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geschrieben am: 04.10.2005 um 21:34 Uhr
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liebes steven, du arglistiger schelm.
ich hoffe, wenigstens ein kleines glücksgefühl genossen zu haben und dir zu einem kleinen erfolgserlebnis vergolfen zu haben.
da komm ich entspannt von kabale und liebe (welches prima zum thema paßt ..) und finde treffe auf deine unwahren kabale.
du beziehst dich offensichtlich auf deinen (unsachlichen, da behaupteten) beitrag
(zitat)Nix für ungut, aber diese Thematik hat mit dem Thema nun wirklich nichts zu tun. Ich bin recht offen, was die Themenentwicklung von Threads ansich angeht, aber was die Kampangne mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt und derren Ursachen zu tun hat, erschließt sich mir absolut nicht. [..]Wenn ihr das diskutieren wollt, tut das bitte in einem neuen Thread.(/zitat)
aber wollen wir doch a bisserl bei der wahrheit bleiben, ja ? es liegt meines erachtens nicht an der arbeitslosigkeit, diese habe ich nämlich gar nicht erwähnt..sondern ich antwortete auf brass bezüglich
- generationenvertrag
- verfassungsauftrag
- den bankrotten staat
- die jugend von der straße zu holen
- machthungrige politiker
siehe Beitrag (da ist mir ein fehler unterlaufen, natürlich meinte ich nicht altersdemenz sondern alzheimer ..)
somit bin ich im übrigen auch auf die kinder und die alten eingegangen, oder ? und deine "begründung" ist schlichtwegs unwahr.
meine ausführungen standen jedoch im konflikt zu deinen sehr obszön im gassenjargon gehaltenen kommentaren deines letzten beitrages. darin liegt wohl eher der grund für deine löschung, - argumente hast du ja wie immer keine. dir paßte wohl schlichtwegs meine meinung nicht. aber das hatten wir ja schon ein paarmal, gelle ?
die sprache und argumentationstechnik deiner ausführungen widersprechen übrigens deinen theorien der selbständigen bildungsannäherung. naja, - eventuell liest du ja im moment zuviel bukovski. aber der zeigte mehr herz und demut trotz seiner prolligen aussprüche. es würde dir nicht schaden, an deiner sprachfertigkeit zu arbeitem und ab und an ein gutes buch zu lesen. die zeit hast du ja offensichtlich genug den ganzen tag .. also geh mal mit gutem beispiel voran ;-
die bildungsziele des abendlandes, welche auch dem kanon der literatur entsprechen, äußern sich sowohl in der form als auch im inhalt. dieses herumhacken auf den schwachen zeigt nicht nur bildungsferne, die daraus resultierende soziale inkompetenz und die verbalisierte angst, selbst teil der ausgeblendeten, verurteilten und geächteten schicht zu werden. ansonsten hätte das auch keiner nötig. siehe hartmut von hentig, einem der anerkanntesten pädagogen seit kriegsende. um dich richtig gespannt zu machen, sei dir schon im voraus verraten, daß bildung und wissen zwei paar schuhe sind ;-)
besagten gelöschten beitrag stelle ich zur diskussion unter siehe Beitrag.
apropos : wo jammer ich denn, bin verbittert oder fühle mich ungerecht behandelt ?
steven scheint jedoch heute selbst die lösung gegeben zu haben
(zitat)So seh ich das auch. Das eigene Ego, bzw. die Befriedigung des Bedrüfnisses nach Anerkennung & Selbstbestätigung durch andere steht bei manchen so sehr im Vordergrund ihres Handelns, dass sie die Gefühle und Bedürfnisse anderer einfach nicht wahrnehmen und sie ignorieren.(/zitat)
sowie
(zitat)
Kein Plan. Beschäftige mich nicht mit Dingen, die mich nicht betreffen.(/zitat)
damit sagt steven ja eigentlich schon alles..
EDIT : link Geändert am 04.10.2005 um 21:36 Uhr von starchaser Geändert am 06.10.2005 um 21:43 Uhr von starchaser |
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geschrieben am: 04.10.2005 um 21:55 Uhr
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Schon recht, großer Meister. Zusammenhänge erkennen war noch nie dein Ding, dafür um so mehr, Kommentare aus den selbigen zu reißen und streitsuchend zu verwenden.
Mach weiter so.
Steven |
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geschrieben am: 05.10.2005 um 01:26 Uhr
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hallo steven,
ich bin entsetzt,wenn lese "jeder, der wirklich will, findet einen Arbeitsplatz". Diese (Vor-)urteil hörte ich schon vor 25 Jahren. Wo bitte sind denn diese Arbeitsplätze? Wolltest Du Deinen teilen? Oder frühzeitig räumen? Mann... es gibt nicht genug Arbeit für alle in diesem Land!
