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Nutzer: Gast_nikita
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geschrieben am: 10.02.2003    um 22:41 Uhr   
weiß dass im alten rom, z.b. der klogang ein gesellschaftliches "ereignis" war. ich kann nich ma "zu zweit" aufs klo. genausowenig wie ich mir vorstellen kann fremdzugehen. ich für mich find die vorstellung ekelig. was soll ich gegen das gefühl tun? ich glaub nich, dass mich jmd um 180° drehen kann. daher such ich mir jmd der ähnlich denkt. was is so verwerflich dran, wenn man sich treu sein will?
das hat auch nix mit besitzergreifend zu tun. ich befehle es ihm nicht das nich zu tun, aber ich weiß nich wie ich reagieren würde, wenn ers täte.
ich hab auch nix dagegen wenn mein freund gefühle für andere entwickelt. es können auch sehr enge gefühle sein, solange es freundschaftlich is, is gut.
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 10.02.2003    um 23:38 Uhr   
Ja, aber du weißt, dass es eben NUR anerzogen ist.

Sollte man diese Erziehung dann nicht hinterfragen? Ist es wirklich richtig, aus Besitzdenken, Verlustängsten und gekränkter Eitelkeit dem Partner etwas zu verbieten?

*** ich hab auch nix dagegen wenn mein freund gefühle für andere entwickelt. es können auch sehr enge gefühle sein, solange es freundschaftlich is, is gut

---> Ich hatte es schonmal gefragt: Wenn du es grundsätzlich zugestehst, warum dann noch eine willkürliche Grenze setzen, wie weit es gehen darf? Ist das etwa nicht reines Besitzdenken? Solltest du nicht eher froh sein, dass dein Freund ein gefühlvoller Mensch ist? Warum willst du ihm das Ausleben dieser Gefühle verbieten?

Lisa
Geändert am 10.02.2003 um 23:43 Uhr von LiebeLisa
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Nutzer: Valheru
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geschrieben am: 11.02.2003    um 01:27 Uhr   

Das ist unverzeichlich treue ist eines der wichtigsten dinge in einer beziehung ich würde es selber nie machen naja alleine scho nicht aus dem grund weil ich weiß wie scheiße sowas ist ich habs leider schon mehr als einmal durch gemacht :( was solls es gibt auch noch anständige frauen dien icht besetzt sind auf der welt
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 11.02.2003    um 01:58 Uhr   
Und was genau ist daran schlimm?


Vertrauen und Liebe auf exklusiven Sex zu begründen, erscheint mir merkwürdig. Da gibt es wichtigere Dinge.


Lisa
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Nutzer: Deirdre
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geschrieben am: 11.02.2003    um 08:17 Uhr   
Im Grunde genommen resultiert der Anspruch auf körperliche Treue historisch gesehen nur aus der Entwicklung zum Patriarchat und dessen "Besitzanspruch" an der Frau, dem absolut-sicher-sein-wollen daß die Kinder die ihn beerben auch genetisch seine sind.
In den wenigen Kulturen die noch heute matriarchalisch geprägt sind ist überwiegend Polygamie, z.T. in Form von Gruppenehen, die Norm.
Wir sind in den westlichen Industrienationen einfach seit vielen Jahrhunderten so darauf geprägt und dazu erzogen diesen Treueanspruch als selbstverständlich zu betrachten daß kaum jemand dessen Sinn und Berechtigung hinterfragt.
Dabei ist er von der gesellschaftssozialen Warte her eigentlich überholt weil die Frau als Mutter nicht mehr zwingend auf einen männlichen "Versorger" angewiesen ist.
Was vermutlich auch der Grund dafür ist daß laut neuerer Studien die Anzahl der jungen Menschen für die Treue kein Muß mehr ist stetig ansteigt. Falls man diesen Studien denn Glauben schenken mag...
*traut keiner Statistik die sie nicht selbst gefälscht hat*
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Nutzer: Annabell33
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geschrieben am: 11.02.2003    um 09:28 Uhr   
(zitat)
Die meisten Menschen gestehen zu, dass man auch Gefühle für andere Menschen haben kann. Doch, wenn man das grundsätzlich zugesteht, wie kann man dann noch eine feste, WILLKÜRLICHE Grenze ziehen, wie weit das gehen darf? Willst du wirklich einen "Gefühlskrüppel"als Partner, willst du wirklich, dass er/sie alle weitergehenden Gefühle unterdrückt, nur weil nicht du es bist, den es trifft?
(zitat)

Wenn er dadurch zum Gefühlskrüppel wird, dann hat er die falsche Frau und sollte sich schleunigst eine andere suchen.


(zitat)
...Es ist und bleibt ein reines gesellschaftliches Dogma.
(zitat)

Aha, dann lehnst Du Dich gegen Gesellschaftliche Normen auf? Find ich klasse. So nach dem Motto: Wer zweimal mit dem gleichen schläft gehört schon zum Etablisment? Warum hat diese "Modeerscheinung" damals denn aufgehört? War das gesellschaftliche Dogma stärker?

