Auf den Beitrag: (ID: 29473) sind "96" Antworten eingegangen (Gelesen: 10466 Mal).
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Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 26.05.2001    um 22:21 Uhr   
Bedankt sich lieb bei semper mit einem Gedicht von Franz Karl Ginzkey ...

Von der Liebe

Es schrieb die schöne Adelheid;
„Daß ich Euer Liebesleid
süß zu stillen mag geruhn
habt Ihr folgendes zu tun:
wenn die Abendwinde wehn,
müsst Ihr heut um sieben stehn
unter meinem Fensterlein,
aber nur auf einem Bein!“

Das Unglaubliche geschah !
Um Punkt sieben stand er da !
Ganz allein auf einem Bein,
stand er da im Mondenschein !
Lache keiner, der dies hört !
LiebŽ hat jeden schon betört,
jedem schlägt sein Stündlein fein,
da tanzt er auf einem Bein !

und hofft ...*zwinker*... daß er nie gezwungen ist "auf einem Bein zu Tanzen" ...

Licht, Sonne und süße Träume ...
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 26.05.2001    um 23:05 Uhr   
Hallo Aoifa!

Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, denn leider kann ich überhaupt nicht tanzen. *sichschäm*

Tanz mit dir

Glasscherben im Sand.
Du tanzt barfuß
nach der Musik
in deinem Herzen -
deine Augen
sind geschlossen.

Soll ich dich warnen?

Doch du tanzt
so schön und frei,
lächelst die ganze
Welt an.

Ich ziehe meine Schuhe aus
und tanz mit dir.

Und plötzlich spüre ich:
unsere Füße berühren
gar nicht den Boden

Hans Kruppa


für Aoifa von Semper Fidelis
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 27.05.2001    um 21:15 Uhr   
Bedankt sich bei semper für das wunderschöne Gedicht
und bietet ihm diesmal einen "tierisch-guten" Heinrich Heine als Lektüre an ...

Aus Neue Gedichte / Neuer Frühling ...

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
umflattert sie tausendmal,
ihn selber aber goldig zart
umflattert der liebende Sonnenstrahl.

Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?
Das wüßt ich gar zu gern.
Ist es die singende Nachtigall?
Ist es der schweigende Abendstern?

Ich weiß nicht in wen die Rose verliebt;
Ich aber lieb euch all;
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.


Der Phönix

Es kommt ein Vogel geflogen aus Westen,
er fliegt gen Osten,
nach der östlichen Gartenheimat,
wo Spezereien duften und wachsen,
und Palmen rauschen und Brunnen kühlen –
und fliegend singt der Wundervogel.

„Sie liebt ihn! Sie liebt ihn !
Sie trägt sein Bildnis im kleinen Herzen,
und trägt es süß und heimlich verborgen,
und weiß es selbst nicht!
Aber im Träume steht er vor ihr,
sie bittet und weint und küsst seine Hände
und ruft seinen Namen,
und rufend erwacht sie und liegt erschrocken
und reibt sich verwundert die schönen Augen –
Sie liebt ihn ! Sie liebt ihn !“

Wünsche dir einen erholsamen Sonntagabend ...
Licht und Sonne ...
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 27.05.2001    um 21:53 Uhr   
Dieses Gedicht widme ich Aoifa und Mystica! Es ist aber, wie die meistén nicht von mir. Manchmal glaube ich euch schon ewig zu kennen so vertraut seid ihr mir. Bis zum nächsten Mal!!! Liebe Grüße euer Semper Fidelis

Grenze der Verzweiflung

Ich habe dich so lieb,
daß ich nicht mehr weiß
ob ich dich so lieb habe
oder ob ich mich fürchte
ob ich mich fürchte zu sehen
was ohne dich
von meinem Leben
noch am Leben bliebe
wozu mich noch waschen?
wozu noc gesund werden wollen?
wozu noch neugierig sein?
wozu noch schreiben?
wozu noch helfen wollen?
wozu aus den Strähnen von Lügen
und Greueln noch Wahrheit ausstrählen
ohne dich
vielleicht doch weil es dich ibt
und weil es noch Menschen wie du geben wird
und das auch ohne mich.
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Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 27.05.2001    um 22:15 Uhr   
Wünsche dir mit meinem Lieblingsgedicht von Heinrich Heine eine gute Nacht und süße Träume ...

