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Philosophie |
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geschrieben am: 21.12.1999 um 19:22 Uhr
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Ich glaube ich habe die gefunden, die ich gesucht habe. Nämlich euch. Mich interessiert schon seit langem das Thema Philosophie, vor allem die Metaphysik. Themen auf die es eigentlich keine Antwort gibt. Und doch hat jeder seine Meinung dazu. Fragen wie "Der Sinn Des Lebens", "Gibt es einen Gott", "Was ist ein Mensch", "Was ist Liebe" ?
Ich wüßte gern eure Meinungen zu solchen Themen.
Weil wir aber nicht alle auf einmal besprechen können, schlage ich vor, uns erst mal dem Thema: "Was ist der Mensch" zu widmen. Eure Meinungen bitte.
*ist gespannt*
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geschrieben am: 21.12.1999 um 20:44 Uhr
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Zu der Schöpfung der Menschen:
Ich glaube eigentlich nicht an Gott, aber die Ansicht von Edgar Cayce hat mir zu denken gegeben.
Dann sagte Gott: "Wir wollen den Menschen nach unseren Ebenbild schaffen, und er soo über die Fische im Meer, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde, über jedes Ding, das auf der Erde kricht, herrschen." So erschuf Gott den Menschen in seinem eigenen Bild, im Bild Gottes erschuf Er ihn. Den Mann und die Frau erschuf Er. (Genisis 1: 26/27, KJV)
Der Mensch ist also im im Ebenbild des Schöpfers geschaffen. Gott war und wird immer ein spirituelles wesen sein. Als der Mensch zum ersten mal diese Ebene betrat, geschah es nicht in physischer Form. Er trat als Seele, als spirituelle Entität ein, in der ein Funken des Göttlichen Feuers ruhte. Es war der Mensch, nicht Gott, der den physischen Körper schuf in dem die Seele jetzt während ihres irdischen daseins wohnt. Es war der Mensch, der sich nach und nach auf das dreidemensionale Bewußtsein beschränkt hat, das sein gegenwärtiger Wahrnehmungsmodus ist.
Als spirituelle Wesen lebten sie in einer Welt, in der alle Physischen Formen nur die Projektionen ihrer Gedanken waren. Sie suchten die Befriedigung der Sinne indem sie sich verhärteten und physische Formen annahmen. Da sie gefallen daran fanden, blieben sie immer länger in der physischen Form und verlernten es irgendwann diese zu verlassen, so daß sie von nun an von der Geburt bis zum Tode in dieser gefangen waren.
Das soll heißen, daß der Mensch eigentlich zu allem fähig ist und alles ereichen kann. Er hat es nur verlernt, über seine fünf Sinne zu stehen. |
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geschrieben am: 24.12.1999 um 14:35 Uhr
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Hat ziemlich lang niemand geantwortet...
Warum müssn einige auch den Menschen mit Gott begründen? Philosophie kann man wahrscheinlich mit vielen Dingen begründen. Aber nicht mit der Bibel.
Von daher ist dein Ansatz für mich in Ordnung. Mußt nur aufpassen, nicht in die Esoterik-Ecke geschoben zu werden...
Philosophie hat den Begriff [i]DENKEN[/i] zum Inhalt.
Leute, die ihre Lebensanleitung aus der Bibel holen, haben in der Regel mit diesem Begriff nichts im Sinn.
[i]Sieht sich nach Inquisitoren mit Fackeln um[/i]
Menschen sind zu komplex. Aber deswegen möchte ich nicht nach GOTT schreien um sie zu erklären und diesen paar Quadratkilometern Hirngespinst auch noch einen Sohn andichten, der irgendwannn mal Wunder vollbracht haben soll.
Nicht mal Weihnachten hat etwas damit zu tun.
Es gibt "Gott", weil es die Menschen gibt. Weil sie sich Milliarden von Welten erdenken.
Sie schauen nicht [i]in[/i] die Welt, sondern [i]aus ihr heraus[/i].
o.k. - jetzt gebtŽs mir.
