Auf den Beitrag: (ID: 26486) sind "73" Antworten eingegangen (Gelesen: 1700 Mal).
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 14.06.2000    um 20:39 Uhr   
Wozu nützen Fragen?
Fragen bedeuten Freiheit.
Jede Frage, die wir stellen, bewußt stellen, deren Bedeutung und eventuellen Konsequenzen wir begreifen oder ahnen, gibt uns die Möglichkeit, die Schienen zu verlassen, auf die uns Erziehung, Zeitgeist und liebgewonnene Gewohnheiten des Denkens gebracht haben.
Wenn wir innehalten, verstehen, auf welchem Weg wir uns befinden, wohin wir möchten, wer wir wirklich sind, dann haben wir auch die Möglichkeit, unser Leben positiv zu wenden.
Wenn wir jedoch meinen, daß es reichen würde, einfach zu sein, nicht zu fragen, dann bewegen wir uns immer auf Wegen, die wir nie wirklich selbst wählten, und bedauern vielleicht im Alter, mit verspäteter Einsicht , was alles aus unserem Leben hätte werden können, wenn wir nur früher erkannt hätten, wie gefangen wir in unserem Denken waren.
Es genügt nicht, einfach zu sein, man lese nur die Beiträge in dem Forum hier, allesamt von Menschen, die einfach nur sein wollen, deren Sein aber im Unglücklichsein besteht und von Todesehnsucht und Frustration geprägt ist.
Meine Frage stellte auch nicht unser Sein in Frage, sondern war auf die Natur der Materie gerichtet.

Gruß Sam
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Nutzer: Gast_dernörgler
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geschrieben am: 17.06.2000    um 18:10 Uhr   

keine eigenen wege ohne seinsfrage. verworren. spiel mit ängsten.

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Nutzer: Gast_dernörgler
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geschrieben am: 17.06.2000    um 18:12 Uhr   
bezug titel ?
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 17.06.2000    um 20:12 Uhr   
Keinen eigenen Weg ohne Fragen.
Über die Seinfrage stößt jeder freier Denker früher oder später.
Gruß Sam
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 18.06.2000    um 01:07 Uhr   
Da hast du Recht.
Arroganz ist auch eine Form geistiger Unfreiheit.
Wenn du allerdings meinst ich sei arrogant so verweise ich auf das Kontrovers-Forum.
Da darf jeder intrigieren, lästern, denunzieren usw..

Gruß Sam


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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 18.06.2000    um 02:36 Uhr   
[b]dernörgler[/b]
wie wäre es mit ein paar aufklärenden worten zum wohl-sein eines nörglers ?
[b]sam_naseweiss[/b]
was ist ein freier denker ?

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Nutzer: Gast_dernörgler
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geschrieben am: 18.06.2000    um 12:31 Uhr   
arrogant = unfrei
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Nutzer: Gast_tempek
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geschrieben am: 22.06.2000    um 19:38 Uhr   
starchaser: frei ist der der rechtes tut.
was recht ist muß jeder für sich selbst klar machen.
unfreiheit ist bedingt durch den drang abhängig zu sein.einen richtigen freien menschen gibt es nicht,also auch keinen freien denker.
[i]grinst[/i]
nörgler:wieviele foren hast du den jetzt schon zum nachdenken animiert?
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 22.06.2000    um 19:54 Uhr   
ergibt sich aus der individuellen interpretation von 'gut' und 'böse' ein tiefer zweifel an der fähigkeit des menschen, eine freiere, vielleicht sogar humanere Gesellschaft zu erschaffen ?
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 22.06.2000    um 19:56 Uhr   
führt ein wenig vom thema ab, ich weiß ..
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 22.06.2000    um 22:49 Uhr   
Tempek:
Unfreiheit bedeutet Abhängigkeit von anderen, von dem Denken anderer.
Unfreiheit gibt es nicht, da niemand richtig (völlig?) abhängig ist von anderen.
Tempek, das hantieren mit absoluten Aussagen ist immer heikel.
Freiheit gibt es, aber nur in einzelnen Momenten.
Ein freier Denker zeichnet sich durch seinen Drang zum freien Denken, mit seiner Tendenz zum freien Denken aus.
Starchaser:
Nein, ich denke in der individuellen "Interpretation" von Gut und Böse (Gewissen) liegt die einzige Chance für eine bessere Menschheit.
Nur durch ein individuelles Gewissen kann ein eine unmoralische Gesellschaft überwunden werden.