Nachts in der Kajüte

Das Meer hat seine Perlen,
der Himmel hat seine Sterne,
aber mein Herz, mein Herz,
mein Herz hat seine Liebe.

Groß ist das Meer und der Himmel,
doch größer ist mein Herz,
und schöner als Perlen und Sterne,
leuchtet und strahlt meine Liebe.

Komm an mein Herz, mein Herz;
Mein Herz und das Meer und der Himmel
Vergehn vor lauter Liebe.
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Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 28.05.2001    um 20:35 Uhr   
Widmet semper ein wundervolles Gedicht von Erich Fried mit dem Titel ...

An Dich denken

An Dich denken
und unglücklich sein?
Wieso?

Denken können
ist doch kein Unglück
und denken können
an Dich:
an Dich wie Du bist
an Dich wie Du Dich bewegst
an Deine Stimme
an Deine Augen
an Dich wie es Dich gibt --
wo bleibt da
für wirkliches Unglück
(wie ich es kenne und wie es mich kennt)
noch der Raum oder die Enge?


und eines aus
Neue Gedichte / Neuer Frühling
von Heinrich Heine

Hab ich nicht dieselben Träume
schon geträumt von diesem Glücke?
Warens nicht dieselben Bäume,
Blumen, Küsse, Liebesblicke?

Schien der Mond nicht durch die Blätter
Unsrer Laube hier am Bache?
Hielten nicht die Marmorgötter
Vor dem Eingang stille Wache?

Ach, ich weiß wie sich verändern
diese allzuholden Träume,
wie mit kalten Schneegewändern
sich umhüllen Herz und Bäume;

Wie wir selber dann erkühlen
und uns fliehen und vergessen,
wir, die jetzt so zärtlich fühlen,
Herz an Herz so zärtlich pressen.

Wünsche dir Licht und Sonne ...
und viel Freude beim lesen ...
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 28.05.2001    um 21:08 Uhr   
Für Aoifa, die einen schwierigen Nick hat, der aber auch für Männer aussprechbar ist.......

Ich und du

Wir träumten voneinander
und sind davon erwacht,
wir leben, um uns zu lieben
und sinken zurück in die Nacht.

Du tratest aus meinem Traume,
aus deinem trat ich hervor,
wir sterben, wenn sich eines
im anderen ganz verlor.


Auf einer Lilie zittern
zwei Tropfen, rein und rund
zerfließen in eines und rollen
hinab in des Kelches Grund.
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Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 28.05.2001    um 21:35 Uhr   
Freue mich ungemein über das Gedicht von Friedrich Hebbel, damit hast du hundertpro meinen Geschmack getroffen ...

Bdedanke mich dafür mit den Worten von Karoline von Günderode ...

Die eine Klage

Wer die tiefste aller Wunden
hat in Geist und Sinn empfunden,
bittrer Trennung Schmerz;
Wer geliebt, was er verloren,
lassen muß, was er erkoren,
das geliebte Herz.

Der versteht in Lust die Tränen
und der Liebe ewig Sehnen
eins in Zwei zu sein,
eins im andern sich zu finden,
dass der Zweiheit Grenzen schwinden
und des Daseins Pein.

Wer so ganz in Herz und Sinnen
konntÂ’ ein Wesen lieb gewinnen,
o ! den tröstet’s nicht,
dass für Freuden, die verloren,
neue werden neu geboren;
Jene sindÂ’s doch nicht.

Das geliebte, süße Leben,
dieses Nehmen und dies Geben,
Wort und Sinn und Blick
dieses Suchen und dies Finden
dieses Denken und Empfinden
gibt kein Gott zurück.

Wünsche dir einen schönen Abend ... eine gute Nacht ... und süße Träume ...

P.S.
natürlich können Männer meinen Namen aussprechen ;-)
meinte damit nur, daß es ab 2 Promille aufwärts schwierig wird ...*ggg*...
wenn man(n) sich keinen Knoten in die Zunge machen möchte, sollte er besser nüchtern bleiben ...

Geändert am 28.05.2001 um 21:37 Uhr von Aoifa
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Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 29.05.2001    um 22:35 Uhr   
Widmet semper diesmal ein sehr romantisches Gedicht von Ludwig Achim von Arnim ...

So bist du nicht verloren

So bist du nicht verloren,
So warst du dennoch mein!
So bin ich nicht verloren,
So bin ich wieder dein!

