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Anarchie

Nutzer: kikira
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geschrieben am: 05.01.2004    um 08:31 Uhr   

Was denkt Ihr über Anarchie? Ist Anarchie praktikabel? Und wenn, wie würde das in der Praxis aussehen?
l'âme voit tout, mais le coeur n'aime pas croire
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Nutzer: Carina35
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geschrieben am: 05.01.2004    um 11:50 Uhr   
mh..<<<du gehst auf die straße und zerstörst, was dir in den weg kommt...>>>

DAS ist Anarchie!

aber ist es eigentlich wichtig, dass du das weißt?

der duden sagt: zustand der herrschafts-gesetzlosigkeit; chaos in polit. wirtschaftl. o. ä. hinsicht

anarcho: jemand, der sich mit gewaltsamen aktionen gegen die bürgerliche gesellschaft auflehnt

anarchismus: lehre, die sich gegen jede autorität richtet und für unbeschränkte freiheit des individuums eintritt
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Nutzer: Noxiel
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geschrieben am: 05.01.2004    um 13:25 Uhr   
Nur ein Eremit ist ein wahrer Anarchist!
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Nutzer: Chatmaster
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geschrieben am: 05.01.2004    um 15:04 Uhr   
anarchie ist sabotage der ordnung, sinnlose zerstörung. dinge werden zerstört die dann durch eigenmittel oder öffentliche mittel wieder hergerichtet werden müssen. wenn sie zerstören wollen, dann sollen sie doch ihre eigene bude kurz und klein hauen, sofern sie überhaupt eine besitzen.
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Nutzer: Darknights
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geschrieben am: 05.01.2004    um 18:07 Uhr   
ich dachte anarchie bedeutet das sich ein paar bürger treffen und über gesetze reden die dann auch durchgesetzt werden. weiss das nicht mehr so genau..da hat mal jemand ein buch drüber geschrieben..also auf jeden fall mehr freiheiten und mitbestimmungsmöglichkeiten für das volk..bedeutet nicht wirklich das nur chaos herrscht. weiss jemand den buchtitel und autor?? war ziemlich interessant!
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 05.01.2004    um 21:38 Uhr   


(zitat)aber ist es eigentlich wichtig, dass du das weißt?(/zitat)

Ich selbst hab mir eine Meinung dazu gebildet. Mich würd bloß interessieren, welche Meinung Ihr dazu habt.

@Noxiel
Ich glaub, das wär der einzige Weg, wie Anarchie durchführbar wär, hihi.

@Darknight
Anarchie steht dafür, alle Gesetze außer Kraft zu setzen - mit jedem beliebigen Mittel - auch mit Gewalt.
Die Anarchie will völlige Gesetzlosigkeit.

kiki

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Nutzer: Angua
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geschrieben am: 05.01.2004    um 22:57 Uhr   
na also, endlich wieder ein schubladen-thread.
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Nutzer: Haymarket
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geschrieben am: 05.01.2004    um 23:07 Uhr   
als langjähriger Anarchosyndikalist, der sich auf die Tradition Joseph Proudhons, Kropotkins oder Duruttis beruft, kann ich über das hier propagierte anarchismusbild nichtmal müde lächeln. Das ist ja noch nichtmal Laienwissen, sondern dumpfe Polemik.

Anarcheie leitet sich von 'an archos' sprich "ohne Herrschaft" ab. Anarchie richtet sich gegen unterdrückung, Herrschaft und Zwang, nicht gegen Organistaion.
Geändert am 05.01.2004 um 23:22 Uhr von Haymarket
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 06.01.2004    um 00:13 Uhr   

Hmm..dann hab ich ein falsches Bild davon. Würd mich freuen, wenn du mir mal deine Vorstellung von Anarchie in der Praxis umreißt, oder eben, wie so etwas deiner Meinung nach aussehen könnte.

kiki
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Nutzer: Gast_knuddelblitz
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geschrieben am: 07.01.2004    um 01:41 Uhr   
darknights, das ist demokratie worüber du gelesen hast.
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Nutzer: Haymarket
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geschrieben am: 07.01.2004    um 17:26 Uhr   
Mal eben Anarchie umreißen, sehr komisch, aber leider nahezu ein ding der Unmöglichkeit, wenn man nicht den Rahmen dieses Forums sprenegn will. Hier trotzdem eine kurze Definition:

