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was blüht deutschland mit der "neuen linken" ?

Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 03.07.2005    um 19:52 Uhr   
im laufe des wahlkampfes werden viele dinge geäußert, die beim volk, den wählern, gut ankommen. manchmal kommen auch schlechte dinge an. auch widersprechen manche dinge der erlebten vergangenheit. am schluß weiß dann keiner so recht, was nun sache ist.

wie packt die neue linke das an ? also das bündnis zwischen wasg (wahlalternative arbeit und soziale gerechtigkeit) und pds ( partei des demokratischen sozialsimus ) - mit onkelchen lafontaine und gisy an der spitze.

was erscheint euch nennenswert ?

es geht nicht um diskussion (einfach nen neuen diskussionsthread aufmachen), sondern nur um auflistung. dubletten ausdrücklich erwünscht *g
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 03.07.2005    um 20:05 Uhr   
ein gutes beispiel, die leistungsfähigkeit eines politikers zu messen, ist die betrachtung der von ihm hochgewirtschafteten beziehungsweise heruntergewirtschafteten haushalte. also betrachten wir die verschuldung (ausgaben) auf der einen seite und das wirtschaftliche wachstum auf der anderen (einnahmen).

wenn ein staat keine schulden hat, dann kann er 100 prozent der einnahmen für seinen erhalt und die zukunft der bürger ausgeben. von jährlich 250 milliarden einnahmen gibt deutschland 60 milliarden für tilgung von schulden aus, tendenz steigend.

der physiker oskar lafontaine erweist sich als gewinner im vergleich. er war ministerpräsident im saarland von 1985 bis 1995.
in dieser zeit erhöhen sich die schulden brandenburgs von fünf milliarden auf 9 milliarden. die mittlere jährliche steigerungsrate der verschuldung betrug 3,4 prozent. 1994 bis 1998 hat er schulden abgebaut.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 31.07.2005    um 16:06 Uhr   
habe das programm der partei in auszügen gelesen. bald wachsen uns die trauben direkt in den mund *gg
es sei denn, gysi & lafontaine werfen ihre ämter wieder hin. darin zumindest sind sie profis.
kurz gesagt, das sind rattenfänger.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 31.07.2005    um 17:46 Uhr   
war klar, grmpf ;-)

aber würdeste deine interessanten ansichten bitte auch begründen ?
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Nutzer: Gast_Genie
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geschrieben am: 31.07.2005    um 18:36 Uhr   
(zitat)es geht nicht um diskussion, sondern nur um auflistung.(/zitat)Warum dann eine Begründung?

Auch mit den Gesichtern von Lafontaine und Gysi wird dieses Bündnis nichts nennenwertes mehr erreichen als die PDS vorher allein. Lafontaine ist kein Politiker, den wir brauchen. Er ist genauso ein Egozentriker, wie gewisse Leute hier, die diese Parteisituation lediglich nutzen, um sich selbst nochmal ins Rampenlicht zu stellen und als Person nochmal auf die Kacke zu hauen und es der SPD zu zeigen. Nicht mehr, nicht weniger.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 31.07.2005    um 18:46 Uhr   
damit hat genie eigentlich alles gesagt.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 31.07.2005    um 20:34 Uhr   
weil es nicht stimmt ? *g
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Nutzer: Gast_Genie
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geschrieben am: 31.07.2005    um 20:40 Uhr   
Was stimmt nicht?
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 31.07.2005    um 23:04 Uhr   
na das :
(zitat)habe das programm der partei in auszügen gelesen. bald wachsen uns die trauben direkt in den mund *gg
es sei denn, gysi & lafontaine werfen ihre ämter wieder hin. darin zumindest sind sie profis(.
kurz gesagt, das sind rattenfänger.(/zitat)

oder kannst uns das beweisen ?
Geändert am 31.07.2005 um 23:04 Uhr von starchaser
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Nutzer: Gast_Genie
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geschrieben am: 31.07.2005    um 23:24 Uhr   
Es bedarf Beweise, dass beide von ihrem Ämtern zurückgetreten sind, als der Druck zu groß wurde und es braucht Beweise, dass beide auf der Jagd nach Stimmen sind, welche sich zwischen Schwarz und Rot nicht entscheiden können und diese dann aufgrund von Unwissenheit wählen würden?!