(zitat)
Ein freier Mensch, der sich sicher ist, wird nicht versuchen, dem Partne etwas schönes zu verbieten.
(zitat)

Warum muss ich ein freier Mensch sein, damit mein Partner fremd gehen kann? Verstehe ich nicht.


(zitat)
Wer dies doch tut, muss sich auch vorwerfen lassen, dass er/sie eine Beziehung auf den reinen Sex reduziert.
(zitat)

Glaube mir, meine Beziehung ist nicht auf reinen Sex reduziert, nur weil ich nicht möchte dass mein Partner noch andere neben mir hat.
Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es eher andersherum ist, gerade wenn eine "Beziehung" nur auf das Sexuelle reduziert ist, ist es mir egal ob es noch andere gibt. Denn dann habe ich ja keine Gefühle investiert.

(zitat)
Eine Beziehung ist aber soviel mehr, und wenn das das einzige ist, was verboten ist, dann zeigt das doch nur Unsicherheit und reines Besitzdenken, oder? Ist das denn wirklich ein gute Basis für eine Beziehung?
(zitat)


Klar darf mein Mann Gefühle für andere haben, wenn diese Gefühle aber für mich zu weit gehen, dann sage ich ihm das. Wenn er nicht bereit ist auf meine Gefühle einzugehen, dann werde ich mit Sicherheit eine Trennung in Erwägung ziehen.

Ich enthalte ihm auch nicht Schönes vor. Das Schöne sollte jedoch darin bestehen mit mir Sex zu haben und nur mit mir. Außerdem sollte der Sex nicht das einzige schöne in einer Beziehung sein.

Das ist nicht anerzogen, ich habe auch schon andere Zeiten hinter mir. Habe sogar mal ähnlich gedacht wie Du.

Das Erwarten von treue hat ganz bestimmt etwas mit Besitzdenken zu tun. Was ist daran schlimmes? Ich möchte das mein Mann in dieser Beziehung ganz und gar mir gehört. Im Gegenzug bekommt er das Gleiche von mir. Ist doch ein guter Deal.
Wir haben uns füreinander entschieden. Wenn andere zum Glücklichsein mehere Sexpartner brauchen, sollen sie das.

Für mich ist Treue die Basis schlechthin für eine gute Beziehung. Wie schon geschrieben, ich kenne das auch anders. Aber ich möchte es nicht mehr anders.
Mein Partner muss ja nicht mit mir zusammen bleiben wenn er diese Meinung nicht teilt. Man lernt sich deshalb vorher kennen und redet auch über solche Dinge. Wenn die Meinungen und Vorstellung nicht harmonieren, dann kommt man doch erst gar nicht zusammen...
Oder handhabst Du das anderst? Wenn Du jetzt einen Freund hast, der möchte das Du ihm treu bist, was tust Du denn dann? Du möchtest das er Deine Meinung aktzeptiert und annimmt? Oder sagtst Du: "Ok ich bleib Dir treu wenn das wichtig ist für Dich".
So wie Du schreibst, kann ich mir das nicht vorstellen. Also möchtest Du das Deine Meinung anerkannt wird. Schon mal überlegt, dass das andere vielleicht auch wollen?

Denk doch mal darüber nach, wie es wäre, wenn Du anderen ihre eigene Meinung über das Wie und Warum einer Beziehung zugestehst. Wenn Du auf mehrere Männer stehst, dann mach das so, aber rege Dich nicht darüber auf, wenn es andere nicht toll finden.
Es gibt so viele Spielarten der Sexualität, aber ich muss doch nicht alle super gut finden.

Lieber bin ich in Deinen Augen besitzergreifend, als das mein Mann sich mit anderen "vergnügt". Das ist mein für mich gesunder Egoismus und den gestehe ich mir zu.

In diesem Sinne...


Anna



P.S.
@ goamina

Ich fände es nicht toll wenn mein Freund mich betrügen würde, wie ich reagieren würde, käme auf die Situation an.
Für mich selbst würde ich einen Seitensprung auch nicht völlig ausschließen. Aber ich halte Treue für sehr wichtig und würde meinem Partner nicht weh tun wollen.
Panische Angst vor einem evt. fremdgehen meines Mannes habe ich nicht, tue jedoch alles damit er sich bei MIR und nicht bei einer anderen wohl fühlt. Das reduziere ich jedoch nicht lediglich auf das Sexuelle. Ich denke, wenn eine Beziehung intakt ist will auch keiner fremdgehen.


Anna
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 11.02.2003    um 15:16 Uhr   
@annabell33:

Nun, dann versuche doch mal zu erklären, warum Sex praktisch das EINZIGE ist, was er nur mit dir haben "darf".
Wenn es eine Sache gibt, die NUR du haben darfst, wie kann man es dann anders als Besitzdenken bezeichnen? Man kann aber einen Menschen nicht besitzen, es ist Sklaverei.

