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geschrieben am: 27.05.2000 um 00:45 Uhr
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ach orla, warum denn so empfindlich? ich wollte nur verhindern, daß dieser thread in die falsche richtung weiterläuft - über den sinn wird hier ja an allen ecken und kanten philosophiert
friedenskrieg: ich höre zu
nadel.im.heu: rede deutsch, dann versteh ich dich auch *g* |
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geschrieben am: 27.05.2000 um 14:37 Uhr
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i glaab du hasch mi scho verstunn. abba i soags no amal anderscht do :
SEIN ist LIEBE und LIEBE ist GOTT
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geschrieben am: 27.05.2000 um 15:08 Uhr
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Ich versuchs weiterhin trocken, ohne Senf.
Schreit einfach halt-die-Fresse wenns zu trocken wird!
Weiterhin unterscheiden kann man
empirische Urteile
(d.i. ein urteil , das nach der Anschauung von etwas gemacht wird)
z.B: Dieser Computer ist nicht neu.
apriorische Urteile
(d.i. ein urteil , das vor ODER mit der Anschauung von etwas gemacht wird, aber nicht aus dem empirischen Teil stammt)
z.B: Alle Körper sind ausgedehnt
BZZZZZZZ Blitzalarm : Dieses Beispiel hatte ich doch schon bei den analytischen Urteilen gebracht, oder?
Offensichtlich bestehen klare Verbindungen:
empirsiche Urteile sind synthetisch.
apriorische Urteile sind analytisch.
Wir wollen die Metaphysik überhaupt und die Frage nach dem Sein in eine Wissenschaft verwandeln. Da wir in der Metaphysik
keine emprischen Daten bekommen, brauchen wir apriorische synthetische Urteile.
Gibt es jene?
Ein Blick in die Geometrie der Mathematik zeigt uns ihre Existenz. Ich bracuhe keine Erfahrung, um zu verstehen, das eine Gerade
die kürzeste Verbindung zwischen 2 Punkten ist. Diese ERKENNTNIS bilde ich nur aus den Begriffen Punkt und Gerade, und zwar synthetisch.
Es gibt also einen Hoffnungsschimmer. Alle noch klar?
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geschrieben am: 27.05.2000 um 15:46 Uhr
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bevor ich mich mit deinem neuen eintrag befasse, friedenskrieg, noch eine frage zum vorherigen:
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica quote:</font><HR>Wissenschaft nun wollen wir das verifizierte verwandeln von synthetischen Urteilen in Analytische Urteile nennen.<HR></BLOCKQUOTE>
geht das überhaupt? wie sollen denn aus synthetischen analytische urteile werden?
nehmen wir deinen beispiel satz: der ball ist rot. dieser satz kann doch niemals analytisch sein - denn dann müßten doch alle bälle rot sein - was sie aber offensichtlich nicht sind.
*gruß* ABA |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2000 um 16:01 Uhr
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| Hmmmmm...naja...es geht doch langsam sehr am Thema vorbei...wohin habt ihr euch verrannt? Ich meine, das "sein" ist das Thema, oder? Aber "sind" wir nicht irgendwie alle oder "sind" wir nicht? Hmmmm... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2000 um 17:15 Uhr
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hexle: bist du die rächerin von orla?
nein - scherz beiseite ... wir sind meines erachtens noch nicht am thema vorbei - im gegenteil, wir nähern uns laaaangsam dem sein aber ich gebe zu, wir befinden uns gerade auf einem abgelegenen waldweg, anstatt auf der hauptstrasse zu bleiben ... aber so lernen wir auf dem weg zum ziel vielleicht mehr details kennen ...
du scheinst auch noch sehr unentschlossen zu sein, was die frage nach dem sein betrifft *g*
*gruß* ABA |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2000 um 18:57 Uhr
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Eine Bitte an den Bekenner zum Widerspruch bezüglich Weg und Ziel : Deine Einführung ergibt eine klare Zielrichtung, Deinen Königsweg: Du schlüpfst in die Rolle des alles zermalmenden Königsbergers und versuchst daraus einen Ansatz für Sams Gretchenfrage abzuleiten. ( zum Verständnis gereicht sicher die angebotene Textstelle nicht ) Folgst Du konsequent den ( teilweise alogisch operierenden ) Vorgaben des großen Meisters dessen Denkweisen auch gern in Phasen eingeteilt werden steht auch das Ergebnis fest.