Lachhaft!
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 01.08.2005    um 19:36 Uhr   
meines wissens hatten beide sehr ehrenhafte motive für den rücktritt. und rattenfänger fangen ratten, gelle ?
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 01.08.2005    um 21:12 Uhr   
quelle: mitteldeutsche zeitung: "Die neue rotgrüne Regierung ist mit dem Slogan »Arbeit, Arbeit, Arbeit« an die Macht gekommen und hat schnell weitreichende Veränderungen am Sozialstaat angekündigt: Lafontaine überlegte z.B. laut, ob nicht auch das ArbeitslosenGELD in Zukunft an eine tatsächliche Bedürftigkeit zu binden sei, eine Vorstellung, gegen die sich der Blüm-Flügel innerhalb von CDU und alter Regierung jahrelang erfolgreich gewehrt hatte."

ich lass das einfach mal so stehen. für all diejenigen, die oscar lafontaine für einen "sozialdemokraten" halten.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 01.08.2005    um 21:27 Uhr   
lafontaine sprach nicht von hartz sondern von existenzgeld ;-)
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 01.08.2005    um 21:34 Uhr   
das macht für die betroffenen natürlich einen enormen unterschied :-)
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 02.08.2005    um 20:08 Uhr   
es ging dabei um ein mehrfaches der gelder, die via hartz vergeben werden. arbeitslosen*geld* an bedürftigkeit zu binden, halte ich auch nicht für falsch.

anuf stimmenfang zu sein, dürfte nichts verwerfliches sein, aber wann sind lafontaine und gysi eigentlich "von ihrem Ämtern zurückgetreten sind, als der Druck zu groß wurde" und welche politik brauchen "wir" ? @ genie

um es abzukürzen : meines wissens trat gysi zurück, weil er - wie alle anderen abgeordneten auch -, bonusmeilen privat verwendete und erschrocken war ob der erkenntnis, daß er damit korrumpiert war. diese meinung teilten die übrigen abgeordneten und minister jedoch nicht.

und lafontaine trat zurück, weil er als wirtschaftsminister und zweiter mann nach schröder sehr wohl zu jenem zeitpunkt die absichten seines vorgesetzten besser als jeder andere beurteilen konnte. er wollte sich davon distanzieren, weil er die angestrebten entwicklungen nicht mittragen wollte.



Geändert am 02.08.2005 um 21:09 Uhr von starchaser
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Nutzer: Gast_Genie
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geschrieben am: 07.08.2005    um 14:19 Uhr   
"Die Populismen, die von angeblich links kommen, sind nichts als Blüten aus dem braunen Sumpf", sagte Schröder auf der Landesvertreterversammlung der SPD-Brandenburg. Lafontaine hatte die Billiglöhner "Fremdarbeiter" genannt, ein Begriff aus der Nazizeit. (wams)

Was für ein Rassist, was starchaserle?! Ich würde sagen, du verklagst gleich den Herrn. Kann ja nicht sein, dass ein Volksvertreter rassistische und menschenverachtende Äußerungen tätigt. lach
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geschrieben am: 07.08.2005    um 21:40 Uhr   
egal, wo populismen herkommen - sie werden stets unehrlich sein. genauso, wie es egal ist, ob gewalt aus dem extremen lager von links oder rechts kommt.

soweit ich mich erinnern kann, war der begriff fremdarbeiter auf der homepage der spd bis zu diesem angeblichen skandal an zwei stellen zu lesen. dieser kleine lapsus ging leider unter in dem geschrei.