[Diese Nachricht wurde geändert von: stöppel (geändert am: 24-12-99).] |
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geschrieben am: 24.12.1999 um 16:51 Uhr
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Nix versteh. Nix denk.
Gehe mit Dir einig, stöpsel.
Wir sind biologische Wesen, die sich irgendwann Götter und Gott, Allah, Jahve etc. ausgedacht haben.
Als Halt für die Menschheit können Götter gar nicht schlecht sein: Sie bringen dem Individuum HOFFNUNG. «Das Prinzip der Hoffnung» sprengt menschliche Grenzen und kann Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen entlasten.
Gottesbeweise hat es zu Tausenden gegeben, keiner verhält.
Liebe in unserer Zeit wird immer mehr als ein chemisches Aktions-Reaktions-Geschehen gesehen.
Ich bin also ein biologisches Wesen, das heute Weihnachten feiert, weil sich die Menschheit u.a. den christlichen Gott ausgedacht hat.
Ich staune darob, dass das Universum, das sich laufend mit Riesengeschwindigkeit ausdehnt, nicht explodiert.
Gruss vero
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geschrieben am: 25.12.1999 um 18:19 Uhr
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Mich würde eure Lebensphilosphie ja mal brennend interessieren!
Ich glaube auch das Gott absolut nichts mit dem Mensch sein zu tun hat, mir hat die Sicht von Edgar Cayce nur so gut gefallen, weil die zum Ausdruck bringt, dass man doch alles machen kann und dass dem Menschen eigentlich keinerlei Grenzen gesetzt sind.
Ich hätte genauso gut als Beispiel den Film Matrix nehmen können. (ist zufällig mein Lieblingsfilm)
Ich hätte aber trotzdem gerne gewußt, was für euch einen Menschen ausmacht.
Ich denke die Menschen sollten leben, lieben und existieren. Nur das zählt.
Und wegen der Esoterik: Ich halte mich für einen High-Tech-Zen-Buddhist! |
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geschrieben am: 25.12.1999 um 19:50 Uhr
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ich lasse meinen gedanken freien lauf:
der mensch ist zuerst und zumeist sehnsucht, egal in wie sublimer form.
dann ist er das produkt unendlich vieler zusammenhänge,wie alles andere auch (die unser hirn leider nicht in der lage ist, alle auf einmal zu begreifen),deshalb ist er nicht besser und nicht schlechter als ein stein oder eine schlange.
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geschrieben am: 26.12.1999 um 06:16 Uhr
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Wenn ich bedenke, daß mir jeden Tag deutlich gemacht werden soll, daß ein Mensch NICHTS ist, weil ja daß Töten so ziemlich normal und in den Medien akzeptiert ist.
Ein Mensch könnte auch nach seinem Konsumwert bestimmt werden.
Ein Soziologe würde vielleicht den Konfliktansatz oder den symbolischen Interaktionismus als Beobachtungsrahmen verwenden.
Ehrlich gesagt: Bullshit.
Der Mensch ist: ich. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.12.1999 um 10:12 Uhr
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Hai alle
...klinke mich mal eben hier in eure Diskussion ein...
Also einmal zu den Geschichten mit der Inquisition, war eine üble Sache, aber ein Produkt der Menschen und nicht Gottes.
Die Menschen haben in dieser Welt hier die Freiheit, ganz nach ihrem Willen zu handeln - so wie es ihnen beliebt - ein Resultat davon war die Inquisition, der Nationalsozialismus, Stalinismus oder der moderne Kapitalismus (dessen Schrecken etwas subtiler geworden sind). Außerdem halten einige Geschichtsforscher die Schreckensgeschichten über die Inquisition für Fälschungen und Propaganda der Aufklärungszeit, die auch nicht ohne Grausamkeit war.
Dann zu der Geschichte mit dem Mensch als biologisches Wesen. Mit solch einer Definition habt ihr rein gar nix gewonnen - weil rein gar nix erklärt.