"Anarchismus heißt, dß Sie frei sein werden; daß niemand Sie versklaven, Sie herumkommandieren, Sie berauben oder mißbrauchen wird. Das bedeutet, daß Sie die Freiheit haben werden, das zu tun, was Sie wollen, und daß Sie nicht gezwungen werden, etwas gegen ihren Willen zu tun. Das bedeutet, daß Sie die Möglichkeit haben, ohne Einmischung anderer so zu leben, wie Sie es wünschen. Das bedeutet, daß Ihr Nachbar die gleiche Freiheit hat wie Sie, daß jeder dieselben Rechte und Freiheiten besitzen wird. Das bedeutet, daß alle Menschen Brüder sind und wie Brüder in Frieden und Harmonie lebe werden. Das heißt, daß daß es keine Kriege geben wird und keine Gewaltanwendung einer Gruppe gegen die andere, kein Monopol, keine Armut, keine Unterdrückung und kein Ausnutzen des Mitmenschen.
Kurz gesagt: Anarchismus heißt die Gesellschaftsform, in der alle Männer und Frauen frei sind und in der alle die Vorteile eines geregelten und sinnvollen Lebens genießen."
(aus: Alexander Berkmann, ABC des Anarchismus, 1929)

Die beste Einführung in die Theorie des Anarchismus ist wohleben jenes Buch das "ABC des Anarchismus" von Alexander Berkmann.
Link

auch sehr empfehlenswert sind
"Leben ohne Chef und Staat" von Horst Stowasser und
"Unter schwarzer Fahne" von J. F. Wittkop

Gute Links zu dem Thema:

die "Freie ArbeiterInnen Union"(FAU) eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft --> www.fau.org
oder die "Graswurzelrevolution" --> www.graswurzel.net

Noch soviel zu meinem Selbstverständniss als Revolutionär:

"Wir sind es, die wir die Städte und Paläste - hier in Spanien und in Amerika und überall - gebaut haben. Wir Arbeiter können andere Städte und Paläste an ihrer Stelle aufrichten und soger bessere. Wir haben nicht die geringste Angst vor Trümmern. Wir werden die Erben dieser Erde sein... Hier, in unserem Herzen, tragen wir eine neue Welt. Jetzt, in diesem Augenblick, wächst diese Welt."
(Buenaventura Durruti, Kämpfer gegen den Faschismus im Spanischen Bürgerkrieg)

P.S. Er meint damit nicht, dass man Trümmer schaffen sollte, sondern, dass die Bourgeoisie die Welt gerne in Schutt und Asche legen kann, wenn sie die Bühne der Geschichte verlässt.
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 08.01.2004    um 06:08 Uhr   
(zitat)"Anarchismus heißt, dß Sie frei sein werden; daß niemand Sie versklaven, Sie herumkommandieren, Sie berauben oder mißbrauchen wird. Das bedeutet, daß Sie die Freiheit haben werden, das zu tun, was Sie wollen, und daß Sie nicht gezwungen werden, etwas gegen ihren Willen zu tun. Das bedeutet, daß Sie die Möglichkeit haben, ohne Einmischung anderer so zu leben, wie Sie es wünschen. Das bedeutet, daß Ihr Nachbar die gleiche Freiheit hat wie Sie, daß jeder dieselben Rechte und Freiheiten besitzen wird. Das bedeutet, daß alle Menschen Brüder sind und wie Brüder in Frieden und Harmonie lebe werden. Das heißt, daß daß es keine Kriege geben wird und keine Gewaltanwendung einer Gruppe gegen die andere, kein Monopol, keine Armut, keine Unterdrückung und kein Ausnutzen des Mitmenschen.
Kurz gesagt: Anarchismus heißt die Gesellschaftsform, in der alle Männer und Frauen frei sind und in der alle die Vorteile eines geregelten und sinnvollen Lebens genießen."
(aus: Alexander Berkmann, ABC des Anarchismus, 1929(/zitat)

Nun, die Theorie liest sich ja ideal, aber wie sieht es in der Praxis aus? Denn das war meine Frage.

Ein Beispiel: Jemand schlägt wiederholt seine Ehefrau, was ja nun nicht gerade eine Seltenheit ist oder gar ein aus der Luft gegriffener Fall.