das problem dabei ist, daß koalition und union eine neue modetechnik erfolgreich ins spiel brachten : die nur allzuoft unangebrachte diffamierung anderer, um von den eigenen verfehlungen abzulenken. dazu opfer des holocaust herzunehmen, halte ich für absolut geschmacklos. und für unverantwortlich, weil die medien und das volk diese ausflüsse bedenkenlos und unreflektiert aufnimmt und weiterverbreitet. man hat ja nur gschwätzt und nix gsagt..
schröders reflex ist nichts als der versuch, lafontaine und die neue linke zu diskreditieren.
deshalb gehört der sachliche teil deines beitrags meines erachtens eher in den thread mit der spd oder zu den feindbildern.
aus der verwendung des wortes fremdarbeiter läßt sich nur schwer das konstruieren, was du hier andeutest. lese ich die rede im kontext, dann kann ich beim besten willen keinen nazi herauslesen. auch die vergangenheit oder sein herz-buch (politik für alle kenn ich nicht - vielleicht stellt es ja jemand vor und zur diskussion ?) geben mir keine anhaltspunkte in diese richtung. aber eventuell kannste mich ja aufklären.
triftigere gründe gegen lafontaine wären eher die zustimmung zur folter und die aberkennung von asylrechten (wie schröder und beckstein). als ehemaliger gewerkschafter verwundert das nicht, da diese ja auch sehr gezielt fremdenhass schürten und schüren, um von eigenen egoismen abzulenken, die im moment gerichtlich geklärt werden. das ist letzten endes als versagen der SPD zu deuten, welche ja insbesondere mit den gewerkschaften verbandelt war.
auch schürt er die angst gegen muslime und speziell gegen die türkei.
die hauptgefahr sehe ich jedoch in der tatsache, daß der mann ja bei seinem abgang 1999 von den medien zerrissen wurde und er sich nicht mehr wehren konnte, weil er gar nicht zu wort kam. ich denke, daran liegt seiine neue einstellung zur folter, - um der "wahrheit" zu dienen und sie ans licht zu zerren. menschenrechte gelten jedoch ausnahmslos und können nicht einfach nach gutdünken in "besonderen fällen" deaktiviert werden auch wenn dies langsam zum trend wird...

ich denke, wenn lafontaine schröder verklagte, hätte er mehr chancen als onkelchen gerd hatte, als es um die berühmten haare ging. mal sehen, - im moment gibt es größere dinge für oskar.
von der union rede ich erst gar nicht.

und, genium, wenn du mir an die gurgel willst, dann mach nen neuen thread auf, - ich hab den hals heute nur für dich rasiert und aztek verwendet, weil du das doch so gerne schnubberst ! ;-)

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Nutzer: Senso
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geschrieben am: 17.09.2005    um 06:54 Uhr   
Ich glaube nicht, daß Lafontaine oder Gysi ernsthaft drüber nachdenken, was man in Deutschland besser machen könnte.

Wozu auch?

Gibt es PDS-Wähler, die sich für Steuersysteme interessieren? Oder für Staatsverschuldung? Das ist den meisten PDS-Wählern doch scheißegal. Hauptsache es gibt Arbeitslosengeld satt - und bezahlen... äh... das sollen irgendwelche Reichen halt, die sollen am besten 120% Einkommensteuern zahlen. :-)

Das ist das komische: Daß gerade diejenigen, die so furchtbar sozial tun, in Wirklichkeit eher die materiellen Ängste ihrer Wähler nutzen, um gewählt zu werden.


Und Genie hat recht: Lafontaine nimmt sich selbst überaus wichtig, wenn ich mal untertreiben darf. Sein Gehabe geht weit über die Selbstdarstellung anderer Politiker hinaus, obwohl er seinem letzten Job als Finanzminister nicht gewachsen war. (Den hat er, genauso wie sein Bundestagsmandat, ohne Begründung hingeworfen!)
Die Gründe, die er - erst spät im Nachhinein - für seinen Rücktritt anführt, sind doch windelweich. Tatsache ist, daß er als Finanzminister an die Zwänge der Realität gebunden war und nicht mehr frei vor sich hinfabulieren konnte. Und den Machtkampf mit Schröder hat er verloren.