Reiner Materalismus und Naturalismus führt zwangsläufig zu einer eigenen Art der Metaphysik....freilich erst wenn er nicht oberflächig bleibt, sondern konsequent zu Ende gedacht wird.
Es kommt dann am Ende so etwas heraus wie ein Universum, das aus uns nie ganz nachvollziehbaren Gründen sich so entwickelt...und zwar zwangsläufig aus inneren, eigenen Gesetzlichkeiten, daß am Ende der Entwicklung Wesen stehen, die das Universum beobachten. Das Universum beobachtet sich also selbst.
Die Hypothese vom Urknall oder Hawkings These erklären nur bis zu einem bestimmten Punkt, sie erklären nicht, was vor dem Urknall , bzw. was die Ursache des Urknalls war.
Auf diesen Vorwurf wurde von deren Seite schon erwidert, daß der Mensch eben kausal denke, da es seinen Erfahrungen entspreche, alles kausal zu betrachten - deswegen aber nicht alles kausal sein müsse.
Ich finde, da werden die Herren genauso dogmatisch wie es Gläubige so oft sind - da kann ich auch einfach annehmen, daß es einen Gott gab, der alles geschaffen hat.
Sowieso ist die Wissenschaft zu einem neuen Glaubenssystem degeneriert - einst konzipiert als eine Methode, Wissen für die Zukunft nutzbar zu machen, soll sie nun Dinge erklären, zu der sie ihrer eigenen Definition nach gar nicht in der Lage ist.
Der Glaube an Zufälligkeiten ist zB. einer der großen Aberglauben des modernen Wissenschaftsalters!
Das wars fürs erste
Gruß Sam
...der sich jetzt beeilen muß, weil zur Familienweihnachtsfeier muß....
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 26-12-99).] |
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geschrieben am: 30.12.1999 um 03:06 Uhr
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möcht auch noch n Becher Senf einstreuen:
zick: find deinen Gedanken, der mensch sei Sehnsucht interessant. Nur: Sensucht wonach?
sam: wenn du sagst, der Glaube an Zufälligkeiten sei ein Irrglaube, suggeriert das: nix ist Zufall. Das wiederum impliziert aber einen übergeordneten Determinismus oder einfach nur einen Plan hinter allem (mit der Konsequenz, das andernorts alles schon Zuende gedacht ist und nichts beeinflußbar) Klingt ein wenig göttlich und ein wenig fatalistisch.
Einer meiner Lieblingssätze: Jede IDEE, die sich institutionalisiert wird dogmatisch.
bedeutet, starr und unflexibel, sicher hast du da recht auch mit wissenschaftlichen Ideen. Aber tauchen nicht ständig neue Ideen auf? Aus welchen Beweggründen denken sich Menschen so etwas aus? Warum diese triebhafte Neugier? Welche Sehnsucht steckt hinter dieser Neugier? Womit der Bogen wieder zu zick geschlagen ist.
stöppel: gehe mit dir mit, Gott sei Produkt des menschlichen Denkens.
Aber ebenso wie es Gott nur aufgrund der ihn denkenden Menschen gibt, existiert z.B. die Mathematik mit ihren Axiomen, die wiederum als Oberbeweisträger jedweder physikalischen (und heut dann schon fast philosophischen) Theorie, nur aus der Existenz des Menschen. Wäre also zu fragen, ob die Axiome des Werkzeugs Mathematik in der Lage sind (oder es überhaupt sein können) die Realität modellhaft wiederzuspiegeln. Oder aber, wie sam (wohl) meint, ebenso ein Glaube ist, wie der an Gott. (und damit machts dann wirklich keinen Unterschied an was ich glauben möcht - ich muß es nur tun, und mich damit wohlfühlen - dies nur nicht dogmatisieren)
tbear: zur Ausgangsfrage Was ist der Mensch?