Nebenbei bedienst Du Dich des analytischen Ansatzes, versuchst also, das Allumfassende in seine Bestandteile zu zerlegen, zerfallen zu lassen und aus der Scherbe in der Hand das Gesamte auszulesen. Lobenswert das Streben nach gemeinsamer Begrifflichkeit. Endgültige Einigkeit werden wir wohl nur bezüglich der Frage des Nichts erzielen. Erkenntnis in Raum und Zeit geht nun mal von den Sinnen aus und wird vom zwanghaftem subjektivem Verstand abge- oder beurteilt.
Wäre es Dir möglich, das schrittweise Vorantasten, dieses langsame Entblättern Deiner positivistisch und damit antikritisch erscheinenden Axiome mit einer einleitenden wegweisenden Begründung zu versehen ?
Wenn ich raten darf : Ziel ist die Anwendung der praktischen Vernunft zum Nachweis der Nichtwissenschaftlichkeit der Metaphysik wegen der Nichtanwendbarkeit kausalen Denkens ?
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2000 um 19:13 Uhr
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[b]Glossen-Sein[/b]
Unentschlossen da nicht erschlossen weil beschlossen verschlossen ?
Weggeflossen da nicht angeschlossen und verloschen !
Angeschossen ?
Abgedroschen ..
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geschrieben am: 27.05.2000 um 23:09 Uhr
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Das was wir wahrnehmen, ist nicht die Welt wie sie wirklich ist.
Mögliche "Lösungen" des Problems:
(1)
Die Welt, wie sie wirklich ist, können wir nicht wahrnehmen, deswegen können wir auch nichts über sie aussagen, jede weitere Diskussion wäre sinnlos.
Die Frage an sich ist schon unsinng, ein Scheinproblem, Sprachverwirrung.
Mithin könnte man sogar sagen, die Welt ist das was wir über sie aussagen können.
Dann wäre die Welt wie sie ist, die Wirklichkeit, weil wir ja definieren was Wirklichkeit ist.
(Der Begriff Wirklichkeit wird in dem gesamten Text natürlich in Anführungszeichen gesetzt gedacht )
(2)
Wenn wir nichts über die wirklich Wirklichkeit aussagen können, also über das Sein schlechthin, so können wir sagen, daß dies nichts ausmache, da die Frage des Sein für den Sinn oder einfacher, für die existenzellen Fragen (Arbeit, Liebe, Hunger usw.) des Menschen unerheblich sei.
(3)
Die Welt ist Konstrukt unseres Geistes, kein lernen, denken, keine Logik ohne das grundsätzlich Fähigkeiten dem Menschen dies ermöglichen. Wissen das uns gegeben ist, damit wir weitres Wissen überhaupt erlangen können.
Die Welt ist der Schein des Seins.
Solange wir nur wahrnehmen, verfälschen wir nicht - sagen wir aber; das ist ein Ball, das ist ein Tisch, dann reden wir vom Schein.
Mein Posting wollte zeigen, daß der plumpe Materialismus, denn wir instinktiv und durch Erziehung/Schulung angeeignet haben, zu Ende gedacht versagt.
Das der Materialismus des gemeinen Menschenverstandes am Ende genauso irational wird, wie irgendeine Religion oder Weltanschauung.
Wenn ich einen Apfel in den Händen halte komme ich nicht umhin, mir das Ding als etwas Festes vorzustellen, wenn ich aber über ihn nachdenke, dann sehe ich ein, daß es so nicht sein kann.
Und dann gleitet mir der Boden unter den Füßen weg, aber ich falle nicht sondern schwebe, und es öffnet sich mir eine neue Perspektive.
Was Orla sagte begrüße ich, wie das, was alle anderen zu dem Thema beitrugen.
Gruß ein etwas müder Sam
(der gespannt ist wie es weitergeht) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.05.2000 um 12:30 Uhr
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nu iss de appl zerflossn unn all hamms de haend grungan woils uffm glatteis glandt saan |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2000 um 22:45 Uhr
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Ja, ja...Abalone, richtig erkannt...auch ich bin noch auf dem Weg zum *Sein*...hmmm:-).
