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geschrieben am: 01.10.2005 um 08:55 Uhr
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Ende der 80er kam dann die Wiedervereinigung. Kohl und Co. verkannten die wirtschaftliche Lage der DDR völlig. Ein volkswirtschaftliches Desaster begann, dass aus blindem Aktionismus und arroganter Überheblichkeit ("Das zahlen wir aus der Portokasse." T.Waigel) unseren Sozialstaat in den Ruin trieb.
Erst Ende der 90er Jahre, mit Schröder als Kanzler, begannen erste, zaghafte Reformen des Staatsgebildes. Bis diese Reformmaßnahmen greifen, werden noch Jahre vergehen. - Auch wenn es bei den Krankenkassen schon jetzt wieder Überschüsse gibt, wird es noch einige Jahre dauern, bis aus den jetzt angefangenen Reformen verwertbarer Nutzen für Staat und Bürger hervorgehen werden.
Doch zurück zur Kampagne.
Als der Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder liefen, identifizierte sich das Volk mit dem Staat. Doch es bildete sich stetig eine neue Grundströmung aus. - Die Mitnehmermentalität. Daraus resultiert die heutige Grundeinstellung in der Bevölkerung. - Keine Identifikation der breiten Masse mehr mit dem Staat, Egoismus an allen Orten und ein möglichst lautes Klagen über alles Mögliche, um einen Rechtfertigungsgrund für sein bequemes Stubenhockerdasein zu haben.
Viele sind der Meinung, unsere Politiker seien Stümper und können nichts. Aber auf die Idee, dass sie es selber sind, die stümperhaftes Verhalten an den Tag legen, kommen die wenigsten. Die Politiker sind auf die Mitarbeit des Volkes angewiesen. Die können in Berlin lange regieren, wenn der Tag lang ist. - Macht das Volk nicht mit, bringt keine einzige Maßnahme irgendwas. Beispiel? Wenn der Arbeitslose Maler, Maurer, Kaminbauer, Installateuer.... jahrzehntelang die Hand beim Staat aufhält, um Arbeitslosengeld/hilfe oder Sozialhilfe zu kassieren, und dennoch jeden Tag arbeiten geht und mit seiner "Billigarbeit" die regulären Arbeitsplätze seiner Kollegen gefährdet, die weiterhin rechtschaffend arbeiten, ist das nicht nur Schmarotzertum, sondern im höchsten Maße staatszersentzend. Die Folgen aus der Schwarzarbeit am Bau sind, dass deutsche Bauunternehmen Arbeiter aus Billiglohnländern einstellen müssen, um überhaupt noch mal an einen Auftrag herankommen zu können. Während die Geschäfte der Schwarzabeiterkollonnen florieren, das Heer der Schwarzarbeiter vom Staat die Sozialleistungen abkassieren und ihren Arbeitslohn unversteuert in die eigene Tasche fließen lassen, fordern sie auf der anderen Seite mehr staatliche Zuwendung. (Kindergärten bauen z.B.)
Diese Kampagne soll zum Nachdenken anregen. - zum Diskutieren und Streiten. Sie soll deutlich machen, dass es uns allen viel viel besser gehen würde, wenn wir alle zusammen an einem Strang ziehen würden, statt das jeder für sich in die eigene Tasche wirtschaftet. - Was wäre denn so schlimm daran, das "Wir Gefühl" aus der Fankurve hinaus zu tragen aus dem Stadion? - Nicht um zu randalieren und zu zerstören, sondern um endlich mal wieder miteinander etwas zu schaffen, statt gegeneinander zu marodieren.
Wenn nur einer in Deutschland auf Grund von Diskussionen, die er wegen dieser Kampagne führt, zu einer positiven Einstellung zu seiner persönlichen Zukunft gelangt, hat sich die Kampagne schon gelohnt. Denn dieser eine könnte den Mut finden, eine Idee aufzugreifen, die schon lange in ihm schlummert und aus der in wenigen Jahren viele Arbeitsplätze wachsen können - Ich finde, das ist eine gute Perspektive.
Brass Geändert am 01.10.2005 um 09:14 Uhr von Brass |
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube) |
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