werfen.
Jeder einzelne Soldat kann damit das Leben seiner Familie erhalten, die sollte ihm was wert sein.

Die USA werden notfalls Bombenmaterial einsetzen, welches ihnen garantiert, dass von den 250.000 Soldaten so viele wie möglich wieder nach Hause kommen.

Amerika unter der Regierung George Bush`s wird auch nicht davor zurückschrecken nukleare Waffen einzusetzen.

Wenn wir Glück haben, dann hält China die Füsse still.





Der kurze Krieg in Afghanistan war eine nachvollziehbare Aktion.

Das hier nicht !





Vielleicht lebe ich ja schon immer in der Hölle und bekomme es nur nicht mit !


  Top
"Autor"  
Nutzer: Oberschlaumeier
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 19.02.2003
Anzahl Nachrichten: 279

geschrieben am: 21.03.2003    um 09:56 Uhr   
Wen interessiert es ob der Irak ein paar verrostete Scud-Raketen besitzt oder nicht? Ob er Chemiewaffen hat oder nicht? Die USA haben beschlossen ein Erdölmonopol aufzubauen und der Rest ist scheißegal.

Peter Scholl-Latour ist der Ansicht, es ginge gar nicht in erster Linie um eine Sicherstellung der Eigenversorgung mit Erdöl. Vielmehr wollen die USA mit einem Monopol bei diesem extrem wichtigen Rohstoff zusätzliche Macht und Druckpotential gegen andere Länder gewinnen.

Wen interessiert es auch dass die USA B2-Bomber einsetzen die pro Stück eine Milliarde Dollars kosten! Doch nur diejenigen, die mühsam wie Eichhörnchen die wenigen Argumente zusammen kratzen, die für einen Bruch des Völkerrechts sprechen durch einen Angriffskrieg gegen den ersten von mehreren Golfstaaten.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 21.03.2003    um 10:23 Uhr   
(zitat)Niemand ist für einen Krieg oder freut sich darauf. Soviel steht mal fest. Aber manchmal bleibt er das letzte Mittel.
Und ich wiederhole es nochmal:
Dieser Krieg wurde nicht heute morgen begonnen, sondern er hat seit 1991 noch gar nicht ein Ende gefunden. Er wurde nur von G.W.B. wieder auf den Tisch gebracht. Unter der Regierung Clinton war das Problem genauso bekannt und man hatte auch dort die Kenntnis von dem Bestreben Saddam's sich wieder zu bewaffnen, auch mit B- und C-Waffen.

Der Fehler war 1991 zu glauben, einen Diktator von seinem Schlag mit demokratischen Mitteln bekehren zu können. Ich kann auch einem Neofaschisten der ein Asylheim angezündet hat weder mit Worten noch mit einem Gericht Demokratie und klares Denken beibringen.

Die Zurückhaltung von 1991 hat die Welt erst in die Misere gebracht, in der sie seit heute morgen 0330 ist. Das es ein Diktator geschafft hat, die gesamte westliche Welt und alte Bündnisse zu belasten und auseinander zu bringen, daß ist doch das eigentliche Problem. Und auch dieses Problem war es, was die Staaten der Kriegsgegner soweit von den USA weg gebracht hat, daß sie weder G.W.B. noch seine Falken im Zaum halten konnte.

Zu enfantterrible:
Die Unterstützung von Saddam durch die USA, die finanzielle Unterstützung des Unternehmers G.W.B. durch Osama Bin Laden ist keine Frage und keine Diskussion wert. Auch nicht das völkerrechtlich doch mehr als bedenkliche Vorgehen des US-Präsidenten momentan. Aber dazu habe ich weiter oben schon etwas geschrieben. Wer hat denn den Arsch in der Hose in dafür zur Rechenschaft zu ziehen?
Ich bin immer noch fest überzeugt, daß die Staaten der Kriegsgegner nicht aus humanitärer Überzeugung handeln (Offenen Rüstungsrechnungen, bestehende Öllieferung)...
Unter welchem Präsidenten und zu welcher Zeit auch immer Saddam unterstützt wurde, ändert aber leider nichts an seiner momentan Gefährlichkeit. Und der nahe Osten ist nunmal verdammt nah an unserer Haustüre... Erst das 3.Reich hat als Bündnisunterstützung der Japaner den USA den Krieg erklärt. Nicht umgekehrt... Das ändert auch nichts an der Tatsache, daß viele europäischen Staaten das Regiem lange unterstützt und H. Bestrebungen toleriert haben. Wieviel Leid wäre der Welt erspart worden, hätten sie sich zu einem Präventivschlag durchringen können. Ob es die UN-Resolution 1441 oder der Versailler Vertrag ist, es hinterläßt bei mir einen sehr faden Beigeschmack solchen Diktatoren Luft zum Handeln zu lassen.
Zu Deinem Argument der "Niederlage" in Afghanistan:
In der Presse des heutigen Tages untergegangen:
Die USA haben zeitgleich in Afghanistan eine Offensive gegen Al Quiada Kämpfer gestartet... Ich denke nicht, daß es hier nur um "Trophäensammeln" geht.
(/zitat)

