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geschrieben am: 04.10.2011 um 07:31 Uhr
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Rumpelstilzchen - ein Werbe-Märchen
Es war einmal ein Müller, der nicht bei der Super-Spar Aktion der Sparkassen mitgemacht hatte, und deshalb sehr arm war. Da er aber eine sehr schöne Tochter hatte, die ihr Haar stehts mit der neuen Glisskur wusch, die ihrem Haar das absolute Völlegefühl verlieh, erzählte er dem König: Meine hübsche Tochter cremt ihre Hände immer mit der Nivea Hautcreme ein, deshalb hat sie so geschmeidige Hände und kann Stroh zu Gold spinnen!
Der König wollte diese Kunst unbedingt begutachten und da er auf die Steine von Schwäbisch Hall gebaut hatte, bot sein Schloss Platz für die Tochter des Müllers. Außerdem wohnte man in dem Schloss schon lange nicht mehr - man lebte! Am nächsten Tag wurde sie in eine Kammer geführt, die voll mit dem besten naturbelassenen Stroh gefüllt war.
Ich gebe dir dieses M-S-3 Turbo Spinnrad, den Mercedes unter den Spinnrädern, mit dem du es sicherlich schaffst, bis morgen früh Gold gesponnen zu haben. Solltest du es aber nicht schaffen, so musst du leider sterben!, sprach der König. Als das Mädchen alleine war, wusste sie keinen Rat mehr, da sie keine Ahnung hatte, wie man aus Stroh Gold gewinnen sollte. Sie fing an zu weinen, doch zum Glück trug sie den wasserfesten Lidschatten von Maybeline New York, der selbst dieser Tränenflut standhielt. Doch plötzlich ging die Tür auf und ein kleines Männlein trat herein. Es aß eine Packung Fruchtzwerge, in der Hoffnung, doch noch ein bisschen zu wachsen. Was weinst du denn so, mein Kind? Dein neuer Wollpullover verliert seinen flauschig weichen Glanz, wenn du deine Tränen darauf verschüttest! Der ist nicht neu, der ist nur mit Perwoll gewaschen!, schluchzte die Müllerstochter. Ich soll dem König aus Stroh Gold spinnen, aber wie soll ich das nur schaffen? Da sprach das Männlein: Was gibst du mir, wenn ich es dir spinne? Das Mädchen griff in die Tasche ihres todschicken Mantels von C&A und zog das Handy Nokia E-700 hervor. Das ist alles, was ich dir geben kann. Aber es hat 50 Speicherplätze, Farbdisplay, 3 Jahre Garantie und 10 frei-SMS im Monat! Daraufhin spann der kleine Mann bis zum Morgengrauen.
Als der König das Zimmer betrat, bekam er vor Staunen den Mund nicht mehr zu. Zum Glück benutzte er immer Odol, für sympatisch frischen Atem. Der ganze Raum strahlte golden wie Ferrero-Rocher. Doch die Wünsche des Königs wurden Wüstenrot und er verlangte noch mehr Gold. So kam es, dass die schöne Müllerstochter zum zweiten Mal die Hilfe des Männleins benötigte. Am nächsten Morgen, als die aufgehende Sonne die Dunkelheit vom Himmel vertrieben hatte, erstrahlte die ganze Kammer noch einmal unter dem Glanz des Goldes, alles fein poliert, wie mit dem magischen Schmutzradierer von Meister Proper. Der König war so begeistert, dass er der Müllerstochter ein Angebot machte: Wenn du noch ein letztes Mal für mich spinnst, mache ich dich zu meiner Königin! Doch diesmal konnte sie das Männchen nicht bezahlen. Was soll ich nur tun, ich habe nichts mehr für dich!, jammerte sie. Gib mir dein erstgeborenes Kind, wenn du Königin bist, dann spinne ich noch einmal für dich!, erwiederte das Männlein. Die Müllerstochter wusste sich in ihrer Not nicht anders zu helfen und willigte ein. Als der König am nächsten Tag alles vorfand, wie er sich gewünscht hatte, feierte man am Schloss eine große Hochzeit.
Ein Jahr später brachte die Königin ihr erstes Baby zur Welt, das sie nur mit dem besten Aletebrei fütterte und mit Penatensoftcreme einsalbte, dass die Haut des Neugeborenen nur so strahlte. Sie hatte schon gar nicht mehr an das Männlein gedacht und erschrack deshalb fast zu Tode, als es plötzlich vor ihr stand. Nun gib mir, was du mir versprochen hast!, rief es. Die Königin bot ihm alle Schätze dieser Welt an, nur die beste Lindschokolade und alles aus der ständig wechselnden Tchibowelt, wenn sie nur ihr Kind behalten durfte. Sie jammerte und weinte so sehr, dass das Männlein Mitleid mit ihr hatte. Etwas Lebendiges ist mir viel wichtiger als all diese Schätze! Aber nun gut, 3 Tage will ich dir Zeit lassen. Wenn du bis dahin meinen Namen weist, will ich dich und dein Kind für alle Zeit in Frieden lassen!
In den nächsten Tagen versuchte die verzweifelte Mutter alle Namen, die sie wusste. Doch immer wieder lachte das Männlein und rief: Nein! Nein, so heiße ich nicht!
Als nicht einmal die gelben Seiten mehr halfen, schickte die Königin einen Boten, der alle Namen, die er im Dorf aufschnappte, auf ein Blatt Papier, natürlich nur holzfreies, chlorfrei gebleichtes Schreibpapier, schreiben sollte. Am Abend des dritten Tages kehrte der Diener zurück und berichtete seiner Herrscherin, was er in den letzten Tagen mitbekommen hatte: Neue Namen habe ich keine finden können, aber auf einem Hügel brannte ein Feuer und um das Feuer herum tanzte ein Männlein und sang:
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