Übrigens meine ich nicht, dass es vorkommen MUSS, sondern nur, dass es nichts Schlimmes ist, WENN es vorkommt. Es wird rein oft als reine "Rumpopperei" bewertet, was es aber nicht ist. Und ich meine auch keinesfalls die "freie Liebe", die in den 70ern propagiert wurde. Das war in der Tat reiner Protest.

Ansonsten gehört das von Deirdre erwähnte klarerweise MIT zu den Gründen, warum überhaupt so gedacht wird.

Also bitte, bisher hat mir niemand nachvollziehbar erklären können, warum es grundsätzlich etwas Schlimmes ist. Es wird nur immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt, als ob die Wiederholung es glaubwürdiger macht ...

Sex ist nicht böse, wird es automatisch dadurch böse, dass nicht du allein betroffen bist?


Lisa


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Nutzer: snucker
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geschrieben am: 11.02.2003    um 18:57 Uhr   
(zitat)Ähm ...

Was soll eigentlich grundsätzlich schlimm daran sein, wenn der Partner / die Partnerin "außerhalb" Sex hat?

Wenn man den Partner oder die Partnerin liebt, warum sollte man dann etwas verbieten, was eigentlich schön ist? Nur, weil es mit einer anderen Person geschieht? Und warum ist das in den meisten Fällen die einzige Sache, die verboten ist?

Ob der Partner oder die Partnerin nun mit anderen eine Tupperparty macht, Schach spielt, Skat spielt, Motorrad fährt, Judo lernt, irgendetwas anderes tut oder eben Sex hat ... das alles kostet Zeit, aber nicht mehr. Wo soll denn der Betrug liegen?

Wenn man sich sicher ist, ändert das überhaupt nichts, außer das der Partner oder die Partnerin etwas zufriedener sind. Wenn man sich nicht sicher ist, ist das Zusammensein eh sinnlos.

Sollte man nicht lieber froh sein, dass der Partner, den man liebt, schöne Erlebnisse hat? Warum überhaupt sollte es verboten sein?

Ist das nicht reines Besitzdenken, gepaart mit Unsicherheit?

Sex ist nichts Schlimmes, es wird auch nicht automatisch dadurch schlimm, dass es nicht auf eine Person beschränkt ist.

Also bitte - mal prinzipiell - was ist schlimm daran, dem Partner etwas schönes zu erlauben?


Lisa(/zitat)


sorry, aber für den vergleich "sex= schach spielen, oder ne tupperparty machen, hab ich alles aber kein verständnis

-ich denke sex gehört in eine beziehung, miteinander schlafen ist für mich ein ausdruck von zuneigung...eben das man sich liebt

dahinter steckt soviel und du verallgemeinerst das mal eben so...
sorry ich kann will gar nicht so denken..



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Nutzer: Gast_nikita
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geschrieben am: 11.02.2003    um 20:11 Uhr   
also ich gehöre zu den menschen, für die sex ein ausdruck für liebe ist. deswegen fände ich es schlimm, wenn mein freund mich betröge. außerdem ist es ein unterschied ob ich jmd zu etwas zwinge oder jmd sage wie ich zu einer sache stehe und derjenige einwilligt. es ist sagen wir mal ein mündlicher vertrag, ein versprechen, das gebrochen wird. ich versklave meinen freund nicht, in dem ich sage, ich möchte eine monogame beziehung führen, wenn er einwilligt. solange beide damit einverstanden sind, seh ich da keinen zwang, und erst recht keine sklaverei, zumal man sich den freund in der regel nicht kauft, zumindest nicht in deutschland. ist ein sehr derber vergleich. ich mein die sklaverei setzt alle menschenrechte außer kraft. das ist irgendwie schwachsinnig. außerdem können ja beide jeder zeit raus aus dieser verbindung, wenns einem nich mehr passt. da muss man nich fremdgehen. denn das ist dann ein vertrauensbruch und der bruch eines versprechens. das finde ich nicht korrekt. wenn sich ein paar eintschließt ne offene beziehung zu führen, ist ok. dann ist es aber auch kein fremdgehen mehr im gesellschaftlichen sinne, denn niemand wird betrogen, es findet kein vertrauens oder versprechensbruch statt. das schlimme ist nicht, dass der partner mit jmd anders sex hatte, sondern die beschlossene abmachung die gebrochen wurde und damit das vertrauen.

naja und ich könnte niemanden küssen für den ich keine gefühle habe. mir ist egal ob das jetzt jmd anerzogen nennt oder nicht. ich würde sagen das ist mein charakter, fertig.
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Nutzer: however
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geschrieben am: 11.02.2003    um 20:41 Uhr   
(zitat)Ich weiss das es sicher jedem mal passieren kann wenn man sich nicht unter kontrolle hat.