Nicht Saddam hat die westliche Welt auseinandergebracht, sondern die westliche Welt selbst. Wenn eine amerikanische Regierung, die immer nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht ist (Weltstrafgericht, Kyoto-Abkommen, ABM-Vertrag....), kann man nicht viel mit seinen Partnern diskutieren. Wielange hat Bush eigentlich schon den Blanko-Scheck von seiner Regierung, daß er freie Hand in Sachen Irak-Krieg hat. Es ist doch klar, daß die Amis nur mit ihren Partnern verhandeln, wenn diese am Ende die amerikanischen Ideen und Ziele teilen. Das andere aus wirtschaftslichen Gründen für oder gegen einen Irak-Krieg sind, finde ich pervers. Da will ich keineswegs die USA alleine zusammenscheißen. Aber letzenendes würden die amerikaner ohne Russen, Franzosen und Chinesen auch noch die Uno hinter der ganzen Kriegsaktion haben, von daher bin ich schon froh, daß sie, wenn auch nur aus wirtschaflichen Interessen in erster Linie, gegen einen Irak-Krieg sind.
Wann weiß man, wann ein Präventivschlag richtig ist??? Sicherlich wäre er das ein oder andere Mal sicherlich besser gewesen. Stell dir vor, die UdSSR oder die USA hätten sowas vor 2, 3 oder 4 Jahrzehnten getan! ICh will über die FOlgen nicht weiter nachdenken, ich denke, jeder sollte in der Lage sein zu wissen, was dann gewesen wäre...
Von der Offensive in Afghanistan habe ich auch gehört. Aber die Kriegshandlungen dort waren ja auch schon längst nicht abgeschlossen, von daher handelt es sich ja hier um nichts alzu außergewöhnliches.
  Top
"Autor"  
Nutzer: infotain
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.03.2003
Anzahl Nachrichten: 90

geschrieben am: 21.03.2003    um 10:27 Uhr   
hachja, eigentlich sind wir ja alle gegen krieg. nur manchmal, also manchmal muß es halt sein....
was für eine schöne einstellung, dahinter kann sich jeder kriegslüsterne gut verstecken.
fakt ist nun mal, dass hussein, so grausam nach innen, nach aussen in den letzten 12 jahren keinen bedroht hat, mithin die berechtigung für einen "verteidigungskrieg" fehlt. kam ja deshalb auch in der uno nicht durch und ist mithin völkerrechtswidrig = verbrecherhaft.
und hussein mißachtung der uno vorzuwerfen und es gleichzeitig selbst auf brutalste weise zu tun, läßt sich auch nicht leicht begründen.
und das terrorregime in nordkorea, dass wahrscheinlich über massenvernichtungsmittel verfügt? hat aber glücklicherweise kein öl.
und zu guterletzt: die amiŽs sind doch wohlbekannt als installateure und pfleger von terroristischen regimeŽs, wenn sie nur amerikahörig sind.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 21.03.2003    um 11:44 Uhr   
Zu enfantterible:

Dem Punkt, daß sich die westliche Welt selber auseinander dividiert hat, kann ich nur bedingt zustimmen. Natürlich haben hier alle Kommunikationsmöglichkeiten in den Bündnissen versagt. Aber der Auslöser dieser Probleme ist nun mal das geschickte Taktieren und Ausspielen der UNO durch Saddam. Seit Ende des Krieges 1991 hat er immer nur so viel Platz gegeben, wie er es gerade machen musste, um nicht wieder sofort im Fokus zu sein. Zahlreiche Zwischenfälle in den vergangenen 12 Jahren beweisen das. Auch sein Verstecken und Weiterführen von Rüstungsprogrammen ist unbestritten. Von woher kamen denn die Scud-Raketen die gestern in Kuwait eingeschlagen sind?

Mit dem Präventivschlag ist das, mit Sicherheit, und da gebe ich Dir vorbehaltlos Recht eine sehr heikle Angelegenheit... Doch eins steht fest: Wir, die "Normalbürger", können das wohl erst nachher beurteilen. Vorher stehen uns die Informationen darüber nicht zur Verfügung.