Du hast ja auch Recht, ABA, dass man oft Umwege machen muss, um dorthin zu kommen, wo man hin *muss*...und auch, dass es lehrreich ist, wenn man diese Umwege macht. Aber ist es nicht komisch, dass man manche Dinge einfach nicht erklären kann? Wie z.B. diese Frage nach dem *Sein", obwohl wir alle *sind*...ja, so ist es halt:-).
Wenn ich aber eure verschiedenen Meinungen zu diesem *Sein* alle so lese...dann bin ich noch mehr *durcheinander*, als ich vorher war, sorry:-).
Hmmm...naja, aber auf jeden Fall regt es doch sehr zum Nachdenken an...alles hier.
Ich werde auf jeden Fall eure Meinungen weiter verfolgen, das steht fest.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2000 um 22:51 Uhr
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An Friedenskrieg:
Au Mensch, Friedenskrieg...hmmmmmm...zu hoch für mich, was Du so von Dir gibst...da kann mein *kleinerhexengeist* nicht folgen:-)))) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2000 um 13:52 Uhr
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sind wir nicht alle ein bisschen bluna?
[i] muss darüber nicht nachdenken, ob ich bin... ich weiß es und spüre es[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2000 um 14:31 Uhr
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Es geht um das Sein der Außenwelt, nicht um das Sein der Innenwelt.
Bewußtsein bedeutet auch, sich seiner selbst bewußt sein.
Aber in welcher Weiße existiert die Außenwelt, abhängig oder unabhängig von uns?
Es geht um Materie, Raum und Zeit.
Gruß Sam
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2000 um 22:22 Uhr
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..es geht um Liebe, Träume und Phantasien..
..es geht um Gefühle..so beim SEIN..
..und wer versucht diese dann rational zu erklären wird scheitern.
Wenn ich einen Apfel in der Hand halte, dann verspüre ich das Verlangen zu riechen, zu schmecken, ihn zu berühren, freue mich einfach über dieses "Wunder", und fress es dann gnadenlos (nicht genußlos) in mich rein. Und die Perspektive die sich mir öffnet ist eine höchst Irdische..
quote Pippi Langstrumpf: ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2000 um 22:45 Uhr
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schmäckt döm rösle dann dös bluna ? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.06.2000 um 14:55 Uhr
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nee nadel im heu, das schmeckt mir eingentlich überhaupt nicht.
ist schon gescheitert, beim versuch gefühle erklären zu wollen... @wupel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.06.2000 um 15:16 Uhr
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entschuldige bitte meine ungezügelte ungeduld. es war sicher nicht mein anliegen dich totzureden, friedenskrieger
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.06.2000 um 00:58 Uhr
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Letzter und völlig anderer versuch, da man mir zu sagen versucht, die "Königsbergsche"
Sichtweise zu problemen der Metaphysik sei
parteisch
[ich denke, es ist einfach nur ein guter gedanke, und kaumst zu wiederlegen]
Sein kann nur IMPLIZIERT definiert werden.
Das wars.
Diskussion tot. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.06.2000 um 20:44 Uhr
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..lieber Kämpfer für den Frieden..
kann man über das Sein diskutieren??
ist es nicht eher so, daß ein jeder, ob nun Kant genannt(toll, Žn Reim) oder Pascal oder Hilde Schmidt, ganz tief drinn, implizit also, IST, und explizit nur versucht, dieses innere SEIN darzulegen, sich zu "offenbaren" bzw. etwas von seinem inneren SEIN darzulegen, in der Hoffnung auf ein "positives" feedback in Zeiten des Zweifelns?
Endet eine Diskussion für dich immer, wenn niemand bereit ist, sich dein Gelehrtenwissen anzuhören??
Hast du schon mal über DICH nachgedacht, oder versuchst du, das Leben längst Toter nachzuleben?
Ganz ehrlich, hab selbst bei vielen Philosophen und Dichtern und Trinkern und...Teile meines Fühlens gefunden und war manchmal bereit zum Götzendienst..doch ich bin nicht zum Papagei geboren..eine Erkenntnis..
wenn denn SEIN nur IMPLIZIT erklärt werden kann, dann gieß doch ganz einfach [b]dein[/b] INNERES hier aus, und nicht das Anderer.