Gruß Sam
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Nutzer: wolf.g
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geschrieben am: 25.06.2000    um 11:13 Uhr   

SEIN als Sein sein verweißt in eine Richtung, die bisher noch nicht diskutiert wurde, da könnte doch die einfachste Lösung liegen, oder?
meint
Wolf.G
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 26.06.2000    um 02:37 Uhr   

gehst du von einer gemeinsamen moralischen schnittmenge aus oder von individuen, die einfach moralischer sind als die anderen ?
wie würde sich dieses gewissen deiner meinung nach manifestieren, ausbreiten und die unmoralische gesellschaft überwinden ?
wäre es nicht so, daß sie den gesellschaftlichen untergang nicht verhindern können sondern wie jene griechische seherin lediglich der gesellschaft mitteilen können woran sie zugrunde geht ?
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Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 28.06.2000    um 00:07 Uhr   
Schwierige Fragen, Starchaser!
Wenn das Gewissen rein indivduell wäre, dann wäre es absolut relativ.
Wenn etwas absolut relativ ist, dann ist es beliebig, mithin auch etwas, daß man ignorieren könnte - Das einzige, was gegen ein Verbrechen (Mord, Vergewaltigung) spricht, ist meine anerzogene/konditionierte Moral, daher kann ich mich auch über diese hinweg setzen, wenn ich mir erst einmal darüber klar geworden bin, daß alle gesellschaftliche Moral keine feste Norm bildet, sondern nur "Meinung" der Gesellschaft ist.
Wenn die Moral jedoch nicht individuell ist, dann müßten Normen zu jeder Zeit immer gleich gelten, unter keinen Umständen dürfte ich töten, nie lügen, am Sabbath nicht heilen...das Gute/Böse wäre exakt definierbar für jede einzelne Situation im Leben.
Es würde sich auch die Frage stellen, wie es möglich ist, daß es so unterschiedliche Moralsysteme geben kann, obwohl es ein allgemeingültiges moralisches System geben kann bzw. gibt.
Ich denke daher, daß das Gewissen eine Instanz des Menschen ist, die einem Menschen das Gefühl(!) gibt, böse oder gut zu handeln. Dieses Gefühl kann von anderen überlagert und wie jedes andere Gefühl auch gänzlich unterdrückt werden.
Es ist ein Gefühl, das uns sagt, das, was du da willst, ist gut oder das ist schlecht. Manchmal kann der Verstand jedoch eine Situation nicht exakt beurteilen, so daß es möglich ist, daß wir das Gute wollen, aber unsere Handlungen dennoch böse sind.
Das Gewissen ist dem Menschen als Gesamtheit gegeben, die Persönlichkeit bzw. der Charakter des Menschen entwickelt sich aber unter dem Einfluß von Erziehung und Sozialisation, so daß das Gewissen nur wie durch einen Filter in das Bewußtsein des Menschen eindringen kann.
Das Gewissen ist die Instanz des Menschen, die Moral erst möglich macht, die Erziehung/Sozialisation erst möglich macht.
Nur durch Konditionierung könnte niemand zum Menschen werden.
Gruß Sam
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Nutzer: tina38
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geschrieben am: 28.06.2000    um 14:51 Uhr   
Ja - schon mal überlegt, dass es jemanden
gibt, der uns vor langer langer Zeit Richtlinien (schriftlich festgehalten)gegeben hat. Wenn wir uns über
Jahrtausende hieran gehalten hätten, würde
es den Menschen besser gehn.
Aber der Mensch wurde ja mit einem freien
Willen erschaffen. Die Frage um die es geht: Kann ich ohne Gott leben oder nicht?
Der Mensch wollte ohne Gott leben und muß nun
die Konsequenzen tragen.
Wieviele Regierungssysteme haben wir ausprobiert? Welche hat es geschafft für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit etc. zu sorgen? WELCHE?
Dieses BUCH, um das es geht, ist das meist-
verkaufte der ganzen Welt - aber wer liest
es schon? Da werden irgendwelche Philosophen
zu Rate gezogen, und diskutiert und diskutiert - aber was ist das Ziel, was ist
der Weg??
(Das Buch ist Geschichte und schon passiert -ein Teil jedoch nicht und in diesem befinden wir uns jetzt)

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 28.06.2000    um 15:25 Uhr   

sollte dem so sein , - die apokalypse wäre sicher nicht dieses harmlose jetzt das du zum weltende hochstilisierst. das wäre ein einfallsloser gott, wenn er sich auf profanes menschenwerk stützte