Zu infotain:
1) Ein Militärschlag gegen den Irak ist sehr wohl durch die Resolution 1441 gedeckt.
2) Was vor der UNO nicht durchkam, war eine neue Resolution und den Angriff jetzt als UN-Angriff laufen zu lassen.
3) Ein Militärschlag ohne UN-Mandat ist nicht automatisch völkerrechtswidrig. Der Krieg gegen Jugoslawien 1999 war nicht durch die UNO abgesegnet, sondern ein reiner NATO-Beschluß.
4) Das Saddam in den letzten 12 Jahren nicht wieder in ein fremdes Land einmarschiert ist, liegt wohl in erster Linie daran, daß er einen neuen Schlag gegen sein Land nicht verkraften konnte, da er wusste, daß dies mit seiner Entmachtung gleichkommen würde. Nicht anders lässt sich sein plötzliches Zusammenarbeiten mit der UNO erklären, als er plötzlich 250000 US-Soldaten vor der Türe stehen hat. Nur weil er nicht einen neuen Feldzug gestartet hat, ändert das nichts an seiner Gefährlichkeit.
5) Das der Irak keine Massenvernichtungswaffen hat, ist wohl mehr als zweifelhaft. Siehe dazu die Übergabe des Berichtes an Blix durch den Irak, einen Tag vor Beginn der Offensive.


Was mich aber immer noch viel mehr stört, und da nimmt hier irgendwie keiner Stellung zu:

Keiner der Staaten die gegen den Krieg waren, obwohl sie alle als Argument die fehlende Legitimation vorbringen, kümmert sich jetzt weiter darum. Es geht lediglich um die Sicherung der eigenen finanziellen Interessen im Irak. Oder warum geht man nicht gegen G.W.B. vor? Abhören des EU-Ministerrates wird da mal völlig vergessen... Der Einbruch in ein Wahlbüro hat schon US-Präsidenten das Amt gekostet. Und über Brüssel wird geschwiegen...

Ich finde es redlich, daß in Berlin tausende Schüler gegen den Krieg protestieren. Aber wieviele sind denn dort gewesen weil es Schulfrei bedeutet hat? Schade das der Reporter der dort unterwegs war nicht mal ein paar Fragen zur Politik und zum tatsächlichen Geschehen dort unten gestellt hat... Wieviel qualifizierte Antworten wären wohl gekommen. Ich arbeite täglich mit jungen Menschen zusammen. Und cih finde es erschreckend zu sehen, wiewenig sie doch von diesen Themen verstehen. Schreien um des Schreiens Willen... Protest aus Mode... Damit kann man nicht wirklich gegen solche Vorgänge etwas erreichen. Und genau deswegen, können sich andere Staaten doch erlauben, sich über soviele Regeln hinwegzusetzen.

"Grade, klare Menschen wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat habn wir schon zuviel."

Aus dem Geicht "Kinder" von Bettina Wegner



Uziel
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 21.03.2003    um 12:36 Uhr   
(zitat)Zu enfantterible:

Dem Punkt, daß sich die westliche Welt selber auseinander dividiert hat, kann ich nur bedingt zustimmen. Natürlich haben hier alle Kommunikationsmöglichkeiten in den Bündnissen versagt. Aber der Auslöser dieser Probleme ist nun mal das geschickte Taktieren und Ausspielen der UNO durch Saddam. Seit Ende des Krieges 1991 hat er immer nur so viel Platz gegeben, wie er es gerade machen musste, um nicht wieder sofort im Fokus zu sein. Zahlreiche Zwischenfälle in den vergangenen 12 Jahren beweisen das. Auch sein Verstecken und Weiterführen von Rüstungsprogrammen ist unbestritten. Von woher kamen denn die Scud-Raketen die gestern in Kuwait eingeschlagen sind?

Mit dem Präventivschlag ist das, mit Sicherheit, und da gebe ich Dir vorbehaltlos Recht eine sehr heikle Angelegenheit... Doch eins steht fest: Wir, die "Normalbürger", können das wohl erst nachher beurteilen. Vorher stehen uns die Informationen darüber nicht zur Verfügung.


Was mich aber immer noch viel mehr stört, und da nimmt hier irgendwie keiner Stellung zu:

Keiner der Staaten die gegen den Krieg waren, obwohl sie alle als Argument die fehlende Legitimation vorbringen, kümmert sich jetzt weiter darum. Es geht lediglich um die Sicherung der eigenen finanziellen Interessen im Irak. Oder warum geht man nicht gegen G.W.B. vor? Abhören des EU-Ministerrates wird da mal völlig vergessen... Der Einbruch in ein Wahlbüro hat schon US-Präsidenten das Amt gekostet. Und über Brüssel wird geschwiegen...

