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geschrieben am: 06.03.2003 um 18:08 Uhr
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Worte an niemanden
Weißt du noch, ich habe dir einmal ganz am Anfang gesagt, ich kann ohne dich nicht leben.
Du hast geantwortet, jeder kann ohne den anderen leben. Wie oft würde man das zueinander sagen und ist die Beziehung vorbei, geht es doch irgendwie weiter, erst voller Schmerzen und dann wird die Qual immer seichter bis sie ganz vergangen ist.
Aber ich muss dir sagen, es gibt Liebe, die, wenn sie endet, das Leben so sinnlos macht, dass es unerträglich scheint nur noch eine Sekunde ohne den geliebten Menschen zu sein. Es ist als würde jemand ein Licht ausblasen, das schon zu lange, zu sehr im Wind geflackert hat.
Du hast mir gesagt, ich würde mich so blumig ausdrücken, ob das sein müsste, ob es nicht auch normal gehen würde. Ich weiss, dass gerade diese Sprache, die aus meinem Herzen kommt, dich einmal sehr berührt hat. Nun ist selbst das vergangen.
Und nun sitze ich wieder hier, alleine, schreibe meine blumigern Worte an niemanden gerichtet und frage mich, wie ich den nächsten Tag überleben soll.
Ich sehe kein Morgen mehr. Ich bin keine starke. Bin es noch nie gewesen. Könnte ich doch die Zeit zurück drehen, könnte ich doch alles anders machen.
Es gibt für mich nur noch das Jetzt. Ich drifte von Moment zu Moment wie ein Schiff im Sturm ohne Anker, ohne Kapitän.
Was sollte mich hier halten, wenn du der Inhalt meines Lebens bist. Du hast mir gesagt, es gebe für mich nur meine eigene Person.
Ich sage dir, ich bin mir schon lange nicht mehr nah, seit dem du dich entfernt hast.
Ich merke, dass ich mich immer mehr abwende von dem, was sich Leben nennt. Obwohl es das grösste Geschenk ist, das jeder in seinen Händen trägt. Mir ist dieses Geschenk zu schwer.
Weißt du, ich glaube daran, dass man bestimmte Aufgaben in seinem Leben bewältigen muss, ich versage daran.
Nun bin ich hier alleine, werde alleine schlafen, alleine aufstehen, meine Maske aufsetzen, arbeiten gehen und funktionieren, so sinnlos, das ganze.
Es gibt menschen, solche wie mich, die es nicht ertragen, dass ein Gefühl wie diese einzige Liebe, so stark, seichter werden kann. Weißt du noch....Ich stehe zu dir, du bist mein Ziel, mein Anfang und mein Ende.
Ich habe solche Angst vor der Nacht, vor dem Tag.
[Sterndesaster am Himmel ...] |
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