Das Nachdenken darüber führt mich immer wieder zu der Frage, was den Menschen vom Stein oder der Schlange (zick, nicht in der Wichtigkeit) unterscheidet. Und hier taucht doch dann die Phrase von der Selbsterkennbarkeit auf (oder wie die Materialisten sagen ie Welt ist erkennbar). Also den Fähigkeiten zu abstrahieren, antizipieren, subsummieren usw. Das unterscheidet ihn definitiv von einem Stein und ganz sicher auch von einer Schlange. Der Mensch ist damit ein biologisches Wesen mit der Fähigkeit zum Denken. Über den Sinn und Unsinn des Ganzen gibts schon ganze Bibliotheken von Meinungen. Der Mensch ist:ich, stöppel find ich gut, der Mensch ist Leben, Liebe, Existenz auch gut, der Mensch ist Sehnsucht, auch gut.
Ich weiß nicht, was der Mensch ist, werdŽs auch nie erfahren, kann nur erfahren was ich selbst bin, kann das dann weitergeben, kann sagen: schaut her das bin ich, ein Mensch, bin Leben, Liebe, Existenz, Sehnsucht, bin ich - mehr nich |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.12.1999 um 03:09 Uhr
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| wieso knallt mir einer da n smily rein? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.12.1999 um 11:16 Uhr
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Doppelpunkt + GrossD haben heimlich zugeschlagen ... vero, kleind |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.12.1999 um 02:38 Uhr
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wupel: du hast es erfasst und ich bin völlig deiner Meinung. Aber wie sollte jetzt ein Mensch leben, lieben, ich sein, Mensch sein oder existieren um dass er ein echter Mensch ist oder sein kann?
Ich finde nämlich, dass es heutzutage viel zu viele Menschen gibt, die nicht wirklich Menschen sind. Diese Personen wollen einfach nicht selber denken oder ihr Schicksal selber in die Hand nehmen. Es sind all die Mitschwimmer, die dem Strom folgen, die von den Medien total beinflusst sind und sich nicht im Mindesten um sich und seine Mitmenschen kümmern oder sich irgendwo engagieren.
Es ist vieleicht zu krass ausgedrückt, wenn man sagt, das diese Menschen keine "Menschen" wären, zugegeben. Und ich will diese Leute auch nicht unbedingt schlecht machen. Für die gilt halt: Willst du das Leben leicht haben, so bleibe immer bei der Herde. Ich kann diese Leute sogar irgendwo verstehen. Es ist so schön einfach mit dem Strom zu schwimmen.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass diese Ansicht falsch ist und man lieber alles dran setzen sollte, die Gesellschaft tolleranter zu machen, um dass man es leichter hat mit seiner eigenen Meinung zu leben. Aber ich glaube da greif ich zu hoch nach den Sternen.
Leben - es gibt nichts Selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen existieren nur.
gruß und ein gutes Neues Jahr! tbear
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.12.1999 um 16:54 Uhr
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Die vielen Menschen, die «mit dem Strom schwimmen», sind vielleicht auch nur zu ängstlich, eigene Ideen zu verwirklichen.
Der grosse Strom kann ihnen Halt und Geborgenheit geben.
tbear: Deine Darstellung von Leben + Existieren dürfte nochmals überdacht werden - von Dir.
Eine gute kommente Zeit für alle, vero |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.01.2000 um 20:43 Uhr
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wow - det is ja ein niveau, aber ok... mir fallen dazu drei sachen ein:
die frage nach dem warum, faustisch, "und moechte wissen, was die welt im innersten zusammenhaelt" - neugier also, nicht die profane der nachbarin, die weiss, welche biersorte mein papa trinkt, sondern die auf die tiefen geheimnisse... wuerdet ihr den pakt mit dem teufel eingehn, um erkenntnisse zu erlangen? endgueltige antworten? strebt ihr ueberhaupt danach?