Aber wenn mich eine frau betrügenm würde würd ich sie am liebsten einfach bluten sehen.
Ich vertraue kaum jemand wirklich unsd wenn ich diesen punkt überwunden habe und man mich dann verletzt dann ist es vorbei.
Dann muss blut sprechen.

Für mich ist vertrauen sehr wichtig und wenn ich liee dann liebe ich nur eine person wirklich und gehe nicht fremd. Zumindest versuche ich es. Wenn ich jemals diesen fehler tun sollte würde ich mir die nächst beste wand suchen und das auto davor setzen nachdem ich es meiner geliebten gebeichtet habe und ihr gesagt habe das es keine zukunft für uns gibt.
Für mich gibt es kein zurück mehr. Entweder liebt mich eine person und nur mich und teilt ihr leben mit mir oder mit jemand anderes. Beides geht nicht. Also eben rumknutschen und sex und sowas.
Ich weiss ich bin sicherlich sehr eifersüchtig aber wenn eine person mich Liebt dann weiss sie wie sie mit mir umgehen muss mit ich ihr glaube.



Klingt vielleicht blöd was ich nun geschrieben hab aber so sehe ich es.

(/zitat)


das klingt nicht blöd sondern total bescheuert!!!!!!!!!

"deine" freundin ist doch nicht "dein" eigentum

klar ists total beschissen, aber blut ? was soll denn die scheisse ? dann hat halt was net gepasst un aus aber doch nich "bestrafen" so ein schwachfug!
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 12.02.2003    um 00:56 Uhr   
@nikita:

Du hast natürlich recht mit deinen Ausführungen.

Aber das sind ja im Grund nicht die Ursprünge, sondern die Folgen einer gesellschaftlichen Erziehung, die durchaus die Menschlichkeit unterdrückt. Wenn man das einmal verinnerlicht hat, hat man gar keine Wahl, als es zu verteidigen. Sicher führt die Doktrin zu den von dir genannten Ausführungen. Doch ist es nicht - von der Basis aus gesehen - ein reines Dogma? Gesellschaftlich sogar nützlich, und genau das ist der Grund, warum es uns so und nicht anders gelehr wird. Monogame Menschen sind sesshafter, planbarer, du kannst sie leichter lenken, du kannst ihnen Sünden einreden und sie vergeben, wenn sie das tun, was du willst. Das allein ist der Grund, warum es uns so erzählt wird.

Und anders gesehen: Jahrelange gut fuktionierende Beziehungen gehen kaputt wegen einem körperlichen Akt, Kindern werden die Eltern auseinandergersissen, es gibt Mord und Totschlag, sogar Kriege begründen sich teils allein darauf. Wie krank ist es denn, wenn sowas allein dshalb geschieht?

Sollten wir nicht darüber hinaus sein?

Aber so ist es immer bei Glaubensdingen, und auch dies ist nur ein anerzogener Glaube: Wenn man ihn einmal hat, verteidigt man ihn, man muss keine Gründe haben. Wenn es auch gesellschaftlich gewollt ist, für den einzelnen Menschen bringt dieser Glauben nur Nachteile.


Lisa
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Nutzer: Amalaswyntha
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geschrieben am: 12.02.2003    um 18:32 Uhr   
@Lisa
Gerade die Entwicklung der Gesellschaft geht doch in den letzten Jahrzehnten dahin, es als nicht monogam anzusehen. Im übrigen wurde das in früheren Jahrhunderten oft genug auch anders praktiziert. Folge davon: Zunahme von Geschlechtskrankheiten etc. und führte zudem auch zu einer extremen Oberflächlichkeit.
In Fällen, wo die Ehe daran scheiterte, dass der Partner fremdging, sollte man eher nach den tieferen Ursachen schauen bzw. bei der Partnerwahl höchst sensibel in allen Bereichen vorgehen. Nach dem Motto: was erwartet der andere, was erwarte ich und das nicht nur in einem Bereich. Schliesslich klappt es ja durchaus auch anderswo ohne das einer der beiden das Gefühl hat, auch nur ansatzweise was zu vermissen. Und meine persönliche Meinung ist: Partner sollten in dem Punkt sehr offen miteinander umgehen, was in der heutigen Gesellschaft leider viel zu wenig praktiziert wird.
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Nutzer: Annabell33
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geschrieben am: 12.02.2003    um 19:07 Uhr   
(zitat)@annabell33:

Nun, dann versuche doch mal zu erklären, warum Sex praktisch das EINZIGE ist, was er nur mit dir haben "darf".
Wenn es eine Sache gibt, die NUR du haben darfst, wie kann man es dann anders als Besitzdenken bezeichnen? Man kann aber einen Menschen nicht besitzen, es ist Sklaverei.
(zitat)

Weil das meine Vorstellung von einer Beziehung ist! Und ich habe Dir schon mal geschrieben, wenn Du es als Besitzdenken sehen willst, dann tu das. Ich werde deshalb bestimmt nicht in tiefe Depressionen verfalle. Ich aktzeptiere Deine Meinung, aber Du hast anscheinend ein Problem mit meiner!?
Ansonsten stimme ich mit dem von Nikita geschrieben völlig überein. Kann auch durchaus damit leben, dass Du es als Sklaverei bezeichnest. Mir ist wichtig, dass mein Partner es auch so sieht wie ich.
Außerdem kann er es ja mit anderen haben wenn er es möchte, aber nicht mit mir an seiner Seite.