Ich finde es redlich, daß in Berlin tausende Schüler gegen den Krieg protestieren. Aber wieviele sind denn dort gewesen weil es Schulfrei bedeutet hat? Schade das der Reporter der dort unterwegs war nicht mal ein paar Fragen zur Politik und zum tatsächlichen Geschehen dort unten gestellt hat... Wieviel qualifizierte Antworten wären wohl gekommen. Ich arbeite täglich mit jungen Menschen zusammen. Und cih finde es erschreckend zu sehen, wiewenig sie doch von diesen Themen verstehen. Schreien um des Schreiens Willen... Protest aus Mode... Damit kann man nicht wirklich gegen solche Vorgänge etwas erreichen. Und genau deswegen, können sich andere Staaten doch erlauben, sich über soviele Regeln hinwegzusetzen.

"Grade, klare Menschen wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat habn wir schon zuviel."

Aus dem Geicht "Kinder" von Bettina Wegner



Uziel(/zitat)

Die Waffenkontrollen waren ja eigentlich noch nicht abgeschlossen. Ich mein, keiner bezweifelt, daß Saddam Waffen hatte. Aber nun mal war es ebenso klar, daß es schwer ist, eine Stecknadel im Heuhaufen zu finden.

Zu dem Punkt, den bisher noch keiner kommentiert haben soll:
Was sollen denn die Staaten gegen GBW machen?? Ich würde mich riesig freuen, wenn die Bundesregierung konsequent genug wäre und den deutschen Luftraum sperren würde für die Amis. Andere Möglichkeiten wären ja auch über die "Awacs-Geschichte" die Amis blockieren.
Ich find es auch nur zu geil, daß der Deutsche Steuerzahler
den irakischen Wiederaufbau finanzieren soll. Die Amis machen alles kaputt und die Deutschen dürfen wieder blechen und zugleich der Sündenbock der Amis sein.
Die Abhörgeschichte find ich auch unter aller sau. Sowas solls ja auch letztens bei der Uno gegeben haben. Keiner will weiter das Feuer anfachen. Ich find das auch zum Kotzen, aber was soll man machen??? In dem Punkt geb ich dir recht.
AUch in dem Demopunkt geb ich dir recht. Schau mal ins Forum "Mal ernsthaft" in den Beitrag von Loonatic. Die hat genau zu dem Thema nen Thread gestartet (ich glaub der heißt "Demonstration", du wirst ihn schon finden). Hab mich da auch ähnlich dazu geäußert.
Es sind ja nicht nur junge Menschen, die sich nur zum Teil dämlichst dazu äußern. Heutzutage darf man sich ja nicht mal mehr wundern, wenn man junge leute fragt, wer grade US-Präsident ist und als Antwort erwidert wird "Homer Simpson" oder "Al Bundy" oder ähnliches. Das ist aber auch ein anderes Thema...
  Top
"Autor"  
Nutzer: Oberschlaumeier
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 19.02.2003
Anzahl Nachrichten: 279

geschrieben am: 21.03.2003    um 13:14 Uhr   
(zitat)
Ich würde mich riesig freuen, wenn die Bundesregierung konsequent genug wäre und den deutschen Luftraum sperren würde für die Amis. Andere Möglichkeiten wären ja auch über die "Awacs-Geschichte" die Amis blockieren.
(/zitat)
Dazu fällt mir ein:
Verstößt Schröder evtl. mit den gewährten Maßnahmen (Beihilfe zum Angriffskrieg) gegen §26 des GGB?
<<< Unterstützung des Krieges durch die Gewährung von Überflugrechten
<<< Gestattung der USA-Nutzung von Kommandoeinrichtungen auf deutschem Staatsgebiet
<<< Bereitstellung von Patriot-Abwehrraketen für die Türkei und von
<<< Bundeswehrsoldaten für die Awacs-Flugzeuge, wodurch das Aufmarschgebiet Türkei mit abgesichert wird


Ist die Gewährung obiger Maßnahmen nicht gleich schlimm wie eine aktive Führung eines Angriffskrieges?
Geändert am 21.03.2003 um 13:15 Uhr von Oberschlaumeier
  Top
"Autor"  
Nutzer: Milo_Thatch
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.01.2003
Anzahl Nachrichten: 41

geschrieben am: 21.03.2003    um 13:19 Uhr   
(zitat)(zitat)
Ich würde mich riesig freuen, wenn die Bundesregierung konsequent genug wäre und den deutschen Luftraum sperren würde für die Amis. Andere Möglichkeiten wären ja auch über die "Awacs-Geschichte" die Amis blockieren.
(/zitat)
Dazu fällt mir ein:
Verstößt Schröder evtl. mit den gewährten Maßnahmen (Beihilfe zum Angriffskrieg) gegen §26 des GGB?
<<< Unterstützung des Krieges durch die Gewährung von Überflugrechten
<<< Gestattung der USA-Nutzung von Kommandoeinrichtungen auf deutschem Staatsgebiet
<<< Bereitstellung von Patriot-Abwehrraketen für die Türkei und von
<<< Bundeswehrsoldaten für die Awacs-Flugzeuge, wodurch das Aufmarschgebiet Türkei mit abgesichert wird