das ist natuerlich ein gedankenspiel, trotzdem ist die frage ernst gemeint - und um es vorwegzunehmen, ja, ich wuerde wohl... zumindest wenn mir, wie faust auch, letztendlich ein schlupfloch bleibt (beweisen wir nicht alle gern, wie clever wir sind? ;-)
zum zweiten - leben oder existieren - "schuld und suehne", oder noch boesartiger nazi-philosophie... die toleranz beginnt fuer mich dort, wo ich tatsaechlich abscheu und unverstaendnis verspuere - wenn ich eine denk-/lebensweise verstehe ist es ja einfach, tolerant zu sein... doch wieweit will ich ueberhaupt tolerant sein? sollte ich das immer sein?
einer der besten sprueche, die ich je gelesen hab: urteile nicht ohne verstaendnis
also, mit verstaendnis, aber trotzdem urteilend... gefaellt mir
und noch eins, zur metaphysik:
schafft glaube gott (goetter)? wuerden goetter ohne glaube existieren? existieren sie mit glaube?
ah... ich liebe fragen... ;-)) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.01.2000 um 04:37 Uhr
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vero: es würde mir helfen, über leben+existieren nachzudenken, wenn ich deine Meinung dazu hören könnte. Ich bin ja jederzeit lernwillig, brauche dazu aber erst etwas was man lernen kann.
tjane: Ich würde den Packt mit dem Teufel nicht eingehen! Das Leben wäre doch dann viel zu langweilig. Und ich liebe das Leben doch sooo sehr.
Mit Toleranz meine ich haupsächlich toleranz gegen Neues. ich finde nämlich nicht, das man für etwas tollerant sein sollte, was man kennt und weiß das es schlecht ist.
Urteilen macht jeder immer. Und das ist auch gut so, weil man immer seine eigene Meinung bilden sollte (was dem urteilen entspricht). Nur Vorurteilen ist schlecht, aber auch nur bis zu einem bestimmten Teil des Nicht-Verstehens, dann ist es zwar immer noch nicht so gut, aber auch nicht mehr ganz so schlecht. Manchmal muß man das eben. Aber man sollte sich da dann auch im klaren darüber sein, dass es auch nur ein Vorurteil ist.
Und zur Metaphysik: Ist etwas noch da wenn man es nicht mehr wahrnimmt?
gruß tbear |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.01.2000 um 21:25 Uhr
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[b]Was immer du tust, du wirst es bereuen![/b]
[i]by Sokrates[/i]
...gehört und nie mehr vergessen...
[i]ci vediamo[/i]
ruthi
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.01.2000 um 22:51 Uhr
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Thema Philosophie-Stichwort:gehört und nie mehr vergessen-...
dazu fällt mir auch nen Satz ein den ich nur mal so einbringen wollte:
Ein Athener sagt:"alle Athener lügen."... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.01.2000 um 23:20 Uhr
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Hi Xenia.
Antwort auf das Athener-Rätsel:
(normalerweise sind es die Kreter und nicht die Athener )
Der Athener hat gelogen - ganz einfach!
Es lügen nicht alle Athener, der Umkehrschluß lautet deswegen aber nicht, daß alle Athener immer die Wahrheit sagen, denn dann hätten wir ja einen Widerspruch, sondern eben nur: Nicht alle Athener lügen!
Zur Verdeutlichung:
Alle Athener lügen - Alle Athener sprechen die Wahrheit = Widerspruch
Alle Athener lügen - NICHT alle Athener lügen = richtige Verneinung
Da die Aussage des Atheners nicht zutreffen kann, weil widersprüchlich, muß er wohl lügen!!
Hab auch so ein Ding:
Ein Frisör sagt: "Ich rasiere alle, die sich nicht selbst rasieren!"
Frage: "Rasiert er sich selbst oder nicht?"
Gruß Sam
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 02-01-00).] |
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geschrieben am: 03.01.2000 um 14:59 Uhr
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Der Club der roten Lichter...
...oder neulich im Bordell
...oder auch Unterricht in stoischer Philosophie (mir viel kein besserer Grund ein, wie ich das posten in den Thread hier rechtfertigen konnte )
Part I. - Chingaschgok und die nackte Domina
Chingaschgok: Hugh!