Ich ging in mir verloren
Weit in die Welt hinein,
Ich ging mit tausend Toren
Und fand mich ganz allein.

Ich hattÂ’ den Weg verloren
In tiefer Nacht allein,
Da klangs mir vor den Ohren,
Im Aug ward Dämmerschein.

Es klang: Was du verloren,
Das ist der Glaub allein,
Die Liebe, treu beschworen,
Die wird auch ewig sein.

So stand ich vor den Toren
Und ging zu Liebchen ein,
Da hat sie neu beschworen,
Daß sie doch einzig mein.

Ich bin zum Glück geboren,
Und war in schwerer Pein,
Die Lieb hat mich erkoren
Aus einer Welt allein.

Ich bin wie neugeboren,
Von allem Leben rein,
Und was mir angeboren
Ist alles, alles dein.


und ein recht ungewöhnliches von Frank Wedekind mit dem Titel ...

Erdgeist

Greife wacker nach der Sünde;
Aus der Sünde wächst Genuß.
Ach, du gleichest einem Kinde,
Dem man alles zeigen muß.
Meide nicht die ird'schen Schätze:
Wo sie liegen, nimm sie mit.
Hat die Welt doch nur Gesetze,
Daß man sie mit Füßen tritt.

Glücklich, wer geschickt und heiter
Über frische Gräber hopst.
Tanzend auf der Galgenleiter
Hat sich keiner noch gemopst

Wünsche dir Licht und Sonne ...
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 29.05.2001    um 22:59 Uhr   
freut sich das es ihr gefallen hat und bedauert das es das einzige hebbel-gedicht ist das er hat!!! woher kommt den der name aoifa? wünsche dir auch eine gute nacht!

Schlaflos

Wie kann eine Nacht
schlaflos und schwierig
und dann wieder
so schön sein?

Schön, weil ich mich
dir nahe fühle.
Schwierig, weil ich
nicht weiß, wo du bist
und warum ich
so schlaflos bin.

Gute Nacht
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Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 31.05.2001    um 04:21 Uhr   
Semper lieb grüßt und ihm seine Frage beantwortet ...

Aoifa ist keltisch/irischen Ursprungs.
Aoifa ist eine irische Kriegerprinzessin im Land der Schatten, einem Anderweltkönigreich.
Sie ist die Tochter von Ard Greimne und ihre Schwester Scathach unterrichtete Cuchulainn, den Helden von Ulster, in Kampftechniken ...

aus diesem Grund schenkt die Kriegerin dir diesmal ein Segensgebet aus dem alten Irland ...

Nicht, daß keine Wolke des Leides über dich komme,
nicht, daß dein künftiges Leben ein langer Weg von Rosen sei,
nicht, daß du niemals Reuetränen vergießen mögest,
nicht, daß du niemals Schmerz fühlen solltest.
Nein, das alles wünsche ich dir nicht.
Mein Wunsch für dich ist:
Du mögest in deinem Herzen die goldene Erinnerung
an jeden reichen Tag deines Lebens immer bewahren.
Jede Gabe, die Gott dir geschenkt hat,
möge wachsen mit den Jahren und
möge dazu dienen, die Herzen derer,
die du liebst, mit Freude zu erfüllen.
Und in jeder Stunde der Freude und des Leides
möge das Lächeln des menschgewordenen Gottessohnes mit dir sein
und du mögest in Gottes Nähe bleiben!

Wünsche dir Licht und Sonne ...
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 31.05.2001    um 16:17 Uhr   
Hallo Aoifa!!
Du magst also irische Mythologie! Mir gefällt eher die römische Mythologie. Heute kommt der 2. Teil von Kampf der Kobolde. Spielt ja immerhin in Irland. Folgendes ist für dich!

Unverhofft

Ich bin froh,
dich zu kennen,
einen Platz in deinem
Herzen zu haben
und deinen Zauber
zu genießen,
der mich mit Freude
und Erleichterung erfüllt,
während ich im Bett liege
nach einem langen Tag,
an dem ich soviel
Sinnloses getan habe,
daß ich nicht mehr
mit deinem seelischen
Besuch gerechnet hätte.

Wie du mich
manchmal beschenkst!!

Das gilt für dich und für Mystica!!!