Er hat viele Affairen hinter sich (die Rotlichtaffaire, als er einem Freund, einem Bordellbesitzer in Saarbrücken, angeblich Infos über Razzien zugeschanzt haben soll; die Gehaltsaffaire, als er ungerechtfertigt aus früheren Ämtern 230.000 DM kassierte und zurückzahlen musste usw) und stets hat er seine Meinung so gestaltet, wie es ihm am nützlichsten war. (Nach der Rotlichtaffaire ließ er das saarländische Pressegesetz ändern; seither dürfen Gegendarstellungen im Saarland nicht mehr kommentiert werden)

Wenn Lafontaine noch eine Zukunft in der SPD hätte (hat er nach den Verlusten des SPD im Saarland nicht mehr) - wäre er dann bei der WASG bzw PDS? Ich glaube: Nein.

Jemand wie Lafontaine sollte keine Regierungsverantwortung bekommen - und die Nachfolgepartei der SED eigentlich auch nicht. Wer also der Linkspartei seine Zweitstimme geben möchte, sollte sich das gut überlegt haben.

Davon abgesehen blüht Deutschland mit der "neuen" Linken leider eine große Koalition.
Geändert am 17.09.2005 um 06:56 Uhr von Senso
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Nutzer: DerUnhold
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geschrieben am: 17.09.2005    um 10:48 Uhr   
@ senso: Ein wenig Sachlichkeit stände auch dir nicht schlecht zu Gesicht !
Natürlich gibt es bei Wählern der Linken/PDS Menschen die sich für Steuerpolitik und Staatsverschuldung interessieren !
Deine Demagogie in diesem Punkt ist unerträglich!
Immerhin haben die beiden Grossparteien und ihre Anhängsel FDP/GRÜNE seit langer Zeit die Möglichkeit gehabt sich um die stetig wachsende Staatsverschuldung und die immer höher wachsende Arbeitslosenzahl zu kümmern.
Doch ist es ihnen nicht mal anstzweise gelungen Rezepte zu entwickeln die das eine oder das andere bremsen geschweige denn beheben !
Wenn du mein lieber Freund dich nur ein wenig mit Staatsverschuldung beschäftigt hätest, dann wüsstest du das dies kein neues Phänomen in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit ist.
Schon Willy Brandt wurde als Steuerverschwender und Ruinierer der Staatsfinanzen durch die damalige CDU/CSU Opposition geziehen.(Wir erinnern uns: das war in den 70ern des vorigen Jahrhunderts)
Seitdem sind unsere Schulden immer gestiegen-mal schneller, mal ein wenig langsamer-und keiner in Worten K E I N E R hat ein auch nur rudimentär logisches und wirksames Steuerpolitisches Konstrukt erdacht, das aus diesem Teufelskreis hinausweisen würde!
Also mit welchem verdammten Recht behaupten die dafür verantwortlichen Parteien von sich selber, dass sie Steuerkompetenz hätten???
Finanzpolitisch lachhafte Versuche,deren Resultate jeder -betone jeder- an der steigenden Verschuldung und dem zunehmenden (relativen)sozialen Elend ablesen kann!
Im übrigen sind Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld 2 keine Almosen der Gesellschaft an faule und uninteressierte Schmarotzer, sondern Versicherungsleistungen die auf selbst eingezahlten Beiträgen beruhen und die unser Sozialsystem davor bewahren aus den Fugen zu geraten.
Der Angriff neoliberaler Kräfte von SPD bis FDP -und allem was dazwischen steht- ist ein gefährliches Zündeln am System der "sozialen Marktwirtschaft" Erhardt würde im Grab rotieren.