(zitat)
Also bitte, bisher hat mir niemand nachvollziehbar erklären können, warum es grundsätzlich etwas Schlimmes ist. Es wird nur immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt, als ob die Wiederholung es glaubwürdiger macht ...
(zitat)


Vielleicht hast Du ein Problem damit es verstehen zu wollen? Ich finde das meiste was ich hier gelesen habe durchaus nachvollziehbar.
Deshalb muss ich es aber nicht gut finden, sondern versuche lediglich mich in die verschiedenen Standpunkte hinein zu versetzen, um nachvollziehen zu können, warum der andere evt. so denkt.
Wenn Du das nicht kannst/möchtest, dann wirf den anderen doch nicht vor, dass sie es Dir nicht richtig erklären können.
Mir kommt es so vor, als wolltest Du die Andersdenkenden unbedingt davon zu überzeugen, dass sie falsch liegen. Aber jeder hat doch seinen eigenen Lebensweg.
Belasse es doch einfach bei einem Meinungsaustausch. Für den einen ist das gut, für den anderen jenes. Ich finde das schön so, es macht das Leben bunter und aufregender. Und man kann vielleicht von anderen noch etwas lernen...


Anna
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Nutzer: moros
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geschrieben am: 12.02.2003    um 19:12 Uhr   
Hallo,

zunächst einmal eine allgemeine Bemerkung: Indoktrinierte Verhaltensmuster und Ansichten unterdrücken in der Regel die menschliche Entfaltung und Freiheit, dem stimme ich ohne Vorbehalt zu. Eine liberalere und tolerantere Gesellschaft ist in vielerlei Hinsicht sehr wünschens- und erstrebenswert.

Wie steht es aber, was das konkrete Thema angeht, mit dem Glauben? Beispielsweise propagiert das Christentum seit jeher die Monogamie und schränkt in dieser Hinsicht - objektiv gesehen - den Menschen ein. Vereinfacht dargestellt resultiert daraus unter anderem der besondere Schutz der Ehe im deutschen Grundgesetz. Dies zielt zwar auf den ersten Blick in eine etwas andere Richtung, trägt jedoch letzten Endes einen gewissen Teil zu jener "gesellschaftlichen Doktrin" bei. Daher ist es für viele Menschen ein ungeschriebenes (moralisches) Gesetz, daß man seine(n) Partner(in) nicht betrügen soll, und das völlig unabhängig davon, ob diese Leute nun religiös sind oder nicht.

Sehen wir aber nun vom "Tatbestand" des Betruges ab, der ja offensichtlich nur dann gegeben ist, wenn der jeweilige Partner nichts davon wußte bzw. damit nicht einverstanden war. Warum lehnen so viele Menschen einen Seitensprung des Partners, der "nur" aus einem körperlichen Akt besteht, kategorisch ab?

Ich behaupte, daß das nur bedingt an einer gesellschaftlichen "Erziehung" liegt. Das Hauptkriterium bei dieser Frage sind die Gefühle und Gedanken des jeweiligen Menschen. Und die sind meiner Meinung nach kaum "anerziehbar", wenn überhaupt. Sex wird eben von vielen, die in einer Beziehung leben, nicht als bloßer körperlicher Akt gesehen, der einfach nur Vergnügen bereitet, sondern impliziert für sie tiefe menschliche Verbundenheit und Zuneigung. Sie fühlen sich zu dem einen Menschen hingezogen, sowohl geistig als auch körperlich. Damit schränken sie sich sicherlich ein, aber sie wollen es doch auch so, also sind sie glücklich - was will man mehr? Dabei spielt natürlich auch das Besitzdenken eine Rolle, aber eine gesunde Portion Egoismus darf man einem Menschen gerade in dieser Frage meiner Meinung nach zugestehen.

Jeder muß das für sich selbst entscheiden, das steht außer Frage. Seinen Partner zu betrügen ist in jedem Fall verwerflich; wie Amalaswyntha bin ich der Meinung, daß damit generell offener umgegangen werden sollte. Sonst kann es immer wieder zu einer Tragödie kommen, weil zwei Menschen in dieser Hinsicht nicht zusammenpassen bzw. einfach nicht genug darüber geredet haben. Man muß einfach in einer Beziehung wissen, woran man ist, und gegen einen Seitensprung mit Einverständnis, der nur auf "reinem Sex" beruht, ist sicherlich aus rein moralischer Sicht nichts einzuwenden. Dazu gehört selbstverständlich ein immenses Maß an Vertrauen, aber wenn sich zwei Menschen wirklich kennen und lieben, sollte das ohne weiteres möglich sein.

moros
[editiert wegen Tippfehlern]
Geändert am 12.02.2003 um 19:19 Uhr von moros
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 13.02.2003    um 03:13 Uhr   
Ja, Moros, da stimme ich überwiegend zu.

