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Bundeswehr...

Nutzer: BöhseOnkelz
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:17 Uhr   
Hi Leute,

hab mal ne Frage, steh zwischen einer schweren Entscheidung...

Will zum Bund, muss mich jetzt nur entscheiden ob ich gleich mich für 12Jahre bewerbe oder erst Grundi mache und dann mich für die 12 Jahre bewerbe...
wäre verlorene Zeit und rausgeschmissenes Geld, wenn ich erst Grundi mache...
im Gegensatz ist 12 Jahre ne lange, sehr lange Zeit...

Will kein Pro & Kontra zur Bundeswehr...ich will eh net an die Front oder so, eher EDV-Abteilung oder Logistik...

also vllt. könnt ihr mir mit der Entscheidung bisschen helfen, am liebsten von Leuten die schonmal beim Bund waren, die können wohl mehr zum Thema äußern...


Thx
-greetz bo-
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Nutzer: Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:22 Uhr   
Verpflichte dich um Gottes Willen nicht für zwölf Jahre, ohne den Laden auch nur einmal von Innen gesehen zu haben!
Geh' als ganz normaler Wehrpflichtiger hin, mach deine drei Monate AGA, komme in deine Stammeinheit und dann kannst du entscheiden, ob der Bund - ganz speziell in deinem Fall - was für dich ist.

Glaube mir, ich kenne einige SAZ, die ihre frühzeitige Verpflichtung im Nachhinein bitter bereut haben. Schau dir alles genau an. Danach kannst du dich immer noch recht schnell entscheiden. Und für drei Monate kannst du wohl auf ein bisschen Geld verzichten oder? ;-)
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Nutzer: BöhseOnkelz
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:31 Uhr   
also kann ich mich auch gleich nach den 3 Monaten dann länger verpflichten? ich dachte ich müsse dann erst die 9 Monate Wehrpflicht erfüllen...
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Nutzer: Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:35 Uhr   
Das ist kein Problem. Wenn du willst, kannst du deinen Antrag auch schon beim Einkleiden abgeben. ;-)
Ich würde damit aber bis nach der AGA warten, da man erfahrungsgemäß in diesen drei Monaten sehr wenig Zeit hat. Wenn du schließlich bei deiner Stammeinheit bist, wende dich mal an deinen Teileinheitsführer oder Kompaniefeldwebel. Mit denen wirst du mehr Zeit haben, deine Verpflichtung - wenn du dann noch willst - zu besprechen.
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Nutzer: BöhseOnkelz
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geschrieben am: 25.11.2003    um 13:59 Uhr   
war bereits bei einem Beratungsgespräch...war eigentlich sehr begeistert...

hab bis jetzt auch noch nichts arg böses über den Bund gehört, soll eigentlich voll gut sein, das man die ersten 3 Monate halt bissl gefickt wird, ist ja nicht so wild...


aber ist eben ne größre Entscheidung...
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Nutzer: OrioN
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geschrieben am: 25.11.2003    um 14:19 Uhr   
onki:

vor der grundi dich verpflichten, von mir aus auch lebenslang. du hast zu antritt deiner grundi und gleichzeitig dann natürlich auch zum antritt deiner festverpflichtung genau 6 monate noch zeit dir das anzuschauen und inerhalb dieser 6 monate kannst du von deiner verpflichtung für halt deine 12 jahre zurücktreten.

vorteil ist: du hast ab start der Grundi nen rang überm Schützen (frag mich plz net wie der heisst) und kriegst nich nur den wehrdienst sold sondern deine kohle als verpflichteter. kannst aber inerhalb dieser 6 monate von deiner verpflichtung zurücktreten.

so, wenn was falsch war an der ausführung wirds mir letschi hier um die ohren hauen ;)
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Nutzer: Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 14:23 Uhr   
Verkehrt ist der Verein ja eigentlich auch nicht. Du verdienst nicht schlecht, beim richtigen Posten kann man es nicht wirklich "Arbeit" nennen und als Berufssoldat gehst du einige Jahre früher in den Ruhestand als deine zivilen Kollegen.
Das Problem an der Bundeswehr ist ganz einfach, dass eine Hand nicht weiß was die andere gerade macht. Ein kleines Beispiel ...