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Nutzer: bassdrum
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geschrieben am: 29.06.2000    um 02:33 Uhr   
...
lalala
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Nutzer: wupel
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geschrieben am: 29.06.2000    um 21:54 Uhr   
nur Žn paar Fragen..von unten nach oben
tina, welches Buch meinst du bzw. welche [i]Interpretation[/i] dieses Buches?
sc, da Moral keine absolute Kategorie ist, ist auch Amoral nix Absolutes-Alles ist erlaubt!-und alles verboten!-nettes Labyrinth..
sam; schön, daß du über Gefühle nachdenkst..nur kein Fragezeichen in deinem posting (macht mich stutzig)
Was ist das Gewissen? "Etwas, das dem Menschen ein Gefühl gibt?" (Habe ich das richtig verstanden?-Gefühl?) "die individuelle Interpretation von Gut und Böse"
na ist doch schon mal nicht schlecht!
nun beißt sich aber das individuelle (Ge)-Wissen mit der "Amoral" der Gesellschaft (höcht individueller Individuen)(mit höchst anerzogener/erlernter/erfahrener/erwünschter Moral) nur dann, wenn denn
a.)vorausgesetzt wird, das es eine kollektive Moral gibt
b.)diese auch noch universale Allgemeingültigkeit besitzt (unser altes Thema)
c.)oder (und das scheint mir die einfachere Lösung) das Ego aufgrund der anerzogenen Moral nicht mit seinen Bedürfnissen(Träume/Wünsche/Phantasien) EINS sein kann, weil Mama hatŽs ja verboten, bzw. der nette angenagelte Kerl in den 10 Geboten seines Urahnen..
somit ist Gewissen, im Gegensatz zu Wissen, nur die total bekloppte Rechtfertigung unterdrückten Wollens..
will jemand töten, so wird er es tun
will jemand lieben, so wird er es tun
will jemand sterben, ....
mein/dein "Gewissen", als individuelle Interpretation von Gut und Böse, mag das als gut oder böse bewerten, aber was ist es schlußendlich??
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 29.06.2000    um 23:11 Uhr   

na, da kommt sicher noch eine fortsetzung, die frage war noch nicht beantwortet. ich warte auch schon gespannt darauf.
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"Autor"  
Nutzer: tina38
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geschrieben am: 30.06.2000    um 21:02 Uhr   
@wupel: Du kennst das meistverkaufteste Buch der Welt nicht? - Doch Deinen Anmerkungen kann ich entnehmen, dass Du es doch kennst - jaja wer darin liest, der hat sie ja nicht alle - gell?
(Ist jetzt sehr unpoetisch)
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Nutzer: floppi
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geschrieben am: 01.07.2000    um 00:45 Uhr   
Mh, Sammylein!....Oi!
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Nutzer: Gast_dernörgler
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geschrieben am: 01.07.2000    um 17:17 Uhr   
sternjeger sein = sehen und gesehen werden
-> wohlsein = wohl sehen und wohl gesehen werden
uss ?
buch = koran, bibel ?
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"Autor"  
Nutzer: sam_naseweiss
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geschrieben am: 01.07.2000    um 17:31 Uhr   
Tja, das Gewissen ist der Teil des Menschen, der ihm sagt, ob eine Handlung böse oder gut ist, bzw. der Teil des Menschen, welcher ihn zum guten Handeln drängt.
Gesellschaftliche "Moral" ist zeitlich und räumlich variabel. Sie ist mehr oder weniger Mode. Zeitgeist ist nur eine Laune der Masse.
Hat ein Individuum dies erkannt, so kann es sich von der "konstruierten" Moral der Gesellschaft lossagen, sich über sie hinwegsetzen.
Wenn es nun ein Gewissen gibt, so wird ihm dieses als Richtschnur dienen, sofern es charakterstark und einsichtig genug ist.
Gibt es aber kein Gewissen, bedeutet die zunehmende Relativierung der Moral eine Gefahr für den Fortbestand der menschlichen Kultur, da sie letztendlich in einem Nihilismus oder totalen Subjektivismus endet.
--> Kein Mensch wird sich für den anderen interessieren, da das, was dieser denkt, für ihn selbst keine Bedeutung hat.
Der Mensch wird dann irgendwann alle Moral ablegen, die einzige Hoffnung bestünde dann in der Vernunft des Menschen (Vernunftsethik).
Die menschliche Vernunft ist jedoch ein sandiger Grund.
Gruß Sam
(weiß zwar nicht, ob ich hier was neues beitragen konnte, aber vielleicht habe ich verdeutlichen können, was ich denke)
[Diese Nachricht wurde geändert von: sam_naseweiss (geändert am: 01-07-00).]
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