Und diese Kampagne, die hilft da auch nicht weiter. Wo soll ich anpacken, wenns nichts zum Anpacken gibt? Wohin mit dem Optimismus, wenn ich z. B. eine Ausbildung zum KFZ - Mechaniker erfolgreich abgeschlossen habe, danach nicht übernommen werde, Monate oder Jahre durch diese Vermittlungsmühle gedreht wurde, selbst zusätzlich unzählige von Bewerbungsschreiben versandt habe und mit 25 Jahren nicht weiter bin als mit 20. Vielleicht hatte ich zwischendurch ne Chance, in einem dieser Gelegenheitsjobs ein wenig Arbeitsplatzluft zu schnuppern und Geld zu verdienen...natürlich nicht zu viel..gerade so, dass ich mich selbst versorgen kann. Keine Anschaffungen, keine Familie..wozu auch...das kann ich doch auch noch mit 30, wenn ich die soundsovielte Umschulung erfolgreich abgeschlossen und einen Job haben werde. Dann muss ich mich aber ranhalten. Den ganzen Optimismus voll entfalten...so richtig klotzen...könnte ja sein, dass mit 40 schon wieder alles vorbei ist, weil zufällig mein Arbeitsplatz weg rationalisiert wird und ich inzwischen zu alt für den Arbeitsmarkt bin...
Komm runter von Deinem Roß und begib Dich einmal in dieses Tal der sogenannten Jammerlappen. Sieh Dich sorgfältig dort um. Es könnte sein, dass auch Du dort irgendwann landest. Dann solltest Du gewappnet sein und Freunde haben.
Ich habe leider auch keine Lösung für die Gesamtsituation parat aber ich halte weder etwas von dieser Augenwischerei nach dem Motto "wenn wir nur lange genug über das gute reden, dann gehts uns auch gut", nichts vom Zurücklehnen und aus sicherer Position rumjammern, weil ich mir wegen der Benzinpreise keinen Zweitwagen leisten kann und schon gar nichts von Überheblichkeit.
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geschrieben am: 05.10.2005 um 08:35 Uhr
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(zitat)ich bin entsetzt,wenn lese "jeder, der wirklich will, findet einen Arbeitsplatz".(/zitat)Ich sprach zum einen von meiner Altersklasse und zum anderen sagte ich:(zitat)Wer wirklich will, der findet immer eine Ausbildung.(/zitat)Nichts anderes. Zu behaupten, dass es in Deutschland rund 5 Millionen freie Arbeitsplätze gibt, wäre absurd.
Steven |
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geschrieben am: 05.10.2005 um 10:48 Uhr
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... jetzt doch nochmal ich zum Thema Arbeitslosigkeit. (herrjeh)
Ohne jetzt genau nachzulesen wer es wann gesagt hat, wurde hier behauptet, es gäbe nicht mehr genug Arbeit in Deutschland und die Konzerne würden alles verlagern, was zu verlagern geht.
Das will ich ja auch gar nicht bestreiten. Genau hier steckt doch aber die Herausforderung an uns alle. Die Zeiten, in denen in Großunternehmen etliche zigtausend Arbeitskräfte gebunden waren, gehen für Deutschland allmälich zu ende. Dem müssen wir uns stellen. Es kann weder die Politik noch die Wirtschaft daran etwas ändern. Deutsche Arbeitskräfte sind zu teuer, um sie sich an nem Besen in ner Werkshalle festhalten zu lassen. Produktionsverfahren sind weitestenteils automatisiert, so dass es nur noch weniger Fachkräfte bedarf, z.B. ein Auto fertigzustellen. Es wird hier keine Rückwärtsentwicklung geben, diese Stellen sind ein für alle mal weg.
Darum müssen wir lernen umzudenken und was die Berufsaussichten angeht, brauchen wir mehr Flexibilität. Es mag ja sein, dass viele Facharbeiter aus den östlichen Bundesländern in die westlichen umgesiedelt sind. Doch sehe ich darin keine Lösung des eigentlichen Problems, sondern lediglich eine geographische Verschiebung. Sicher, der Einzelne wird sich freuen, wieder eine Arbeit gefunden zu haben, jedoch ändert sich deswegen an der Gesamtsituation nichts. Es müssen neue Ideen her, die Arbeitsplätze schaffen. Die kann nicht der Staat liefern, die müssen von uns selber kommen.
Ich persönlich sehe die Zukunft des "Kleinen Mannes" nicht mehr in Industrie oder Rohstoffgewinnung, sondern in der Dienstleistung z.B. Wenn man allein mal sieht, wie viele Leute mittlerweile erfolgreich Profiseller bei ebay geworden sind, ist das doch ein Indiz dafür, dass Service eine immer größere Rolle zu spielen beginnt. Wer sich in diese Richtung mal Gedanken macht, wie er sich selber einbringen kann, wird auch Mittel und Wege finden, wieder Fuß zu fassen. - Und chaser: Nein, ich glaube nicht, dass wir zukünftig 4,69 Mio Profiseller bei ebay haben werden.