Wie steht es nun mit der Freiheit der Ehefrau? Wohin wendet sie sich und wie wird nun gegen den Mann vorgegangen? Wer beschließt, was mit dem Mann passiert? Oder bedeutet Anarchie, dass dem Mann die Freiheit zugestanden werden muss, seine Ehefrau schlagen zu dürfen?

Und wenn nun gegen den Mann vorgegangen wird, so wird doch die Freiheit des Mannes eingeschränkt, denn ein anderer erhebt sich zum Richter des Mannes. Folglich ist der Mann auch nicht mehr allen anderen gleichgestellt.

Wird aber nun NICHT gegen den Mann vorgegangen, ist die Freiheit der Ehefrau eingeschränkt und daher nicht mehr allen anderen gegenüber gleichgestellt, denn ihr Recht wurde beschnitten.

Dieses Beispiel kann man auf alle Bereiche des täglichen Lebens wie auch auf alle Kriminelle ausweiten: Diebe, Mörder..usw..

Ergo: Gleichheit für alle und Freiheit für jedermann ist eine Utopie!

Denn selbst wenn Anarchie ausgerufen wird, so gibt es immer noch vom Charakter her unterschiedliche Menschen - welche, die andere respektieren und achten und welche, die das nicht tun.

kiki
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Nutzer: sowasvonschlau
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geschrieben am: 08.01.2004    um 15:22 Uhr   
Was mich interessiert ist wie Leute ständig auf diesen
Anarchie=Alles Zerstören Trichter kommen?

an sonsten:
Anarchie ist eine völlig unrealisierbare Theorie.
Ich hab einmal von einer AnarchieTheorie gelesen in der beim Kriegsfall der Gegner durch eine nicht hierarchisch organisierte Armee aus Freiwilligen abgewehrt werden soll *g* Von da an war das Thema für mich drüber.
Nur mal so, es ist zweifelsfrei der Fall das es IMMER Kriminalität geben wird solange es uns gibt, wer bestraft/verhaftet Kriminelle und beschränkt sie damit in ihrer Freiheit? Wer legt Gesetze fest? Wenn nciht GEsetze woran halten sich Bürger dann? Denn was dein Recht ist muss noch lange nicht meins sein.
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Nutzer: StereoSushi
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geschrieben am: 08.01.2004    um 17:54 Uhr   
Nun denn....erstma hallo ;)
Ich würde gerne mal ein paar Worte loswerden, hab das Gefühl die müssen jetzt sein.....
Der Folgender Text ist ausschliesslich meine persönliche Meinung und nicht dazu bestimmt, Diskussionen vom Zaun zu brechen.Folglich: zustimmen oder ablehnen, aber rechtfertigen werde ich mich dafür nicht.In diesem Sinne *küsschen*
Also erstmal würde ich behaupten, dass alle Formen des Zusammenlebens in einer Gesellschaft,hinsichtlich ihrer "idealen" Umsetzung, utopisch sind,sei es eine Staatsform wie Sozialismus(als übergang zum kommunismus),Demokratie(diktatur lass ich hier bewusst einmal aus) oder eben ein Zusammenleben im eigentlichen Sinne wie es die "anarchie"bzw die variante des "utopischen sozialismus"(vgl. utopischer sozialismus) vorsieht.
Ich glaube,dass deren "Erfinder"und "Erdenker"(übrigens: wer sich dafür interessiert, sollte soziologie studieren;))durchaus bewusst war,dass ihre Vorstellungen utopisch waren/sind, Sie aber weiterhin daran festgehalten haben,weil,so stell ich mir das zumindest vor, es eben nicht darum geht,eine solche "Lebensform" mit allen mitteln straight durchzuziehen, sondern vielmehr darum, Möglichkeiten aufzuzeigen,wie ein friedliches Leben miteinander unter Betrachtung gesellschaftlicher und kultureller Weiterentwicklungen aussehen kann.Meiner Meinung nach sollte man auch immer die Entwicklung einer solchen Theorie unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen gesellschaftlichen und kulturellen Umstände betrachten.Wenn wir schon soweit gekommen sind ;)
Zum Thema Anarchie würde ich sagen,dass es dem Sozialismus sehr verwandt zu sein scheint,...je nach auslegung des begriffes. An dieser Stelle möchte ich auch noch auf den Punkt der "Utopie" eingehen. Ich würde ja behaupten , dass ein solches Zusammenleben, wie das des anarchismus (drücken wir mal ein auge zu ;), im kleinen Rahmen garnich mal so "unrealistisch" ist. Natürlich,wenn man von 80 Millionen Menschen ausgeht, kann man gewiss von Utopie sprechen, aber im "kleinen Rahmen" sicherlich durchführbar(kibbuz????).Wie groß bzw klein der auch immer sein mag hängt wohl von den Menschen ab , die sich für ein solches Zusammenleben entschieden haben.....texttexttexttextlaber