Euer treuer Freund
Semper Fidelis
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 31.05.2001    um 17:56 Uhr   
Erwischt ...
ja ich liebe die "Grüne Insel" mit all ihren Eigenheiten und ihrem Zauber :-)
ich liebe die Musik, die Landschaft, die Sagen und Mythen, Geschichten über Elfen und Kobolde, die Menschen, ja selbst das Bier ...*lach*...

Heute widme ich dir eines der schönsten Liebesgedichte, das von Ludwig Achim von Arnim für Fräulein Bettine von Brentano ( die Schwester seines Freundes Clemens von Brentano) geschrieben wurde ...

Wie die Stunden rennen

Wie die Stunden rennen
Mir an ihrer Seit,
Auf der Zunge brennen
Lieb und Heimlichkeit;
Soll ich ihr bekennen,
Was im Herzen brennt?
Und wie soll ich nennen,
Was sie noch nicht kennt?

Herz sei doch zufrieden
Sie still anzusehn,
Würden wir geschieden
Müßtest du vergehn;
Schweige, noch hienieden
Ward es nicht so schön,
Daß in selgem Frieden
Zweie sich ansehn.

Wie die Stunden schleichen
Fern von ihr verbracht,
Gib ein einzig Zeichen
Sternenhelle Nacht,
Gib ein einzig Zeichen
Ob sie wiederliebt,
Frühling soll verstreichen
Und kein Zeichen gibt.

Und die Sterne lachen
Mich zum Hohne an,
Und der Mondennachen
Mir nicht helfen kann,
Ruhlos treibt der Nachen
Durch die Sterne hin,
Schiffer, du mußt wachen,
Schlafen wär Gewinn

Denn ich könnte träumen
Diese Welt so schön,
Säh zu selgen Räumen
In der Nacht Getön
Nachtigall auf Bäumen,
Dich versteh ich nun,
Willst das Feld nicht räumen,
Kannst darin nicht ruhn!

Ja die Welt wird öde,
Ja die Welt wird leer,
Morgengold so schnöde
Drückt mein Auge schwer,
Was beim Abendröten
Schien gewitternd her,
Noch beim Morgenröten
Macht die Luft so schwer.

Und ich saug mit Listen
Diese Schwüle ein
Mich ganz zu vergiften
In dem Feuerwein,
Will als Blitzstrahl rüsten
Mich mit Trotzes Schein,
Doch aus allen Lüften
Mehrt sich meine Pein

Meine Tränen rinnen,
Halte sie nicht mehr,
Wer kann es ersinnen,
Wo sie kommen her?
Kann ich mich besinnen,
Wo sie fließen hin,
Wenn mit leichten Sinnen
Ich bei ihr bald bin.

Wünsche dir Licht und Sonne ...
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"Autor"  
Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 31.05.2001    um 18:33 Uhr   
Hallo tapfere Kriegerin!

Auch ich finde die Insel wirklich toll, auch wenn ich noch nie dort war. Aber das Bier ist wirklich genial! ŽHmmm, Guiness! Allerdings wird man davon immer so schnell dicht! grmpf! Und die Menschen sind echt fröhlich und ausgeglichen!

Deine sanfte Weise

Deine Berührung geht tief
ud sie wirkt in mir nach
wie eine leise Melodie,
die immer wiederkommt.

Ich liebe deine sanfte Weise -
sie ist so fein und schön,
daß ich sie niemals
leid sein werde.

Ich glaube fast,
sie ist ein Meisterwerke.
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 31.05.2001    um 19:27 Uhr   
Hallo semper ...
als kleines "Dankeschön" für deine lieben Worte, bekommst du heute noch ein "Gedicht der besonderen Art" von Sidonie Grünwald-Zerkowitz mit dem Titel ...

Das Leben ist schön

Das Leben ist schön!
Und schön ist's für jeden
Im Thal wie auf Höhn!
Die Welt ist ein Eden!
Nicht, weil sie geschmückt wird
Vom Lorbeeren-Baum,
Von dem gepflückt wird
Des Ruhmgeizes Traum!

Das Leben ist schön
Um der Blumen willen,
Die im Thal wie auf Höhn
Uns blühen im Stillen,
Die ein Jeder von Stunden
Von seligen pflückt,
- Unterwegs gefunden, -
Den Weg sich schmückt!

Ganz dar es sich reicht
Dem tiefen Blicke,
Und dem Herzen, das leicht
Sich erschließet dem Glücke! -
Doch was es auch habe
Für der Fühlenden Kreis,
Als herrlichste Gabe
Die - Liebe ich preis'!