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Nutzer: DerUnhold
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geschrieben am: 17.09.2005    um 11:11 Uhr   
Aber es ist natürlich einfacher demagogische Parolen der Grossparteien nachzuplappern, als selber mal zu überprüfen wer, wann, was,zu verantworten hat.
Du malst als Drohkulisse für Linkswähler die grosse Koalition an die Wand??
Sorry das mir ein Lachen übers Gesicht huscht, aber haben wir diese grosse Koalition nicht schon längst???
Sage mir doch bitte welches der grösseren Gesetzesvorhaben in den letzten Jahren nicht zwischen der SPD und dér CDU/CSU abgestimmt wurden???
Ah ja, hör dich schon mit dem Verweis auf die Bundesratsmehrheiten...hmmm was änderte sich bei einem Wahlsieg von Rot/Grün denn jetzt daran??
Ergo: Wenn es keine wesentlichen politischen Unterschiede zwischen den Protagonisten gibt( wohlgemerkt:ich rede hier nicht von populistischem Wahlkampfgeschwafel,sondern von dem nachprüfbaren politischen Verhalten zwischen den Wahlen), was spricht dann gegen die Wahl einer Partei die-jedenfalls bisher- einen grundsätzlich anderen Ansatz in der Finanz-und Sozialpolitik wagen will?
Was Gysi und Lafontaine betrifft, rate ich einfach abzuwarten, das Potential für persönliche Anfeindungen ist in anderen Parteien nicht geringer als bei der Linken/PDS.
Stellen wir uns doch einfach mal die möglichen Konsequenzen aus den verschiedenen denkbaren Wahlergebnissen vor:
Nachfolgekämpfe in der SPD,sägen am Merkelschen Regierungsstuhl (Immerhin hat sie eine sichere Mehrheit vergeigt), was macht der schicke Guido??? kann er sich als Führer der kleinsten Oppositionspartei halten??
Blättert Fischers Lack, weil er nach der Niederlage schwarz-grün aufs politische Tablett hebt??
Du siehst die Sprengsätze sind gelegt-nicht nur in der Linken/Pds.
Letzter Satz: Nicht nur wer links wählt, sondern jeder sollte sich genau überlegen was/wie er/sie wählt!!
DerUnhold
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Nutzer: Senso
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geschrieben am: 17.09.2005    um 18:01 Uhr   

Nun, Unhold, Du hast in vielem Recht. Auch in dem Punkt, daß ich ein wenig provoziert habe. Und ja, es stimmt, daß bisher alle Regierungen mehr oder weniger mehr Geld ausgegeben haben, als wir es uns eigentlich leisten konnten. Das ist ja das Schlimme. Aber warum? Weil die Wähler es so wollten, sparen will doch keiner, jeder will mehr für sich, auch die PDS-Anhänger.

Aber wo, bitteschön, siehst Du mich Parolen der Großparteien nachplappern?

Wenn wir mal kurz bei Staatsverschuldung bleiben wollen: Deutschland macht in der Minute 100.000 Euro Schulden. Wir geben mehr aus, als wir einnehmen. Und darum muß man halt irgendwo mal sparen, am Militär, an den Subventionen usw. Aber Sparen scheint für Parteien wie die PDS gleichbedeutend mit "neoliberaler Politik" zu sein - und das ist unehrlich. Und nur weil sich die "Großparteien" darin einig sind, daß man etwas ändern muß, heißt das noch lange nicht, daß sie sich irren.