Bei meiner Musterung und dem folgenden Test kam heraus, dass ich für einige Teileinheiten geeignet war und für andere weniger. Der Testleiter (oder was immer dieser komische Kauz war) betete mir in seinem Büro eine Liste mit für mich geeigneten Teileinheiten herunter und ich durfte mir drei davon aussuchen. Da ich noch voller Naivität war, nahm ich mir drei Kampfteileinheiten.
Der Kerl meinte lächelnd: "Na, das wird schon klappen."
An dem Tag verließ ich das Kreiswehrersatzamt mit dem Gefühl, bald ein richtiger Soldat zu sein. Aber zwei Monate später kam meine Einberufung. Und da ging es weder zu den Fernspähern, noch zu den Fallschirmjägern.
Ich landete bei einem Lazarettregiment - oder deutlicher, bei den Sanitätern.

Ich trat murrend meinen Dienst an, bis wir in der AGA eine Art Einplanungsgespräch hatten. Der gute Mann dort sagte mir, dass ich zu einem KRK-Lazarett versetzt werden würde, dort aber für den Dienst im Fernmeldezug vorgesehen war. Na Prima, dachte ich mir. Geht doch alles glatt.
Als ich allerdings im Lazarett ankam, mich beim S4 meldete und der Frau Oberfeldwebel erzählte, dass ich den Fernmeldezug sollte, sah sie mich nur verwirrt an. Fast mitleidig erklärte mir die gute Frau schließlich, dass dieser Zug aufgelöst wurde ... schon vor sechs Monaten.
Das Beispiel geht Hand in Hand mit anderen Idiotien durch meine gesamte Bundeswehrzeit.

Ich bring's nochmal auf den Punkt. Die Bundeswehr könnte der perfekte Arbeitgeber sein, wenn Bürokratie und die Faulheit / Ignoranz einiger Herren in den mittleren bis oberen Etagen nicht alles zunichte machen würde.
Was dir dieser Wehrdienstberater versprochen hat, Onkel: da kannst du gepflegt drauf scheissen. Sein Job ist es Leute zu locken, da dem Bund ganz entschieden das Personal fehlt. Der hätte dir wahrscheinlich sogar eine dienstliche Muschie versprochen, wenn du nur lang genug bleiben würdest.
Mach dein Ding beim Bund, aber schau's dir vorher ganz genau an, bevor du die nächsten zwölf Jahre in einer Welt voller Scheiße lebst.

Geändert am 25.11.2003 um 14:23 Uhr von Elrik
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Nutzer: OrioN
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geschrieben am: 25.11.2003    um 14:45 Uhr   
es is klar das sie dir beim bund den mund wässrig machen, gute EDVler sind da auch rar.
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Nutzer: mcRebe
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geschrieben am: 25.11.2003    um 16:23 Uhr   
für 12jahre verpflichten..*lol* wie kommt man eigentlich auf eine solche idee?!

gut für hauptschüler die aufn freien arbeitsmarkt keine chance sehen ist dies sicherlich ne chance...

1-2jahre kann ich ja verstehen, wenn man sich noch etwas zeit lassen will bis man sich sicher ist was man anschließend "im richtigen leben" machen möchte (ausbildung, studium, ausland,...) doch 12jahre ist echt der hammer.
ich habs selbst nach 11 monaten schon gemerkt, wie schwer es anschließend ist sein schul-&grundwissen anschließend im studium wiederzubekommen. man verdummt regelrecht beim bund und das ist sicher nichts neues!
- das gleiche gilt auch für ne anschließende ausbildung in einem "anspruchvolleren berufbild als ein soldat" (was meiner meinugn nach jeder beruf in der marktwirtschaft ist...egal ob technisch oder kaufmännisch).


wie du siehst/liest rate ich dir strengstens davon ab. lass ersma den grundwehrdienst rumgehen und triff dann die entscheidung dein hirn entweder zu reaktivieren oder da zu lassen wo es zu der zeit ist: im anus vom vorgesetzten.
;)
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Nutzer: mcRebe
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geschrieben am: 25.11.2003    um 16:29 Uhr   
achja nochwas zu deiner aussage "ich will eh inne edv oder logistik";

ich war im stabsdienst und hatte auch mit der edv zu tun. das was du dort machst aufn niveau eines bürokaufmannes (welcher office starten und ne exceltabelle erstellen kann aber auch nicht mehr). echt anspruchsvolle arbeit ;)
find ich jedenfalls auch ne verdummung auf zeit.

lieba bösa thomaz *grins*, bitte schau dir wie schon geschrieben ersma den haufen paar monate lang an und entscheide dann.

