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geschrieben am: 11.02.2003 um 09:28 Uhr
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(zitat)
Die meisten Menschen gestehen zu, dass man auch Gefühle für andere Menschen haben kann. Doch, wenn man das grundsätzlich zugesteht, wie kann man dann noch eine feste, WILLKÜRLICHE Grenze ziehen, wie weit das gehen darf? Willst du wirklich einen "Gefühlskrüppel"als Partner, willst du wirklich, dass er/sie alle weitergehenden Gefühle unterdrückt, nur weil nicht du es bist, den es trifft?
(zitat)
Wenn er dadurch zum Gefühlskrüppel wird, dann hat er die falsche Frau und sollte sich schleunigst eine andere suchen.
(zitat)
...Es ist und bleibt ein reines gesellschaftliches Dogma.
(zitat)
Aha, dann lehnst Du Dich gegen Gesellschaftliche Normen auf? Find ich klasse. So nach dem Motto: Wer zweimal mit dem gleichen schläft gehört schon zum Etablisment? Warum hat diese "Modeerscheinung" damals denn aufgehört? War das gesellschaftliche Dogma stärker?
(zitat)
Ein freier Mensch, der sich sicher ist, wird nicht versuchen, dem Partne etwas schönes zu verbieten.
(zitat)
Warum muss ich ein freier Mensch sein, damit mein Partner fremd gehen kann? Verstehe ich nicht.
(zitat)
Wer dies doch tut, muss sich auch vorwerfen lassen, dass er/sie eine Beziehung auf den reinen Sex reduziert.
(zitat)
Glaube mir, meine Beziehung ist nicht auf reinen Sex reduziert, nur weil ich nicht möchte dass mein Partner noch andere neben mir hat.
Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es eher andersherum ist, gerade wenn eine "Beziehung" nur auf das Sexuelle reduziert ist, ist es mir egal ob es noch andere gibt. Denn dann habe ich ja keine Gefühle investiert.
(zitat)
Eine Beziehung ist aber soviel mehr, und wenn das das einzige ist, was verboten ist, dann zeigt das doch nur Unsicherheit und reines Besitzdenken, oder? Ist das denn wirklich ein gute Basis für eine Beziehung?
(zitat)
Klar darf mein Mann Gefühle für andere haben, wenn diese Gefühle aber für mich zu weit gehen, dann sage ich ihm das. Wenn er nicht bereit ist auf meine Gefühle einzugehen, dann werde ich mit Sicherheit eine Trennung in Erwägung ziehen.
Ich enthalte ihm auch nicht Schönes vor. Das Schöne sollte jedoch darin bestehen mit mir Sex zu haben und nur mit mir. Außerdem sollte der Sex nicht das einzige schöne in einer Beziehung sein.
Das ist nicht anerzogen, ich habe auch schon andere Zeiten hinter mir. Habe sogar mal ähnlich gedacht wie Du.
Das Erwarten von treue hat ganz bestimmt etwas mit Besitzdenken zu tun. Was ist daran schlimmes? Ich möchte das mein Mann in dieser Beziehung ganz und gar mir gehört. Im Gegenzug bekommt er das Gleiche von mir. Ist doch ein guter Deal.
Wir haben uns füreinander entschieden. Wenn andere zum Glücklichsein mehere Sexpartner brauchen, sollen sie das.
Für mich ist Treue die Basis schlechthin für eine gute Beziehung. Wie schon geschrieben, ich kenne das auch anders. Aber ich möchte es nicht mehr anders.
Mein Partner muss ja nicht mit mir zusammen bleiben wenn er diese Meinung nicht teilt. Man lernt sich deshalb vorher kennen und redet auch über solche Dinge. Wenn die Meinungen und Vorstellung nicht harmonieren, dann kommt man doch erst gar nicht zusammen...
Oder handhabst Du das anderst? Wenn Du jetzt einen Freund hast, der möchte das Du ihm treu bist, was tust Du denn dann? Du möchtest das er Deine Meinung aktzeptiert und annimmt? Oder sagtst Du: "Ok ich bleib Dir treu wenn das wichtig ist für Dich".
So wie Du schreibst, kann ich mir das nicht vorstellen. Also möchtest Du das Deine Meinung anerkannt wird. Schon mal überlegt, dass das andere vielleicht auch wollen?
Denk doch mal darüber nach, wie es wäre, wenn Du anderen ihre eigene Meinung über das Wie und Warum einer Beziehung zugestehst. Wenn Du auf mehrere Männer stehst, dann mach das so, aber rege Dich nicht darüber auf, wenn es andere nicht toll finden.
Es gibt so viele Spielarten der Sexualität, aber ich muss doch nicht alle super gut finden.
Lieber bin ich in Deinen Augen besitzergreifend, als das mein Mann sich mit anderen "vergnügt". Das ist mein für mich gesunder Egoismus und den gestehe ich mir zu.
In diesem Sinne...
Anna
P.S.
@ goamina
Ich fände es nicht toll wenn mein Freund mich betrügen würde, wie ich reagieren würde, käme auf die Situation an.
Für mich selbst würde ich einen Seitensprung auch nicht völlig ausschließen. Aber ich halte Treue für sehr wichtig und würde meinem Partner nicht weh tun wollen.
Panische Angst vor einem evt. fremdgehen meines Mannes habe ich nicht, tue jedoch alles damit er sich bei MIR und nicht bei einer anderen wohl fühlt. Das reduziere ich jedoch nicht lediglich auf das Sexuelle. Ich denke, wenn eine Beziehung intakt ist will auch keiner fremdgehen.
Anna |
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