Ich wünsche mir auch einen solidarisches Staat, aber damit er finanzierbar bleibt, braucht es Änderungen in seiner Finanzierung. Und behaupte bitte nicht, die PDS hätte ein Konzept, das über warme Worte hinausginge.
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Nutzer: DerUnhold
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geschrieben am: 17.09.2005    um 22:09 Uhr   
well Senso,ich habe mir natürlich auch die Freiheit genommen etwas provokativ zu schreiben,gg das mit dem Nachplappern bezog sich vor allem auf die unterstellte "Verantwortungslosigkeit" der Linken/PDS im allgemeinen und Oskar Lafontaines im speziellen. Beides lasse ich so nicht gelten, aber darüber tauschten wir uns ja an anderer Stelle schon aus. g
Zum Konzept : Der Unterschied im Denkansatz zwischen allen anderen Parteien und den Linken/PDS besteht in der Einschätzung, das nur durch eine Nachhaltige ankurbelung der Binnennachfrage unsere Wirtschaft sich wieder erhilen kann.
Wenn ich die Gewinnsituation der Grossunternehmen (Konzerne) in den letzten Jahren betrachte (ein Rekordgewinn jagt den nächsten) und mir dann ansehe was daraus gemacht wird (Stellenabbau wird forciert und nicht gebremst)und gleichzeitig sehe mit welchen grossen Problemen Kleinunternehmen und Handwerk zu kämpfen haben (dabei beachtend das diese Gruppe die einzige ist die in den letzten Jahren nennenswert Arbeitsplätze geschaffen hat),dann finde ich die Idee den Grossunternehmen etwas abzunehmen und vor allem ihnen die Möglichkeiten der "unlauteren" "kreativen" Bilanzierung und Mitnahme von Steuererleichterungen/Abschreibungen zu begrenzen wirklich diskutabel (um mich mal gaaaaaaanz vorsichtig auszudrücken).
Ausserdem ist es für mich in keiner Weise einzusehen, wie man denen die schon heute wie das Fettauge auf der Brühe schwimmen, dann noch Steuergeschenke macht. Schliesslich geht es auch um von mir eingezahltes Geld.Da ich kein "Grossverdiener" bin habe ich auch kaum Möglichkeiten mein Steuerlich relevantes Einkommen wesentlich zu drücken.
ACHTUNG: Was ich hier propagiere hat nix mit Neid zu tun!!!!
Ich gönne jedem sein Einkommen auch wenn mir manchmal zu Spitzeneinkommen bei sog.Topmanagern nicht mehr wirklich einleuchtet wie das in Relation zur Leistung stehen könnte.
Aber gut das ist halt so wie bei Spitzensportlern, sie gehen ein hohes Risiko, dass sie in ihrem "Job" nicht lange "überleben" also müssen sie in kurzer Zeit viel "ranschaffen".d'acord! Aber ob sie nun wirklich von meinen -auch nicht eben so im Vorbeigehen-verdienten Steuergroschen alimentiert werden müssen, dass zumindest halte ich für fragwürdig.
Da dies so ist, halte ich die einzige Partei die Chancen hat über 5% zu kommen, die diese Sache ähnlich einschätzt und sagt, dass sie dagegen etwas machen will für mich für durchaus wählbar.
Wie gesagt, ich bin auch kein Anhänger einer grossen Koalition und wie sich sicher leicht entnehmen lässt kein Fan von Schwarz/Gelb,aber nur weil sich eine dieser beiden Optionen abzeichnet etwas zu wählen, was meinen Gedanken grundsätzlich( und um nichts weniger als das geht es hier)entgegensteht??? Nein, das funktioniert einfach nicht!
Und natürlich werden die Sozialdemokraten die Wähler der Linken/PDS versuchen dafür verantwortlich zu machen, dass ihnen(der SPD) garnichts anderes übrigbleibt als Juniorpartner von "Angie" zu werden...........anstatt ihren Politikansatz zu überdenken......es war schon immer leichter "schwarzer Peter" zu spielen als eigene Fehler einzugestehen.
Schlusswort: zwischen Manchester-kapitalismus und sozialer Gesellschaft ist ein Kompromiss undenkbar!
freundlich DerUnhold
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 17.09.2005    um 22:11 Uhr   
(zitat)Und Genie hat recht: Lafontaine nimmt sich selbst überaus wichtig, wenn ich mal untertreiben darf. Sein Gehabe geht weit über die Selbstdarstellung anderer Politiker hinaus, obwohl er seinem letzten Job als Finanzminister nicht gewachsen war. (/zitat)

das kannste sicher mit zahlen belegen ? die parteien, welche du gerade in schutz nimmst, regieren inzwischen seit einem vierteljahrhundert.