..und vielleicht eröffnet sich so eine Chance für dich, du selbst zu SEIN... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.06.2000 um 21:31 Uhr
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Wupel,
in vielen Dingen und vielerlei Hinsicht schätze ich deine Äußerungen, weil ich glaube, daß du auch ein Denker bist.
Aber
wenn ich hier eine Diskussion über das Sein angefangen habe, dann deswegen, weil unsere Zeit sehr materialistisch, ego-zentriert, relativistisch und nihilistisch ist.
Der Aberglaube von der "Festigkeit" verführt zu oberflächlichem Denken und ethisch fragwürdigen Ansichten und Forschungen.
Der Mensch wird reduziert zu einer Maschine, die nach dem Reiz-Reaktions-Schema funktioniert.
Der Wert eines Menschen ergibt sich aus der Summe seiner chemischen Bestandteile.
All dies halte ich für sehr bedenklich.
Der Mensch interessiert sich nur für sich selbst, jeder will nehmen - keiner gibt, weswegen letztendlich alles immer kühler wird und die Menschen immer unglücklicher, denn sie wollen ja alle Aufmerksamkeit, aber selbst sich einem anderen widmen will sich keiner.
Jeder hält sein SEIN für das wahre (Relativisnus), jeder hält sich für tolerant, letztendlich verbirgt sich hinter dieser Toleranz jedoch nur eine Gleichgültigkeit.
Das, was ein anderer sagt, das ist halt seine Wahrheit, was soll mich die subjektive Wahrheit eines anderen interessieren, sie kann ja doch nicht für mich gelten.
Betrachtet man jedoch die Materie näher, die den Menschen ausmachen, determinieren soll, so zeigt sich, daß es vielmehr der Mensch ist, der die Materie determiniert, und nicht umgekehrt.
Wenn wir in einer Welt lebten, die dem Materialismus (welcher Form auch immer) entsprechen würde, so wären wir absolut determiniert - wenn die Welt einem Materialismus nicht entspricht, sieht das anders aus.
Und unsere wissenschaftlichen Erkenntnise von der Materie lassen an dem üblichen Materialismus des gesunden Menschenverstandes zweifeln.
Toleranz ist, wenn man einen Menschen mit anderer Meinung akzepiert, aber seine Ansicht kann man dennoch ablehnen bzw. gegen sie argumentieren.
Im allgemeinen wird die Toleranz aber anders gehandhabt, man akzeptiert die Ansicht eines anderen, aber den anderen Menschen nicht!
Ich betreibe hier also keinen Triumphzug des kalten logischen Kalküls, obschon ich mich dessen bediene.
Kant als Ansatz ist da nicht unbedingt schlecht, aber Kants Philosophie ist dunkel und die Kapazität des Forums begrenzt, weswegen Friedenskrieger sich etwas kompakter und präziser äußern sollte.
Gruß Sam |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.06.2000 um 12:36 Uhr
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sam
ich versteh nicht viel von der "praktischen Vernunft", der Materialismus den man uns lehrte damals (so als Ossi-Kind) mag einen anderen Ansatz haben, als den Materialismus den du meinst, mein Nihilismus ist ein genereller-muß nicht gut sein-ist sicher auch nicht gut..
meine Egozentrik ist der Erfahrung geschuldet, daß jedwede Ideologie zur Selbstbefriedigung wird..
was hat das aber mit Toleranz und Akzeptanz zu tun?
Muß nicht mein Nachdenken über SEIN und SCHEIN und PEIN und dem SCHREIN DER WAHRHEIT losgelöst sein von "Erkenntnissen" Anderer?? was nicht bedeutet, daß ich deren Meinung nicht toleriere/akzeptiere.
Werd ich deshalb zum Egozentriker, weil ich auf der Suche nach "meiner" Wahrheit bin??
Werd ich deshalb oberflächlich, weil ich mich nicht in die Fläche der ??????? integriere?
Was für mich passiert im Laufe der Jahre ist, daß ich meinen Glauben verliere, den Glauben den man uns als Kinder gab, den Glauben an das Gute im Menschen, an seine Fähigkeit zu praktizierter Nächstenliebe...ach ich erzähl schon wieder Quatsch.. vielleicht mal ne Quote wenns klappt
Brief an Wolfgang und Giesela, Lübeck
Bobitz, 26.11.89
.....
.....