Brass |
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube) |
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geschrieben am: 05.10.2005 um 11:04 Uhr
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| Liest sich gut. Und siehst du Brass, das was du da geschrieben hast, meinte ich mit 'einer Politik propagieren die zukunftsfähig ist'. Das wäre viel ehrlicher als diese Kampagne. Es ist doch offensichtlich, dass Arbeit aus Deutschland ausgelagert werden muss, weil sie hier zu teuer ist.Die Meinungsführer vermitteln uns in der Kampagne aber immer noch, dass mit genügend Innovation der Standort Deutschland ein führender Industriestandort bleiben kann. Das ist einfach unrealistisch und illusorisch. Und die Tendenz die du beschreibst, dass Deutschland zu einem Dienstleistungsland mutieren (muss) und generell über die Zukunft der Arbeit in Deutschland nachgedacht werden muss, ist nicht erst seit gestern absehbar. |
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geschrieben am: 05.10.2005 um 11:34 Uhr
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Prinzipiell würde ich dem in den beiden letzten Beiträgen gesagten zustimmen, was die Verlagerung von Arbeit ins Ausland angeht. Allerdings gibt es die gleichen Probleme wie im produktiven so auch im Dienstleistungsbereich. Nicht umsonst verlagert ein Unternehmen nach dem anderen z.B. Entwicklung, Buchhaltung oder Callcenter ins Ausland. Also auch dort wird der Arbeitsmarkt immer enger werden.
Innovation tut auf jeden Fall not und sie kann nicht direkt vom Staat kommen. Allerdings kann der Staat die Rahmenbedingungen abstecken - und dass tut er derzeit saumäßig. Wenn man anschaut, wieviel Geld für Bildung und Forschung ausgegeben wird, dann sind wir nicht weit von Entwicklungslandniveau entfernt und jedenfalls deutlich hinter dem zurück, was direkte Konkurrenten leisten. |
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geschrieben am: 06.10.2005 um 21:10 Uhr
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die dienstleistung, mag sie noch so gut sein, muß aber erst jemand bezahlen (wollen). denk an die vielen schwarz eingestellten hausangestellten.
daß es jobs zur genüge gäbe, zeigt doch der plötzliche bedarf an einteurikräften. deren einführung (welche mittelfristig schaden wird, da sie eben sozialbeitragsfrei sind) sehe ich als beweis an.
wenn ich jetzt mal ohne es zu begründen (das wäre meterweise text), die gewagte these in den raum stelle, daß es fast genauso teuer ist, einen arbeitslosen zu unterhalten, wie ihm eine reguläre stelle zu geben, zeigt das, daß es ein politisches interesse an arbeitslosigkeit gibt. dies zeigt sich auch darin, daß ähnlich aufgebaute staaten sehr wohl bessere beschäftigungsverhältnisse aufweisen.
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geschrieben am: 08.10.2005 um 00:42 Uhr
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@Brass und chaser: Natürlich gibt es ein wirtschaftliches/politisches interesse daran die Arbeit zu "entsozialisieren" Ich habe schon Anfang der 80er ein paar Vorlesungen zu dem Thema besucht,es ging da vorrangig um Agnelli und sein bei Fiat praktiziertes Modell die Arbeit immer mehr aus den Fabriken auszulagern und an scheinbar selbstständige Einzelunternehmen/Einzelpersonen zu verlagern. Der Gedanke dahinter ist doch recht einfach und klar:
1.) Ist der einzelne Kleinstunternehmer Sozialkostenfrei und im Preis vom Grossunternehmen/Auftraggeber beliebig zu drücken (sogar bis unter die Wirtschaftlichkeitsgrenze).und vor allem
2.) findet über diese Praxis eine Entsolidarisierung statt. d.h. ein abhängig vom Auftraggeber existierendes Kleinstunternehemn kann sich gegen Willkür und Ausbeutung nur durch Aufgabe seines Broterwerbs nicht aber durch Kampfmittel wie z.B. Streik wehren. Wenn sich jeder als Konkurent des anderen begreift wird es keinen Zusammenschluss und keine Gegenmacht mehr geben.
Gut,dieser Prozess ist jetzt schon seit ca 35Jahren am laufen (auch weil in diesem Punkt die Gewerkschaften erbärmlich versagt haben),aber mir will immer noch nicht (bin halt nen Sturschädel gg) einleuchten, dass diese Entwicklung zu meinem /unserem Vorteil sein soll.
Ich zumindest, begreife mich nicht als Sonne um die die Planeten kreisen,sondern in erster Linie als soziales Wesen, dessen Wohl und Wehe untrennbar mit dem Schicksal der Leute um mich herum verbunden ist.
