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geschrieben am: 14.01.2000 um 13:38 Uhr
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Hallo Denker und Träumer
Hai Abalone, zunächst eine Erklärung, was ich unter emotionaler Argumentation verstehe.
Aussagen wie:
Abalone: find ich "zu religiös" und
"nein, ich finde den Gedanken, daß es ÜBERHAUPT KEINEN TIEFEREN SINN gibt zu verlockend und unarrogant" und bei Wupel; "Und ich möcht auch nicht (...) möcht auch nicht glauben, daß ichŽs tun müßt, weilŽs kein entkommen vor diesem Schicksal gibt." oder "Möcht schon noch selbst entscheiden können..." zeigen, daß ihr sehr von Gefühlen geleitet argumentiert! Wobei dies nichts schlechtes sein muß, man sollte sich aber dessen bewußt sein!
Der Einzelne kann sehr viel bewegen, sowohl zum Guten als auch zum Schlechten: Attila, Adolf Hitler, Karl Marx, Buddha, Jesus, Newton, James Watt, Röntgen, Pasteur, A. Einstein, Gutenberg usw...auch, und vielleicht besonders, die Denker: Platon, Aristoteles, Locke, Leibniz, Pascal, Marx usw..
Das große Ganze ist unwichtig, wichtig ist der Einzelne, er ist der Held, der durchs große Schauspiel Welt zieht.
Das große Ganze ist nur die Bühne - Rahmenhandlung nur!
Auch wenn einem sein Leben bedeutung- und sinnlos erscheinen mag, so ist das Leben und das Individuum doch das bedeutungsvollste im Kosmos - Diamanten im Materieschlamm, Inseln in der Leere des Raumes. Ohne Betrachter, was wäre die Welt?
Kein Auge, das sieht, kein Gehirn, das die Kräfte und Eigenschaften verknüpft, denn nichts anderes ist die Welt, als eine Verknüpfung von Eigenschaften/Kräfte im Geist des Menschens (vielleicht auch Tieres)?
an Tjane:
Wir wissen (fast) gar nix - was wir als Wissen bezeichnen, ist nur eine Form des Glaubens.
Wer sagt einem, daß Cäsar wirklich gelebt hat, daß morgen noch die Gesetze der Gravitation gelten oder daß Feuer heiß ist? - All dies sind Dinge, von denen wir im allgemeinen sagen, daß wir sie wissen.
Wenn diese Dinge morgen anders wären, müßten wir dies einfach hinnehmen.
Wenn wir etwas ganz fest glauben, so sagen wir, daß wir wissen.
Mit einigen Dingen ist es nicht so einfach, sie als Glauben zu bezeichnen, z.B. die Fähigkeit des Menschen, Identität zu erkennen, der Satz vom ausgeschlossenem Dritten usw., da ein Denken ohne diese Fähigkeit/diesen Satz gänzlich unmöglich wäre. Wir könnten unsere Wahrnehmung nicht differenzieren, keine Körper im Raum als Einheiten erkennen, alles wäre ein verschwommener Brei undefinierbarer Sinneseindrücke.
an Wupel/Vero:
Das Kreter-Paradoxon ist lösbar (siehe tbear):
Ein Kreter sagt: Alle Kreter lügen!
Lügt er oder nicht?
Satz1: Alle Kreter lügen
Möglichkeiten der Negation:
#1 Alle Kreter lügen nicht! = Alle Kreter sagen die Wahrheit! = Widerspruch zu Satz 1!!
#2 Nicht alle Kreter lügen! = Nicht alle Kreter sagen die Wahrheit! = kein Widerspruch zu Satz 1!! = richtige Lösung!
an Wupel:
Wenn du eine Freiheit des Willens "willst", so mußt du erklären, wie dies in einem kausalen Kosmos möglich ist (Die Kausalität des Kosmos habe ich zuvor schon zu belegen versucht).
Ich denke, daß es einen freien Willen gibt, aber auch, daß alles in Raum und Zeit kausalen Gesetzen folgt.
Sorry, wenn ich dich mit dem Satz: "Nix ist Zufall" falsch verstanden habe!
Gruß
Sam, der Naseweisse
IlDa Abalone
[Diese Nachricht wurde geändert von: einer, die gerade sehr glücklich ist (geändert am: 14-01-00).]
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 14-01-00).] |
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