=)
da maddin ne
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Nutzer: Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 17:16 Uhr   
(zitat)- das gleiche gilt auch für ne anschließende ausbildung in einem "anspruchvolleren berufbild als ein soldat" (was meiner meinugn nach jeder beruf in der marktwirtschaft ist...egal ob technisch oder kaufmännisch).(/zitat)
'Tschuldigung, aber bei zwölf Jahren Verpflichtung ist fast immer eine berufliche Ausbildung mit drin, bei Offiziersanwärtern sogar ein Studium. Die sind dann nicht minder "anspruchsvoll" als sie es im Zivilen wären.

Und - wenn ich mir diesen kleinen Einwurf erlauben darf - du hast während deines Wehrdienstes wahrscheinlich kleine Deppenjobs übernommen, (wie fast jeder andere GWDLer / FWDLer auch) bei denen man ganz sicher irgendwann geistig abstumpft. Natürlich liegt es aber an jedem Einzelnen, was er aus der Zeit macht und wie weit er sich im Strudel "Tumbheit & Suff" mitziehen lässt, der vor allem in den Mannschaftsdienstgraden zu finden ist.

Aber wenn man SAZ wird, geht man fast immer auch in eine Ausbildung, was den späteren Job beim Bund ein wenig anders gestaltet. Übrigens sind die meisten aller Ausbildungen über die Bundeswehr staatlich anerkannt und werden deshalb ins spätere Zivilleben übertragen.
Die Zeiten der Vollidition in grün sind schon ein weilchen vorbei. Die meisten der Soldaten (in den höheren Dienstgradgruppen), die ich getroffen habe, waren Spezialisten in Uniform, da das Gros der Ausbildungen - vorallem was Studiengänge und das Sanitätswesen angeht - mindestens gleichzusetzen sind mit ihren zivilen Gegenstücken.
Als Beispiel; zivile Krankenhäuser lecken sich die Finger wund nach Rettungsassistenten und Ärzten, die bei der Bundeswehr gelernt haben. Gewisse Briefköpfe der Bundeswehr öffnen einem Tür und Tor im zivilen Leben. Du kannst es mir glaube, McRebe. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Allerdings kann man ebenso Pech haben und an der Arschkimme des Militärs landen. Deshalb dein und mein berechtigtes Argument, erst einmal einen genauen Blick auf den Laden zu werfen und dann zu entscheiden, ob es das richtige für einen ist. Man muss die Vor- und Nachteile halt abwägen ...
Geändert am 25.11.2003 um 17:17 Uhr von Elrik
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Nutzer: Steven
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geschrieben am: 25.11.2003    um 18:08 Uhr   
Sorry, wenn ich das so sage, aber für mich macht das den Eindruck, als wär es für dich die einfachste Lösung, weil du zu faul bist, dir was Richtiges zu suchen.

Zum Bund kann ja nun wirklich jeder Dummschüler ohne Abschluss gehen und dort seine Zeit abdrücken. Ich glaube nicht, dass du dich auf dieses Niveau herablassen musst. Mach dir die Arbeit und such dir was gescheides. Auch wenns nicht in Plauen & Umgebung ist. "Drüben" im Ruhrgebiet gibts genug Arbeit, auch für "gescheide" IT-Leute.