So ich hoffe für Erheiterung ist gesorgt:)
Ps: kiki , hab einige deiner postings im politik - todes-forum gelesen ;) fand sie gut.....ach ja aber den taktiker find ich auch gut,wenn ich den lese, izZz immer grosses Rätselraten angesagt .....ob er den roten faden auch so oft sucht wie ich?? keiner weiß es ;)

alright ...

amen

[edit:um mißverständnisse zu vermeiden,wurde der text inhaltlich umstrukturiert];)
Geändert am 19.01.2004 um 21:19 Uhr von StereoSushi

Geändert am 19.01.2004 um 21:30 Uhr von StereoSushi
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Nutzer: Haymarket
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geschrieben am: 08.01.2004    um 18:03 Uhr   
Zur Praxis:

Anarchie funktioniert natürlich nur unter AnarchistInnen und AnarchistInnen üben keine Gewalt aus, es werden sich keine Eheleute mal eben so zusammenschlagen.
Und wie bitte soll ich was zur Praxis der Anarchie sagen? Die Theorie ist der Weg dahin, erst wenn dieser Weg zu einem gewissen grade gegangen ist kann man sagen, was in solchen Fällen passieren wird. Anarchismus wird nicht einfach ausgerufen und ist dann da. Anarchismus ist das Endprodukt eines sozilaistischen Weges, der eine emanzipation des Menschen nach sich zieht. Die Welt wird Stück für Stück libertärer, sprich anarchistischer werden.

Ich kann doch nicht sagen, wie eine anarchistische Ehe ausssieht, solane es noch Faschisten, Hunger und Krieg gibt.

Anarchie ist also eine Utopie? Dann erzähl den bauern im 13. Jhd. mal was von Parlamentarismus, die werden dir auch sagen "Das ist Utopie!". Solange ich an den Anarchismus glaube, werde ich für ihn kämpfen, mir ist egal wann er kommt, sondern wichtig ist DAS er kommt!

Zum Thema "Anarchie geht nicht!":

Anarchie ist machbar Frau nNachbar, man werfe einen Blick in die Geschichtsbücher und schlage unter Machno-Bewegung, Kronstadt-Revolte oder Spanischer Bürgerkrieg, da HAT anarchie funktiniert, bis sie von den Faschisten und/oder Bolschewiki zerschlagen wurde. Wenn ein System, durch ein menschenverachtendes System von aussen zerschlagen wird, so kann man es ihm nicht vorwerfen, meiner Meinung nach! Dann funktioniert auch unser Parlamentarismus nicht, wie man 1933 gesehen hat.

Viva la FAI, viva la CNT!
Geändert am 08.01.2004 um 18:09 Uhr von Haymarket
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Nutzer: Lazor
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geschrieben am: 10.01.2004    um 22:39 Uhr   
Auch wenn die vollends "funktionierende" Anarchie eine Utopie ist, so könnte sie doch als Übergang dienen. Als Übergang zu einem neuen, sauberen Sozialsystem. Ein von Grund auf neues System ohne all die korrupten Politiker, die Monopole, die Patente...

Wenn erstmals eine zeitlang der Sturm der Anarchie gewütet hat, so folgt die Neugliederung... so dass es danach besser ist als vorher...

wie wenn man die Festplatte neu formatiert ;)



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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 11.01.2004    um 11:43 Uhr   
(zitat)...der Sturm der Anarchie gewütet hat(/zitat)

Na also.....so megafriedlich hört sich das für mich nicht an.