Wie für die meisten Menschen, so ist auch für uns der Tag des "Wiedersehens" zu
einem einschneidenden Erlebnis in unserem Leben geworden. Ich habe die letzten 14
Tage viel über diesen Tag nachgedacht.
Noch im Frühling hatte ich die Hoffnung auf eine bessere Welt, auf ein friedvolles,
freundliches Miteinander aller Menschen begraben. Die Menschheit als Ganzes schien
mir verkommen und weit von solchen Werten wie Liebe, Tugend, Moral, Humanismus
entfernt. Ich glaube jetzt zu erkennen, daß nicht die Masse diese Werte verloren hat,
sondern das die Masse diese Werte auf Eis legte für die billigen Scheinwerte Geld,
Anerkennung, Erfolg, die von den jeweils Mächtigen beiderseits des Eisernen Vorhangs
zur Zementierung ihrer Macht dem Volk suggeriert wurden - und werden. Das Heben
des Vorhangs ließ für Tage (Wochen?) die Scheinwerte wie Seifenblasen platzen und die
Menschen besannen sich auf von mir längst Verlorengeglaubtes zurück. Aber ich
glaube, daß eine Hoffnung auf den Bestand dieser neuen, alten Werte ein ebensolcher
Traum ist, wie die Hoffnung auf ewige Erlösung und dgl. mehr. Die Realität wird uns
sehr schnell wieder einholen. Die Mächtigen werden um ihrer Macht willen das
Tiefkühlfach wieder öffnen und der Großteil der Menschen wird sich wie eh und jeh am
Opium Konsum berauschen und wieder in seine emotionale Starre verfallen. Und ich
werde wieder pessimistisch werden, in Hinblick auf eine bessere Welt, so wie ich es
vorher war. Nur bin ich in meiner Erinnerung um einen wunderbaren Tag reicher
geworden. Das ist unheimlich viel, denn viele solcher Tage hat man im Leben wohl
nicht. .........
klappt
Was also macht DEIN/IHR/MEIN/ALLER SEIN aus??
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.06.2000 um 01:53 Uhr
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dös hettsch der ah gspohrn kenna :-( |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.06.2000 um 12:24 Uhr
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...
[Diese Nachricht wurde geändert von: tempek (geändert am: 12-06-00).] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.06.2000 um 18:56 Uhr
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was ist das sein?
gute frage!
aber ansich ist sie überflüssig.ich wollte das letztens schon schreiben,habe aber nicht weit genug gedacht.nun denke ich einwenig besser argumentieren zu können.
diese gedanken sind beeinflußt worden durch die schriften einer weltumfassenden bewegung.
ich sagte also es sei überflüssig nach dem sein, bzw. was dahinter steht zu fragen.denn schließlich lieber sam und alle anderen,was habt ihr davon wenn ihr das wißt.selbst wenn ihr jedes teilchen kennen würdet, was wäre damit gewonnen?
wir und alles andere sind da, ob wir nun wissen was es im innersten zusammenhält oder nicht-mit unserem wissen oder ihne unserem wissen.
von einem materiellen,analytischen standpunkt aus können wir alles mögliche untersuchen.alles können wir untersuchen und hinterfragen-aber was ist damit gewonnen?
ich denke nützlicher als dieses 'was steht dahinter'-gefrage ist das wissen um sich selbst. klar ist es schwierig herauszufinden was man selbst ist,aber das ist nur weil wir es verlernt haben.schließlich konnten all die großen köpfe wie aristoteles und sokrates z.B. nur das 'erforschen',was sie 'erforschten',nachdem sie wußten das sie zum forschen geboren wurden.also nachdem sie wußten wer sie eigentlich waren.
weil wer sich selbst versteht,kann auch andere dinge verstehen.
ja das hört sich blöde an ist aber so, irgendwie.
und das es einen gott gibt der alles einwenig steuert oder auch nicht,der wenigstens wacht über uns, das weiß jeder,auch wenn er es nicht zu gibt.
wir sollten uns viel lieber fragen wieso wir nicht krank sein wollen ,aber die krankheit kommt.wir wollen glücklich sein,aber das unglück kommt.wir wollen nicht alt sein, aber dennoch kommt das alter.
wer zwingt uns diese dinge auf?ich will keine hitze, aber es gibt sie doch.
wer ist dafür verantwortlich?was habe ich getan?
laßt uns da sein! studiert euch selbst! |
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