O.k. Wer es vorzieht der grösste aller Haie werden zu wollen -weil nur der grösste aller Haie den Kampf im Haifischbecken überleben wird- oder, glaubt sich im Haifischbecken seine ruhige Nische aussuchen zu können........soll er/sie es versuchen .......viel Glück!!
Aber keiner von denen die sich auf diesen Weg machen, soll nachher kommen und erwarten, dass die die er zurückliess später seine Wunden lecken werden.
Geht los und amüsiert euch gut in diesem schönen "Auch du bist Deutschland Haifischbecken" macht euer Glück im Noeliberalen "Allein gegen alle" Spiel.
Aber jammert nicht rum wenn ihr scheitert!!
Nachsatz: Bedingung des Spiels (für alle blonden,naiven oder kurzatmigen noch mal angemerkt) ist, dass die allermeisten nicht über Los gehen werden und keine 4 Ackermanns einziehen werden...........................................................Sag mir :wo ist die Kaffebohne?? hier unter diesem Hütchen oder doch dort unter jenem??? komm schon mach deinen Einsatz.........es geht doch nur um deine existenz......warum zögerst du noch??? soll ich dir die Bohne nochmal zeigen???
freundlich lächelnd
DerUnhold
Geändert am 08.10.2005 um 00:47 Uhr von DerUnhold |
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geschrieben am: 08.10.2005 um 03:44 Uhr
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Hat einer die Streiks in Frankreich verfolgt?
Habt ihr euch schon mal gefragt, warum sowas in Deutschland keiner hinbekommt? Nicht mal bei Demos & Streiks gegen Hartz 4 haben sich die Menschen bewegt, obwohl nun alle jammern. Da wurde sich lieber über die Ossis lustig gemacht. Soviel zum Wir-Gefühl in Deutschland.
Steven |
| Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. |
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geschrieben am: 11.10.2005 um 00:53 Uhr
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(zitat)Nicht mal bei Demos & Streiks gegen Hartz 4 haben sich die Menschen bewegt, obwohl nun alle jammern(/zitat)
Könnte auch dran liegen, dass nicht jeder Hartz IV scheiße findet. Vorzugsweise die, die's nicht selber kassieren. Und ja, da gehör ich auch zu. |
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geschrieben am: 11.10.2005 um 21:02 Uhr
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(zitat)Guten Morgen,
erstmal einiges gelöscht, denn ich habe mich ansich klar ausgedrückt, auch wenn du, starchaser, das mal wieder nicht hören willst. Aber seis drum.
Schon alleine, dass einige hier diese Kampagne an die Arbeitlosen & Co. gerichtet sehen, zeigt doch auf, dass sich dieser minimale Bevölkerungsanteil wichtiger nimmt, als der gewaltige Rest, der satte 94% beträgt. Die darin enthaltenen Kinder & Alten lassen wir mal unberücksichtigt. Deutschland hat wohl noch mehr und durchaus auch wichtigere Probleme, als nur die Arbeitslosigkeit.
Steven(/zitat)
Ne kurze Anmerkung dazu:
Laut Abendschau (regionale Nachrichtensendung vom RBB) stand 11.10 2005:
In Berlin ist jeder sechste Haushalt von HartzIV betroffen.
Das heisst in Zahlen ca.300 000 Haushalte allein in Berlin sind HartIV oder ALG II Bezieher. Insgesamt sind in Berlin ca. 420 000 Menschen ALG II- oder Hartz IVempfänger.
Dies teilte der zuständige Sozialsenator heute mit.
Das bedeutet 16,66% aller Haushalte oder ca.12,38% aller Berliner (vom Baby bis zum Greis) leben auf dem Niveau das ehemals "Sozialhilfe" genannt wurde.
Das diese beträchtliche Minderheit einen wichtigen Einfluss auf das öffentliche Leben -sowohl gefühlt als auch wirklich- hat liegt auf der Hand. Kommt doch auf jeden "Sozialfall" mindetens einer der -berechtigt oder auch unberechtigt- wenigstens Angst hat, dass es ihm bald schon genauso gehen könnte.
Dies ist nicht durch schicke Werbekampagnen zu verändern, sondern nur durch die Änderung der Verhältnisse selber (durch die Politik).