Celestine
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geschrieben am: 11.01.2004    um 11:56 Uhr   
..das hängt immer davon ab, wie zufrieden man mit der jetztigen regierung ist, doch das ist nicht das thema ;)

ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass bei ausruf der anarchie alle wie wild plündern gehen und so...
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"Autor"  
Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 11.01.2004    um 12:16 Uhr   
Aber genau das passiert doch überall da, wo es keinerlei ordnende Macht mehr gibt. Siehe Irak.. (eigentlich jedes Land/Gebiet in dem ein Rechtssystem außer Kraft gesetzt wurde....) Was bleibt ist Chaos.

Celestine
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 11.01.2004    um 12:30 Uhr   
hihi Celeste...

Ich glaub, dass der Beginn nach jeder Zerstörung durch Krieg oder Diktatur immer ein gemeinsames Zusammenhelfen ist, sei es, weil die Menschen sich nach Ordnung sehnen oder sei es, weil sie durch das eben Erlebte gemeinsam aufbauen wollen, was zerstört wurde und es besser machen wollen.
Wie bei Katastrophen, wo plötzlich alle zusammen helfen und jeder seine eigenen kleinlichen Problemchens hintan stellt, weil es Wichtigeres zu tun gibt. In Zeiten des Umbruchs und des Aufbruchs vergisst der Mensch seinen Egoismus und denkt an die Gesamtheit.
Aber mit der Zeit stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein und auch der Effekt, dass man immer mehr will, weil man unzufrieden wird mit dem, was man bereits hat.
Und dann beginnen wieder all diese menschlichen Schwächen zu greifen, wie Profilierungssucht, Korruption, Intrigen, Streitigkeiten usw...
Ich denk da an den 2. Weltkrieg, den Fall der Berliner Mauer usw..., aber auch an den Kommunismus, der in seiner Reinform doch ideal ist, bloß leider nicht praktizierbar.
Und ich denke, mit der Anarchie würde dasselbe passieren.
Am Anfang vielleicht ideal...mit der Zeit wäre er kaum von einer Demokratie in ihrer praktizierten Form zu unterscheiden, mit all den korrupten Politikern, die es eben jetzt schon gibt, obwohl ich eigentlich Anarchie so verstehe, dass es niemand Übergeordneten gibt..d.h. auch keine Politiker, die zu entscheiden haben, denn das würde das Prinzip der Gleichheit und der Freiheit verletzen.

kiki

@haymarket
Wenn du das Bauern aus dem 13. Jahrhundert erzählt hättest, dann hätten die, wenn sie sich mit Geschichte befasst hätten, gewusst, dass so etwas möglich ist, da die Staatsform der Demokratie bereits in der Antike bei den Griechen praktiziert wurde.
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Nutzer: Haymarket
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geschrieben am: 12.01.2004    um 09:43 Uhr   
Anarchie wird nicht ausgerufen, sie wächst!

@Kikira
Gut, also wußten die bauer, dass es schonmal Demokratie gab. Wo liegt dann das Problem? Anarchie gab es auch schon: Kronstadt, Ukraine, Spanien, diverse Kommunen auch in der Jetztzeit.
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geschrieben am: 12.01.2004    um 10:16 Uhr   
@haymarket
Wenn du das Bauern aus dem 13. Jahrhundert erzählt hättest, dann hätten die, wenn sie sich mit Geschichte befasst hätten, gewusst, dass so etwas möglich ist, da die Staatsform der Demokratie bereits in der Antike bei den Griechen praktiziert wurde.
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@Kikira
Gut, also wußten die bauer, dass es schonmal Demokratie gab. Wo liegt dann das Problem? Anarchie gab es auch schon: Kronstadt, Ukraine, Spanien, diverse Kommunen auch in der Jetztzeit.
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Die Bauern wußten es laut Kiki's Aussage eben net,...lies den Satz mal genau durch.
Ehrlich gesagt kann ich mir das auch kaum vorstellen, da die Bauern zu dieser Zeit sicherlich den Nachteil gegenüber dem Aristokratenvolk hatten, dass Sie über geringfügige bis gar keine Bildung verfügten.....
Wer konnte Sich das auch leisten?


gibt es denn ein ideales zusammenleben?
können die menschen dazu bewegt werden in frieden und harmonie zusammenzuleben ??

dazu muss man den menschen erst einmal die Angst nehmen!