Ist die Gewährung obiger Maßnahmen nicht gleich schlimm wie eine aktive Führung eines Angriffskrieges? (/zitat)Dazu eine aktuelle Tickermeldung von heute: DEU116 4 pl 361 DEU /AFP-TU87

D/USA/Irak/Krieg/Justiz/ÜS
Nehm: «Nichtverhinderung von Angriffskrieg» ist nicht strafbar
- Keine Ermittlungen gegen Mitglieder der Bundesregierung =

Karlsruhe, 21. März (AFP) - Gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder
(SPD) oder andere Mitglieder der Bundesregierung werden keine
Ermittlungsverfahren wegen Vorbereitung eines Angriffskrieges
eingeleitet. Das teilte Generalbundesanwalt Kay Nehm am Freitag in
Karlsruhe mit. Überflugrechte für US-Militärmaschinen und der
Einsatz deutscher Soldaten in AWACS-Flugzeugen über der Türkei
rechtfertigten noch keine Anfangsverdacht, erklärte Nehm. Er
reagierte damit auf zahlreiche Strafanzeigen von Bürgern. Sie sehen
in den Überflugrechten und dem AWACS-Einsatz Vorbereitungen auf
einen Angriffskrieg, die nach Paragraph 80 des Strafgesetzbuches
(StGB) als Verbrechen geahndet werden.

Die Vorschrift zur Strafbarkeit der Vorbereitung eines
Angriffskrieges verlangt laut Nehm eine «Tat von Gewicht».
«Duldungs- oder Unterlassungshandlungen» fielen deshalb noch nicht
unter den Begriff der Kriegsbeteiligung. Insoweit sei die Gewährung
von Überflugrechten für US-Flugzeuge eine «bloße Nichtverhinderung
von Angriffshandlungen» und werde von der Strafvorschrift auch
nicht erfasst, heißt es in der sechsseitigen Mitteilung des
Generalbundesanwalts.

Laut Nehm geschieht der Einsatz deutscher Soldaten in
AWACS-Flugzeugen im Rahmen von Bündnisverpflichtungen und dient
«ersichtlich dem Schutz der türkischen Staatsgrenze». Dieser
Einsatz sei deshalb keine von deutscher Seite betriebenen
Vorbereitung einer völkerrechtswidrigen Aggression. Ob die
Mitwirkung von Bundeswehrsoldaten am NATO-Einsatz über der Türkei
dem Parlamentsvorbehalt unterliegt, sei für eine strafrechtliche
Beurteilung ohne Belang.

Das zentrale Anliegen des Paragraphen 80 StGB sei es zu verhindern,
dass «vom deutschen Boden aus jemals wieder Krieg ausgelöst wird».
Paragraph 80 StGB schütze insoweit den Völkerfrieden nicht
umfassend, sondern nur den Frieden zwischen Deutschland und den
übrigen Staaten. Deshalb müsse auch nicht entschieden werden, ob
die Anwendung von Gewalt durch die USA «ohne oder gegen den Willen
des Sicherheitsrats völkerrechtlich zulässig wäre». Zudem sei der
Begriff einer völkerrechtswidrigen bewaffneten Aggression
international nicht eindeutig definiert. Weder in Artikel 2 der
Charta der Vereinten Nationen, noch im Römischen Statut des
Internationalen Strafgerichtshofs vom 17. Juli 1998 habe sich die
Völkergemeinschaft auf einen gemeinsamen Begriff des
Angriffskrieges einigen können.

Dass Paragraph 80 StGB damit hinter der weitreichenden Forderung
des Grundgesetzes zurückbleibt, das in Artikel 26 eine Strafe für
«alle Handlungen» fordert, die «das friedliche Zusammenleben der
Völker» stören, sei zwar auch bei der Einführung der Strafnorm vom
Bundestag gesehen worden, dies sei aber für die Frage der
Strafbarkeit ohne Belang.

jo/ul
AFP
211212 MRZ 03


Oberschlaumeier...ähm...was soll denn das GGB sein?

°~°milo°~°
  Top
"Autor"  
Nutzer: Oberschlaumeier
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 19.02.2003
Anzahl Nachrichten: 279

geschrieben am: 21.03.2003    um 13:29 Uhr   
(zitat)Oberschlaumeier...ähm...was soll denn das GGB sein?
(/zitat)


Grupo Gay do Brasil?
Ich verschenke ein B.
Und jetzt sage nicht ich verwechsle das bundesdeutsche Grundgesetz mit dem internationales Recht.