Domina: (barsch) Sklave!!
Chingaschgok: verwirrt Hugh?
Domina: (barsch und fordernd) Komm her!
Chingaschgok: (verwirrt und kleinlaut) Hugh??
(Szenenwechsel)
Part II.
Eine Lichtung im Wald, in der Mitte ein rötliches Feuer, um das ein nacktes
Männlein tanzt.
Männlein: Ach wie gut das niemand weiß, daß mein Stielchen Rumpel heißt...
(Szenenwechsel)
Part III.
In der Antarktis. Es weht ein stürmischer, schneepeitschender Wind...
...ein Flugzeug kämpft sich durch den Wind....brrrrrrrr...
...plötzlich ein Motorschaden....brrrr-bummb-sssssssssss...das Flugzeug stürzt
ab...der Pilot überlebt als einziger den harten Aufprall...plötzlich kommen viele
Pinguine...ein trillerndes Geräusch erfüllt die eiskalte Luft (so wie in dem Film
Formicula) twi-twi-twi-twi...- der Pilot erkennt mit Entsetzen, daß_ es
Monster-Pinguine sind und schon haben sie ihn erreicht...
"Arggghhhh"
...es wird wieder ruhig, das Trillern verschwindet...kein Geräuch mehr, nur noch
der niemals schweigende Wind...pffhhhhhhhhh...
(Szenenwechsel)
Part IV.
Die Geschichte vom Philosophenhäschen und dem schwulen Auerhahn
Es war einmal auf eine friedlichen, sonnendurchflutenden Lichtung in einem
zauberhaften, wunderschönen, wohlriechenden...usw Wald.
Ein Häschen sitzt auf der Wiese und knabbert an dem saftigen Gras.
Es ist ein Philosophenhäschen.
Ein großer buntgeschmückter Vogel betritt die Lichtung - mich dünkt, es ist ein
Auerhahn.
"Hallo, mein Häschen" sprach der bunte Geck.
Das Häschen nagte weiter...
"Kann ich was für dich tun?" sprach der Hahn nun etwas keck.
Das Häschen sprach: "Störe meine Äsung nicht..." und zupfte an einem
Löwenzahn.
Schändlich, schändlich ist, was nun folgen wird...denn der Hahn in seinem sinnlich'
Wahn,
nähert sich dem unschuldig' Häschen nun - mit arger List.
Und da, kurz vor dem Häschen schon, erblickt der üble Hahn 'ne Rübe.
Der Hahn rupft aus die rote Wurzel - seine Gesinnung, die ist trübe!
"Was willst du mit der Möhre? Sprich!"
sprach das Häschen nun.
"Dich beglücken - verstehst du mich?!"
erklärt das lüstern Federvieh sein künftig' Tun.
Oh, geneigter Leser, der du diese schaurige Geschichte bis hierher verfolgt hast,
die Schandtat, die nun folgte, will ich dir ersparen, zu groß wär' sie deiner Seel'
zur Last.
Ein Wort noch will ich dir sagen, nicht mit Sorgen sollst ' dich plagen,
das Häschen, tapfer wie es war, ertrug alles ohne Klagen!
Sam |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.01.2000 um 15:47 Uhr
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könnten wir jetzt wieder auf das thema zurück kommen?
gruß tbear |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.01.2000 um 18:49 Uhr
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ich weiß nicht, was Du willst - wir sind doch straight by the thema, oder nicht? wie war das thema nochmal?
Sam, der Naseweiße |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.01.2000 um 01:51 Uhr
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Was ist der Mensch? Wie verhält man sich als richtiger Mensch?
gruß tbear |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.01.2000 um 23:03 Uhr
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tbear: zu deiner Frage: wie verhält man sich als "richtiger" Mensch,
1. gibt es unrichtige Menschen? was meinst du mit richtig??