Lebt der mensch in einer ständigen Angst?
Nicht allgemein "Angst" - so wie es sich einige vorstellen - sondern Angst , die auf evtl. auf den Selbsterhaltungstrieb zurückzuführen ist?!?!
Vllt. in ständiger Bedrohung des eigenen Ich's und aus dieser "Motivation" heraus , ist es ihm nicht möglich jemals ein friedliches Leben führen zu können???!!!!

Fragen, die die Welt bedeuten ;)
DerShusi

Beitrag geändert am....bla....irgendwie check ich das mit den Zitaten net ;)
Geändert am 12.01.2004 um 10:19 Uhr von StereoSushi

Geändert am 12.01.2004 um 10:22 Uhr von StereoSushi
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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 12.01.2004    um 11:44 Uhr   
Hallo Haymarket,
Weil du Kommunen ansprichst, die ja sicherlich eine der kleinsten Formen von Anarchismus ist, also daher noch am ehesten funktionieren müssten; dazu hab ich vor kurzem eine Dokumentation gesehen, wo Leute, die in den 70-er Jahren in Kommunen lebten, dazu befragt wurden, was daraus wurde und wie sie das im Rückblick sehen würden(übrigens hatten sich alle Kommunen aufgelöst).
Die Leute sagten, dass es nicht machbar gewesen wäre, dass die Aggressionen und Eifersüchteleien so angestiegen seien im Laufe der Zeit, dass sie zum Teil seit Auflösung der Kommune kein Wort mehr miteinander reden würden.
Eine Kommune hatte sich ein Bauernhaus gekauft, wo ein Teil daheim blieb, um die Kinder zu versorgen, landwirtschaftlich arbeiteten, um so viel wie möglich selbst produzieren zu können, der andere Teil fuhr täglich zur Arbeit. Anfangs lief auch alles super, jeder war bemüht, seinen Teil beizutragen, aber mit der Zeit entstand Gruppenbildung, die einen regten sich darüber auf, dass einer den Ton angeben würde, die Frauen stritten sich untereinander um Waschpulver oder irgendwelchen Kinderkram.
Eine andere Kommune ging auseinander, weil es einen gab, der sich dort als Oberguru aufführte. Dort gab es wöchentlich einen Abend, an dem jedes Mitglied in einen Kreis treten musste, um über alles zu sprechen, was ihn bewegte...das Ganze sah so richtig nach Therapiestunde aus (es gab zu allen Kommunen Filmausschnitte, weil das große, damals öffentlich propagierte Kommunen waren, die teilweise aus bis zu 15 Personen bestanden). Das sollte dazu dienlich sein, dass sich keine Aggressionen aufstauen, aber die vor kurzem Befragten meinten, dass das schrecklich gewesen wäre, weil sie sich nicht immer dazu bereit gefühlt hätten, was in ihnen vorging, allen mitzuteilen, sie hätten sich nonverbal gezwungen gefühlt, Gefühle offen darzustellen, und daher hätten sie oft einfach eine Show abgezogen.
Eine Kommune stand auch für freien Sex nach dem Motto: keine Eifersucht - jeder mit jedem, woraus auch so einige Kinder hervorgingen, die heute teilweise in Therapie sind, weil sie - dort aufgewachsen - keine Zugehörigkeit spürten, weil sie eben "allen" gehörten.
Hinterher meinte Jeder von den Befragten, dass es dennoch unterschwelige Eifersucht gegeben hätte....unterschwelige Aggressionen, die sich dann bei Kommunenende explosionsartig Luft machte.
Die Doku berichtete von 5 Kommunen, ca. 20 Kommunenmitglieder wurden befragt.
Jeder Einzelne meinte, dass diese Form des Zusammenlebens eine Utopie ist - nicht machbar, weil es am menschlichen Charakter scheitern würde. Auch wenn nach außen Gleichheit, Freiheit und Toleranz zur Schau getragen wird, innerlich schwelen all jene menschlichen Schwächen, die so ein Projekt zum Scheitern verurteilen.
Und bei jeder Kommune hatten sich mit der Zeit "Leitwölfe" herauskristallisiert, die den Ton angaben und die bei den anderen Aggressionen hervor riefen.

kiki


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geschrieben am: 12.01.2004    um 11:58 Uhr   
Nun, vllt ein kleines PRO zur Kommune