(zitat)«Nichtverhinderung von Angriffskrieg» ist nicht strafbar
(/zitat)


Die Opposition weist hier zu Recht auf eine Grauzone für die Soldaten hin, die bei ihren Überwachungsflügen über der Türkei auch Gefahren im Luftraum über dem Irak erkennen würden. Geben sie diese Erkenntnisse an die USA weiter, liegt eine Kriegsbeteiligung vor.
  Top
"Autor"  
Nutzer: infotain
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.03.2003
Anzahl Nachrichten: 90

geschrieben am: 21.03.2003    um 13:42 Uhr   
nach einer nachricht in der netzeitung hält nicht einmal bushŽs vater (der vorige "irakkämpfende präsident") die behauptete grundlage für diesen krieg für stichhaltig!
@uziel
(zitat)Das der Irak keine Massenvernichtungswaffen hat, ist wohl mehr als zweifelhaft. Siehe dazu die Übergabe des Berichtes an Blix durch den Irak, einen Tag vor Beginn der Offensive.(/zitat)
blix hielt gleichwohl den friedlichen weg für erfolgreich, den kriegerischen für überflüssig. und zudem: was ist bitteschön mit nordkorea und den dort definitiv vorhanden atomwaffen? ader, die haben kein öl: und wohl nur darum geht es ja auch.
hier wird viel diskutiert, nur mir scheint, oft ignoriert, dass es insbesondere die irakische bevölkerung trifft - besser gesagt - mordet. und wie rumsfeld schon stolz ankündigte "in bisher nie dagewesener form" wohl halt so brutal und blutig wie nur möglich.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Milo_Thatch
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.01.2003
Anzahl Nachrichten: 41

geschrieben am: 21.03.2003    um 13:42 Uhr   
(zitat)(zitat)Oberschlaumeier...ähm...was soll denn das GGB sein? (/zitat)
Grupo Gay do Brasil?
Ich verschenke ein B.
Und jetzt sage nicht ich verwechsle das bundesdeutsche Grundgesetz mit dem internationales Recht.(/zitat)
schmunzel ich dacht schon, Du wärst im Besitz eines Ganz Genauen Buches ;-) Naja, und verwechsel tust Du nur Paragraphen und Artikel

..und zu unsrer glorreichen Opposition... wenn Dummheit explosiv wäre, dann sind die Oppositionsbänke im Bundestag ein Pulverfass

°~°milo°~°
  Top
"Autor"  
Nutzer: Oberschlaumeier
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 19.02.2003
Anzahl Nachrichten: 279

geschrieben am: 21.03.2003    um 13:52 Uhr   
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 21.03.2003    um 14:20 Uhr   
Zu infotain:

Wenn Du meine Postings in diesem Thread (oder auch in den anderen hier) mal genau liest, wirst Du feststellen, daß auch ich nicht mit dem derzeitigen Vorgehen von GWB einverstanden bin. Das auch der Vater nicht mit dem Sohn einverstanden ist, zeigte sich aber schon vor einigen Tagen, als der ehemalige Sicherheitsberater von Bush41 einen dementsprechenden Artikel in der Washingtin Post veröffentlichte.

Unbeirrt vertrete ich jedoch die Meinung, daß es mit Saddam keinen Unschuldigen trifft, und das dieser Krieg nur eine zwingend kausale Folge der Versäumnisse von 1991 ist. Und dann lieber jetzt Saddam los werden, als wenn er seine Waffenprogramme wieder abgeschlossen hat und man dann nicht mehr an ihn ran kommt. Wie es eben am Beispiel von Nordkorea zu erkennen ist, die im Übrigen heute mit Krieg gegen die USA gedroht haben. Wenn Du aber im Falle eines Konfliktes mit einer Atommacht für ein ähnliches Vorgehen bist wie im Fall Irak, egal ob mit oder ohne UNO-Mandat, dann suche Dir schon mal einen Bunker der einen Atomschlag aushält...

Gott sei Dank gab es immer wieder Staatsmänner die in solchen Situationen verhandeln konnten...


Uziel
  Top
"Autor"  
Nutzer: Oberschlaumeier
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 19.02.2003
Anzahl Nachrichten: 279

geschrieben am: 21.03.2003    um 15:16 Uhr   
An dieser Stelle noch ein makrabrer Witz:

Die UNO fragt Bush: Haben Sie überhaupt Beweise, dass die Irakis über Massenvernichtungswaffen verfügen?
Bush antwortet: Jawohl, wir haben die Rechnungen aufgehoben...