Natürlich -behauptet ja auch niemand- zielt diese Kampagne nicht vorrangig oder gar allein auf die Arbeitslosen oder die von Arbeitslosigkeit bedrohten, aber die gesellschaftliche Realität der Massenarbeitslosigkeit zu negieren ist schon sehr gewagt, wenn nicht gar eine Frechheit.
freundlich,sachlich und wie immer leise schlurfend grüsst
DerUnhold |
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geschrieben am: 11.10.2005 um 21:42 Uhr
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Berlin ist ein äußerst dämliches Beispiel. Nirgends dürfte die Ausländerzahl so hoch sein, wie in Berlin. Interessant wäre eher mal die Arbeitslosenanteil deutscher Bürger. Diese Stadt mit den vielen Asi-Vierteln ist wohl kaum repräsentativ für das gesamte Deutschland. Im Übrigen wohnen selbstverständlich die meisten Arbeitslosen in der Stadt. Wo auch sonst?
Steven |
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geschrieben am: 11.10.2005 um 23:48 Uhr
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(zitat)Berlin ist ein äußerst dämliches Beispiel. Nirgends dürfte die Ausländerzahl so hoch sein, wie in Berlin. Interessant wäre eher mal die Arbeitslosenanteil deutscher Bürger. Diese Stadt mit den vielen Asi-Vierteln ist wohl kaum repräsentativ für das gesamte Deutschland. Im Übrigen wohnen selbstverständlich die meisten Arbeitslosen in der Stadt. Wo auch sonst? (/zitat)
das ist ja ne hackordnung wie im hühnerstall, steven : immer auf den nächstschwächeren .. ist zwar wuchtig formuliert - aber hat das eine mit dem anderen zu tun ?
wenn berlin ein schlechtes beispiel ist, dann ist es der osten auch - denn da ist die arbeitslosenzahl ja doppelt so hoch wie im westen, nicht wahr ? und wer ist nun im osten "schuld" an der misere ? *g
am besten wir nehmen bayern als maßstab aller dinge. die haben es aber auch nur deshalb soweit geschafft, weil die anderen bundesländer sie jahrelang hochfinanziert haben und es ihnen möglich war, in schlüsseltechnologien zu investieren. zum beispiel NRW mußte da ganz schön bluten. es war also nicht onkelchen stoiber, der sein versailles aus dem sumpf stampfte, sondern es war gemeinschaftsarbeit. da deutschland momentan leider der "investor" fehlt, wird sich das onkelchen ganz schön anstrengen müssen ..
in mecklenburg-vorpommern sieht es noch übler aus als in berlin. das liegt gewiß an den vielen "ausländern", "assis" und "ossis" dort ?
wenn "die ausländer" zuviel hartz bekommen, widerspricht das übrigens dem ausspruch, sie würden arbeitsplätze wegnehmen. offensichtlich haben "die ausländer" so eine art joker-funktion, - sie sind beliebig einsetzbar.
aber zurück nach berlin und zu "den" ausländern.
jeder dritte nichtdeutsche in berlin hatte im letzten jahr keine arbeit, nur wenige erhielten sozialhilfe. was haben also "die ausländer" mit hartz zu tun ? (außer um zu zeigen, daß ressentiments den arbeitsvertrag zunichte machen können)
die misere in berlin ist deutsche hausmannskost - denken wir an die bankengeschichte und an die zerschlagung des (ausländischen *g) mittelstandes in ostberlin.
wenn jemand als immigrant hartz bekommt, dann hat er sich diese ansprüche ehrlich erworben - durch arbeit, mit der er viele jahre auch inländer mitfinanzierte : 16% der nichtdeutschen rentner in der hauptstadt leben auf sozialhilfeniveau, - weil sie eben schlechter bezahlt wurden als die deutschen kollegas.
den vielen flüchtlingen wiederum kannst du auch nix vorwerfen, sie dürfen schlichtwegs nicht arbeiten. diese misere wird sich wohl mittelfristig ändern.
die mißstände, die du ansprichst, sind bekannt und der berliner senat ist derzeit dabei, sie abzuschaffen. so sollen mehr ausländer im öffentlichen dienst (polizei usw.) eingestellt werden und die (vor)schulische sprachförderung intensiviert werden. berlin hat es wohl endlich heraus, andere zu integrieren.
das wird die statistik aufpolieren und damit die vorurteile abbauen. (jajajaja.. jetzt nehmen sie noch schlechter qualifizierten deutschen die arbeit wech ..)
die 50 mrd für sozialhilfe sind ohnehin recht uninteressant gegenüber den ausgaben der anderen sozialkassen. und sehen wir uns noch pensionslasten und verschuldung (zinsen wie tilgung) an, dann sind die paar teuris wirklich krümel ..
kurzum : das klingt für mich wie wenn leute aus hamburg über ihr deutschtum sinnieren und vergessen, daß während der völkerwandung die slawen in sachsen ansiedelten. die sachsen wiederum haben die muschelschubbser unterworfen und das anrecht auf die erste nacht mit der braut in vollen zügen ausgenutzt. auch die wikinger puzzelten genomtechnisch gehörig mit..
ebenso einfach wie falsch erscheint mir der hinweis auf "ausländer" und "assis", weil damit eventuell das eigene ego befriedigt wird aber gewiß nicht der intellekt.
im osten haben wir 60.000 freie stellen und 1,8 millionen arbeitslose. also 30 bewerber auf eine stelle. an diesem verhältnis wird auch "du bist deutschland" nichts ändern..
da bleibt nur eins : die mauer aufbauen - das würde wieder ein paar milliarden in westliche branchen schwemmen ;-) (natürlich finanziert durch fördergelder an den osten, der dann wieder zu teuer ist ..)