Der Kibbuz in Israel

Der erste Kibbuz wurde 1909 gegründet. Diese israelische Siedlungsform entstand aus der Verbindung des jüdischen Geschichtsbewusstsein und der sozialistischen Zukunftsvision von Gleichheit. Es war eine Reaktion der Juden auf den jahrhundertlangen Ausschluss von jeder landwirtschaftlichen und gewerblichen Betätigung. Der Kibbuz ist eine ländliche Kommune, in der die Produktionsmittel der Gemeinschaft gehören und auch die Bedürfnisse der Mitglieder von der Gemeinschaft gedeckt werden. Seither entstanden ca. 270 Kibbuzim mit knapp 130.000 Einwohnern. All diese Kibbuzim trugen zu der Besiedlung des Landes bei. Außerdem waren sie die Wegbereiter bei der politischen Entwicklung des jüdischen Gemeinwesen und des späteren Staates. Auch heute noch spielen sie in der israelischen Gesellschaft eine wichtige Rolle.
Zu Beginn der Entstehung betrieben die Kibbuzmitglieder vorwiegend Landwirtschaft, im Laufe der Zeit setzte sich jedoch immer mehr die Industrie durch. Somit wird in den Kibbuzim inzwischen ein Großteil der Produktion in Industrie- und Dienstleistungs- betrieben erwirtschaftet. Israel ist weder ein Land der Landwirtschaft noch ein Land der Kibbuzim. Der Durchschnittsisraeli ist längst zum Städter geworden. Ist er jedoch kein Städter, lebt er zum Beispiel auch in einem Moschaw, einer Genossenschaftssiedlung in der jede Familie weitgehend für sich selbst wirtschaftet oder aber auch in kleinen Dörfern. Um eine Kennzeichnung des Kibbuz herzustellen, wurden bestimmte Ziele aufgestellt, von denen ich einige nennen möchte: Es soll eine Siedlung, die sich auf Landwirtschaft, Industrie, Handwerk und alle anderen Arbeiten stützt, errichtet und unterhalten werden. Diese Siedlung soll zum ständigen Wohnort der Kibbuzniks und deren Angehörigen werden. Für die ökonomischen, sozialen, kulturellen sowie individuellen Bedürfnisse der Mitglieder soll gesorgt und Gesundheitsvorsorge soll betrieben werden. Außerdem sollen die Fähigkeiten im ökonomischen, kulturellen, wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich gefördert werden.
Eine besondere Förderung gilt den weiblichen Kibbuzmitgliedern, damit eine tatsächliche Gleichheit auf dem ökonomischen und sozialen Gebiet sowie auf dem Gebiet der Bildung und bei öffentlichen Tätigkeiten erreicht wird. Der Kibbuz will die Kinder erziehen, das Niveau ihrer Erziehung und ihren Wissenstand entwickeln und erweitern. Sie sind gegenüber Neueinwanderern sehr aufgeschlossen, sie möchten sie integrieren. Weiterhin sieht sich der Kibbuz dazu berufen Aufgaben zu erfüllen, die die Position, die Wirtschaft und sie Sicherheit des Staates Israel stärken.

Übrigens würde mich interessieren, wann die Doku gedreht wurde, u.a über die kommune I (langhans , obermayer,teufel)
also aus welchem jahr diese doku stammt:)