Ein paar Punkte müssen aber noch etwas differenziert werden:

Die Unterscheidung zwischen einer "anerzogenen Doktrin" und einem "so-sein-wollen" kann ich so nicht ziehen. Beides beruht auf derselben Basis.

Und wenn man mal einige Beiträge hier liest: Ist es nicht eher so, dass bei der Argumentation pro Monogamie in jedem Fall die Monogamie als wünschenswerte Basis a priori vorausgesetzt wird und dann erst Gründe gesucht, gefunden und konstruiert werden, die das untermauern sollen? Eben nicht vorher ein Abwägen von Pro und Contra, und dann eine Entscheidung, sondern die Entscheidung steht vorher fest und wird nur noch verteidigt.

Außerdem meine ich eben nicht nur Sex ohne Gefühle, das wird oft missverstanden. Nicht nur das Herz kann mehr als einen Menschen lieben. Warum jedoch nur eine Liebe "tief genug" sein darf, um alle körperlichen Konsequenzen zulassen zu dürfen, gehört auch zum Prinzip, das von vornherein feststeht.

Und hier ein kleiner Vorwurf, moros: Es ist nicht einzusehen, warum du Sex ohne Gefühle eher zugestehst als Sex als Folge von Gefühlen. Beides ist sicher nicht schlimm, aber offene, freie Menschen sollten doch eher Gefühle zulassen und akzeptieren können.

Ich meine eben keineswegs Sex als reinen köperlichen Akt, natürlich gibt es das AUCH, mein Prinzip ist jedoch ein anderes. Ob rein körperlich oder "mehr", beides muss nicht auf einen Menschen beschränkt sein.


Lisa
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Nutzer: DiaryofDreams
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geschrieben am: 14.02.2003    um 13:57 Uhr   
aus persönlichen Gründen in Kurzform antwortet

Frage 1 ~ nein.

Frage 2 ~ wenn ich in einer Beziehung bin ~ ja Panik nicht, eher Angst

Frage 3 ~ körperlich nein. emotional ja.



(zitat)eifersucht ist echt ne shize-sucht...(/zitat)
das ist sie...seufz...doch andererseits...wo Eifersucht ist, ist auch die Liebe noch am Leben


~DoD~ mal vorsichtshalber darauf hinweist, dass dies meine eigene Meinung ist, die mir weder von der Gesellschaft, noch von sonst jemandem eingetrichtert worden ist... nur noch mit dem Kopf schütteln kann bei Lisa's Beiträgen
Geändert am 14.02.2003 um 15:12 Uhr von DiaryofDreams

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 14.02.2003    um 19:42 Uhr   
Soso ... diese Meinung ist dir also völlig unabhängig gekommen ... ohne jegliche Beeinflussung? Ohne, dass du deine (gedanklichen) Wurzeln und Ursprünge irgendwo festmachen konntest? Völlig ohne jede kulturellen, gesellschftlichen, gelernten und überlieferten Hintergrund?

Klar ist, dass es teils ziemlich subtil ist. Wer aber behauptet, er hätte diese Meinung völig unabhängig entwickelt, der ... tja, über den kann man nur den Kopf schütteln.


Lisa
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Nutzer: moros
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geschrieben am: 14.02.2003    um 21:21 Uhr   
Hallo Lisa,

meinst Du wirklich, daß ein "So-sein-Wollen" und eine "anerzogene Doktrin" in jedem Fall auf derselben Basis beruhen? Daß eine Entscheidung für eine gewisse Ansicht, Einstellung und Lebensweise ausschließlich aufgrund gesellschaftlicher Prägung erfolgt? Traust Du den Menschen in dieser Hinsicht so wenig Individualismus zu? Natürlich spielen gewisse "allgemeine Ansichten" eine Rolle, aber gibt es nicht umgekehrt auch viele Menschen, die sich - allgemeiner gesprochen - in mancher Hinsicht bewußt gegen das richten, was die "breite Masse" verkörpert?

Es ist richtig, daß die Monogamie häufig a priori als einzig richtig vorausgesetzt und ausschließlich verteidigt wird. Ebenso wie Du halte ich dieses Vorgehen grundsätzlich für falsch, da es eine kontroverse Diskussion in dem Sinne nicht zuläßt.