In 4 Jahren könnte ich dich einstellen ;-)

Steven
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
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geschrieben am: 25.11.2003    um 18:20 Uhr   
seufzt
Mal wieder Vorurteile ...
Steven, warst du beim Bund? Hast du Erfahrungen gemacht? Dann schreib das doch hier hin. Bring' greifende Argumente und nicht diese sinnlosen Behauptungen.
Dieses ständige "jeder Schwachsinnige kann zum Bund" ist völliger Unsinn und beweist nur, dass manche Leute über Sachen reden, von denen sie keine Ahnung haben.
Sollte sich BO tatsächlich für zwölf Jahre verpflichten, wäre er ganz sicher kein "Dummschüler ohne Abschluss", sondern ein junger Mann, der sich die nächste Zeit keine Sorgen über Entlassung und Arbeitslosigkeit machem muss.
Geändert am 25.11.2003 um 18:28 Uhr von Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 19:24 Uhr   
Du musst lesen, was ich schreibe und nicht Bruchstücke herauslesen.
Ich habe nicht behauptet, dass nur Dummschüler zum Bund gehen, sondern dass es jeder tun könnte. Beim Bund muss man nun mal keine besondere geistige Voraussetzungen mitbringen, um angenommen zu werden. Wenn man wirklich was erreichen will, allerdings schon.

Du hast Recht, dass ich noch nie beim Bund war, denn ich schenke diesem Scheiß-Staat sicherlich keine 9 Monate meines Lebens, denn die kann ich wahrlich besser verwenden! Meiner Meinung nach gehen nur Leute zum Bund, die einfach nichts besseres finden oder einfach zu faul sind, um richtig arbeiten zu gehen und somit der Gesellschaft durch ihre Abgaben etwas Gutes tun, anstatt sich neun Monate fürs Saufen & Playstation spielen bezahlen zu lassen! Was machen denn die lieben Leute beim Bund, wenn mal nicht gerade Hochwasser oder sonst was für Naturereignisse anstehen? Absolut nichts, außer bissl zu marschieren und sich abends die Birne zu zu schütten. Ich habe genug Freunde & Bekannte, die nichts anderes gemacht haben in den 6 Monaten nach dem AGA.

Und das Gerede, von wegen keine Sorgen um Arbeitslosigkeit ist ja wohl absoluter Blödsinn. Sicherlich muss man sich da keine Sorgen machen, allerdings sollte man sich mal bisschen Gedanken machen, woher das Geld kommt, was man dort bekommt. Die Verdienste einiger höheren Tiere beim Bund ist sowieso eine absolute Frechheit, wenn du mich fragst! Die bekommen für immer weniger Arbeit immer mehr Geld. Das Argument von wegen mehr Verantwortung kann man ja nun in der heutigen Zeit nicht mehr gelten lassen!

Meine Meinung!

Steven
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geschrieben am: 25.11.2003    um 19:44 Uhr   
(zitat)Und das Gerede, von wegen keine Sorgen um Arbeitslosigkeit ist ja wohl absoluter Blödsinn. Sicherlich muss man sich da keine Sorgen machen, allerdings sollte man sich mal bisschen Gedanken machen, woher das Geld kommt, was man dort bekommt.(/zitat)

Ein Widerspruch in sich, Steven

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geschrieben am: 25.11.2003    um 21:24 Uhr   
Richtig, falsch formuliert, aber ich wette, dass du Wahnsinnsbraut den Sinn trotzdem erkannt hast ! :-)

Steven
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geschrieben am: 25.11.2003    um 21:44 Uhr   
@Steven
Ja natürlich hab ich den Sinn darin erkannt, nur ich wusste nicht, ob auch du den Sinn in deinem Uninn erkannt hast, oder wie du es ausgedrückt hast - den Blödsinn...

übrigens...ich bin weder wahnsinnig, noch eine Braut, aber auch diesen Sinn hab ich trotzdem verstanden..