Geändert am 11.10.2005 um 23:58 Uhr von starchaser |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.10.2005 um 20:46 Uhr
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Werter Steven, ist es so,dass du es nicht sehen willst, oder kannst du es nicht sehen???........("Sehen" könnte an dieser Stelle auch durch "Verstehen" ersetzt werden,aber ich will ja nicht polemisieren)
Selbstverständlich war Berlin nur ein Beispiel,ich hätte genausogut Recklinghausen oder Bochum,Dresden (obwohl die besten Werte in Sachsen) oder die Oberpfalz nennen können. Auch die Stadt Hof liegt da nicht weit weg (von den Werten, die ich nannte).
Also nochmal für dich und alle die es nicht verstanden haben:
Du fragtest warum die ganze Diskussion von einer 6% Minderheit bestimmt wird (nachlesen kannst du ja wohl selber deshalb spar ich mir das Zitat).Darauf habe ich dir exemplarisch an den Berliner Zahlen (weil die grad an dem Tag aktuell herausgegeben wurden) versucht begreiflich zu machen, das es sich
a) nicht um eine 6% Minderheit handelt (vergiss bitte in dem Zusammenhang nicht die, die zwar aktuell noch nicht betroffen sind, aber grosse Angst haben demnächst dazu zu gehören!!!) sondern um eine weitaus höhere (doppelt/dreifach so hoch) Betroffenenzahl.
b)Selbst in ehemals "sicheren" Firmen (Daimler-Benz,Siemens,Volkswagen um nur einige Beispiele zu nennen) grassiert die Angst vor Arbeitslosigkeit und dem damit verbundenen sozialem Abstieg.
c) daraus resultierend ein immer weiter zurückgehendes inländisches Kaufkraftpotential,was sich wiederum in Handel,Dienstleistung und besonders im Handwerk in schrumpfenden Umsätzen bemerkbar macht,was wiederum zu Zurückhaltung bei Festanstellungen führt...etc.etc...
Also die schlechte Grundstimmung in unserem Land beruht nicht nur auf der Faulheit einiger weniger "Sozialschmarotzer" sondern ist ein elementares Problem unserer Zeit.
Sicher kann man auch Stimmungen "leiten" oder "produzieren", aber an diesen -eben wichtigen (wie ich mit den Berliner Zahlen veranschaulichen wollte)-Problemen kommt auch die schönste Kampagne nicht vorbei.
Das sich Menschen denen es ans "Eingemachte" geht nicht in solcherlei "Schönrederei" wiederfinden hab ich ,glaub ich, schon einige Male erwähnt.
Also kurz und gut,lieber Steven guck doch einfach mal über deinen Tellerrand hinaus und dann wirst du verstehen, weshalb solch eine Kampagne auf Wiederstände trifft.
Du musst ja deshalb noch lange nicht die Gegenargumente ungeprüft übernehmen,aber du solltest sie wenigstens seriös abwägen, bevor du einen Teil der Bevölkerung abtust, der immerhin so gross ist, das es unseren Staat in den Ruin treiben wird, wenn keine Lösung für diese Probleme gefunden wird.
Im übrigen, wäre Deutschland eine börsennotierte Aktinegesellschaft, müsste sie schon längst einen Insolvenzantrag gestellt haben. Konkursverschleppung ist ein Straftatbestand!! g
freundlich aus dem Forum schlürfend
DerUnhold Geändert am 12.10.2005 um 20:51 Uhr von DerUnhold |
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geschrieben am: 12.10.2005 um 22:40 Uhr
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hm, - also daß die, welche nicht soviel erfolg haben, den staat in den ruin treiben, wage ich mal in frage zu stellen. wie gesagt sind diese ausgaben eher marginal als belastend für das gesamtetat.
selbst die explodierenden ansprüche aus renten und pensionen dürften die gesellschaft nicht wirklich zum einsturz bringen, - auch wenn das gern so dargestellt wird. dafür gibt es ja die einrichtung der umverteilung, welche nicht mehr in einem engen nationalen rahmen zu sehen ist.
die verunglimpfung der erfolglosen, deren es immer mehr werden und derer, welche sich - mit vollem grunde -, ängstigen, wiederum ist in der tat ein gräuel. denn schon lange gehören zu den verlierern selbst hochgebildete und spezialisierte leute. deren qualifikation wiederum hemmungslos ausgebeutet wird in "ein-euro-"-jobs. wobei die organisationen quasi den lohn und zusätzlich gewinn verzeichnen über die "verwaltungs-"gebühr.