Zu Deinem Vorwurf kann ich allerdings folgendes sagen: Sex völlig ohne Gefühle wäre für mich persönlich gar nicht ohne weiteres möglich bzw. kaum erstrebenswert; ich lege z.B. auch keinen großen Wert auf einen tollen One-Night-Stand mit einer Frau, die ich danach nie wieder sehe. Aber: Ich kann mir nicht vorstellen, mehr als einen Menschen im Sinne des Wortes zu lieben. Du könntest es, wie ich insbesondere Deinem letzten Beitrag entnehme; für mich wäre dieser Zustand hingegen unerträglich. Das liegt nicht daran, daß ich das unmoralisch oder verwerflich finde oder in der Hinsicht unbedingt so sein will, sondern daran, daß meine Gefühls- und Gedankenwelt bzw. mein gesamtes Wesen nun mal so beschaffen und nicht zu ändern sind. Ich könnte mir zwar vorstellen, auch in einer Beziehung lebend mal mit einer anderen Frau Sex zu haben (natürlich mit Einverständnis - siehe mein letzter Beitrag), ohne daß ich das allerdings ausdrücklich anstrebe. Und wenn es dazu kommen sollte: Natürlich empfände ich Gefühle für die andere Frau, aber die gingen eben nicht über starke Sympathie hinaus, darauf würde ich sehr stark achten, sonst ginge ich daran kaputt. Das ist für mich eine Sache sowohl des Vertrauens, das mir meine Freundin in dem Fall entgegenbrächte, als auch des eigenen Selbsterhaltungstriebes.

Jeder Mensch ist wieder anders, deshalb ist das gesamte Thema auch sehr sensibel und aus meiner Sicht nicht mit einer alles erschlagenden These ("das liegt nur an der Gesellschaft") zu versehen.

moros
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geschrieben am: 14.02.2003    um 23:21 Uhr   
Bin der gleichen Meinung wie Lisa. Aber das sieht ja jeder für seine Beziehung anders.
Mein Mann und ich sprechen darüber wenn einer Sex mit einem anderen hatte und dann ist das auch o.k. wenn keine Liebe dabei im Spiel ist.
Klar ist man auch eifersüchtig, aber das ist gesunde Eifersucht.

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"Autor"  
Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 16.02.2003    um 17:37 Uhr   
Moros schrieb:

*** meinst Du wirklich, daß ein "So-sein-Wollen" und eine "anerzogene Doktrin" in jedem Fall auf derselben Basis beruhen? Daß eine Entscheidung für eine gewisse Ansicht, Einstellung und Lebensweise ausschließlich aufgrund gesellschaftlicher Prägung erfolgt?

---> Ja. Etwas weiter ausgeholt: Es war in der Frühzeit der Menschheit, besonders für die Frau, die ja bei Schwangerschaft und Erziehung doch recht "behindert" war, sehr nützlich, einen "festen" Partner zu haben, der die Versorgung sicherstellt. Daher der allgemeine Drang zur Monogamie. Genauso nützlich war es aber, wenn die Gene breit gestreut wurden, der Genpool ausgenutzt wird. Es ist also beides in uns und Monogamie ist - wenn überhaupt - nur für einen begrenzetn Zeitraum vorgesehen. Warum nur die eine Seite gesellschftlich anerkannt und anerzogen wird, hat eben nur gesellschaftliche Gründe. Diese sind heute aber völlig überholt, dennoch wird es - sowohl subtil als auch offensichtlich - so vermittelt, dass Protest und auch nur das Erkennen an sich recht wirksam verhindert wird.

*** Traust Du den Menschen in dieser Hinsicht so wenig Individualismus zu? Natürlich spielen gewisse "allgemeine Ansichten" eine Rolle, aber gibt es nicht umgekehrt auch viele Menschen, die sich - allgemeiner gesprochen - in mancher Hinsicht bewußt gegen das richten, was die "breite Masse" verkörpert?

---> Die Frege, wie "frei" unsere Entscheidungen sind, ist sowohl eine anthropologische als auch eine philosophische und nicht leicht zu beantworten.

*** Es ist richtig, daß die Monogamie häufig a priori als einzig richtig vorausgesetzt und ausschließlich verteidigt wird. Ebenso wie Du halte ich dieses Vorgehen grundsätzlich für falsch, da es eine kontroverse Diskussion in dem Sinne nicht zuläßt.

---> Das ist auch schon der wichtige Punkt, den du erkannt hast: Es ist garnicht nötig und oft hat man auch garnicht den Drang, Sex mit mehr als einer Person zu haben. Aber wenn es passiert, ist nichts "böses" daran. Diese Erkenntnis wird aber durch eine Doktrin wirksam unterdrückt.

I*** ch kann mir nicht vorstellen, mehr als einen Menschen im Sinne des Wortes zu lieben. Du könntest es, wie ich insbesondere Deinem letzten Beitrag entnehme; für mich wäre dieser Zustand hingegen unerträglich.

---> Das kan ich nachvollziehen. Niemand, dem es nicht mal selbst passiert ist und es zugelassen hat, kann das nachvollziehen. Da ging es mir grundsätzlich früher ähnlich wie dir.