2. wie verhalt ich mich als Mensch?
bin wie ich bin
laß mich nicht biegen wie Glasfieber
laß mich nicht brechen wie Holzstäbchen
laß mich nicht formen wie Ton
laß mich nicht dehnen wie Gummi
bin wie ich bin
biege mich wenn ichŽs möcht
dehne mich wenn ichŽs möcht
forme mich selbst
auch wenn mal ein Stück an und in mir zerbricht
dann warŽs nicht fest genug geformt
es gibt sie nicht, die Regel Mensch zu sein, kein Dogma, keine Tabus, keine Doktrinen
Die Umwelt formt den Menschen, sagt man
wie schlimm, daß andere, die Teil dieser Umwelt sind, dies tun wollen/müssen/können
und um wieviel schlimmer, daß ich zulasse geformt zu werden, von anderen.
Ich hab lang genug das Leben anderer gelebt, hab mich verbogen, verformt, hab letztendlich anderer Leute Egoismus bedient - kein Bock mehr drauf - hab viel geschrieben in dieser Zeit - und, wie du woanders schreibst, Jahre später viel für mich erkannt, aus dem Geschreibsel meiner Jugend, das einzige Ventil für mich, in Zeiten der Fragen und des Zweifelns.
Bin aber noch lange nicht fertig, so als Mensch, frage noch immer, zweifel ab+an, schreibe ab+an.
Doch mein Blick wird klarer, der Blick auf mich selbst und der Blick in die Welt. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.01.2000 um 17:53 Uhr
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wupel: ich kann dich nur zu gut verstehen.
Anstatt über den richtigen Mensch zu diskutieren, kann man auch über den Lebenssinn der Menschheit sprechen. Und das bringt uns dann wieder auf die Frage, wie sich ein Mensch verhalten sollte, um diesen Lebenssinn zu erreichen. Darüber will ich mit euch diskutieren. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.01.2000 um 19:49 Uhr
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was macht den menschen und seinen sinn
lächel und sagt nur einfach: das leben ist eine aufgabe
den sinn begreiffen wir nur in bruchstücken und oft erst sehr viel später
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.01.2000 um 20:00 Uhr
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gibt es einen Lebenssinn??
ich kann nicht erreichen, was ich nicht weiß!
der Sinn des Lebens - auch schon viel drüber geredet, geschrieben, gesungen worden
nehmen wir deinen Satz: Der Mensch ist Sehnsucht.
zwei Sachen: der Sinn deines Lebens, der Sinn allen Lebens
für dein Leben kann der Sinn dann nur in der Befriedigung deiner Sehnsüchte stecken - für jedes andere Individuum natürlich auch.
Treffen zwei Menschen einander, deren Sehnsüchte übereinstimmen, nennen wir es Liebe.
Liebe ist Teilen von Sehnsüchten. Sie finden ihren Sinn im Teilen, im gemeinsamen Er"leben".
Darin sollte ein jedes Individuum seinen ganz persönliche Sinn sehen (jedenfalls gehtŽs mir so)
Der Sinn des Lebens - als vom Individuum befreiter Zustand allen SEIENS - dagegen läßt sich für mich nicht so einfach erfassen.
Welchen Sinn macht die Existenz der Drosophila, eines Baumpilzes, meines Hundes, der Gattung Mensch??
Welchen Sinn macht es, diese Frage zu stellen, wenn doch ich als Individuum nur Teil des Ganzen bin - vollkommen unwichtig, kein Hahn kräht in 120 Jahren mehr nach mir.
Ich glaube nicht, daß ein großer Plan hinter allem steckt-hab ich ja schon oben geschrieben.
Also kann man getrost dieser oder dieser Theorie folgen, sich sogar neue erdenken, und damit das Hähnekrähen in 120 Jahren bereichern.
Zum Beispiel kannst du dir jetzt eine Sehnsuchts-Philosophie des Lebens ausdenken
oder eine Spiele-Philosophie, oder oder oder,
Ideen gabŽs und gibtŽs genug.
um, ja, was zu Beweisen???????
muß ich mich "WIE" verhalten??????
nonsens
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