Das Leben ist schön!
Ruf ich voll Entzücken
Und hab' es gesehn
Zu Boden mich drücken! -
Doch schlug es auch Wunden,
Die zu Tod mich geschmerzt,
Sie verheilen in Stunden,
Da Liebe mich herzt!

Das Leben ist schön!
Noch will ich so rufen,
Werd' ich mich sehn
An des Grabes Stufen!
Und giebt es ein Träumen
In des Jenseits Flur:
Dann möcht' ich dort träumen
Vom - Leben nur!


und eines von Hedwig Dransfeld mit dem Titel ...

Mittagszauber

Goldstaub die Luft! - Der stille Park verträumt,
Die Rosen schwer, vom eignen Dufte trunken,
Und jeder Halm von weißem Licht umsäumt,
Und selbst das Erlenlaub in Schlaf versunken.

Es ist so still - nur dann und wann im Hag
Ein Wachtelruf, des Hähers Liebeslocken,
Ein schluchzend abgebrochner Amselschlag,
Ein kurzes Brausen wie versunkne Glocken.

Ich selbst verträumt, das Auge sonnenschwer,
Es flutet über mich mit schwüler Welle,
Ein blauer Falter taumelt um mich her,
Vom Schilfe tönt das Schwirren der Libelle.

In meiner Seele wird es licht und weit,
Ein Schwanken ist's, ein selig Untergehn. ...
Des Sommertags verlor'ne Einsamkeit
Fühl ich wie gold'ne Nebel mich umwehn.

Noch sieht mein Aug' ein fallend Rosenblatt,
Ein Wasserhuhn ist taumelnd aufgeflogen.
Ich sinke hin - so still und traumesmatt
Und treibe steuerlos auf Traumeswogen.

Animo tantum bene cernimus.
Quae plurimi sunt, oculis cerni non possunt.
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"Autor"  
Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 31.05.2001    um 20:06 Uhr   
Hallöchen Kriegerin!

Hoffe du sagst mir mal deinen richtigen Namen! Willst du mal meine Mail-Adresse? Erfreue dich an diesem Gedicht!

Entlastungsvorschläge

Warum so viel
dem Zufall überlassen?
Der ist ohnehin überlastet
von der Unzahl
unerfüllter Sehnsüchte.

Wenn wir endlich
all das Schöne tun,
wovon wir nur
zu träumen wagen,
wird es traunhaft schön
zwischen uns zugehen.


Viel Spaß damit!
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 31.05.2001    um 22:05 Uhr   
Hi semper oder sollte ich M. A. sagen ...*lach*...
vielen Dank für das Angebot mir deine Mail-Adresse zu geben, aber vielleicht habe ich sie bereits ;-)

Die plonde Kriegerin widmet dir nun etwas "zauberhaftes" von Goethe ...

Elfenlied

Um Mitternacht,
wenn die Menschen erst schlafen,
Dann scheinet uns der Mond,
Dann leuchtet uns der Stern;
Wir wandeln und singen
Und tanzen erst gern.

Um Mitternacht,
wenn die Menschen erst schlafen,
Auf Wiesen, an den Erlen
Wir suchen unsern Raum
Und wandeln und singen
Und tanzen einen Traum.


und ein anonymes Gedicht zum verzaubern mit dem Titel ...

Verzauberte Welt

Verzauberte Welt,
in kristallklarer Nacht,
trug ein Traum meine Seele zu Dir.
Von kleinen Nixen,
behutsam bewacht,
damit ich den Weg nicht verlier.

Zärtliches Flüstern,
begleitet die Reise,
bevor wir uns treffen am stillen Ort.
Die sanften Wellen,
umfassen uns leise,
tragen die letzten Ängste fort.

Ich nehm Deine Hände,
erzitt're vor Glück,
leg mein Herz in Vertrauen hinein.
Möchte nie wieder,
nie ins Dunkel zurück,
sondern tanzen im hellen Mondenschein.

Verlass mich nicht,
mein Traum,
komm mit in meine Zauberwelt.
Wir lieben uns am Meeressaum,
so lange,
bis die Sonne den Tag erhellt.