*** Ich könnte mir zwar vorstellen, auch in einer Beziehung lebend mal mit einer anderen Frau Sex zu haben (natürlich mit Einverständnis - siehe mein letzter Beitrag), ohne daß ich das allerdings ausdrücklich anstrebe.

*** Ja, ob mit oder ohne große Gefühle ... beides ist keineswegs "böse" von vornherein.

*** Das ist für mich eine Sache sowohl des Vertrauens, das mir meine Freundin in dem Fall entgegenbrächte, als auch des eigenen Selbsterhaltungstriebes.

---> OK. Ich selbst kann Vertrauen nicht daran festmachen, dass ich meinem Partner vorschreibe, keine Gefühle mehr entwickeln zu dürfen. Der "männliche" Treib dazu, unbedingt seinen eigenen Nachwuchs zu bevorzugen und zu sichern, spielt aber grundsätzlich sicher bei dir mit rein (nur als anthropologische Feststellung).

*** Jeder Mensch ist wieder anders, deshalb ist das gesamte Thema auch sehr sensibel und aus meiner Sicht nicht mit einer alles erschlagenden These ("das liegt nur an der Gesellschaft") zu versehen.

---> Die Zwillingsuntersuchungen zeigen recht deutlich, dass es mit der freien Entscheidung nicht allzu weit her ist ...

Lisa
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Nutzer: DiaryofDreams
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geschrieben am: 16.02.2003    um 19:24 Uhr   
(zitat)Soso ... diese Meinung ist dir also völlig unabhängig gekommen ... ohne jegliche Beeinflussung? Ohne, dass du deine (gedanklichen) Wurzeln und Ursprünge irgendwo festmachen konntest? Völlig ohne jede kulturellen, gesellschftlichen, gelernten und überlieferten Hintergrund?

Klar ist, dass es teils ziemlich subtil ist. Wer aber behauptet, er hätte diese Meinung völig unabhängig entwickelt, der ... tja, über den kann man nur den Kopf schütteln.


Lisa
(/zitat)
Lisa, bevor ich darauf näher einzugehen gedenke, beantworte mir doch bitte kurz eine Frage: Wie kannst es sein, dass Du für Dich in Anspruch nimmst, eine eigene Ansicht zu besitzen, sie zugleich aber anderen - deren Ansicht in diesem Falle von Deiner abweicht - absprichst? Im Moment kann ich leider nicht ersehen, was Du mit Deiner Argumentation hier bezweckst... und bin nicht sicher, ob Du im nächsten Moment "viva la revolution" rufst oder aber barmherzig lächelnd an alle armen, von der Gesellschaft und ihren Ursprüngen so gequälten Individuen den "Wachturm" verteilst...

~DoD~

P.S. Vielleicht nur noch/schon als Hinweis: Wenn ich in einem Restaurant ein Steak bestelle, dann bestelle ich dieses Steak weil ich in diesem Moment Hunger darauf hab und möchte nichts anderes, als dass der Kellner mir einen Teller bringt auf dem ein Stück vom toten Tier liegt. Ich möchte weder, dass der Kellner mir gebetsmühlenartig die ganze Speisekarte hoch und runter erklärt welche Wahlmöglichkeiten meinen Hunger zu stillen ich noch habe -ich kann selber lesen und denken-, noch muss ich mit ihm darüber philosophieren, inwieweit mein Wunsch nach diesem Steak mit ungelösten Gefühlsregungen eines meiner Urväter zusammenhängt der irgendwann einmal faustkeilschwingend vor einem Mammut stand.

diese ganze Diskussion mal mit einem fetten OFFTOPIC umrahmt

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 17.02.2003    um 05:57 Uhr   
Ich weiß sehr wohl, dass auch ich eine Basis für meine Meinung habe.

Es ist allerdings so - wie bereits geschrieben - dass die Meinungen pro Monogamie scheinbar als Naturgesetz feststehen. Es wird vorausgesetzt und hinterher verteidigt. Das wollte ich damit klarmachen.


Lisa
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geschrieben am: 17.02.2003    um 19:53 Uhr   
NEIN soetwas kann man nicht verzeihen!
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 17.02.2003    um 20:47 Uhr   
Klar ... es gibt auch nichts zu verzeihen, weil es nichts Böses oder Schlimmes ist.


Lisa
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Nutzer: LailaDiabolus
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geschrieben am: 18.02.2003    um 21:11 Uhr   
also treue ist auch für mich sehr wichtig. und steht auch ganz oben auf der liste..
auch wenn es hinundwieder mal vorkommt das man nen falschen küsst oder das falsche tut...
aber ich kenne jemanden der es schlimm treibt. eigentlich ist er sehr treu...jetzt hat es sich die playerin einfach gemacht und zwei dieselben charas "erschaffen" nur im alter unterschiedlich. ich finde das ziemlich ..blöd.. ganz ehrlich.
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