(zitat)Also mit welchem verdammten Recht behaupten die dafür verantwortlichen Parteien von sich selber, dass sie Steuerkompetenz hätten??? (/zitat)

insbesondere, wenn die fähigeren von ihnen abserviert werden, - weil sie es wagten, der hemmungslosen mitnehmmentalität ihrer unbescholtenen kollegen entgegenzutreten ?

(zitat)Der Angriff neoliberaler Kräfte von SPD bis FDP -und allem was dazwischen steht- ist ein gefährliches Zündeln am System der "sozialen Marktwirtschaft" (/zitat)

ein zündeln ? ich denke eher, ein abbau, dem wohl nur die neuen linken grenzen setzen können, weil die anderen ein unappetitlicher einheitsbrei geworden sind.
das nette daran ist ja, daß die unter 50, welche ohnehin die verlierer sind, sich so für ihre totengräber einsetzen. das belustigt irgendwie - und erklärt wohl auch die verhältnisse von vor 60 jahren..

(zitat)Und ja, es stimmt, daß bisher alle Regierungen mehr oder weniger mehr Geld ausgegeben haben, als wir es uns eigentlich leisten konnten. Das ist ja das Schlimme. Aber warum? Weil die Wähler es so wollten(/zitat)

..um die wahl zu gewinnen wurde immer das füllhorn ausgeschüttet. die folgen erlebst du ja im moment. aber diese kleine tatsache ignorierst du ja geflissentlich.

(zitat)Ich wünsche mir auch einen solidarisches Staat, aber damit er finanzierbar bleibt, braucht es Änderungen in seiner Finanzierung.(/zitat)

was bedeutet für dich solidarität ? gerade als student profitierst du doch genau von dem konzept, welches du anderen absprichst.
... weil dann eventuell mehr für dich herausspringt ?

tut mir leid - dem kann ich nicht folgen..
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geschrieben am: 17.09.2005    um 22:18 Uhr   
(zitat)Tatsache ist, daß er als Finanzminister an die Zwänge der Realität gebunden war und nicht mehr frei vor sich hinfabulieren konnte(/zitat)

würdest du bitte den gesamten thread lesen - wenigstens den einleitenden beitrag und besonders den zweiten und sachlich gegenargumentieren ?


(zitat)Und behaupte bitte nicht, die PDS hätte ein Konzept, das über warme Worte hinausginge.(/zitat)

sowohl PDS als auch WASG haben sehr ernstzunehmende vorschläge (basierend auf wertschöpfung). doch scheinst du sie weder zur kenntnis genommen noch dich damit auseinandergesetzt zu haben.
nutz die zeit - bis zur wahlkabine. eventuell tust du dir sonst nur selbst schlimmes an ? *g ;-)

Geändert am 17.09.2005 um 22:18 Uhr von starchaser

Geändert am 17.09.2005 um 22:22 Uhr von starchaser
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geschrieben am: 17.09.2005    um 22:21 Uhr   
sorry - wollte dich nicht unterbrechen, unhold, oller schlurfer mit brust raus und bauch rein ;-)

mich würde mal interessieren, was senso so aus dem begriff neoliberal rausfühlt, den so viele benutzen ..

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"Autor"  
Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 17.09.2005    um 23:26 Uhr   
also wenn die anhebung des ALG2 ein ernstzunehmender vorschlag sein soll um leute wieder zu motivieren, sich einen job zu suchen dann lach ich mich tot...
bei aller korrektur die hartz 4 bedarf... das steht jetzt mal außer frage und führt zu weit. ABER: ich war auch mal arbeitslos und bekam ein arbeitslosenGELD von 950 mark. davon hab ich alles gezahlt...miete, strom, nahrung... alles eben.
wenn das a-amt damals zu mir gesagt hätte "wir zahlen ihnen die miete und den strom und legen noch 350 euro für mampf obendrauf..." ICH hätte mir NIE wieder nen job besorgt.
hartz war ein wichtiger schritt...nicht immer gerecht und im einzelfall sicherlich grausam und unfair (und da müssen korrekturen her) aber notwendig war und ist er.
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