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geschrieben am: 16.06.2005 um 21:31 Uhr
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den altruismus hast du ins spiel gebracht...*g
okok, - der gute friedrich nietzsche hat deine meinung ja schon ausgiebsgt ausgeaqrbeitet und damit - sein vedienst - manch religiösen beweggründe oder menschenliebe als egoismus enttarnt. das war auch wichtig und hat nach wie vor seine gültigkeit !
sei dem, wie es will, - von mir aus kann altruistische handlung auch das ergebnis sein der egoistischen erkenntnis, daß ich selbst gefährdet bin, wenn ich anderen keine chance und damit luft zum atmen lasse (brehms rattengeschichte), - es würde dem vorbildcharakter kaum widersprechen, denke ich. in diesem falle hätte der egoismus ein positives vorzeichen. oder wie siehst du es ?
wenn ich gutes tue, um mich besser zu fühlen als andere, anderen helfe um mich selbst zu erheben, und das dann egoismus ist, - dann gibt es in der tat keinbe vorbilder mehr - und auch kein gut und böse. irgendwo muß der "gute" ja wohl befriedigung aus seinem handeln ziehen. warum soll er daraus kein gutes gefühl für sich ableiten ? wenn ich gutes tue, um gut zu erscheinen, es aber nicht bin, ziehe ich auch meine befriedigung daraus.
vorgeschütztes mitleid wiederum kann kaum die egoistische triebfeder sein - einen waschechten egoisten dürfte das leid anderer doch im grunde genommen gar nicht interessieren. auch bezweifle ich stark, daß ein spermium mit der eigenschaft "egoistisch" ausgezeichnet ist und deshalb den weg zur begehrten eizelle gewinnt. ansonsten wären alle sozialisierung- und kulturseinrichtungen überflüssig.
warum stellen die von dir erwähnten menschen im alltag oft ihre wünsche zurück, um ihren kindern ein besseres leben zu ermöglichen ? egoismus oder altruismus oder durch nächstenliebe verschleierte selbstsucht ( was gewiß oft vorkommt ..) ? in welcher von dante beschriebenen ebene befinden sie sich ?
wobei altruismus mehr ist als vorbild, da es an die eigenen grenzen geht, - sich für andere zu opfern - martyrertum als rationale haltung. darum ging es hier nicht. die darwinistische, rein egoistische auffassung gründet auf der unbewiesenen annahme, daß das egoistischte spermium die eizelle erobert.
und den ollen fischermann damit zu degradieren, daß du ihm quasi einen orgasmus unterstellst in seiner kreuzigung und die schlußendliche gewißheit "die menschen sind schlecht, ich hatte recht", ist nun doch etwas weit hergeholt :-)
egoismus als instinkt aufzufassen führt zum berühmten krieg aller gegen alle. es bleibt also nur einer über - der sich nicht mal mehr fortpflanzen kann. pech gehabt :-)
deine sicht der dinge rechtfertigt eher das survival of the fittest - und damit eine welt im unfrieden. und selbst, folgte ich deinem kritischen ansatz, komme ich zu dem ergebnis : wenn jemand versucht, seinen egoismus zu zähmen, so ist er schlußendlich in seiner mäßigung vorbildhafter als jemand, der ihn bis zum exzeß auslebt und anderen schadet und dritten wiederum vorwirft, aus den eigenen beweggründen heraus, sich für dritte einzusetzen, - mit gegenteiligen mitteln und weit höherem einsatz .wer würde sich heute schon kreuzigen lassen, um "recht" zu haben ? du etwa ? *g
wer überdies noch an das jugendideal glaubt, ist meines erachtens selbst schuld. diejenigen, die stolz waren, die "alten verbrauchten" aus ihren jobs geworfen zu haben, sind inzwischen in der jämmerlichen situation, inzwischen mit "erfahrung und kompetenz" zu argumentieren, um die eigenen jobs zu rechtfertigen.
da halte ichs doch eher mit den ollen stoikern, speziell epiktet, und sehe den körper und die damit verbundene symbolik als für mich nicht änderbar. beim anblick von mutiplen sklerotikern oder den ausdünstungen von krebsgeplagten im endstadium fällt mir das schwer, ok. aber den versuch isses allemal wert :-)
wer auf biometrische ausweise setzt, denkt natürlich anders .. oder verdient daran *g
was, mein lieber unhold, erachtest denn du als deine bestimmung ? im thron hier in der aufzählung wird wird sich dein weg doch nicht erschöpfen ?
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