  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_tinkerbell
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1427

geschrieben am: 21.03.2003    um 15:35 Uhr   
(zitat)(zitat)Die Opposition weist hier zu Recht auf eine Grauzone für die Soldaten hin, die bei ihren Überwachungsflügen über der Türkei auch Gefahren im Luftraum über dem Irak erkennen würden. Geben sie diese Erkenntnisse an die USA weiter, liegt eine Kriegsbeteiligung vor.(/zitat)

daher:

(zitat)FDP klagt wegen AWACS-Einsatz

Die FDP-Bundestagsfraktion will mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht einen Bundestagsbeschluss über den Awacs-Einsatz deutscher Soldaten über der Türkei erreichen. "Wir gehen nach Karlsruhe", sagte eine Sprecherin der FDP-Fraktion. Darauf hätten sich die Abgeordneten in einer Sondersitzung verständigt.

Bundeskanzler nimmt Klage zur Kenntnis
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Klage der FDP "zur Kenntnis" genommen. "Ich habe dem Deutschen Bundestag eine klare Position, die ich für rechtlich überzeugend halte, vorgetragen, und dabei bleibe ich", sagte Schröder am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Wer in dieser Frage das Gericht anrufe, "der nimmt sein Recht wahr, das er hat".

Union macht nicht mit
Die Union wird sich der Klage der FDP nicht anschließen. Aus der Fraktion hieß es, CDU und CSU bedauerten zwar, dass die Regierung in dieser Frage nicht für Klarheit sorgen wolle. In Kriegszeiten seien aber andere Fragen wichtiger als eine juristische Auseinandersetzung.

Im Bundestag war FDP-Antrag gescheitert
Am Donnerstag war die FDP im Bundestag mit dem Versuch gescheitert, ein Parlamentsvotum über den Einsatz deutscher Soldaten in den AWACS-Radarflugzeugen über der Türkei zu erreichen. Einen entsprechenden Antrag, der auch von der CDU/CSU unterstützt wurde, lehnte der Bundestag in namentlicher Abstimmung mit 274 gegen 303 Stimmen ab; es gab sechs Enthaltungen.

Der Awacs-Einsatz ist umstritten, weil die Auffassung vertreten wird, dass die Aufklärungsflugzeuge der NATO auch dazu dienen könnten, die USA bei ihrem Krieg gegen Irak zu unterstützen.

Struck verteidigt Entscheidung zu AWACS
Verteidigungsminister Peter Struck hatte indes ähnlich wie Bundeskanzler Gerhard Schröder mehrfach erklärt, die drei AWACS-Maschinen mit deutschen Soldaten hätten nur den Auftrag, den Luftraum des NATO-Partners Türkei zu beobachten und zu schützen. Dies sei klar von den Einsätzen weiterer, amerikanischer AWACS-Maschinen getrennt, die dem US-Kommando für den Krieg gegen Irak unterstellt seien. (/zitat)

Quelle: Tagesschau



(/zitat)
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 21.03.2003    um 15:50 Uhr   
(zitat)
Unbeirrt vertrete ich jedoch die Meinung, daß es mit Saddam keinen Unschuldigen trifft, und das dieser Krieg nur eine zwingend kausale Folge der Versäumnisse von 1991 ist. Und dann lieber jetzt Saddam los werden, als wenn er seine Waffenprogramme wieder abgeschlossen hat und man dann nicht mehr an ihn ran kommt. Wie es eben am Beispiel von Nordkorea zu erkennen ist, die im Übrigen heute mit Krieg gegen die USA gedroht haben. Wenn Du aber im Falle eines Konfliktes mit einer Atommacht für ein ähnliches Vorgehen bist wie im Fall Irak, egal ob mit oder ohne UNO-Mandat, dann suche Dir schon mal einen Bunker der einen Atomschlag aushält...
(/zitat)

Mit Saddam erwischt es keinen Unschuldigen, wenn ihn was erwischt!!
Bezügl. Nordkorea muß die Welt ebenso Härte zeigen, wie auch El Baradei bereits sagte. Allerdings ist auch klar, daß Nordkorea mit ihren Atomwaffen eine größere Gefahr darstellen als der Irak und man auch schon vorsichtiger an diesen Gegner rangehn muß.

Was ich allerdings nicht verstehe ist der Widerspruch, daß alle mit einem schnellen Erfolg rechnen gegen Irak, wenn der Irak ja so gefährlich ist. Die 3 Wochen mit denen die meisten rechnen haben die Deutschen Polen überrannt! Ok, die Amis haben schon Waffen, die schon "beeindruckend" sind, vor allem in ihrer Präzision und Zerstörungskraft, aber sind 3 Wochen für so eine Bedrohung doch ein bißchen wenig, oder nicht?!?
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 21.03.2003    um 16:22 Uhr   
Zu enfantterible:

Ich denke, den Bedrohungsgrad kann man hier nicht mit der reellen Einsatzdauer vergleichen. VX, Sarin, Tabun, Soman oder für den biologischen Bereich Anthrax oder Bottox sind eine sehr große Bedrohung. In Verbindung mit Terroristen oder Scud-Raketen nicht zu unterschätzen. Dies hat jedoch nichts mit der Kampfstärke und der Ausrüstung der regulären Streitkräfte des Irak zu tun. Und was natürlich noch viel wichtiger ist: Die irakischen Streitkräfte haben keine wirklichen guten militärischen Führer. Alle Generäle und Kommandeure die wirkliche Qualitäten entwickelten und somit in der Lage sind, Soldaten zu führen und zu motivieren, hatten alle Unglücksfälle zu ertragen die tödlich endeten... Saddam kann keine Charakterköpfe dulden, sie werden von seiner Paranoia als Gefahr eingestuft...