Kiki
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geschrieben am: 25.11.2003    um 21:56 Uhr   
Wie ich das liebe. "Ich habe von einem Freund meiner Mutter gehört, dass der Schwager von seiner Schwester ..."
Kurz gesagt, du hast keine Ahnung, kennst die Bundeswehr nur über irgendwelche Ecken und kannst dir so eigentlich auch keine Wertung erlauben. Da ich aber gerade Langeweile habe, werde ich trotzdem auf den Rest deines Beitrages eingehen, lieber Steven.
(zitat)Du musst lesen, was ich schreibe und nicht Bruchstücke herauslesen.(/zitat)
Genau das habe ich getan. Ich weiß nicht, ob du dessen auch mächtig bist, aber ich kann eine allgemeine Stimmung in einem Text erkennen. Bei dir war sie beleidigend, klischeefördernd und von Ahnungslosigkeit nur so durchzogen. Dass du nicht beim Bund warst, konnte ich mir spätestens da schon denken.
(zitat)Beim Bund muss man nun mal keine besondere geistige Voraussetzungen mitbringen, um angenommen zu werden.(/zitat)
Wieder falsch. Um als Zeitsoldat für zwölf Jahre angenommen zu werden, muss man sogar - je nachdem in welcher Laufbahngruppe - einiges an Voraussetzungen und Qualifikationen mitbringen. Da ist bei Offiziersanwärtern das Abitur nur die kleinste Hürde ...
(zitat)Meiner Meinung nach gehen nur Leute zum Bund, die einfach nichts besseres finden oder einfach zu faul sind, um richtig arbeiten zu gehen und somit der Gesellschaft durch ihre Abgaben etwas Gutes tun, anstatt sich neun Monate fürs Saufen & Playstation spielen bezahlen zu lassen!(/zitat)
Erste Frage: nichts besseres finden? Nenne mir doch für das folgende Beispiel eine "bessere" Möglichkeit: beim Bund bekomme ich das gesamte Studium über meinen vollen Sold. Kennst du noch eine Uni, die das macht?
Zweite Frage: Zu faul zu arbeiten? Genau, die ganzen Männer und Frauen im Kosovo, Afghanistan, Mazedonien, Georgien etc. sind nur da, weil sie keinen Bock zu arbeiten haben. Dass man dort eigentlich keinen freien Tag hat, (für gewöhnlich) sechs Monate von Familie und Freunden getrennt ist und zu allem Überfluss auch noch sein Leben riskiert, lässt ganz eindeutig darauf schließen, dass das alles faule Schweine sind.
Woher weißt du übrigens, wie viel Soldaten am Tag arbeiten? Weißt du überhaupt was sie da machen? Wusstest du schon, dass die Bundeswehr nicht nur aus primitivem Kasernenalltag besteht?
Dritte Frage: was für Abgaben - Steuern? Denkst du, Soldaten zahlen die nicht? Wenn ich da was übersehen habe, trete ich sofort wieder ein.
Ganz nebenbei kann man das Geld, was ein Wehrpflichtiger am Anfang des Monats auf seinem Konto hat, nicht "Gehalt" nennen, ohne dabei zumindest arg zu grinsen. Deshalb lassen sich die Jungs nicht auch noch für ihre "Untätigkeit" entlohnen, sondern, wenn überhaupt, entschädigen.
(zitat)Die Verdienste einiger höheren Tiere beim Bund ist sowieso eine absolute Frechheit, wenn du mich fragst!(/zitat)
Schon einmal die Gehaltsabrechnung eines Leutnants gesehen? Wohl kaum, denn sonst würdest du mit solchen Aussagen ganz vorsichtig sein.
Auch hier ein kleines Beispiel: ein Kapitän der Lufthansa verdient mindestens das fünffache seines militärischen Kollegens. Übrigens verdient auch ein General nicht gerade die Welt. Vergleicht man seine Arbeit mit dem zivilen Gegenstück, kommt auch hier der Soldat schlechter weg.

Abschließend noch ein paar Worte. Du redest hier die ganze Zeit, als wolle BO für neun Monate zum Bund und dann tschüss. Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass er an eine Verpflichtung denkt. Wenn du das nun mit deinen beiden Beiträgen vergleichst, wird dir auffallen, dass keines deiner Argumente auch nur noch im Ansatz zieht.
Aber Hauptsache man kann mal ein paar Weisheiten vom Stapel lassen, die man irgendwann einmal gehört hat. Selbst wenn man eigentlich überhaupt keine Ahnung vom Thema hat.

