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geschrieben am: 10.06.2003 um 12:08 Uhr
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Nach einigen Wochen, betritt sie die Treppe die zu ihrem Gemach führt, ihre Schritte hallen leise, murrmelnd wieder, auf jenen Steinernden Stufen. Ein seuftzen nur, entrinnt ihrer Kehle, längst hatte sie ihre Kraft verlassen. Müde lehnt sie eine Hand an die Wand, das kalte Gestein läßt sie leicht frösteln, es ist als würde es sich an ihre Hand anschmiegen. Kurz vor der reich verzierten Tür atmet sie tief ein und aus, wabnet sich für den letzten Schritt.
Gefolgt von einem lauten Knarren, welches durch das ganze Gemäuer hallt, öffnet sich die Tür. Kalter Kerzenschein fällt auf ihr einst so strahlendes Gesicht, welches nun eingefallen und alt wirkt. Der glanz der Unendlichkeit, das Göttliche war schwach geworden. Die kalte Morgenluft fegt gar um ihren zerbrechlichen Körper. So schlingt sie die Arme um diesen und betritt dann, sich einen ruck gebend, das Zimmer. Lange war es her, doch verändert hatte sich nichts. Die Pergamentrollen, die Bücher, das Alchimisten Besteck, alles lag so wie sie es verlassen hatte. Fast wehmütig sieht sie auf ihre Schrifften. Ihr Kleid fegt raschelnd hinter jedem ihrer Schritte her, als sie zu ihrem Tisch geht. Mit einem erneuten seuftzen läßt sie sich in den Sessel fallen, legt die Arme auf die Lehne und lehnt sich zurück. So schließt sie ihre Augen, das weiß schwarze Haar liegt still an ihrem Körper, es bewegte sich nicht, wohl nie mals wieder.
Erinnerungen huschen über ihr inneres Auge, lassen sie aufstöhnen, sich aufbäumen und wieder zusammen sinken. Plötzlich mit einem harten Ruck öffnet sie die Augen wieder und setzt sich auf. Verwirrt ist ihr Blick nur kurz dann lächelt sie Müde. Nein sie durfte jetzt nicht aufgeben. Ihre Zeit war gekommen.
Ein lautes Krächtzen, läßt sie ihren Kopf zum fenster drehen. Eine Krähe, ihre Krähe, kommt mit wildem Flügelschlag näher. Papiere umherwehend, kerzen löschend setzt sie sich weiterhin wild mit den flügeln schlagend auf ihre schulter, legt den Schnabel an ihre wange und beginnt von neuem zu Krächtzen.
Liley Gesicht verfinstert sich, mit jedem Wort welches sie vernimmt. Die Krähe stobbt davon als ihre Faust, krachend auf die Tischplatte trifft. Ein tiefes drohendes Knurren entrinnt ihrer Kehle, Hassend lodern die Blutroten Runen auf. Sie spürte neue Kraft in sich, gestärkt von dem Hass, der Wut, der Trauer. Das würde ein Nachspiel haben.
So strafft sie ihre Schultern und nimmt eine neue Pergamentrolle zur Hand. Ja sie würde das verbotene tun.
Taucht eine Feder in das Tintenfass und setzt diese an, ihren letzten Willen nieder zuschreiben.
Ich werde gehen, so wie ich kamm.
Ich werde nehmem, das was ich sah.
So sei es mein letzter Wille das,
Meine Tochter Madleen, meine Söhne Salvan und Nexus
den Orden übernehmen werden. Ohne jegliche einschränkungen.
Serian seines Amtes enthoben ist.
Er hielt sich nicht an das was ich sagte.
Verrat, für den er noch büßen wird.
Sowie auch Amalthaea.
Sie sind somit verstoßen.
Die Wesen, welche gekennzeichnet sind mit meinem Mal,
Frei sein können, das Mal verschwindet sobald sie sich dazu entschlossen haben einen anderen weg zu gehen.
Meinte Worte, meine bestimmugen und Regel beibehalten werden.
(nachtrag, Ich werde nie ganz gehen, in euren Herzen und Seelen, werde ich da sein und das Licht besiegen, die Zeit wird kommen)
Mit jenen geschrieben Zeilen setzt sie die Feder ab, ließt nocheinmal das was sie schrieb ehe sie das pergament zusammen rollt. In ihrer Rechten erscheint, umhüllt von schwarzen Blitzen, ein Dolch. Die Klinge schimmert, im fahlen licht der Sonne, die sich mühsam durch das Schattenland kämpft. Dann legt sie diese auf ihren Arm und zieht sich mit leichtem Druck durch ihr Fleisch.
Das Blut tropft langsam aber ungebändigt, tropfen für tropfen auf das Pergament, somit besiegelt sie was sie schrieb...das es eintretten möge an jenem tag an dem sie fallen würde, nieder gestreckt durch ihre einstige Lehrerin Aleriasona.
Geändert am 10.06.2003 um 12:47 Uhr von andorangelLiley |
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