Uziel
  Top
"Autor"  
Nutzer: infotain
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.03.2003
Anzahl Nachrichten: 90

geschrieben am: 21.03.2003    um 16:47 Uhr   
(zitat)Unbeirrt vertrete ich jedoch die Meinung, daß es mit Saddam keinen Unschuldigen trifft, und das dieser Krieg nur eine zwingend kausale Folge der Versäumnisse von 1991 ist.(zitat)
das was du und wohl viele andere auch übersehen, wenn sie so leichtfertig für krieg plädieren, ist, dass zunächst einmal mit sicherheit sehr viel andere, unschuldige dafür ihr leben lassen müssen. dass du so einfach deren leben zu disposition stellen magst, liegt vielleicht an der entfernung, ist aber deshalb dennoch nicht zu akzeptieren!
(zitat)Und dann lieber jetzt Saddam los werden, als wenn er seine Waffenprogramme wieder abgeschlossen hat und man dann nicht mehr an ihn ran kommt.(zitat) also das bedeutet, lieber dass land in schutt und asche legen, weil er ja nciht gefährlich ist, wobei argumentiert wird, dass er gefährlich ist. also, hat er nun dass, was ihm vorgeworfen wird, oder hat ers nicht? wenn er es hat, wärs nach uziels argumentation zu gefährlich, anzugreifen. hat ers nicht, wäre es eindeutig nicht legitimierbar.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 21.03.2003    um 18:52 Uhr   
Zu infotain:

Das ich jetzt für eine Entmachtung von Saddam Hussein bin, hat nicht mit der Entfernung zu tun, sondern mit dem was noch kommen wird, wenn er seine Massenvernichtungswaffen und die dazugehörigen Trägersysteme auf dem Stand von vor 1991 hat.

Vielleicht hat es auch damit zu tun, daß ich weiß wie es in einem Land aussieht, daß von einem Terrorregiem regiert wird, aussieht.

Zu Deinen Aussagen, die Du aus meinen Argumenten ziehst:
Ein Pauschalisieren und das Herausschreiben von einfachen Parolen ist nicht wirklich passend.

Ich wiederhole es gerne nochmal:
Weder die Weltpolitik allgemein, noch dieser Konflikt im speziellen ist binär. Es gibt also nicht nur ein / aus, schwarz / weiß. Also versuche bitte nicht die hier dargebrachten Argumente zu einfach gestrickten Parolen umzumünzen.

Saddam ist gefährlich und er wird noch viel gefährlicher werden. Wenn man jetzt nichts gegen ihn unternimmt.

Uziel
  Top
"Autor"  
Nutzer: infotain
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.03.2003
Anzahl Nachrichten: 90

geschrieben am: 21.03.2003    um 19:04 Uhr   
@uziel
du hast recht mit deinem hinweis auf billige parolen! denn
(zitat)Saddam ist gefährlich und er wird noch viel gefährlicher werden(/zitat) ist zum beispiel eine solche!
fakt ist dass
- die usa und auch gb versucht haben dass nachzuweisen. klar wurde dabei allerdings, dass es nicht einen harten beweis für solche behauptungen gibt aber mehrfach den versuch, gefälschte beweise oder diplomarbeiten einzubringen und als fakten zu verkaufen. soweit überschreitungen der entsprechenden un-resolutionen nachgewiesen wurden, waren sie relativ harmlos und keinesfalls die usa bedrohend!
- die, die nun direkt damit beschäftigt waren (un, atomenergiebehörde), den irak zu kontrollieren, waren der meinung, dass es eindeutig auf friedlichem wege zu erledigen sei.
und auch damit hast du recht (zitat)Ein Pauschalisieren und das Herausschreiben von einfachen Parolen ist nicht wirklich passend(/zitat)
also, las doch dann solche bemerkungen wie
(zitat)Weder die Weltpolitik allgemein, noch dieser Konflikt im speziellen ist binär.(/zitat)
und immer noch warte ich darauf, dass einer hier mal bemerkt, dass nicht saddam hussein getroffen, sondern viel eher und viel mehr unschuldige ermordet werden. aber das wird leidenschaftlich....ignoriert.
  Top