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Nutzer: Steven
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geschrieben am: 25.11.2003    um 22:41 Uhr   
(zitat)Wie ich das liebe. "Ich habe von einem Freund meiner Mutter gehört, dass der Schwager von seiner Schwester ..."(/zitat)Ja genau, ich bezeichne immer die Schwester vom Schwager meiner Mutter's Mann als Freund ;-)

(zitat)Erste Frage: nichts besseres finden? Nenne mir doch für das folgende Beispiel eine "bessere" Möglichkeit: beim Bund bekomme ich das gesamte Studium über meinen vollen Sold. Kennst du noch eine Uni, die das macht?(/zitat)Das ja nen Ding, also sind wir wieder beim Thema, dass normale Arbeitnehmer und jeder andere, der richtig Geld verdient, unseren lieben Leuten beim Bund alles fein bezahlt?!

(zitat)Zweite Frage: Zu faul zu arbeiten? Genau, die ganzen Männer und Frauen im Kosovo, Afghanistan, Mazedonien, Georgien etc. sind nur da, weil sie keinen Bock zu arbeiten haben...(/zitat)Sind wir wieder beim Thema Geld ;-) Ich wette, du kennst die Beträge ganz genau, mit ihren Gefahrenzuschlägen und allem drum und dran. Du glaubst doch nicht wirklich, dass das alles liebe, soziale Weltverbesserer sind, die das aus reinen Gewissensbissen tun oder?! Da kann ich ja nur lachen!

(zitat)Dritte Frage: was für Abgaben - Steuern? Denkst du, Soldaten zahlen die nicht? Wenn ich da was übersehen habe, trete ich sofort wieder ein...(/zitat)Ahja?! Das könnte man dann wohl Recycling nennen oder?! Vom Staat fürn Staat?

(zitat)Deshalb lassen sich die Jungs nicht auch noch für ihre "Untätigkeit" entlohnen, sondern, wenn überhaupt, entschädigen...(/zitat)Ach stimmt ja, die armen Jungs werden ja von Mama & Papa gezwungen, sich diese "Untätigkeiten" anzutun. Was bleibt ihnen auch anderes übrig?!

Sicherlich ist mir aufgefallen, dass Thommy sich verpflichten will, die Frage ist nur warum?! Er wird dort sicherlich nicht seinen "Traumberuf" ausführen, wenn überhaupt das, was er will. Für mich sieht das einfach wie eine Notlösung aus und genau das ist es auch!

Gehts nun weiter Bund-Fan vs Bund-Hasser? Freu mich drauf :-)

Steven
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Nutzer: Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 22:47 Uhr   
Statt mich erneut in eine Diskussion verwickeln zu lassen, deute ich nur auf eines deiner Zitate:
(zitat)Gehts nun weiter Bund-Fan vs Bund-Hasser?(/zitat)
Muss ich leider 'nein' sagen. Ich würde ja jetzt anfangen, dass wir das als "Wissender" und "Unwissender" fortsetzen könnten. ;-) Aber das ist hier ist nicht Thema.
Wir können gerne mal im chat eine längere Diskussion führen, wenn du noch was lernen willst ..gg

MfG Elrik
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Nutzer: BöhseOnkelz
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geschrieben am: 25.11.2003    um 23:37 Uhr   
waaaah, also ihr schreibt soviel...

also elrik hat es schon auf den Punkt gebracht...
finanziell ist man sehr gut dabei und man muss keine Angst wegen arbeitslosigkeit haben und wer sich beim Bund gut macht, kann dann als Berufssoldat(werden verbeamtet) weiterarbeiten...

Steven ob ich bundmässig weg muss oder wegen ner anderen Arbeit, nimmt sich nicht...

ich stell dir grade Mal die Arbeitslage vor ...bin seit 3 Monaten arbeitssuchend, in den 3 Monaten gabs in ganz Deutschland 1 Stelle beim Arbeitsamt...und das war nicht Mal genau meine Richtung...



also soviel dazu

btw bin fertig ausgebildet, ohne Ausbildung geht 12 Jahre, ohne Abi garnet...


das mit den 6 Monaten schau ich nochmals nach...