grüsse

DerKibbuzFisch
Geändert am 12.01.2004 um 12:00 Uhr von StereoSushi

Geändert am 12.01.2004 um 12:05 Uhr von StereoSushi
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geschrieben am: 12.01.2004    um 12:07 Uhr   
Um diese Ziele zu verwirklichen lebt man nach folgenden Prinzipien:
1. Prinzip der "Gemeinschaftlichen Produktion, Konsumtion und Erziehung". Das heißt das gesamte Kibbuz-Eigentum gehört der Gemeinschaft als Kollektiveigentum.
2. Prinzip der "Selbstarbeit" der Mitglieder. Der Kibbuz stellt mit seinen Mitgliedern einen geschlossenen Arbeitsmarkt dar.
3. Die Arbeitskräfte im Kibbuz stehen der Gemeinschaft zur Verfügung. Diese Gemeinschaft bestimmt durch ihre gewählten Organe die Zeiteinteilung zwischen Arbeit, Ausbildung, Studium und Freizeit und außerdem über die Verteilung auf die verschiedenen Beschäftigungen in den Produktions- und Dienstleistungsbetrieben (es werden individuelle Neigungen und Wünsche berücksichtigt). Alle Haushalts- und Erziehungsfunktionen werden von kollektiven Institu tionen erfüllt (Dienstleistungsbereich), dadurch sind die Frauen des Kib buz von den Pflichten des privaten Haushalts und von Pflege und Erzieh ung der Kinder befreit ( volle Arbeitstätigkeit der Frau).
4. Prinzip: "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen". Das bedeutet, man hebt den Zusammenhang zwischen individueller Arbeitsleistung, persönlichem Beitrag zur Produktion und realer Einkommenssituation des Einzelnen auf (-> Gleichheit).
5. Der Kibbuz ist ein selbstverwaltetes Kollektiv, welches nach demokra tischen Ordnungsprinzipien verfasst ist. Diese Selbstverwaltung erfolgt durch zeitweilige Amtsträger ohne materielle Vergünstigungen, die nach eins bis zwei Jahren ausgetauscht werden. Wie schon erwähnt, vollzog sich ein Wandel von der Landwirtschaft zur Industrie, aber auch die Rolle der Familie änderte sich zusehends. Früher lag die Erziehung der Kinder vorwiegend in den Händen einer ausgebildeten Erzieherin. Der Kontakt zwischen Eltern und Kindern beschränkte sich ausschließlich auf die Stillzeiten. Doch mit der Staatsgründung stellte man die Familiengemeinschaft in den Vordergrund und somit konzentrierte man sich auch mehr auf die Kindeserziehung. Man beanspruchte mehr Zeit für die Familie und man forderte, daß die Kinder zu Hause übernachten und nicht im Kinderhaus. Viele Kibbuzim stimmten diesen Veränderungen zu. Aber auf jeden Fall wachsen die Kinder miteinander auf und verbringen die meiste Zeit mit Altersgenossen. Von klein auf werden die Kinder im Kibbuz an gemeinsame Arbeit gewöhnt und ihnen wird vermittelt, dass jeder entsprechend seinen Fähigkeiten seinen Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen hat. Für die Bildung ist die Grundschule innerhalb des Kibbuz und die Oberschule, die von mehreren Kibbuzim gemeinsam regional betrieben wird, zuständig. Doch bald kam es zu einer größeren Differenzierung des Erziehungsmodells, aber auch die Einstellung zur Arbeit hat sich geändert. Die Gründe dafür sind zunehmende Einflüsse von außen. Die Einführung des Fernsehens in Israel, der Kontakt mit Jugendbewegungen aus den Städten, der Zustrom von ausländischen Freiwilligen für einen Sommer oder ein Jahr oder auch die weiterführenden Schulen auf regionaler Ebene brachten die Jugendlichen auf andere Gedanken und vor allem lernten sie andere Lebensgewohnheiten kennen. Dadurch wandelte sich das Zugehörigkeitsgefühl zum Kibbuz der jüngeren Generation sehr. Einige Jugendlichen äußerten sogar den Wunsch ein Jahr lang eine andere Lebensweise kennenzulernen bevor sie die Kibbuzmitgliedschaft beantragen.

(Quelle: Informationen zur politischen Bildung Nr. 247)

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Nutzer: kikira
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geschrieben am: 12.01.2004    um 12:24 Uhr   
Hi Stereo! (und bussi)

Die Freundin meines Onkels kommt aus Israel und hat mal (ist aber schon länger her und ich müsst sie mal genauer dazu befragen) erzählt, dass sie im Kibbuz aufgewachsen ist und ziemlich darunter gelitten hat.
Sie erzählte, dass dort Bomben und Heckenschützen an der Tagesordnung wären und zum Alltag gehören würden.
Genaueres weiß ich nicht, auf jeden Fall gab ihre Erzählung einen negativen Touch mit. Muss sie mal genauer dazu befragen, wenn ich sie wieder seh.

Die Doku kann noch nicht so alt sein. Die waren so ca. zwischen 20 - 30 in den 70-er Jahren und bei der Befragung sahen sie so um die 50 ? aus.
Ich weiß es nicht mehr, bzw. hab nicht nachgeschaut.
Aber alle gingen wieder völlig normalen Berufen nach und hatten mit Kommunen nix mehr am Hut.

kiki
l'âme voit tout, mais le coeur n'aime pas croire
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