Wünsche dir eine wundervolle Nacht und süße Träume ...
Non si vede bene che col cuore.
L'essenziale è invisibile agli occhi
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"Autor"  
Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 31.05.2001    um 23:28 Uhr   
Wir kennen uns, oder? Wer könntest du sein????????
Gib mir einen kleinen Tip!
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 01.06.2001    um 20:34 Uhr   
Hi semper,
dachte zuerst auch, daß wir uns kennen ;-) dann jedoch kam deine Mitteilung ...

An Aoifa:
Du kannst sicher sein, das wir uns definitiv nicht kennen!

nun ist die Kriegerin wieder völlig verunsichert!
Grummlez mal fürchterlich auf Leute mit 2 oder sogar 3 Nicks ...*zwinker*...
Scherz beiseite ... ich habe KEINE Ahnung und wie immer, davon jede Menge !!!

Möchte dir heute mal ein "besonderes" Gedicht widmen ...
es ist frei nach Goethes Erlkönig und trägt den bedeutungsvollen Titel ...

Der Programmkönig

Wer tastet sich nachts die Finger klamm?
Es ist der Programmierer mit seinem Programm!
Er tastet und tastet, er tastet schnell,
im Osten wird schon der Himmel hell.
Sein Haar ist ergraut, seine Hände zittern,
vom unablässigen Kernspeicher füttern.

Da - aus dem Kernspeicher ertönt ein Geflüster:
"Wer popelt in meinem Basisregister?"
Nur ruhig, nur ruhig, ihr lieben Bits,
es ist doch nur ein kleiner Witz.
Mein Meister, mein Meister, sieh mal dort,
da schleicht sich ein Vorzeichen fort!

Bleib ruhig, bleib ruhig, mein liebes Kind,
ich hol es wieder - ganz bestimmt.
Mein Meister, mein Meister, hörst du das Grollen?
Die wilden Bits durch den Kernspeicher tollen.
Nur ruhig, nur ruhig, das haben wir gleich,
die sperren wir in den Pufferbereich.

Er tastet und tastet wie besessen ...
Schei..! - jetzt hat er zu SAVEn vergessen.
Der Programmierer schreit auf in höchster Qual,
da zuckt durch das Fenster ein Sonnenstrahl.
Der Bildschirm flimmert im Morgenrot,
das Programm ist gestorben, der Programmierer - tot.

Viel Spaß beim lesen ...
Knuddelz semper ... lacht ... und verschwindet ...
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"Autor"  
Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 01.06.2001    um 21:49 Uhr   
Hallo Aoifa!
Möglicherweise kennen wir uns doch, denn du hast die Anfangsbuchstaben meines Vor- und Nachnamens gewußt! Wenn du das liest, hoffe du gibst mir einen Hinweis!

Semper Fidelis
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 02.06.2001    um 21:09 Uhr   
Hallo semper,
möchte dir heute zwei modernere Gedichte von Peter Wintzen widmen, der mir besonders lesenswert erscheint ...

Ich bin da

Ich bin da.
Das mußt du sehen und spüren können,
mit deinen Augen,
mit deiner Haut,
mit deinem ganzen Herzen.

Diese Gefühl,
von Gutem umgeben zu sein,
von Wohlwollen und Verständnis,
wird Wurzeln in dir fassen,
die dich durchdringen
und stark machen.

Und wenn du das Gehen lernst,
wenn du
irgendwann
irgendwohin
neue Schritte tust,
wirst du ein Vertrauen in dir finden,
das dich sicher macht
in deiner Liebe zu dir
und der Kraft
zu ertragen und zu wollen.


Halt dein Herz offen

Halte dein Herz offen,
aber lasse nicht alles hinein:
Du würdest verbrennen
an deinen Strohfeuern
und an dem Anders-Sein der Anderen.

Geschaffen
für die Wirklichkeit
zwischen Himmel und Erde
brauchen unsere Träume Wurzeln,
die tief hinabreichen
in das Herz der Erde,
in Heimat, Familie, Pflichten,
um nicht zu vergehn
zwischen den Kanten der Wirklichkeit.

Halte dein Herz offen -
für die Wirklichkeit
und die Träume,
die aus ihr entwachsen.


Eine Träne

Schau in mein Gesicht
siehst du mich Lachen,
dann weißt du,
daß ich glücklich bin -
auch ohne Dich!

Schau in meine Augen
siehst du die Freude,
dann weißt Du.
daß ich fröhlich bin -
auch ohne Dich!

Schau in meine Augen
und Du siehst eine Träne,
so schau besser nicht genauer hin,
denn sonst erkennst Du,
daß ich Dich noch immer liebe!