achja Elrik, ich weiß nicht wann du zu diesen Test warst, aber mir wurde es so erklärt, das ich bereits in der Bewerbung angebe, was ich machen würde...und da würde für mich Luftwaffe-EDV, Luftwaffe-Logistik oder Heer-Logistik in Frage kommen, nachdem erfolgreichen Tests, würde ich Angebote bekommen, wo solche Stellen gesucht werden...


achja und Steven, ich habs mir sehr gut überlegt, bis auf diese kleine Sache die ich ansprach
achja und ich bewerbe mich schon andersweitig...bin für gute Angebote gerne zu haben...aber bei der Arbeitsmarktlage...


ich habe ja auch noch Zeit...
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"Autor"  
Nutzer: Elrik
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geschrieben am: 25.11.2003    um 23:57 Uhr   
Ich war bei einem normalen Musterungstest, BO. Habe mich nicht freiwillig gemeldet, sondern bin ganz simpel gezogen worden. Einen Test wie du ihn wahrscheinlich in Köln gemacht hast, habe ich also nie gesehen. ;-)
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Nutzer: Gast_Hansdampf
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geschrieben am: 26.11.2003    um 00:39 Uhr   
Hallo BO,
ich war zwar nicht beim Bund aus gesundheitlichen Gründen freigestellt- aber das was Erik schreibt hat doch was für sich ich würde mir den Laden ansehen und mich dann verpflichten immer noch besser als Arbeitslos und ob man im zivillen was findet da muß man unter umständen was nehmen was einem hinterher nicht passt also das selbe und wenns beim Bund gefällt hat man nen Job auf Lebenszeit und auch da müssen doch wohl auch hochinteligente Leute sein oder glaubt Steven die Ärzte und Sanis in den Militärkrankenhäusern wären "blöde Hauptschüler"?
Mein Tip als Laie Denke auch an die Arbeitsmarktlage es wird garantiert nicht besser
unsere Firma bildet aus nach der Ausbildung gibts nur nen 6-monatsvertrag und dann?im übrigen werden immer mehr stellen abgebaut....
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"Autor"  
Nutzer: BöhseOnkelz
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geschrieben am: 26.11.2003    um 01:03 Uhr   
ahso Elrik, leicht falsch verstanden...habe den Test ja noch net ;)

wie gesagt, habe noch genügend Zeit... werde am 01.07.04 geholt + evtl. 3 Monate + nochmals 6 Monate...und werde mich weiterhin auch anders bewerben, aber hab kein Bock sonstwohin zu ziehen...

achja nochma Steven, wo bekommt man für 2.99€ täglich essen? Weiterhin hat man ne warme Barracke, Strom & Wasser...kostenlos... also der finanzielle Anreiz ist auf jeden Fall da...und wenn ich nur Excel öffnen muss, für die Kohle mach ich das 600Mal am Tag *g*
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"Autor"  
Nutzer: bytemaster
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geschrieben am: 26.11.2003    um 02:24 Uhr   
"ich will eh net an die Front oder so"

Als SAZ wirst du nicht umhin kommen, früher oder später mal in den Einsatz zu gehen... das bringt das Wort "Verpflichtung" so mit sich.
Außerdem solltest du nicht sehr ortsgebunden sein, da Versetzungen und Umzüge auch nicht selten sind.
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"Autor"  
Nutzer: Steven
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geschrieben am: 26.11.2003    um 08:41 Uhr   
(zitat)achja nochma Steven, wo bekommt man für 2.99€ täglich essen? Weiterhin hat man ne warme Barracke, Strom & Wasser...kostenlos... also der finanzielle Anreiz ist auf jeden Fall da...und wenn ich nur Excel öffnen muss, für die Kohle mach ich das 600Mal am Tag *g*(/zitat)Ich sags ja, für nichts tun bezahlt werden, da kannst du dich genauso arbeitslos melden, da liegst du dem Staat genauso auf der Tasche ;-) Ich bin immer noch der Meinung, dass es eine Notlösung für dich ist und nicht das, was du wirklich willst. Zum Arbeitsamt brauchst du auch gar nicht gehen, die wissen ja bei uns sowieso nicht, was sie eigentlich tun. Aber mach du mal, ist ja deine Entscheidung, nicht meine. Muss mich mit sowas Gott sei Dank nicht rumärgern...

Steven
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