es läuft alles auf die frage hinaus : warum zum teufel soll ich den anderen denn alimentieren ? der blöde kerl soll für sich selbst sorgen !
ein autounfall oder eine krankheit genügt, um selbst steven daran zu erinnern, daß solidarität sich letzten endes auszahlt. spätestens in solchen unvorhersagbaren situationen wird man sich des schwertes bewußt, welches über damokles schwebt. denn alles hat ein ende - nur die wurst hat zwei ;-)
das postulat der kampagne nach mehr eigenverantwortung, ist doch nichts anderes als schönfärberei für die ausgrenzung dererer ohne eigene lobby. und der ruf nach weniger staat klingt langsam fast wie "weniger demokratie".
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geschrieben am: 13.10.2005 um 09:58 Uhr
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Mein lieber chaser,wie du aus meinem Beitrag herausliest,dass die sozial abgehängten-oder wie du schreibst erfolglosen- den Staat in den Ruin treiben, ist mir Schleierhaft.
Ich dachte es deutlich genug ausgedrückt zu haben,aber sei es drum hier also nochmal: Nicht die sozial hintenanstehenden treiben den Staat in den Ruin, sondern die volkswirtschaftlichen Kosten die im Zusammenhang mit Massenarbeitslosigkeit entstehen(entstanden sind). Bitte den Unterschied -auch wenn er sich nur klein anhört,verändert er doch die Aussage ins diametrale Gegenteil- zu beachten!!!
Eine dauerhafte (inzwischen ist die Zeit der "Vollbeschäftigung" bereits weit mehr als 25 Jahre vergangen)Massenarbeitslosigkeit führt ZWANGSLÄUFIG zum Kollabieren(Zusammenbrechen) jedes staatlichen Finanzwesens.
Nicht durch die direkten Kosten die damit verbunden sind, sondern durch die Kumulation (Anhäufung) der gesamten damit in Verbindung stehenden Ausgaben sowie die Einnahmeverluste. Bitte erspare mir dies im einzelnen und ausführlich nachzuweisen-es würde mehrere Seiten lang dauern und sicherlich die meisten "Mitleser" erheblich ermüden.
Theoretische Literatur zum Thema gibt es nun weiss Gott (und das aus dem Mund eines Atheisten ggg) genug,mag sich jeder ernsthaft interessierte doch selber schlau machen.
Jedenfalls gibt es -meines Wissens- keinen ernsthaften Volkkswirtschaftler,der diese These bestreitet.
Ansonsten stimme ich dir weitgehend zu,besonders da, wo du auf den Zusammenhang zwischen dem heute so modernen Begriff der "Eigenverantwortung"und der -im Umkehrschluss- daraus sich ergebenden Verantwortungslosigkeit der Gemeinschaft (also des Staates) dem einzelnen gegenüber, verweist.
Nicht umsonst habe ich weiter oben den kleinen Hütchenspielervergleich herangezogen.Handelt es sich doch, bei der Beschreibung der Vorteile einer "Neoliberalen Weltordnung", im groben um nichts weiter als Taschenspielertricks,die verschleiern sollen, dass wir uns auf diesem Wege direkt -ähnlich dem Zug der Lemminge- auf den Abgrund zubewegen.
Allzugerne wird darüber hinweggesehen, dass wir uns alle auf einer kleinen Kugel (jedenfalls kugelähnlich) im All bewegen und alleine deshalb Solidarität ein Überlebensgebot ist.
Ich weiss,das ist ein eigentlich anderes Thema, aber gelegentlich scheint es mir notwendig auch mal auf übergreifende Zusammenhänge hinzuweisen.
gut gelaunt, einen schönen Sonnentag geniessend
DerUnhold
Geändert am 13.10.2005 um 10:02 Uhr von DerUnhold |
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geschrieben am: 14.10.2005 um 21:28 Uhr
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mal ein nachtrag zu den arbeitsniederlegungen in frankreich :
die ebenso wirtschaftlich gebeutelte grand nation mit den deutschen zu vergleichen erscheint mir unangebracht.
die deutschen radfahrer sind in solchen fällen weitaus pflegeleichter, - die franzosen scheuen sich nicht, kurz mal einen auf chaos-tage zu machen. historisch gesehen zieht deutschland als verspätete nation den entwicklungen mit der zeit nach, - ruhiger, gepflegter und kontrollierbarer. bildlich : frankreich als sturmumtobtes kliff und deutschland als welle, die langsam am strand ausläuft. das hat etwas mit der anerzogenen mentalität zu tun. erinnern wir uns an den generalstreik in frankreich 1995, und 1968, der einen regierungswechsel auslöste und de gaulle zum rücktritt zwang.