Wünsche dir Licht und Sonne ...
It is only with the heart that one can see rightly;
what is essential is invisible to the eye.

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"Autor"  
Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 03.06.2001    um 16:53 Uhr   
Hallo Aoifa!

Bitte gib mir einen Hinweis wer du bist! Meine E-mail Addi hast du ja.

Das hier ist für dich!

Magisch genug?

Am Ende unsrer Worte
steht ein eindeutiges Schweigen
zwischen dir und mir,
das einerseits eine Mauer ist,
andererseites eine offene Tür
sein könnte.

Es hängt alles davon ab,
ob wir magisch genug sind,
durch eine Mauer zu gehen.
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
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geschrieben am: 03.06.2001    um 19:11 Uhr   
Hi semper,
freue mich sehr, deine Worte lesen zu können und hoffe, das Gedicht von Sophie Albrecht gefällt dir ...

Sehnsucht

Entfernter Freund!
Um den auf immer
Im stillen Zimmer
Mein Auge weint;
Dann, wenn die Sterne
Am Himmel blinken,
Und Liebe winken,
Denk ich der Ferne
In der du, ach!
Jetzt um mich leidest,
Und Freuden meidest,
Mit Thränen nach.
Und wenn mein Freund
Im Stralenkleide,
Zu meinem Leide
Mitleidig scheint;

Da werf ich mich,
Mit stummen Sehnen
Und tausend Thränen -
O! sähst du mich!
An jene Flüsse
Zur Erde nieder,
Die unsre Lieder
Und unsere Küsse
Beym Sternenschein
So oft belauschten,
und sanfter rauschten
Durch diesen Hayn -
Ach! keine Lieder
Und keine Küsse,
Ihr - Hayn - und Flüsse!
Belauscht ihr wieder -
Und denk an dich,
An jene Zeiten,
So voller Freuden
Für mich und dich;

Dann ruf ich dich
Durch alle Wälder,
Durch Thal und Felder
Als hört'st du mich.
Und wüst und schaurig
Ist Hayn - und Trifte,
Wie Todtengrüfte,
So bang und traurig.
O! Mond und Sterne,
Blickt tausend Küsse
Und tausend Grüsse
Dem in der Ferne,
Ihr könnt' ihn finden!
So ruf und weine
Ich oft alleine
In öden Gründen.
So lächelt dir
Der Mond oft Küsse
So traurig süsse
Mein Freund von mir.

(1757 bis 1840 )

Wünsche dir Licht und Sonne ...
On ne voit bien qu'avec le coeur.
L'essentiel est invisible pour les yeux.
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"Autor"  
Nutzer: Gast_semperfidelis
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Anzahl Nachrichten: 460

geschrieben am: 04.06.2001    um 09:33 Uhr   
Hallo aoifa!

Vielen Dank für die Karte! Ich bin sicher du weißt was ich meine! Natürlich bin ich nicht sauer! Warum auch? Und wieder einmal ein kleines Gedicht für dich:

Das Schweigen zwischen uns

Ohne Worte kann ich
dir mehr sagen
als mit dem besten Gedicht,
das ich dir schreibe.
Das Schweigen zwischen uns
ist freier
als Sprache je sein kann;
was gesagt ist,
ist gefangen, preisgegeben
und klingt meistens
nicht neu.
Unser Schweigen
bewahrt sein Geheimnis
und läßt uns
gerade dadurch
an ihm teilhaben.
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"Autor"  
Nutzer: Aoifa
Status: Profiuser
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Registriert seit: 17.01.2001
Anzahl Nachrichten: 1971

geschrieben am: 04.06.2001    um 10:15 Uhr   
hi semper,
wünsche dir "Guten Morgen" mit einem Gedicht, das ich besonders liebe ...

Vielleicht
habe ich mir
Dich
einmal gewünscht,
als eine Sternschnuppe
vom Himmel fiel.

Vielleicht
bist Du
der Prinz
aus 1001 Nacht,
der mich erlöst.

Sicher ist:
Du brauchst mir
keine Sterne
vom Hiimmel zu holen,
um mich glücklich zu sehen.

Sicher ist auch:
Ich möchte mehr
als 1001 Nacht
bei Dir sein.

Wünsche dir Licht und Sonne ...
No se ve bien sino con el corazón.
Lo esencial es invisible a los ojos.
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