auch empfinden franzosen mehr solidarität für mitfranzosen. so streiken dort die lehrer, wenn sie der meinung sind, das personal bei der bahn bedürfe einer gehaltsaufbesserung, nicht betroffene winken nicht ab, wenn betroffene demonstrieren. so werden die streiks von der gesamtbevölkerung eher wohlwollend aufgenommen. frankreich ging es im übrigen nie so gut wie einem großen teil in deutschland.
die nichtbeachtung der streiks im osten ( nicht nur durch wessis ) ist in der tat ein problem. den wahlen zufolge hat der wähler jedoch den parteien ihr handeln verziehen. gleichzeitig haben sich jedoch die proteste politisch manifestiert in form der linkspartei (und natürlich auch in den erfolgen des ultrarechten spektrums). somit blieben die proteste nicht ohne wirkung.
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geschrieben am: 04.11.2005 um 23:30 Uhr
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Ich hab da mal ne Frage:
Wenn ein deutscher Schmetterling mal mit den Flügel wackelt und dadurch einen Taifun auslöst...wer ist dann verantwortlich,für die Toten die dieser Taifun hinterlässt?
Ich finde es doch etwas seltsam so einen Vergleich zu bringen...wo in letzter Zeit Hurricans,Taifune und watt weiss ich noch,so viel Unglück hervorbringen...oder ? |
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geschrieben am: 06.11.2005 um 07:10 Uhr
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(zitat)Ich hab da mal ne Frage:
Wenn ein deutscher Schmetterling mal mit den Flügel wackelt und dadurch einen Taifun auslöst...wer ist dann verantwortlich,für die Toten die dieser Taifun hinterlässt?
Ich finde es doch etwas seltsam so einen Vergleich zu bringen...wo in letzter Zeit Hurricans,Taifune und watt weiss ich noch,so viel Unglück hervorbringen...oder ?(/zitat)
Ich habe da mal ne Antwort:
Die Chaostheorie ist ein komplexes Forschungsgebiet, welches mathematische und physikalische Phänomene zu erklären versucht. Von einem deutschen Schmetterling ist niemals die Rede gewesen. By the Way, seit wann bekommen Tiere in Deutschland ne Staatsangehörigkeit??
Da es sich bei der fiktiven Auswirkung des Flügelschlages nur um eine der unbegrenzten Möglichkeiten handelt, die ein solcher Flügelschlag zur Folge haben könnte, dieses aber noch nie beobachtet, geschweige denn bewiesen werden konnte, kann man mit einigem Recht zu dem Schluss kommen, es handelt sich um eine Abstraktion, die eine der Grundlagen der Chaostheorie populärwissenschaftlich beschreiben soll.
Wenn etwas fiktiv beschrieben wird, hat das selten reale Opfer zur Folge. Oder ist dir etwa schon mal der Gedanke gekommen, die Textaufgaben aus deinem Mathebuch finden täglich auch real statt??
Der "Vergleich" ist weder unmoralisch noch ethisch verwerflich. Das Ignorieren von physikalischen und/oder mathematischen Hypothesen führt höchstens zu ner Pisa 6 nicht aber zu Opfern von Naturkatastrophen. - Jedenfalls nicht direkt.
Rudi schau mal ... 1+1=2 << diese Addition hat es überhaupt erst möglich gemacht, dass die Atombombe gebaut werden konnte. Versuch dich lieber daran, statt Schmetterlingen eine Staatsbürgerschaft anzulasten. fg
Brass |
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube) |
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geschrieben am: 06.11.2005 um 14:10 Uhr
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ich glaube, jay hat lediglich die form kritisiert. nicht um taifunopfer getrauert ..
uebringens wuerde in mathebuechern nie in ebendiesen gerechnet werden, dein vergleich hinkt :)
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in the future
no one will be famous |
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geschrieben am: 16.11.2005 um 17:49 Uhr
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der flügelschlag wirkt : die exporte steigen und die lohnkosten sinken ! :-)
PS : 1+1=2 ist gar nicht so gewiß, - siehe orwells 1984 ;-) |
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geschrieben am: 27.11.2005 um 12:19 Uhr
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Link
Soviel noch dazu. :-) |
| "Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw |
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geschrieben am: 29.11.2005 um 10:06 Uhr
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"Du bist Deutschland"
eine schwachsinnige Kampagne schwachsinniger Medien in einer schwachsinnigen Zeit, in der Deutschland von schwachsinnigen Politikern nur so überschwemmt wird...
Was kommt als nächstes? "Schnauze voll - DU bist Terrorist"? |
Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw) |
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geschrieben am: 30.11.2005 um 01:00 Uhr
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| eventuell sind ja nur die bürger schwachsinnig ? *g |
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